macOS Ventura Beta…


(English below)

Deutsch

Wie schon öfter in der Vergangenheit teste ich (Apple©-User seit 1996) die öffentliche Beta des kommenden macOS- Betriebssystems, genannt ‚Ventura‘. Dieses Mal auch die IOS- und iPad OS-Versionen. Hier soll es nur im den Stagemanager gehen.

links:Stagemanager auf meinem iMac

Am macOS Ventura interessierte mich ausschlaggebend der sogenannte ‚Stagemanager‘. Zusätzlich zum ‚Dock‘ und auch dem ‚Launchpad‘ soll damit die Übersichtlichkeit auf dem Display verbessert werden. Der Stagemanager blendet automatisch nur das Fenster der aktiven Datei/ des Programms ein.

Stagemanager mit Fenster auf meinem iMac

Braucht man das? Jedenfalls sieht es erstmal gut aus und fühlt sich im Gebrauch auch so an. Im Prinzip ein schnelles Multitasking. Hier in WordPress ist das angenehm beim Browserwechsel zu meinem bevorzugten Wechsel zum DeepL-Übersetzer. Das geht flott und bleibt in der gesamten Anwendung übersichtlich – bereits in dieser Beta-Version. Allerdings funktioniert das nicht mit Microsoft Word, da hier das Menü ‚Ansicht‘ zu wählen ist oder bei einem Trackpad ein drei Finger-Wisch. Word öffnet jedes Fenster in einem eigenen ‚Space‘. Wie auf dem Screenshot zu sehen, sind die geöffneten Programme untereinander angeordnet und schnell auszuwählen. Das gewählte Fenster füllt dann den restlichen Bildschirm, sofern es nicht manuell begrenzt wird. Ideal ist da mein 24″- iMac-Bildschirm. Das Ganze ist auch möglich auf einem iPad – allerdings nicht auf dem Basismodell. Da muss es dann schon ein Air (?) oder ein Pro sein. Ja – und die sind richtig teuer und ob das dann auch sinnvoll auf kleineren Displays ist, wird wohl Geschmacksache sein.

Offizielles Bild von Appl

Fazit: Mir gefällt der Stagemanager, obwohl ich sowas bis zu seiner Wahrnehmung gar nicht auf meinem ‚inneren Schirm hatte. PR – zack… und schon hängt man an der Leine, wenn man da nicht aufpasst…. Clever .. Apple©.

English

As often in the past, I (Apple© user since 1996) am testing the public beta of the upcoming macOS operating system, called ‚Ventura‘. This time also the IOS and iPad OS versions. Here it is only about the stage manager.

The so-called ‚Stagemanager“ was the main thing that interested me about macOS Ventura. In addition to the ‚Dock‘ and also the ‚Launchpad‘, this should improve the clarity on the display. The stage manager automatically shows only the window of the active file/program.

Do you need it? In any case, it looks good at first and also feels that way in use. Basically a fast multitasking. Here in WordPress, it’s nice when switching browsers to my favorite switch to the DeepL translator. It’s snappy and remains uncluttered throughout the application – even in this beta version. However, this doesn’t work with Microsoft Word, where you have to select the ‚View‘ menu, or with a trackpad, a three finger swipe. Word opens each window in its own ’space‘. As seen in the screenshot, the open programs are arranged one below the other and are quick to select. The selected window then fills the rest of the screen unless manually limited. My 24″ iMac screen is ideal for this. The whole thing is also possible on an iPad – but not on the basic model. It has to be an Air (?) or a Pro. Yes – and they are really expensive and whether that makes sense on smaller displays will probably be a matter of taste.

Conclusion: I like the stage manager, although I didn’t have anything like it on my ‚inner screen‘ until I noticed it. PR – bang… and you’re on a leash if you’re not careful…. Clever … Apple©.

Selenskyj kritisiert Amnesty…


Selenskyj criticized Amnesty…

(English below)

Deutsch

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj

In einem Bericht hat Amnesty International der Ukraine vorgeworfen, Zivilisten in Wohngebieten durch die Stationierung militärischer Einheiten zu gefährden. Exakt das weist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj deutlich und scharf zurück. Nur – klar sollte sein, dass Amnesty nicht irgendeine Spekulation veröffentlicht, sondern präzise recherchiert und dann an die Öffentlichkeit geht. Also, warum eine solch scharfe Reaktion? Dass der russische Überfall auf die Ukraine und das ausufernd barbarische Verhalten der russischen Soldaten terroristischen Charakter hat, ist unzweifelhaft. In einem Krieg ist die Wahrscheinlichkeit eines solchen Verhaltens sehr groß – und zwar auf beiden Seiten. Auch die Ukraine ist da keine Ausnahme. Da nützt kein Euphemismus oder Ausschließen eigener Untaten. Truppen in Wohngebieten geht gar nicht. Auch die Hemmschwelle wird zum eigenen Vorteil überschritten und gefährdet und fordert zivile Opfer. Ein Kriegsverbrechen- obwohl Krieg ansich schon ein Verbrechen ist. Es stellt sich die Frage, was da unter den Tisch gekehrt werden soll? Die krasse Reaktion wird eine Art Unsicherheit in die Richtung sein, dass kritische Stimmen die Unterstützung und die Solidarität gegenüber der Ukraine stören könnten. Als Mitglied von Amnesty International weiß ich, welch präzise Recherchearbeit hinter Veröffentlichungen stehen, die weittragenden Einfluss haben können und haben .

Solidarität darf und muss auch kritisch sein, sonst kann sie schnell zur ‚Zwangshörigkeit‘ werden. Ich greife ihn hier nicht den Präsidenten an, sondern kritisiere seine Argumentationsart, mit der er sich und seiner massiv unterstützten Ukraine keinen Gefallen tut.

Selenskyi: „Wenn jemand einen Bericht anfertigt, in dem Opfer und Angreifer gewissermaßen auf eine Stufe gestellt werden, wenn gewisse Dinge über das Opfer analysiert und die Taten des Angreifers ignoriert werden, dann kann das nicht toleriert werden.“ Das Verhalten Russlands und der Ukraine wird nicht auf eine Stufe gestellt, also nicht Angreifer und Verteidiger, sondern Geschehnisse, die sowohl auf der einen als auch auf der anderen Seite mehr oder weniger geschehen. Die Äußerung : „gewisse Dinge über das Opfer analysiert..:“ kann schon in Richtung Eingeständnis von Geschehnissen gehen, die gar nicht zu rechtfertigen sind. Auch eine Verteidigungspositiion rechtfertigt nicht Mittel, die die Zivilbevölkerung gezielt gefährdet. Die Taten des Angreifers Russland werden nicht ignoriert!

Der Präsident hätte sein Statement dahingehend deutlicher überdenken sollen, denn Sympathien können schnell ins Gegenteil oder zur Neutralität führen.

English

In a report, Amnesty International has accused Ukraine of endangering civilians in residential areas by stationing military units. This is exactly what Ukrainian President Volodymyr Selenskyj clearly and sharply rejects. Only – it should be clear that Amnesty does not publish some speculation, but precisely researches and then goes public. So, why such a sharp reaction? That the Russian invasion of Ukraine and the rampantly barbaric behavior of Russian soldiers is terrorist in character is unquestionable. In a war, the likelihood of such behavior is very high – on both sides. Ukraine is no exception. No euphemism or exclusion of one’s own misdeeds will help. Troops in residential areas are out of the question. Also the inhibition threshold is exceeded to the own advantage and endangers and demands civilian victims. A war crime – although war is already a crime in itself. The question arises, what should be swept under the table? The blatant reaction will be some kind of insecurity in the direction that critical voices could disrupt support and solidarity towards Ukraine. As a member of Amnesty International, I know the precise research behind publications that can and do have far-reaching influence .

Solidarity can and must also be critical, otherwise it can quickly turn into ‚forced loyalty‘. I am not attacking him here, but criticizing his way of arguing, with which he does himself and his massively supported Ukraine no favors.

Selenskyi: „If someone makes a report in which the victim and the attacker are put on the same level, so to speak, if certain things about the victim are analyzed and the actions of the attacker are ignored, then this cannot be tolerated.“ The behavior of Russia and Ukraine is not put on the same level, that is, not attacker and defender, but events that happen both on one side and on the other more or less. The statement : „certain things about the victim analyzed…:“ can already go in the direction of admission of events that are not justifiable at all. Even a defensive position does not justify means that specifically endanger the civilian population. The acts of the aggressor Russia are not ignored!

The President should have reconsidered his statement more clearly in this regard, because sympathies can quickly lead to the opposite or to neutrality.

Service-Hero…


(English below)

Deutsch

Zum Thema ‚Nachhaltigkeit‘ im Sinne von ‚Geräte länger nutzen und reparieren‘ habe ich hier im Blog diverse Beiträge geschrieben. Immer mit und in der Hoffnung, dass in der Gesellschaft ein Umdenken in diese Richtung erfolgt. Z.B. Smartphones (und allgemein elektrisch/elektronische Geräte) nicht bei Neuerscheinungen oder nach ca. zwei Jahren auszutauschen, sondern länger zu nutzen und/oder reparieren zu lassen – oder das selber zu machen. iFixit gibt dazu hervorragende Anleitungen online, nach denen ich schon diverse Geräte (Laptops) reparieren und aufrüsten konnte, um sie länger zu nutzen und der verlockenden Werbung entgehen konnte. Leider werden meine 6 und 7 Jahre alten Blackberry’s nicht mehr softwareunterstützt, obwohl sie noch tadellos funktionieren. ‚Schneller-Höher-Weiter‘ hat in dem Falle gewonnen. Das Umdenken in Richtung Nachhaltigkeit ist schleichend im Gange – Dieser Beitrag ist wieder ein kleiner Schubs und ein Anreger zu = Sapere aude …

Der Screenshot ist keine Werbung für den genannten Händler, sondern eine Anerkennung dessen Firmenphilosophie – die Richtung stimmt!

English

On the subject of ’sustainability‘ in the sense of ‚using and repairing devices longer‘, I have written various posts here on the blog. Always with and in the hope that a rethinking in this direction takes place in society. E.g. smartphones (and electrical/electronic devices in general) not to be replaced when they are new or after about two years, but to use them longer and/or have them repaired – or to do it myself. iFixit gives excellent instructions online for this, according to which I have already been able to repair and upgrade various devices (laptops) to use them longer and escape the tempting advertising. Unfortunately, my 6 and 7 year old Blackberry’s are no longer software supported, although they still work flawlessly. ‚Faster-higher-further‘ has won in that case. The rethinking in this direction is creeping – This article is again a little push and a stimulus to = Sapere aude …

The screenshot is not an advertisement for the mentioned retailer, but a recognition of their company philosophy – the direction is right!

Der ‚Muff‘ des Heiligen Stuhles…


(English below)

Deutsch

Der Vatikan warnt die deutsche Sektion des Katholizismus vor Reform-Alleingängen. Der sogenannte ‚Synodale Weg‘ ist den Hütern der wörtlichen Auslegung der christlichen Heiligen Schrift wohl ein Dorn im Auge. Sehen sie ihre suggerierte Gottesnähe, der schwer bis nicht nachvollziehbaren Dreifaltigkeit eines -monotheistischen- Gottes – also ihre letztlich mittelalterlichen Definitionen gefährdet? Im Schulbetrieb würde ihre Nichtanpassung an die Jetztzeit mit ‚Thema verfehlt‘ bewertet. Wie hieß es in meinen jungen Jahren (60er-70er Jahre): „Unter den Talaren, der Muff von tausend Jahren“. Der ist immer noch da, wo er ’schon immer‘ war.

Auszüge aus:
Futur X. Die freie Auswahl
Joachim Rohlfing
Dieses Material ist urheberrechtlich geschützt
:

> Freiheit im Denken und damit die Freiheit des Individuums sowie dessen Lebensumstände und die Rahmenbedingungen einer Gesellschaft, die eben das ermöglicht unter dem Mantel der Maxime einer erarbeiteten Vernunft und eines ethischen Bewusstseins. — Eine nicht zwangsläufig ‚religiöse Vernunft’.
Religionen und Vernunft im eigenen Sinne scheinen hier nicht zusammen zu passen – oder sind sogar ein schön geredeter Widerspruch in sich. Danach sind die Aussagen zum Beispiel in der Bergpredigt ´vernünftig`, da sie auf eine Verminderung oder gar Vermeidung von Leid abzielen und sowohl individuell als auch gesellschaftlich anwendbar sind oder besser sein können.
So gut wie jeder wird sagen, dass die pazifistischen Aussagen der Bergpredigt in der Praxis und der vorausgesetzten Konsequenz in der sogenannten realen Welt nicht umsetzbar sind, doch… sie sind die darin zu erkennende Parallele des Kant’schen Kategorischen Imperativs, so zu handeln, ´dass die Maxime des Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könnte’.
Das ist die sogenannte weltliche Sichtweise.
Sind das nur Illusionen?….<
>……Nur rein theoretische, idealistische Forderungen, die die menschlichen Schwächen ausklammern?
Der Vergleich der religiösen mit der philosophischen Aussage zeigt, das Religiöses und Weltliches durchaus direkte Parallelen zeigen können. Je höher die jeweiligen Ansprüche sind, desto deutlicher führen sie zusammen. Ansprüche, die geistige Aktivität im individuellen und gesellschaftsbezogenen Sinne provozieren sollen. Sie sind eine Provokation gegen Egoismus, Hass, Gewalt, Gier, Gleichgültigkeit, das Wegsehen, zeitloser Dummheit und Arroganz. (Mir ist klar, dass Superlative sich gegenseitig ausschließen: Hier ergänzen sie sich!).<

>Der ‚Glaube‘ als festgelegter, quasi gepachteter und unantastbar postulierter Begriff in der Ausrichtung auf die Gottesvorstellung der Kirchen und als ‚heiliges‘ Wort des schamlos blendend erhobenen Zeigefingers, ergibt keine befriedigende Zuversicht mehr, sondern verstärkt das Gefühl, kernablenkend hinter die Fichte geführt zu werden. Der jeweils rechte oder linke Finger daneben wäre nicht selten unangebracht. – Das ist keine Polemik, sondern die ungeschminkte Darstellung eines empfundenen Sachverhaltes. <<


Die Auszüge sind aus meinem Buch, das vor dem öffentlich bekannten Missbrauchsskandal katholischer ‚<Geistliher‘ geschrieben wurde. Wie weit entfernt das Eine vom Amderen ist……..

English

The Vatican warns the German section of Catholicism against reform alliances. The so-called ‚Synodal Way‘ is probably a thorn in the side of the guardians of the literal interpretation of the Christian Holy Scriptures. Do they see their suggested closeness to God, to the difficult to incomprehensible trinity of a -monotheistic- God – thus their ultimately medieval definitions endangered? In the school business their non-adaptation to the present time would be evaluated with ‚topic missed‘. As it was said in my young years (60s-70s): „Under the gowns, the mustiness of a thousand years“. It is still there, where it has ‚always‘ been.

Excerpts from:
Futur X. The free choice
Joachim Rohlfing
This material is protected by copyright :

Freedom in thinking and with it the freedom of the individual as well as his life circumstances and the basic conditions of a society, which makes just this possible under the coat of the maxim of an acquired reason and an ethical consciousness. – A not necessarily ‚religious reason‘.
Religions and reason in its own sense do not seem to fit together here – or are even a beautifully talked contradiction in itself. According to this, the statements for example in the Sermon on the Mount are ‚reasonable`, because they aim at a reduction or even avoidance of suffering and are applicable or can be better both individually and socially.
Just about everyone will say that the pacifist statements of the Sermon on the Mount are not realizable in practice and the presupposed consequence in the so-called real world, but… they are the parallel to be recognized in it of Kant’s Categorical Imperative to act in such a way ‚that the maxim of the will could at the same time at any time be regarded as the principle of a general legislation‘.
This is the so-called worldly view.
Are these just illusions?….<

……just purely theoretical, idealistic claims that exclude human weaknesses?
The comparison of the religious with the philosophical statement shows, that religious and worldly can show quite direct parallels. The higher the respective claims are, the more clearly they lead together. Claims that are supposed to provoke spiritual activity in the individual and societal sense. They are a provocation against egoism, hate, violence, greed, indifference, looking away, timeless stupidity and arrogance. (I realize that superlatives are mutually exclusive: Here they complement each other!).< >The ‚faith‘ as a fixed, quasi leased and inviolably postulated term in the alignment to the God conception of the churches and as a ‚holy‘ word of the shamelessly blindingly raised index finger, does not result in a satisfying confidence any more, but strengthens the feeling to be led core-distractingly behind the fox. The right or left finger next to it would not infrequently be inappropriate. – That is no polemics, but the unvarnished representation of a felt state of affairs. <<

The excerpts are from my book written before the publicly known abuse scandal of Catholic ‚. How far away the one is from the other……..

Kriegsdienst mit der Waffe… War service with the weapon…


(English below)

Deutsch

Es sind die Fragen an die Älteren unter uns, die den seinerzeitigen Wehrdienst verweigert und stattdessen den sogenannten Zivildienst abgeleistet haben. Die Frage: „Warum habt ihr euch vor dem Wehrdienst gedrückt?“, wird aus meiner Sicht großartig in dem ersten Screenshot aus der FAZ beantwortet. Was kann vielsagender sein …? (Die Zeitangaben sind nicht mehr gültig! Die Namensnennungen sind öffentlich in der FAZ).

Wehrdienst oder Zivildienst war Pflicht. Dem Antrag auf Wehrdienstverweigerung folgte eine Gewissensprüfung beim zuständigen Kreiswehrersatzamt, die extrem unangenehm – oder besser herabwürdigend war. Wer sich nicht zum Töten ausbilden oder mißbrauchen lassen wollte, mußte sich rechtfertigen, warum! Das kann ich beurteilen, denn einem solches Verfahren habe ich mich gestellt. Allerdings nicht zur Verweigerung des Grundwehrdienstes, nein… ich brauchte etwas länger, da ich mich zum Wehrdienst einziehen ließ und auch noch freiwillig ein halbes Jahr länger sogenannter Zeitsoldat (Unteroffizier) war. Vier Jahre später stellte ich einen Antrag auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer, da die ethischen Gründe mittlerweile überwogen und unerträglich drückten. Ein Vorgesetzter und Ausbilder schmeißt hin… da kann man sich vorstellen, wie ich von dem Komitee gefilzt und unglaubwürdig gemacht werden sollte oder konkreter: das massiv versucht wurde. Sie haben es nicht geschafft und mussten meine sieben Seiten Begründung akzeptieren (ich wurde aufgefordert, sie von Anfang bis Ende vorzulesen). Die Entscheidung: > Der Wehrpflichtige hat das Recht, den Kriegsdienst mit der Waffe zu verweigern<. Ich habe denen damals meinen Wehrpaß auf den Tisch geknallt und mich grinsend bedankt. Ja… in meinem Bescheid steht tatsächlich das Wort ‚Kriegsdienst‘ ! Somit bin ich also ein staatlich anerkannter Pazifist und an der Einstellung hat sich bis heute nichts geändert.

Es dürfte nicht verwunderlich sein, wenn mich die unten abgebildeten Screenshots aus der FAZ quasi regelrecht dazu trieben, hier gepostet zu werden. Die letzten beiden Sätze im letzten Text sind mit Vorsicht zu genießen, da sie nur im Kontext einen Sinn ergeben – dem man nicht zustimmen muß, könnte, sollte usw..

Das Argument der Pflege der senilen Oma zeugt von einer Geisteshaltung, die ich teile, weil sie mit die beste Bestätigung für demokratische Vielfalt ist. Sapere aude…

Es ist zweifellos eine Riesensauerei, was der Märchenprinz vom Kreml da in der Ukraine abzieht, doch… mit immer mehr Waffen -auch der schweren Art- wird man wohl kaum eine friedliche Lösung finden. Die Sutuation ist des Pazifisten Dilemma. Die Frage ist: „Sich treu bleiben oder meinungsmäßig in der Masse mitschwimmen?“ Ist es ein Widerspruch insich oder gar hart, seiner Einstellung treu zu bleiben? Antwort: Nein…

Kant: Sapere aude (habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen).

English

These are the questions for the older ones among us who refused to do military service at the time and instead did so-called civilian service. The question: „Why did you avoid military service?“ is, in my view, magnificently answered in the first screenshot from the FAZ. What can be more telling …? (The times are no longer valid! The names are public in the FAZ).

Military service or civilian service was mandatory. The application for conscientious objection was followed by an examination of conscience at the responsible district military substitution office, which was extremely unpleasant – or rather degrading. Whoever did not want to be trained or abused for killing had to justify why! I can judge that, because I have faced such a procedure. However not to the refusal of the basic military service, no? I needed a little longer. because I let myself be drafted to the military service and was also voluntarily a half year longer so-called time soldier (non-commissioned officer). Four years later I applied for recognition as a conscientious objector, because the ethical reasons had meanwhile outweighed and were unbearably pressing. A Viorgesetzter and instructor throws down… there one can imagine, how I should be felt and made untrustworthy by the committee or more concretely: that was massively tried. They didn’t make it and had to accept my seven pages of justification.(I was asked to read it from beginning to end). The decision: > The conscript has the right to refuse the military service with the weapon<. I slapped my draft card on the table and thanked them with a grin. Yes… in my notice there is indeed the word ‚military service‘ ! So I am a state-approved pacifist and this attitude has not changed until today.

It should not be surprising if the screenshots from the FAZ shown below virtually drove me to be posted here. The last two sentences in the last text are to be enjoyed with caution, because they make sense only in the context – which one does not have to agree, could, should etc..

The argument of caring for the senile grandmother shows an attitude of mind that I share, because it is one of the best confirmations of democratic diversity. Sapere aude…

It is undoubtedly a huge mess what the Prince Charming of the Kremlin is doing in Ukraine, but… But with more and more weapons – even heavy ones – a peaceful solution will hardly be found. The situation is the pacifist’s dilemma. The question is: „To remain true to oneself or to swim along with the masses in terms of opinion?“ Is it a contradiction in terms or even hard to stay true to one’s attitude? Answer: No…

Kant: Sapere aude (have courage to use your own mind)

Garden and Passport forever…


(English below)

Deutsch

Die Fotos wurden mit einem Blackberry Passport SE ‚geschossen‘.

Mein Blackberry Passport SE

Ein sieben Jahre altes Smartphone mit dem markant quadratischen Bildschirm, dessen Betriebssystem im Januar 2022 eingestampft wurde und das immer noch tadelllos funktioniert, wie man -denke ich- sieht. Nicht nur die 12MP-Kamera. Leider (?) funktionieren die Messenger -wie WhatsApp- seit April nicht mehr, weil der Teil des Betriebssystems (Android 4.1) nicht mehr unterstützt wird. Wie hier mehrmals geschrieben, hat Blackberry sein eigenes Betriebssystem gecancelt und die Käufer und User der nicht gerade billigen Geräte schlichtweg im Regen stehen gelassen. Ja, ich wage es zu sagen: ‚Die extrem durchdachten Geräte (Hard-und Software) waren und sind halt nchts für den ‚Ha-Ha-Hi-Hi- Hype‘ des modernen Users (ich verzichte auf Gendern), der dem ‚Schneller, Höher, Weiter‘ und wohl auch dem dahingehenden Verzicht auf seine Individualität erlegen ist und wissend oder ahnend eine rein profitorientierte, durch Algorithmen unterstützte Exploitation ignorierend beiseite räumt. Richtig: Das lässt sich auch anders betrachten, doch… eben auch so.

English

The photos were ’shot‘ with a Blackberry Passport SE.

A seven-year-old smartphone with the striking square screen, whose operating system was discontinued in January 2021 and which still works flawlessly, as you can -I think- see. Not only the 12MP camera. Unfortunately (?) the messengers -like WhatsApp- do not work since April, because the part of the operating system (Android 4.1) is no longer supported. As written here several times, Blackberry has canceled its own operating system and simply left the buyers and users of the not exactly cheap devices out in the cold. Yes, I dare to say: ‚The extremely well thought-out devices (hardware and software) were and are nothing for the „Ha-Ha-Hi-Hi- Hype“ of the modern user (I refrain from using gender), who has succumbed to the „Faster, Higher, Further“ and probably also to the resulting renunciation of his individuality and who, knowing or suspecting, ignores a purely profit-oriented exploitation supported by algorithms. Right: This can also be looked at differently, but… but also in this way.

Run Like Hell…


(English below)

Deutsch

Als ich heute zum 150en Mal diesen Teil von Pink Floyds ‚The Wall‘ hörte, sah ich den Text mit anderen Augen – Augen der Realität. Dabei fiel mir eine Person ein, die momentan das zu verantworten hat, was tatsächlich keine Realität mehr sein dürfte: Krieg. Denn: Das, was ein autokratischer Staatenlenker da meint, verantworten zu können, hat auch für ihn eine große Unbekannte: Was kommt nach der Lösung der Nichtstofflichkeit (Seele) von der Stofflichkeit (Körper)? Ist dann alles verursachte Unrecht getilgt/gelöscht oder kommen dann der große Rechenschaftsbericht und die wahrscheinlichen Konsequenzen? Vieles ist abschätzbar – nur genau das nicht im Ansatz! Weder religiös noch atheistisch gesehen. Mit einer solchen Unsicherheit zu Lebzeiten Leid und Tod zu verbreiten, ist arrogant, martialisch und letztlch einfach nur dumm!

Der hämmernde Bass, die schrille Gitarre und Waters Schreie lassen schaudern. Das sollte man dem Menschenschinder im Kreml vorspielen – ich denke nicht, dass dem ein ähnliches Szenario (als Metapher) auf sich bezogen überhaupt bekannt ist. Nur – was ist, wenn das Volk hinter seine Fassade blickt? — Run Like Hell…

Run Like Hell (Gilmour, Waters) 



„Pink Floyd, Pink Floyd“

Run, Run, Run, Run, Run, Run, Run, Run,
Run, Run, Run, Run, Run, Run, Run, Run.
You better make your face up in
Your favorite disguise.
With your button down lips and your
Roller blind eyes.
With your empty smile
And your hungry heart.
Feel the bile rising from your guilty past.
With your nerves in tatters
When the conchshell shatters
And the hammers batter
Down the door.
You’d better run.

Run, Run, Run, Run, Run, Run, Run, Run,
Run, Run, Run, Run, Run, Run, Run, Run.
You better sleep all day
And run all night.
Keep your dirty feelings
Deep inside.
And if you’re taking your girlfriend
Out tonight
You’d better park the car
Well out of sight.
Cause if they catch you in the back seat
Trying to pick her locks,
They’re gonna send you back to mother
In a cardboard box.
You better run.

„Hey, open up! HaHaHaHaHaaaaaaaaaa!

„Hammer, Hammer“



Renn wie der Teufel! 





Renn, Renn, …

Am besten schminkst du dein Gesicht zu
deiner bevorzugten Maske.
Mit deinen zusammengekniffenen Lippen
und deinen tränenden Augen.
Mit deinem leeren Lächeln
Und deinem hungrigen Herzen.
Die Galle steigt dir hoch bei deiner sündigen Vergangenheit.
Mit deinen zerütteten Nerven
wenn dein Panzer zerbricht.
Und die Hämmer gegen
deine Türen schlagen.
Renn, wenn du kannst.

Renn, Renn, …

Am besten schläfst du den ganzen Tag
und rennst in der Nacht.
Verbirgst deine schmutzigen Gefühle
tief in dir.
Und wenn du deine Freundin heute nacht
ausführst,
parkst du den Wagen besser
gut außer Sichtweite.
Denn wenn sie dich auf dem Rücksitz erwischen
beim Versuch sie anzumachen,
Dann schicken sie dich zurück zu deiner Mutter
in einem Pappkarton.
Renn, wenn du kannst.

„Hey, mach auf! HaHaHaHaHaaaaaaaaaa!
[Schleuderndes Auto, gefolgt von einem Schrei]
„Hammer, Hammer“
Text: Bruder Franziskus

English

When I heard this part of Pink Floyd’s ‚The Wall‘ for the 150th time today, I saw the lyrics with different eyes – eyes of reality. In doing so, I remembered a person who is currently responsible for what should in fact no longer be a reality: War. Because: What an autocratic state leader thinks he can be responsible for has a great unknown for him as well: What comes after the solution of the non-materiality (soul) from the materiality (body)? Is then all caused injustice erased or do then come the big accountability report and the probable consequences? Much is assessable – only exactly this not in the beginning! Neither religiously nor atheistically seen. To spread suffering and death with such an uncertainty during one’s lifetime is arrogant, martial and in the end simply stupid!

The hammering bass, the shrill guitar and Waters‘ screams make you shudder. This should be played to the manslayer in the Kremlin – I don’t think he’s even aware of a similar scenario (as a metaphor) in relation to himself. Only – what if the people look behind his facade? — Run Like Hell…

Hommage an meine Bandmaschine… Homage to my tape machine…


(English below als always)

Deutsch

Akai GX 265 D – ein Beispiel für Nachhaltigkeit und echte Qualität. Das Gerät ist keine Rarität und wird in der e-Bucht noch für 500 Euronen angeboten. Gekauft 1977, immer noch zuverlässig eingesetzt dank der schier unverwüstlichen GX-Köpfe und Autoreverse.

Alles analog – das klingt (vielleicht eingebildet!) doch etwas anders….sauber aufgenommen für mein Gehör besser; so wie Vinyl-Platten auf und von einem sehr guten Plattenspieler.

45 Jahre sich drehende Spulen – Ein Reiz, der wohl nie vergeht…

… mit Akai- Metallspulen

English

Akai GX 265 D – an example of sustainability and real quality. The device is not a rarity and is still offered in the e-bay for 500 Eurons. Bought in 1977, still reliably used thanks to the almost indestructible GX heads and autoreverse.

All analog – that sounds (maybe imaginary!) but a little different….cleanly recorded better to my ear; just like Vinyl records on and from a very good turntable.

45 years of spinning reels – An attraction that will probably never fade…

Jimi…


(English below)

Deutsch

Woodstock 1969 : Jimi Hendrix spielt die amerikanische Nationalhymne – auf seine Art. Spätestens ab da war er nicht mehr nur ein Rockstar, sondern eine Ikone.

Jimi Hendrix in Woodstock 1969

Mag sein, dass es irgendwo auf diesem Planeten einen virtuoseren und sauberer spielenden Rockgitaristen gibt … doch Hendrix gilt nach wie vor mit als der Beste, wenn nicht sogar der Beste seines Genres.

Eigene Zeichnung Tinte

Mich hat es immer beeindruckt, dass Hendrix als Linkshänder Rechtshänder-Modelle (Fender Stratocaster) spielte, auf denen er die Saiten in umgekehrter Reihenfolge aufzog. Regler und Vibratohebel waren deshalb oben und nicht unten zu sehen. Wer selber E-Gitarre spielt, wird die Augenbrauen hochziehen. Die Gibson Flying V  war sein einziges Linkshänder-Modell.

Seine Version der amerikanischen Nationalhymne geht mir -gerade in der Jetztzeit wieder- durch Mark und Bein. —– (keine Verlinkung auf YouTube).

English

Woodstock 1969 : Jimi Hendrix plays the American national anthem – in his own way. From then on, at the latest, he was no longer just a rock star, but an icon.

There may be a more virtuosic and cleaner playing rock guitarist somewhere on this planet … but Hendrix is still considered among the best, if not the best, of his genre.

I was always impressed that Hendrix, being left-handed, played right-handed models (Fender Stratocaster) on which he wound the strings in reverse order. Regulators and vibrato levers were therefore on top and not on the bottom. Those who play electric guitar themselves will raise their eyebrows. The Gibson Flying V was his only left-handed model.

His version of the American national anthem goes -just in the present time again- through my marrow and leg. — (no link to YouTube).

‚Der Wahre Jakob’… ‚The True Jacob’…


(English below)

Deutsch

Im Satiremagazin ‚Der Wahre Jakob‘ wurden vor ca. 120 Jahren die folgenden Karikaturen veröffentlicht. Wie bekannt einem die Szenerien vorkommen – sie sind offensichtlich und deutlich zeitlos.

English

The following caricatures were published in the satirical magazine ‚Der Wahre Jakob‘ (‚The True Jacob‘) about 120 years ago. How familiar the sceneries seem to one – they are obvious and clearly timeless.

Messenger Detox nach 1 Woche… Messenger Detox after 1 week…


(English below)

Deutsch

Ganz ohne Ginlo ging es nicht. Aber… eine Woche ohne WhatsApp kommt mir heute wie eine Befreiung vor. Offensichtlich ist der deutsche Messenger Ginlo entweder nicht bekannt oder der Wechsel nicht gewünscht. WA ist ja so verbreitet und der Status ist gebräuchlich. Ginlo ist nicht nur ‚Ende-zu-Ende‘- verschlüsselt, sondern komplett. Die Server stehen in Deutschland und sind damit DSGVO- konform.

Nur mit mir in engem Kontakt stehende Menschen kommunizieren mit mir über Ginlo und damit bimmeln mein Phone und meine Uhr entsprechend weniger. Also war es -wenn man so will oder wie es ist- eigentlich nur ein halber Messenger Detox. Aber ein Angenehmer…! Also eine für mich notwendige Verbindung zur Außenwelt.

Das ist die erwartete Erkenntnis nach einer Woche – die andere ist die Bestätigung, dass Zuckerbergs ‚Dingsda‘ und seine anderen apps Zeiträuber und Lebensablenker sind, deren Gipfel das sogenannte ‚Metaversum‘ sein wird. Erst ist es die Neugier (alle machen das ja…), dann die Teilnahme und schließlich die Abhängigkeit, mit der Milliardengewinne gemacht werden. Scheinwelten, die nicht nur abhängig machen, sondern in ihrem Kontrast zur Realität seelische Zwiespältigkeiten auslösen können, die nicht einschätzbar sind.

Nun mag der das hier lesende Mensch den Kopf schütteln und sagen: ‘Der ist ja sowas von weltfremd‘. Bin ich das, wenn ich bereits nach einer Woche WA-Abstinenz solche Zeilen schreibe und auf einen anderen Messenger verweise, der keine solche Daten- und Lebenskrake ist. Wenn ja, dann mache ich ‚Nägel mit Köpfen‘ und hole wieder das Doro-Klapphandy aus der Schublade für Telefonate und SMS und brauche nicht einmal mehr Updates. (Metapher). Ja, das wäre weltfremd. Mehr als deutlich wird hier, dass das digitale Zeitalter begrüßenswert ist, wenn die menschliche Psyche nicht für Gier und Manipulation von und durch die Szene bestimmende Konzerne vernebelt und ausge- und benutzt wird. Lässt ‚man‘ den Meta-Konzern weiteragieren wie im Falle Facebook, dann wird im Gesundheitssystem die Sparte ‚Psychiatrie‘ überlaufen.

Ich werde WA nicht wieder aktiv nutzen und eingehende Nachrichten per Ginlo beantworten – oder per SMS oder sogar per Telefon. Sapere aude…

English

It didn’t work completely without Ginlo. But… a week without WhatsApp seems like a liberation to me today. Obviously, the German messenger Ginlo is either not known or the change is not desired. WA is so common after all and the status is common. Ginlo is not only ‚end-to-end‘ encrypted, but completely. The servers are located in Germany and are therefore DSGVO compliant.

Only people in close contact with me communicate with me via Ginlo, so my phone and my watch ring correspondingly less. So it was -if you will or as it is- actually only half a Messenger Detox. But a pleasant one…! So a necessary connection to the outside world for me.

That’s the expected realization after a week – the other is the confirmation that Zuckerberg’s ‚thingamajig‘ and his other apps are time robbers and life distractors whose peak will be the so-called ‚metaverse‘. First it’s curiosity (everyone does it, after all…), then participation, and finally dependency, with which billions in profits are made. Illusory worlds that are not only addictive, but in their contrast to reality can trigger mental ambivalence that cannot be assessed.

Now the person reading this may shake his head and say: ‚He is so unworldly‘. Am I, if I write such lines already after one week WA-abstinence and refer to another messenger, which is not such a data and life octopus. If so, then I’m doing ’nails with heads‘ and getting the Doro flip phone out of the drawer again for phone calls and SMS and don’t even need updates anymore. (Metaphor). Yes, that would be unworldly. It becomes more than clear here that the digital age is welcome if the human psyche is not clouded and exploited for greed and manipulation by and through corporations that determine the scene. If the meta-corporation is allowed to continue to act as in the case of Facebook, then the ‚psychiatry‘ sector of the health system will overflow.

I will not actively use WA again and answer incoming messages by ginlo – or by SMS or even by phone. Sapere aude…

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Ein Zuviel ist ein Zuwenig für das Ich… Too much is too little for the ego….


(English below)

Deutsch

Dass ‚Messenger Detox‘ schon nach drei Tagen derart intrikat, also komplex und mental kompliziert sein kann, war mir nicht bewusst oder klar, als ich damit begann. Gemeint ist weniger die innere Bereitschaft dazu, sondern der Reiz und der Drang zum Bekannten, Vertrauten – der allseitigen Information und dieser eigentlich unsinnigen Gewissheit, sich in ständiger Gemeinschaft zu wähnen. Empfindungen, die alltäglich unterschwellig wahrgenommen wurden und nun ihren wahren Einfluss erkennen lassen. Andererseits ist dieses schon unterbewusste ‚Nachschauen‘ in Messenger mit einem automatisierten Griff zum Smartphone schon derart verinnerlicht, dass das Bewusstsein Mühe hat, die Situation zu bestimmen und den Vorgang zu unterbinden. Trotz der eigenen Einschätzung, kein ‚Power-User‘ oder bereits abhängig zu sein. Eigendiagnose: Ich bin es nicht.

Wer, wie ich, eine Smartwatch mit eSim trägt, sollte die Mitteilungen deaktivieren und nur die notwengigsten Komplikationen (z.B. wie in meinem Fall die Gesundheitsfunktionen) aktiv lassen. Nun checke ich weder regelmäßig,. noch nur zweimal am Tag meine Messenger – nein …. überhaupt nicht und vermisse das schon gar nicht mehr. Das Gefühl, dass etwas im Tagesablauf fehlt, ist schon noch da, wird aber bewusst als Vorteil empfunden und das Telefon ist ein solches und ein PDA (Personal digital assistent).

Es ist wie in allen Fällen: Die Erkenntnis, dass ein Zuviel ein Zuwenig für das Ich ist.

English

That ‚Messenger Detox‘ can be so intricate, i.e. complex and mentally complicated after only three days, was not something I was aware of or clear about when I started it. What is meant is not so much the inner readiness for it, but the attraction and the urge to the known, the familiar – the all-round information and this actually nonsensical certainty of imagining oneself in constant community. Sensations that were perceived subliminally in everyday life and now reveal their true influence. On the other hand, this already subconscious ‚looking up‘ in Messenger with an automated reach for the smartphone is already so internalized that the conscious mind has trouble determining the situation and stopping the process. Despite one’s own assessment of not being a ‚power user‘ or already addicted. Self-diagnosis: I am not.

If you wear a smartwatch with eSim, like I do, you should deactivate the notifications and only leave the most necessary complications (e.g., the health functions in my case) active. Now I don’t check my messengers regularly,. nor just twice a day – no …. at all and don’t even miss it anymore. The feeling that something is missing in the daily routine is already there, but is consciously perceived as an advantage and the phone is such and PDA (personal digital assistant).

It is like in all cases: The realization that too much is too little for the ego.

Messenger Detox…


(English below)

Deutsch

Dass die ‚Datenkraken‘ Meta, Google usw. mit ihren kostenlosen apps persönliche Daten nicht nur speichern, sondern diese ihre zentralen Geschäftsmodelle (Werbeeinnahmen mit Milliardengewinnen) sind, ist allgemein bekannt. Konkret bedeutet das, dass die durch vernebeltes Taktieren ihre Konsumenten prinzipiell ‚hinter die Fichte führen‘, indem ihre apps wie Köder wirken, die kaum jemand durchschaut – auch ich nicht. Allerdings bedarf es keines Detailwissens, um zumindest die Überschrift des Ganzen zu begreifen und zu verinnerlichen Die Gewöhnung an WhatsApp, Facebook, Instagram, Suchmaschinen usw. funktioniert mehr oder weniger schleichend, bis eine versucht objektive Selbstanalyse zeigt, dass man sich bereits in einem Kokon befindet und der Ausgang nicht mehr direkt erkennbar erscheint oder sogar schon ist. Das Argument des digitalen Zeitgeistes ändert daran nichts und klammert die negativen Mentalfolgen aus. Die allerdings sind zunehmend anerkannt – auch von Krankenkassen.

So habe ich erkannt, dass ich zunehmend auf das Smartphone schaue und Messenger checke. Das ist noch keine Abhängigkeit aber immerhin nach meinem Empfinden zu oft. Wie bekommt man das in den Griff? Vor längerer Zeit las ich Diverses über ‚Digital Detox‘ und befand seinerzeit, dass das für mich nicht nötig sei. Also reduzierte ich immerhin die Zeit mit dem Phone und stellte fest, dass die Gewöhnung doch schon weiter fortgeschritten war, als ich dachte. Muss ich ständig erreichbar sein? Muss ich ständig die Messenger checken? Wie wär es denn, wenn ich z.B. eine Woche vollständig darauf verzichte? Nun – seit heute (08.06.2022) verzichte ich tatsächlich erstmal für eine Woche auf WhatsApp, Ginlo, Signal, Threema usw. und bin ’nur‘ noch per Telefon, SMS und email erreichbar. Immerhin. Mobil nutze ich mein geliebtes BlackBerry Passport SE ohne aktive Messenger und nur mit den genannten Grundfunktionen.

In einer Woche werde ich hier schreiben, ob das geklappt hat und welche Erfahrung das hinterlassen hat. Das ist mein ‚Messenger Detox‘.

English

It is common knowledge that the ‚data octopuses‘ Meta, Google, etc. not only store personal data with their free apps, but that these are their central business model for advertising revenue with profits in the billions. In concrete terms, this means that they are basically ‚leading their consumers astray‘ through obfuscated tactics, in that their apps act like bait that hardly anyone sees through – not even me. However, it doesn’t take detailed knowledge to at least grasp and internalize the headline of the whole thing The habituation to WhatsApp, Facebook, Instagram, search engines, etc. works more or less insidiously until an attempted objective self-analysis shows that one is already in a cocoon and the exit no longer seems directly recognizable or even already is. The argument of the digital zeitgeist does not change this and excludes the negative mental consequences. These, however, are increasingly recognized – also by health insurance companies.

So I realized that I increasingly look at my smartphone and check Messenger. That’s not yet an addiction, but it’s still too often in my opinion. How do you get a grip on this? A long time ago I read various things about ‚Digital Detox‘ and decided at the time that this was not necessary for me. So I reduced the amount of time I spent with my phone and realized that I had become more accustomed to it than I thought. Do I have to be available all the time? Do I have to check messenger all the time? How about if I do without it completely for a week, for example? Well – since today (08.06.2022) I actually do without WhatsApp, Ginlo, Signal, Threema, etc. for a week and am ‚only‘ available by phone, SMS and email. After all. Mobile I use my beloved BlackBerry Passport SE without active messenger and only with the basic functions mentioned.

In a week I will write here if that worked and what experience it left. This is my ‚Messenger Detox‘.