ausdrücklich… explicitly…


(English below)

Deutsch

Ausdrücklich sei hier (aus gegebenem Anlass) klargestellt, dass die Beiträge (Postings) hier in meinem Blog reine Meinungsäußerungen und keine Feststellungen oder Postulate sind, die zu ungesetzlichen Handlungen verleiten sollen. Es handelt sich hier um freie Meinungsäußerungen.

English

I want to make it clear (on given occasion) that the posts here in my blog are only expressions of opinion and not statements or postulates that should lead to illegal actions. They are free expressions of opinion.

Unwürdiger, gefährlicher Schädling… Unworthy, dangerous pest…


(English below)

Deutsch

Es war mir mehr als klar, dass sich dieser gewissenlose Zyklop im Weißen Haus verschanzt und soviel Schaden anrichten wird, wie möglich. Z.B.dem unbestrittenen Nachfolger so viele Steine wie möglich in den Weg zu legen. 

Die Viertelmillion Coronatoten in den USA ordnet er seinem kaum steigerbaren Narzissmus unter und verdeutlicht mehr als eindeutig, dass der 20. Januar 2021 nicht das Zieldatum seiner Entmachtung sein darf.

Aus all den zugänglichen Informationen bleibt für mich die Bestätigung, dass dieser Mann ein Krimineller ist. Auf gut Deutsch ein Verbrecher. Die Einschätzung passt bei der ihm drohenden Anklageflut nach dem Ende seiner Präsidentschaft und damit seiner Immunität. Vergewaltigung, Steuerdelikte, Betrug usw.usw..

Bei der Perspektive ist ein ‚rund-um-sich-Schlagen‘ schon fast logisch… zumindest als Folge der Wahrscheinlichkeit eines psychologischen ‚Engpasses ‚. Da er schon nicht die Wahl gewonnen hat, will er den ‚Mythos‘ seiner erneuten Kandidatur 2024 und den Rückhalt bei den Republikanern festigen und mit Widerhaken versehen. Das ist ein virtuelles Pinseln seines Egos mit analogen Folgen – und das ist ihm wichtiger, als alles Andere. Seine ‚Hardcore-Fans‘ stehen immer noch – und wohl  noch weiterhin- im Blendscheinwerfer seiner expressiven Verhaltensweise. Trump erscheint als Manifestierung einer Massensuggestion. Seine aktuellen, linken Tricks werden ihn bei seinen Fans nicht enttarnen, sondern genau das bewirken, was er bezweckt: Das Image eines betrogenen Machers, der nur von denen verstanden wird, die ihm (nahezu bedingungslos) folgen – wenn nötig auch mit der Knarre. 

Das ist nicht nur krank – das ist gefährlich. Wenn er das Weiße Haus -wie auch immer- verlässt, wird er sich -gedanklich oder tatsächlich- umdrehen und den umstrittenen Finger zeigen. Aber soweit ist es noch nicht… 

 

English

It was more than clear to me that this unscrupulous cyclops would entrench itself in the White House and cause as much damage as possible. For example, to put as many stones as possible in the way of the undisputed successor.

He subordinates the quarter of a million coronate deaths in the USA to his narcissism, which can hardly be increased, and makes it more than clear that January 20, 2021 must not be the target date for his disempowerment.

From all the available information I can confirm that this man is a criminal, in plain English a criminal. This assessment fits in with the flood of charges against him after the end of his presidency and thus his immunity. Rape, tax offences, fraud etc. etc.

With the perspective a ‚beating-around‘ is almost logical… at least as consequence of the probability of a psychological ‚bottleneck‘. Since he has already not won the election, he wants to consolidate the ‚myth‘ of his renewed candidacy in 2024 and the support of the Republicans and put barbs on it. This is a virtual brushing of his ego with analogous consequences – and that is more important to him than anything else. His ‚hardcore fans‘ are still – and probably still are – in the glare of his expressive behavior. Trump appears as a manifestation of a mass suggestion. His current, left-wing tricks will not expose him to his fans, but will achieve exactly what he aims for: the image of a deceived maker who is only understood by those who follow him (almost unconditionally) – if necessary with a gun. 

This is not only sick – it is dangerous. When he leaves the White House – however – he will turn around – in thought or in fact – and show the controversial finger. But that is not yet the case…

 

 

Die Serie ‚meine Leserbriefe zur Jagd‘ ist hier durch…


Das heißt nicht, dass das Thema ‚Jagd‘ für mich zu den Akten gelegt wird, weil ich als einflussloser Blogger sowieso nicht das erreiche, was gesellschaftlich in dem Sinne erforderlich wäre: Die Abschaffung des Jagdgesetzes. Geschwiegen habe ich aber nicht – das ist für mich wichtig.

Beim Lesen und Aufarbeiten der Texte für diesen Blog wurde mir mehr als klar, dass das -trotz des jahrelangen Zurückliegens- kein ‚Schnee von gestern‘, sondern exakt so immer noch aktuell ist. Doch… die Übermacht der Jagdlobby ist wohl zu groß… Dieser Übermacht beuge ich mich jedenfalls nicht! Nicht mal im Ansatz! Deshalb die 20 Beiträge (Leserbriefe) aktuell hier im Blog.

20. „Ideologisch motiviert“…


L E S E R B R I E F (2014)

Glückwunsch an die Jägerschaft. Sie haben es auf die Seite 3 des Mindener Tageblattes geschafft. Eine Minderheit in dieser Gesellschaft, die es immer wieder schafft, den wahren Charakter ihres Anliegens und Handelns so zu verpacken, dass der Dschinn (Flaschengeist)  bei öffentlichkeitswirksamen Auftritten in der Flasche gehalten und erst dann nur kurz herausgelassen wird, wenn man unter sich ist und/oder mit einer Jagdwaffe das veranstalten kann, was das Jagdwesen ausmacht : Töten. Eigentlich völlig klar, dass die Jägerschaft durch eine Novellierung des NRW-Landesjagdgesetzes wie eine aufgescheuchte Entenschar nach dem Knall eines Schusses wirkt. Die Anpassung dieses Gesetzes sollte als Anfang eines noch langen Weges bis zu dessen -hoffentlich baldigen- Abschaffung gesehen werden.

Und da begründet der jagende Mensch seine Ablehnung einer Novellierung damit, dass sie ‚ideologisch motiviert’ sei. Natürlich basiert ‚ihr’ bestehendes Gesetz auf keiner Ideologie, wenn man Geschichte komplett ignoriert und früher sowieso alles besser war. Das wäre ein Widerspruch in sich. Nicht vergessen : Die Kernaussagen des Jagdgesetzes fußen weiterhin auf einer ausgehalfterten Ideologie und blanker Empathielosigkeit. Ziemlich dreist und aus der Sicht geradezu peinlich, denen ideologische Motivation anzukreiden, die versuchen, sich Schritt für Schritt aus den alten Klammern zu lösen. 

Es ist erstaunlich, dass sich gegen die Formulierung, dass die Jagd nur noch ‚aus vernünftigem Grund’ zugelassen werden soll, Sturm gelaufen wird. Dann gab es bislang also nicht unbedingt vernünftige Gründe ? Eine wirklich menschliche Erkenntnis !

Die gesetzlich legitimierte Jagd ist im 21. Jahrhundert eine gesellschafliche Altlast, deren Entsorgung samt Ort eine bislang in Nebel gehüllte, politische Herausforderung ist.

©Joachim Rohlfing

18. „Viel zu wenig Lobby für den Kormoran“ …


Artikel „Viel zu wenig Lobby für den Kormoran(Februar 2008)

L E S E R B R I E F

Das Szenario war und ist immer das gleiche: Die Lobby der selbstverliebten, bedarfsgelenkten Lebensverachter schreit ‚Alarm’ und was passiert ? Hochrangige Mandatsträger zeigen Handlungsbedarf und geben die Anweisung, die ‚Lieschen Müller’ in der Schule, im Konfirmandenunterricht usw. als ‚böse’ dargestellt bekam: Töten! Der christlich geprägte Mensch –und nicht nur der- beschränkt dieses biblische Gebot natürlich auf die eigene Spezies. Tiere haben in dem elitären Club der phantasiebegabten, beseelten Krönung der Schöpfung nichts zu suchen; bestenfalls als gefügige Haustiere oder –prinzipiell ungeeignete- seelenlose Nahrungslieferanten, die ohne ein konsequentes Mitgefühl vor ihrem Ende körperlich und seelisch gefoltert, entseelt und dann auch noch von der ethisch-moralischen Kompetenz Mensch verspeist werden.

Und dann passiert der Gau: Der beschriebene Ablauf wird gestört! Kormorane fallen in die geliebten Jagd- und Freizeitgründe der Angler ein und verderben denen den Spaß an ihrem Vergnügen, Fische auf spitze Haken beißen zu lassen, sie dann aus ihrem Element zu hieven und großmütig deren ‚Qualen’ per Schlag auf den Kopf zu beenden. Damit diese Angler genannten Menschen als Jäger der Gewässer und Meere natürlich lobbyistisch gut organisiert ihrer Egomanie nachgehen können, bedarf es eines benutzbaren Entscheidungsträgers, der dann die Vereinigung mit den jagenden Herrschaften auf Wald und Flur, den Feinden natürlicher Abläufe, besiegelt. 

Alles völlig legal nach deutschem Jagdgesetz. Ein Gesetz des Naziverbrechers Hermann Göring. Allein diese Tatsache ist widerlich, bleibend skandalös und gehört ersatzlos aus den deutschen Gesetzbüchern gestrichen!  Ein Gesetz, das entgegen zeitgemäßer Erkenntnisse nach wie vor die Entseelung schwächeren Lebens in diesem Deutschland legalisiert. Auf das sich dann die Todesschwadronen berufen, die mit scharf geladenen Waffen durch Wald und Feld streifen und mit oder ohne dem ‚Feuer frei’ des Ministers morden dürfen.

Da denkt doch so mancher Mensch in diesem Lande, dass die Pirschzeiten eines Hermann Görings mitsamt seines verbrecherischen Wirkens längst in den ewigen Jagdgründen verschwunden sind … !?  Sind sie aber nicht !  

Die Natur, Flora und Fauna, braucht die festgelegte Arithmetik der Menschen und entsprechende Gesetze nicht. Sie hat ein bewährteres Regulativ, in dem sich Überpopulationen größeren Ausmaßes gar nicht erst bilden. 

Der Gesetzgeber sollte den Uhlenbergs und anderen Politikern nicht mehr die Entscheidungskompetenz über Leben und Tod durch das beschriebene Gesetz an die Hand geben, sondern es endlich abschaffen und in der gelebten Gegenwart ankommen. 

Das wäre das ‚Pfund’ in der Wagschale der Kormoran-Lobby mit filigraner Weichenstellung in Richtung ‚geistiger Feinmotorik’.

©Joachim Rohlfing 

17. „Reichlich Deckung am gedeckten Tisch“ …


Artikel   „Reichlich Deckung am gedeckten Tisch“   MT v. 09.11.2011

L E S E R B R I E F

‚Die Größe einer Nation lässt sich daran ermessen, wie sie ihre Tiere behandelt.‘ Dieser Satz Gandhis muss in Jägerohren wie blanker Hohn klingen, realitätsfern und blauäugig.

Nation findet allerdings auch in OWL statt. –

In der WDR-Lokalzeit schildern junge Jägersfrauen ihre prickelnde Nervosität vor dem Schuss. Drückjagden gegen das Schwarzwild in Porta Westfalica zum Zwecke der Schadensbegrenzung in der Landwirtschaft, deren Begeisterung sich in Grenzen hält und immer so weiter … Erstaunlich ist auch, wie die Jägerschaft ihren ‚Nutzen‘ definiert. Naturschutz mit geladenen Waffen, bleibelastete Munitionsrückstände auf den Böden, Lebensgefahr für Menschen, die sich in ihrer Nähe aufhalten usw .. alles schon x-mal aufgelistet. Überhaupt nicht zur Kenntnis genommen wird die mentale Seite der Wildtiere. Getrieben, gehetzt, angeschossen, erschossen, aufgebrochen. Es sind ja nur ‚Viecher‘, die Schaden durch Überpopulation anrichten. Dass diese entstehen, weil sie die Jägerschaft durch Anfütterung selber erzeugt, ist nicht mehr nur Insiderwissen. Quasi als Kanonenfutter. 

Ein mit seinem Gewehr martialisch hockender Jäger vor einem in der eigenen Blutlache liegenden, erlegten Wildschwein zeigt deutlich, wie interpretierbar Ignoranz und Lebensverachtung sind oder sein können, per Gesetz geregelt und legitimiert. Immer noch. Die niedersten Abgründe der Seele mal ganz cool nach oben gekehrt.

Es scheint eine kribbelnde Faszination des Tötens zu sein, bei der Körpersekrete in Bewegung geraten, allerdings bei sensibilisierten Menschen den Reflex des Erfahrungsverzichtes auslösen. Quer durch alle Bildungsschichten und in jeder dieser beiden Geisteshaltungen. 

Sicherlich lehnen die meisten Menschen dieses Landes die Todesstrafe ab ..sofern es die eigene Spezies betrifft und sie selber nicht ge-oder betroffen sind. Der Schuss der Jägerin oder des Jägers ist die Parallele. Der Tod eines Tieres scheint ein anderer zu sein – scheint …

Leid durch Folter, körperlich und seelisch, sowie der anschließend derart herbeigeführte Tod  kann nicht akzeptabel sein. Ein Lebewesen bewusst zu entseelen erfüllt den Straftatbestand des Vorsatzes. Mit welchem Recht maßt sich ‚der Mensch‘ an, Lebewesen anderer Spezies in Schlachthäusern, bei der Vivisektion, beim Jagen und Angeln genau das anzutun ? Herrendenken in der letzten Konsequenz… Macht über Andere und diese entsprechend gnadenlos ausüben. Im Kleinen wie im Großen und mit einer Art ‚Lizenz zum Töten‘ … Das ‚Grüne Abitur‘ und die Schwierigkeit des Erlangens erfordert einen IQ angelehnt „an die Höhe der Außentemperatur“(Zitat Dr.Heiter), gemessen in Celsius und nicht in Fahrenheit. So gesehen böten die USA durchaus Vorteile. –

Fakt ist, dass zunehmend mehr sensibilisierte Menschen eine lebensbejahende Denkweise teilen und sie der gegenteiligen vorziehen. Wenn das noch mit Immanuel Kants Vorstellung vom Mut zum (öffentlichen) Gebrauch des eigenen Verstandes kombiniert würde, wäre das hier Gesagte Geschichte.

©Joachim Rohlfing 

16. „November ist die Haupt-Jagdsaison“…


Artikel „November ist die Haupt-Jagdsaison“

L E S E R B R I E F

Ein Jäger vor der Kulisse der untergehenden Sonne .. ein dpa-Bild mit Symbolcharakter.

Allerdings der dazugehörige Text, dass der November einer der ‚Haupterntemonate‘ des Jägers ist, zeugt von einer Art Gefühls- und Seelenkälte, die die tatsächliche Sinnfreiheit des Jagens durch eine menschliche Unart marlborohaft romantischer Gleichgültigkeit des Wegsehens regelrecht befeuert.

Lebewesen per Schusswaffe zu ernten, ist eine Perversion des Denkens. 

Eine Intoleranz gegenüber der anderen Spezies aus mindestens niederen Beweggründen. 

Menschen haben grundsätzlich die Möglichkeit, sich zu entscheiden, wem sie sowohl gedanklich als auch im Handeln den Vorrang geben – dem Leben oder dem Töten.  Also eigentlich frei von Selektionsdenkweisen, die in der Folge ein Ergebnis reiner Überheblichkeit und ethisch niederen Herrschaftsdenkens sind.

Wenn der Jäger ‚Hasen ernten‘ geht, betreibt er Seelenpoker auf unterstem Niveau, oder wie könnte man Lustmorden mit Freizeitcharakter noch anders nennen? Das ist Herrendenken längst vergangen geglaubter Zeiten. Eine Art intelligenzfreie Grauzone des Unwissens, quer durch alle Bildungsschichten mit einer Quasilegitimation der Gesellschaft. Das Ergebnis dieses mentalen Abstumpfungsprozesses ist die Pirsch mit einer scharf geladenen Waffe in Wald und Feld. 

Rein theoretische Argumente? Dann fangen wir doch morgen praktisch damit an, die Selbstjustiz der Jägerschaft im Außendienst in der gesamten Gesellschaft salonfähig zu machen, die Judikative abzuschaffen und auch dann zu hoffen, dass keiner etwas merkt und alles gut geht …  Dann wäre diese Gesellschaft auf des Jägers Augenhöhe.

Die ‚Haupterntezeit‘ der jagenden Menschen vermittelt den Eindruck, zwar im 21. Jahrhundert zu leben … aber inhaltlich in einem evolutionsfreien Raum.

©Joachim Rohlfing

15. Neandertalromantik…


(der zugundeliegende Artikel ist mir nicht mehr bekannt) (2009)

L E S E R B R I E F

Schon das Anlesen dieses Artikels vermittelt das Gefühl, Zeuge einer Fehljustierung von Kimme und Korn der „ewigen Hüter der Wälder und Flure“ zu sein.

Mit der Anzahl der erschossenen Tiere ist der Jäger nicht zufrieden, zelebriert Hege und Pflege, indem er Randstreifen als Rückzugsgebiete von den Landwirten fordert und dann revierübergreifend Fuchs- und Taubenjagd organisiert, obwohl ihm doch tatsächlich die sinkende Zahl von Hase, Rebhuhn und Fasan „zu denken“ gibt.  Das ist nichts anderes als lupenreine und lebensfeindliche Selektion. Auch heute noch gilt das dazu passende Gesetz – von Reichsjägermeister Hermann Göring 1934 als ‚Reichsjagdgesetz’ in Kraft gesetzt. Das auf der gesetzlichen Grundlage im 21.Jahrhundert noch Freizeitjäger mit scharf geladenen Waffen unkontrolliert Leben auslöschen dürfen, ist keine Historiendoku und auch kein virtuelles Ballerspiel, sondern ein Beweis dafür, dass und wie Herrendenken auch heute noch salonfähig gehalten wird. 

Die Ursache für die beklagte, verminderte Opferzahl liegt natürlich wie immer bei Anderen – gestern die, heute die Landwirte und morgen sonstwer … 

Warum fordert denn der Jägersmann diese Rückzugsgebiete? Aus Liebe an der Hege und Pflege, von der er immer spricht, also zum Wohle der Tiere und aus Gutmütigkeit?  Natürlich hat er nicht den Hintergedanken, den Tierbestand zu erhöhen, um ihn bei irgendeiner perversen Jagdart wieder zu dezimieren, indem er sie aufschreckt oder auflauert, um sie aus reiner Lust am Töten emotionslos abzuknallen. 

Natürlich stellen sich all die Wildtiere ganz tierpatriotisch und einsichtig bei einer Jagd dem Jäger zum Abschuss, um der Spezies Mensch nicht überzählig zur Last zu fallen und in der Hoffnung auf ein fehlerfrei geblasenes ‚Halali’ danach. Als stolze Quotenopfer für eine bessere Abschussstatistik. Sie hatten ja bis dahin eine schöne Zeit in den ihnen großmütig gewährten Rückzugsreservaten … 

Unverständlich, dass sich die Gesellschaft immer noch von diesem entlarvten Irrsinn die Dunkelbrille aufdrücken lässt, ohne endlich zu realisieren, dass da eine Minderheit ihre Seelenabgründe auslebt und diese schwammig auf einem Niveau präsentiert, das sich ins falsche Jahrhundert verirrt hat. Das Wegsehen muss aufhören und dieses in jeder Hinsicht widerliche Gesetz mitsamt seiner Neandertalromantik vom Gesetzgeber ersatzlos gestrichen werden. 

©Joachim Rohlfing

14. „Jägerschaft zieht Bilanz und ehrt Mitglieder“…


L E S E R B R I E F

Artikel  „Jägerschaft zieht Bilanz und ehrt Mitglieder“ (Mai 2006)

Dieser Artikel entlarvt  – gewollt oder ungewollt – die ‚Logik’ eines vermeintlich gerechtfertigten Tierschutzes durch die Hege und Pflege der Jägerschaft. Die weiß sich in absolut trockenen Tüchern bei so viel Politprominenz und deren Grußworten und Bauchpinseleien. Bürgermeister, Umweltdezernent und gar Bundestagsabgeordneter; was kann da schon anrüchig sein? Müssen da aus deren Sicht nicht die Jagdgegner endlich begreifen, auf dem falschen Hochsitz zu hocken!?  Und dann wird auch noch der Ministerpräsident kompetent sein Statement zur Abschaffung der Jagdsteuer auf dem Landesjägertag abdrücken. Motto: Schaut her ihr albernen Figuren von Tierschützer, wir zeigen euch, wo die Flinte hängt!

Und worum geht es tatsächlich ?  

Allein die Tatsache der gesetzlichen und damit staatlichen Legitimierung des Massenmordes an Tieren unter dem Schleier des Tier- und Naturschutzes widerspricht der Vorstellung einer Aussicht auf friedliche Koexistenz des ‚denkenden Menschens des  21. Jahrhunderts’  mit Flora und Fauna der restlichen Schöpfung. Dieser Gedanke setzt das Akzeptieren einer mit uns Menschen nicht vergleichbaren schöpferischen Intelligenz (Gott / Allah o.ä) voraus. In der Gebrauchsanweisung für den Christenmenschen (Bibel) z.B  ist der Imperatif „du sollst nicht töten“ angesagt. Also nicht nur auf den Menschen beschränkt! Das lässt sich mit unseren fünf Sinnen begreifen, doch –  die schöpferische Intelligenz verfügt zweifelsfrei über einige Sinne mehr. Anhand dieser Aussage kommt doch ein merkwürdiges Magengefühl auf bei der Vorstellung, welche Reaktion wohl die permanente Missachtung der Anweisung nach sich ziehen könnte, wenn das sogenannte ‚Maß’ voll ist!?  Und dann?  

Der Bundestagsabgeordnete  stellt klar, dass das Jagdrecht ‚auf gleicher Höhe wie das Tierschutz- und Naturschutzgesetz’ bleibe. Legalisierte, praktizierte Gewalt in ihrer ganzen Abscheulichkeit auf Augenhöhe mit dem Begriff ‚Tierschutz’ ?  Der Zynismus wird vielleicht nicht als solcher von provinzreduzierten ‚Mini-George-Bushs’ empfunden – wohl aber von Menschen, denen die Vorstellung von Volksvertretern mit solch grobschnittigem Vertretungsanspruch unerträglich ist. Ich möchte klargestellt sehen, dass dieses eine überparteiliche Aussage ist. 

Wie angepasst oder abgekocht muss ein Seelenleben sein, das die Daseinsberechtigung schwächerer und nicht mit ‚Kalkül’ ausgestatteter Existenzen nicht einmal zur Kenntnis nimmt – geschweige denn, dafür Partei ergreift!?  

Die Aussage, dass „Tiermord qualitativ gleich Menschenmord“ ist, kann eine Messlatte für Andersdenkende sein, die zumindest zum Sprungversuch einlädt.  Die Landung nach dem ‚Überspringen’ würde in einer dann gewaltfreieren Gesellschaft den Irrsinn der Ignoranz in diesem Zusammenhang hinter sich wissen und die Tiermörder ‚wegdenken’. 

©Joachim Rohlfing