Archiv der Kategorie: Politik / Gesellschaft

Mein Wort des Tages …Misogynie


Mein Wort des Tages … oder der vergangenen Tage… Misogynie

Geschrieben sieht das Substantiv geradezu mystisch aus. Inhaltlich bedeutet es alles Andere als das : Im altgriechischen Ursprung ist es die `Weiberfeindlichkeit‘ im Sinne von Minderwertigkeit der Frau. Und genau diese deutsche Definition ist nicht nur altbacken, sondern geradezu widerlich.

Warum dieses Wort ? Ok, jeder wird wohl ahnen, warum. Der repubikanische Kandidat für die Präsidentschaft in den USA hat es nun direkt oder indirekt in zeitlicher Abfolge fertiggebracht, die Hässlichkeit einer solchen Geisteshaltung  in den Fokus der Aufmerksamkeit der Medien und der Gesellschaft allgemein -natürlich weltweit- zu rücken. Gewollt oder ungewollt. Dem ist es egal, ob das der Inbegriff einer Diskriminierung ist, Hauptsache er steht im Vordergrund. Selbst dieser markant enttarnende Mitschnitt in dem Bus wurde mit einer lapidaren Pneusoentschuldigung abgetan. Amerikaner können anteilig nicht so dämlich sein, einen solchen Widerling ins ‘Weiße Haus‘ zu wählen und so einem niederfrequenten Dämagogen damit auch noch das Kommando über die Atomwaffen anvertrauen. Obwohl kein Jurust, stelle ich mir die Frage, ob es da keine juristischen Möglichkeiten gibt. Wahrscheinlich nur Zivilklagen. Wer Frauen dermaßen zu Verfügungsobjekten degradiert, hat in einer offenen Gesellschaft an führender Position definitiv nichts, aber auch gar nichts zu suchen. Diesem Großkotz muss das Handwerk gelegt werden oder … Moment, im Normalfall hätte der das schon wesentlich früher selber erledigt.

Abschließend : Jeder Mensch, egal ob männlich oder weiblich, hat (Imperativ !) im 21. Jahrhundert ein solches Verhalten nicht nur abzulehnen, sondern abzuwählen ! Wer diesem Fundamentalisten der Menschen- und speziell Frauenverachtung noch folgt, dem ist wohl kaum noch zu helfen.

Shame on you … Trump !

 

Da braut sich ‚was‘ zusammen …


Die Medien sind voll von diesem … Erdogan. (Ich verzichte hier bewusst auf Bilder davon !) Wehret den Anfängen ist ja nun wohl vorbei. Da schafft einer Fakten. Und wie ! Wenn ihm die Gemengelage nach dem Putschversuch noch nicht reicht, dann unterzeichnet er als (gewählter !) Präsident auch die Wiedereinführung der Todesstrafe. Das sich der Mann im Jahrhundert geirrt hat, scheint aus allgemein europäischer Sicht eindeutig zu sein. Doch .. welche Reaktionen kommen denn von den Mandatsträgern der EU ? Empörung ? Beenden der Beitrittsverhandlungen mit der Türkei ? Finanz- und wirtschaftspolitische Maßnahmen ? Dem Mann eindeutig und unmissverständlich die Konsequenzen seines ‚Fehlverhaltens‘ vor Augen führen ? Ja sogar die Kündigung des Flüchtlingspaktes der EU mit der Türkei und zwar von Seiten der EU ? Nichts davon geschieht ! Da wird gekniffen und geduckt, damit dieser Erdogan wenigstens dabei in der Spur bleibt, jedenfalls so, dass die Flüchtlingsströme nach Zentraleuropa auch weiterhin aus- oder überschaubar bleiben. Die Daumenschraube funktioniert aber auch andersherum : Erdogan käme innenpolitisch massiv unter Druck, wenn ein Großteil der Touristen in seinem Land ausblieben, Finanz- und Wirtschaftsbeziehungen durchaus stark reduziert würden, Investoren ausblieben usw.. Das geht nicht von heute auf morgen und bedarf einer konsequenten Bereitschaft dazu von Seiten der EU. Stattdessen duckt man sich vor diesem Diktator, der wahrscheinlich vom Osmanischen Reich, Teil 2, träumt mit ihm als Mittelpunkt.

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Bild : Wikipedia

Es sieht ganz nach der Einschätzung aus, dass da nach Einführung der Todesstrafe wieder ein Machthaber über Leichen zu gehen bereit ist und das dann auch durchzieht oder durchziehen lässt. Er wäre aus seiner Sicht fein raus, wenn das Parlament dem zustimmen würde und er dann nach türkischer Gesetzgebung schalten und walten könnte, wie er es will.

Ihr Politiker und Politikerinnen der Europäischen Union, wacht endlich auf und gebietet diesem potentiellen Tyrannen die Stirn. Dreht ihm die Hähne zu und findet endlich eine eigenständige Lösung der sich dann anbahnenden, erneuten Flüchtlingsschwärme. Wenn dieser Erdogan seinen Einfluss ohne Repressalien noch weiter ausbauen kann, dann wird er das schamlos ausnutzen. Seine Zustimmung im Volke kann schnell kippen, wenn Druckmittel anfangen zu wirken und der einzelne Bürger die Folgen der Politik seines Präsidenten am eigenen Leibe durch Entbehrungen zu spüren bekommt. Putscherfahrung hat das Land ja. Der Ausnahmezustand danach ist schonmal verhängt. Die Rebellion gegen ihn ist aber sicherlich schon in den Startlöchern. Der Startschuss könnte aus der EU kommen. War durch den Putschversuch denn die Demokratie in der Türkei in Gefahr ? Oder ist es nicht geradzu andersherum ? Da sind so viele Fragen nicht zu beantworten. Nur Eines sollte sicher sein : Unter und mit so einem Präsidenten mit Allmachtsträumen ist die Türkei definitiv nicht EU- fähig. Ich habe den Eindruck, dass das noch nicht bei den meisten Bürgern des Staates im Bewusstsein gelandet ist. Ihre Aussichten wären besser ohne diesen rücksichtslosen und narzistischen Blender. Es kann als Aufgabe der (noch) freien  Medien gesehen werden, intensiver und tiefgründiger Aufklärung zu betreiben und den Menschen in der Türkei objektiv vermitteln, auf was sie sich da einlassen und was sie damit versäumen. Das großartige Volk der Türken ist es wert, den Fortschritt des 21. Jahrhunderts mitzuerfahren und mitzugestalten.

Allein wer die Pressefreiheit einschränkt, hat was zu verbergen und versucht, das Volk aus blanker Egomanie hinter die Fichte zu führen. Soeiner schreckt auch nicht davor zurück, Andersdenkende mundtot zu machen und im Glanze seiner Herrlichkeit umbringen zu lassen.

 

Selektion …


Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen hat heute, am 20.Mai 2016,  entschieden, dass das Töten von männlichen Küken mit dem Tierschutzgesetz vereinbar ist.

Bewusst habe ich in den obigen Satz das Datum des Entscheides mit der Jahreszahl vollständig ausgeschrieben : 2016. Nein, es nicht 1916 und eine Rückschau, sondern das Jahr 2016 !!

Einem ethisch sensibilisierten Menschen stellt sich da knallhart die Frage, wie Juristen ticken. Sie müssen sich an den Gesetzestext halten, was sonst ? Das ist natürlich richtig. Die Judikative ist schließlich die eigenständige dritte Säule der Demokratie und damit unantastbar. Völlig unstrittig. Aus der Sicht stellt sich die Frage, wie weit der einschätzende Interpretationsspielraum der Richterschaft geht, wenn ethische Grundwerte auf der Agenda stehen ? Leben ist da -aus meiner Sicht- der höchste Wert. Eine andere Sichtweise hat in meinem Hirn keinen Platz. Die weitere Frage ist, ob sich diese Sichtweise auf die Spezies ‚Mensch‘ bezieht oder auf Leben allgemein in seiner gesamten Vielfalt. Also auch Tiere. Der Bezug zum Tierschutzgesetz als juristische Vorgabe ist also hergestellt. Im speziellen Fall geht es nicht um das Töten eines Tieres, sondern um Millionen davon; auch noch in deren gerade begonner Lebensphase. Selektion  von wertigem und nichtwertigem Leben aus kommerziellem Interesse und damit aus reinem Profitdenken. Da kommt natürlich der Spruch : ‚Der Verbraucher  regelt das durch seine Nachfrage’…

Lebewesen, die gerade ‚das Licht der Welt‘ erblickten und schon auf Laufbändern der Vernichtung ‚zugeführt‘ werden – durch Shreddern oder Vergasen. Moment … vergasen ? Was für eine Assoziation drängt sich denn da auf ? Die Rede ist von Küken, die an anderer Stelle als fototechnische Werbeaccessoires die Herzen der Betrachtachter zum Kauf irgendeiner Ware anspornen sollen. Dem Käufer und allen Beteiligten ist dabei nicht klar, ob sich da um männliche oder weibliche Küken handelt. Wenn es Küken bis vor eine Kamera geschafft haben, dann können es nur weiliche sein, weil die ja später kommerziell ausgebeutet werden können. Und die Männlichen – längst geshreddert oder vergast !

Das Töten (Shreddern/Vergasen) von männlichen Küken ist der Rechtssprechung folgend mit dem Tierschutzgesetz vereinbar ? Im Klartext : Tiermord ist gesetzeskonform. Ach ja.. richtig : Das Töten von Tieren in freier Wildbahn, genannt Jagd und auch Angeln, ist ja auch gesetzeskonform, nämlich mit dem Jagdgesetz, novelliert von Hermann Meier (Göring) im Dritten Reich. Warum soll der Bezug nicht hergestellt werden ? Ich nenne das ‚Todesstrafe für Tiere‘. Gesetztlich verankert. Zur Erinnerung : Wir schreiben das Jahr 2016 !

Christen sagen oder postulieren : ‚Du sollst nicht töten‘ … warum tun sie es denn ? Schlichte Antwort : Weil sie es immer noch nicht begriffen haben, dass mit dem Postulat nicht ausschließlich der Mensch gemeint ist (Behauptung !), sondern beseelte Lebewesen allgemein und im Speziellen Tiere, wozu auch Fische gehören. Also Lebewesen, die Vater und Mutter, ein Gesicht, ein zentrales Nervensystem, einen Blutkreislauf und Empfindungen wie Freude und Schmerz besitzen. Ihr Nachteil ist, so ist es, dass sie eine andere Physis beseelen und nicht sprechen (und telefonieren) können. Sie sind rechtlich wohl immer noch Gegenstände und keine Lebewesen. Wann wird das endlich begriffen, dass das nicht nur Unsinn ist, sondern selektive, destruktive Ignoranz, die auch noch auf gesetzlichen Säulen steht.

Aus der Sicht die Frage : Überschreiten legislativ Gesetze und juristisch exekutiv eine Richterschaft nicht ihre Kompetenzen, wenn das  hier Beschriebene Anwendung finden  und über Leben und Tod entscheiden darf ? Egal, welcher Spezies ?

Genau dazu zitiere ich hier abschließend die letzten Zeilen eines eigenen Gedichtes :

> Wenn ein Tier sitzt im Weltgericht, das Mensch getrieben zum Schafott .. wenn die                               Stimm‘ hat dann das Gewicht .. mein ‚lieber Mann‘, dann gnad‘ uns Gott‘ <

Oder :  > All that’s necessary for the triumph of evil is that good men do nothing. <                (Edmund Burk)

Mit dem letzten Zitat bezeichne ich nicht mich (weil ich das hier schreibe), sondern lasse es mal allgemeingültig so stehen, wie er’s in markanter Weise von sich gegeben hat.

Absichtlich poste ich hier auch keine Bilder, um nicht in juristische Fallen (Urheberrecht) zu laufen.  Bis auf das Untere und das heutige Header-Bild : das unserer eigenen, glücklichen Hühner, die leben dürfen …

 

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Voltaire …


Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“  (Voltaire)

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Ich will hier nicht den Eindruck erwecken, zu denen zu gehören, die sich veranlasst sehen, alles zu kommentieren. Doch … Voltaires Zitat ist von einer Wucht und zeitlosen Gültigkeit, die freiheitsliebende Menschen nicht nur theoretisch betrachten, sondern auch praktisch öffentlich umsetzen sollten. Deshalb …

Die Details zum Thema Erdogan rolle ich hier nicht auf; das sollte hinreichend bekannt sein. Allerdings : Seine Reaktion ist eine weitere Enttarnung seiner offensichtlichen Absichten, ein präsidiales System zu errichten und zu festigen mit ihm als quasi Alleinherrscher. Dazu braucht er Wasserwerfer, Tränengas, gewaltbereit hörige Ordnungskräfte und entsprechendes Militär, Marionettenpresse und -Medien usw.. (Er lässt auch Frauen niederknüppeln). Seine Erkenntnis, die Schlüsselfigur in der Flüchtlingsproblematik für die EU zu sein, ist ein ordentliches Sahnehäubchen, das den ‚Kuchen‘ noch interessanter macht. Er fühlt sich von Äußerungen aus der Kategorie ‚unterhalb der Gürtellinie‘ beleidigt und spielt seine Macht aus. Ein infantiles Sandkastenspiel nach dem Motto ‚zerstörst du meinen Sandkuchen, dann mach ich dir deine Förmchen kaputt‘. Was ist das denn ?

Böhmermann hat ihn beleidigt, klar, doch einem edlen Pfau reißt man nicht die Federn aus oder einer Staatskarosse  pinkelt man nicht an einen Reifen, ohne Reaktionen auszulösen. Das oberflächliche Faktum ist da entscheidend für eine Reaktion und nicht die inhaltliche Auseinandersetzung. Beispiel dafür : Der Satz ‚Am liebsten mag er Ziegen ficken‘. Setzt man sich inhaltlich damit auseinander, stellt man fest, dass es eigentlich so gut wie unmöglich ist, zu postulieren, was ein Mensch ‚am liebsten‘ macht. Damit ist der Satz tatsächlich schon formal Satire ..  der Inhalt ist allein schon damit ausgehebelt und nur noch ein ‚Gossenlacher‘. Hier  wird nur die Verpackung in den Vordergrund gestellt, ohne dass dieser Staatsmann erkennt, dass er mitten im ‚tierischen Ernst‘ steht. Ja .. das nenne ich niederfrequent.

Aus der Sicht wurde die Ablauffolge auf den Kopf gestellt. Erdogan wurde beleidigt und wie reagiert er, der mit seinem Land in die EU will ? Er beleidigt sein Volk, indem er kleingeistig allen zeigt, dass er als gewählter Präsident nicht in der Lage ist, das großartige türkische Volk auf einem geistigen Niveau zu repräsentieren, das es verdient. Das heißt ‚über den Dingen‘ zu stehen und sich nicht auf ein Gossenniveau einzulassen. Wer so reagiert, ist nicht nur am falschen Platz, sondern zeigt sein wahres Kalkül -> Egomanie.

Es liegt mir fern, der deutschen Regierungschefin Ratschläge zu geben, doch hier mal eine klare Ansage :  Fallen tausend Blätter in einen Brunnen, dann ist das lästig, weil mit Arbeit verbunden … fällt ein Tropfen Benzin da hinein, dann ist das  …  Wasser ungenießbar, ja vergiftet.

Man ist geneigt zu sagen, dass hundertausende Flüchtlinge in der EU integrierbarer erscheinen, als ein Brunnenvergifter. Da muss eine klare Linie gezogen  und deutlichst vermieden werden, dass die Grundsäulen der Demokratie nicht unterhöhlt werden.

Liberté, Égalité, Fraternité. (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit).

‚AfD‘ für Abschaffung des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes (EEG)


Im Newsletter des ‚pv-magazin’s las ich, dass die AfD  in ihrem Grundsatzprogramm nun konkret ihre Vorstellungen zur Energiepolitik darstellt. Die ‚Alternative‘ habe ich mir dann genauer angeschaut :

Die  Partei ‚Alternative für Deutschland‘ (AfD) stellt darin grundsätzlich fest, dass die Energiewende in Deutschland die Stromversorgung gefährde und dass stattdessen eine Förderung der Atomkraft und des Frackings in Sinne des Landes sei. Ergo sollte demnach das Eneuerbare-Energien-Gesetz ersatzlos gestrichen werden. Die Energiewende sei zu teuer und stelle die Stromversorgung allgemein durch die wetterbedingten Schwankungen (Solar / Wind) nicht sicher. Weiterhin sei das EEG eine staatliche Planwirtschaft (also wie z.B. in d er damaligen DDR… -meine Anm.-) und keine Marktwirtschaft mehr.

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Bild privat: Photovoltaikmodule

Und wie stellt man sich demnach z.B. die Einspeisevergütung für Strom aus Photovoltaik oder Windkraftanlagen vor ? Natürlich .. auch die soll ersatzlos gestrichen werden. Private Investoren, die beispielsweise auf ‚andere‘ Konsumgüter verzichten und eine Photovoltaikanlage auf ihren Dächern installieren ließen, eine Abnahmegarantie für 20 Jahre erhielten und damit ihre Investition mitfinanzieren, werden für ihren Beitrag zum Gelingen der Energiewende regelrecht bestraft. Zwar war die Einspeisevergütung ein umstrittenes  Thema, da argumentiert wurde, dass jeder Stromverbraucher solche Anlagen mitfinanziert; basierte aber darauf, dass Bürger tatsächlich investierten und zwar in einem Maße, dass nicht annähernd erwartet wurde. Die Energiewende schien zu gelingen. Die Politik des Wirtschaftsministers führte allerdings zu einer ‚Eindämmung‘ dieser Entwicklung. Ich will mich hier nicht in Details verlieren …

Die AfD zerrt altbackene Argumente hervor von der Art, dass sie die Risiken der fossilen Energieträger (Kohle/Öl/Gas) schlichtweg den wirtschftlichen Aspekten unterwirft. Umweltverschmutzung ist ja nicht so schlimm .. ein absehbares Ende der Verfügbarkeit von Kohle und Öl wird gar nicht erst betrachtet. Für wie dumm und unbelesen wird der Staatsbürger da gehalten ? In einer Welt des permanenten Informationszugriffs. Diese Partei erkennt den Zeitgeist und die Verantwortung für künftige Generationen nicht oder besser gar nicht ! Klimaerwärmung durch die Emissionen der Energiegewinnung, die sie gefördert sehen wollen, existiert nicht oder wird nur dramatisiert ? Jeder denkende Mensch erkennt, dass Argumente von gestern und vorgestern Vergangenheit sind. Die Realisierung darf nicht verspielt werden, Energie aus Quellen zu beziehen, die nicht die Atmosphäre zerstören und die Luft verpesten und den Kindern und Kindeskindern usw. einen Planeten hinterlassen, der dringend nach einem Ersatzplaneten sucht. Wenn das eine der Alternativen für Deutschland sein soll, dann sollte die Demontage und Enttarnung einer solchen Parteil wirklich nicht schwer fallen.

Deutlich wird allein aus dieser Thematik, dass die AfD ganz klar einen Wegweiser zeigt. Nur … in welche Richtung ? Die Antwort kann leichter nicht sein :  Rückwärts !  Diese Richtung ist ja hinreichend bekannt aus der Flüchtlingsdramatik. Auf ‚Veranstaltungen‘ wird in einer Weise gehetzt, gepöbelt, demagogisiert und vor Kameras wird dann alles verharmlost und mundgerecht serviert. Und was veranstalten sie wohl, wenn sie tatsächlich (Gott bewahre !) an irgendeine Macht -oder die Beteiligung daran- kommen und dann ? Der vorletzte Protestwähler wird dann erkennen, dass er da Luftblasen hinterhergelaufen ist, die dann einfach so zerplatzen.

Ich bin mir nicht mal sicher, ob ich so tolerant ausdauernd bin, das gesamte Grundsatzprogramm der AfD lesen zu wollen. Der hier beschriebene Teil davon reicht mir schon …

Abschließend noch  eine Enpfehlung in Form eines Zitates von Immanuel Kant :

> sapere aude  <

(Wage es, weise zu sein)

-> Oder eine andere Definition : ‚Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.‘

 

 

 

 

 

A…. hoch – Zähne auseinander !


(Samstag, 12.März, 22:00 Uhr : )

Statement zu den morgigen Landtagswahlen in Baden-Würtemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt :

Kommt der vielbeschriebene Rechtsruck in Deutschland ? AfD bei 20 % ? In einem Land, das die Folgen eines solchen Irrsinns geschichtlich mehr als kennen müsste, sollte … Sollte das der Fall sein und tatsächlich eintreten, dann …

>>   Es ist ja so einfach, mitzulaufen, mitzugröhlen und Anderen das Denken zu überlassen. Moment … Denken ..? Klingt in diesem Lande muttersprachlich, scheint aber bildungsunabhängig einem erneuten Mitläufertum den Vorrang zu geben und sich in der Kategorie ‘Fremdwörter’ pudelwohl zu fühlen.  <<

Empfehlung an das Mitläufertum : Geschichtsbücher (auch online) aufschlagen und nachsehen, was Demagogie und Propaganda auf der untersten Ebene der Seele anrichten kann. Es sind nicht nur die Trümmerhaufen der Städte, sondern auch die der Seelen und der Apokalypse auf der ganzen Linie. Jegliche Verharmlosung  davon ist die Ignoranz und die Verdummung des Individuums – ‚Hells bells ‚ …

Noch sind es Minderheiten, die genau wissen, welche geistigen ‚Zustände‘ sie abholen und bedienen können, doch deren Zuwachs beschreibe ich nur noch mit :  ‚.. Streichholz und Benzinkanister !‘

Jeder ethisch sensibilisierte Mensch, sei es auch nur halbwegs, muss sich darüber im Klaren sein, was sich da anbahnt. Deshalb : Das Hinterteil hoch und die Zähne auseinander ! (Oder auch der beherzte Griff in die Tastatur !)

Mag platt klingen, doch … manchmal ist es die recht einfache Wortwahl.

Noch ist das Wort ‚Wahlurne‘ ein zusammenhängendes Substantiv …

 

 

Differenzierbare Solidarität …?


Nach den abscheulichen Terroranschlägen (nicht nur) in Frankreich wird Deutschland ‚gebeten‘, seine Solidarität zur Bekämpfung des Daesh (IS) auch praktisch zu zeigen. Das hört sich im Kontext der deutsch-französichen Freundschaft nach einer logischen Konsequenz an, die nun vom Bundestag ‚abgesegnet‘ wurde. Kampfeinsätze aus der Luft oder am Boden sind in dieser Phase angeblich noch nicht geplant. Eine deutsche Fregatte als Begleitschutz eines französischen Flugzeugträgers und Aufklärungsflüge deutscher Tornados mit entsprechender Zielermittlung sind angedacht. Die Frage bleibt, wer die Daten dann auswertet ? Zielermittlung bedeutet, dass Zielkoordinaten und Bilder die militärische Feuerleitung darstellen, um Raketen und Bomben ‚effektiv‘ einzusetzen. Bei den Angriffszielen hat kaum jemand Skrupel oder Bedenken. Schließlich handelt es sich um barbarisch vorgehende Terroristen, mit denen ein zivilisierter Mensch (egal welchen Glaubens und welcher religiösen Gemeinschaft zugetan !) nur die Zugehörigkeit zur Gattung homo sapiens gemeinsam hat. Mehr aber auch nicht.

Das alles erscheint klar und verständlich, weil es den menschlichen Gerechtigkeitssinn anspricht, Wut und auch Hassgefühle erzeugt oder erzeugen kann. Und genau das sind die Substantive, die einem in Deutschland sozialisierten Menschen wie mir das Geschichtsbuch vor Augen hält. Jedesmal, wenn ich sinngemäß zur Kenntnis nehme, dass deutsche Soldaten außerhalb der Landesgrenzen zum Einsatz kommen, drängen sich mir diverse Fragen auf. Zwei davon sind für mich derart konkret, dass sie sofort auf meinem geistigen Schirm erscheinen : Deutsche Soldaten im Ausland ? Geht das oder geht das gar nicht ? Zwei Weltkriege hat Deutschland federführend angezettelt mit zigmillionen Toten. Entstanden durch befohlene miitärische Expansion über die Grenzen hinaus, ohne Rücksicht auf Verluste. Und nach dem jeweiligen Desaster hieß es sinngemäß : ‚Nie wieder Krieg !‘ Und … was passierte ? Nach dem ersten folgte der zweite Weltkrieg. In den sechziger Jahren prägte sich mir ein Satz ein, der prinzipiell auch Auslöser dieses Artikels ist : ‚Ein deutscher Soldat hat nie wieder etwas außerhalb der deutschen Grenzen zu suchen !‘ Leider kann ich die Quelle dazu nicht angeben, da dieser Satz in den Ende-Sechzigern sowas wie Konsens unter Antimilitaristen war. Ist so eine Fragestellung antiquarisch oder gibt es eine gedankliche Parallele zur Jetztzeit ?

Angenommen, der sogenannte ‚deutsche Soldat‘ würde tatsächlich nur innerhalb seiner Landesgrenze verweilen (müssen) und jeder, grenzüberschreitende Einsatz entsprechend tabuisiert wäre; was wäre dann ? Wäre er ein Feigling, der Hilfe unterlässt ? Ein Ignorant, den man meidet oder mit dem man nichts anfangen kann ? Faktisch wäre er die Realisierung der jeweiligen Versprechen : ‚Nie wieder …!‘ Schließlich könnte er ja humanitäre Solidarität leisten, ohne Einflussnahme auf militärische Vorgehensweisen und damit ohne militärische Gewalteinwirkung. Das wäre die moralische Verpflichtung, die auch von anderen Ländern sogar eingefordert werden könnte.

Fazit : Alternativ und konsequent begleitend zur rein militärischen Option der Bekämpfung des Daesh (IS) ist aus meiner Sicht von entscheidender Wichtigkeit -im Hinblick auf eine Neutralisierung des dortigen Irrsinns- das Einwirken auf die Anrainerstaaten wie Saudi Arabien, Iran und so weiter. Solange es da keine Abgrenzung oder Distanzierung, ja sogar Beendigung der Unterstützung des Daesh gibt, bleiben Schlupflöcher, die sich auch noch gut ausbauen lassen (Profitdenken !). Desweiteren ist es vonnöten, diese Extremisten zu entideologisieren. Damit meine ich, dass auch und gerade in Moscheen vermittelt werden sollte oder muss, dass die Verbreitung der reinen islamischen Lehre nicht mit dem Schwert (als Symbol) erreicht werden kann, sondern eine solche Vorgehensweise (nach islamischem Glauben gibt es eine Hölle) auf dem ‚Highway to hell‘ ist. Selbstmordattentäter erwartet nicht die Verheißung von 72 oder mehr Jungfrauen, die am nächsten Tag wieder automatisch Jungfrauen sind, sondern der direkte ‚Highway to hell‘. Das ist argumentativ eine 50/50 Situation. Es kann sowohl weder das Eine noch das Andere definitiv bewiesen werden. Im Sinne einer den Menschen zugewandten Sichtweise ist allerdings glaubhafter darzustellen, dass eine gewaltfreie Praxis dem Leben ansich zugewandter erscheint, als die Versprengung einzelner Körperteile mit der Absicht, soviele Mitmenschen wie möglich mit in den Tod zu nehmen, ohne die Gewissheit, dass das vorher Versprochene auch eintritt. Daran wird annähernd deutlich, wo der Schwerpunkt der Aushebelung eines radikalisierten Irrweges zu sehen ist. Die indoktrinierten Anhänger des Daesh sind de facto auf diese Weise nicht mehr erreichbar. Ihnen kurz-mittel-und langfristig den Einfluss abzugraben, bedarf es meiner Meinung nach nicht der Raketen und Bomben der Militärapparate, sondern einer Substanz, deren Einsatz ein ‚um die Ecke‘- Denken erfordert : der Substanz unter der Schädeldecke intelligenter Menschen, die versuchen, den ethischen Ansprüchen des Menschseins zu entsprechen.

Davon dürfte es eigentlich genug auf diesem Planeten geben.

Zitat :>Militärische Intelligenz ist ein Widerspruch in sich. < (Groucho Marx)