Kapazitive Tastatur von Apple ?… Capacitive keyboard from Apple ?


Deutsch

Kapazitive Tastatur von Apple ?

Apple will ein ‚uraltes‘ Patent neu erfinden und hat es als Patent angemeldet. Klingt nicht nur komisch – ist es aber. Das gehört wohl zur Philosophie des Unternehmens aus Cupertino (dessen Produkte in seit 1995 benutze), denn genau damit fing es eigentlich an, z.B. mit der Maus, die nicht Apples Erfindung war, sondern eine von Xerox und noch weiter vorher, in den 60er Jahren, vom Stanford Research Institute (SRI). Jobs war clever und beschuldigte später Gates, dass dieser Windows von MacOS abgekupfert hat. Und so weiter… Alles Vergangenheit…

Nun lese ich von der Anmeldung eines Patentes für eine sensitive Tastatur. Das zweiteilige Bedienkonzept -Tastatur/Trackpad- bei den MacBooks soll zu einer Bedieneinheit verschmolzen werden. D.h., das die Finger nicht mehr von der Tastatur zum Trackpad -oder umgekehrt- wechseln, sondern die Tastatur das Trackpad quasi beinhalten. Wischgesten auf der Tastatur. –

DAS KENNE ICH VON MEINEM BLACKBERRY PASSPORT! (Siehe entsprechende Beiträge hier im Blog).

Also nichts Neues! Nur – modifiziert wird es zu einer neuen Erfindung und dann zu einem neuen Patent. Nach dem Newton vergingen zehn Jahre und beim iPad dreizehn Jahre und neue Geräte wurden aktualisiert und modifiziert aus dem Hut gezaubert. Wer sollte sich da noch an den Newton erinnern? Jobs verpöhnte einen Styles und heute – gibt es den Apple-Pencil.

Bei den iPhones und iPads vermisse ich den (Blackberry-) Hub, in dem alle Informationen zusammenlaufen und entsprechend chronologisch aufgelistet werden. Die Informationszentrale schlechthin! Und natürlich die blinkenden LEDs, die eingehende Informationen signalisieren. Und natürlich – die physische Tastatur, die gleichzeitig als Trackpad funktioniert , usw. usw… Wenn das alles Schnee von gestern ist, dann stellt sich die Frage, warum das nun wieder aktuell modifiziert als ‚Neu‘ verkauft werden soll und wird.

Auf dem ‚Alten‘ aufbauen, es verbessern und weiterentwickeln ist immer richtig. Es sollte nicht so getan werden, als ob das Rad wieder neu erfunden werden müsste. Alles PR? Was sonst! –

Damit ist mein 5 Jahre altes Blackberry Passport sogar seiner Zeit voraus. Etwas gemütlicher als mein iPhone – aber geschmeidiger im Bedienkonzept mit kapazitiver Tastatur …

Auch über so einen kleinen Beitrag zur Reduzierung der Elektroschrottberge freuen sich Umwelt und Klima.

English

Capacitive keyboard from Apple ?
Apple wants to reinvent an ‚ancient‘ patent and has applied for a patent. Not only sounds funny – but it is. It’s probably part of the philosophy of the company from Cupertino (whose products I’ve been using since 1995), because that’s exactly where it all started, e.g. with the mouse, which was not Apple’s invention, but one of Xerox and even before that, in the 1960s, from the Stanford Research Institute (SRI). Jobs was clever and later accused Gates of copying Windows from MacOS. And so on… All in the past…

Now I read about the patent application for a sensitive keyboard. The two-part operating concept -keyboard/trackpad- of the MacBooks is to be merged into one operating unit. This means that the fingers no longer switch from the keyboard to the trackpad – or vice versa – but the keyboard virtually contains the trackpad. Wipe gestures on the keyboard. –

I KNOW THIS FROM MY BLACKBERRY PASSPORT! (See corresponding posts here in the blog).
So nothing new! Only – modified it becomes a new invention and then a new patent. After the Newton, ten years passed and with the iPad, thirteen years passed and new devices were updated and modified. Who should remember the Newton then? Jobs frowned upon one style and today – there is the Apple pencil.

With the iPhones and iPads I miss the (Blackberry-) Hub, where all information comes together and is listed chronologically. The information center par excellence! And of course the flashing LEDs that signal incoming information. And of course – the physical keyboard, which also functions as a trackpad, etc. etc… If this is all water under the bridge, then the question arises, why should and will it be sold as ’new‘ in a modified version?

Building on the ‚old‘, improving and developing it is always right. It should not be done as if the wheel has to be reinvented. All PR? What else! –

This means that my 5 year old Blackberry Passport is even ahead of its time. Slightly more comfortable than my iPhone – but smoother in its operating concept with sensitive keyboard …

The environment and climate are also pleased about such a small contribution to reducing the mountains of electronic waste.

Translated with DeepL

20 Jahre (mein) iBook


Einer Maschine zum Geburtstag zu gratulieren, ist tatsächlicher Unsinn. Mein hier bebildertes iBook ist mehr als nur eine ‚einfach nur schöne‘ Maschine – es ist wahrscheinlich unverwüstlich, braucht nicht einmal einen Lüfter und hat eine Tastatur, die noch heute zu bauen nicht mehr möglich zu sein scheint – und so weiter…

Ob ich in 20 Jahren das von meinem ‚Pro‘ und ‚Air‘ in ähnlicher Weise sagen kann, bezweifle ich. Hier mache ich jetzt keinen langen Text, denn die Specs sind im Netz nachzulesen. Das waren/sind immer noch keine ‚Mainstream-Rechner’… Alt und schön muss kein Widerspruch sein. Entschleunigung…

Also: Herzlichen Glückwunsch iBook !

 

‚Lady in black‘ …


Vor 4 Jahren schrieb ich hier einen Artikel über meine alte Computerhardware, die immer noch funktioniert und nicht kaputt zu kriegen ist. U.a. über das Apple Powerbook G3 firewire, Codename ‚Pismo‘. Ein echter Oldtimer … und einer der schönsten (für mich jedenfalls). Die sog. ‚Specs‘ muten heute an, als wäre von einem Dinosaurier die Rede:  500 MHz. und mittlerweile -aufgerüstet- das Maximum an RAM: 1 GB !

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Mit diesem Gerät hat der Hersteller (Apple) bewiesen, dass Computer benutzerfreundlich konzipiert und unter die Leute gebracht werden können. Das Innenleben ist vollständig zugänglich. Zwei Einschübe erlauben den Betrieb von zwei Akkus, die ‚hot-swappable‘ sind; also im laufenden Betrieb einer davon entfernt und gegen ein DVD-Laufwerk getauscht werden kann, ohne dass die Kiste abstürzt! Nicht alles Alte ist überholt. Nur … der Zeitgeist hat sich geändert. Nachhaltigkeit ist wohl nicht mehr in der Imposanz anzutreffen. (Neue MacBook Pro in der Preislage meines Pismo -also ca. 3-5 Tsd. € je nach Ausstattung- haben Bildschirm- und weitere Probleme, allgemein nicht mehr zugängliches Innenleben etc.).
Nach 19 Jahren hat sich dieses zauberhafte Gerät eine ‚Wellnessanwendung‘ verdient : eine SSD. 128 GB Speicherkapazität  -genauso wie 1 GB RAM-  waren vor 19 Jahren in einem Laptop noch gar nicht möglich. Wie hat meine ‚Lady in Black‘ darauf reagiert? Nach dem Einbau der SSD  (gekauft aus Irland für 95 €) und dem Einschalten flog der Ladebalken von links nach rechts. Ich traute meinen Augen nicht. Das übertraf die Erwartungen. –

In den Anwendungsprogrammen (Word/Excel etc.) ist mit der SSD in der alten Hardware kein langsameres Arbeiten im Vergleich zum wesentlich neueren MacBook Pro zu erkennen, ob man es glaubt oder nicht. Unter Mac OS 9 und dem damaligen MS Office 2001 ist Erstaunliches zu sehen: Die Oldies sind schneller als die aktuelle Hard-und Software. Woran liegt das? Ganz eindeutig an der ‚Überfrachtung‘ der neueren Office-Suite, die wesentlich mehr -meistens nicht benötigten- ‚Krims-Krams‘ laden muss. Da bin ich doch gerne temporär unmodern. –

Diese Aussagen passen genau in das Konzept von iFixits Reparaturmanifest:

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Das ist natürlich nicht im Sinne der Hersteller. Diesem Planeten käme das allerdings zugute – so wie die SSD meiner ‚Lady in black‘.

‚Schneller, höher, weiter‘ ist nicht das Konzept der Zukunft. Nachhaltigkeit ist recoursenschonend im Hinblick auf den Zustand dieses blauen Planeten.

Darüber zielführend nachzudenken, führt zu der Frage, warum z.B. ein funktionierendes Smartphone nach 2 Jahren -im Sinne der Hersteller- gegen ein neues ausgetauscht werden sollte. Das gilt für sicherlich alle technischen Gerätschaften. Das ist ‚Denkstoff‘ für jeden.

 

 

Kant: ‚Sapere aude!‘ (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!).

Header-Bild – (‚Think different‘)


Das Header-Bild zeigt mein Apple-Powerbook 1400 c von 1996. Es ist also kein Foto, an dem  jemand anders Ursprungsrechte hat. – (Die abgebildeten Logos und Texte sind öffentlich zugänglich).

Ein Dinosaurier aus heutiger Sicht. Einer, der allerdings immer noch lebt. 22 Jahre alt. Dieser tragbare Rechner hat die beste Tastatur, auf der ich je geschrieben habe. Mit (teurem) Prozessorupgrade aus den USA . Noch kein USB und ohne LAN-Buchse; geschweige denn WlAN… ja, so war das. Blanke Nostalgie. –

Im vergangenen Jahr ist mir dieses wunderbare Teil der Computergeschichte im ausgeschalteten Zustand aus der Hand und auf den Boden gefallen. Dabei brachen die beiden Halterungsscharniere des Bildschirms ab, und der Bildschirm lag daneben. Nach dem Entsetzen stellte ich den noch mit dem Kabeln am Rechner verbundenen Bildschirm hinter der Tastatur schräg auf und schaltete beherzt den Rechner wieder ein und was passierte? =

Der Apple-Gong erschallte, der Bildschirm wurde hell und der Rechner fuhr hoch. Das bedarf keines weiteren Kommentars.—

Leider ist es extrem schwierig, entsprechende Ersatzteile aufzutreiben, um dieses wohl unverwüstliche Teil vergangener Anwenderfreundlichkeit wieder ‚hübsch‘ aussehen zu lassen. Allerdings kann auch hier dem Schicksal eine Ironie abgewonnen werden: Es folgt der aktuellen Vorstellung einiger Hersteller, die Rechner mit abnehmbarem Bildschirm verkaufen, die sie dann als Hybrid (Tastatur und Tablet) anpreisen. Allerdings schwer vorstellbar, dass solche Geräte nach 22 Jahren eine beschriebene Prozedur überstehen würden – oder besser… das Alter überhaupt erreichen.

Wie hieß der Werbeslogan zu der Zeit: „Think different“.

 

IOS


Über Fakten zu streiten, ist relativ sinnlos, denn sie sind Realität. Realitäten im Positiven zu ändern ist allerdings die Folge kritischer Auseinandersetzung mit eben ‚Fakten‘ und werden letztlich erstritten. Das klingt verdreht und muss nicht immer dahin münden, dass das jeweils Neue besser, sinngebender oder folgerichtiger im optimierenden Sinne ist. Also Ansichtssache. Nicht immer…

Die Entwicklung (Anwendung) von Apples IOS konnte ich von Anfang an verfolgen. Vom iPad1 bis aktuell dem iPad mini 4. Nicht nur die Hardware, sondern ebenfalls die Software (also das Betriebssystem) wurden weiterentwickelt … das IOS. Am iPad1 war das Oberflächendesign noch skeuoporphisch (realistische Abbildungen vertrauter Gegenstände, Dinge), während dann das Flat-Design (sog. flache Darstellung) folgte. Die Diskussionen darüber sind Vergangenheit … oder doch nicht so ganz? Lege ich iPad1 und iPad mini4 nebeneinander, dann erkenne ich den Unterschied sehr deutlich.
Der Vergleich zeigt das iPad mini4 und das iPad1.                                                            Einerseits die skeuomorphische und andererseits die flache Oberfläche. Der Unterschied mag nicht unbedingt extrem aussehen, doch … bei längerem Arbeiten wird der Unterschied deutlich – alles immer subjektiv betrachtet. Fortschritt hat in der Wahrnehmung einen positiven Begleiter und sollte eine prinzipielle Verbesserung gegenüber dem Vorherigen sein. Das ist ein Konjunktiv. Nur… Fortschritt sollte hin und wieder auch mal eine Pause machen. Nämlich dann, wenn er dem Prinzip nicht unbedingt folgt. Also Fortschritt nicht um jeden Preis? Das abgebildete, simple Beispiel anhand einer simplen ‚app‘ (Application/Programm) ist aus meiner Sicht eines, das eine Pause des Fortschritts erzeugen könnte/sollte. Die Vergleiche von IOS 5 und IOS 12 ergeben einen solchen Sinn, wenn die graphischen Oberflächen verglichen werden. Die skeuomorphische Oberfläche von Scott Forstall und die aktuelle von Jonathan Ive sind Produkte der jeweiligen Designer. Ive hat wirklich großartige Ergebnisse vorzuweisen, doch ab dem IOS 7 mit dem ‚Flat-Design‘ trifft er nicht meinen Geschmack. Den damals sehr heftig geführten Streit will ich hier nicht aufwärmen. Beide Varianten finden ihre Befürworter. Allerdings steht meine Einschätzung fest: Ein IOS 12 mit skeuomorphischer Oberfläche wäre mein eindeutiger Favorit und würde das IOS für mich attraktiver erscheinen lassen.

Mojave…


Das kommende/folgende Betriebssystem von Apple ist macOS 10.14, genannt ‚Mojave‘.

Als Mac-Anwender -seit 1996- war ich natürlich gespannt darauf, was nun wohl so alles kommen wird. Und vor allen Dingen: Sind meine Rechner dafür ‚tauglich‘?  D.h., CPU, Graphikkarte, RAM … das Rechnermodell ansich?

Als Beta-Tester habe ich Mojave auf mein MacBook Air von 2012 installiert und teste es seit Wochen. Negatives kann ich bislang nicht sagen. Das System läuft stabil. Das kenne ich von vorherigen Betas. Positiv. Skeptisch war ich anfangs beim sogenannten ‚Darkmode‘. Nun … das kenne ich von meinen Blackberry- Smartphones und ist mir daher sehr vertraut. Mittlerweile ist der ‚Darkmode‘ an dem Rechner bereits Standard geworden. Ich brauchte keine nennenswerte Gewöhnung.

Und dann kam das, was mich zu diesem Text veranlasste: Die Erkenntnis, dass Apple- Rechner vor dem Herstellungsjahr 2012 für Mojave nicht mehr unterstützt werden. Der sogenannte ‚Mojave-Tester‘, eine app der Macwelt, ergab für mein geliebtes und schon etwas betagtes MacBook Pro 17″ von 2010 das in der Folge Abgebildete:

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Fortschritt ist immer gut, heißt es allgemein. Das ist zu allgemein … bei der Vorstellung von einem Rechner, der kostspielig aufgerüstet wurde:

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Abgesehen davon, dass es 17″-Macbooks(pro) nicht mehr neu zu kaufen gibt und so ein Rechner zu der Zeit gut und gerne um die 3.000 € kostete, stellen sich heute (2018) diverse Fragen:

Dem Hersteller sollte klar sein, dass solche Preiskategorien von Usern bedient werden, die entweder gespart, anderen ‚Dingen‘ entsagt, das Gerät finanziert oder einfach keine Probleme mit der Zahlung haben. Die Letzteren wird das kaum ‚jucken‘.  Doch… verständlicher wird der Vorgang dadurch nicht. Welches Unternehmen kann es sich leisten, Geräte von Neuerungen auszuschließen, für die die Nutzer wirklich tief in die Tasche gegriffen haben?

‚Sie sollten oder sogar müssten sich einen schnelleren Mac anschaffen‘ …  Ein adäquates MacBook pro liegt nicht mehr nur in der Preisklasse des 2010-Rechners, der damals das Flaggschiff war, sondern geht hochkonfiguriert locker über 5.000 Euronen. Na was denkt denn der User da? Abgezockt? Im Regen stehengelassen? Verar….? Und das von der Firma, die mittlerweile einen Börsenwert von über 1.000.000.000.000 $ (Billion) hat? Warum ist das denn so? Was habe ich dazu beigetragen?                                                           Wenn ich die Liste meiner Apple-Geräte bislang ansehe, wird mir klar, was ich da mit meinen Käufen veranstaltet habe…  Ich war Teil des ‚höher, schneller, weiter…‘. Warum? Weil ich mich offensichtlich habe einfangen lassen von den genannten drei Adjektiven!

Und nun wäre dann mein Arbeitstier obsolet? Ein Rechner, der einwandfrei ohne Probleme schnell läuft und dessen ‚innere Fassade‘ nun nicht mehr den Vorstellungen der Istzeit gerecht werden soll? Ich hatte nie einen schnelleren Rechner als genau den genannten. Dann bereichere ich solche Gedanken noch mit meinem unzerstörbaren Powerbook G3 Pismo (500 MHz, 1 GB RAM). Das Teil ist der ‚Käfer‘ der Rechnerwelt: Er läuft und läuft und ….!

Bei all diesen Betrachtungen und den unmissverständlichen, wissenschaftlichen Aussagen und Erkenntnissen zur Klimaproblematik, den Ressourcen, der Ausbeutung von Menschen, der Missachtung der Menschenrechte usw., führt für mich  kein Weg mehr daran vorbei, nicht weiterhin in Kenntnis der Zusammenhänge auf 1.Klasse- Marketing zu achten, sondern konkret die Produkte entsprechend lang/länger zu nutzen, als den Herstellern das lieb ist.

Fazit: Die Aufforderung, die ‚fast‘ eine Nötigung ist, einen neuen, schnelleren Rechner zu kaufen, läuft bei mir sowas von ins Leere, dass dem nur noch ein müdes .. aber trauriges Lächeln folgt!

Apple – was machst du mit deinen treuen, alten Kunden und trag deine Nase so, dass es dir da nicht ständig reinregnet. Mich überzeugst du nicht mehr, denn deine alten Produkte sind bei mir nicht kaputt zu kriegen, und es wird mir ein Vergnügen sein, ein paar Sekunden länger auf ein Rechnerergebnis zu warten … Und: Meine zu alten Rechner laufen noch sehr gut im ‚Whitemode‘ !

Soweit ich davon Kenntnis habe, steht noch kein Ersatzplanet zur Verfügung …!

Apple und all die Anderen … oder der ‚ökonomische Imperativ’ (immer noch kein Ersatzplanet ?)


 

Das Manifest der Selbstreparierer ist ein Bekenntnis derjenigen, die nicht nur begriffen haben, sondern in die Erkenntnis auch Taten fließen lassen, dass dieser Planet absehbar kollabieren könnte und -wenn es so weitergeht- auch wird. Ressourcen werden ausgebeutet und damit Produkte hergestellt, die nach einem Jahr wieder überholt sind, weil sie dem zeitgeistigen Standard nicht mehr entsprechen. Offensichtlich wird sogar die Lebenszeit in viele Geräte mit eingebaut. Warum ? Damit der geschätzte Kunde immer in der Timeline ist und sich um Gottes Willen nicht abkoppelt. Vornehm gedacht, doch … zu welchen Lasten ? Die kurze Antwort siehe oben. Langlebigkeit wünscht sich der Mensch (unbewusst ?) nur noch für sich selbst.(Nachdenken kann das ändern). Die Elektroschrottberge steigen und steigen. Wo ist der öffentliche Aufschrei bezüglich der Kinder in den ‚schrumpeligen’ Ländern dieses Planeten, die Altgeräte anzünden, um an die wieder verkaufbaren Wertstoffe zu gelangen ? Dass sie dabei giftige Dämpfe der brennenden Kunststoffgehäuse wohl unwissend einatmen .. wird als bedauerlich und traurig hingenommen und im nächsten Moment wieder das neue iPhone (oder irgendein anderes) bestellt und gekauft. Noch funktionierende Geräte werden entsorgt, anstatt sie aufzurüsten und weiter zu verwenden. Muss immer alles schneller, höher, weiter sein ? Batterien oder Akkus werden verklebt und sind damit vom Endverbraucher nicht auswechselbar. Auch kann ein Neukauf ‚günstiger’ sein als eine Reparatur … so wird dann argumentiert. In sklavenähnlichen Arbeitsverhältnissen ‚schrauben’ Menschen für die zahlungskräftigen Kunden Geräte der aktuellen Begierde zusammen für einen Lohn, der in den Abnehmerländern die dortigen Menschen nicht einmal veranlassen würde, morgens aufzustehen. Dazu das Marketing, das diesen Irrsinn nicht nur verharmlost, sondern anfeuert durch die Installierung eines Lifestylegefühls in den Köpfen der damit zu ködernden Kunden. Die Vermittlung einer schönen, heilen Welt, wenn man dieses oder jenes Produkt kauft und verwendet. Aber nicht zu lange bitteschön … der Nachschub wartet schon auf den modernen Menschen …

Was soll das alles und wozu werden hier -von mir- die Vorgänge so zusammengepresst ?

Seit 1997 nutze ich Apple-Produkte, weil ich -ich könnte sagen bis heute- keine Produkte finden konnte, die mir das boten und bieten, was ich auch tatsächlich brauche .. oder glaube, zu brauchen. Und weil diese alten Geräte zum Teil bis heute noch funktionieren und auch noch im Gebrauch sind. Ok, mit einem Powerbook von 1997 ist nicht mehr so zu surfen wie mit einem relativ aktuellen Macbook pro. Ob das Letztere allerdings nach 18 Jahren überhaupt noch funktioniert, bleibt dahingestellt.

Nun las ich vor kurzem, dass Apple für das iPhone eine Option bietet, die der eigentliche Anlass zum Verfassen dieses Textes war. Sinngemäß : Der Kunde zahlt monatlich einen bestimmten Betrag (bei der Telekom angeblich 80 €) und erhält nach einem Jahr automatisch ein aktuelles iPhone. Klingt oberflächlich gesehen gut. Nur .. das Altgerät wird nicht entsorgt, sondern von Apple wieder aufbereitet (refurbished) und dann nicht billig wieder verkauft. Nun könnte man sagen, dass das eine Maßnahme ist, die meinen Vorstellungen entgegen kommt, wenn da nur nicht die nachzuproduzierenden Geräte wären, für die wiederum Rohstoffe gebraucht werden und Arbeitskräfte nahezu gnadenlos ausgebeutet würden/werden. Reicht da nicht zum Beispiel ein Dreijahreszyklus ? Mal ganz abgesehen davon, dass die nicht so zahlungskräftigen Kunden bewusst in die zweite Reihe gestellt werden. Das sind dann die ‚Refurbishten’ oder so ähnlich. Die ethische/soziale Komponente sollte nicht unterschätzt werden.

Ob ich als alter Appleuser an Apple appelliere .. oder nicht. Nur … dass solche Geschäftigkeiten nicht durchschaut werden, ist heute bei der ständigen Verfügbarkeit von Informationen eine Illusion und zwar derer, die meinen, es ginge immer so weiter. Wachstum -der ökonomische Imperativ- funktioniert nicht für alle Zeiten. Es sind ja nicht nur die Neugeräte, die einfach dann wieder da sind, sondern die Produktonsprozesse erfordern eben Material und Menschen. Der schöne Schein eines Produktes offenbart nicht die fragilen Bestandteile, bestehend aus Mensch und Material. Beide sind am Ende nicht mehr numerisch ersetzbar, weil sie entweder nicht mehr vorhanden oder nicht mehr bereit dazu sind, weil sie feststellen müssen, dass sie immer noch keinen Ersatzplaneten zur Umsiedelung gefunden haben. Das auf einem Ast sitzende Sägen am Stammende des Baumes …

Dabei gibt es durchaus Alternativen. Auf Langlebigkeit ausgerichtete Geräte sind irgendwann logischerweise auch reparaturbefürftig. Ein solcher ‚Markt’ wird ganz offensichtlich komplett unterschätzt. Die Schaffung einer solchen ‚ökonomischen Infrastruktur’ setzt allerdings etwas voraus, was Menschen ebenso offensichtlich schwer fällt : Für das Marketing ein thematisches und für die Weltwirtschaft ein essentielles = Umdenken !

Fazit : Das permanente Drängen auf langlebigere (z.B. Computer, Tablets, Smartphones usw.) und anwenderfreundliche Produkte (selbst reparierbar) sollte ein ökonomischer Imperatif sein. Wäre das ein Rückschritt vom Fortschritt ? Technisch aktualisierbare Geräte sind kein Rückschritt ! Da würde sich ein hoch interessanter Wirtschaftzweig etablieren; nämlich der der Nachhaltigkeit durch Weitsichtigkeit oder umgekehrt. Und noch etwas aus meiner Sicht ganz Entscheidendes : Ein eher verantwortbarer Übergang zur nächsten Generation und darüber vielleicht noch hinaus !

Große Worte ? Ja klar ! Mit kleinen und zu zaghaft geflüsterten Worten erreicht man keine Resonanz; nicht mal auf geringer Entfernung. Es liegt an der verehrten Kundschaft und damit an den Konsumenten, solche Gedanken beiseite zu schieben und ungeduldig dem nächsten iPhone entgegenzufiebern .. oder sich vorzustellen, dass gerade benutzte Gerät noch weiter zu benutzen und darauf zu setzen, dass die nächste oder übernächste iPhone-Generation durch eine Aufrüstbarkeit technisch aktuell gehalten werden kann.

Sind das nur Wünsche ? Ja klar. Wünsche, die ……..