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Trauerspiel BlackBerry…..


Hier im Blog in der Kategorie ‚Blackberry‘ habe ich diverse Artikel über diese beeindruckenden Geräte und dem darauf laufenden Betriebssystem (BlackBerry 10 oder gekürzelt BB10) geschrieben. Die Teile waren, sind und bleiben nicht nur beeindruckend und fallen aus dem Rahmen des gesamten ‚mainstreamigen Einheitsbreis‘, sondern sind – nach meiner Einschätzung und Erfahrung damit- für mich Gebrauchsgegenstände, die, was Kommunikation, Bedienbarkeit und Tauglichkeit für tatsächliches Arbeiten (z.B. physische Tastatur, Hub, Excel-Tabellen, echtes Multitasking) nahezu unverzichtbar geworden. Ein das verdeutlichender Satz ist: „I need a tool – not a toy“.  Also eine Frage, wofür ein Smartphone genutzt wird oder werden soll. –

Daran, dass das BB10 so allmählich regelrecht verhungert, absehbar eingestampft und von Android verdrängt wird, ist zu erkennen, dass Geräte und Software, die nicht dem ‚Schneller-Höher-Weiter‘ entsprechen, entweder reine Nischenprodukte sind oder werden und letztlich vom Markt verschwinden. –

BlackBerry hat die Hardwaresparte an TCL abgegeben und konzentriert sich nur noch auf Software. Die neuen Modelle ‚fahren‘ mit Android, das modifiziert angeblich die Sicherheitsstandards des eigenen Betriebssystems BB10 erfüllt. Das lasse ich mal so stehen, kann mir allerdings nicht vorstellen, dass im Google-Android keine Feedback-Funktionen lauern und aktiv sind!? Das ist eine Spekulation und weder eine Behauptung, noch eine insistierende Verunsicherung zugunsten Anderer.

Was bleibt also für einen überzeugten ‚BlackBerry-Hasen‘?  Nach dem Ende der benutzten Hardware mit BlackBerry-Android (Blackdroid) weiterhin der Marke treu bleiben – oder auf IOS umsteigen? Android war und ist für mich von anderen Herstellern ein absolutes ’no-go‘! Nur, weil auf den TCL-BlackBerry’s‘ BlackBerry steht, dabei bleiben? Soweit geht meine Markentreue nicht! Als alter Apple-User (seit 1996)  habe ich immer noch kein iPhone, Mit Begeisterung habe ich mir im Netzt die Keynote zur Vorstellung des ersten iPhones angesehen und war begeistert. Die Ernüchterung kam, als ich registrierte, dass ich da immer nur auf Glas -und damit ohne bekannten Widerstand- herumzutippen hatte. Als jemand, der jahrzehntelang auf Schreibmaschinentastaturen zuhause war, war der Eindruck der entscheidende dafür, kein iPhone zu kaufen. Stattdessen benutzte ich weiterhin ein Hagenuk, das ich heute noch habe und das noch einwandfrei läuft.

Dann kam BlackBerry ins Spiel. Ich war begeistert. Es war ein Q10. Danach dann das Passport. Geräte wie für mich gemacht. Und nun das vorher Beschriebene!

DSC_0081.jpgFazit: Beide Geräte werden solange genutzt, bis sie auseinander fallen. Da gehe ich von Jahren aus. Allein die Vorstellung, für ein Smartphone ordentlich über 1000,00 € hinzulegen (iPhone X), lässt erahnen, wie Verbraucher ‚gesehen‘ werden. Zu lesen, dass die Herstellungskosten ca. 1/3 des Verkaufspreises ausmachen, macht nicht traurig, sondern ‚grimmig‘. Das ist Gewinnmaximierung pur! Da braucht man gar nicht mehr über die Reparaturfähigkeit nachzudenken: Verklebte Akkus usw.. Ein Gerät, bei dem ich nicht einmal selber den Akku austauschen kann, gehört mir auch nicht. Solche Vorgänge sind nicht nur verbraucherfeindlich, sondern aus Umweltsicht eine Katastrophe. Es wird so getan, als gäbe es keine Klimaproblematik, keine Müllberge aus Elektroschrott usw..

Mein Q10 hat einen -von mir- austauschbaren Akku – mein Passport offensichtlich nicht! Wenn ich da in ein oder zwei Jahren einen neuen Akku brauche, dann darf ich vielleicht feststellen, dass keiner mehr aufzutreiben ist, der kompatibel ist. Und dann? Dann werfe ich mein geliebtes und noch perfekt funktionierendes Passport in den Elektroschrott? Was ist das für ein Irrsinn?

Also bin ich in ein paar Jahren wieder bei dem Gerät angekommen, das vor langen, langen Jahren in der Schublade verschwand oder dahin verbannt wurde, weil die ach so tollen, neuen Geräte durch ihren Schnickschnack -auch bei mir!- mit voll aufgeblendeten Scheinwerfern auf mich zukamen. Eine Erkenntnis, die sprachlos machen kann und den Kopf mit mehr oder weniger leichten, horizontalen Bewegungen schwingen lässt. —

Quo vadis – planet earth? –

BlackBerry© Passport nach 20 Monaten …


Dieses Teil muss schon etwas Besonderes an sich haben, dass es hier in Abständen immer wieder thematisiert wird. Ein Nischenprodukt für Leute, die sich nicht mit dem Mainstream zufrieden geben und einen Begleiter mit sich tragen wollen, auf den sie sich akkumäßig verlassen  und mit dem sie arbeiten können, ohne nach einigen Stunden wieder eine Steckdose suchen zu müssen, sofern sie dann auch noch das Ladegerät dabei haben. Gibt es dafür nicht Desktops, Laptops und Tablets? Die Frage ist ansich schon unsinnig, soll aber hier verdeutlichen, dass solche Geräte einen Unterschied hinsichtlich Größe, Gewicht und Handlichkeit ausmachen. Die Funktionalität für z.B. Tabellenkalkulationen im Handformat fand ich bislang bei keinem anderen Smartphone. Genervt hat mich dabei das ständige Drehen in den Landscapemodus und zurück und die fehlende physische Tastatur, die die Bezeichnung auch verdient und ihr gerecht wird. Das Drehen ist naturgemäß bei einem quadratischen Bildschirm nicht nötig.

Nicht einmal bislang hat mich dieses Gerät im Stich gelassen. Leider lässt BlackBerry© das großartige Betriebssystem BB10 in absehbarer Zeit auslaufen. Vielleicht nächstes Jahr. Ein derartiger Unsinn ist kaum oder besser nicht zu verstehen. Mich wird es nicht davon abhalten, das/den Passport -sofern es/er bis dahin durchhält- weiterhin zu verwenden. Malware dürfte für so eine Nischensoftware, wie sie dann endgültig ist, nicht auf der Agenda von Hackern stehen. Trotz aller Widrigkeiten Grund genug, noch so ein fantastisches Teil in Reserve zu legen. Es sieht danach aus, dass das Passport wohl ein wenig zu genial ist, um vom Mainstream erfasst zu werden, bei dem die Geräte nicht nur den gleichen Formfaktor haben, sondern sich in der Leistung unwesentlich unterscheiden, wenn nicht der x-tel-schneller oder wie auch immer Milli-Bereich entscheidend ist. In einigen Jahren dürfte der Smartphone-gig wohl sowieso beendet sein. Dann sind die biegsamen und faltbaren Gerätschaften angesagt, die am Körper getragen und angebracht werden und noch mehr können.

 

BlackBerry Passport nach 15 Monaten …


BlackBerry Passport nach 15 Monaten …

Dass ich die folgenden Aussagen noch nach 15 Monaten von mir gebe, hätte ich anfangs nicht gedacht.

Da schreibt einer in Abständen über sein Smartphone, als wäre das ein wichtiger Bestandteil seines Lebens. In meinem ‘zarten‘ Alter muss ich zugeben : das ist es geworden. Ein reines Touchgerät hätte sich diese Lorbeeren nicht verdient, da gehe ich tatsächlich von aus. Da ich mich schon in einigen anderen Beiträgen als uralten Apple-User (seit 1996) geoutet habe -und das immer noch bin- ist es umso verwunderlicher, dass mein unermüdlicher Begleiter (Akku hält immer noch 2 Tage) kein Gerät aus dem Hause Apple wurde. Das wird wahrscheinlich auch so bleiben. Die Gründe pro BlackBerry Passport sind ganz einfach :

  • Ich tippe ungern und widerwillig auf Glas einen Text ein
  • deshalb sind physische Tasten mit excellentem Druckpunkt für mich wichtig
  • Tastatur ist gleichzeitig Trackpad, das möchte ich nicht mehr missen !
  • die Akkuleistung sollte mindestens für 1,5 Tage im ‘Dauerbetrieb‘ reichen
  • Ich mag keinen Homebutton
  • und brauche echtes Multitasking
  • Word nativ
  • Excel nativ
  • breiter Bildschirm für Tabellen
  • Kameras mit recht guter Auflösung und Bildqualität für Schnappschüsse
  • der BlackBerry- Hub ist unverzichtbar, wenn man sich daran gewöhnt hat
  • eingebaute, anerkannte Sicherheit des Betriebssystems
  • ja .. und … kein Gerät, das Mainstream ist.
  • und Vieles mehr … 

    Diverse Hüllen und Folien wurden ausprobiert .. und wieder verworfen. Wie auf den Fotos zu sehen, hat es das Original-Hardcase von BlackBerry dauerhaft und bleibend geschafft. Das haptisch vermittelte Gefühl des ‘reinen‘ Gerätes kommt dabei nicht zu kurz. Dieses Smartphone ist ein für mich unverzichtbares Arbeitstier, das mich noch nie (!) im Stich gelassen hat. Mit Argwohn sehe ich die Entwicklung BlackBerry’s zum Betriebssystem Android und den damit wahrscheinlichen Verzicht auf das eigene Betriebssystem BB10, das für mich das gebrauchsfähigste und intelligenteste seiner Art ist. Die kurz -bis mittelfristige Aufgabe des BB10 ist eine firmenpolitische Entscheidung, bei der ich nur den Kopf schütteln kann. Da ist wieder der Schwerpunkt des reinen Kapitalismus‘ mehr als deutlich zu erkennen : Gewinnmaximierung um jeden Preis. Auch und speziell in diesem Fall auf Kosten intelligenter Software, die damit auch Opfer eines deutlichst erkennbaren Fehlmarketings wird und ist. Da entscheidende Regierungsstellen und andere auf Sicherheit angewiesene Institutionen das Betriebssystem auch weiterhin nutzen werden, wird das Betriebssystem auch noch in den nächsten zwei bis drei Jahren geupdated. Mit einer anderen Entscheidung würde sich BlackBerry den Gnadenstoß geben. Auch ohne Insiderkenntnisse ist die Marktstrategie der Firma deutlich zu erkennen : Weg von der Hardware – hin zur reinen Softwareschmiede. Der echte Brombeerfan schaut dabei in die Röhre, weil ihm ein Stück Originalität genommen würde .. wird.

11 Monate (BlackBerry®) Passport …


Es war Neugier auf diesen ungewöhnlichen Formfaktor .. dieses quadratische Display und dieses ‚aus der Reihe Tanzen‘ im Vergleich zu den Geräten, die den Ton des Mainstreams bestimmen, was Smartphones angeht. Brauche ich sowas, war die Frage ? Entscheidend war allerdings, dass ich es absolut ‚vermeiden‘ wollte, auf Glas Texte zu tippen. Das war eine gewachsene Erkenntnis aus den Erfahrungen mit den iPads, die ich bis dahin nutzte. Unnachgiebiges Glas, das im wirklichen Kontrast zu dem stand, was ich bis dahin an guten Tastaturen schätzte. Die Alternative wäre dabei gewesen, eine externe Tastatur in irgendeine Tasche zu stecken .. nur in welche ? Die Apple-Tastatur passt in keine meiner Hosentaschen und … es ist Unsinn, darüber weiter zu sinnieren.

Da war das BlackBerry Q 10 , das mir zeigte, dass es auch anders geht, nämlich so, wie ich mir das vorstellte. Eine Tastatur, deren Haptik genau den Eindruck verschaffte, etwas zu bewegen und bestätigt zu bekommen. Tasten, die sich nicht ausblenden lassen, sondern an Ort und Stelle verbleiben und gedrückt werden wollen. —

Das Passport (Neutrum, weil hier als Gerät gemeint) ist exakt die Maschine, die der adjektivischen Bezeichnung ‚weiterentwickelt‘ gerecht wird. Die Tastatur nicht nur als solche, sondern auch als Touchpad zum Scrollen nutzen zu können, ist alltagstauglich. Vorgeschlagene Worte im logischen Zusammenhang per Wischgeste in den jeweiligen Text zu schieben, ist eine Verfahrensweise, die ich nicht mehr missen möchte und werde.

Jedes Gerät hat seine Stärken und natürlich auch Schwächen. In meiner täglichen Anwendung überwiegt eindeutig das Erstere.

Fazit nach 11 Monaten :  Dieses Gerät würde ich bedenkenlos sofort wieder kaufen, auch wenn BlackBerry einen absoluten Eiertanz in seiner Firmenpolitik hinlegt, die Kunden verunsichert, zu Android wechselt und das eigene Betriebessystem höchstwahrscheinlich auslaufen lässt, anstatt es zielführend zu bewerben und die unvergleichlichen Vorteile so herausstellt, dass es auch in der Öffentlichkeit zur Kenntnis genommen wird. Und genau das passiert nicht ! Trotzdem geht meine Überlegung dahin, sogar ein zweites Passport (SE) zu erwerben, bevor die Hardwaresparte von BlackBerry geschlossen wird. Den neuesten Nachrichten zufolge wird das BlackBerry-Betriebssystem BB 10 noch mindestens  zwei Jahre weiter gepflegt und sicherheitstechnisch aktualisiert.

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Das eigene Passport

 

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das eigene Passport

 

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das eigene Passport

Sofern ‚man‘ kein buntes Spielzeug, sondern ein Arbeitsgerät mit Telefon- und Messengerfunktion einsetzen möchte, ist dieses BlackBerry Passport eine wirkliche Überlegung wert. Das hier ist keine Werbung für ein Produkt, sondern eine rein pragmatische Darstellung eines Gerätes, das diese Zeilen verdient, egal ob es eine ‚Brombeere‘ oder ein ‚Sonstwas‘ ist.

 

BlackBerry© Passport (nach 4 Monaten Nutzung)


BlackBerry© Passport (nach 4 Monaten Nutzung)

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Foto : mein Passport

Dass dieses Gerät anders ist als andere Smartphones, sieht man natürlich auf den ersten Blick. Meine Skepsis bezog sich anfangs auf den Formfaktor und damit auf die Breite und .. ja .. die Ecken. Als ich das Teil dann in meinen (nicht kleinen)  Händen hielt,  war ich überrascht in der Weise, dass es griffig meine Innenhandfläche ausfüllte und dabei haptisch angenehm wirkte. An dem Eindruck hat sich auch nach vier Monaten intensiver Nutzung nichts geändert. Eher im Gegenteil. Die Hardware ist dem Preissegment entsprechend wertig. Die Tasten funktionieren wie am ersten Tag. Die Wisch-Scrollgesten über die Tastatur erlauben im Zusammenspiel mit der Software einen einzigartigen Bedienungskomfort. Mir kommt es am Smartphone nicht unbedingt auf die Tippgeschwindigkeit an, die ich als ‚Zehnfinger-blind-Schreiber‘ auf einer Mactastatur auf ca. 300 Anschläge ‚performe‘. Nein, das Zusammenspiel von Haptik und Komfort eines größenmäßig mit einem Notebook oder Tablet vergleichbar kleinen Alleskönners muss den Griff in die Tasche nicht zu einem notwendigen ‚Übel‘ werden lassen, sondern eben das Gefühl des vertraut Angenehmen vermitteln. Einen digitalen Assistenten hervorzuziehen, der der Bezeichnung auch gerecht wird und sich dabei auch noch gut anfühlt. Mein Passsport erfüllt diese, meine Ansprüche in einer Weise, für die ich am Markt keine Alternative sehe.

Nach nunmehr vier Monaten sage ich, dass  :

  • ich den Kauf nicht bereut habe
  • das Gerät seinen Preis wert ist
  • speziell die nativen Excel-Anwendungen keine Fingerakrobatik erfordern
  • die Kommunikation mit meinen Macs harmonisch verläuft – also sehr gut funktioniert
  • der ‚bigger screen‘ auch einer ist
  • das Tippen einfach Spaß macht
  • die Akkulaufzeit bei mir zwei volle Tage beträgt
  • die Kamera besser ist als die Kritiken suggerieren
  • das Multitasking flüssig vonstatten geht
  • in der app ‚Remember‘ Notizen und Diktate wiederfindbar und sinnvoll organisierbar sind
  • mit Blackberry Blend eine Synchronisierung in Echtzeit nahtlos erfolgt
  • die Gesprächsqualität ihresgleichen sucht
  • es bei der ‚end-to-end‘ – Philosophie bleibt und damit der User gut gesichert ist
  • dass ……….

Bleibt die Hoffnung, dass Blackberry die Hardwaresparte nicht aufgibt und weiterhin solche Produkte auf den Markt bringt, die mit der jeweils aktuellen Technologie nicht bedingungslos im Mainstream mitschwiimmen will. Absolut unverständlich für mich ist, dass Blackberry kommende Geräte nicht mit dem eigenen, einzigartigen Betriebssystem ausstatten will, sondern mit Android. — In einem solchen Fall kann ich nur hoffen, dass mein Passport noch Jaaahre wie gewohnt seinen Dienst verrichtet.

Spruch : Blackberry … I need an tool .. not a toy

BlackBerry© Passport (nach 4 Wochen Nutzung)


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Bild : Privat

Knapp vier Wochen benutze ich diese ‚Brombeere‘, die in so vielen Details aus dem Rahmen der Silhouette bekannter Smartphones fällt. So ähnlich wurde es von BlackBerry[© auch beworben. Zögern ließen mich anfangs die Gehäuseecken … das entsprach nicht meinen Designvorstellungen.Rund oder besser sichtbar abgerundet sollte es schon sein. Schließlich lag dann die europäische, eckige Version doch in meinen Händen. Zugegeben : Ich war der Versuchung erlegen. Eine ‚eierlegende Wollmilchsau‘ gab und gibt es in dieser Kategorie der Gebrauchsgegenstände (für mich jedenfalls) nicht.

In dieser eingangs beschriebenen Zeit wurde dieses Gerät mein Begleiter. Schwerer, breiter statt leichter und ‚hosentaschig‘. Kein Q10 halt. Trotzdem passt das Passport locker in die Hosentasche. Die Umgewöhnung dauerte …  Drei statt vier Tastaturreihen und bedarfsgerecht eingeblendete, virtuelle Zeichenleisten und Zahlen. Der Wechsel zwischen den physischen und den virtuellen Bereichen war für mich nicht mal anfangs ein Problem.  Dann kam die wirkliche Entdeckung der Möglichkeiten, die in der Kombination stecken : Die physische Tastatur erlaubt Wischgesten in alle Richtungen. Nach der Eingabe eines oder mehrerer Buchstaben erscheinen die Wortvorschläge in der virtuellen Anzeige, die nicht nur angetippt werden können, sondern per Wischgeste unterhalb des entsprechenden Wortes nach oben in den Text eingefügt werden. Das war und ist für mich neu. Da das Gerät nicht im internen Wörterbuch vorhandene Wörter speichert und dann logisch vorschlägt, lassen sich ganze Satz- und Textpassagen einfach durch Hochwischen in die Textzeilen schieben. Wer sich daran gewöhnt hat, gibt es nicht wieder her. Exakt so geht es mir. Das ist das, was ich als anwenderfreundlich bezeichne. Exceltabellen mit dem Passport bedürfen keiner Fingerakrobatik. Per Bluetooth auf den Mac und umgekehrt. Und dann mit der BB10-Anwendung ‚Blend‘ … alles synchron auf dem Rechner und dem Smartphone – ohne externe Cloud. Synchronisierung in Echtzeit ohne Durchlauf durch ‚Späh- und Abgreifserver‘ irgendwo auf diesem Planeten. Das eigene Wlan als Cloud …  Mit Zugriffsmöglichkeit von überall. Das ist die Lösung für mich und sicherlich der Horror für ‚Mittleser‘ und Ähnliche,

Die Akkuleistung ist überragend. Ich betrachte mich als Vielnutzer, und das bedeutet, dass auch Bücher stundenlang gelesen werden, Surfen, Texte schreiben, Tabellen bearbeiten usw. erfordern eine Nachladung bei mir nach zwei Tagen ! Was will man mehr ? Mit einer Powerbank wäre sogar ein Kurzurlaub ohne Netzteil möglich. Das kenne ich nur vom ‚Newton‘, dessen Vollladung bei  meinem Nutzerverhalten mindestens zwei bis drei Wochen durchhält !-

Officepaket : Word / Exel / Powerpoint nativ. Keine Formatverluste oder Kopiervorgänge mehr. Alles läuft stabil und ohne Umwege.

Ordnerstruktur : Es hat gedauert, bis ich herausfand, wie in BB10 am Passport eine Ordnerstruktur anzulegen ist, die mit der auf dem Mac vergleichbar wäre. Funktioniert aber. Mit ‚Blend‘ ist dann auch gleich alles in Echtzeit auf den im Wlan vernetzten und gekoppelten Rechnern synchron.

Soziale Netze : Natürlich BBM ! WhatsApp kein Problem. Android apps laufen ebenfalls aber natürlich nicht nativ – zu beziehen aus dem systemintegrierten Amazon-Store. Der folgende Satz gilt für mich : Der ganze Android-app-Kram hat auf meiner Beere nichts zu suchen.

Kamera : 13 MP versprechen Einiges. Die Kamera war wohl nie BlackBerry’s Paradepferd. Die Bilder reichen aber für den ‚Hausgebrauch‘. Für anspruchsvolle Fotos gibt es Nikon, Canon, Sony – usw.-DSLRs. Da ist die Kamera des iPhone 6 zweifelsfrei besser. Dessen Schwerpunkt spricht Anwender an, die Entertainment bevorzugen statt ’simpler‘ Produktivität. (Das ist überhaupt nicht abwertend gemeint !)

Die Liste ließe sich weiterführen.

Fazit :  Jedem das, was seinen Ansprüchen genügt. Die Meinen sind hier sicherlich heraus zu lesen. Wen wundert’s also : Das Passport gebe ich freiwillig nicht wieder her …

Blackberry Passport (2.Nachtrag)


Da es sicherlich in absehbarer Zeit unwahrscheinlich ist, dass ein Passport mit runden Ecken in diesem Lande erscheinen wird, ist -bei richtigem Interesse an so einem Gerät- die Anschaffung der aktuellen ‚eckigen‘ Version überlegenswert. Gedacht – getan …

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Foto : Privat

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Foto : Privat

Nach dem ‚Unboxing‘ hat man dann das Blackberry-Flaggschiff in den Händen. Richtig – Plural. Der Mensch hat zwei Hände und das ist in dem Falle auch notwendig.  Die Gewöhnung tritt sehr schnell ein. Dann erlebt man das, was hinreichend -oder auch nicht- beworben wurde und wird : der quadratische Bildschirm. Tabellenkalkulationen lassen das beengte Smartphonegefühl anderer Geräte (fast) vergessen. Textdarstellungen in Dokumenten oder Webseiten sind ohne großes oder gar keinem Zoomen eine Klasse für sich.

Die Tastatur ist gewöhnungsbedürftig, da sie 1. breiter und des weiteren touchfähig ist. Scrollt man damit, kommt man sehr fix in den Bereich der darüber eingeblendeten, virtuellen Zeichenreihen. An meinem Gerät ist die Leertaste etwas schwergängig. Aus dem anfänglich gedachten Nachteil im Vergleich zum Q10 sehe ich mittlerweile schon fast einen Vorteil.

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Foto : Privat

Weitere Details zum Passport werden in absehbarer Zeit folgen.

Vorläufige Einschätzung :

Ein großartiges, wenn auch durch den Bildschirm etwas sperriges Gerät, dass aber locker in die Hosentasche passt.

Wer den Anwenderschwerpunkt nicht auf das Entertainment sondern ein ‚tool‘ zum Arbeiten und zur bestmöglichen Kommunikation legt, der ist mit diesem ‚Reisepass‘ bestens bedient.

Sämtliche Fotos : Privat

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