Zum Jahreswechsel.. danke…


(English below)

Deutsch

Zum Jahreswechsel möchte ich den Besucher|innen meines Blogs für das Interesse an meinem Geschreibsel (und den Bildern) aufrichtig danken und ein gesundes und erfülltes Jahr 2021 wünschen.

English

At the turn of the year I would like to sincerely thank the Visitors of my blog for the interest in my writing (and the pictures) and wish a healthy and fulfilling year 2021.

Free Bloggerin Zhang Zhan…


(English below)

Deutsch

Foto: Screenshot ‚Tagessachau‘

Die chinesiche Bloggerin und studierte Juristin Zhang Zhan wurde von einem Gericht in Shanghai  wegen ‚Unruhestiftung‘ zu vier Jahren Haft verurteilt. Sie habe ‚Streit geschürt und Unruhe gestiftet‘. (Einzelheiten lassen sich seriösen Medien entnehmen, wie in meinem Fall vorzugsweise der FAZ).

Sie hat der Zeit des harten Corona-Lockdowns in der zentralchinesischen Millionenmetropole Wuhan kurze Online-Videos veröffentlicht, in denen Missstände in Krankenhäusern, Korruption in staatlichen Stellen usw. gezeigt wurden.

Jounalist|innen in China werden von der Kommunistischen Partei kontrolliert. Das ist das Gegenteil der in unserem Land verbrieften Pressefreiheit. Was wir hier als Verschwörungstheorie bezeichnen würden, ist in China Realität. Eine Art ‚modernes Mittelaltertum‚. Deren Regime rühmt sich mit dem Narrativ vom ‚perfekt abgelaufenen Corona-Management‘, an dem sich das Ausland ein Bespiel nehmen sollte.

Auf der Rangliste der Pressefreiheit wird China von der Organisation ‚Reporter ohne Grenzen‚ auf Rang 177 von 180 Staaten geführt. Kurz vor Nordkorea.

Zhangs Anwalt Ren Quanniu sagte, dass seine Mandantin glaube, dass sie im Gefängnis sterben werde. Sie werde bis zuletzt hungern. Zur ‚Verhandlung‘ musste sie im Rollstuhl in den Gerichtssaal gebracht werden.

Solche Zustände sind unerträglich. Ein sich so verhaltendes Regime wird über seine Unmenschlichkeit und dem Nichtvorhandensein der Gewaltenteilung mittel-oder langfristig stolpern. Menschlichkeit ist wie Wasser – es sucht sich seinen Weg.

Ich wünsche Zhang Zhan mentale und physische Kraft. Als Mitglied von amnesty international (ai) war mir dieser Beitrag ein spontanes Anliegen.

English

Chinese blogger and law graduate Zhang Zhan was sentenced to four years in prison by a Shanghai court for ’stirring up trouble‘. She had ’stirred up strife and created unrest‘. (Details can be found in serious media, like in my case preferably the FAZ).

It posted short online videos showing abuses in hospitals, corruption in government agencies, etc., during the time of the harsh Corona lockdown in the central Chinese metropolis of Wuhan, which is home to millions of people.

Jounalist|ins in China are controlled by the Communist Party. This is the opposite of the freedom of the press that is guaranteed in our country. What we would call a conspiracy theory here is reality in China. A kind of ‚modern medievalism‘. Their regime boasts the narrative of ‚perfectly run corona management,‘ which foreign countries should take as an example.

The Reporters Without Borders organization ranks China 177th out of 180 countries in terms of press freedom. Just ahead of North Korea.

Zhang’s lawyer Ren Quanniu said his client believed she would die in prison. He said she would starve until the end. For the ‚trial‘ she had to be brought to the courtroom in a wheelchair.

Such conditions are intolerable. A regime that behaves in this way will stumble over its inhumanity and the lack of separation of powers in the medium or long term. Humanity is like water – it seeks its own way.

I wish Zhang Zhan mental and physical strength. As a member of Amnesty International (ai), this contribution was a spontaneous request for me.

Maskenpflicht UND Denkpflicht… Mask duty AND thinking duty…


(English below)

Deutsch

Nicht Denkpflicht statt Maskenpflicht, wobei das Erste dabei das Zweite ausschließen soll. Beides zu separieren, ist in dieser Coronazeit gefährlicher Unsinn. Denken ist nicht prüfbar – Maske tragen schon. Die wörtliche Reihenfolge in der Überschrift und die Kombination der Imperative verdeutlicht, dass Menschen sowohl gedacht haben als auch denken. Obwohl .. Maske tragen, ohne vorher darüber nachgedacht -konsequent nachgedacht- zu haben, ist denkbar. Nicht einmal die Verbindung ist vorhanden, wenn Menschen das Masketraden ablehnen und der lautstarken Meinung sind, gedacht zu haben und sich als solche darstellen, die quer denken. Schließt die suggerierte Korrelation das Tragen einer Maske aus? Mitnichten, wie soeben erkannt. Quer denken erhebt den intellektuellen Anspruch des alternativen Denkens und vermittelt den Eindruck des möglich Besseren – im Falle der ‚Querdenker-Bewegung‘ ohne Substanz.

Dagegen zu protestieren, geschützt und damit geholfen zu werden, ist nicht nur kurzsichtig, sondern gefährlicher Unsinn – ja Anarchie. Das Durchsetzen einer nicht durchdachten und geplanten Massensuggestion ist prinzipiell Zersetzung. Das Inkaufnehmen der eigenen Infektion und der Gefährdung Anderer durch Nicht-oder Halbwissen in einer Pandemie hat nichts mehr mit der Aufgabe der persönlichen Freiheit des Einzelnen zutun. Es ist ganz einfach gesagt: Verantwortungslosigkeit. Juristen könnten das gezielter zuordnen. Verhaltensweisen, die die Gesundheit aller gefährden und sogar den Tod bedeuten können, was in zuvielen Fällen Fakt ist, sollten strafrechtliche Folgen für die Verursacher haben. Das ist die Fürsorgepflicht des Staates und kein Abgleiten in eine Diktatur.

Abstand, Masken und Impfen sind die eigentlichen ‚Querdenkweisen‘ und nicht die der sogenannten ‚Möchtegern-Querdenker‘, die eine Gefährdung für die denkende Mehrheit der Bevölkerung sind und gegen die der Rechtsstaat Recht sprechen sollte. Mit Recht.

English

Not thinking duty instead of mask duty, whereby the first is to exclude the second. Separating the two is dangerous nonsense in this Corona era. Thinking is not testable – wearing a mask is. The literal order in the heading and the combination of imperatives makes it clear that people have thought as well as think. Although … Wearing mask without having thought -consistently thought- about it first is conceivable. Not even the correlation is present when people reject masquerading and are of the vociferous opinion that they have thought and present themselves as having thought laterally. Does the suggested correlation preclude wearing a mask? Not at all, as has just been recognized. Thinking laterally raises the intellectual claim of alternative thinking and conveys the impression of the possible better – in the case of the ‚lateral thinking movement‘ without substance.

To protest against this, to be protected and thus helped, is not only short-sighted, but dangerous nonsense – even anarchy. The enforcement of a not thought-out and planned mass suggestion is in principle decomposition. Accepting one’s own infection and the endangerment of others through ignorance or half-knowledge in a pandemic no longer has anything to do with giving up the personal freedom of the individual. It is quite simply said: irresponsibility. Lawyers could assign this more specifically. Behavior that endangers the health of all and can even mean death, which is a fact in too many cases, should have criminal consequences for those responsible. This is the state’s duty of care, not a slide into dictatorship.

Distance, masks and vaccination are the real ‚lateral thinking‘ and not that of the so-called ‚would-be lateral thinkers‘, who are a danger to the thinking majority of the population and against whom the rule of law should dispense justice. Rightly so.

Meine Weihnachtsaktion… My Christmas Action…


(English below)

Deutsch

Die unten stehende ua (urgent action / amnesty international) habe ich soeben an den Premierminister von Bangladesch gemailt. (Text ai).

Frohe Weihnachten, Herr Premierminister.

Mehr als 1600 geflohene Rohingya sowie etwa 100.000 weitere Geflüchtete

Sehr geehrter Herr Premierminister,

bitte stoppen Sie umgehend die Umsiedlung weiterer Rohingya-Flüchtlinge nach Bhashan Char.
Lassen Sie diejenigen, die bereits auf der Insel sind, zu ihren Familien und in ihr gewohntes Umfeld in Cox’ Bazar zurückbringen.

Erlauben Sie bitte den Vereinten Nationen, humanitären Organisationen und Menschenrechtsorganisationen, eine unabhängige Untersuchung über die Bewohnbarkeit von Bhashan Char durchzuführen, die auch den Zugang zu grundlegenden Freiheiten und Rechten prüft und beurteilt. Öffnen Sie die Insel bitte erst dann,wenn sie als bewohnbar erachtet wird, für die Öffentlichkeit – nicht nur für die Rohingya.

Legen Sie bitte in einem öffentlich zugänglichen, transparenten und rechtskonformen Rahmenplan dar, wie die Rohingya-Flüchtlinge an den sie betreffenden Entscheidungen beteiligt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Joachim Rohlfing

https://joachim-rohlfing.de

English

I have just emailed the below ua (urgent action / amnesty international) to the prime minister of Bangladesh. (Text ai).

Merry Christmas, Mr. Prime Minister.

More than 1600 fled Rohingya and about 100,000 other refugees…

Honourable Prime Minister,

Please immediately stop the relocation of any more Rohingya refugees to Bhashan Char.
Let those who are already on the island be returned to their families and to their familiar environment in Cox’s Bazar.

Please allow the United Nations, humanitarian organizations, and human rights organizations to conduct an independent investigation into the habitability of Bhashan Char, including examining and assessing access to basic freedoms and rights. Please do not open the island to the public – not just the Rohingya – until it is deemed habitable.

Please set out in a publicly available, transparent and legally compliant framework how Rohingya refugees will be involved in decisions affecting them.

With kind regards

Joachim Rohlfing

https://joachim-rohlfing.de

Heiligabend… Christmas Eve…


(English below)

Deutsch

Den Besucher|innen meines Blogs(und natürlich allen anderen Menschen) wünsche ich angenehme, gesunde und besinnliche Festtage. Ja… besinnlich ist in dieser Zeit keine freie Wahl, sondern eine Notwendigkeit. Im Lockdown kann ‚besinnlich‘ auf die Sinne gehen. Das erkennbare Licht im Corona-Tunnel  wird durch Konsequenz und Benutzen des eigenen Verstandes im Sinne Aller erreichbar. Das ist mein Weihnachten 2020.

Diese Kurzgeschichte habe ich vor Jahrzehnten geschrieben. Sie passt nicht mehr in diese Coronazeit. Trotzdem ist ihre Aussage zeitlos – Corona hin oder her. Aus heutiger Sicht ist sie ein Stück eigener Zeitgeschichte. Das kann man auch nostalgisch nennen. [Veröffentlich wurde sie damals in der Weihnachtsausgabe des MT (Mindener Tageblatt)].  

Heiligabend

In den Straßen der kleinen Kreisstadt war es ruhig geworden. Hellerleuchtete Schaufenster mit greller, aufdringlicher Leuchtreklame blendeten erbarmungslos meine Augen. Das Weihnachtsgeschäft, das Geschäft des Jahres, war an diesem `Heiligabend´ gelaufen.

Die Gläubigen eilten nach dem obligatorischen Kirchgang zurück in die Behaglichkeit, in die Wärme und Geborgenheit ihrer festlich geschmückten Wohnungen. Es war Weihnacht. 

Langsam schlenderte ich an den Schaufenstern vorüber.

Auf der anderen Straßenseite stand ein alter Mann vor einem Schaufenster.

Er schien völlig geistesabwesend zu sein. Ich blieb stehen und sah zu ihm hinüber. Ein   eiskalter Wind zerrte an meinem Gesicht.

Ich schlug den Kragen meines Mantels auf und ging hinüber.

Er stand mit gesenktem Kopf vor dem Schaufenster eines Spielwarengeschäftes, die rechte Hand vor die Stirn gepresst. Ich sah unauffällig zu Ihm hinüber. Er schien mich nicht zu bemerken. Warum ging ich nicht weiter ?  

Wie all die Anderen ?

Er weinte.                                                           

„Kann ich Ihnen helfen?“

„Mir kann niemand helfen!“

„Ja .. aber …“

„Lassen Sie mich in Ruhe! Was wollen Sie von mir?“

„Pardon. Ich will Sie nicht belästigen. Entschuldigung.“

Ich drehte mich um und wollte gehen.

„Warten Sie!“

Ich blieb stehen.

Der alte Mann stand immer noch so da – wie vor einer Minute.

„Warum kümmern Sie sich um mich? Sie kennen mich doch gar nicht!“

Ich schwieg eine Weile.

„ Ja .. da haben Sie recht. Ich kenne Sie nicht …“

Er nahm die Hand von der Stirn, hob langsam den Kopf und sah mich an. Sein vergrämter, zerflossener Blick traf mich wie ein Messer. Ich hatte das Gefühl, als suchte er jemanden .. irgendjemanden, mit dem er reden konnte. Einen Menschen, der ihm zuhörte, mehr nicht.

„Was bedrückt Sie?“

„Ach .. junger Mann …“ Er sah wieder auf den Boden.

„Dieser Abend soll für uns Menschen ein Abend des Glücks und der Zufriedenheit sein… Für mich ist er Verzweiflung. Ich musste `raus. Ich hielt es zuhause nicht mehr aus.“

„Was ist passiert?“

Er begann wieder zu weinen.

In den Häusern wurde das Fest der Freude und der Zufriedenheit gefeiert. Jeder auf seine Weise. Was war geschehen, dass dieser alte Mann weinend vor einem Schaufenster stand? Was hatte ihn so zerschmettert?

„Ich hatte den Tannenbaum geschmückt, die Kerzen  angezündet und  meine Tochter und meinen Schwiegersohn erwartet. Gott sei Dank, dass meine Frau das nicht mehr erleben muss!  Ich hatte mich darauf gefreut, mit ihnen diesen Abend zu verbringen. Ich wollte heute nicht allein sein. Ich wollte es nicht… !“

„Und was geschah? Sie sind nicht gekommen?“

„Doch! Verflucht, sie sind gekommen. Mein Schwiegersohn war betrunken. Als er den Baum sah, begann er entsetzlich zu lachen. Er nannte ihn… ich mag es nicht sagen. Er sagte nur, dass er diesen `Blödsinn´ nicht mitmacht. Schließlich löschte er die Kerzen aus und knickte den Stamm in der Mitte ab. Meinen liebevoll geschmückten … Dann hab´ ich ihn hinausgeworfen.“

„Was sagte Ihre Tochter dazu?“

„Die ist mit ihm gegangen. Ja.. sie ist einfach mit ihm gegangen. Kein Wort….nichts!“

„Wollen Sie nicht nach Hause gehen?“

„Ja .. später…“

„Er war betrunken, sagten Sie?“

„Ja.“

„Dann wird er sich sicherlich morgen entschuldigen.“

„Ja, sicherlich…  Ich  wollte  ihnen  doch nur eine Freunde machen“, sagte er dumpf, und ich hatte das Gefühl, nicht mehr wahrgenommen zu werden. Er schüttelte nur langsam, wieder völlig abwesend den Kopf. „Ich wollte ihnen doch nur eine Freunde machen…“

An diesem Heiligabend stand der alte Mann vor dem Schaufenster eines Spielwarengeschäftes. Die schneidende Kälte dieser Weihnacht und das zerreißende Gefühl des Alleinseins waren seine  gnadenlosen Begleiter in einer Nacht der Liebe, der Zusammengehörigkeit, des Vergebens und der Wärme. Der bloße, niederwerfende Gedanke daran und die Hoffnung auf eine Entschuldigung waren alles, was der alte Mann noch hatte.   –

English

To the visitors of my blog (and of course to all other people) I wish pleasant, healthy and contemplative holidays. Yes… contemplative is not a free choice at this time, but a necessity. In lockdown, contemplative can go to the senses. The discernible light in the Corona Tunnel becomes attainable through consistency and using one’s mind for the sake of all. This is my Christmas 2020.

I wrote this short story decades ago. It no longer fits into this Corona era. Nevertheless, its message is timeless – Corona or not. From today’s perspective, it is a piece of my own contemporary history. You can also call it nostalgic. It was published in the Christmas edition of the MT (Mindener Tageblatt).

Christmas Eve..

The streets of the small county seat had become quiet. Brightly lit shop windows with garish, intrusive neon signs mercilessly dazzled my eyes. The Christmas business, the business of the year, had run its course on this `Christmas Eve‘.

After the obligatory church service, the faithful hurried back to the comfort, warmth and security of their festively decorated homes. It was Christmas.

Slowly I strolled past the shop windows.
Across the street, an old man stood in front of a shop window.
He seemed completely absent-minded. I stopped and looked over at him. An ice-cold wind tugged at my face.
I flipped open the collar of my coat and walked over.
He was standing with his head down in front of the window of a toy store, his right hand pressed in front of his forehead. I looked over at him inconspicuously. He did not seem to notice me. Why did I not go on ?

Like all the others ?
He was crying.

„Can I help you?“
„Nobody can help me!“
„Yes … but …“
„Leave me alone! What do you want from me?“
„Pardon me. I don’t want to bother you. Sorry.“
I turned to leave.

„Wait!“
I stopped.
The old man was still standing there like that – as he had been a minute ago.
„Why do you care about me? You don’t even know me!“
I was silent for a while.
“ Yes … you are right. I don’t know you …“
He took his hand from his forehead, slowly raised his head and looked at me. His sullen, melted look hit me like a knife. I felt as if he was looking for someone … anyone to talk to. A person who would listen to him, nothing more.
„What’s bothering you?“
„Oh … young man …“ He looked down at the floor again.
„This evening is supposed to be an evening of happiness and contentment for us humans….For me, it is despair. I had to get out. I couldn’t stand it at home anymore.“
„What happened?“
He began to cry again.

In the houses the feast of joy and contentment was celebrated. Each in his own way. What had happened to make this old man stand crying in front of a shop window? What had crushed him so?

„I had decorated the Christmas tree, lit the candles and was expecting my daughter and son-in-law. Thank goodness my wife doesn’t have to live through that! I had been looking forward to spending this evening with them. I didn’t want to be alone tonight. I didn’t want to be…. !“
„And what happened? They didn’t come?“
„Yes, they did, damn it, they came. My son-in-law was drunk. When he saw the tree, he started laughing horribly. He called it… I don’t like to say it. He just said that he was not going to go along with this `bullshit‘. Finally, he put out the candles and snapped the trunk in half. My lovingly decorated … Then I threw him out.“
„What did your daughter say about that?“
„She went with him. Yes … she just went with him. Not a word….nothing!“

„Don’t you want to go home?“
„Yes … later…“
„He was drunk, you said?“
„Yes.“
„Then he will surely apologize tomorrow.“
„Yes, certainly… I was just trying to make them friends,“ he said dully, and I felt as if I were no longer being noticed. He just shook his head slowly, again completely absently. „I just wanted to make them a friend…“

That Christmas Eve, the old man stood in front of the window of a toy store. The piercing cold of that Christmas and the wrenching feeling of being alone were his merciless companions on a night of love, togetherness, forgiveness and warmth. The mere prostrating thought of it and the hope of an apology were all the old man had left. –

Blackberry 10 end of life…


(English below)

Deutsch

Am 04.01.2022 ist das Ende des Betriebssystems BB10 von Blackberry besiegelt. Das betrifft auch die umfängliche Nutzbarkeit der Hardware damit und die vorherigen Versionen. Telefonieren wird dann sicherlich noch möglich sein. Meine Geräte jedenfalls funktionieren nach wie vor einwandfrei. Nicht eindeutig bleibt, ob das System danach noch sicher im Netz ist und ob das überhaupt noch möglich ist? Neu ist das alles nicht – aber unverständlich und traurig.

Blackberry Classic

Die Anwender -wie ich- und damit die ach so treuen Kunden bleiben einfach im Regen stehen, obwohl alles noch mehr als wunderbar funktioniert. Das Betriebssystem wurde -aus meiner Sicht- in den letzten Jahren nicht nur vernachlässigt, nein… es wurde einfach nicht mehr aktualisiert, während die Geräte weiterhin teuer verkauft wurden. Die unvergleichliche Nutzerfreundlichkeit der Hard- und Software wurde und wird vom Hersteller einfach eingestampft. Das sind halt ‚Altlasten‘. Funktionierendes wird abgeschrieben. Nachhaltigkeit durch Qualität – das ‚Schneller-Höher-Weiter‘ siegt darüber. Betriebs- und markwirtschaftliche Gründe bestimmen diese Wegwerfgesellschaft, der Müll-und Elektroschrottberge shitegal zu sein scheinen. Hauptsache vermittelt modern. Eine solche Unternehmenspolitik ist schlichtweg eine Sauerei (sorry). Muss ein Unternehmen immer in der Oberliga spielen? Ist Mittelklasse ein so dramatischer Prestigeverlust? Das einzusehen, gelingt mir nicht. Da bin ich wohl nicht ‚modern‘ genug, auch weil ich ungern auf einer Glasscheibe tippe, sondern eine physische Tastatur vorziehe. (Alles schon x-fach hier geschrieben).

Hätte mein iPhone bei mir ein Alleinstellungsmerkmal, dann müsste ich permanent mit einer separaten Tastatur herumlaufen – aus besagtem Grund. Warum, wenn es für mich Sinnvolleres gibt. Fest steht, dass ich nicht der Einzige auf diesem Planeten bin, der das so sieht. Das ist aber nicht der Mainstream. Also ist klar, wer zu was nahezu gezwungen werden soll. Die Schnelllebigkeit teurer Smartphones wird noch angefeuert durch eine extrem effiziente PR, basierend auf deren ausgeklügelter Psychologie. Ich nenne das mal ‚Volksverführung‚. Menschen für etwas zu begeistern, was nicht nach ein, zwei oder drei Jahren durch Neues ersetzt werden muss, ist im Angesicht der prekären Rohstoffbeschaffung, der Fertigung und der Elektroschrottberge geradezu perfide und lässt diesen Planeten zunehmend wackeln. ‚Money makes the world go round…

Meine Geräte werden ich solange nutzen, bis sie auseinander fallen. Und sei es nur noch als Telefon, Kalender, Schreib- und Tabellenmaschine und was sonst dann noch funktioniert. Entschleunigung funktioniert auch in der Verweigerung des ständigen, suggerierten Neukaufens.

Reparieren statt Neukaufen sollte zeitgeistig werden, denn das würde die Hersteller dazu ‚erziehen‘, nachhaltige und modulare Produkte herzustellen, die nicht immer dünner, sondern mit ‚größeren‘ Akkukapazitäten immer länger halten und dann auch noch geupdatet werden.

English

The end of Blackberry’s BB10 operating system is sealed on January 4, 2022. This also affects the extensive usability of the hardware and the previous versions. Phone calls will certainly still be possible then. In any case, my devices still work flawlessly. What remains unclear is whether the system will still be secure on the network after this, and whether this will still be possible at all? All this is not new – but incomprehensible and sad.

The users -like me- and thus the oh-so-loyal customers are simply left out in the cold, although everything still works more than wonderfully. The operating system was -from my point of view- not only neglected in the last few years, no… it was simply no longer updated, while the devices continued to be sold expensively. The incomparable user-friendliness of the hard- and software was and is simply stomped on by the manufacturer. These are just ‚old burdens‘. What works is written off. Sustainability through quality – the ‚faster-higher-further‘ triumphs over this. Business and market reasons determine this throwaway society, which doesn’t seem to care about mountains of garbage and electronic waste. The main thing is to convey modernity. Such a corporate policy is simply a disgrace (sorry). Does a company always have to play in the top league? Is middle class such a dramatic loss of prestige? I’m not able to see that. I’m probably not ‚modern‘ enough, also because I don’t like typing on a glass screen, but prefer a physical keyboard. (Everything has already been written here many times).

If my iPhone had a unique selling point for me, I would have to walk around permanently with a separate keyboard – for the aforementioned reason. Why, when there are more sensible things for me. It is certain that I am not the only one on this planet who sees it that way. But this is not the mainstream. So it’s clear who should almost be forced to do what. The fast-moving nature of expensive smartphones is further fueled by extremely efficient PR, based on their sophisticated psychology. I call this ’seduction of the people‘. Getting people excited about something that doesn’t have to be replaced by a new one after one, two or three years is downright perfidious in view of the precarious procurement of raw materials and the mountains of electronic waste, and is making this planet increasingly wobbly. ‚Money makes the world go round…‘

I will use my devices until they fall apart. And be it only as a telephone, calendar, typewriter and spreadsheet machine and whatever else still works. Deceleration also works in the refusal of constant and suggested new purchases.

Repairing instead of buying new should become zeitgeisty, because that would ‚educate‘ manufacturers to make sustainable and modular products that don’t get thinner and thinner, but last longer and longer with ‚bigger‘ battery capacities and then get updated.

Schnell noch ein paar Hinrichtungen… Quickly a few more executions…


(English below)

Deutsch

Der noch amtierende US-Präsident zeigt den Anschein, dass er als der Präsident in die Geschichte eingehen möchte/will, der deutlich und hart gegen die Kriminalität vorgegangen ist. Und immer noch vorgeht…

In den einzelnen Staaten –besonders in Texas– wurden und werden Todesstrafen vollstreckt. Vom ‚Bund‘ (Staat) wurden seit 17 Jahren keine Hinrichtungen mehr angeordnet (FAZ). Unter Trump änderte sich das. (Genaue Zahlen in der FAZ oder anderen Medien). Gerade in diesem Jahr begann die Regierung von Donald Trump wieder mit den Exekutionen. Vor einer Woche starb ein 40-Jähriger durch eine Giftspritze, der bei seiner Tat 18 Jahre alt war. Seine Taten waren schändlich, rechtfertigen aber nicht die unmenschlichste aller Strafen.

Trumps Regierung richtete im Jahr 2020 zehn Menschen hin und seit seiner Wahlniederlage drei. Wie ich las, will Trump noch mindestens drei Delinquenten bis zu seinem ersehnten Ende im Weißen Haus hinrichten lassen. Als Herrscher über Leben und Tod, der niemals verlieren will, und der seine Wahlniederlage nicht und nach seinen Worten niemals eingestehen will und wird. Quasi von einem erwiesenen ‚asshole‘, gerichtet zu werden, zeigt, dass die Todesstrafe auch in den USA endlich abgeschafft werden sollte – ja muss! Nicht nur in den USA, sondern weltweit!

Die Todesstrafe ist nicht mehr zeitgemäß (das war sie noch nie !!). Kein weltlicher Richter oder Entscheider hat das Recht, das Ende des physischen Lebens eines Menschen anzuordnen. (Ich schließe da auch Tiere mit ein, was allgemeines Kopfschütteln erzeugt, mich aber unbeirrt nicht stört).

Das Barbarentum herscht immer noch in den USA. Dass die Todesstrafe nicht die ‚gewünschte‘ Abschreckung bringt, ist erwiesen. Eine ‚führende‘ Gesellschaft sollte die Todesstrafe sofort abstellen, um ethisch glaubhaft zu sein oder -wie in diesem Fall- zu werden.

English

The still sitting U.S. President shows the appearance that he wants/wants to go down in history as the President who clearly and harshly cracked down on crime. And still does…

In the individual states -especially in Texas- death sentences were and are executed. No executions have been ordered by the ‚federal government‘ (state) for 17 years (FAZ). Under Trump this changed. (Exact numbers in FAZ or other media). Just this year, Donald Trump’s administration started executions again. A week ago, a 40-year-old died by lethal injection, who was 18 years old when he committed his crime. His actions were shameful, but do not justify the most inhumane of punishments.

Trump’s administration executed ten people in 2020 and three since his election defeat. As I read, Trump wants to execute at least three more delinquents until his desired end in the White House. As a ruler over life and death, who never wants to lose, and who will not and, according to his words, will never admit his election defeat. Quasi by a proven ‚asshole‘, to be judged, shows that the death penalty should be abolished also in the USA finally – yes must! Not only in the USA, but worldwide!

The death penalty is out of date (it never was !!). No secular judge or decision maker has the right to order the end of the physical life of a human being. (I include also animals there, which generates general head shaking, but does not disturb me unperturbed).

Barbarism still reigns in the USA. That the death penalty does not bring the ‚desired‘ deterrence is proven. A ‚leading‘ society should immediately abolish the death penalty in order to be or -as in this case- become ethically credible.

Selfmade…


Ja… diese und zig-Andere habe ich selber in den Zeiten zustande gebracht, als Gäste vielzählig noch Gäste waren – bis vor einem Vierteljahr. Das hatte schon Tradition…

Diese Bilder müssen hier einfach mal sein… in diesen Zeiten und zur Entzerrung der Gesichter.

Yes… these and umpteen others I have brought about myself in the times when guests were still numerous guests – until a quarter of a year ago. That was already a tradition…

These pictures simply have to be here… in these times and to equalize the faces.

Das US-Tafelsilber … The US table silver …


(English below)

Deutsch

Der Präsident gibt nicht auf.

Ist es die republikanische Angst vor den noch möglichen Konsequenzen während der Noch-Amtszeit des Narzisstentrolls aus ihren Reihen?  Der verhökert gerade noch den Rest der ältesten Demokratie dieses Planeten – das durch den Präsidenten beschmutzte US – Tafelsilber der Demokratie.

Mit welchen Methoden da wohl vorgegangen wird? Gelangt das nach der Aufhebung der Immunität Trumps an die Öffentlichkeit? Es liegt dann wohl an Biden. Sollte er Trump und damit dessen kriminelle Machenschaften begnadigen, dann schwindet so mancher Glaube an -wie auch immer- Gerechtigkeit. Werden der Judikative durch einen solchen Akt die Hände gebunden, dann transportiert Biden das Tafelsilber auch noch persönlich in die Schmelze.

Geht alles seinen (normalen) Gang, dann wird sicherlich sofort von Rache gefaselt. Was für ein Unsinn.

Das Niveau der USA wurde von ihrem commander-in-chief nicht nur beschädigt und heruntergezogen, sondern der Lächerlichkeit preisgegeben. Über 70 Millionen Trumpwähler/innen haben sich hinter die Fichte führen lassen von einem, der sie nur als ihm dienliches Wahlvolk benutzt und dann fallen lässt, wenn irgendetwas nicht nach seiner ‚Mütze‘ läuft… oder einfach nur, weil Montag oder Donnerstag ist. Die Tatenlosigkeit in der Pandemie spricht eine deutliche Sprache. Das ist buchstäbliches ‚Uber-Leichen-Gehen‘. Unterlassene Hilfeleistung ist eine harmlose Bezeichnung dafür.

Es ist die Zersetzung des Anstandes. So Manches wird da noch an den Tag gebracht und diesen Blender dahin bringen, wo er immer stilgerecht angezogen ist.

English

The president does not give up.

Is it the Republican fear of the consequences that might still be possible while the narcissist troll from their ranks is still in office? He is just about to flog the rest of the oldest democracy on the planet – the presidential-stained US silverware of democracy.

What methods are used to do this? Will this be made public after Trump’s immunity is lifted? Then it is up to Biden. If he should pardon Trump and with it his criminal machinations, then many a belief in – however-deception of decency disappears. If the hands of the judiciary are tied by such an act, Biden will personally transport the silverware into the smelter.

If everything goes its (normal) course, then revenge will surely be fanned immediately – what nonsense.

The level of the USA was not only damaged and pulled down by its commander-in-chief, but exposed to ridicule. More than 70 million trump voters have been led behind the spruce by someone who uses them only as his constituents and then drops them when something doesn’t go his way… or simply because it’s Monday or Thursday. The inaction in the pandemic speaks a clear language. This is literally ‚walking over dead bodies‘. Failure to provide assistance is a harmless term for this.

It is the decomposition of decency. There are many things that are brought to light and bring this dazzler to where he is always dressed in style.