Stimmenfang… Vote catching…


(English below)

Deutsch

In vollem Gange ist der – Stimmenfang. TV mit Wahlspots, Zeitungen analog und digital usw. und nicht zu vergessen die Wahlplakate. Letztere haben mich schon seit Jahrzehnten in Wahlkampfzeiten nicht nur gestört, sondern wurden von mir mehr als aufdringlich empfunden. Aufdringlich in dem Sinne, dass sie suggerieren, dass die Wählerschaft (und damit auch ich) als beschränkt meinungsfähig und dadurch manipulierbar betrachtet und abgestempelt werden. Manipulierbar mit bewusst kurzen und einfach erscheinend einprägsamen Sprüchen. Die manipulierbare Bürgerschaft als Garant für eine weitere oder neue Legislaturperiode. Mit Verstand in des Verstandes Sinne hat das so gesehen nicht mehr viel zutun. Was ist es dann? Eine bestätigte Verdummung des Begriffes ‚Wahlvolk‘?

Screenshot aus dem Netz. (Flyeralarm) (Keine rechtlichen Hinweise gefunden!)

Warum kommt das alles so negariv rüber? Antwort: Weil es das ist! Die Wahlkampfmacher gehen also davon aus, dass das Wahlvolk Wahlplakate mit grinsenden, vertrauensvoll wirkenden Personen vor ausgefeilter Graphik psychologisch gestylt das übernimmt, was da regelrecht angespriesen wird. Keine Ware, nein … Personen und ihre jeweiligen Parteien. Die Wahrheitsgehalte ihrer Slogans sind keine Fakten, sondern Meinungen, Spekulationen, Wahrscheinlichkeiten, Euphemismen oder Schönredereien, Versprechungen. Das Volk nennt das: ‚Honig ums Maul schmieren.‘ Jeder weiß oder ahnt das.

Die Kosten für diese inhaltlich billigen, den Intellekt eines jeden Menschen besserwisserisch gewollt zu übertrumpfende ‚Werbung‘ (was sollte es sonst sein?) dürften sieben-oder achtstellig sein. Eine ignorantere Kapitalvernichtung wird es sicherlich geben, doch diese gehört genau dazu. Es wird jedem mit den Wahlplakaten anesprochenen Mensch einleuchten, dass schlichtweg verprasste Millionensummen in anderen Bereichen ein Segen wären !

Ein altbackener Spruch: ‚Spitz komm her – ich will dich lehren.‘ Oder ein Zitat aus dem Film ‚Avatar‘ passt hier (sinngemäß) : ‚Die pissen auf uns und verkaufen uns das noch als Regen‘. Der vulgäre Ausdruck ist dort der Situation angepasst. Das muss nicht weiter ausgeführt werden, weil jeder dieses lesende Mensch sofort seinen eigenen Verstand einsetzt und Vergleiche herstellt. Und das ist gut so.

Meinungsbildung per Plakat ist Werbung und im politischen Sinne Manipulation. TV-Auftritte und Diskussionen können das auch sein – vermitteln aber den visuellen und ausgeführt argumentativen Eindruck, aus dem sich mehr erkennen lässt, als auf an den Straßen und Wänden aufgehängten Wahlplakaten. Die erscheinen in diesen aufgeklärten Zeiten als unwürdig.

Entscheidend ist a priori, die Parteiprogramme zur Kenntnis zu nehmen, selber zu beurteilen und – wählen zu gehen oder eben Briefwahl.

English

In full swing is the – vote catching. TV with election spots, newspapers analog and digital etc. and not to forget the election posters. The latter have not only bothered me for decades during election campaigns, but were perceived by me more as intrusive. Intrusive in the sense that they suggest that the electorate (and thus also me) are considered and labeled as having a limited capacity for opinion and thus manipulable. Manipulable with deliberately short and seemingly simple catchy slogans. The manipulable citizenry as guarantor for a further or new legislative period. With understanding in the sense of the understanding this has so seen no longer much to do. What is it then? A confirmed stultification of the term ‚electorate‘? Why does it all come across so negatively? Answer: Because it is! So, the campaigners assume that the electorate will adopt election posters with grinning, trusting people in front of sophisticated graphics psychologically styled what is being downright touted there. Not merchandise, no … People and their respective parties. The truth contents of their slogans are not facts, but opinions, speculations, probabilities, euphemisms or euphemisms, promises. The people call this ‚buttering up.‘ Everyone knows or suspects this.

The costs for this content cheap ‚advertising‘ (what else should it be?), which trumps the intellect of every human being in a know-it-all way, are likely to be seven or eight figures. A more ignorant capital destruction will certainly exist, but this one belongs exactly to it. It will be clear to everyone addressed with the election posters that simply squandered sums of millions would be a blessing in other areas !

An old-fashioned saying: ‚Spitz come here – I will teach you‘. Or a quote from the movie ‚Avatar‘ fits here (mutatis mutandis) : ‚They piss on us and still sell us that as rain‚. The vulgar expression there is adapted to the situation. This does not need to be explained further, because everyone reading this immediately uses his own mind and makes comparisons. And that is good so.

Opinion-forming via posters is advertising and, in the political sense, manipulation. TV appearances and discussions can be that, too – but they convey the visual and executed argumentative impression from which more can be discerned than from election posters hung on the streets and walls. In these enlightened times, these seem unworthy.

The decisive factor is a priori to take note of the party programs, to judge for oneself and – to vote or to vote by absentee ballot.

Flowerpower im September… Flowerpower in September…


Heute mal mit einem Zitat (Spruch) : Today times with a quote (saying) :

Blüht eine Blume, zeigt sie uns die Schönheit. Blüht sie nicht, lehrt sie uns die Hoffnung.

When a flower blooms, it shows us beauty. If it does not bloom, it teaches us hope.

Chao-Hsiu Chen

Die Fotos sind nicht softwaremäßig verbessert, sondern nur beschnitten.

Headerbild… Header image…


(English below)

Deutsch

Im Headerbild zeige ich einige meiner Portraitzeichnungen in Tinte. Soviel zur Erklärung und zur Auflockerung zwischen den z.T. doch recht ’schweren‘ Themen.

Mehr und detaillierter anzusehende Bilder unter diesem Link:

https://joachim-rohlfing.online/category/malerei/tintenzeichnungen/

English

In the header image I show some of my portrait drawings in ink. So much for the explanation and to loosen up between the sometimes quite ‚heavy‘ topics.

More and detailed pictures to view at this link:

https://joachim-rohlfing.online/category/malerei/tintenzeichnungen/

Marija Kolesnikowa, Maxim Snak …


(English below)

Deutsch

Konkret gesagt: Ich bin nicht nur empört, sondern entsetzt darüber, wie zwei Mitglieder des Koordinationsrats der Lukaschenko-Gegner des Regimes in Belarus kaltgestellt werden. Marija Kolesnikowa wurde zu elf und Maxim Snak zu zehn Jahren Lagerhaft verurteilt. Snak unter verschärften Bedingungen, worunter man sich in einem totalitären Staat die übelsten ‚Dinge‘ vorstellen kann.

Um sich kritischer und ‚unbequemer‘ Gegner zu entledigen, greifen totalitäre Systeme zu den schwammigsten Vorwürfen, die prinzipiell inhaltlich nicht nur absurd und nicht oder schwer anfechtbar erscheinen, sondern einfach nur an den Haaren herbeigezogen wirken. Laute Kritik, also Öffentlichkeit, werden gescheut und mit allen Mitteln bekämpft. Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit, Pressefreiheit usw. existieren nicht. Stattdessen regiert die Gewalt. In solchen Systemen, wie das in Belarus, sind Bürger dann ‚gute‘ Bürger, wenn sie politisch folgsam und .. ja, ganz einfach still sind und das mit sich machen lassen, was das Regime von ihnen erwartet: Uninformiert unmündig zu sein.

Screenshot: Maxim Snak , Marija Kolesnikowa

Marija Kolesnikowa, Maxim Snak und all die nicht so bekannten Regimekritiker sind Opfer des Systems Lukaschenko. Es ist die Aufgabe der Menschen in freiheitlich demokratischen Staaten, permanent öffentlich auf solche Missstände nicht nur hinzuweisen, sondern gewaltlose Mittel zu finden, dem menschenfeindlichen Treiben solcher Despoten (Lukaschenko und Co.) den Boden abzugraben. Z.B. durch wirkungsvolle Sanktionen.

Als Mitglied von Amnesty International kann ich nur dazu auffordern oder darum bitten, über deren Webseite an Eilaktionen (urgent actions, ua’s) teilzunehmen und eben genau das mitgestalten, was Despoten hassen wie die Pest: Öffentlichkeit ! Der Zeitaufwand dafür steht in keinem Verhältnis zur erreichbaren Wirkung!

Kant: Sapere aude – Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.

English

To be specific, I am not only outraged, but appalled at the way two members of the Coordinating Council of Lukashenko’s opponents of the regime in Belarus are being coldcocked. Mariya Kolesnikova was sentenced to eleven years and Maxim Snak to ten years in prison. Snak under aggravated conditions, under which one can imagine the worst ‚things‘ in a totalitarian state.

In order to get rid of critical and ‚inconvenient‘ opponents, totalitarian systems resort to the fuzziest accusations, which in principle appear not only absurd and not or hardly contestable in terms of content, but simply seem to be pulled out of thin air. Loud criticism, i.e. publicity, is shied away from and fought with all means. Human rights, the rule of law, freedom of the press, etc. do not exist. Instead, violence reigns. In systems like the one in Belarus, citizens are ‚good‘ citizens if they are politically obedient and … yes, simply silent and let the regime do what it expects of them: to be uninformed and immature.

Mariya Kolesnikova, Maxim Snak and all the not so well-known regime critics are victims of the Lukashenko system. It is the task of people in free democratic states not only to point out such abuses publicly, but also to find non-violent means to stop the misanthropic activities of such despots. For example, through effective sanctions.

As a member of Amnesty International I can only ask you to take part in urgent actions via their website and help to create exactly what despots hate like the plague: publicity! The expenditure of time for it stands in no relation to the attainable effect!

Kant: Sapere aude – Have courage to use your own mind.

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neuer Look… new look…


(English below)

Deutsch

Nun habe ich endlich ein Theme gefunden, das mir mehr zusagt als das zuvor. Das Logo ist sowas von ‚Retro‘, das heißt, es entstand in den Ende 90ern an einem Macintosh Powerbook 5300.

© eigenes Logo

Hätte ich das Teil nicht verkauft, liefe es wahrscheinlich heute immer noch bei mir … wie aus der Zeit gefallen.

Der Name dieses Blogs wurde nicht geändert. Somit ist er für Suchmaschinen wie gewohnt zu finden.

Dieser Beitrag hat nur rein informativen Charakter – ist also vorrangig für Besucher, die sich mehr oder weniger an den ‚alten‘ Look gewöhnt haben.

Vielleicht gefällt nicht nur mir diese kleine, unbedeutende Anpassung.

English

Now I finally found a theme that I like more than the one before. The logo is so ‚retro‘, meaning it was created in the late 90s on a Macintosh Powerbook 5300.

If I had not sold the part, it would probably still run today with me … as if fallen out of time.

The name of this blog has not been changed. Thus, it can be found by search engines as usual.

This post is purely informative – so it’s only for visitors who are more or less used to the ‚old‘ look.

Maybe not only I like this small, insignificant adjustment.

„positives Narrativ“ ?… „positive narrative“ ?…


(English below)

Deutsch

Der sechste Weltklimabericht der Intergovernment Panel on Climate Change (IPCC), eine Institution der Vereinten Nationen (UN), in dem z.Z. 195 Länder Mitglied sind, legte darin den Schwerpunkt auf das sogenannte ‚Best-Case-Szenario‘. Also dass eine Erderhitzung unter der Pariser Zielmarke von 1,5 º zur Weltrettung erreicht werden könnte. Eine solche (gedachte) Zeitenwende des Planeten hat eine Bezeichnung gefunden: „positives Narrativ“. Das als mehrheitliches Wunschdenken und damit als realitätsfern zu bezeichnen, entspricht nicht dem Zeitgeist des ‚Best-Case-Szenario‘, einer positiven Vision also. In dem Sinne ein Hoffen auf menschliche Einsichten und einer entsprechenden Verhaltensweise.

Das ‚Worst-Case-Szenario‘ sind apokalyptische Zustände und Ereignisse, wie sie tatsächlich gegenwärtig vermehrt zu sehen sind; wie in der Offenbarung des Johannes im Neuen Testament der christlichen Bibel zu lesen ist. Von Kriegen, Hungersnöten, Seuchen, Feuersbrünsten und Katastrophen ist da für die drastisch dargestellte Endzeit die Rede. Nur – die Ursache ist da der christliche Gott und nicht die menschengemachte- und verursachte Erderwärmung mit all diesen Folgen. Die Ursachen sind also unterschiedlich; die beschriebenen und heute erlebbaren Szenarien sind nahezu oder tatsächlich deckungsgleich. Ein ’negatives Narrativ‘. Hier stehen sich zwei Sichtweisen gegenüber – ist das Glas halb voll oder halb leer?

Wie eingangs beschrieben, definiert der Weltklimabericht das Glas als halb voll, und die allseits wahrgenommene Realität ist als halb leer oder noch leerer zu sehen. Die Frage bleibt, ob das überhaupt etwas mit ‚Gott‘ zutun hat oder einzig und allein ein menschengamachtes Problem ist? Mystik, Spekulation oder Realität… das ist hier die Frage. Oder eigentlich gar nicht mehr. Es ist Realität und die auslösende ‚Einheit‘ ist der Mensch! (Die religiöse Sichtweise – Gott, Himmel, Hölle, Fegefeuer, kirchliche Definitionen usw. habe ich hinreichend in meinem Buch „Futur X – Die freie Auswahl“ behandelt und soll hier des Umfanges wegen nicht weiter ausgeführt werden).

Nun sollte die Message nicht weder das Eine noch das Andere sein. Eine Mentalitäts- oder gar Glaubensfrage? Wird bei der ‚Worst-Case-‚ die ‚Best-Case‘– Betrachtung vernachlässigt oder sogar ausgeklammert, dann wird es dunkel. Dunkel in einem Boot, in dem recht viele ‚Schunkler‘ sitzen, die das Boot und damit auch sich selber zum Kentern bringen können.

Ist in diesem Kontext ein positives Narrativ – Blauäugigkeit? Die ‚Schunkler‘ müssen beruhigt und von der Notwendigkeit ihrer Einsicht überzeugt werden, wenn die ‚Reise‘ weitergehen soll. Reden und Handeln in der richtigen Reihenfolge … aber mit überlebenswichtigem Nachdruck. Denn : Das Glas ist sowohl halb voll als auch halb leer…

English

The sixth world climate report of the Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), an institution of the United Nations (UN), in which 195 countries are currently members, focused on the so-called ‚best-case scenario‘. That is, that a global warming below the Paris target of 1.5 º to save the world could be achieved. Such a (imagined) turning point of the planet has found a name: ‚positive narrative‘. To call this wishful thinking by the majority and thus unrealistic does not correspond to the zeitgeist of the ‚best case scenario‘, a positive vision that is. In this sense a hope for human insights and a corresponding behavior.

The ‚worst case scenario‘ are apocalyptic conditions and events, as they are to be seen actually at present increasingly; as in the revelation of John in the New Testament of the Christian Bible is to be read. There is the speech of wars, famines, epidemics, conflagrations and catastrophes for the drastically represented end time. Only – the cause is there the Christian God and not the man-made and caused global warming with all these consequences. So the causes are different; the described and today experienced scenarios are almost or actually congruent. A ’negative narrative‘. Here, two views oppose each other – is the glass half full or half empty?

As described at the beginning, the world climate report defines the glass as half full, and the universally perceived reality is to be seen as half empty or even emptier. The question remains whether this has anything at all to do with ‚God‘ or is solely a man-made problem? Mysticism, speculation or reality… that is the question here. Or actually no more at all. It is reality and the triggering ‚unit‘ is the man! (The religious point of view – God, heaven, hell, purgatory, ecclesiastical definitions etc. I have treated sufficiently in my book „Futur X – The free choice“ and shall not be elaborated here because of the extent).

Now the message should not be neither one nor the other. A question of mentality or even faith? If the worst-case scenario is neglected or even excluded from the best-case scenario, then things will get dark. Darkness in a boat in which there are quite a few ’skippers‘ who can capsize the boat and thus also themselves.

In this context, is a positive narrative – blueness? The ’skunks‘ must be reassured and convinced of the need for their insight if the ‚journey‘ is to continue. Talk and action in the right order … but with vital emphasis. Because : The glass is both half full and half empty….