Der ‚Synodale Weg’… The ‚Synodal Way’…


Deutsch

Während der Regionalkonferenz des ‚Synodalen Weges‘ der katholischen Kirche in Frankfurt sagte ein Kardinal zur angemessenen Reaktion der katholischen Kirche auf die Corona-Pandemie: „Wer, wenn nicht wir, könnte Antworten geben.“ Ist das ein Bekenntnis zu Versäumnissen und einer entsprechend zukünftigen Korrektur – oder ist das eine kirchenübliche Metapher? Oder ist das wieder die suggerierte Gottesnähe? Das zieht immer noch. Oder Beides oder Mehreres?

Die Äußerung des Kardinals kommentiere ich (als theologischer Laie und selbstdenkender Mensch) entgegen jeden Respekts vor dem Titel und dem Rang des Würdenträgers wie folgt kurz und bündig: Das ist blanker Unsinn! Warum? Die entsprechende Erklärung ist in einem Beitrag zuvor zu lesen und soll hier nicht als Platzfüller wiederholt werden. Nur kurz ergänzend: Kirchliche ‚Dienstgrade‘ wurden nicht vom Kirchengott verliehen, sondern von kirchlichen Entscheidungsgremien. Nicht von Gottes Gnaden oder Wollen, sondern weltlich von Menschen. Keine suggerierte Zwangsvertrautheit der Menschen zur Kirche und keine der Kirchen zu ihrem treu postulierten Gott. Theologen beschäftigen sich mit den Auslegungen der Bibel von Menschen und lassen dabei offen, dass sowohl die Schriften als auch die Auslegungen spekulativ sind – und nichts anderes. Sie halten das Verb ‚glauben‘ als Substantiv derart gefangen, dass es automatisch mit Gott und Kirche verbunden wird. Verinnerlicht mit Strenge der Liturgie, Demut und einem permanent schlechten Gewissen der Gläubigen gegenüber den Geboten. Demnach ist das kirchliche Gebaren immer noch dahingehend prinzipielles Blendwerk und verschleierte Arroganz im Sinne einer vorgegaukelten Kompetenz, die weder bewiesen noch mir Ehrfurcht erzeugend erscheint und ist. (Das war in jungen Jahren genau anders herum…)

Da diese Denkweise numerisch progressiv ist, bringen das grundsätzliche Verharren und das zeitlich nicht angepasste Auftreten der Kirchen auch mit dem ‚Synodalen Weg‘ nicht mehr Leute in die Kirchen. Wie war noch der Spontispruch aus den Ende-Sechzigern? = ‚Unter den Talaren… der Muff von tausend Jahren‘. Würden sie den Zölibat aufheben, Frauen gleichberechtigen und ins Priesteramt lassen und weiteren Forderungen entsprechen, dann hätten sie möglicherweise eine bessere Chance für ihre zukünftige Existenz. Würden sie Sprüche, wie den oben genannten, unterlassen und sich für alternative Interpretationen der biblischen Darstellungen öffnen, dann hätten sie wieder eine Chance, ihre schwindende Akzeptanz zurück zu gewinnen oder zumindest zu verbessern.

Vor ca. 500 Jahren gab es Tetzels Ablass. Dann kam Luther. Genau so ein Mutiger fehlt schon lange, um eine ‚Tempelreinigung x.0‘ durchzuführen. Das in der Istzeit auftretende Personal jeglicher Hierarchie in den Kirchen wirkt geduckt unfähig und ungeeignet für angepasste Reformen im großen Stile. Das Branding traditionellen Verhaltens ist bei ihnen nicht mehr änderbar. Es bedarf wesentlich jüngerer Freidenker, die mutig genug sind, Ventilatoren unter die Talare zu halten – bei höchster Drehzahl.

English

The ‚Synodal Way’…

During the regional conference of the ‚Synodal Way‘ of the Catholic Church in Frankfurt, a cardinal on the appropriate response of the Catholic Church to the Corona pandemic said: „Who, if not us, could give answers? Is this a confession of omissions and a corresponding future correction – or is it a metaphor common to the Church? Or is this again the suggested proximity to God? That still draws. Or both or more?

I (as a theological layman and self-thinking person), contrary to any respect for the title and rank of the dignitary, comment briefly and succinctly on the Cardinal’s statement as follows This is sheer nonsense! Why is this nonsense? The corresponding explanation is to be read in an article before and shall not be repeated here as a filler. Only briefly in addition: Church ‚ranks‘ were not awarded by the church god, but by church decision-making bodies. Not by the grace or will of God, but by people in the world. There is no suggestion of a forced familiarity of people with the church and none of the churches with their faithfully postulated God. Theologians deal with people’s interpretations of the Bible, leaving open the fact that both the scriptures and the interpretations are speculative – and nothing else. They hold the verb ‚believe‘ substantively captive in such a way that it is automatically connected with God and church. Internalized with rigor of the liturgy, humility and a permanently bad conscience of the believers towards the commandments. According to this, church behavior is still in this respect a principled dazzling and veiled arrogance in the sense of a pretended competence, which neither seems nor is proven to me to be awe-inspiring. (That was the exact opposite in young years…)

Since this way of thinking is numerically progressive, the fundamental persistence and the temporally unadapted appearance of the churches, even with the ‚Synodal Way‘, does not bring more people into the churches. What was the spontaneous saying from the late sixties? = ‚Under the robes… the muff of a thousand years‘. If they would abolish celibacy, let women have equal rights and the priesthood, and meet further demands, then they might have a better chance for their future existence. If they would refrain from saying sayings like the ones mentioned above and open themselves to alternative interpretations of the biblical representations, they would again have a chance to regain or at least improve their dwindling acceptance.

About 500 years ago there was Tetzel’s indulgence. Then came Luther. Just such a courageous person has been missing for a long time to perform a ‚temple cleansing x.0‘. The staff of any hierarchy in the churches appearing in the actual time seems ducked, incapable and unsuitable for adapted reforms on a grand scale. The branding of traditional behavior is no longer changeable for them. Much younger free thinkers are needed who are brave enough to hold fans under their gowns – at the highest speed.

Die reichen Kreuzdiener… The wealthy crusaders…


Deutsch

… und der Nazarener. Passt das noch zusammen? Oder hat das je zusammengepasst? Was würde der Nazarener zum milliardenschweren ‚Stuhl‘ der selbsternannten Gottesdiener sagen?  Die, die auch so prächtig daherkommen in ihren bunten Gewändern, den dicken Kreuzen vor der Brust, den Hirtenstäben in der Hand und den güldenen Hauben auf ihren Köpfen? Mit gefalteten Händen und geneigten Häuptern? Hierarchisch verwoben in einem System der Undurchsichtigkeit einer Parallelwelt mit von ihresgleichen konstruierter Gesetzgebung, die bis auf das Äußerste verteidigt und verschleiert wird. Man ist autark und lässt seine Beiträge -als Steuer deklariert – vom Staat einziehen. Die suggerierte Gottesnähe nicht zu vergessen. Alles im Sinne des Herrn? Oder wäre da nicht eine Tempelreinigung 2.0 fällig? Oder besser X.O? Der kirchlich definierte Gott als Inbegriff der Empathie, der Vergebung, der Güte und all das; der die Gläubigen bewacht und beschützt – allerdings schlussendlich auch sterben lässt. Seine Geschöpfe (denn er wird wohl immer noch als Gottvater, also Person, definiert) , die ihn, den Kreator als nicht vollkommen ausweisen und demnach nicht mit Perfektion glänzen können, werden ihn -nach den Worten Jesus‘- niemals sehen. Warum nicht? Bringt er damit zum Ausdruck, dass es ihn als Person gar nicht gibt, sondern als eine Art ‚Alles in Allem‘? (Das ist ausführlich in meinem Buch ‚Futur X – Die freie Auswahl‘ zu lesen). Das ist keine Blasphemie, sondern eine bibelbezogene Interpretation im 21. Jahrhundert.

Vor circa zweitausend Jahren gab es keine Relativitätstheorie, keine Evolutionstheorie, keine globale Kommunikation, keine Flugzeuge, keine Raumfahrt, keine instrumenten-und sondengesteuerte Astronomie und keine Suche nach Planeten in irgendeiner habitablen Zone irgendeiner Galaxie – keine Vorstellung von der Raum-Zeit-Krümmung/Biegung und von schwarzen Löchern. Geschweige denn von sogenannten Multiversen unendlichen Charakters oder von der Möglichkeit einer Über-Lichtgeschwindigkeit.

In der Zeit der Eselskarren und der vorherrschend despotischen ‚Reiche‘ spricht ein Mann Dinge in angepasster Bildersprache aus, die gepaart mit seinen Taten nicht verstanden wurden. Wer war der Mann aus Nazareth, der solche Dinge sagte und tat, die selbst heute nicht verstanden werden und den schließlich ‚eine Wolke mitnahm‘ (oder abholte?). Der Mann, der den Tempel reinigte. Der im Materialismus den Egoismus und des sich daraus erwachsenden Unrechts sah. Sollte er Klartext sprechen und wenn ja, wovon? Wenn doch seine Bildersprache in Form von Gleichnissen und seine offensichtlich übermenschlichen Fähigkeiten ihn schon der Folter aussetzten und den unverstehbar qualvollen Tod bedeuteten.

Ein Blutopfer des allmächtigen Kirchengottes in all seiner Barmherzigkeit und Güte? Leid und Tod als Kondition zur Rettung der Gläubigen? Das entspricht allerdings nicht den Vorgaben an die Geschöpfe – dargestellt in den ‚Zehn Geboten‘, für die der Schöpfer dann kein Vorbild wäre. Menschen nennen das: ‚Wasser predigen und Wein trinken‘. Da stimmt was nicht. Für mich ist das nur erklärbar, wenn ich mir kirchliche Schriftstellerei der euphemistischen, konstruiert verherrlichenden Art vorstelle. (Vorne wird eine Maus ins Dorf getrieben und hinten kommt ein Elefant heraus). Auch das ist jetzt keine Blasphemie, sondern mitten aus dem Leben in diesem Jahrhundert.

Ein extern verorteter, personifizierter Gott ist nicht nur überdenkenswert, sondern sollte einer verstehbareren Version weichen: Einer Seelenparität alles Lebenden vereint in einer Art ‚Alles in Allem‘ – und zwar nichtstofflich. In meinem genannten Buch nenne ich das die ‚Hauptdirektive aller Ebenen‘. Wir haben als Menschen das Recht und die Aufgabe, das mit den heutigen und morgigen Mitteln zu erforschen und so weit wie möglich zu begreifen. Zumindest die Sichtweisen der vergangenen Jahrhunderte und Jahrtausende tabulos zu aktualisieren. Liturgien und Beweihräucherungen bringen da nicht weiter. Das kann weiterhin machen, wer will und dabei kassieren, wie er/sie will. Und genau das gipfelt dann in einem Zustand, dass dann eine Erzdiözese über sieben Milliarden Euro Vermögen ‚transparent‘ anzeigt und das als echten Fortschritt verkauft. Sie handeln wie Konzerne. Hätte ich einige Wünsche frei, dann wäre einer davon, dass der Mann aus Nazareth mit seinen Mitteln einem solchen Treiben ein Ende setzt – und zwar unmissverständlich.

Meine Zitate (nicht singulär von Kant) heute sind:

„Der Gott der Christen ist ein Vater, der ein riesiges Aufhebens um seine Äpfel macht, aber keine großen Versuche unternimmt, seinem Sohn zu helfen.“    Denis Diderot

„Auch zitiert als: Ich kann auch wirklich nicht einsehen, wie jemand wünschen kann, dass das Christentum wahr wäre, denn wäre es das, so würde die klare Sprache des Textes erweisen, dass Menschen die nicht glauben, auf ewig bestraft würden, und das würde meinen Vater, meinen Bruder und beinahe alle meine besten Freunde einschließen. – Dies ist eine verdammungswürdige Doktrin.“ Charles Darwin

English

… and the Nazarene. Does that still fit together? Or did it ever fit together? What would the Nazarene say to the billion-dollar ‚chair‘ of the self-appointed servants of God? Those who also come along so magnificently in their colorful robes, the thick crosses in front of their chests, the shepherd’s crooks in their hands and the golden hoods on their heads? With folded hands and inclined heads? Hierarchically interwoven in a system of opacity of a parallel world with legislation constructed by their peers, defended and veiled to the utmost. One is self-sufficient and has one’s contributions – declared as taxes – collected by the state. Not to forget the suggested proximity to God. Everything in the sense of the Lord? Or wouldn’t a temple cleansing 2.0 be due there? Or better X.O? The church defined God as the epitome of empathy, forgiveness, goodness and all that; who guards and protects the believers – but ultimately also lets them die. His creatures (for he is probably still defined as God the Father, i.e. as a person), who prove him, the creator, to be not perfect and therefore cannot shine with perfection, will – according to the words of Jesus – never see him. Why not? Does he thereby express that he does not exist as a person at all, but as a kind of ‚all in all‘? (This can be read in detail in my book ‚Future X – The Free Choice‘). This is not blasphemy, but a biblical interpretation in the 21st century.

About two thousand years ago there was no theory of relativity, no theory of evolution, no global communication, no airplanes, no space travel, no instrument and probe controlled astronomy, and no search for planets in any habitable zone of any galaxy – no concept of space-time curvature/bending and black holes. Not to mention the so-called multiverse of infinite character or the possibility of a super light speed.

In the age of donkey carts and the predominantly despotic ‚empires‘, a man pronounces things in adapted imagery that, coupled with his deeds, were not understood. Who was the man from Nazareth who said and did such things, which even today are not understood, and who finally ‚took a cloud with him‘ (or picked it up?). The man who cleaned the temple. The man who saw in materialism the selfishness and the injustice arising from it. Should he speak plainly, and if so, of what? If only his pictorial language in the form of parables and his obviously superhuman abilities already exposed him to torture and meant the incomprehensibly agonizing death.

A blood sacrifice of the Almighty Church God in all his mercy and goodness? Suffering and death as a condition for the salvation of believers? This, however, does not correspond to the requirements for the creatures – represented in the ‚Ten Commandments‘, for which the Creator would then not be a model. People call this ‚preaching water and drinking wine‘. Something is not right here. For me, this can only be explained if I imagine ecclesiastical writing of the euphemistic, constructively glorifying kind. (In front a mouse is driven into the village and an elephant comes out the back). This too is not blasphemy now, but in the middle of life in this century.

An externally located, personified God is not only worth thinking about, but should give way to a more understandable version: A soul parity of all living united in a kind of ‚all in all‘ – and that nonmaterially. In my book I call this the ‚main directive of all levels‘. We as human beings have the right and the task to explore this with the means of today and tomorrow and to understand it as far as possible. At least to update the views of the past centuries and millennia without taboos. Liturgies and adulation do not help us in this. Anyone who wants to can continue to do this and collect as he/she pleases. And that is exactly what culminates in a state where an archdiocese displays over seven billion euros in assets ‚transparently‘ and sells it as real progress. They act like corporations. If I had a few wishes free, one of them would be that the man from Nazareth would put an end to such a goings-on with his means – and he would do so unmistakably.

My quotations (not singular from Kant) today are:

„The God of the Christians is a father who makes a huge fuss about his apples, but does not make any great attempts to help his son. Denis Diderot

„Also quoted as: I really cannot see how anyone can wish that Christianity were true, for if it were, the clear language of the text would show that people who do not believe would be punished forever, and that would include my father, my brother, and almost all my best friends. – This is a damnable doctrine.“ Charles Darwin

Noch Arroganz oder schon Isolation? – Still arrogance or already isolation? –


Deutsch

Wir schreiben das Jahr 2020. Die Gattung Homo sapiens besteht primär aus weiblichen und männlichen Exemplaren – die sich darin genetisch minimal unterscheiden. Die männlichen Exemplare definieren sich als dominant und fühlen sich darin religiös bestätigt. Die Bibel spricht von ‚Mensch und Gehilfin‘. Frauen sind demnach ‚Menschen 2.Klasse‘ – von ganz oben abgesegnet. Widerspruch war und ist zumindest nicht erwünscht. Ein klarer Euphemismus.

Nun sollte davon ausgegangen werden, dass sich das religöse Gebaren im Zuge der Emanzipation zumindest lockert, oder gar anpasst. Mehr oder weniger weit gefehlt. Mehr… weil nun der aktelle Papst eine klare Linie gezogen hat = Frauen in der katholischen Kirche sind und bleiben für das Priesteramt oder andere Würdenämter außen vor. Den Zölibat aufzuweichen (verheiratete Priester) oder abzuschaffen, ist nicht im Ansatz angedacht. Der Papst zeigt ‚klare Kante‘. Ob er das wirklich glaubt oder opportun angeht, lässt sich außenstehend nicht einschätzen.

Solche Regeln und Praktiken sind nicht Gottes- sondern Menschenwerk. Eine andere Sichtweise ist mir nicht vermittelbar. Die Frage bleibt, wie lange selbstgefällige Blender in bunten Ganzjahreskostümen noch ihre suggerierte Göttesnähe den Gläubigen regelrecht verkaufen können? Das sie, die Kirchenmänner, tief an ihrem Glauben an das Nichtwissen festhalten, bestimmt die Sichtweise derer, die ihre Dogmen so hinnehmen, wie sie ihnen dargeboten werden. 

Der Zölibat als Zugangsbeschränkung zum Priesteramt ist z.B. nicht mit dem Artikel 1 unseres Grundgesetzes vereinbar: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Oder dem Leitfaden schon der französischen Revolution im 18. Jahrhundert: „Freiheit – Gleichheit – Brüderlichkeit“. Bei der Brüderlichkeit mache ich Abstriche. Ein Zwangssingle kann nicht davon sprechen, eine freie Entscheidung getroffen zu haben. Gleichheit im Vergleich zu einem Ehemann oder mit einem anderen Menschen Zusammenlebenden ist es dann auch nicht. Basis ist der ‚Glauben‘. Gemeint ist der Glauben an Gott – eine sicherlich noch personifiziert gedachte Allmachtsperson. Glauben heißt aber auch ’nicht wissen‘- nicht mit den 5 Sinnen Erfahrbares. Da lässt sich nicht einfach behaupten, dass der Gott der Kirche das alles so angeordnet hat. Der Glaube schließt die Frage nach einem Beweis aus, weil da noch etwas Massiveres folgt: Das Spiel mit der Angst, d.h., wer nicht mitspielt, der kommt in eben diese Hölle oder zumindest ins Fegefeuer. Das kann man dann auch ’seelische Grausamkeit‘ oder ‚Psychoterror‘ nennen.

Von einem Menschen ein zölibatäres Leben ohne schlüssige Beweisführung zu verlangen, ist schlichtweg unmenschlich. Das gilt auch für Nonnen und Mönche. ‚Die haben das ja frei gewählt‘, könnte argumentiert werden. Ihre freie Wahl basiert auf vorher vermittelte Spekulationen und Beeinflussungen des Seelenlebens im Sinne eines ‚gottgefälligen Lebens‘. Ist es das denn? Oder sähe ein Schöpfer seine Geschöpfe nicht lieber frei und selbstbestimmt und schon gar nicht sterblich. Dann wäre die Konstruktion ja fehlerhaft und gar nicht vollkommen. 

Öffnen sich die katholische Kirche und andere Religionen nicht und verharren an überlieferten Traditionen, dann werden sie zunehmend ihren Einfluss auf Menschen verlieren und zur Seite gedrängt werden. Ob das, was dann folgt, besser und überzeugender ist, bleibt abzuwarten – was sonst…

Über diesen Themenkreis lässt sich ‚unendlich‘ mehr schreiben – das habe ich in meinem Buch „Futur X – die freie Auswahl“ getan, jedenfalls in der Länge eines etwas dickeren Buches, in dem eine ‚Immaterielle Existenz‘ (Rousseau) angenommen und für eine Tatsache gehalten wird. 

Rousseau:  „Der Mensch ist in seinen Handlungen frei und als solch freies Wesen von einer immateriellen Substanz beseelt.“

 

English

It is the year 2020 and the genus Homo sapiens consists primarily of female and male specimens – which are genetically minimally different. The male specimens define themselves as dominant and feel religiously confirmed in this. The Bible speaks of ‚man and helper‘. Women are therefore ‚human beings 2nd class‘ – blessed from the very top. Contradiction was and is at least not desired. A clear euphemism.

Now it should be assumed that religious behavior will at least loosen up or even adapt in the course of emancipation. More or less far from it. More … because now the Actual Pope has drawn a clear line = women in the Catholic Church are and remain excluded for the priesthood or other dignitary offices. Softening up (married priests) or abolishing celibacy is not the first step. The pope shows ‚clear edge‘. Whether he really believes this or approaches it opportunely cannot be assessed from the outside.

Such rules and practices are not the work of God but of man. I cannot get another point of view. The question remains, how long can complacent dazzlers in colorful year-round costumes continue to sell their suggested godliness to the faithful? The fact that they, the churchmen, deeply hold on to their belief in not knowing determines the view of those who accept their dogmas as they are presented to them. 

Celibacy as a restriction on access to the priesthood, for example, is not compatible with Article 1 of our Basic Law: „The dignity of man is inviolable“. Or the guideline already of the French Revolution in the 18th century: „Freedom – Equality – Fraternity“. I have to cut back on fraternity. A forced single cannot speak of having made a free decision. It is not equality in comparison to a husband or a person living together with another person. The basis is ‚faith‘. This means the belief in God – an omnipotent person who is certainly still thought of as personified. But faith also means ’not to know‘ – not to experience with the 5 senses. It cannot simply be claimed that the God of the church has ordered all this. Faith excludes the question of a proof, because something more massive follows: The game of fear, i.e. whoever doesn’t play along will go to this very hell, or at least to purgatory. This can also be called ‚mental cruelty‘ or ‚psycho terror‘.

To demand a celibate life from a person without conclusive proof is simply inhuman. This also applies to nuns and monks. ‚They have chosen it freely‘, could be argued. Their free choice is based on previously mediated speculations and influences on the life of the soul in the sense of a ‚life pleasing to God‘. Is that it? Or would a Creator not rather see his creatures free and self-determined and certainly not mortal? Then the construction would be flawed and not at all perfect. 

If the Catholic Church and other religions do not open up and persist in their traditions, then they will increasingly lose their influence on people and be pushed aside. Whether what follows is better and more convincing remains to be seen – what else?

More can be written about this topic ‚infinitely‘ – I have done so in my book „Future X – Free Choice“, at least in the length of a somewhat thicker book, in which an ‚Intangible Existence‘ (Rousseau) is assumed and taken for a fact. 

Rousseau: „Man is free in his actions and as such free being animated by an immaterial substance.“

 

Fleisch oder Pflanze – was sagt die Bibel? – Meat or plant – what does the Bible say? (d/e)


Deutsch

Wenn ich über  Vegetarismus, Veganismus und dem Fleischkonsum spreche, dann sollte und soll es auch notwendig sein, sich mit der Moral, der Ethik und den entsprechenden Vorgaben -oder besser Postulaten- zu beschäftigen.

Sich an der Bibel zu orientieren, ist die Richtschnur für Christen schlechthin. Hier soll es jetzt um die Ernährungsanweisung darin gehen, sofern es konkretisierbar ist. Aufmerksam gelesen, ist es kein Singular, sondern mit zwei unterschiedlichen Anweisungen ein Plural. Beide sind komplett konträr. Das kann doch nicht sein, wird der die Genesis lesende Mensch sagen… wird aber fündig. Die Rede ist von der Genesis 1 und der Genesis 9. Beide Aussagen werde ich hier untersuchen, denn das ist nicht das Privileg von Theologen, sondern das eines Jeden. Dazu werde ich passende Texte aus meinem aktuellen Buch „Futur X – Die freie Auswahl“ verwenden.

Hier nun die Ernährungsanweisung(en) Gottes an bezeichneter Stelle:

„…Genesis 9, 2-3: >Alles, was sich regt und lebt, das sei euere Speise; wie das grüne Kraut habe ich’s euch alles gegeben. Allein esset das Fleisch nicht mit seinem Blut, in dem sein Leben ist.<

Im selben Buch steht das in krassem Widerspruch zur …

Genesis 1, 29-30: > Und Gott sprach (Anm. ..zu den gerade erschaffenen Menschen): Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise. Aber allen Tieren auf Erden und allen Vögeln unter dem Himmel und allem Gewürm, das auf Erden lebt, habe ich alles grüne Kraut zur Nahrung gegeben.<
Na, woran soll sich der Christenmensch (und dem Missionsgedanken folgend alle Menschen)  nun halten?
Welchem Imperativ soll er denn nun folgen?
Die Genesis 1 war wohl zu kompliziert, also war der Favorit die Genesis 9! Und das kompromisslos und ohne Erbarmen.
Deutlich gegensätzlicher können zwei Vorgaben kaum oder nicht sein! Und solch unterschiedliche Vorgaben kommen dann vom allwissenden, christlichen Gott, der hier eindeutig personifiziert dargestellt wird. Das ist Schriftstellerei in von mir nicht zu wertender Art und Weise.
Interessant ist auch die Rechtfertigung des Schächtens eines Tieres in der Genesis 9 der christlichen Bibel! Im Islam ist das gängige Praxis an und mit Schafen, und im Christentum wird so gut wie alles ignoriert (Blut).

Da wundert es nicht, dass Tiere als seelenlos, ohne Würde, ohne Recht auf Leben und als Speise für Menschen betrachtet und benutzt werden.
Das ist keine Blasphemie, sondern einfach nur im Buch der Bücher von jedermann/frau nachzulesen.
Warum wird hier die Genesis 1 als vielleicht zu kompliziert bezeichnet? Ist sie das denn?
Nun, da ist die Anweisung für die Menschen, dass die Samen (Anm. Früchte) der Pflanzen und der Bäume als Nahrung vorgesehen sind und streng genommen nicht einmal die Pflanzen selber. Das wäre dann in der Konsequenz der in der heutigen Zeit so bezeichnete ‚Fruitarier‘, also jemand, der nur Früchte und Samen isst. Das wäre dann die Konsequenz daraus schlechthin. –
Eine der Wurzeln allen Übels auf diesem Planeten ist gar nicht mal das Geld, sondern das Töten der Mitgeschöpfe, das die Menschen seelisch verrohen lässt, gleichgültig macht und auch der eigenen Art gegenüber enthemmt, da das Produkt ´Fleisch` noch zu Lebzeiten direkten Kontakt zur Seele (Nichtstofflichkeit) eines getöteten Tieres hatte und damit ´schöpferischen` Ursprungs ist. Der Konsument beißt damit folglich direkt in den ehemals auch nichtstofflichen Teil  (Seele).
Eine derart hausgemachte Ignoranz gegenüber einer sicherlich unbegreiflichen Intelligenz (Gott) ist also Blasphemie in reinster Form.

Solche Gedanken und Vorstellungen sind mir bislang in keiner Kirche vermittelt worden. Trotz der Ernährungsanweisung in der Genesis 1, 29-30! Eine erschreckende Ignoranz. Warum das so ist, lässt die Spekulation zu, dass das in der inhaltlichen, also schriftstellerischen Gestaltung der christlichen Bibel gesellschaftlich und historisch keine Rolle spielte und Tiere wie selbstverständlich als Nahrungslieferanten dienten.
Gemeint sind ihre Körper. –
Das wird auch deutlich in der biblischen Darstellung der Fischerei. Für mich wirkt das heute noch wie Sinnesprothesen aus entgrenzten Welten. Ein gebrochenes Verhältnis zur Wahrheit, über die der erste deutsche Bundeskanzler sagte, dass es zwei oder gar mehrere gibt und damit Interpretationssache sei und ist.

Liegt es an der Bräsigkeit der Gesellschaft gegenüber einer solch abartigen Normalität? Gibt es ein so hochaufgezäumtes Nichtverstehen?
Der Gleichgültigkeit demgegenüber sieht es danach aus, als setze mensch auf eine vergebende Zukunft in abgedrängter Weite und macht sich zum reaktiven Idioten. Anders in einer Frage ausgedrückt: Warum sollte sich eine schöpferische Intelligenz daran erfreuen, Geschöpfe zu betrachten, die ehrfürchtig, minderbemittelt und unwissend umherlaufen und ständig exakt das tun, was sie ihnen verboten hat?

Die Gegenvorstellung: Hätte diese Intelligenz nicht das Bestreben, Geschaffenes zu sehen, das ihr den Eindruck vermittelt, gute Arbeit geleistet zu haben mit der Option des Updatens?

Die Antwort dürfte nicht schwerfallen.
Menschen haben einen freien Willen und ebensolche Gedanken, weil ihre Nichtstofflichkeit das überhaupt erst ermöglicht und weil die in allen Lebewesen zusammenhängend verwoben und durch die Inkarnation individuell mit einer jeweiligen Physis temporär verbunden ist.
Die individuelle Entscheidungsfreiheit ermöglicht die Verästelung der unterschiedlichsten Verhaltensweisen, die dadurch nicht des Eingriffs der schöpferischen Intelligenz bedarf.

Christen wundern sich darüber, dass ihr Gott Konflikte, Verbrechen, Kriege und deren Grausamkeiten in den abartigsten Facetten zulässt. Ihr Gott hat sie nicht im Stich gelassen; sie haben es nur nicht realisiert, dass sie eigenverantwortlich handeln dürfen und müssen. Sie sind sich ihrer eingebauten Mündigkeit nicht bewusst und schieben Fehlentwicklungen ihres Handelns der Schwäche ihrer Konstruktion und damit dem Konstrukteur zu. Das ist eine Metapher. Würde er, der Mensch, in sich selber suchen, dann könnte seine erbsenzählige Zerfranstheit ein Ende haben und eine erweiterte Bewusstseinsstufe aktiviert werden .

Opposition, Kritik, Satire, Pressefreiheit, die allgemeine Freiheit des Geistes in der Ausrichtung auf alle, sind die Privilegien der Jetztzeit.

Es ist die Intoleranz gegenüber den parallel zur menschlichen Spezies existierenden Lebewesen, die als Sache oder Gegenstand abgetan werden, zu mehr als unwürdigen Bedingungen ‚gehalten‘, entseelt und deren Körper zu Nahrungsmitteln verarbeitet werden.
Wann wird dieser von Menschen fabrizierte Irrsinn endlich begriffen, eingesehen und abgestellt werden?

Auszug aus: Joachim Rohlfing. „Futur X. Die freie Auswahl.“ iBooks.

Dann hat die Genesis 1, 29-30 den Stellenwert, der ihr gebührt.

Kant: ‚Sapere aude! (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen).

 

English

When I talk about vegetarianism, veganism and meat consumption, then it should and should be necessary to deal with morality, ethics and the corresponding guidelines – or better postulates.

To orient oneself by the Bible is the guideline for Christians par excellence. Here it should now be a matter of the dietary instructions in it, insofar as it can be concretized. Carefully read, it is not a singular, but with two different instructions it is a plural. Both are completely contradictory. That cannot be, the person who reads Genesis will say… but will find out. We are talking about Genesis 1 and Genesis 9. I will examine both statements here, because that is not the privilege of theologians, but of everyone. I will use appropriate texts from my current book „Future X – The Free Choice“.

Here now the dietary instruction(s) of God in the designated place:

„Genesis 9, 2-3: >Everything that moves and lives, that is your food; like the green herb I have given it all to you. But eat not the flesh with his blood in which his life is.

In the same book, it is in stark contrast to the…

Genesis 1, 29-30: > And God said to the newly created humans: „Behold, I have given you every plant that bears seed in all the earth, and every tree with fruit that bears seed for your food. But to every beast of the earth, and to every fowl of the air, and to every creeping thing that creepeth upon the earth, I have given every green herb for your food.
Now, what should the Christian man (and, following the missionary thought, all people) keep to?
What imperative should he now follow?
Genesis 1 was probably too complicated, so the favourite was Genesis 9! And this without compromise and without mercy.
Two imperatives could hardly or not be more opposite! And such different guidelines then come from the omniscient, Christian God, who is clearly personified here. This is writing in a way that I cannot evaluate.
The justification of the slaughter of an animal in Genesis 9 of the Christian Bible is also interesting! In Islam this is common practice on and with sheep, and in Christianity almost everything is ignored (blood).

No wonder that animals are considered and used as soulless, without dignity, without the right to life and as food for humans.
This is not blasphemy, but simply to be read in the book of books by everyone.
Why is Genesis 1 described here as perhaps too complicated? Is it?
Well, there is the instruction for people that the seeds (note: fruits) of plants and trees are intended as food and strictly speaking not even the plants themselves. This would then be the consequence of what is today known as the ‚fruitarian‘, that is to say someone who eats only fruits and seeds. That would then be the consequence of it par excellence. –
One of the roots of all evil on this planet is not even money, but the killing of fellow creatures, which rots the soul of human beings, makes them indifferent and also disinhibits them from their own kind, because the product ‚flesh‘ had direct contact with the soul (immateriality) of a killed animal during its lifetime and is therefore of ‚creative‘ origin. The consumer therefore bites directly into the formerly also non-material part (soul).
Such a homemade ignorance towards a certainly incomprehensible intelligence (God) is therefore blasphemy in its purest form.

Such thoughts and ideas have never been communicated to me in any church up to now. Despite the dietary instruction in Genesis 1, 29-30! A frightening ignorance. Why this is the case, the speculation admits that this did not play any role socially or historically in the content, that is, in the literary design of the Christian Bible, and that animals served as a matter of course as food suppliers.
What is meant are their bodies. –
This is also evident in the biblical account of fishing. For me, it still seems to me today like sensory prostheses from worlds without boundaries. A broken relationship with the truth, about which the first German Chancellor said that there are two or even more and that it is and will be a matter of interpretation.

Is it because of the way society has been stubborn towards such a perverse normality? Is there such a highly bridled incomprehension?
In contrast to the indifference towards it, it looks as if people are betting on a forgiving future in a closed-off space and are making themselves into reactive idiots. In other words, why should a creative intelligence take pleasure in looking at creatures who walk around in reverence, inferior and ignorant, constantly doing exactly what it has forbidden them to do?

The counter-imagination: Wouldn’t this intelligence have the ambition to see created things that give it the impression of having done a good job with the option of updating?

The answer should not be difficult.
Humans have free will and thoughts of the same kind, because their non-materiality makes this possible in the first place and because the ideas that are interwoven in all living beings and are individually and temporarily connected to a respective physical being through incarnation.
The individual freedom of decision enables the ramification of the most different kinds of behaviour, which therefore does not require the intervention of the creative intelligence.

Christians are surprised that their God allows conflicts, crimes, wars and their cruelties in the most perverse facets. Their God has not abandoned them; they have just not realized that they can and must act on their own responsibility. They are not aware of their built-in maturity and blame wrong developments in their actions on the weakness of their construction and thus on the constructor. This is a metaphor. If he, the human being, would search within himself, then his pea-sized fraying could come to an end and an extended level of consciousness could be activated.

Opposition, criticism, satire, freedom of the press, the general freedom of the mind in its orientation towards all, are the privileges of the present time.

It is intolerance towards living beings existing parallel to the human species, which are dismissed as things or objects, ‚held‘ under more than unworthy conditions, lifeless and whose bodies are processed into food.
When will this man-made madness finally be understood, acknowledged and stopped?

Excerpt from: Joachim Rohlfing. „Future X. Free choice.“ iBooks.

Then Genesis 1, 29-30 has the status it deserves.

Kant: ‚Sapere aude! (Have courage to use your own intellect).

 

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Heuchelei oder Hoffnung?


Die deutschen Bischöfe der katholischen Kirche versuchen, einen eigenen Reformweg zu gehen und sich dabei nicht vollständig an die Vorgaben des Vatikans zu halten. Das sieht aus wie ein Machtkampf, wie man ihn z.B. aus der Politik kennt. Die Themen sollen weniger fundamental betrachtet und dann praktiziert werden. Reformwille wird gezeigt. Ob da wirklich die ‚alten Zöpfe‘ in Betracht kommen werden, ist fraglich. Autonomes Kirchenrecht, Zölibat, Frauen in Kirchenämtern, die die Männerdominanz aufbrechen, Verhütung, Abtreibung als Frauenentscheid, Liturgie usw.,usw.. Die fundamental radikale Praxis der Vatikanvorgaben sind nicht mehr zeitgemäß und waren es aus humanistischer Sicht noch nie.

Ob die erkennbare Absicht, sich Reformen zu stellen, ernsthaft oder Augenwischerei ist, bleibt abzuwarten. Der Vatikan wird wohl unnachgiebig sein und seine Macht ausspielen.

Wie in meinem Buch „Futur X – Die freie Auswahl“ werde ich auch hier eine Karikatur aus dem Satiremagazin „Der Wahre Jakob“ (aus dem Jahre 1930) posten, die die Heuchelei des Klerus bis zur Menschenverachtung deutlich sichtbar macht.

Was hat sich geändert oder … was wird sich ändern?

Es wird eher ein Kamel durch ein Nadelöhr gehen…


Zum ‚Zwist‘ in der katholischen Kirche zwischen dem Vatikan und den deutschen Oberhirten gebe ich hier einen Beitrag/ Auszüge aus meinem (noch) aktuellen Buch „Futur X … Die freie Auswahl“:

>>Kapitel 3

… Die Rolle der Religionen (Beispiele)

>>Was daraus wird, zeigt die Geschichte und gibt massiven Anlass zur Vorsicht. Erstaunlich abstoßend und geradezu unverständlich wird das an dem Beispiel der Kirchen, deren ursprüngliche Intention eine Art kompetente Verständnishilfe für das Unerklärliche, Unbeweisbare und Angst auslösende Moment des ,auf sich allein Gestelltseins’ ihre Existenzberechtigung markieren sollte. Sie haben es schamlos dahingehend ausgenutzt, dass sie ihre angedachte Hilfestellung für Alle zu einer Art elitärer Kompetenzhochburg Einiger ausbauten. Sich quasi als Fachleute für Gottesangelegenheiten mit Interpretationskompetenz darstellten, darstellen und sich auch so verkauften und immer noch verkaufen mit fatalen Folgen.

Das wird am Beispiel der ,Irrtümer der Katholischen Kirche‘ deutlich. Sie legt nach wie vor Menschen in Fesseln (Zölibat), hält ihr Oberhaupt für unfehlbar(?)(Papst), mischt sich in politische Realitäten ein und versucht, diese nach ihren Dogmen zu manipulieren. Und immer mit dem erhobenem Zeigefinger des Unbewiesenen. Das Spiel mit der Ungewissheit, mit der Angst. Das Kokettieren mit dem ’Draht zu ihrem Gott‘.

Was für ein Irrtum… allein von der Vorstellung ausgehend, Gott nicht zu personifizieren. Menschen brauchen offensichtlich etwas Greifbares, etwas Begreifbares, sei es auch nur hypothetisch. Logik spielt da, wie es scheint, auf den ersten Blick keine überragende Rolle. Ein Gott in der angedachten Schöpferrolle mit menschlicher Silhouette kann nur ein Phantasieprodukt sein, denn die Unvollkommenheit und die Fixierung auf eine Art ‚Beschränktsein auf die fünf Sinne‘, also auf die Physis, entspricht in keiner Weise der ‚Rolle‘, die der gläubige Mensch seinem Gott zuspricht -> Vollkommenheit.

Im Umkehrschluss lässt die Vorstellung einer immateriellen Intelligenz die nahezu zwingende Möglichkeit einer wie auch immer genannte und geartete ‚Existenz‘ zu. –

Diese Interpretation braucht keine personifizierte Vorstellung, keinen singulären Gott an sich und kann mit den uns Menschen zugänglichen Wahrnehmungsinstrumenten logisch erklärt werden. Also die Entzauberung des weisen Mannes im sogenannten Himmel und vor allen Dingen seines faktisch ‚abtrünnigen Bodenpersonals’. Kein Märchenprinz in einem auch materiell ausgerichteten Vatikanstaat, der sich von Soldaten bewachen und sich in einem kugelsicheren Wagen ‚durch die Gegend‘ fahren lässt[…]“<<

Auszug aus: Joachim Rohlfing. „Futur X. Die freie Auswahl.“ iBooks. 

>>Parallelen in anderen Religionen zeigen einen Stillstand des Denkens in den Köpfen der sie tragenden Menschen. Ich spreche von vormittelalterlichen Riten, die keiner Aktualisierung unterzogen wurden und einfach so weiter praktiziert werden.

Nicht den in Religionskreisen allgemein gültigen Vorgaben und sogar Bedingungen folgend, stellt sich die Frage, warum Menschen sich gottesfürchtig und erniedrigend hinknien und den Kopf gesenkt zu halten haben. Sind sie nicht, jeder für sich, bestehend aus Körper und Geist, Einmaligkeiten – Individuen? Sie knien und verneigen sich vor Gott, wohl oftmals ohne eine eigene Erklärung als Denkprodukt ihres eigenen Verstandes entwickelt zu haben und folgen damit einfach dem gleichgesinnten Mainstream.

Das sieht dann schon nach anerzogener ‚Eingebung‘ aus. Von wem? Na… von denen, die sie als Kompetenzen wahrnehmen und die vorgeben, kompetent im Sinne von Gottesnähe zu sein…<<

Auszug aus: Joachim Rohlfing. „Futur X. Die freie Auswahl.“ iBooks.

>>die gekrümmte Ehrerbietung, von der ich glaube, dass sie reines Menschenwerk und gar nicht ‚gottgefällig‘ ist. Eine gütige ‘Überintelligenz‘, Gott genannt und ohne das auch von seinen Geschöpfen geforderte Aggressionspotenzial, hat in meinen Augen kein Unterdrückungs- und Dominanzbedürfnis und fordert das auch nicht ein. Dann wäre sie, er oder es nicht mehr gütig und würde nicht einmal mehr der Maxime der Französischen Revolution gerecht: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. – Dann hätten menschliche Gedankenkonstruktionen einen höheren Wert als göttliche? Was für ein Unsinn… oder das streift diesen Begriff unübersehbar.<<

Auszug aus: Joachim Rohlfing. „Futur X. Die freie Auswahl.“ iBooks. 

>>…gibt es natürlich ‘die Anderen‘ in zunehmender Anzahl, die exakt eine solche Verhaltensweise nicht teilen… und selbstverständlich auch aus anderen Gründen.

Natürlich hat jeder Mensch das Recht, das so zu sehen und zu praktizieren, wie er es für sich entscheidet. Dabei sollte aber keinesfalls vergessen werden, dass gegenseitige und bedingungslose Toleranz unantastbar zu sein hat, um Leid jeglicher Art zu vermeiden! Dass Menschen unterschiedlich beschaffen sind ist eine[…]<<

Auszug aus: Joachim Rohlfing. „Futur X. Die freie Auswahl.“ iBooks. 

>>Oder steckt da noch mehr dahinter? Zu Beginn dieses Kapitels wurde das ausgeführt. Eindeutig klargestellt sei hier, dass Kirchen nicht ihre Legitimation verweigert werden soll! Vielmehr wird es deutlich, dass es Reformen bedarf. Die sogenannten ‘Alten Zöpfe‘ sind es, die den Menschen vor den Augen hängen. Das fängt eindeutig damit an, dass das bestehende Gottesbild -oder dessen Interpretation- überdacht und überarbeitet werden sollte/muss, um – wieder- an Glaubwürdigkeit zu gewinnen. Die versteckte Arroganz muss da raus. –<<

Auszug aus: Joachim Rohlfing. „Futur X. Die freie Auswahl.“ iBooks. 

Ich jedenfalls fasse es als regelrechte Unverschämtheit auf, wenn Kirchenobere von ‚Laien‘ in Glaubensangelegenheiten sprechen, als hätten sie eine höhere Lebenskompetenz und Mehrwissen oder Gewissheit im Sinne eines tatsächlichen Drahtes zu ihrem Gott, wie sie es definieren. Ihr Aushängeschild ist religiöse Bildung, die auf Menschenwissen beruht und nicht auf einen Sonderstatus des Unbegreifbaren, das nur sie kompetent deuten und lehren können. Das weiterhin den Menschen zu suggerieren, ist wie eine Nebelwand oder ‚Sand in die Augen streuen‘.

Das ist kein atheistisches oder blasphemisches Gedankengut, nein… keinesfalls! Es ist ’nur‘ eine andere Sichtweise oder Definition des Gottesbildes. Die Monotheistische suggeriert einen personifizierten Gott. Die hier -und damit in meinem „Futur X…“- Beschriebene ist eine alles Umfassende = Das ‚Alles in Allem‘! Keine Person … auch nicht dreifaltig. Es ist immateriell und mit unseren fünf Sinnen und mit unserer Phantasie nicht begreifbar und auch nicht definierbar. Damit hat niemand das Recht, sich kompetenter darzustellen, als sonstwer. Allein das Menschsein ist Kompetenz… wahrgenommen oder nicht. Die Schärfung des Begreifens in diese Richtung erzeugt ein zwischenmenschliches Toleranzgefühl, ja ein solches auf das planetarische Leben. Dazu bedarf es keiner ganzjährigen Kostümierung religiöser Würdenträger, die Ehrfurcht und Achtung erzeugen soll.

Das Kirchenrecht als existierende Parallelerscheinung zur (weltlichen) Judikative entbehrt also spätestens in der Jetztzeit seine Berechtigung. Eine Neujustierung des religiösen Gottesbildes wäre ein Wimpernschlag, wenn die bestehenden und darauf ausgerichteten Praktiken nicht in Beton gegossen wären. Das sind sie aber… und es wird eher ein Kamel durch ein Nadelöhr gehen, bevor sich das ändert. Das ist eine der phantastischen Metaphern des Nazareners, der immer noch nicht verstanden wurde.

Interessant bleibt immer die -vielleicht oder vielleicht auch nicht- naive Frage: „Wie würde der Nazarener reagieren, wenn er aktuell zur Kenntnis nehmen würde/müsste, was z.B. aus seiner Bergpredigt geworden ist?

Eine erneute Tempelreinigung?

Kant: ‚Sapere aude!‘  (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!).

Franziskus – ein Dorn im Auge der konservativen Theologen


Dieser Blog ist thematisch vielfältig. Das verdeutlicht wieder einmal der folgende Beitrag:

Wie ich zum Papsttum stehe, habe ich deutlich in meinem Buch ‚Futur X – Die freie Auswahl‘ ausgebreitet. Nun las ich heute in der FAZ, dass konservative Theologen und Kleriker dem Papst Franziskus ‚Ketzerei‘ vorwerfen und ihn zur Umkehr oder zur Amtsaufgabe auffordern. Inquisition 2019 ? –

Den Angaben zufolge haben gut 3400 Menschen (keine Kardinäle) eine Online-Petition unterschrieben. Die Petition ist online zu lesen.

Die Offenheit des Papstes gegenüber Schwulen, Lesben, Geschiedenen, Ungläubigen, stört die Hüter des katholischen ‚Grals‘. Entlarvend angriffslustig sind auch die Vorwürfe, er schütze Sexualstraftäter. Mißbilligt werden auch seine Sichtweisen zu Protestanten, Muslimen und … zu China.

Ist so etwas ernst zu nehmen? Bei all den Problemen der katholischen Kirche kommt so ein Querschuss. Das im Vatikan schon länger etwas brodelt und schon mehr oder weniger  immer gebrodelt hat, ist bekannt, doch … untersucht man Punkt für Punkt die Vorwürfe, dann gibt es für mich abschließend nur noch ein Substantiv: Blödsinn. Die erkennbare Denkrichtung der Petition ist der Versuch der Einschüchterung, ja unverhohlenen Drohung (wenn du nicht, dann…!).

Muslimen wird vorgeworfen, dass sie mit ihrem Islam im 6./7. Jahrhundert stehengeblieben sind, und das Christentum stellt sich als ‚moderner‘ dar. Im Kontext ist das nicht erkennbar. Sollte jetzt dem Franziskus die Stärke Luthers gewünscht werden: Unbeugsamkeit?! Oder macht er es wie der ‚weltliche‘ Galilei und gibt unter Druck nach und revidiert seine Erkenntnis- und Sichtweisen?

Haben die Konservativen in der katholischen Kirche nicht realisiert, in welchem Jahrhundert sie leben und in welcher gesellschaftlichen Situation sich der sogenannte ‚kirchliche Glaube‘ wiedergefunden hat? Es sei denn, sie nehmen billigend in Kauf, dass sie starr und unbelehrbar zocken und letztlich verlieren werden, weil ein aufgeklärter Mensch so einen Blödsinn nicht mitträgt. Das wäre kein Sieg, sondern eine arrogante Niederlage (wie auf dem Ast sitzend am Stammende zu sägen).

Klartext: Es ist unerträglich, in der Jetztzeit wahrzunehmen, dass sicherlich einflussreiche Menschen Sichtweisen und offene Drohungen verbreiten, die sie gerne von Erfolg krönen würden. Da wurde ’nichts‘ begriffen. Das ist fein formulierte Plumpheit – besser gefährliche Demagogie. Denn – glauben heißt nicht wissen. Auch Theologen und Kleriker haben keine Legitimation ihrer Sicht- und Glaubensweisen. Von wem oder was auch? Von einem personifiziert gedachten Gott? Die Sichtweise sollte nun irgendwann zu den Akten gelegt werden, denn da gibt es Vorstellungen und Definitionen, die eine ’nicht seh- und erklärbare Intelligenz oder Substanz‘ regelrecht beweisen oder glaubwürdiger begreifen lassen, als die alten, klerikalen Hologramme. (Siehe ‚Futur X – Die freie Auswahl‘).

Die Konkurrenz für den kirchlichen Glauben wird größer, und es ist keine Ketzerei, sich in der Istzeit zu orientieren. Der eigene Verstand kann da mutig benutzt Schleier und Vorhänge zur Seite ziehen, die sogar dazu führen, dass ich -wie in diesem Fall- dem Papst Franziskus zur Seite springe und ihm gegenüber den sogenannten Konservativen Unbeugsamkeit wünsche! Praktische Toleranz…

Kant: ‚Sapere aude!‘  (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!).

Alleinstellungsmerkmale…


Arbeitsrecht und ‚Kirche‘ allgemein…

Die Kirche… eine Institution des religiösen Glaubens nahezu jedweder Art oder ’nur‘ eine sich offensichtlich marginal unterscheidende Vereinigung von Menschen, die an Nichtsichtbares, Hoffnungen, Perspektiven und letztlich Erlösung durch den jeweiligen Gott (noch personifiziert gedacht) glauben und auch mehr oder weniger dem Gedankengut folgen, obwohl es nicht auf tatsächlichem Wissen basiert. Glauben heißt eben auch Nichtwissen. Mystisch und definitiv nicht mit wissenschaftlichen Mitteln beweisbar und bleibt damit faktisch spekulativ. Das ist keine Blasphemie sondern Realität. Die Religion -welche auch immer- ist damit eine Fiktion und das Produkt menschlicher Phantasie und dessen Hoffnung auf Erlösung und Befreiung der Beschränkungen der menschlichen Existenz, die auch das Herrschen über gedacht ‚untergeordnete‘ Lebensformen beinhaltet und rechtfertigt, weil sich die Spezies Mensch als die Krönung des irdisch Existierenden empfindet und sich entsprechend verhält. –

Weil alles so ’schön‘ unbeweisbar und prinzipiell spekulativ ist, sind Manipulationen des Denkens Türen und Tore geöffnet. Je mehr Anhänger eine Glaubensrichtung hat, je mächtiger und ‚vorbildlicher‘ werden die ‚Anführer‘. Das ist in (fast) allen Bereichen so. Das aktuelle Beispiel:

2019. Februar. Deutschland. Kirche und Arbeitsrecht. Die dritte Gewalt (Judikative) im Staate greift in das Kirchenrecht ein. Gemeint ist die Kirche als Arbeitgeber und damit deren Sonderrolle im Arbeitsrecht. An dieser Stelle sollen keine Statistiken oder sonstige Konkretisierungen folgen, die in den Medien nachgelesen werden können, sondern eine grundsätzliche Betrachtung dessen thematisiert werden.

Die Forderung an einen Arbeitnehmer einer kirchlichen Institution, kirchenkonform zu denken und zu handeln (?), also deren Direktiven folgend, war und ist Bedingung für eine Anstellung, welcher Art kirchlicher Trägerschaft auch immer. Das muss allerdings nicht immer mit der allgemein gültigen Rechtssprechung konform sein. Z.B. wenn ein Chefarzt in einer Klinik mit katholischer Trägerschaft ein zweites Mal heiratet, was nach katholischer Definition und Vorgabe nicht ‚erlaubt‘ ist und eine Entlassung zur Folge hat. Das ist ein Eingriff in die persönliche Entscheidungsfreiheit eines Menschen und seiner ‚Würde‘. Früher nannte ‚man‘ sowas = ‚Kadavergehorsam‘.

Das die Rechtssprechung zugunsten des Chefarztes entschied, ist nicht nur begrüßenswert, sondern einfach nur logisch! Die eigene Rechtsauffassung (gemeint ist hier die katholische Kirche) als Parallele zur allgemein gültigen Rechtssprechung (Judikative) ist eine nicht mehr zeitgemäße Tolerierung der Auffassungen einer ‚Interessengemeinschaft‘ und deren Rolle in der Gesellschaft. Mit dieser Aussage ist der Rahmen für eine Anpassung  -oder Aufhebung-  einer separaten Rechtsgültigkeit und deren Tolerierung noch weiter zu spannen. In der Konsequenz wäre das dann tatsächlich das Ende des Kirchenrechts im Sinne der alleinigen Gültigkeit des allgemeinen Rechtes. Die tieferen Abarten (Zölibat, Verbot der Folgeehe, keine Frauen als Priester, Sexualität, Verhütung, Abtreibung etc.) eingeschlossen. Mit welchem Recht die freie Entfaltung und Entscheidungsfreiheit und damit die Würde eines Menschen (Artikel 1 /Grundgesetz) an traditionsgebundene Vorbedingungen geknüpft werden, sollte in der Istzeit keine Frage mehr sein. Bislang siegte noch die (religiöse) Spekulation über die Realität.

Keine andere Interessengemeinschaft in diesem Lande kann erwarten, dass ihre ‚Beiträge‘ vom Staat eingezogen werden (Kirchensteuer)  oder … die die Duldung nicht den Menschenrechten konformen Vorgaben zur Mitgliedschaft einfach praktizieren. Moment: Jäger|innen dürfen das, weil Tierrecht kein Menschenrecht ist und Tiere juristisch ‚Sachen‘ sind. Leben ist eben nicht gleich… Leben. –

Das Vorherige liest sich sicherlich sehr kirchenfremd. Ist es auch, obwohl das nicht den sogenannten ‚Glauben‘ an sich betrifft. Wie oben gesagt, heißt Glauben Nichtwissen. Niemand darf sich darüber hinwegsetzen und für seine Postulate Gefolgschaft voraussetzen und erwarten oder sogar mit der Spekulation auf Angst (Hölle!) das Gefühl eines heilbringenden Erlösergedankens Druck auf Gefolgschaft und letztlich Hörigkeit erzeugen. Solche Alleinstellungsmerkmale dürfen keine mehr sein.

Hier plädiere ich ganz klar dafür, das Kirchen sich aus eigenen Kraft im Sinne der 30 Artikel der UNO-Menschenrechtscharta anpassen und reformieren. Sie sind kein ‚Staat im Staate‘ mit Sonderrechten und eigener Rechtsprechung und entsprechender Praxis. Sie sind Institutionen des Glaubens und nicht des Wissens, und sie sollten das blendende Kokettieren mit der suggerierten Nähe zu ihrem Gott und der daraus abgeleiteten Kompetenz unterlassen. Fazit: Sie wissen ES auch nicht besser … können ihr vorgegebenes Mehrwissen allerdings ‚besser‘ und in ihrem Sinne zielführender ‚verkaufen‘.

Mein Gott ist keine Person, sondern ein ‚Alles in Allem‘. (Siehe Futur X – Die freie Auswahl)

Kant: ‚Sapere aude!‘ (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!).

 

 

 

 

‚Segensroboter‘ : Religion x.0


Mir wurde ein Link zugespielt, der zu einem Artikel auf  http://www.evangelisch.de

führt. Titel des Artikels : „Hamburg feiert ersten Digital-Gottesdienst mit Tablet und Segensroboter“. 

Abgebildet ist ein zu einem ‚Segensroboter‘ umgebauter Geldautomat, der vor der anwesenden Gemeinde platziert wurde. (Auf einen gezielten Artikel-Link oder eine Abbildung verzichte ich hier, um nicht gegen irgendwelche Urheberrechte zu verstoßen. Dem Link folgend, kann sich das jeder selbst ansehen).

Zuerst dachte ich an einen Artikel aus dem ‚Postillion‘. (Satire/ Realsatire). 

Dieser Segensroboter hat natürlich eine Aufgabe: Zu segnen.

Wie in meinem aktuellen Buch „Futur X – Die freie Auswahl“ zu lesen ist, habe ich nicht nur ein ambivalentes Verhältnis zu praktizierten Religionen allgemein, sondern deutlicher: Ein ablehnendes Verhältnis – weil… : Das hier auszuführen, würde es notwendig machen, die Seiten meines besagten Buches zitieren zu müssen/sollen/können. Nur soviel: Das ist nicht modern oder eine Anpassung an die allgemeine Digitalisierung, nein … es ist einfach nur blanker Unsinn und der erneute und wohl auch verzweifelte Versuch, Menschen wieder in die Kirchen zu locken. In mentalen, transzendentalen  Zusammenhängen haben Maschinen (Hard-und Software) nichts zu suchen. —

In den dort zu lesenden Kommentaren fiel das Wort Blasphemie, das aus kirchlicher Sicht hier seine Blüte zu treiben scheint. In meinem besagen Buch schrieb ich, dass der Nazarener bei solchen oder ähnlichen ‚Dingen‘ sicherlich eine Tempelreinigung 2.0 (oder x.0) angehen würde. Die Mittel, die dabei zum Einsatz kämen, mag ich mir gar nicht vorstellen.

Das lässt sich auch noch konkreter sagen: Von einem derart ‚himmelschreienden‘ Blödsinn liest man/mensch nicht alle Tage. Nein … so ein (aus meiner Sicht) Schwachsinn übersteigt meine Befürchtungen, dass sich Lächerlichkeit nicht nur leicht steigern, sondern in einer Weise potenzierend hochgradig veralbern lässt und ja … zu einer Art kasperlehafter Darstellung und Verwirklichung des ‚gar nicht mehr Ernstnehmens‘ führt, was der eigentlichen Absicht eines kirchlichen Gottesdienstes nun wirklich zuwider läuft.

Natürlich bleibt es jedem Menschen überlassen, das anders zu sehen.

Allerdings bleibe ich dabei, doch versteckt ‚hinter die Fichte geführt worden zu sein‘)… , denn das Beschriebene entkernt die ursprüngliche ‚Aufgabe‘ einer Kirche und vergrößert den Abstand zu ihrem Anspruch an Glaubwürdigkeit.