Wählen ist praktische Mündigkeit!


Es kann sich einem Menschen in Europa mit historischem Bewusstsein nicht erschließen, dass Rechtspopulismus -oder deutlicher gesagt- braunes Gedankengut wieder zunehmend Gehör findet. Nationalismus in Deutschland, Polen, Italien, Frankreich, Niederlande… Ja, auch in diesem Deutschland, das unbeschreibliches Unheil durch Fanatismus, Demagogie, Skrupellosigkeit usw. nicht nur über Europa, sondern weltweit gestreut hat. Allen Beteuerungen nach dem 2. Weltkrieg zum Trotz wird wieder die braune Soße dazu gemischt. Das ist keine Dummheit, sondern Propaganda aus Machtkalkül. Es wird so getan, als sei über das Unheil Gras gewachsen – ist es aber nicht! Oder es -das Unheil- wird einfach geleugnet … dann ist es tatsächlich Dummheit. Gebildete Dummheit, die die niederfrequenten Nichtdenker_innen einfach zur Etablierung der eigenen Geltungs- und Machtsucht letztlich dahin führen, was die Geschichte lehrt: Skrupellose Menschenverachtung und mentale Versklavung. Das sind Heilsversprechen auf dem Weg in eine Dunkelkammer ohne Umkehr.

Das kann und darf es nicht sein!

Unheil zu sähen ist relativ einfach und findet schnell nicht reflektiert denkende Mitläufer, wie man wieder sieht. Die Leute, die das bekämpfen und eindämmen wollen, was sie permanent selber nutzen, sind eben diese Rechtspopulisten_innen. Gemeint sind die Errungenschaften demokratischer Gesellschaften und Staaten: Pressefreiheit, Meinungsfreiheit – also die in der Menschenrechtscharta der UN geschriebenen 30 Artikel, zu denen auch das Recht auf Asyl gehört. Das eine solche Ignoranz stattfindet, ist arrogante Menschenverachtung und aus der Sicht eine Straftat. Was sich hinter solchen Scharfmachern verbergen kann, sieht man aktuell in Österreich. Die Verhaltensweise des nun ehemaligen Vizekanzlers sollte juristisch aufgearbeitet werden.

Die Wahlberechtigten in Europa haben nun die Chance, dem rechten Treiben die rote Karte zu zeigen! Die Wahlaufrufe können nicht oft genug wiederholt werden!

Geht wählen! 

Ich habe bereits gewählt – per Briefwahl. (Und keine rechtspopulistische Partei – soviel sei gesagt)!

Kant: ‚Sapere aude!‘  (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!).

 

 

Europa


Warum ‚Wählen‘ eine bürgerlich moralische Pflicht ist, lässt sich in ein paar Sätzen verdeutlichen – ohne groß und detailliert in die Geschichte zu gehen. Ein paar Kernsätze sollten da schon reichen:

Europa … ein Land der vielen Länder. Das war schon ‚immer‘ so. Nur nicht in der heutigen Form. Die Nationalstaaten des europäischen Kontinents -natürlich nicht nur die- bekämpften sich bis auf’s Blut mit Millionen Opfern. Das war Nationalismus pur – ohne Rücksicht auf Verluste. Diktaturen, Monarchien, Despotismus, Militarismus und Staatsterror ging vor Humanismus und menschenorientierter Politik. Das alles ist noch viel zu harmlos formuliert.

Nach dem 2. Weltkrieg mit ca. 60 Millionen Toten begann die Phase der Annäherung diverser europäischer Staaten. Erst wirtschaftlich, dann realpolitisch mit einem Europaparlament. Also wurde aus dem Fatalismus der Geschichte der Beginn militärischer Konfliktfreiheit. Diese Entwicklung ist durch nichts zu ersetzen. So reichten sich die Erzfeinde Frankreich und Deutschland die Hände. Das war vorher faktisch undenkbar.

Das Wahlrecht in Demokratien ist ein Recht, das blutig erkämpft wurde. Es darf nicht einfach mit Bequemlichkeit, Gleichgültigkeit und Politikverdrossenheit ignoriert werden und verdient uneingeschränkte Achtung und Wertschätzung. Kaum vorzustellen, wie sich ein Mensch vorher gefühlt hätte, so ein Recht wahrzunehmen.

Ideologischer Fundamentalismus und Geschichtsleugnung greifen erreichte Ziele an. Dagegen hilft Aufklärung und Transparenz der entscheidenden Institutionen und Personen. Und… freie und demokratische Wahlen. Das betrifft jeden wahlberechtigten Menschen. Dann ist die Würde des Menschen (Artikel 1 des Grundgesetzes) unantastbar, wenn sich die Parteien an der Erklärung der Menschenrechte der UN vom 10.Dezember 1948 a priori und praktisch ausrichten. Der Beitrag einer jeden Staatsbürgerin|eines jeden Staatsbürgers dazu im Gemeinschafts-und Eigeninteresse sind:

Freie Wahlen…!

Ein sogenannter ‚Rechtsruck‘ durch populistische Parteien könnte nicht nur fatal in alle Richtungen sein, sondern ist es!

Diese kurze Reflexion muss nicht weiter ausgeführt werden. Der Inhalt ist selbsterklärend.

Kant: ‚Sapere aude!‘  (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!).

 

 

 

Auszug aus meinem aktuellen Buch als Antwort zum Aufsatz des ‚Benedikt XVI‘


Aus meinem aktuellen Buch „Futur X – Die freie Auswahl“ (© Copyright) zitiere ich an dieser Stelle Passagen des 3. Kapitels. Dabei geht es nicht explizit um den genannten Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche, sondern um die von Benedikt geforderte „Erneuerung des Glaubens“ usw., wie oben genannt.

Hier der Auszug aus meinem Buch, der eben meine Sichtweise verdeutlicht. Grundsätzlich sei gesagt, dass jeder Mensch das Recht auf seine eigenen Anschauungen und Sichtweisen hat – ohne ‚wenn und aber‘ und ohne Theologe zu sein. –

„… Die Rolle der Religionen (Beispiele)“ ©

…Was daraus wird, zeigt die Geschichte und gibt massiven Anlass zur Vorsicht. Erstaunlich abstoßend und geradezu unverständlich wird das an dem Beispiel der Kirchen, deren ursprüngliche Intention eine Art kompetente Verständnishilfe für das Unerklärliche, Unbeweisbare und Angst auslösende Moment des ,auf sich allein Gestelltseins’ ihre Existenzberechtigung markieren sollte. Sie haben es schamlos dahingehend ausgenutzt, dass sie ihre angedachte Hilfestellung für Alle zu einer Art elitärer Kompetenzhochburg Einiger ausbauten. Sich quasi als Fachleute für Gottesangelegenheiten mit Interpretationskompetenz darstellten, darstellen und sich auch so verkauften und immer noch verkaufen mit fatalen Folgen.
Das wird am Beispiel der ,Irrtümer der Katholischen Kirche‘ deutlich. Sie legt nach wie vor Menschen in Fesseln (Zölibat), hält ihr Oberhaupt für unfehlbar(?)(Papst), mischt sich in politische Realitäten ein und versucht, diese nach ihren Dogmen zu manipulieren. Und immer mit dem erhobenem Zeigefinger des Unbewiesenen. Das Spiel mit der Ungewissheit, mit der Angst. Das Kokettieren mit dem ’Draht zu ihrem Gott‘.
Was für ein Irrtum… allein von der Vorstellung ausgehend, Gott nicht zu personifizieren. Menschen brauchen offensichtlich etwas Greifbares, etwas Begreifbares, sei es auch nur hypothetisch. Logik spielt da, wie es scheint, auf den ersten Blick keine überragende Rolle. Ein Gott in der angedachten Schöpferrolle mit menschlicher Silhouette kann nur ein Phantasieprodukt sein, denn die Unvollkommenheit und die Fixierung auf eine Art ‚Beschränktsein auf die fünf Sinne‘, also auf die Physis, entspricht in keiner Weise der Rolle, die der gläubige Mensch seinem Gott zuspricht –> Vollkommenheit.
Im Umkehrschluss lässt die Vorstellung einer immateriellen Intelligenz die nahezu zwingende Möglichkeit einer wie auch immer genannte und geartete ‚Existenz‘ zu. –
Diese Interpretation braucht keine personifizierte Vorstellung, keinen singulären Gott an sich und kann mit den uns Menschen zugänglichen Wahrnehmungsinstrumenten logisch erklärt werden. Also die Entzauberung des weisen Mannes im sogenannten Himmel und vor allen Dingen seines faktisch ‚abtrünnigen Bodenpersonals’. Kein Märchenprinz in einem auch materiell ausgerichteten Vatikanstaat, der sich von Soldaten bewachen und sich in einem kugelsicheren Wagen ‚durch die Gegend‘ fahren lässt.

„Parallelen in anderen Religionen zeigen einen Stillstand des Denkens in den Köpfen der sie tragenden Menschen. Ich spreche von vormittelalterlichen Riten, die keiner Aktualisierung unterzogen wurden und einfach so weiter praktiziert werden.
Nicht den in Religionskreisen allgemein gültigen Vorgaben und sogar Bedingungen folgend, stellt sich die Frage, warum Menschen sich gottesfürchtig und erniedrigend hinknien und den Kopf gesenkt zu halten haben. Sind sie nicht, jeder für sich, bestehend aus Körper und Geist, Einmaligkeiten – Individuen? Sie knien und verneigen sich vor Gott, wohl oftmals ohne eine eigene Erklärung als Denkprodukt ihres eigenen Verstandes entwickelt zu haben und folgen damit einfach dem gleichgesinnten Mainstream.
Das sieht dann schon nach anerzogener ‚Eingebung‘ aus. Von wem? Na… von denen, die sie als Kompetenzen wahrnehmen und die vorgeben, kompetent im Sinne von Gottesnähe zu sein. Da gibt es natürlich ‘die Anderen‘ in zunehmender Anzahl, die exakt eine solche Verhaltensweise nicht teilen… und selbstverständlich auch aus anderen Gründen.
Natürlich hat jeder Mensch das Recht, das so zu sehen und zu praktizieren, wie er es für sich entscheidet. Dabei sollte aber keinesfalls vergessen werden, dass gegenseitige und bedingungslose Toleranz unantastbar zu sein hat, um Leid jeglicher Art zu vermeiden! Dass Menschen unterschiedlich beschaffen sind, ist eine allgemein fundamentale Erkenntnis. –
Schwierige Lebenssituationen sind ein nahezu perfektes Einfallstor für Manipulationen.
Erlebte Lebenslagen wie Trauer, Freude, Kummer, Ärger, Ängste und scheinbare Aussichtslosigkeiten sind Realismen, die Nähe und Schutz suchen.
Hier will ich nicht unterstellen, dass all das ausgenutzt wird, doch es kann Gefolgschaft und auch Unterwürfigkeit erzeugen.
Ein Schelm, der jetzt Bezüge herstellt…
Ziel der soeben beschriebenen, gesteuert religiösen Verhaltensweisen ist die Erzeugung eines simplen Gemeinschaftsgefühles. Das könnte man als ‘Vereinsdenken‘ bezeichnen.
Um hier nicht missverstanden zu werden… ‚auch‘ ich bete. Aber nicht mit gesenktem Kopf oder mit dem Kopf auf dem Boden. Weit gefehlt. Meine Demut zu dem, was ich gar nicht konkret verstehen kann, ist derart gestaltet, dass ich erhobenen Hauptes -egal in welcher Situation- einen gedanklichen Dialog mit etwas halte, von dem ich weiß, dass ich davon nur das verstehe, was mir überhaupt möglich zu sein scheint oder ist. „Ich nenne es das „Alles in Allem“. Und das ist existent, egal wie ich es nenne oder wie es allgemein traditionsbezogen genannt wird und das mir temporäre, seelische Ausgeglichenheit und Freude bereitet.
Als ‘Mitglied‘ des Alles in Allem muss ich mich vor gar nichts erniedrigen und vor Niemandem. Das erzeugt ein ‚Akzeptiert-sein-Gefühl‘ und erfüllt mich mit mehr Demut als die gekrümmte Ehrerbietung, von der ich glaube, dass sie reines Menschenwerk und gar nicht ‚gottgefällig‘ ist. Eine gütige ‘Überintelligenz‘, Gott genannt und ohne das auch von seinen Geschöpfen geforderte Aggressionspotenzial, hat in meinen Augen kein Unterdrückungs- und Dominanzbedürfnis und fordert das auch nicht ein. Dann wäre sie, er oder es nicht mehr gütig und würde nicht einmal mehr der Maxime der Französischen Revolution gerecht: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. – Dann hätten menschliche Gedankenkonstruktionen einen höheren Wert als göttliche? Was für ein Unsinn – oder das streift diesen Begriff unübersehbar.
Damit sind kirchliche Rituale überdenkenswert und zwar in dem Sinne, es nicht mit nur Gläubigen -oder besser- Berieselungsopfern zutun zu haben, sondern ihnen das unveräußerliche Recht zuzusprechen, frei zu denken und z.B. auch in einer Kirche nicht nur blanke Zuhörer zu sein. Ok, beim Singen dürfen ja Worte die Münder verlassen… aber nur die vorgegebenen. –
Das ist nicht mein Gottesbild.
Oder steckt da noch mehr dahinter? Zu Beginn dieses Kapitels wurde das ausgeführt.
Eindeutig klargestellt sei hier, dass Kirchen nicht ihre Legitimation verweigert werden soll! Vielmehr wird es deutlich, dass es Reformen bedarf. Die sogenannten ‘Alten Zöpfe‘ sind es, die den Menschen vor den Augen hängen. Das fängt eindeutig damit an, dass das bestehende Gottesbild -oder dessen Interpretation- überdacht und überarbeitet werden sollte/muss, um – wieder- an Glaubwürdigkeit zu gewinnen. Die versteckte Arroganz muss da raus. –
Mit einbezogen werden muss/sollte eine Art weltliche Ethik, die nicht verkapselt und abstrakt daherkommt, sondern begreif- und praktizierbar ist. Desweiteren sind es die Interpretationen der ‘Heiligen Schriften‘, also als Beispiel der Bibel und auch (… ……). Das Verharren oder Hängenbleiben in den dort verkündeten Zeitaltern und Epochen passt nun gar nicht mit den aktuellen Realitäten zusammen[…]“

Auszug © aus: Joachim Rohlfing. „Futur X. Die freie Auswahl.“  ©Copyright 

Daten- Tsunami…


Daten-Tsunami … das klingt schon wie eine nachhallende, unbeherrschbare Bedrohung. Ein Tsunami ist immer bedrohlich, doch … durch und mit Daten? Oder ist das eine Metapher? Ja, das ist sie.

Das Ziel des Pariser Klimaabkommens war und ist die Reduktion der Treibhausemissionen, die das hervorrufen, was wir Klimawandel mit allen Folgen nennen. Junge Menschen demonstrieren freitags in der Schulzeit gegen das ‚Verheizen‘ ihrer Zukunft aus Gleichgültigkeit und falscher Prioritätensetzung. Falsch, weil Entscheidungsträger den von Menschen verursachten Klimawandel beiseite drängten, ignorierten oder gar leugneten. Und das von Vielen oder Einigen immer noch…

Von dem genannten Abkommen entfernt sich die Digitalindustrie zunehmend. Hinzu kommt das allgemeine Konsumverhalten. Entgegen der erwarteten, positiven  Auswirkung  der Digitalisierung steigt der CO-Ausstoß durch Produktion, Server usw. Richtung zweistellig. Der Netzwerkverkehr steigt pro Jahr um mehr als 1/4 (Shift-Studie) und erfordert eine leistungsfähigere Infrastruktur – und energiehungrige Datencenter für das sogenannte ‚Internet der Dinge‘.

Der schleppende Ausstieg aus dem Abbau fossiler Energieträger entspricht nicht dem dramatisch geforderten Umdenken sowie Umsteigen auf ‚Erneuerbare Energien‘. Die Speicherung der Energie mit entsprechender Technik ist dafür eine der Grundvoraussetzungen.

Allein die längere Nutzung von Endgeräten wirkt sich drastisch positiv aus: Z.B. Laptops ca. 5 Jahre und Smartphones ca. 3 Jahre (oder länger)! Hinzu kommt, dass die genannten Geräte nicht ein oder zwei Millimeter dünner sein müssen, sondern entsprechend länger ‚halten‘ und durch anwenderfreundliche Konstruktion eben von diesen Anwendern repariert werden können. Oder als Marktlücke von Leuten, die sich auf Reparaturen spezialisieren. Die Hersteller sind gefragt. Das Blendwerk des ‚Ständig-Aktualisiert-Seins‘ durch die Möglichkeit ersetzen, technische Weiterentwicklungen in bestehende Geräte einzubauen – ohne Neukauf. Das wäre und ist Nachhaltigkeit im Sinne aktiver Klimapolitik und aktiven Einsatzes gegen den Klimawandel. Entkoppelung von ständigem Wachstum – vom ‚Schneller-Höher-Weiter‘. Entschleunigung, die eigentlich gar keine wäre, sondern nur mit nachhaltiger Hardware. Nicht nur entsprechende, reparaturfähige  Geräte mit verlängerter Lebensdauer wären im Sinne unseres Planeten, sondern in der Folge im Sinne der nächsten Generation/en.

Nicht das Marketing und die Bedarfsweckung der Hersteller sollte an erster Stelle stehen, sondern das Erkennen der fatalen Auswirkungen in der Gefolgschaft.

Die Frühwarnsysteme für einen Daten-Tsunami sind längst aktiv und fordern von jedem Einzelnen ein Umdenken und ein adäquates Handeln. Das wäre kein Rückfall in alte Zeiten, sondern ein Update für die folgenden Zeiten…!

Kant: ‚Sapere aude!‘  (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!).

 

Reform des Urheberrechts, Part 3


Schaut man sich die Reform des Urheberrechts in dem Sinne genauer an, dann fällt ein Widerspruch in sich auf, den ich so konkret gar nicht dachte: Das Schreckgespenst der ‚Upload-Filter‘ der Digital-Konzerne als Folge möglicher Haftung für urheberrechtliches Material. Solche Filter sind im neuen Urheberrecht nicht vorgesehen. Es entsteht der Eindruck, dass durch Kontrolle und Zensur wahrscheinliche ‚Upload-Filter‘ die Netzfreiheit und in der Folge die Meinungsfreiheit gefährdet sei. Das ist deren Argument. Nur… die geschäftlichen Interessen der Internet-Konzerne sind dann gefährdet. Also hat die europäische Legislative den schwarzen Peter? Mitnichten. Allein die Frage nach der Kompetenz in der Entwicklung und Einrichtung von Filtern für urheberrechtlich geschütztes Material -wenn nötig- liegt nicht bei Politikern, sondern bei diesen Konzernen, die sich nicht in der Pflicht sehen, sondern durch Vermeidung immenser Entwicklungskosten die Netzuser mobilisieren, mit vorgegebenen Argumenten auf die Straße zu gehen. Selber verstoßen sie permanent gegen den Datenschutz, schubsen die User auf die Straßen, damit ihre Geschäftsmodelle und ihre astronomischen Gewinne nicht wackeln.

Die Rede ist davon, dass das Internet bedroht ist. Das hohe Gut des ‚geistigen Eigentums‘ ist es! Konkretes Beispiel: Ich als Autor des Buches „‚Futur X – Die freie Auswahl“ saß ca. acht Monate im reinen Schreibprozess. Hinzu kam das mehrfache Lektorat, die Gestaltung, Grafik, Veröffentlichung etc.. Wie soll ich das verstehen, wenn das Material nicht urhebergeschützt wäre und ich nicht von meiner Arbeit profitieren könnte (oder immateriell aus reinem Idealismus)? Das Ganze muss geregelt und die Regeln im Netz entsprechend angepasst sein. Geregelt durch den Gesetzgeber und angepasst durch Genehmigungen von Rechteinhaber und Entlohnung.

Nicht Jeder darf unentgeltlich auf urheberrechtliches Material zugreifen; auch nicht die  Intenet- Konzerne, die ihre Attraktivität durch Datensammeln bei Werbekunden erhalten und ausbauen, damit Milliarden Gewinn generieren und sich dadurch den ‚Luxus‘ leisten können, ihre apps kostenlos anzubieten. Genau das soll aus ihrer Sicht auch so bleiben. Also wird der Spieß umgedreht und der Weg des geringsten Widerstandes gewählt – die Indoktrinierung und Mobilisierung der Netzuser, um gesetzeskonform zu sein und Haftungen zu umgehen oder zu vermeiden. Gesetzliche Regelungen zur Neugestaltung und letztlich Bestätigung des Urheberschutzes erzeugen Folgekosten für Internet-Konzerne und sollten aus der Sicht gar nicht erst zustande kommen. Mit der funktionierenden Nummer lässt sich sehr viel Geld sparen.

So gesehen sieht für mich das offensichtliche Reizthema nach ‚hinter die Fichte führen‘ aus. Facebook vertraue ich nicht und habe es auch von Anfang an nicht. WhatsApp ebenfalls nicht, da es nun von Facebook einverleibt wurde und Zuckerberg alles Andere als vertrauenswürdig ist, wie in vorherigen Beiträgen hier ausgeführt. Folge: Mein WhatsApp- Account wird gelöscht. Als unverbesserlicher Blackberry-User nutze ich BBM als Messenger.

Fazit: Ich sehe die großen Internet-Konzerne in der Bringeschuld für die Anwendung eines funktionierenden Urheberschutzes gemäß gesetzlicher Vorgabe. Geistiges Eigentum muss ein solches bleiben. Nicht Jeder geht schließlich auch kostenlos arbeiten. Um das zu regeln, gibt es Arbeitsverträge, die regelkonform zu sein haben.

Auch ‚Kreative‘ müssen ihre Existenz sichern…

Kant: ‚Sapere aude!‘  (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!).

 

Boni… gemanagt


Ist es noch als unverschämt zu bezeichnen, wenn Menschen in exponierter Position sich an einem von Vielen erwirtschafteten (Betriebs-) Kapital und bei zeitgleicher Ankündigung von ‚Sparmaßnahmen‘ Boni in Millionenhöhe zustecken und das nicht nur als gerechtfertigt darstellen, sondern es einfach ‚machen‘.

Ist es nicht… denn es ist auch nicht nur Gier, sondern aus meiner Sicht ‚Diebstahl, Ausbeutung und den Gerechtigkeitsinn misshandelnde‘ Gewissenlosigkeit derjenigen gegenüber, die nicht im obersten Zentrum einer betrieblichen Hierarchie und damit vergleichbar machtlos sind.

Das Mangement der Deutschen Bundesbank ist aktuell gemeint. –

Aus meiner Sicht ist es sowieso schwer vermittelbar, dass Manager ohne persönliche Haftung (wie ein Firmeninhaber) für ihre Entscheidungen siebenstellige Gehälter und Boni beziehen – jährlich! Sie grenzen sich damit von den ‚unteren‘ Positionen ab, als wäre ihre Arbeitskraft überdimensional bedeutender. In Produktionsbetrieben sind es nicht sie, die ‚wunderbare Produkte‘ mit ihrer qualifizierten Arbeitskraft herstellen, sondern die unteren Ebenen – die Arbeiter, Ingenieure usw.. Es gibt keine verstehbare Rechtfertigung dafür, dass ein Manager das 50-oder 100-fache (oder noch mehr) zugeschustert bekommt als eben z.B. ein/e Produktionsmitarbeiter/in.

Das sind grundsätzliche Fragen ohne einsehbare Antworten. Eine Gesellschaft, die das immer noch ermöglicht und zulässt, verhält sich nicht oder kaum anders, als die räuberisch despotischen Systeme der vergangenen Jahrhunderte/Jahrtausende. Als hätte es die Französische Revolution nicht gegeben.

‚Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit‘ (Liberté,Égalité,Fraternité).

Die Freiheit nimmt sich das Management. Von der Gleichheit wird sich abgesetzt und wie ist es mit der Brüderlichkeit? (Heute besser Schwester-/Brüderlichkeit). Das sind ‚Tauben in der Luft‘. Im Kontext ein enttarnter Euphemismus. Solange solche Praktiken noch im 21.Jahrhundert existieren, sind die drei vorher genannten Begriffe blanker Hohn!

Was fürchten solche Menschen mehr, als wenn ‚man‘ ihnen die Bettdecke wegzieht? Ich bin nicht grundsätzlich für staatliche Regelungen, wohl aber für die Beseitigung  von Ungerechtigkeiten, für die ‚Fremdschämen‘ nicht mehr ausreicht.

Das ist dann also in der Zuständigkeit der Legislative.                                                         

Korrekturen sind der Öffentlichkeit vermittelbar! 

Kant: ‚Sapere aude!‘  (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!).

 

Fundamentales Recht der Jugend!


Sicherlich bin ich nicht der Einzige, der sich seit Jahren oder sogar Jahrzehnten wundert, dass junge Menschen sich ihre Zukunft durch die ‚Konsum- und Verhaltensweisen‘ ihrer Elterngeneration/en regelrecht verbauen .. oder besser gesagt – kaputt machen lassen. Zu dieser grauen, weißen oder ‚glatten‘ Generation gehöre ich auch, und damit habe ich einen Anteil an den Problemen dieses Planeten, um das nicht schön zu reden. Aktuell steht die Klimaproblematik im Fokus des allgemein öffentlichen Interesses – der Klimawandel also.

Den schulpflichtigen Kindern vorzuwerfen, dass sie der Schulpflicht trotzen und freitags in der Schulzeit auf die Straßen gehen, ist kurzsichtig und regelrecht zynisch. Einige Plakate während einer solchen Demo blieben mir besonders im Gedächtnis. Sinngemäß: ‚Wozu noch Schule, wenn der Planet sowieso kaputt geht‘ oder ‚Wie soll ich in ein paar Jahren zur Schule kommen? Mit dem Paddelboot?‘  –

Das Mädchen Greta startete alleine freitags in der Unterrichtszeit Ihre Protestaktion und hat damit etwas getroffen, was genau dahin traf, wo es hingehört: Ins Bewusstsein der jungen Menschen, die noch ihr ganzes Leben vor sich haben. Das ist keine Panikmache, sondern die Betrachtung der Gegenwart mit offenen Augen. Die Bewegung wächst und wächst – mittlerweile weltweit. Der auch von Trump nicht mehr zu bestreitende Klimawandel arbeitet im Bewusstsein wie ein Massenspurt auf einen finalen Abgrund. Die Erkenntnis des ‚Weiter-so‘ wird damit unerträglich und mobilisierend in Richtung ‚Schluss jetzt und denkt an unsere Zukunft‘. Das ist ein fundamentales Recht der Jugend einer jeden Generation.

Diese Demos müssen gewaltfrei (wie bisher!) verlaufen und vor allen Dingen unbefristet! Sie bieten die Chance, nicht nur die Entscheidungsträger allgemein wach zu rütteln, sondern ein konkretes Umdenken und Handeln zu erreichen; auch das Akzeptieren von Einschränkungen im täglichen Leben. Genau da ist eines der entscheidenden Probleme, denn ‚das Hemd sitzt näher als die Jacke‘, also die Macht der Gewohnheit und lieb gewonnene Bequemlichkeiten. –

Auf die Jugend nicht zuzugehen, ihr nicht eine lebenswerte Zukunftsperspektive zu bieten und ihr einen ‚verwohnten‘ oder nahezu zerstörten Planeten zu übergeben und zu hinterlassen, ist eine Missachtung der Fürsorgepflicht, der Menschenrechte und damit ein mehr oder weniger vorsätzlicher Straftatbestand, der letztlich nicht mehr wegen fehlender Möglichkeit oder konkurstechnisch gesehen wegen “Mangels an Masse!‘ geahndet werden kann.

Ist also die Schulpflicht (für ein paar Stunden die Woche) wichtiger als die Aussicht, durch Demos der Wichtigkeit des zukünftigen Lebens und dessen Perspektiven gerechter zu werden.

(Nicht nur) meine Erkenntnis ist, dass da wieder eine Jugend präsent ist, die den Konsummuff der vergangenen Jahrzehnte und die fatalen Folgen an den Pranger stellt und sich den Weg in eine lebenswerte Zukunft selber zu ebnen versucht. Und genau das ist ihr legitimes, ja wohl verzweifelt demonstriertes Recht!

An die Entscheidungsträger: Hört sie an, nehmt sie für voll und handelt ohne leere Versprechungen in ihrem Sinne, denn sie sind die Zukunft! –

Kant: ‚Sapere aude!‘  (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!).