‚Kadaver’… „Carcass“…


Deutsch

Die Formulierung wird sicherlich so Manchen schockieren. Der vorherige Beitrag (Kontemplation) war doch so harmonisch und entspannend. Und jetzt das. Das Leben ist vielfältig – wie die damit verbundenen Themen. ‚Wie kann der nur so ein Substantiv (Kadaver) verwenden?‘ Ich hätte es auch ‚Aas‘ nennen können. Werden doch Tierkörper als Nahrungsmittel klassifiziert… quer durch alle Gesellschaften und darin auch durch (fast) alle Religionen. Massentierhaltungen und permanente, industrielle Schlachtorgien sind und werden akzeptiert, weil sie in profitorientierter Lesart der Volksernährung dienen und damit als ‚richtig und notwendig‘ dargestellt werden.

Die Erklärung der Verwendung des in diesem Kontext wirklich krassen Substantives ‚Aas‘ soll hier kurz und ‚schmerzlos‘ sein: Sobald ein Lebewesen jeglicher Art entseelt wird, tritt die Zersetzung ein – die Verwesung. Auch konservierende Maßnahmen wie Kühlung usw. ändern daran nichts, sondern verzögern nur den Prozess. Jeglicher Euphemismus verbietet sich da eigentlich -oder besser tatsächlich- , weil der Vorgang des Tötens unumkehrbar ist. Darüber gibt es kilometerweise Literatur.

Selbst die Ernährungsanweisungen der Bibel in der Genesis 1 und der Genesis 9 können unterschiedlicher nicht sein. Da waren sich wohl die christlichen Verfasser in der Definition nicht im Ansatz einig. Ein allmächtiger Gott wird so eine Widersprüchlichkeit nicht formuliert haben. Aus der Genesis 9 lässt sich sogar die Schächtung herauslesen – ganz im Sinne des Islam. Die Genesis 1 spricht von Früchten und Samen als Nahrungsquelle für ‚den Menschen‘ (Kollektivsingular). Lässt man komplizierte, theologische Interpretationen außen vor und betrachtet das Geschriebene neutral, dann erscheint ein ganz großes Fragezeichen hinter der sich anschließenden Denkweise, was da wohl noch so alles ‚fragwürdig‘ ist. Das zu erkunden, bleibt jedem daran Interessierten überlassen.

Ich habe mich bereits 1986 für die Genesis 1 entschieden und bin erst Vegetarier, dann Veganer geworden, obwohl ich damals noch nicht, wie beschrieben, tiefer in die Einfachheit des Erklärbaren vorgedrungen bin. Eine Metapher hat sich in mir vor nicht mehr benennbarer Zeit festgesetzt: ‚…Ein Haustier streicheln und dabei ein Wurstbrot essen…‘ ist ein tatsächliches Oxymoron. Deutlicher kann Widersprüchlichkeit nicht sein, wenn es um die Achtung des Lebens geht. Selektion der Existenzberechtigung nach Zuneigung führt aktuell und geschichtsträchtig zur Perversion des Denkens und destruktiven Handelns. Natürlch kann das ebenso zu extremen Denk- und Handelnsweisen führen, wenn meine Definition der o.g. Metapher kompromisslos wird und zur Radikalisierung führt. Moderate Kompromisse haben einen eingebauten Zeitfaktor, d.h., Geduld statt ad hoc. Das hat natürlich etwas mit dem Bewusstsein und einer Sensibilisierung zutun. Beides lässt sich ‚trainieren‘, sofern überhaupt eine Bereitschaft dazu besteht. Toleranzfähigkeit und ein Ende des Wegsehens.

Warum wird das hier thematisiert? Der Jagdtrieb im Menschen ist noch genetisch verankert und hat eine recht kleine Hürde vor sich, um aktiv oder passiv dominant zu sein: Den Verstand. Aktiv durch Töten und passiv durch Konsum und Wegsehen. In der Ist-oder Jetztzeit bedarf es keiner Entseelung von Tieren zur Ernährung mehr (Kompromissdenken); keinem Tierleid in Massentierhaltungen und keiner industriellen Tötungsmaschinerie, die Unumkehrbares erzeugt: Den Tod. Denn – Tiere sind keine dem Menschen untergeordneten Nutztiere, sondern Lebewesen mit dem gleichen Existenzrecht, das -wie die genannte Metapher sagt- der Mensch sich selber zuschreibt. Das einzusehen und zu verinnerlichen, ist einer der ersten Schritte zur Sensibilisierung und zur Toleranz jedweden Lebens. Die akzeptable Ausnahme ist die Selbstverteidigung in einer Notsituation (Mensch und Raubtier usw.). In Schlachthäusern ist die Situation eindeutig – das ist allgemeinverständlich. Da grundsätzlich nur bekannt und nachweisbar ist, was aus dem Körper eines Lebewesens (jeglicher Art) wird, so ist ein möglicher Verbleib des nichtstofflichen Teiles (genannt Seele) sicherlich niemandem bekannt. Trotzdem findet dieser Poker statt und ignoriert geradezu arrogant das Unbekannte. Wann hat das ein Ende?

Meine Leserinnen und Leser werden sich ein eigenes Urteil bilden (oder haben das bereits) oder besser eine eigene Einschätzung über diesen Artikel ‚machen‘ und vielleicht auch bemerken, dass einige Aussagen hier eine Art mentale Widerhaken hinterlassen (können). Das ist gewollt…

English

The formulation will certainly shock some people. The previous contribution (contemplation) was so harmonious and relaxing. And now this. Life is diverse – as are the issues involved. How can he use such a noun (carcass)? I could have called it ‚carrion‘. Are animal bodies classified as food after all… right across all societies and within them also through (almost) all religions. Mass animal husbandry and permanent, industrial orgies of slaughter are and are accepted, because they serve to feed the people in a profit-oriented way and are thus presented as ‚right and necessary‘.

The explanation of the use of the noun ‚carrion‘, which is really blatant in this context, should be short and ‚painless‘ here: As soon as a living being of any kind is de-animated, decomposition occurs – decay. Even conservative measures such as cooling etc. do not change this, but only delay the process. Any euphemism is actually forbidden – or better actually – because the process of killing is irreversible. There is miles of literature about this.

Even the dietary instructions of the Bible in Genesis 1 and Genesis 9 could not be more different. There the Christian authors were probably not agreed in the beginning in the definition. An almighty God will not have formulated such a contradiction. From Genesis 9 even the slaughter can be read out – completely in the sense of the Islam. Genesis 1 speaks of fruits and seeds as a source of food for ‚man‘ (collective singular). If one leaves complicated, theological interpretations out and regards the written word neutrally, then a very large question mark appears behind the following way of thinking, which is probably still ‚questionable‘. It is up to anyone interested in exploring this.

I decided to go with Genesis 1 as early as 1986 and became first a vegetarian, then a vegan, although at that time I had not yet penetrated deeper into the simplicity of the explainable as described. A metaphor has settled in me before no more namable time: ‚…petting a pet and eating a sausage bread…‘ is an actual oxymoron. Contradictoriness could not be clearer when it comes to respect for life. Selection of the right to exist according to affection leads currently and historically to perversion of thinking and destructive action. Of course this can also lead to extreme ways of thinking and acting, if my definition of the above metaphor becomes uncompromising and leads to radicalization. Moderate compromises have a built-in time factor, i.e. patience instead of ad hoc. Of course this has something to do with awareness and sensitization. Both can be ‚trained‘, if there is a willingness to do so. Tolerance and an end to looking the other way.

Why is this a topic of discussion here? The hunting instinct in humans is still genetically anchored and has a rather small hurdle ahead of it to be actively or passively dominant: The mind. Active by killing and passive by consumption and looking away. In the actual or present time, there is no longer any need for the deselection of animals for food (compromise thinking); no more animal suffering in mass animal husbandry and no more industrial killing machinery that produces the irreversible: death. Because – animals are not subordinate to humans as farm animals, but rather living beings with the same right to exist, which – as the metaphor mentioned – humans attribute to themselves. To understand and to internalize this is one of the first steps towards sensitization and tolerance of all life. The acceptable exception is self-defense in an emergency situation (man and predator, etc.). In slaughterhouses the situation is clear – this is generally understandable. Since in principle only what becomes of the body of a living being (of any kind) is known and provable, a possible whereabouts of the non-material part (called soul) is certainly not known to anyone. Nevertheless this poker takes place and arrogantly ignores the unknown. When does it end?

My readers will form their own judgement (or already have) or better ‚make‘ their own assessment of this article and perhaps also notice that some statements here (may) leave a kind of mental barbs. This is intentional…

Der ‚Synodale Weg’… The ‚Synodal Way’…


Deutsch

Während der Regionalkonferenz des ‚Synodalen Weges‘ der katholischen Kirche in Frankfurt sagte ein Kardinal zur angemessenen Reaktion der katholischen Kirche auf die Corona-Pandemie: „Wer, wenn nicht wir, könnte Antworten geben.“ Ist das ein Bekenntnis zu Versäumnissen und einer entsprechend zukünftigen Korrektur – oder ist das eine kirchenübliche Metapher? Oder ist das wieder die suggerierte Gottesnähe? Das zieht immer noch. Oder Beides oder Mehreres?

Die Äußerung des Kardinals kommentiere ich (als theologischer Laie und selbstdenkender Mensch) entgegen jeden Respekts vor dem Titel und dem Rang des Würdenträgers wie folgt kurz und bündig: Das ist blanker Unsinn! Warum? Die entsprechende Erklärung ist in einem Beitrag zuvor zu lesen und soll hier nicht als Platzfüller wiederholt werden. Nur kurz ergänzend: Kirchliche ‚Dienstgrade‘ wurden nicht vom Kirchengott verliehen, sondern von kirchlichen Entscheidungsgremien. Nicht von Gottes Gnaden oder Wollen, sondern weltlich von Menschen. Keine suggerierte Zwangsvertrautheit der Menschen zur Kirche und keine der Kirchen zu ihrem treu postulierten Gott. Theologen beschäftigen sich mit den Auslegungen der Bibel von Menschen und lassen dabei offen, dass sowohl die Schriften als auch die Auslegungen spekulativ sind – und nichts anderes. Sie halten das Verb ‚glauben‘ als Substantiv derart gefangen, dass es automatisch mit Gott und Kirche verbunden wird. Verinnerlicht mit Strenge der Liturgie, Demut und einem permanent schlechten Gewissen der Gläubigen gegenüber den Geboten. Demnach ist das kirchliche Gebaren immer noch dahingehend prinzipielles Blendwerk und verschleierte Arroganz im Sinne einer vorgegaukelten Kompetenz, die weder bewiesen noch mir Ehrfurcht erzeugend erscheint und ist. (Das war in jungen Jahren genau anders herum…)

Da diese Denkweise numerisch progressiv ist, bringen das grundsätzliche Verharren und das zeitlich nicht angepasste Auftreten der Kirchen auch mit dem ‚Synodalen Weg‘ nicht mehr Leute in die Kirchen. Wie war noch der Spontispruch aus den Ende-Sechzigern? = ‚Unter den Talaren… der Muff von tausend Jahren‘. Würden sie den Zölibat aufheben, Frauen gleichberechtigen und ins Priesteramt lassen und weiteren Forderungen entsprechen, dann hätten sie möglicherweise eine bessere Chance für ihre zukünftige Existenz. Würden sie Sprüche, wie den oben genannten, unterlassen und sich für alternative Interpretationen der biblischen Darstellungen öffnen, dann hätten sie wieder eine Chance, ihre schwindende Akzeptanz zurück zu gewinnen oder zumindest zu verbessern.

Vor ca. 500 Jahren gab es Tetzels Ablass. Dann kam Luther. Genau so ein Mutiger fehlt schon lange, um eine ‚Tempelreinigung x.0‘ durchzuführen. Das in der Istzeit auftretende Personal jeglicher Hierarchie in den Kirchen wirkt geduckt unfähig und ungeeignet für angepasste Reformen im großen Stile. Das Branding traditionellen Verhaltens ist bei ihnen nicht mehr änderbar. Es bedarf wesentlich jüngerer Freidenker, die mutig genug sind, Ventilatoren unter die Talare zu halten – bei höchster Drehzahl.

English

The ‚Synodal Way’…

During the regional conference of the ‚Synodal Way‘ of the Catholic Church in Frankfurt, a cardinal on the appropriate response of the Catholic Church to the Corona pandemic said: „Who, if not us, could give answers? Is this a confession of omissions and a corresponding future correction – or is it a metaphor common to the Church? Or is this again the suggested proximity to God? That still draws. Or both or more?

I (as a theological layman and self-thinking person), contrary to any respect for the title and rank of the dignitary, comment briefly and succinctly on the Cardinal’s statement as follows This is sheer nonsense! Why is this nonsense? The corresponding explanation is to be read in an article before and shall not be repeated here as a filler. Only briefly in addition: Church ‚ranks‘ were not awarded by the church god, but by church decision-making bodies. Not by the grace or will of God, but by people in the world. There is no suggestion of a forced familiarity of people with the church and none of the churches with their faithfully postulated God. Theologians deal with people’s interpretations of the Bible, leaving open the fact that both the scriptures and the interpretations are speculative – and nothing else. They hold the verb ‚believe‘ substantively captive in such a way that it is automatically connected with God and church. Internalized with rigor of the liturgy, humility and a permanently bad conscience of the believers towards the commandments. According to this, church behavior is still in this respect a principled dazzling and veiled arrogance in the sense of a pretended competence, which neither seems nor is proven to me to be awe-inspiring. (That was the exact opposite in young years…)

Since this way of thinking is numerically progressive, the fundamental persistence and the temporally unadapted appearance of the churches, even with the ‚Synodal Way‘, does not bring more people into the churches. What was the spontaneous saying from the late sixties? = ‚Under the robes… the muff of a thousand years‘. If they would abolish celibacy, let women have equal rights and the priesthood, and meet further demands, then they might have a better chance for their future existence. If they would refrain from saying sayings like the ones mentioned above and open themselves to alternative interpretations of the biblical representations, they would again have a chance to regain or at least improve their dwindling acceptance.

About 500 years ago there was Tetzel’s indulgence. Then came Luther. Just such a courageous person has been missing for a long time to perform a ‚temple cleansing x.0‘. The staff of any hierarchy in the churches appearing in the actual time seems ducked, incapable and unsuitable for adapted reforms on a grand scale. The branding of traditional behavior is no longer changeable for them. Much younger free thinkers are needed who are brave enough to hold fans under their gowns – at the highest speed.

Die reichen Kreuzdiener… The wealthy crusaders…


Deutsch

… und der Nazarener. Passt das noch zusammen? Oder hat das je zusammengepasst? Was würde der Nazarener zum milliardenschweren ‚Stuhl‘ der selbsternannten Gottesdiener sagen?  Die, die auch so prächtig daherkommen in ihren bunten Gewändern, den dicken Kreuzen vor der Brust, den Hirtenstäben in der Hand und den güldenen Hauben auf ihren Köpfen? Mit gefalteten Händen und geneigten Häuptern? Hierarchisch verwoben in einem System der Undurchsichtigkeit einer Parallelwelt mit von ihresgleichen konstruierter Gesetzgebung, die bis auf das Äußerste verteidigt und verschleiert wird. Man ist autark und lässt seine Beiträge -als Steuer deklariert – vom Staat einziehen. Die suggerierte Gottesnähe nicht zu vergessen. Alles im Sinne des Herrn? Oder wäre da nicht eine Tempelreinigung 2.0 fällig? Oder besser X.O? Der kirchlich definierte Gott als Inbegriff der Empathie, der Vergebung, der Güte und all das; der die Gläubigen bewacht und beschützt – allerdings schlussendlich auch sterben lässt. Seine Geschöpfe (denn er wird wohl immer noch als Gottvater, also Person, definiert) , die ihn, den Kreator als nicht vollkommen ausweisen und demnach nicht mit Perfektion glänzen können, werden ihn -nach den Worten Jesus‘- niemals sehen. Warum nicht? Bringt er damit zum Ausdruck, dass es ihn als Person gar nicht gibt, sondern als eine Art ‚Alles in Allem‘? (Das ist ausführlich in meinem Buch ‚Futur X – Die freie Auswahl‘ zu lesen). Das ist keine Blasphemie, sondern eine bibelbezogene Interpretation im 21. Jahrhundert.

Vor circa zweitausend Jahren gab es keine Relativitätstheorie, keine Evolutionstheorie, keine globale Kommunikation, keine Flugzeuge, keine Raumfahrt, keine instrumenten-und sondengesteuerte Astronomie und keine Suche nach Planeten in irgendeiner habitablen Zone irgendeiner Galaxie – keine Vorstellung von der Raum-Zeit-Krümmung/Biegung und von schwarzen Löchern. Geschweige denn von sogenannten Multiversen unendlichen Charakters oder von der Möglichkeit einer Über-Lichtgeschwindigkeit.

In der Zeit der Eselskarren und der vorherrschend despotischen ‚Reiche‘ spricht ein Mann Dinge in angepasster Bildersprache aus, die gepaart mit seinen Taten nicht verstanden wurden. Wer war der Mann aus Nazareth, der solche Dinge sagte und tat, die selbst heute nicht verstanden werden und den schließlich ‚eine Wolke mitnahm‘ (oder abholte?). Der Mann, der den Tempel reinigte. Der im Materialismus den Egoismus und des sich daraus erwachsenden Unrechts sah. Sollte er Klartext sprechen und wenn ja, wovon? Wenn doch seine Bildersprache in Form von Gleichnissen und seine offensichtlich übermenschlichen Fähigkeiten ihn schon der Folter aussetzten und den unverstehbar qualvollen Tod bedeuteten.

Ein Blutopfer des allmächtigen Kirchengottes in all seiner Barmherzigkeit und Güte? Leid und Tod als Kondition zur Rettung der Gläubigen? Das entspricht allerdings nicht den Vorgaben an die Geschöpfe – dargestellt in den ‚Zehn Geboten‘, für die der Schöpfer dann kein Vorbild wäre. Menschen nennen das: ‚Wasser predigen und Wein trinken‘. Da stimmt was nicht. Für mich ist das nur erklärbar, wenn ich mir kirchliche Schriftstellerei der euphemistischen, konstruiert verherrlichenden Art vorstelle. (Vorne wird eine Maus ins Dorf getrieben und hinten kommt ein Elefant heraus). Auch das ist jetzt keine Blasphemie, sondern mitten aus dem Leben in diesem Jahrhundert.

Ein extern verorteter, personifizierter Gott ist nicht nur überdenkenswert, sondern sollte einer verstehbareren Version weichen: Einer Seelenparität alles Lebenden vereint in einer Art ‚Alles in Allem‘ – und zwar nichtstofflich. In meinem genannten Buch nenne ich das die ‚Hauptdirektive aller Ebenen‘. Wir haben als Menschen das Recht und die Aufgabe, das mit den heutigen und morgigen Mitteln zu erforschen und so weit wie möglich zu begreifen. Zumindest die Sichtweisen der vergangenen Jahrhunderte und Jahrtausende tabulos zu aktualisieren. Liturgien und Beweihräucherungen bringen da nicht weiter. Das kann weiterhin machen, wer will und dabei kassieren, wie er/sie will. Und genau das gipfelt dann in einem Zustand, dass dann eine Erzdiözese über sieben Milliarden Euro Vermögen ‚transparent‘ anzeigt und das als echten Fortschritt verkauft. Sie handeln wie Konzerne. Hätte ich einige Wünsche frei, dann wäre einer davon, dass der Mann aus Nazareth mit seinen Mitteln einem solchen Treiben ein Ende setzt – und zwar unmissverständlich.

Meine Zitate (nicht singulär von Kant) heute sind:

„Der Gott der Christen ist ein Vater, der ein riesiges Aufhebens um seine Äpfel macht, aber keine großen Versuche unternimmt, seinem Sohn zu helfen.“    Denis Diderot

„Auch zitiert als: Ich kann auch wirklich nicht einsehen, wie jemand wünschen kann, dass das Christentum wahr wäre, denn wäre es das, so würde die klare Sprache des Textes erweisen, dass Menschen die nicht glauben, auf ewig bestraft würden, und das würde meinen Vater, meinen Bruder und beinahe alle meine besten Freunde einschließen. – Dies ist eine verdammungswürdige Doktrin.“ Charles Darwin

English

… and the Nazarene. Does that still fit together? Or did it ever fit together? What would the Nazarene say to the billion-dollar ‚chair‘ of the self-appointed servants of God? Those who also come along so magnificently in their colorful robes, the thick crosses in front of their chests, the shepherd’s crooks in their hands and the golden hoods on their heads? With folded hands and inclined heads? Hierarchically interwoven in a system of opacity of a parallel world with legislation constructed by their peers, defended and veiled to the utmost. One is self-sufficient and has one’s contributions – declared as taxes – collected by the state. Not to forget the suggested proximity to God. Everything in the sense of the Lord? Or wouldn’t a temple cleansing 2.0 be due there? Or better X.O? The church defined God as the epitome of empathy, forgiveness, goodness and all that; who guards and protects the believers – but ultimately also lets them die. His creatures (for he is probably still defined as God the Father, i.e. as a person), who prove him, the creator, to be not perfect and therefore cannot shine with perfection, will – according to the words of Jesus – never see him. Why not? Does he thereby express that he does not exist as a person at all, but as a kind of ‚all in all‘? (This can be read in detail in my book ‚Future X – The Free Choice‘). This is not blasphemy, but a biblical interpretation in the 21st century.

About two thousand years ago there was no theory of relativity, no theory of evolution, no global communication, no airplanes, no space travel, no instrument and probe controlled astronomy, and no search for planets in any habitable zone of any galaxy – no concept of space-time curvature/bending and black holes. Not to mention the so-called multiverse of infinite character or the possibility of a super light speed.

In the age of donkey carts and the predominantly despotic ‚empires‘, a man pronounces things in adapted imagery that, coupled with his deeds, were not understood. Who was the man from Nazareth who said and did such things, which even today are not understood, and who finally ‚took a cloud with him‘ (or picked it up?). The man who cleaned the temple. The man who saw in materialism the selfishness and the injustice arising from it. Should he speak plainly, and if so, of what? If only his pictorial language in the form of parables and his obviously superhuman abilities already exposed him to torture and meant the incomprehensibly agonizing death.

A blood sacrifice of the Almighty Church God in all his mercy and goodness? Suffering and death as a condition for the salvation of believers? This, however, does not correspond to the requirements for the creatures – represented in the ‚Ten Commandments‘, for which the Creator would then not be a model. People call this ‚preaching water and drinking wine‘. Something is not right here. For me, this can only be explained if I imagine ecclesiastical writing of the euphemistic, constructively glorifying kind. (In front a mouse is driven into the village and an elephant comes out the back). This too is not blasphemy now, but in the middle of life in this century.

An externally located, personified God is not only worth thinking about, but should give way to a more understandable version: A soul parity of all living united in a kind of ‚all in all‘ – and that nonmaterially. In my book I call this the ‚main directive of all levels‘. We as human beings have the right and the task to explore this with the means of today and tomorrow and to understand it as far as possible. At least to update the views of the past centuries and millennia without taboos. Liturgies and adulation do not help us in this. Anyone who wants to can continue to do this and collect as he/she pleases. And that is exactly what culminates in a state where an archdiocese displays over seven billion euros in assets ‚transparently‘ and sells it as real progress. They act like corporations. If I had a few wishes free, one of them would be that the man from Nazareth would put an end to such a goings-on with his means – and he would do so unmistakably.

My quotations (not singular from Kant) today are:

„The God of the Christians is a father who makes a huge fuss about his apples, but does not make any great attempts to help his son. Denis Diderot

„Also quoted as: I really cannot see how anyone can wish that Christianity were true, for if it were, the clear language of the text would show that people who do not believe would be punished forever, and that would include my father, my brother, and almost all my best friends. – This is a damnable doctrine.“ Charles Darwin

Ab wann ist Hardware alt?… When does hardware get old?…


Deutsch

Ist alte Hardware wirklich ‚alt‘? Wenn ja, ab wann?

Zeitlich betrachtet ist Hardware bereits mit dem Kauf und der Inbetriebnahme alt oder zumindest auf dem besten Wege dahin, da die Entwicklung weitergeht und Folgegeräte bereits in der Entwicklung sind. Nur… sind Computer, Desktops, Laptops, Tablets, Smartphones, ergänzendes Zubehör usw. unbedingt nach Neuerscheinung der Folgemodelle auszutauschen? Wenn das die allgemein verbreitete Annahme und Praxis wäre, dann würden die Hersteller Luftsprünge vollziehen und letztlich die Elektroschrottberge ebenfalls. Die Rohstoffe zur Herstellung (Selte Erden, Silizium etc.) mitsamt den prekären Gewinnungsmethoden würden einem solchen Schritt nicht standhalten.

Die Konsequenz ist die längere Nutzung der Geräte und Aufrüstung (z.B. RAM am PC, SSD, Graphik usw.). Das setzt natürlich voraus, dass Geräte auch reparaturfähig sind. Nicht dünner und noch dünner, sondern ein paar Millimeter mehr für tauschbare Akkus und keine Schwach- oder Sollbruchstellen. Schon bei der Konstruktion sollten die Schwerpunkte auf Langlebigkeit und Zugänglichkeit für Reparaturen und Erweiterungen gesetzt werden. Der Status quo zeigt allerdings das genaue Gegenteil und setzt immer noch auf das profitmehrende Prinzip ‚must-have‘ des Neuen. Es ist eine von der Werbung suggerierte Zwangsvertrautheit im Sinne von ‚aktuell-und-nicht-altbacken-sein‘, dann ist der Mensch ‚in‘. Das ist Sägen am Ast, auf dem ‚man‘ sitzt. Hauptsache, man hat die neuesten Produkte, die für den sogenannten Normaluser kaum oder sogar keinen Mehrwert in der Leistung haben… oder alte Peripherie wegen weggelassener Schnittstellen gar ausschließen. Wird alles hingenommen, denn es gibt ja Adapter.

Solche Überlegungen und Feststellungen haben wenig oder kaum Chancen gegen die heile Glitzerwelt der Präsentationen neuer Geräte, die dem potenziellen Käufer so vorgestellt werden, dass er einfach meist mehr als weniger begeistert mitmacht – und kauft. Da schließt sich dann der Kreis. Ganz einfach gesagt, ist das reine Verschwendung von Ressourcen auf Kosten unseres Planeten mit entsprechenden Folgen. Nicht zu schweigen von der Ausbeutung der Menschen, auf deren Kosten die Glitzerwelt aufrecht erhalten wird. Ebenso einfach gesagt, ist das die pure Arroganz des Wegsehens und der Egoismen auf Kosten derjenigen, die ihre Gesundheit und Lebenszeit auf’s Spiel setzen, um das Nötigste vom Nötigen zum Leben in realer Knechtschaft zu haben. In welchem Jahrhundert leben wir? Die unantastbare Würde des Menschen gilt also nicht für alle.

Dass das keinen Spaß macht, sowas zu denken und zu lesen (und zu schreiben), ist mir völlig klar. Einen kleinen Beitrag zur systhemischen Änderung kann da jeder leisten, der seine Geräte länger nutzt und nicht permanent alle ein oder zwei Jahre das Alte abstößt, um die Aktuellsten zu kaufen. Verbraucher, die eine solche Einstellung und Verhaltensweise teilen (je mehr, je besser!), nehmen dadurch Einfluss auf die Hersteller, die dann zur Kenntnis nehmen müssen|sollten, ihre Geräte so zu konstruieren, dass sie länger halten und reparaturfähig sind.

Abschließend: Die Überlegung, meinen iMac von 2011 gegen neu einzutauschen, habe ich verworfen. Ich rüste ihn demnächst mit 16 GB RAM auf. Ein ‚Eingriff‘, den ich selber erledigen kann – dank der Anleitung von iFixit. Die Investition in die RAM-Riegel im Vergleich zum Neukauf ergibt einen Unterschied von ca.1.500 €. Das macht Spaß…

English

Is old hardware really ‚old‘? If so, from when?

In terms of time, hardware is already old or at least well on the way to becoming old when it is purchased and put into operation, as development continues and follow-up devices are already in development. Just… are computers, desktops, laptops, tablets, smartphones, additional accessories, etc. necessarily to be replaced after the new release of subsequent models? If that were the common assumption and practice, then manufacturers would take leaps in the air and ultimately so would the mountains of electronic waste. The raw materials for production (rare earths, silicon etc.) together with the precarious extraction methods would not withstand such a step.

The consequence is the longer use of the devices and upgrades (e.g. RAM on the PC, SSD, graphics etc.). This of course presupposes that devices are also reparable. Not thinner and even thinner, but a few millimetres more for replaceable batteries and no weak or predetermined breaking points. Already at the design stage the emphasis should be on durability and accessibility for repairs and expansions. The status quo, however, shows the exact opposite and still relies on the ‚must-have‘ principle of the new. It is a forced familiarity suggested by advertising in the sense of ‚being up-to-date and not old-fashioned‘, then the human being is ‚in‘. That is sawing the branch on which ‚one‘ sits. The main thing is to have the latest products that have little or no added value in terms of performance for the so-called normal user… or even exclude old peripherals because of omitted interfaces. Everything is accepted, because there are adapters.

Such considerations and statements have little or no chance against the intact glitter world of the presentation of new devices, which are presented to the potential buyer in such a way that he simply participates more than less enthusiastically – and buys. That’s where the circle closes. Quite simply put, this is pure waste of resources at the expense of our planet with corresponding consequences. Not to mention the exploitation of people at whose expense the glittering world is maintained. Just as simply said, it is the pure arrogance of looking away and selfishness at the expense of those who risk their health and life time to have the bare necessities from the necessary to live in real bondage. What century are we living in? The inviolable dignity of man does not apply to all.

That it’s no fun to think and read (and write) something like this is completely clear to me. A small contribution to the systhemic change can be made by everyone who uses his devices for a longer time and doesn’t permanently throw away the old every one or two years to buy the latest ones. Consumers who share such an attitude and behaviour (the more, the better!) thereby influence the manufacturers, who then have to take note|should design their devices to last longer and be repairable.

In conclusion, I have abandoned the idea of trading in my 2011 iMac for a new one. I will soon upgrade it with 16 GB RAM. A ‚procedure‘ that I can do myself – thanks to the iFixit manual. The investment in the RAM bars compared to the new purchase makes a difference of about 1.500 €. That makes fun…

Smartphoneverkäufe rückläufig… Smartphone sales down…


Deutsch

Einige Male habe ich hier gehofft, gewünscht, dass technische Geräte nicht, wie die Hersteller es bewerben, kurzfristig durch Nachfolgemodelle ersetzt, sondern länger genutzt werden. Beispiel Smartphones. Sieht man sich die Preise ab dem mittleren Segment an, dann ist es schwer verständlich, dass solch wertvolle Geräte für die (Hosen-) Tasche nach einem oder zwei Jahren ersetzt werden. Allein die Vorstellung, welche und wieviele Rohstoffe für die Herstellung benötigt werden, sollte durch die begrenzten Ressourcen auf diesem Planeten zumindest nachdenklich stimmen. Also länger genutzt werden. Hinzu kommen die prekären Arbeitsverhältnisse bei der Rohstoffgewinnung – ich nenne das konkret Menschenverachtung. Des Einen Leid ist in der Folge der Luxus des Anderen. Deshalb:

Da las ich heute in der FAZ, dass der Smartphoneverkauf rückläufig ist und in diesem Jahr bei ca. -18 % liegen soll. Zurückzuführen nicht nur auf Covid-19, sondern auch auf einen Mentalitätswandel bei dem Thema hinläuft. Die Geräte werden also länger genutzt. Das ich das erleben darf…

Ich rede und schreibe nicht nur davon, sondern lebe das auch. Mein Blackberry Passport ist 6 Jahre alt und wird von mir benutzt, bis es auseinander fällt oder nicht mehr sinnvoll zu gebrauchen ist. Ist das altbacken? Wenn ja, dann haben Ignoranz und Egoismus in einer Weise gewonnen, die das Wackeln dieses Planeten schon lange bestimmen.

English

Some times I have hoped here, wished that technical devices would not be replaced by successor models in the short term, as the manufacturers advertise, but rather used for longer. Take smartphones, for example. Looking at the prices starting in the middle segment, it is hard to understand why such valuable devices for the (trouser) pocket are replaced after one or two years. Just the idea of which and how many raw materials are needed for production should at least make you think about the limited resources on this planet. So they can be used longer. In addition, there are the precarious working conditions in the extraction of raw materials – I call this contempt for human beings. As a result, one person’s suffering is the luxury of another. Therefore:

So I read in the FAZ today that smartphone sales are declining and are expected to be around -18% this year. This is not only due to Covid-19, but also to a change in mentality on the subject. This means that the devices will be used for longer. That I may experience this…

I do not only talk and write about it, but I live it. My Blackberry Passport is 6 years old and is used by me until it falls apart or is no longer useful. Is that old-fashioned? If so, then ignorance and selfishness have won in a way that has been determining the shaking of this planet for a long time.

Tierethik – bei den Zahlen ? … Animal ethics – with the numbers ? …


Deutsch

Tierethik (?)

2019 wurden in deutschen Schlachthäusern 760 Millionen Tiere getötet.

Im Detail:

620 Millionen Hühner 
55 Millionen Schweine
3 Millionen Rinder
Hinzu kommen mehr als 18.500 Tonnen Fisch aus Aquakulturen.

Die Zahlen sind aus der FAZ und damit für mich seriös.

Jedes dieser Lebewesen war beseelt !

Die angefügte Karrikatur stammt wieder mal aus dem ‚Wahren Jakob‘ vor ca. 100 Jahren und ist -fügt man die Kriegs-und andere Gewaltopfer der Menschen hinzu- das größte Armutszeugnis der Menschheit. Ein Boumerang, dessen Aufschlag ich nicht mehr erleben möchte.

Gegen die Achtung vor dem Leben hat die Menschheit eine Herdenimmunität erreicht. Dummheit und Arroganz feiern eine Art Dauerhochzeit. 

Um diesen blau-roten Planeten können intelligentere, extraterrestrische Entitäten nur einen ganz großen Bogen machen!

Das wird wohl auch so sein.

Kant: ‚Sapere aude!‘ (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen).

English

Animal ethics (?)

In 2019, 760 million animals were killed in German slaughterhouses.

In detail:

620 million chickens
55 million pigs
3 million cattle
In addition, there are more than 18,500 tonnes of fish from aquacultures.

The numbers are from the FAZ and therefore serious for me.

Each of these creatures was animated !

The attached caricature is once again from the ‚True Jacob‘ about 100 years ago and is – if you add the victims of war and other human violence – the greatest testimony of humanity. A boomerang, whose impact I do not want to experience any more.

Against the respect for life, humanity has achieved herd immunity. Stupidity and arrogance celebrate a kind of permanent marriage.

More intelligent, extraterrestrial entities can only give this blue-red planet a wide berth!

I suppose it will be.

Kant: ‚Sapere aude!‘ (Have courage to use your own intellect)

Die Berserker… The Berserkers…


Deutsch

Schlachtindustrie – ohne Wissen und Gewissen…

Alles, was durch vermeidbare Handlungen direkt Leid und Tod erzeugt, ist evolutionär kontraproduktiv und sollte schlichtweg gesetzlich verboten (!) werden.

Exakt das gilt auch für die von mir nicht mehr zu verstehende und als notwendig dargestellte Handlungen der Spezies Mensch:
Fabrikmäßige Schlachtungen (Schlachthäuser).

Das ist ‘Seelenpoker‘. Verdeutlicht werden soll damit, dass der tötende Mensch sowohl für das Tier als auch für sich das höchste Risiko eingeht, dass vorstellbar ist:
Die völlige Ungewissheit, was das bewirkt und bewirken kann, wird einfach verdrängt.
Welche Ungewissheit?
Gemeint ist die offene Frage, was denn nun nach der Entseelung passiert. Die Nichtstofflichkeit (Seele) des Tieres als Opfer ist schuldfrei. Der Täter allerdings kann sich nicht sicher sein, dass seine Tat nach seinem eigenen Tod hinterfragt wird. Unabhängig von wem oder was. Christen nennen das ‘Das Jüngste Gericht’. Das Risiko kann ja auch keines sein, weil die Argumentation der Notwendigkeit und damit des Allgemeininteresses (Volksernährung) vorgeschoben wird?

Klarheit darüber kann niemand haben, nur die Fähigkeit zur Abwägung des eigenen Risikos existiert nicht mehr, weil das einfach verdrängt wird.
Hier herrscht ganz klar die niederfrequente Denkweise: ‘Es wird schon gutgehen, weil das notwendig war und ist.
Das ist Poker… Seelenpoker.
Allerdings mit etwas, das in der Folge Alles oder Nichts sein kann. –
Es will sich mir nicht erschließen, dass der Abbau von Aggressionen durch Aggressionen (Aggression=Töten!) erreicht wird, die das finale Ende eines Lebewesens zur Folge hat. Das ist also kein schlüssiges Argument zur Rechtfertigung sowohl der Jagd als auch der Schlachtung von (Nutz- oder Wild-) Tieren zur Nahrungsbeschaffung.

Christen sollten in der Bibel dazu die Genesis 1 und 9 lesen. Die Ernährungsanweisung des biblischen Schöpfers. Deutlicher und konträrer geht es wohl nicht. Anweisungen in zwei entgegengesetzte Richtungen. Und das im sogenannten ‚Buch der Bücher‘.

Fazit: In diversen Beiträgen hier im Blog wurde und wird deutlich, auf welch geistigem Niveau sich die Akzeptanz und Toleranz dieser Menschheit bewegt. Das wird sich erst dann ändern, wenn global erkannt wird, dass Lebewesen mit einem Gesicht, einem zentralen Nervensystem, einem Blutkreislauf und dem Empfinden von Leid und Freude nicht (mehr) zur Nahrungsquelle des Menschen gehören. Massentierhaltung ist verwerflich und … schließlich fabrikmäßiges, kommerzielles Töten von Leben ist ein Verbrechen.

Soviel zu Tönnies und Konsorten. Tiere werden in Massen entseelt; Mitarbeiter hausen menschenunwürdig in diesem recht reichen Land und nun noch Lohnersatzansprüche an den Staat für coronabedingte Ausfallzeiten.

Wie war das weiter vorher noch mit dem ‚Seelenpoker‘? Die Formulierung dieses Beitrages könnte auch deutlicher, also vulgärer ausfallen – nur… das ist nicht mein Ding. –

Kant: ‚Sapere aude!‘ (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen).

English

Slaughter industry – without knowledge and conscience…

Everything that directly causes suffering and death through avoidable actions is evolutionarily counterproductive and should simply be prohibited (!) by law.

Exactly the same applies to the actions of the human species, which I no longer understand and which I have presented as necessary:
Factory slaughters (slaughterhouses).

It’s soul poker. The idea is to make it clear that the killer is taking the highest risk imaginable, both for the animal and for himself:
The complete uncertainty of what it can and cannot do is simply pushed aside.
What uncertainty?
What is meant is the open question of what happens after the desensualization. The non-materiality (soul) of the animal as a victim is free of guilt. The perpetrator, however, cannot be sure that his act will be questioned after his own death. Regardless of who or what. Christians call this ‚The Last Judgment‘. The risk can’t be one either, because the argumentation is put forward as being necessary and thus in the general interest (feeding the people)?

No one can be clear about this, only the ability to weigh up one’s own risk no longer exists, because this is simply suppressed.
Here, the low-frequency way of thinking clearly prevails: ‚It will be all right, because it was and is necessary‘.
This is poker… soul poker.
But with something that can be all or nothing in the end. –
It will not be revealed to me that the reduction of aggression is achieved by aggression (aggression=killing!), which results in the final end of a living being. So this is not a conclusive argument to justify both the hunting and the slaughtering of (farm or wild) animals for food.

Christians should read Genesis 1 and 9 in the Bible. The dietary instructions of the biblical creator. It could not be clearer or more contrary. Instructions in two opposite directions. And that in the so-called ‚Book of Books‘.

Conclusion: In various contributions here in the blog it became and becomes clear on which spiritual level the acceptance and tolerance of this humanity is moving. This will only change when it is globally recognized that living beings with a face, a central nervous system, a blood circulation and the feeling of suffering and joy are not (any longer) part of the human food source. Factory farming is reprehensible and … finally, factory-based, commercial killing of life is a crime.

So much for Tönnies and cohorts. Animals are deseased en masse; employees live inhumanely in this quite rich country and now still have wage compensation claims on the state for corona-related downtime.

What was it like before with the ’soul poker‘? The wording of this article could also be clearer, i.e. more vulgar – just… that’s not my thing. –

Kant: ‚Sapere aude!‘ (Have courage to use your own intellect)


* Jean-Jacques Rousseau…


Das Buch ‚Emile – oder über die Erziehung‘ von Jean-Jacques Rousseau (* 28.06.1712 – † 02.07.1778) habe ich in jungen Jahren inhaltlich nur zur Kenntnis genommen. Erst vor Jahren kaufte ich es als gebundene Version, nahm mir die Zeit zum Lesen und habe es dann regelrecht verschlungen (959 Seiten).

Dabei entstanden von mir handgeschriebene, für mich zeitlos herausragende Zitate aus dem Buch, die ich zu seinem 308 Geburtstag heute hier poste. Erstaunlich dabei ist die Tatsache, dass menschliche Verhaltens- und Denkweisen Jahrhunderte überdauern … oder noch länger, weil sie zeitlose Gültigkeit zu haben scheinen. Allein dieses Posting verdeutlicht, welche Bedeutung dieser Mann für mich hatte und hat. Und zwar unabhängig von seinem (deutlich kritisierbaren) Privatleben, das er selber in seinen ‚Bekenntnissen‘ aus seiner Sicht sehr offen darlegt.
Das sind wortwörtliche Mitschriften aus dem ‚Emile‘. Ich hoffe, meine Handschrift ist einigermaßen lesbar. Die Aussagen sind dermaßen semantisch knallhart (für die Zeit) und immer noch so zeitgemäß, dass das nicht vergessen werden sollte. Das ganze Buch zu lesen, ist sicherlich für Einige (oder Viele) eine auch zeitliche Zumutung, doch auf der 959sten Seite angekommen, liest man die letzten drei Worte, von denen sich Kant morgens von seinem Diener wecken ließ: >Es ist Zeit<

..Soviel zu ‚Nutztieren’… So much for ‚farm animals’…


Eigene Sprüche © in dem Zusammenhang, die durchaus radikal klingen .. aber meine persönliche Meinung dazu verdeutlichen ( Realbezug Schlachthäuser- ich musste das einmal loswerden) :

Es gibt eine überirdische Toleranz – oder … vorab – nur einfaches Nachdenken

Keiner kennt seine Zukunft – aber die Zukunft kennt dich

In jeder Fleischmahlzeit manifestiert sich die Grabeskälte liebevoll zubereiteter Tierkadaver

Wenn Gott beim Jüngsten Gericht einem Tier im Urteil die Entscheidung überlässt, dann ‘gnade uns Gott‘

Den Rindern Tiermehl als Nahrung zu geben ist das Gleiche, als Menschen die Asche aus Krematorien als Soßenbinder  unterzujubeln

Menschen genießen Fleisch in `Sterne-Hotels´ – Tiere genießen die Momente menschlicher Zuneigung

Schlachthäuser sind eine real existierende Gotteslästerung

Das 21-ste Jahrhundert braucht keine blutigen Steaks, keine temporär verwesungsverzögernde Eingriffe zur Erhaltung genießbarer Tierleichenteile –  es braucht die Erkenntnis, seine Mahlzeiten nicht von Auftragskillern vorbereiten zu lassen

Mit jedem Schlachten eines Tieres reduziert sich die Hoffnung auf Erlösung

Wer ein Tier töten kann, der kann auch einen Menschen töten

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Elitesoldaten Vegetarier sind

So lange das Fleisch toter Tiere ein Nahrungsmittel für Menschen ist, gibt es keinen realen Frieden auf diesem Planeten

Tiere sind in unserer Gesellschaft eine `zuliefernde´ Randgruppe, doch eine funktionierende Demokratie zeichnet sich durch die Toleranz von Randgruppen aus

Der Holocaust ist nicht mit der Entnazifizierung abgeschlossen, er endet mit dem Abriss des letzten Schlachthauses

Der Mensch bezahlt für Wurst und Fleisch – das Tier mit seinem Leben

Gegen die Vivisektion ist das Schächten ein `kurzer Prozeß´

Die Todesangst geschlachteter Tiere wird mit jeder Muskelfaser verinnerlicht

Wenn du glaubst intelligenter zu sein als ein Tier – dann versuch einmal wie ein Tier zu denken

(heute ohne das übliche Kant-Zitat)

English

Own sayings © in this context, which sound quite radical … but clarify my personal opinion about it (real reference slaughterhouses- I had to get rid of that once) :

There is a supernatural tolerance – or … beforehand – only simple thinking

No one knows his future – but the future knows you

In every meat meal the cold of lovingly prepared animal carcasses manifests itself

When at the Last Judgment God leaves the decision to an animal in judgment, then ‚God has mercy on us

Giving the cattle meat-and-bone meal as food is the same as using the ashes from crematoria as a sauce thickener

People enjoy meat in ’star hotels‘ – animals enjoy the moments of human affection

Slaughterhouses are a real blasphemy

The 21st century needs no bloody steaks, no temporary decay-retarding interventions for the preservation of edible animal carcass parts – it needs the knowledge not to have its meals prepared by contract killers

With each slaughter of an animal the hope of salvation is reduced

If you can kill an animal, you can kill a human

I can’t imagine elite soldiers being vegetarians

As long as the meat of dead animals is food for humans, there is no real peace on this planet

In our society, animals are a ‚to be supplied‘ fringe group, but a functioning democracy is characterised by the tolerance of fringe groups

The Holocaust is not finished with denazification, it ends with the demolition of the last slaughterhouse

Man pays for sausage and meat – the animal with his life

Against vivisection, butchering is a ’short process

The fear of death of slaughtered animals is internalised with every muscle fibre

If you think you are more intelligent than an animal – then try to think like an animal

(today without the usual Kant quote)

Das arrogante Herrendenken (Teil 4)…


Deutsch

(Auszug aus meinem Buch „Futur X – Die frei Auswahl“ (Teil 4 von 4) :

„Vorhin habe ich das Wort ‘Seelenpoker‘ benutzt. Verdeutlicht werden soll damit, dass der tötende Mensch sowohl für das Tier als auch für sich das höchste Risiko eingeht, dass vorstellbar ist:
Die völlige Ungewissheit, was das bewirkt und bewirken kann, wird einfach verdrängt.
Welche Ungewissheit?
Gemeint ist die offene Frage, was denn nun nach der Entseelung passiert. Die Nichtstofflichkeit (Seele) des Tieres als Opfer ist schuldfrei. Der Täter allerdings kann sich nicht sicher sein, dass seine Tat nach seinem Tod hinterfragt wird. Unabhängig von wem oder was. Christen nennen das ‘Das Jüngste Gericht’. Das Risiko kann ja auch keines sein, weil die Argumentation der Notwendigkeit und damit des Allgemeininteresses (Volksernährung) vorgeschoben wird. –
Klarheit darüber kann niemand haben, nur die Fähigkeit zur Abwägung des eigenen Risikos existiert nicht mehr, weil das einfach verdrängt wird.
Hier herrscht ganz klar die niederfrequente Denkweise: ‘Es wird schon gutgehen, weil das notwendig war und ist.‘
Das ist Poker… Seelenpoker.
Allerdings mit etwas, das in der Folge Alles oder Nichts sein kann. –
Es will sich mir nicht erschließen, dass der Abbau von Aggressionen durch Aggressionen (Aggression=Töten!) erreicht wird, die das finale Ende eines Lebewesens zur Folge hat. Das ist also kein schlüssiges Argument zur Rechtfertigung sowohl der Jagd als auch der Schlachtung von (Nutz- oder Wild-) Tieren zur Nahrungsbeschaffung.
Gänzlich unverständlich (eigentlich ist das vorher Gesagte faktisch nicht steigerbar!) ist die Vivisektion {(Tierversuche an (lebenden) Tieren)!}.
Tiere zu internieren, ist schon prinzipielle Tierquälerei durch Freiheitsentzug. Tiere zu züchten, um dann -auch schmerzhafte- Versuche respektlos vor Leben und Gesundheit an und mit ihnen durchzuführen, ist pervers.“

Als Argument zur angeblichen Notwendigkeit wird wissenschaftliche Forschung zum Vorteil der Menschen genannt. (Z.B. Medizin/ Pharmakologie/ Kosmetik usw.). Leid durch Folter -etwas anderes ist das nicht!- körperlich und seelisch, sowie der anschließend derart herbeigeführte Tod kann nicht akzeptabel sein. Das erfüllt sicherlich den Straftatbestand des Vorsatzes.
Es ist die -nach dem Töten- wohl respektloseste und niederträchtigste Art des Umganges mit Tieren.
Angeblich gibt es Alternativen, die ich zu diesem Zeitpunkt (leider noch) nicht detailliert oder gar nicht beurteilen kann.
Die Erfahrung zeigt mir, dass die Inhalte dieses Kapitels in den betreffenden Teilen der Gesellschaft auf massive Kritik stoßen und aufgrund der sie stützenden Gesetzgebung auch weiterhin stoßen werden. Damit lebe ich bewusst und offen kritisch seit drei Jahrzehnten. – (Stand: 2017).
Kompromisse zu und in diesen Themenbereichen kannte ich bislang nicht und lehne ich auch entschieden ab, da Leid und Tod Kompromisse ausschließen und zumindest der Tod in seiner Konsequenz unumkehrbar ist.“

Ende der Buchauszüge… zu diesem Themenkreis …

 

Wer es tatsächlich bis hierher lesend geschafft hat, wird sicher Bekanntes und auch ’nicht so ganz Bekanntes‘ wahrgenommen haben. Kopfschütteln ist die oftmalige Reaktion… doch – die Fakten bleiben. Wegdiskutieren lässt sich Vieles, wenn mensch im Status quo verharren will. 

Es darf niemals vergessen werden, dass das ‚Leben‘ die höchste Priorität hat und dessen Erhalt und Achtung sich alles unterzuordnen hat. 

Die Würde des Lebens ist unantastbar. Das gilt uneingeschränkt für die Fauna. Die genießbaren Teile der Flora sind die Energielieferanten des Homo sapiens – sofern dieser die nächste Evolutionsstufe erklimmen will.

Danke für die Geduld…

Kant: ‚Sapere aude!‘ (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen).

 

English

(Excerpt from my book „Futur X – Die frei Auswahl“ (part 4 of 4) :

„Earlier I used the word ’soul poker‘. This is to illustrate that the killing human being takes the highest risk imaginable, both for the animal and for himself:
The total uncertainty of what it can and cannot do is simply pushed aside.
What uncertainty?
What is meant is the open question of what happens after the desensualization. The non-materiality (soul) of the animal as a victim is free of guilt. The perpetrator, however, cannot be sure that his deed will be questioned after his death. Regardless of who or what. Christians call this ‚The Last Judgment‘. The risk cannot be one, either, because the argument is put forward on the grounds of necessity and thus of the general interest (feeding the people). –
Nobody can be clear about this, only the ability to weigh up one’s own risk no longer exists, because this is simply suppressed.
Here, the low-frequency way of thinking clearly prevails: ‚It will be all right, because it was and is necessary‘.
This is poker… soul poker.
But with something that can be all or nothing in the end. –
It will not be revealed to me that the reduction of aggression is achieved by aggression (aggression=killing!), which results in the final end of a living being. So this is not a conclusive argument to justify both the hunting and the slaughtering of (farm or wild) animals for food.
Completely incomprehensible (actually, what has been said before is factually not improvable!) is the vivisection {(animal experiments on (living) animals)!
To intern animals is already in principle cruelty to animals by deprivation of liberty. To breed animals in order to then carry out – even painful – experiments on and with them without respect for life and health is perverse.

Scientific research for the benefit of mankind is cited as an argument for the alleged necessity. (e.g. medicine / pharmacology / cosmetics etc.). Suffering through torture – that is nothing else! – physically and mentally, as well as the subsequent death brought about in such a way, cannot be acceptable. This certainly fulfils the criminal offence of intent.
It is – after killing – probably the most disrespectful and meanest way of dealing with animals.
Allegedly there are alternatives, which I cannot (unfortunately yet) judge in detail or at all at this point in time.
Experience has shown me that the contents of this chapter have met with massive criticism in the relevant parts of society and will continue to do so because of the legislation supporting it. I have lived with this criticism consciously and openly for three decades. – (Status: 2017).
I have never known any compromises on and in these subject areas and I am also firmly opposed to them, since suffering and death exclude compromise and at least death in its consequence is irreversible.“

End of book excerpts… on this subject…

Those who have actually made it to this point will certainly have noticed familiar and ’not so familiar‘ things. Shaking your head is the frequent reaction… but – the facts remain. Many things can be discussed away if you want to remain in the status quo.

It must never be forgotten that ‚life‘ has the highest priority and that everything must be subordinated to its preservation and respect.

The dignity of life is inviolable. This applies unreservedly to fauna. The edible parts of the flora are the energy suppliers of Homo sapiens – if he wants to climb the next evolutionary step.

Thanks for your patience…

Kant: ‚Sapere aude! (Have courage to use your own mind).