Erstes Portrait 2020 …


Geplant war es  (Malen und Zeichnen)  eigentlich nicht mehr… doch auf Wunsch eines Freundes habe ich nach Jahren wieder ein Porträt gezeichnet und heute  (16.01.2020) bereits abgegeben.

Erstaunlicherweise ist mir trotz der längeren Abstinenz von der Malerei wieder der fixierende Blick gelungen. Der leichte Weichzeichnereffekt ist gewollt.

Ob das eine Motivation zum Wiedereinstieg ist, wird sich zeigen. Mein Betätigungsfeld a priori ist schon seit Jahren die ‚Schreiberei‘ …

I did it my way …

 

Bleistift auf Leinwand ohne Keilrahmen. (≈ 40 x 30 cm)

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JR  –  Bleistift auf loser Leinwand (≈ 40 x 30 cm)

 

 

Fleisch oder Pflanze – was sagt die Bibel? – Meat or plant – what does the Bible say? (d/e)


Deutsch

Wenn ich über  Vegetarismus, Veganismus und dem Fleischkonsum spreche, dann sollte und soll es auch notwendig sein, sich mit der Moral, der Ethik und den entsprechenden Vorgaben -oder besser Postulaten- zu beschäftigen.

Sich an der Bibel zu orientieren, ist die Richtschnur für Christen schlechthin. Hier soll es jetzt um die Ernährungsanweisung darin gehen, sofern es konkretisierbar ist. Aufmerksam gelesen, ist es kein Singular, sondern mit zwei unterschiedlichen Anweisungen ein Plural. Beide sind komplett konträr. Das kann doch nicht sein, wird der die Genesis lesende Mensch sagen… wird aber fündig. Die Rede ist von der Genesis 1 und der Genesis 9. Beide Aussagen werde ich hier untersuchen, denn das ist nicht das Privileg von Theologen, sondern das eines Jeden. Dazu werde ich passende Texte aus meinem aktuellen Buch „Futur X – Die freie Auswahl“ verwenden.

Hier nun die Ernährungsanweisung(en) Gottes an bezeichneter Stelle:

„…Genesis 9, 2-3: >Alles, was sich regt und lebt, das sei euere Speise; wie das grüne Kraut habe ich’s euch alles gegeben. Allein esset das Fleisch nicht mit seinem Blut, in dem sein Leben ist.<

Im selben Buch steht das in krassem Widerspruch zur …

Genesis 1, 29-30: > Und Gott sprach (Anm. ..zu den gerade erschaffenen Menschen): Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise. Aber allen Tieren auf Erden und allen Vögeln unter dem Himmel und allem Gewürm, das auf Erden lebt, habe ich alles grüne Kraut zur Nahrung gegeben.<
Na, woran soll sich der Christenmensch (und dem Missionsgedanken folgend alle Menschen)  nun halten?
Welchem Imperativ soll er denn nun folgen?
Die Genesis 1 war wohl zu kompliziert, also war der Favorit die Genesis 9! Und das kompromisslos und ohne Erbarmen.
Deutlich gegensätzlicher können zwei Vorgaben kaum oder nicht sein! Und solch unterschiedliche Vorgaben kommen dann vom allwissenden, christlichen Gott, der hier eindeutig personifiziert dargestellt wird. Das ist Schriftstellerei in von mir nicht zu wertender Art und Weise.
Interessant ist auch die Rechtfertigung des Schächtens eines Tieres in der Genesis 9 der christlichen Bibel! Im Islam ist das gängige Praxis an und mit Schafen, und im Christentum wird so gut wie alles ignoriert (Blut).

Da wundert es nicht, dass Tiere als seelenlos, ohne Würde, ohne Recht auf Leben und als Speise für Menschen betrachtet und benutzt werden.
Das ist keine Blasphemie, sondern einfach nur im Buch der Bücher von jedermann/frau nachzulesen.
Warum wird hier die Genesis 1 als vielleicht zu kompliziert bezeichnet? Ist sie das denn?
Nun, da ist die Anweisung für die Menschen, dass die Samen (Anm. Früchte) der Pflanzen und der Bäume als Nahrung vorgesehen sind und streng genommen nicht einmal die Pflanzen selber. Das wäre dann in der Konsequenz der in der heutigen Zeit so bezeichnete ‚Fruitarier‘, also jemand, der nur Früchte und Samen isst. Das wäre dann die Konsequenz daraus schlechthin. –
Eine der Wurzeln allen Übels auf diesem Planeten ist gar nicht mal das Geld, sondern das Töten der Mitgeschöpfe, das die Menschen seelisch verrohen lässt, gleichgültig macht und auch der eigenen Art gegenüber enthemmt, da das Produkt ´Fleisch` noch zu Lebzeiten direkten Kontakt zur Seele (Nichtstofflichkeit) eines getöteten Tieres hatte und damit ´schöpferischen` Ursprungs ist. Der Konsument beißt damit folglich direkt in den ehemals auch nichtstofflichen Teil  (Seele).
Eine derart hausgemachte Ignoranz gegenüber einer sicherlich unbegreiflichen Intelligenz (Gott) ist also Blasphemie in reinster Form.

Solche Gedanken und Vorstellungen sind mir bislang in keiner Kirche vermittelt worden. Trotz der Ernährungsanweisung in der Genesis 1, 29-30! Eine erschreckende Ignoranz. Warum das so ist, lässt die Spekulation zu, dass das in der inhaltlichen, also schriftstellerischen Gestaltung der christlichen Bibel gesellschaftlich und historisch keine Rolle spielte und Tiere wie selbstverständlich als Nahrungslieferanten dienten.
Gemeint sind ihre Körper. –
Das wird auch deutlich in der biblischen Darstellung der Fischerei. Für mich wirkt das heute noch wie Sinnesprothesen aus entgrenzten Welten. Ein gebrochenes Verhältnis zur Wahrheit, über die der erste deutsche Bundeskanzler sagte, dass es zwei oder gar mehrere gibt und damit Interpretationssache sei und ist.

Liegt es an der Bräsigkeit der Gesellschaft gegenüber einer solch abartigen Normalität? Gibt es ein so hochaufgezäumtes Nichtverstehen?
Der Gleichgültigkeit demgegenüber sieht es danach aus, als setze mensch auf eine vergebende Zukunft in abgedrängter Weite und macht sich zum reaktiven Idioten. Anders in einer Frage ausgedrückt: Warum sollte sich eine schöpferische Intelligenz daran erfreuen, Geschöpfe zu betrachten, die ehrfürchtig, minderbemittelt und unwissend umherlaufen und ständig exakt das tun, was sie ihnen verboten hat?

Die Gegenvorstellung: Hätte diese Intelligenz nicht das Bestreben, Geschaffenes zu sehen, das ihr den Eindruck vermittelt, gute Arbeit geleistet zu haben mit der Option des Updatens?

Die Antwort dürfte nicht schwerfallen.
Menschen haben einen freien Willen und ebensolche Gedanken, weil ihre Nichtstofflichkeit das überhaupt erst ermöglicht und weil die in allen Lebewesen zusammenhängend verwoben und durch die Inkarnation individuell mit einer jeweiligen Physis temporär verbunden ist.
Die individuelle Entscheidungsfreiheit ermöglicht die Verästelung der unterschiedlichsten Verhaltensweisen, die dadurch nicht des Eingriffs der schöpferischen Intelligenz bedarf.

Christen wundern sich darüber, dass ihr Gott Konflikte, Verbrechen, Kriege und deren Grausamkeiten in den abartigsten Facetten zulässt. Ihr Gott hat sie nicht im Stich gelassen; sie haben es nur nicht realisiert, dass sie eigenverantwortlich handeln dürfen und müssen. Sie sind sich ihrer eingebauten Mündigkeit nicht bewusst und schieben Fehlentwicklungen ihres Handelns der Schwäche ihrer Konstruktion und damit dem Konstrukteur zu. Das ist eine Metapher. Würde er, der Mensch, in sich selber suchen, dann könnte seine erbsenzählige Zerfranstheit ein Ende haben und eine erweiterte Bewusstseinsstufe aktiviert werden .

Opposition, Kritik, Satire, Pressefreiheit, die allgemeine Freiheit des Geistes in der Ausrichtung auf alle, sind die Privilegien der Jetztzeit.

Es ist die Intoleranz gegenüber den parallel zur menschlichen Spezies existierenden Lebewesen, die als Sache oder Gegenstand abgetan werden, zu mehr als unwürdigen Bedingungen ‚gehalten‘, entseelt und deren Körper zu Nahrungsmitteln verarbeitet werden.
Wann wird dieser von Menschen fabrizierte Irrsinn endlich begriffen, eingesehen und abgestellt werden?

Auszug aus: Joachim Rohlfing. „Futur X. Die freie Auswahl.“ iBooks.

Dann hat die Genesis 1, 29-30 den Stellenwert, der ihr gebührt.

Kant: ‚Sapere aude! (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen).

 

English

When I talk about vegetarianism, veganism and meat consumption, then it should and should be necessary to deal with morality, ethics and the corresponding guidelines – or better postulates.

To orient oneself by the Bible is the guideline for Christians par excellence. Here it should now be a matter of the dietary instructions in it, insofar as it can be concretized. Carefully read, it is not a singular, but with two different instructions it is a plural. Both are completely contradictory. That cannot be, the person who reads Genesis will say… but will find out. We are talking about Genesis 1 and Genesis 9. I will examine both statements here, because that is not the privilege of theologians, but of everyone. I will use appropriate texts from my current book „Future X – The Free Choice“.

Here now the dietary instruction(s) of God in the designated place:

„Genesis 9, 2-3: >Everything that moves and lives, that is your food; like the green herb I have given it all to you. But eat not the flesh with his blood in which his life is.

In the same book, it is in stark contrast to the…

Genesis 1, 29-30: > And God said to the newly created humans: „Behold, I have given you every plant that bears seed in all the earth, and every tree with fruit that bears seed for your food. But to every beast of the earth, and to every fowl of the air, and to every creeping thing that creepeth upon the earth, I have given every green herb for your food.
Now, what should the Christian man (and, following the missionary thought, all people) keep to?
What imperative should he now follow?
Genesis 1 was probably too complicated, so the favourite was Genesis 9! And this without compromise and without mercy.
Two imperatives could hardly or not be more opposite! And such different guidelines then come from the omniscient, Christian God, who is clearly personified here. This is writing in a way that I cannot evaluate.
The justification of the slaughter of an animal in Genesis 9 of the Christian Bible is also interesting! In Islam this is common practice on and with sheep, and in Christianity almost everything is ignored (blood).

No wonder that animals are considered and used as soulless, without dignity, without the right to life and as food for humans.
This is not blasphemy, but simply to be read in the book of books by everyone.
Why is Genesis 1 described here as perhaps too complicated? Is it?
Well, there is the instruction for people that the seeds (note: fruits) of plants and trees are intended as food and strictly speaking not even the plants themselves. This would then be the consequence of what is today known as the ‚fruitarian‘, that is to say someone who eats only fruits and seeds. That would then be the consequence of it par excellence. –
One of the roots of all evil on this planet is not even money, but the killing of fellow creatures, which rots the soul of human beings, makes them indifferent and also disinhibits them from their own kind, because the product ‚flesh‘ had direct contact with the soul (immateriality) of a killed animal during its lifetime and is therefore of ‚creative‘ origin. The consumer therefore bites directly into the formerly also non-material part (soul).
Such a homemade ignorance towards a certainly incomprehensible intelligence (God) is therefore blasphemy in its purest form.

Such thoughts and ideas have never been communicated to me in any church up to now. Despite the dietary instruction in Genesis 1, 29-30! A frightening ignorance. Why this is the case, the speculation admits that this did not play any role socially or historically in the content, that is, in the literary design of the Christian Bible, and that animals served as a matter of course as food suppliers.
What is meant are their bodies. –
This is also evident in the biblical account of fishing. For me, it still seems to me today like sensory prostheses from worlds without boundaries. A broken relationship with the truth, about which the first German Chancellor said that there are two or even more and that it is and will be a matter of interpretation.

Is it because of the way society has been stubborn towards such a perverse normality? Is there such a highly bridled incomprehension?
In contrast to the indifference towards it, it looks as if people are betting on a forgiving future in a closed-off space and are making themselves into reactive idiots. In other words, why should a creative intelligence take pleasure in looking at creatures who walk around in reverence, inferior and ignorant, constantly doing exactly what it has forbidden them to do?

The counter-imagination: Wouldn’t this intelligence have the ambition to see created things that give it the impression of having done a good job with the option of updating?

The answer should not be difficult.
Humans have free will and thoughts of the same kind, because their non-materiality makes this possible in the first place and because the ideas that are interwoven in all living beings and are individually and temporarily connected to a respective physical being through incarnation.
The individual freedom of decision enables the ramification of the most different kinds of behaviour, which therefore does not require the intervention of the creative intelligence.

Christians are surprised that their God allows conflicts, crimes, wars and their cruelties in the most perverse facets. Their God has not abandoned them; they have just not realized that they can and must act on their own responsibility. They are not aware of their built-in maturity and blame wrong developments in their actions on the weakness of their construction and thus on the constructor. This is a metaphor. If he, the human being, would search within himself, then his pea-sized fraying could come to an end and an extended level of consciousness could be activated.

Opposition, criticism, satire, freedom of the press, the general freedom of the mind in its orientation towards all, are the privileges of the present time.

It is intolerance towards living beings existing parallel to the human species, which are dismissed as things or objects, ‚held‘ under more than unworthy conditions, lifeless and whose bodies are processed into food.
When will this man-made madness finally be understood, acknowledged and stopped?

Excerpt from: Joachim Rohlfing. „Future X. Free choice.“ iBooks.

Then Genesis 1, 29-30 has the status it deserves.

Kant: ‚Sapere aude! (Have courage to use your own intellect).

 

Translated with http://www.DeepL.com/Translator (free version)

 

 

 

 

 

…bei sich selbst anfangen…start with oneself… (d/e)


Deutsch

Es muss nicht immer richtig sein, was bekannte und auch berühmte Menschen von sich geben; soviel zur Einleitung. Dabei stellt sich die Frage, was denn nun ‚richtig‘ im Sinne des Wortes ist? Hier geht es jetzt um den Vegetaris- und Veganismus – also die fleischlose Ernährung bei Vegetariern und die vollständige Ablehnung jeglicher Tierprodukte bei Veganern. Nach der Definition lebe ich selber vorwiegend als Veganer, der aber auch die Eier der nachbarschaftlichen Hühner nicht verschmäht. Das sind Lebewesen, die ich persönlich kenne und von denen ich weiß, dass sie artgerecht freilaufend gehalten werden. Als Veganer bin ich damit inkonsequent – das ist richtig. Das habe ich mit mir selber abgeklärt. Essen oder gar töten, um sie (das Fleisch oder gar die Innereien) zu essen, ist allerdings völlig ausgeschlossen! Ehemals beseelte Lebewesen, die ein Gesicht, Vater und Mutter, einen Blutkreislauf, ein zentrales Nervensystem und Freude und Schmerzen empfanden – das geht für mich gar nicht. Und das seit 34 Jahren!

Diese Sichtweise ist nicht von einem temporären Mainstream oder einem berühmten Menschen beeinflusst worden, sondern war seinerzeit die logische Konsequenz meiner Weltanschauung- und Definition. Bislang habe ich es (fast) konsequent vermieden, bekannte und berühmte Persönlichkeiten zu zitieren – quasi als argumentative Unterstützer. Und nun? Warum poste ich denn in der Folge genau so etwas? Und warum jetzt? Antwort: Weil die Thematik zeitlos ist und in den ausgesuchten Zitaten mehr als deutlich wird. Im Sinne dieses Planeten ist ein Umdenken zwingend erforderlich. Hier bringe ich jetzt keine Statistiken; die sind einschlägig den Medien zu entnehmen. Dieser ganze Beitrag wird -wie ich das kenne- als blödsinnige Spinnerei abgetan oder gar angefeindet. Eine zielführende Auseinandersetzung mit der Thematik ist allerdings schon aufgrund des sicherlich von Menschen befeuerten Klimawandels überlebensnotwendig.

Entgegen bisheriger Gepflogenheiten bringe ich jetzt hier schon das übliche Kant-Zitat:

Kant: ‚Sapere aude! Kant: ‚Sapere aude! (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen).

„Ich bin sowohl Vegetarier als auch Anti- Alkoholiker, weil ich so besseren Gebrauch von meinem Gehirn machen kann“  (Edison)

Wenn der Mensch ernstlich und aufrichtig den moralischen Weg sucht, so ist das erste, wovon er sich abwenden muß, die Fleischnahrung. Denn abgesehen von der Aufregung der Leidenschaften, die durch diese Nahrung verursacht wird, ist dieselbe ganz einfach unsittlich, weil sie eine dem sittlichen Gefühl widersprechende Tat, das Morden, erfordert «Fleischessen ist ein Überbleibsel der größten Rohheit; der Übergang zum Vegetarismus ist die erste und natürlichste Folge der Aufklärung…. Vegetarismus gilt als Kriterium, an welchem wir erkennen können, ob das Streben des Menschen nach moralischer Vollkommenheit echt und ernst gemeint ist.  (Leo Tolstoi)

Ein Beweis, daß der Geschmack für Fleischkost dem Menschen nicht natürlich ist, liegt auch darin, daß die Kinder eine Abneigung gegen solche Speisen haben und den pflanzlichen Nahrungsmitteln den Vorzug geben, wie Milchspeisen, Gebäck, Obst und dergleichen. Es ist höchst wichtig, diesen ursprünglichen und natürlichen Geschmack nicht zu verderben und die Kinder nicht zu Fleischessern zu machen. Denn wie man auch die Tatsachen erklären möge, so ist es doch gewiß, daß die starken Fleischesser im allgemeinen grausamer und wilder sind als andere Menschen.  (Rousseau)

Es wird oft gesagt, daß die Menschen schon immer Fleisch gegessen hätten, als ob dies eine Rechtfertigung dafür wäre, dies weiterhin zu tun. Gemäß dieser Logik dürften wir nicht versuchen, Menschen daran zu hindern, andere Menschen umzubringen, da dies auch schon seit jeher getan wurde.  (Isaac Bashevis Singer)

Könnt ihr wirklich die Frage stellen, aus welchem Grunde sich Pythagoras des Fleischessens enthielt? Ich für meinen Teil frage mich, unter welchen Umständen und in welchem Geisteszustand es ein Mensch das erstemal über sich brachte, mit seinem Mund Blut zu berühren, seine Lippen zum Fleisch eines Kadavers zu führen und seinen Tisch mit toten, verwesenden Körpern zu zieren, und es sich dann erlaubt hat, die Teile, die kurz zuvor noch gebrüllt und geschrien, sich bewegt und gelebt haben, Nahrung zu nennen. Um des Fleisches willen rauben wir ihnen die Sonne, das Licht und die Lebensdauer, die ihnen von Geburt an zustehen.  (Plutarch)

„Auschwitz fängt da an, wo einer im Schlachthof steht und sagt, es sind ja nur Tiere.“ (Adorno)

„Bis auf weiters das Messer blitzt, die Schweine schrein, man muss sie halt benutzen, denn jeder denkt, wozu das Schwein, wenn wir es nicht verputzen? Und jeder schmunzelt, jeder nagt nach Art der Kannibalen, bis man dereinst „Pfui Teufel“ sagt, zum Schinken aus Westfalen.  (Wilhelm Busch)

„Die Vernunft beginnt bereits in der Küche“   (Nietzsche)

„Die Welt ist kein Machwerk und die Tiere sind kein Fabrikat zu unserem Gebrauch. Nicht Erbarmen, sondern Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig“   (Schopenhauer)

„Die besten Reformer, die die Welt dje gesehen hat, sind die, die bei sich selbst anfangen.“(Georg Bernhard Shaw)

Sei Du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.“   (Mahatma Gandhi)

„Ich glaube, dass spiritueller Fortschritt an einem gewissen Punkt von uns verlangt, dass wir aufhören, unsere Mitlebewesen zur Befriedigung unserer körperlichen Verlangen zu töten.“  (Mahatma Gandhi)

 

English

It does not always have to be right, what known and also famous people say about themselves; so much for the introduction. The question arises, what is ‚right‘ in the sense of the word? Here it is now about vegetarianism and veganism – that is, the meatless diet for vegetarians and the complete rejection of all animal products for vegans. By definition, I myself live predominantly as a vegan, but who does not spurn the eggs of neighboring chickens. These are creatures that I know personally and of which I know that they are kept in a species-appropriate free range. As a vegan I am inconsistent with this – that is correct. I have clarified this with myself. However, eating or even killing them to eat them is completely out of the question! Formerly animated living beings who felt a face, father and mother, a blood circulation, a central nerve centre and joy and pain – that is not possible for me at all. And this for 34 years!

This view has not been influenced by a temporary mainstream or a famous person, but was at that time the logical consequence of my world view and definition. So far I (almost) consistently avoided quoting well-known and famous people – quasi as argumentative supporters. And now? Why do I post something like this in the following? And why now? Answer: Because the topic is timeless and is more than clear in the selected quotations. In the sense of this planet a rethinking is absolutely necessary. Here I do not bring any statistics; they can be taken from the media. This whole contribution is – as I know it – dismissed or even hostile as a stupid crazy business.

Contrary to previous conventions, I am now presenting the usual Kant-quotation:

Kant: ‚Sapere aude! (Have courage to use your own mind).

 

„I am both vegetarian and anti-alcoholic, because I can make better use of my brain“ (Edison)

If man sincerely and sincerely seeks the moral path, the first thing he must turn away from is the food of the flesh. For apart from the excitement of the passions caused by this food, the same is quite simply immoral because it requires an act contrary to moral feeling, namely murder, „Eating meat is a remnant of the greatest cruelty; the transition to vegetarianism is the first and most natural consequence of the Enlightenment Vegetarianism is regarded as the criterion by which we can recognize whether man’s striving for moral perfection is genuine and serious.  (Leo Tolstoy)

Proof that the taste for meat food is not natural to humans is also in the fact that children have an aversion to such food and prefer plant foods, such as milk dishes, pastries, fruit and the like. It is extremely important not to spoil this original and natural taste and not to turn children into meat eaters. For however one may explain the facts, it is certain that the strong meat eaters are generally more cruel and savage than other people.  (Rousseau)

It is often said that people have always eaten meat, as if this were a justification to continue doing so. According to this logic, we should not try to stop people from killing other people, as this has always been done.  (Isaac Bashevis Singer)

Can you really ask the question why Pythagoras abstained from eating meat? I, for my part, wonder under what circumstances and in what state of mind a man first brought it upon himself to touch blood with his mouth, to bring his lips to the flesh of a carcass and to decorate his table with dead, decaying bodies, and then took the liberty of calling the parts that had just before roared and screamed, moved and lived, food. For the sake of the flesh, we rob them of the sun, the light and the life that they have been entitled to since birth.  (Plutarch)

„Auschwitz begins where someone stands in a slaughterhouse and says they’re only animals.“ (Adorno)

„Until further notice the knife flashes, the pigs shriek, you just have to use it, because everyone thinks, what’s the use of the pig if we don’t plaster it? And everyone smiles, everyone gnaws in the manner of cannibals, until one day they say „Pfui Teufel“ (disgusting) to the ham from Westphalia.  (Wilhelm Busch)

„Reason begins already in the kitchen“ (Nietzsche)

„The world is not a factory, and animals are not made for our use. Not mercy, but justice is owed to the animals“ (Schopenhauer)

„The best reformers the world has ever seen are those who start with themselves.“  (Mahatma Gandhi)

Be yourself the change you wish for this world.  (Mahatma Gandhi)

 

Translated with http://www.DeepL.com/Translator (free version)

Frieden (2)…


Frieden

 

Wann herrscht denn Friede hier auf Erden?

die Fragestellung greift schon nicht

aus Falken müssten Tauben werden

aus Dunkelheit des Friedens Licht

 

Das glitzernd Spielzeug in der Luft

schickt Bombengruß von Sam und Bob

das ist so wenn die Truppe ruft

wir tun ja hier nur unsren Job

 

Wenn Kriege ihre Namen kriegen

verraten des Kolumbus Ei

in Patriotens Kinderwiegen

wächst nach Diablos Barbarei

Terroristen unter sich… Terrorists among themselves… (d/e)


Deutsch

Strafrechtlich führt es richtigerweise zu einer lebenslangen Haft, einen Mord zu begehen. Die Anstiftung oder der Auftrag dazu ist eine ebensolche Straftat mit entsprechender Ahndung. Das gilt für Zivilpersonen.

Ein Staat ist allerdings keine Zivilperson, sondern die Summe der Staatsbürger, die einen Teil ihrer Rechte an die Gesellschaft, also einen Staat, abgetreten hat. (S. z.B. Rousseau – ‚Der Gesellschaftsvertrag‘). Der Satz ist die einfachste Variante einer Definition dazu. Das Machtmonopol (Polizei/Militär usw.) liegt im Interesse und Schutz der Bürger. Heißt das, dass Staatslenker|innen im Interesse aller Bürger das Machtmonopol benutzen dürfen, um über dem zivilen Strafrecht hinaus genau das anordnen, was strafrechtlich zu Freiheitsentzug oder gar -wie auch in den USA- zur Anwendung der Todesstrafe führt?

Die Frage mit ‚Nein‘ zu beantworten, bedeutet, dass sich ein(e) Staatenlenker|in nicht an das innerstaatliche Recht halten muss, sofern die Interessen und der Schutz der Bürger gefährdet sind. Staatsrecht über Zivilrecht. Eine außenpolitische Notwendigkeit im sogenannten Bedarfsfall?

Darf der Präsident der USA (als konkretes und aktuelles Beispiel) einen Mordbefehl geben, der in einem anderen Land|Staat ausgeführt wird? Also quasi eine Todesstrafe außer Landes vollstrecken lässt. Da die Todesstrafe an sich weder religiös christlich noch weltlich ethisch vertretbar und angebracht ist, ist der Präsident damit der Auftraggeber eines Mordes, also Mittäter oder konkreter – indirekter Auftragsmörder nach zivilem Recht. Er missbraucht weisungs- und befehlsrechtlich Soldaten und macht sie direkt zu Marionetten seiner Gewissenlosigkeit. Er lässt sie morden. So ein Mann ist der ‚Commander in chief‘ (Oberbefehlshaber) und damit der Kommandeur aller amerikanischen Streitkräfte samt ABC-Waffen!

Dass der ermordete iranische General kein ‚Engel‘ war, ist wohl unumstritten. Nur – mit der gezielten Tötung hat man ihn zum Märtyrer in der islamischen Welt gemacht und den Streichholz in den Benzinkanister geworfen. Die Iraner schwören auf Rache – also auf eine niederfrequente Geisteshaltung. Beides, die Aktion und die Reaktion, liegen auf gleichem Niveau und bedienen sich der wechselseitigen Zerstörungswut. Welcher Schaden für die jeweiligen Bürger soll denn da abgewendet werden, wenn sich jede Seite im Recht fühlt? (Trump z.B., ohne den Kongress zu informieren und sich das absegnen zu lassen).

Trump und seine Gefolgsleute halten die Mullahs im Iran für Terroristen und andersherum. Beide Staatslenker führen ihre Staatsbürger hinter die Fichte, indem sie diese anstacheln; wie immer mit den wirkungsvollsten Mitteln: Nationaldenken und Nationalstolz mit entsprechender Propaganda. Das funktionierte und funktioniert immer (noch).

Nach dem 11. September 2001 verkündete George W.Bush eine ‚Achse des Bösen‘ und suggerierte damit, dass die USA das Gegenteil (die Guten) sind. Das muss korrigiert werden: Trump hat die USA in diese ‚Bush-Achse‘ integriert. Er ist nicht der erste Präsident, der gezielt  töten ließ. Sein Vorgänger und -man sagt- alle davor haben sich dieses Mittels bedient.

Terroristen morden – die sogenannte Führungsmacht der ‚freien Welt‘ handelt nicht anders und gleichartig und ist damit was? Ich scheue mich nicht davor, das Terrorismus zu nennen. Zu Ende gedacht ist damit der amerikanische Präsident nicht nur ein Gangster, sondern einer, der sich terrortistischer Mittel scham-und gewissenlos bedient. Das mit dem anstehenden Wahlkampf in den USA zu verknüpfen, ist blanke Niedertracht.

Ich bin mir nicht sicher und kann es auch gar nicht sein, dass dieser aktuelle Chef der ‚US-Gangsterdemokratie‘ nach den Wahlen vor die Tür des Weißen Hauses gesetzt wird – mit möglicherweise zivilrechtlichen Folgen.

Wie hieß es vor über 40 Jahren in Udo Lindenbergs ‚Galaxo Gang‘? = „Ihr steht mit einem Bein im Marskanal – mit dem anderen im Neantertal…“  

(Ich hoffe, Udo hat nichts dagegen, dass ich ihn hier zitiere…!?)

English

Under criminal law, committing murder correctly leads to life imprisonment. The instigation or the order to do so is a similar offence with corresponding punishment. This applies to civilians.

However, a state is not a civilian, but the sum of all citizens who have ceded part of their rights to society, i.e. a state. (See e.g. Rousseau – ‚The social contract‘). The sentence is the simplest variant of a definition of this. The monopoly of power (police/military etc.) is in the interest and protection of the citizens. Does this mean that state leaders are allowed to use the monopoly of power in the interest of all citizens in order to order, beyond civil criminal law, exactly that which leads to imprisonment or even – as in the USA – to the application of the death penalty?

To answer the question with ’no‘ means that a head of state does not have to comply with national law if the interests and protection of citizens are endangered. State law over civil law. A foreign policy necessity in the so-called case of need?

Is the President of the USA allowed (as a concrete and current example) to give an order of murder which is executed in another country|state? In other words, to have a death penalty executed outside the country. Since the death penalty as such is neither religiously Christian nor secularly ethically justifiable and appropriate, the president is thus the orderer of a murder, i.e. an accomplice or concrete – indirect contract killer under civil law. He abuses soldiers according to instructions and orders and makes them directly into puppets of his unscrupulousness. He has them murdered. Such a man is the ‚Commander in chief‘ and thus the commander of all American armed forces including ABC weapons!

That the murdered Iranian general was no angel is undisputed. Only – with the targeted killing he was made a martyr in the Islamic world and the match was thrown into the petrol can. The Iranians swear by revenge – that is, by a low-frequency state of mind. Both action and reaction are on the same level and make use of the mutual destructive fury. What harm is to be averted for the respective citizens if each side feels it is right? (Trump, for example, without informing Congress and getting it approved).

Trump and his followers consider the mullahs in Iran to be terrorists and vice versa. Both leaders are leading their citizens behind the spruce by inciting them; as always with the most effective means: Nationalism and national pride with propaganda. That worked and still works (still).

After September 11, 2001, George W. Bush proclaimed an ‚axis of evil‘, suggesting that the USA is the opposite (the good). This must be corrected: Trump put the US on this Bush axis. He is not the first president who had targeted killings. His predecessor and – one says – everyone before him has used this means.

Terrorists murder – the so-called leading power of the ‚free world‘ does not act differently and in the same way and is therefore what? I am not afraid to call this terrorism. In the final analysis, the American President is not just a gangster, but one who shamelessly and unscrupulously uses terrorist means. To link this with the upcoming election campaign in the USA is sheer infamy.

I am not sure, and it is not at all possible, that this current leader of the ‚US gangster democracy‘ will be thrown out of the White House after the elections – with possible consequences under civil law.

What did Udo Lindenberg’s Galaxo Gang say more than 40 years ago: „You have one foot in the Mars Canal and the other in the Neanter Valley…“  

(I hope Udo does not mind that I quote him here…!?)

Translated with http://www.DeepL.com/Translator (free version)

 

Tryptichon – Ansicht Stadt Minden…


Diesen drei Bildern widme ich einen Extrabeitrag. Warum? Es war die bislang größte, zeichnerische Herausforderung für mich. Acht Monate habe ich an diesen Bildern im Jahre 2007 gearbeitet.  .

Gesamtbreite: 2,30 m / Bleistift auf Leinwand|Keilrahmen / Material: ca. 12-14 Bleistifte unterschiedlicher Stärke / ca. 6 harte und 4 weiche Radierstifte/ Pinsel / Finger/ Fixativ

 

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links: 60 x 80 cm  | Mitte: 70 x 100  | rechts: 60 x 80 cm

Seinerzeit ging es um den sogenannten ‚Deilmann-Bau‘ (auf dem rechten und dem linken Bild zu sehen), der optional abgerissen oder doch saniert werden sollte. Das war eine heftige Diskussion in der Stadt. Schließlich blieb er stehen und wird nun doch saniert. Dabei wird endgültig klar, dass und wie die ‚Stadt‘ dieses Gebäude vernachlässigt hat. Ein Bürgerentscheid schaffte Klarheit.

Viele hassten dieses Gebäude regelrecht und wohl immer noch. (Passt nicht ins Stadtbild / Schießscharten usw.). Ich oute mich hier: Dieses Bauwerk mochte ich von Anfang an.

Das rechte Bild entstand aus dem Eingangsbereich des Domes heraus. Hier halbiert nicht der Deilmann-Bau die Sicht auf den Dom, sondern die stark vergitterte Eingangspforte des Domes halbiert die Sicht auf den Deilmann-Bau. (Der Versuch der Darstellung einer Wechselseitigkeit | Paradoxon).

Das mittlere Bild zeigt das Mindener Rathaus. Schon als Jugendlicher, der täglich vom Dorf zur Schule in Minden mit dem Bus oder dem Fahrrad fuhr, hatte ich den Wunsch, dieses Rathaus zu malen oder zu zeichnen, sobald ich mir das zutraute. Es verging fast ein halbes Jahrhundert, bis dieser Traum, dieser Wunsch realisiert wurde.

Das linke Bild zeigt einen Blick auf einen Teil des Deilmann-Baues und auf den Mindener Dom. Deutlich ist zu sehen, dass der Deilmann-Bau aus der Perspektive die Ansicht auf den Dom halb verdeckt. (Auch das wurde heftig kritisiert).

Dieses Tryptichon werde ich (wahrscheinlich) dem Mindener Museum –falls die es wollen und falls die es für gut genug halten– anbieten.

Kant: ‚Sapere aude! (Have courage to use your own mind).

 

Zeit… (2)


Zeit  (2)

Man klagt in mancher Stunde

es möge doch vergehn’ – die Zeit

man merkt, wie lang ist die Sekunde

doch merkst du, was sie hält bereit

 

es langweilt sich der Mensch am Abend

und sieht nicht ein – den Sinn der Zeit

er resigniert und sinnlos treibend

ist er zur Mühe nicht bereit

 

doch die Sekunden gehn’ dahin

und sie sind nicht – wie die zuvor

es starben Zellen – ist das Gewinn

doch Neue sind am selben Ort …

 

du wirst es sicher nie erleben

zu sehn’ die Welt, so wie zuvor

den ständig’ Wechsel wird es geben

drum sieh doch hin – was geht da vor

 

in mancher Stund’ wirst du dann sehen

was Menschen treiben Tag für Tag

die Wahrheit wirst du nicht verstehen

sie würd’ dich treffen – wie ein Schlag

 

©Joachim Rohlfing