Heuchelei oder Hoffnung?


Die deutschen Bischöfe der katholischen Kirche versuchen, einen eigenen Reformweg zu gehen und sich dabei nicht vollständig an die Vorgaben des Vatikans zu halten. Das sieht aus wie ein Machtkampf, wie man ihn z.B. aus der Politik kennt. Die Themen sollen weniger fundamental betrachtet und dann praktiziert werden. Reformwille wird gezeigt. Ob da wirklich die ‚alten Zöpfe‘ in Betracht kommen werden, ist fraglich. Autonomes Kirchenrecht, Zölibat, Frauen in Kirchenämtern, die die Männerdominanz aufbrechen, Verhütung, Abtreibung als Frauenentscheid, Liturgie usw.,usw.. Die fundamental radikale Praxis der Vatikanvorgaben sind nicht mehr zeitgemäß und waren es aus humanistischer Sicht noch nie.

Ob die erkennbare Absicht, sich Reformen zu stellen, ernsthaft oder Augenwischerei ist, bleibt abzuwarten. Der Vatikan wird wohl unnachgiebig sein und seine Macht ausspielen.

Wie in meinem Buch „Futur X – Die freie Auswahl“ werde ich auch hier eine Karikatur aus dem Satiremagazin „Der Wahre Jakob“ (aus dem Jahre 1930) posten, die die Heuchelei des Klerus bis zur Menschenverachtung deutlich sichtbar macht.

Was hat sich geändert oder … was wird sich ändern?

Es wird eher ein Kamel durch ein Nadelöhr gehen…


Zum ‚Zwist‘ in der katholischen Kirche zwischen dem Vatikan und den deutschen Oberhirten gebe ich hier einen Beitrag/ Auszüge aus meinem (noch) aktuellen Buch „Futur X … Die freie Auswahl“:

>>Kapitel 3

… Die Rolle der Religionen (Beispiele)

>>Was daraus wird, zeigt die Geschichte und gibt massiven Anlass zur Vorsicht. Erstaunlich abstoßend und geradezu unverständlich wird das an dem Beispiel der Kirchen, deren ursprüngliche Intention eine Art kompetente Verständnishilfe für das Unerklärliche, Unbeweisbare und Angst auslösende Moment des ,auf sich allein Gestelltseins’ ihre Existenzberechtigung markieren sollte. Sie haben es schamlos dahingehend ausgenutzt, dass sie ihre angedachte Hilfestellung für Alle zu einer Art elitärer Kompetenzhochburg Einiger ausbauten. Sich quasi als Fachleute für Gottesangelegenheiten mit Interpretationskompetenz darstellten, darstellen und sich auch so verkauften und immer noch verkaufen mit fatalen Folgen.

Das wird am Beispiel der ,Irrtümer der Katholischen Kirche‘ deutlich. Sie legt nach wie vor Menschen in Fesseln (Zölibat), hält ihr Oberhaupt für unfehlbar(?)(Papst), mischt sich in politische Realitäten ein und versucht, diese nach ihren Dogmen zu manipulieren. Und immer mit dem erhobenem Zeigefinger des Unbewiesenen. Das Spiel mit der Ungewissheit, mit der Angst. Das Kokettieren mit dem ’Draht zu ihrem Gott‘.

Was für ein Irrtum… allein von der Vorstellung ausgehend, Gott nicht zu personifizieren. Menschen brauchen offensichtlich etwas Greifbares, etwas Begreifbares, sei es auch nur hypothetisch. Logik spielt da, wie es scheint, auf den ersten Blick keine überragende Rolle. Ein Gott in der angedachten Schöpferrolle mit menschlicher Silhouette kann nur ein Phantasieprodukt sein, denn die Unvollkommenheit und die Fixierung auf eine Art ‚Beschränktsein auf die fünf Sinne‘, also auf die Physis, entspricht in keiner Weise der ‚Rolle‘, die der gläubige Mensch seinem Gott zuspricht -> Vollkommenheit.

Im Umkehrschluss lässt die Vorstellung einer immateriellen Intelligenz die nahezu zwingende Möglichkeit einer wie auch immer genannte und geartete ‚Existenz‘ zu. –

Diese Interpretation braucht keine personifizierte Vorstellung, keinen singulären Gott an sich und kann mit den uns Menschen zugänglichen Wahrnehmungsinstrumenten logisch erklärt werden. Also die Entzauberung des weisen Mannes im sogenannten Himmel und vor allen Dingen seines faktisch ‚abtrünnigen Bodenpersonals’. Kein Märchenprinz in einem auch materiell ausgerichteten Vatikanstaat, der sich von Soldaten bewachen und sich in einem kugelsicheren Wagen ‚durch die Gegend‘ fahren lässt[…]“<<

Auszug aus: Joachim Rohlfing. „Futur X. Die freie Auswahl.“ iBooks. 

>>Parallelen in anderen Religionen zeigen einen Stillstand des Denkens in den Köpfen der sie tragenden Menschen. Ich spreche von vormittelalterlichen Riten, die keiner Aktualisierung unterzogen wurden und einfach so weiter praktiziert werden.

Nicht den in Religionskreisen allgemein gültigen Vorgaben und sogar Bedingungen folgend, stellt sich die Frage, warum Menschen sich gottesfürchtig und erniedrigend hinknien und den Kopf gesenkt zu halten haben. Sind sie nicht, jeder für sich, bestehend aus Körper und Geist, Einmaligkeiten – Individuen? Sie knien und verneigen sich vor Gott, wohl oftmals ohne eine eigene Erklärung als Denkprodukt ihres eigenen Verstandes entwickelt zu haben und folgen damit einfach dem gleichgesinnten Mainstream.

Das sieht dann schon nach anerzogener ‚Eingebung‘ aus. Von wem? Na… von denen, die sie als Kompetenzen wahrnehmen und die vorgeben, kompetent im Sinne von Gottesnähe zu sein…<<

Auszug aus: Joachim Rohlfing. „Futur X. Die freie Auswahl.“ iBooks.

>>die gekrümmte Ehrerbietung, von der ich glaube, dass sie reines Menschenwerk und gar nicht ‚gottgefällig‘ ist. Eine gütige ‘Überintelligenz‘, Gott genannt und ohne das auch von seinen Geschöpfen geforderte Aggressionspotenzial, hat in meinen Augen kein Unterdrückungs- und Dominanzbedürfnis und fordert das auch nicht ein. Dann wäre sie, er oder es nicht mehr gütig und würde nicht einmal mehr der Maxime der Französischen Revolution gerecht: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. – Dann hätten menschliche Gedankenkonstruktionen einen höheren Wert als göttliche? Was für ein Unsinn… oder das streift diesen Begriff unübersehbar.<<

Auszug aus: Joachim Rohlfing. „Futur X. Die freie Auswahl.“ iBooks. 

>>…gibt es natürlich ‘die Anderen‘ in zunehmender Anzahl, die exakt eine solche Verhaltensweise nicht teilen… und selbstverständlich auch aus anderen Gründen.

Natürlich hat jeder Mensch das Recht, das so zu sehen und zu praktizieren, wie er es für sich entscheidet. Dabei sollte aber keinesfalls vergessen werden, dass gegenseitige und bedingungslose Toleranz unantastbar zu sein hat, um Leid jeglicher Art zu vermeiden! Dass Menschen unterschiedlich beschaffen sind ist eine[…]<<

Auszug aus: Joachim Rohlfing. „Futur X. Die freie Auswahl.“ iBooks. 

>>Oder steckt da noch mehr dahinter? Zu Beginn dieses Kapitels wurde das ausgeführt. Eindeutig klargestellt sei hier, dass Kirchen nicht ihre Legitimation verweigert werden soll! Vielmehr wird es deutlich, dass es Reformen bedarf. Die sogenannten ‘Alten Zöpfe‘ sind es, die den Menschen vor den Augen hängen. Das fängt eindeutig damit an, dass das bestehende Gottesbild -oder dessen Interpretation- überdacht und überarbeitet werden sollte/muss, um – wieder- an Glaubwürdigkeit zu gewinnen. Die versteckte Arroganz muss da raus. –<<

Auszug aus: Joachim Rohlfing. „Futur X. Die freie Auswahl.“ iBooks. 

Ich jedenfalls fasse es als regelrechte Unverschämtheit auf, wenn Kirchenobere von ‚Laien‘ in Glaubensangelegenheiten sprechen, als hätten sie eine höhere Lebenskompetenz und Mehrwissen oder Gewissheit im Sinne eines tatsächlichen Drahtes zu ihrem Gott, wie sie es definieren. Ihr Aushängeschild ist religiöse Bildung, die auf Menschenwissen beruht und nicht auf einen Sonderstatus des Unbegreifbaren, das nur sie kompetent deuten und lehren können. Das weiterhin den Menschen zu suggerieren, ist wie eine Nebelwand oder ‚Sand in die Augen streuen‘.

Das ist kein atheistisches oder blasphemisches Gedankengut, nein… keinesfalls! Es ist ’nur‘ eine andere Sichtweise oder Definition des Gottesbildes. Die Monotheistische suggeriert einen personifizierten Gott. Die hier -und damit in meinem „Futur X…“- Beschriebene ist eine alles Umfassende = Das ‚Alles in Allem‘! Keine Person … auch nicht dreifaltig. Es ist immateriell und mit unseren fünf Sinnen und mit unserer Phantasie nicht begreifbar und auch nicht definierbar. Damit hat niemand das Recht, sich kompetenter darzustellen, als sonstwer. Allein das Menschsein ist Kompetenz… wahrgenommen oder nicht. Die Schärfung des Begreifens in diese Richtung erzeugt ein zwischenmenschliches Toleranzgefühl, ja ein solches auf das planetarische Leben. Dazu bedarf es keiner ganzjährigen Kostümierung religiöser Würdenträger, die Ehrfurcht und Achtung erzeugen soll.

Das Kirchenrecht als existierende Parallelerscheinung zur (weltlichen) Judikative entbehrt also spätestens in der Jetztzeit seine Berechtigung. Eine Neujustierung des religiösen Gottesbildes wäre ein Wimpernschlag, wenn die bestehenden und darauf ausgerichteten Praktiken nicht in Beton gegossen wären. Das sind sie aber… und es wird eher ein Kamel durch ein Nadelöhr gehen, bevor sich das ändert. Das ist eine der phantastischen Metaphern des Nazareners, der immer noch nicht verstanden wurde.

Interessant bleibt immer die -vielleicht oder vielleicht auch nicht- naive Frage: „Wie würde der Nazarener reagieren, wenn er aktuell zur Kenntnis nehmen würde/müsste, was z.B. aus seiner Bergpredigt geworden ist?

Eine erneute Tempelreinigung?

Kant: ‚Sapere aude!‘  (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!).

Franziskus – ein Dorn im Auge der konservativen Theologen


Dieser Blog ist thematisch vielfältig. Das verdeutlicht wieder einmal der folgende Beitrag:

Wie ich zum Papsttum stehe, habe ich deutlich in meinem Buch ‚Futur X – Die freie Auswahl‘ ausgebreitet. Nun las ich heute in der FAZ, dass konservative Theologen und Kleriker dem Papst Franziskus ‚Ketzerei‘ vorwerfen und ihn zur Umkehr oder zur Amtsaufgabe auffordern. Inquisition 2019 ? –

Den Angaben zufolge haben gut 3400 Menschen (keine Kardinäle) eine Online-Petition unterschrieben. Die Petition ist online zu lesen.

Die Offenheit des Papstes gegenüber Schwulen, Lesben, Geschiedenen, Ungläubigen, stört die Hüter des katholischen ‚Grals‘. Entlarvend angriffslustig sind auch die Vorwürfe, er schütze Sexualstraftäter. Mißbilligt werden auch seine Sichtweisen zu Protestanten, Muslimen und … zu China.

Ist so etwas ernst zu nehmen? Bei all den Problemen der katholischen Kirche kommt so ein Querschuss. Das im Vatikan schon länger etwas brodelt und schon mehr oder weniger  immer gebrodelt hat, ist bekannt, doch … untersucht man Punkt für Punkt die Vorwürfe, dann gibt es für mich abschließend nur noch ein Substantiv: Blödsinn. Die erkennbare Denkrichtung der Petition ist der Versuch der Einschüchterung, ja unverhohlenen Drohung (wenn du nicht, dann…!).

Muslimen wird vorgeworfen, dass sie mit ihrem Islam im 6./7. Jahrhundert stehengeblieben sind, und das Christentum stellt sich als ‚moderner‘ dar. Im Kontext ist das nicht erkennbar. Sollte jetzt dem Franziskus die Stärke Luthers gewünscht werden: Unbeugsamkeit?! Oder macht er es wie der ‚weltliche‘ Galilei und gibt unter Druck nach und revidiert seine Erkenntnis- und Sichtweisen?

Haben die Konservativen in der katholischen Kirche nicht realisiert, in welchem Jahrhundert sie leben und in welcher gesellschaftlichen Situation sich der sogenannte ‚kirchliche Glaube‘ wiedergefunden hat? Es sei denn, sie nehmen billigend in Kauf, dass sie starr und unbelehrbar zocken und letztlich verlieren werden, weil ein aufgeklärter Mensch so einen Blödsinn nicht mitträgt. Das wäre kein Sieg, sondern eine arrogante Niederlage (wie auf dem Ast sitzend am Stammende zu sägen).

Klartext: Es ist unerträglich, in der Jetztzeit wahrzunehmen, dass sicherlich einflussreiche Menschen Sichtweisen und offene Drohungen verbreiten, die sie gerne von Erfolg krönen würden. Da wurde ’nichts‘ begriffen. Das ist fein formulierte Plumpheit – besser gefährliche Demagogie. Denn – glauben heißt nicht wissen. Auch Theologen und Kleriker haben keine Legitimation ihrer Sicht- und Glaubensweisen. Von wem oder was auch? Von einem personifiziert gedachten Gott? Die Sichtweise sollte nun irgendwann zu den Akten gelegt werden, denn da gibt es Vorstellungen und Definitionen, die eine ’nicht seh- und erklärbare Intelligenz oder Substanz‘ regelrecht beweisen oder glaubwürdiger begreifen lassen, als die alten, klerikalen Hologramme. (Siehe ‚Futur X – Die freie Auswahl‘).

Die Konkurrenz für den kirchlichen Glauben wird größer, und es ist keine Ketzerei, sich in der Istzeit zu orientieren. Der eigene Verstand kann da mutig benutzt Schleier und Vorhänge zur Seite ziehen, die sogar dazu führen, dass ich -wie in diesem Fall- dem Papst Franziskus zur Seite springe und ihm gegenüber den sogenannten Konservativen Unbeugsamkeit wünsche! Praktische Toleranz…

Kant: ‚Sapere aude!‘  (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!).

Alleinstellungsmerkmale…


Arbeitsrecht und ‚Kirche‘ allgemein…

Die Kirche… eine Institution des religiösen Glaubens nahezu jedweder Art oder ’nur‘ eine sich offensichtlich marginal unterscheidende Vereinigung von Menschen, die an Nichtsichtbares, Hoffnungen, Perspektiven und letztlich Erlösung durch den jeweiligen Gott (noch personifiziert gedacht) glauben und auch mehr oder weniger dem Gedankengut folgen, obwohl es nicht auf tatsächlichem Wissen basiert. Glauben heißt eben auch Nichtwissen. Mystisch und definitiv nicht mit wissenschaftlichen Mitteln beweisbar und bleibt damit faktisch spekulativ. Das ist keine Blasphemie sondern Realität. Die Religion -welche auch immer- ist damit eine Fiktion und das Produkt menschlicher Phantasie und dessen Hoffnung auf Erlösung und Befreiung der Beschränkungen der menschlichen Existenz, die auch das Herrschen über gedacht ‚untergeordnete‘ Lebensformen beinhaltet und rechtfertigt, weil sich die Spezies Mensch als die Krönung des irdisch Existierenden empfindet und sich entsprechend verhält. –

Weil alles so ’schön‘ unbeweisbar und prinzipiell spekulativ ist, sind Manipulationen des Denkens Türen und Tore geöffnet. Je mehr Anhänger eine Glaubensrichtung hat, je mächtiger und ‚vorbildlicher‘ werden die ‚Anführer‘. Das ist in (fast) allen Bereichen so. Das aktuelle Beispiel:

2019. Februar. Deutschland. Kirche und Arbeitsrecht. Die dritte Gewalt (Judikative) im Staate greift in das Kirchenrecht ein. Gemeint ist die Kirche als Arbeitgeber und damit deren Sonderrolle im Arbeitsrecht. An dieser Stelle sollen keine Statistiken oder sonstige Konkretisierungen folgen, die in den Medien nachgelesen werden können, sondern eine grundsätzliche Betrachtung dessen thematisiert werden.

Die Forderung an einen Arbeitnehmer einer kirchlichen Institution, kirchenkonform zu denken und zu handeln (?), also deren Direktiven folgend, war und ist Bedingung für eine Anstellung, welcher Art kirchlicher Trägerschaft auch immer. Das muss allerdings nicht immer mit der allgemein gültigen Rechtssprechung konform sein. Z.B. wenn ein Chefarzt in einer Klinik mit katholischer Trägerschaft ein zweites Mal heiratet, was nach katholischer Definition und Vorgabe nicht ‚erlaubt‘ ist und eine Entlassung zur Folge hat. Das ist ein Eingriff in die persönliche Entscheidungsfreiheit eines Menschen und seiner ‚Würde‘. Früher nannte ‚man‘ sowas = ‚Kadavergehorsam‘.

Das die Rechtssprechung zugunsten des Chefarztes entschied, ist nicht nur begrüßenswert, sondern einfach nur logisch! Die eigene Rechtsauffassung (gemeint ist hier die katholische Kirche) als Parallele zur allgemein gültigen Rechtssprechung (Judikative) ist eine nicht mehr zeitgemäße Tolerierung der Auffassungen einer ‚Interessengemeinschaft‘ und deren Rolle in der Gesellschaft. Mit dieser Aussage ist der Rahmen für eine Anpassung  -oder Aufhebung-  einer separaten Rechtsgültigkeit und deren Tolerierung noch weiter zu spannen. In der Konsequenz wäre das dann tatsächlich das Ende des Kirchenrechts im Sinne der alleinigen Gültigkeit des allgemeinen Rechtes. Die tieferen Abarten (Zölibat, Verbot der Folgeehe, keine Frauen als Priester, Sexualität, Verhütung, Abtreibung etc.) eingeschlossen. Mit welchem Recht die freie Entfaltung und Entscheidungsfreiheit und damit die Würde eines Menschen (Artikel 1 /Grundgesetz) an traditionsgebundene Vorbedingungen geknüpft werden, sollte in der Istzeit keine Frage mehr sein. Bislang siegte noch die (religiöse) Spekulation über die Realität.

Keine andere Interessengemeinschaft in diesem Lande kann erwarten, dass ihre ‚Beiträge‘ vom Staat eingezogen werden (Kirchensteuer)  oder … die die Duldung nicht den Menschenrechten konformen Vorgaben zur Mitgliedschaft einfach praktizieren. Moment: Jäger|innen dürfen das, weil Tierrecht kein Menschenrecht ist und Tiere juristisch ‚Sachen‘ sind. Leben ist eben nicht gleich… Leben. –

Das Vorherige liest sich sicherlich sehr kirchenfremd. Ist es auch, obwohl das nicht den sogenannten ‚Glauben‘ an sich betrifft. Wie oben gesagt, heißt Glauben Nichtwissen. Niemand darf sich darüber hinwegsetzen und für seine Postulate Gefolgschaft voraussetzen und erwarten oder sogar mit der Spekulation auf Angst (Hölle!) das Gefühl eines heilbringenden Erlösergedankens Druck auf Gefolgschaft und letztlich Hörigkeit erzeugen. Solche Alleinstellungsmerkmale dürfen keine mehr sein.

Hier plädiere ich ganz klar dafür, das Kirchen sich aus eigenen Kraft im Sinne der 30 Artikel der UNO-Menschenrechtscharta anpassen und reformieren. Sie sind kein ‚Staat im Staate‘ mit Sonderrechten und eigener Rechtsprechung und entsprechender Praxis. Sie sind Institutionen des Glaubens und nicht des Wissens, und sie sollten das blendende Kokettieren mit der suggerierten Nähe zu ihrem Gott und der daraus abgeleiteten Kompetenz unterlassen. Fazit: Sie wissen ES auch nicht besser … können ihr vorgegebenes Mehrwissen allerdings ‚besser‘ und in ihrem Sinne zielführender ‚verkaufen‘.

Mein Gott ist keine Person, sondern ein ‚Alles in Allem‘. (Siehe Futur X – Die freie Auswahl)

Kant: ‚Sapere aude!‘ (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!).

 

 

 

 

‚Segensroboter‘ : Religion x.0


Mir wurde ein Link zugespielt, der zu einem Artikel auf  http://www.evangelisch.de

führt. Titel des Artikels : „Hamburg feiert ersten Digital-Gottesdienst mit Tablet und Segensroboter“. 

Abgebildet ist ein zu einem ‚Segensroboter‘ umgebauter Geldautomat, der vor der anwesenden Gemeinde platziert wurde. (Auf einen gezielten Artikel-Link oder eine Abbildung verzichte ich hier, um nicht gegen irgendwelche Urheberrechte zu verstoßen. Dem Link folgend, kann sich das jeder selbst ansehen).

Zuerst dachte ich an einen Artikel aus dem ‚Postillion‘. (Satire/ Realsatire). 

Dieser Segensroboter hat natürlich eine Aufgabe: Zu segnen.

Wie in meinem aktuellen Buch „Futur X – Die freie Auswahl“ zu lesen ist, habe ich nicht nur ein ambivalentes Verhältnis zu praktizierten Religionen allgemein, sondern deutlicher: Ein ablehnendes Verhältnis – weil… : Das hier auszuführen, würde es notwendig machen, die Seiten meines besagten Buches zitieren zu müssen/sollen/können. Nur soviel: Das ist nicht modern oder eine Anpassung an die allgemeine Digitalisierung, nein … es ist einfach nur blanker Unsinn und der erneute und wohl auch verzweifelte Versuch, Menschen wieder in die Kirchen zu locken. In mentalen, transzendentalen  Zusammenhängen haben Maschinen (Hard-und Software) nichts zu suchen. —

In den dort zu lesenden Kommentaren fiel das Wort Blasphemie, das aus kirchlicher Sicht hier seine Blüte zu treiben scheint. In meinem besagen Buch schrieb ich, dass der Nazarener bei solchen oder ähnlichen ‚Dingen‘ sicherlich eine Tempelreinigung 2.0 (oder x.0) angehen würde. Die Mittel, die dabei zum Einsatz kämen, mag ich mir gar nicht vorstellen.

Das lässt sich auch noch konkreter sagen: Von einem derart ‚himmelschreienden‘ Blödsinn liest man/mensch nicht alle Tage. Nein … so ein (aus meiner Sicht) Schwachsinn übersteigt meine Befürchtungen, dass sich Lächerlichkeit nicht nur leicht steigern, sondern in einer Weise potenzierend hochgradig veralbern lässt und ja … zu einer Art kasperlehafter Darstellung und Verwirklichung des ‚gar nicht mehr Ernstnehmens‘ führt, was der eigentlichen Absicht eines kirchlichen Gottesdienstes nun wirklich zuwider läuft.

Natürlich bleibt es jedem Menschen überlassen, das anders zu sehen.

Allerdings bleibe ich dabei, doch versteckt ‚hinter die Fichte geführt worden zu sein‘)… , denn das Beschriebene entkernt die ursprüngliche ‚Aufgabe‘ einer Kirche und vergrößert den Abstand zu ihrem Anspruch an Glaubwürdigkeit.

Auszug aus meinem aktuellen Buch…Teil 2


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Wie angekündigt:

Hier im Blog veröffentliche ich den zweiten Teil des 3. Kapitels.                      Sollte jemand den Text -auch in Auszügen- verwenden wollen, ist  das Einholen eines Einverständnisses meinerseits erforderlich! (Urheberschutz).

Auszug aus: Joachim Rohlfing. „Futur X. Die freie Auswahl.“ iBooks.

(Kapitel) :

3

Ziel der soeben beschriebenen, gesteuert religiösen Verhaltensweisen ist die Erzeugung eines simplen Gemeinschaftsgefühles. Das könnte man als ‘Vereinsdenken‘ bezeichnen.

Um hier nicht missverstanden zu werden …’auch’ ich bete. Aber nicht mit gesenktem Kopf oder mit dem Kopf auf dem Boden. Weit gefehlt. Meine Demut zu dem, was ich gar nicht konkret verstehen kann, ist derart gestaltet, dass ich erhobenen Hauptes -egal in welcher Situation- einen gedanklichen Dialog mit etwas halte, von dem ich weiß, dass ich davon nur das verstehe, was mir überhaupt möglich zu sein scheint oder ist. Ich nenne es das „Alles in Allem“. Und das ist existent, egal wie ich es nenne oder wie es allgemein traditionsbezogen genannt wird und das mir temporäre, seelische Ausgeglichenheit und Freude bereitet.

Als ‘Mitglied‘ des Alles in Allem muss ich mich vor gar nichts erniedrigen und vor Niemandem. Das erzeugt ein ‚Akzeptiert-sein-Gefühl‘ und erfüllt mich mit mehr Demut als die gekrümmte Ehrerbietung, von der ich glaube, dass sie reines Menschenwerk und gar nicht ‚gottgefällig‘ ist. Eine gütige ‘Überintelligenz‘, Gott genannt und ohne das auch von seinen Geschöpfen geforderte Aggressionspotenzial, hat in meinen Augen kein Unterdrückungs- und Dominanzbedürfnis und fordert das auch nicht ein. Dann wäre sie, er oder es nicht mehr gütig und würde nicht einmal mehr der Maxime der Französischen Revolution gerecht: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. – Dann hätten menschliche Gedankenkonstruktionen einen höheren Wert als göttliche? Was für ein Unsinn… oder das streift diesen Begriff unübersehbar.

Damit sind kirchliche „Rituale überdenkenswert und zwar in dem Sinne, es nicht mit nur Gläubigen -oder besser- Berieselungsopfern zutun zu haben, sondern ihnen das unveräußerliche Recht zuzusprechen, frei zu denken und z.B. auch in einer Kirche nicht nur blanke Zuhörer zu sein. Ok, beim Singen dürfen ja Worte die Münder verlassen… aber nur die vorgegebenen. –

Das ist nicht mein Gottesbild.

„Oder steckt da noch mehr dahinter? Zu Beginn dieses Kapitels wurde das ausgeführt.

Eindeutig klargestellt sei hier, dass Kirchen nicht ihre Legitimation verweigert werden soll! Vielmehr wird es deutlich, dass es Reformen bedarf. Die sogenannten ‘Alten Zöpfe‘ sind es, die den Menschen vor den Augen hängen. Das fängt eindeutig damit an, dass das bestehende Gottesbild -oder dessen Interpretation- überdacht und überarbeitet werden sollte/muss, um – wieder- an Glaubwürdigkeit zu gewinnen. Die versteckte Arroganz muss da raus. –

Mit einbezogen werden muss/sollte eine Art weltliche Ethik, die nicht verkapselt und abstrakt daherkommt, sondern begreif- und praktizierbar ist. Desweiteren sind es die Interpretationen der ‘Heiligen Schriften‘, also als Beispiel der Bibel und auch des Korans. Das Verharren oder Hängenbleiben in den dort verkündeten Zeitaltern und Epochen passt nun gar nicht mit den aktuellen Realitäten zusammen. –

Im Folgenden greife ich ein Thema heraus, das nun endlich aus den Vorstellungen und damit aus den Köpfen der Menschen verschwinden sollte:

Es ist ein Schreckgespenst! —

Ich werte es als…“


Auszug/Zitat Ende.

 

Das am Ende des Auszuges angesprochene Thema/Kapitel trägt die Überschrift „Unsinn Hölle“. Ich behalte es mir vor, das hier zu bloggen, denn … es ergibt keinen nennenswerten Sinn, den zusammenhängenden und thematisch ineinander verwobenen und sich bedingenden, weiteren Kapiteln den Zusammenhang zu nehmen und einfach im Raume stehen zu lassen. In diesem Buch habe ich meine Welt(en)sicht allgemein und speziell dargestellt.

Zur Einschätzung und ggf. persönlichen Verwertbarkeit ist es bei Interesse daran wirklich sinnvoll, es mindestens ein Mal ganz zu lesen. — 

 

Auszug aus meinem aktuellen Buch…Teil 1


 

bildschirmfoto-2017-08-17-um-17-23-23.jpg

 

Hier im Blog veröffentliche ich den erstenTeil des 3. Kapitels. Der zweite Teil folgt dann am kommenden Wochenende. Sollte jemand den Text -auch in Auszügen- verwenden wollen, ist  das Einholen eines Einverständnisses meinerseits erforderlich! (Urheberschutz).  

Auszug aus: Joachim Rohlfing. „Futur X. Die freie Auswahl.“ iBooks. 

(Kapitel) :

3

… Die Rolle der Religionen (Beispiele)

Was daraus wird, zeigt die Geschichte und gibt massiven Anlass zur Vorsicht. Erstaunlich abstoßend und geradezu unverständlich wird das an dem Beispiel der Kirchen, deren ursprüngliche Intention eine Art kompetente Verständnishilfe für das Unerklärliche, Unbeweisbare und Angst auslösende Moment des ,auf sich allein Gestelltseins’ ihre Existenzberechtigung markieren sollte. Sie haben es schamlos dahingehend ausgenutzt, dass sie ihre angedachte Hilfestellung für Alle zu einer Art elitärer Kompetenzhochburg Einiger ausbauten. Sich quasi als Fachleute für Gottesangelegenheiten mit Interpretationskompetenz darstellten, darstellen und sich auch so verkauften und immer noch verkaufen mit fatalen Folgen.

Das wird am Beispiel der ,Irrtümer der Katholischen Kirche‘ deutlich. Sie legt nach wie vor Menschen in Fesseln (Zölibat), hält ihr Oberhaupt für unfehlbar(?)(Papst), mischt sich in politische Realitäten ein und versucht, diese nach ihren Dogmen zu manipulieren. Und immer mit dem erhobenem Zeigefinger des Unbewiesenen. Das Spiel mit der Ungewissheit, mit der Angst. Das Kokettieren mit dem ’Draht zu ihrem Gott‘.

Was für ein Irrtum… allein von der Vorstellung ausgehend, Gott nicht zu personifizieren. Menschen brauchen offensichtlich etwas Greifbares, etwas Begreifbares, sei es auch nur hypothetisch. Logik spielt da, wie es scheint, auf den ersten Blick keine überragende Rolle. Ein Gott in der angedachten Schöpferrolle mit menschlicher Silhouette kann nur ein Phantasieprodukt sein, denn die Unvollkommenheit und die Fixierung auf eine Art ‚Beschränktsein auf die fünf Sinne‘, also auf die Physis, entspricht in keiner Weise der ‚Rolle‘, die der gläubige Mensch seinem Gott zuspricht -> Vollkommenheit.

Im Umkehrschluss lässt die Vorstellung einer immateriellen Intelligenz die nahezu zwingende Möglichkeit einer wie auch immer genannte und geartete ‚Existenz‘ zu. –

Diese Interpretation braucht keine personifizierte Vorstellung, keinen singulären Gott an sich und kann mit den uns Menschen zugänglichen Wahrnehmungsinstrumenten logisch erklärt werden. Also die Entzauberung des weisen Mannes im sogenannten Himmel und vor allen Dingen seines faktisch ‚abtrünnigen Bodenpersonals’. Kein Märchenprinz in einem auch materiell ausgerichteten Vatikanstaat, der sich von Soldaten bewachen und sich in einem kugelsicheren Wagen ‚durch die Gegend‘ fahren lässt.

Parallelen in anderen Religionen zeigen einen Stillstand des Denkens in den Köpfen der sie tragenden Menschen. Ich spreche von vormittelalterlichen Riten, die keiner Aktualisierung unterzogen wurden und einfach so weiter praktiziert werden.

Nicht den in Religionskreisen allgemein gültigen Vorgaben und sogar Bedingungen folgend, stellt sich die Frage, warum Menschen sich gottesfürchtig und erniedrigend hinknien und den Kopf gesenkt zu halten haben. Sind sie nicht, jeder für sich, bestehend aus Körper und Geist, Einmaligkeiten – Individuen? Sie knien und verneigen sich vor Gott, wohl oftmals ohne eine eigene Erklärung als Denkprodukt ihres eigenen Verstandes entwickelt zu haben und folgen damit einfach dem gleichgesinnten Mainstream.

Das sieht dann schon nach anerzogener ‚Eingebung‘ aus. Von wem? Na… von denen, die sie als Kompetenzen wahrnehmen und die vorgeben, kompetent im Sinne von Gottesnähe zu sein. Da gibt es natürlich ‘die Anderen‘ in zunehmender Anzahl, die exakt eine solche Verhaltensweise nicht teilen… und selbstverständlich auch aus anderen Gründen.

Natürlich hat jeder Mensch das Recht, das so zu sehen und zu praktizieren, wie er es für sich entscheidet. Dabei sollte aber keinesfalls vergessen werden, dass gegenseitige und bedingungslose Toleranz unantastbar zu sein hat, um Leid jeglicher Art zu vermeiden! Dass Menschen unterschiedlich beschaffen sind ist eine allgemein fundamentale Erkenntnis. –

Schwierige Lebenssituationen sind ein nahezu perfektes Einfallstor für Manipulationen.

Erlebte Lebenslagen wie Trauer, Freude, Kummer, Ärger, Ängste und scheinbare Aussichtslosigkeiten sind Realismen, die Nähe und Schutz suchen.

Hier will ich nicht unterstellen, dass all das ausgenutzt wird, doch es kann Gefolgschaft und auch Unterwürfigkeit erzeugen.

Ein Schelm, der jetzt Bezüge herstellt…


 

Auszug Teil 1 Ende.                                                                                                                             Auszug Teil 2 folgt…