In abgerundeter Kantigkeit…


Nicht, weil ich ständig irgendeinen ‚Senf‘ zu irgendeinem aktuellen Thema dazugeben muss, sei es noch so hart oder noch so banal. Nein… es verfestigt sich die Wahrnehmung, dass Berieselungen durch Medien nahezu aller Art – ernsthaft und wahrheitsgetreu oder nur ‚fake‘ – nicht nur zunehmen, sondern Menschen von etwas abhalten, was jeden individuell betrifft: Das eigene Leben in dem Bewusstsein eigener Freiheit des Denkens ohne permanente Bedarfsweckung durch profitorientiertes Vorgaukeln von irgendwelchen ‚must-haves‘ oder einfach nur Diebstahl von Lebenszeit durch Beschäftigung mit virtuellen Vorstellungen, bei irgendwas dabei zu sein – aktuell im Zeitgeist zu sein. Manipulationen jeglicher Art öffnet das Tür und Tore. Zeitverschwendung verliert ihre ursprüngliche Bedeutung.

Solche Gedanken und Eindrücke stellen sich ein, wenn man sich geistig auf einen Beobachtungsposten setzt und versucht, das Wahrgenommene anfangs bewertungsfrei an sich vorbeiziehen zu lassen. Das wird nicht ganz gelingen, weil günstigstenfalls dabei erkannt wird, wie weit und wie stark bereits Prägungen ablenken. Warum diese Betrachtungen? Das ist doch alles bekannt und interessiert prinzipiell kaum noch jemanden. Ist Kontemplation Schnee von gestern?

Vor Jahren schrieb ich das folgende Gedicht, das -so meine ich- hier an der richtigen Stelle ist:

Diskussion

Die Themen geben sich die Hand

im posthumierten Phrasenzänkel

wird diskutiert am Tellerrand

mit Intellekt und Standesränkel

`Natürlich´ heißt es moderat

verhagert sitzend Beingedrehe

schon wieder läuft´s hier falsch im Staat

wer Ohren hat, verdammt der sehe

Opposition und die Regierung

in abgerundeter Kantigkeit

nur Millimeter auf Entfernung

in tagesgeschäuter Kriegsrätigkeit

Vergilbtes Breitgegrinse

als real genetische Drift

beschlägt der Kamera die Linse

für Ehrlichkeit das zarte Gift

Poem: Twosome / Gedicht: Pärchen


Wie vorher im ersten Versuch, mein sich reimendes (in Deutsch verfasstes) Gedicht in Englisch zu übersetzen, zeigt auch das folgende, dass mir ein Reimen nicht gelingt – gelingen kann, da mir die muttersprachliche Kompetenz fehlt. Soweit ich das sehe, ändert das allerdings nichts an der inhaltlichen Aussage.

Twosome

The industriously steady companions
on world stage human leader
are two that complement each other perfectly
gleam cheaply with power and impotence
in cold brachial style
disguise the `BackgroundGier´
they rule absolutely feudally
in idiots – damn it.
they make alliances with all
who fall blind before them
they fear neither death nor devil
in egocentrism without a doubt
Who is this couple?
in the outfit, as it always was?
who grin as Realpopanz
they are – stupidity and arrogance

Pärchen

Die emsig stetigen Begleiter
auf Weltenbühnes Menschenleiter
sind zwei, die bestens sich ergänzen
mit Macht und Ohnmacht billig glänzen
in kalter Brachialmanier
verschleiern sie die `Background-Gier´
sie herrschen absolut feudal
in Hohlköpfen – verdammt noch mal
sie schließen Bündnisse mit allen
die blind vor ihnen niederfallen
sie fürchten weder Tod noch Teufel
in Egozentrik ohne Zweifel
Wer ist denn nun besagtes Paar
im Outfit, wie es immer war ?
die grinsen als Realpopanz
es sind – Dummheit und Arroganz

Poem: Thinking… / Gedicht: Denken


Das es tatsächlich schwierig ist, ein (mein) in deutsch verfasstes Gedicht ins Englische zu ‚bringen‘, zeigt der folgende Versuch (Zuerst der Versuch, darunter die deutsche Version):

That it is actually difficult to ‚bring‘ a (my) poem written in German into English is shown by the following attempt (First the attempt, including the German version):

Thinking

The one way to think
is to indiscriminately give oneself thoughts
which collectively channeled
is calculated and then outsected.
leads into undreamt-of confinement
as if the spirit had never touched her.

The next possibility happens
if narrowness moves into the vastness…

Deutsch

Denken

Die eine Möglichkeit zu denken
ist wahllos sich Gedanken schenken
die kollektiv kanalisiert
berechnet und dann ausseziert
in ungeahnte Enge führt
als hätt’ der Geist sie nie berührt

Die nächste Möglichkeit geschieht
wenn Enge in die Weite zieht…

Gedicht ‚Diskussion‘


Diskussion

Die Themen geben sich die Hand

im posthumierten Phrasenzänkel

wird diskutiert am Tellerrand

mit Intellekt und Standesränkel

 

`Natürlich´ heißt es moderat

verhagert sitzend Beingedrehe

schon wieder läuft´s hier falsch im Staat

wer Ohren hat, verdammt der sehe

 

Opposition und die Regierung

in abgerundeter Kantigkeit

nur Millimeter auf Entfernung

in tagesgeschäuter Kriegsrätigkeit

 

Vergilbtes Breitgegrinse

als real genetische Drift

beschlägt der Kamera die Linse

für Ehrlichkeit das zarte Gift

Gedicht ‚Hass‘


Hass

Hass ist keine Form des Denkens

er ist halt nur so reaktiv

zerstört Gedankenmenschens Lenken

als Urform gänzlich primitiv

 

Er nagt an guten Perspektiven

die untergehn im Lebenslauf

erfüllt Gesetz vom Negativen

gesteuert dominant zuhauf

 

Wenn Menschen hassen umgangsmäßig

verleugnen strukturell das Sein

dann werden Zellen schnell gefräßig

und raspeln sie nur kurz und klein

 

Weiterer Buchauszug (Kapitel 9) aus  ‚Futur X – Die freie Auswahl‘ folgt


Ein paar Zeilen vorab:

Wie angekündigt, blogge ich hier in Kürze ein weiters Kapitel aus meinem aktuellen Buch:

‚Futur X – Die freie Auswahl‘ aus anstehendem Anlass:

Am 10. Dezember 1948 wurde die ‚Erklärung der Menschenrechte‘ von den United Nations (UN) verabschiedet, die sich damit 2018 zum siebzigsten Mal jährt. In meinem Buch behandele ich das Thema ‚Menschenrechte‘ im Kapitel 9.

Da dieses Kapitel zwar in den Zusammenhang des Buches gehört, so hat es allerdings auch ausgekoppelt einen Alleinstellungsmerkmal, denn das Thema ‚Menschenrechte‘ hat nach wie vor einen weitgehend theoretischen Charakter und bleibt offensichtlich ein schier unerreichbares Postulat. Immerhin wurde diese Absichtserklärung von über 190 Staaten unterschrieben – als Aushängeschild. So stellt es sich dar, wenn die Realität ‚realistisch‘ betrachtet wird. Kriege, Folter verschiedenster Art (physisch und psychisch) und all die Leid erzeugenden Abarten menschlichen Gebarens bilden und verstärken die Wahrnehmung, dass die Erklärung ein sehr hoch gestecktes Ziel zu sein scheint und … ist!

Und damit ist es von größter Bedeutung. Moral und Ethik kämpfen mit dieser Waffe gegen Arroganz, Ignoranz und Destruktion im persönlichen, staatlichen und damit gesellschaftlichen Sinne. Die Wucht der 30 Artikel  hat sicherlich schon Einiges an Leid und Tod auf diesem Planeten verhindert, denn nichts scheuen gebildete Dummheit und Arroganz mehr als : Öffentlichkeit! Das ist ein eindeutiges und damit unumstößliches ‚Ja‘ zur Presse- und Meinungsfreiheit … zu investigativem Journalismus. Eine solche Aussage garantiert keine ‚Ausrutscher‘, wirkt aber vorbeugend gegen das unreflektierte Hereinfallen auf Demagogie, Manipulation, Verdummung und Ausbeutung … ja, auf Leid und Tod in der Konsequenz.

Die Erklärung der Menschenrechte folgt den ‚dreifaltigen‘ Aussagen der Französischen Revolution : Liberté, égalité, fraternité  (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit). 

Das ist die hochgehängte(?) Messlatte für jede Gesellschaft. Das kann gar nicht laut genug hinausposaunt werden. Das muss auch (immer und immer wieder!) in zugehaltene Ohren dringen.

In Zeiten des weltweit wieder aufkeimenden Nationaldenkens ist das Hervorheben der Erklärung der Menschenrechte von herausragender Bedeutung. Die niederfrequente Denkweise des vergangen geglaubten Herren- und Dominanzdenkens braucht ein verstehbares Update – im Hinblick auf sich zuspitzende Problematiken wie Klimawandel, Abholzung der Regenwälder, Vermüllung der Meere, wieder zunehmendes Wettrüsten, atomare Bedrohung militärisch und ‚zivil‘, Chancenungleichheit durch Konzentration des Kapitals auf Wenige, Rassismus und so weiter … usw.. Alles Armutszeugnisse der Menschheit und konkret derer, die von ihren Pfründen nicht lassen können … koste es, was es wolle und wen es wolle. —

Gegen einen solchen Status quo muss sich aufgelehnt und die Rechte eines Jeden in den Mittelpunkt des Denkens und Handelns gehoben werden. Schöne Worte … aber wie? Ein Jeder, der|die das begreift, auf seine|ihre Weise. – Durch Offenheit und Öffentlichkeit – durch Fairness und praktizierte Achtung vor dem Leben. Durch faktisches, öffentliches Enttarnen von Ungerechtigkeiten und ‚Ich-Bezogenheiten‘. Wie? Durch kritisches Durchdenken von politischen und gesellschaftlichen Sachverhalten, die schließlich als manipulativ und ‚Leid-erzeugend‘ erkannt werden können, weil sie anfangs zugänglich – aber in der Folge sich als destruktiv herausstellen könnten/ werden. Die Erzeugung eines ‚Wir-Gefühles‘ auf diesem Planeten und =

dem Streben nach der Umsetzung der dreißig Artikel der Erklärung der Menschenrechte. 

NGO’s wie ‚amnesty international‘ (ai) z.B. sind auf dem Weg, den ich unterstütze. Ein Weg, der nicht über Geröll und Steine, sondern über Felsen führt……..  —

Auszug aus meinem aktuellen Buch…Teil 2


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Wie angekündigt:

Hier im Blog veröffentliche ich den zweiten Teil des 3. Kapitels.                      Sollte jemand den Text -auch in Auszügen- verwenden wollen, ist  das Einholen eines Einverständnisses meinerseits erforderlich! (Urheberschutz).

Auszug aus: Joachim Rohlfing. „Futur X. Die freie Auswahl.“ iBooks.

(Kapitel) :

3

Ziel der soeben beschriebenen, gesteuert religiösen Verhaltensweisen ist die Erzeugung eines simplen Gemeinschaftsgefühles. Das könnte man als ‘Vereinsdenken‘ bezeichnen.

Um hier nicht missverstanden zu werden …’auch’ ich bete. Aber nicht mit gesenktem Kopf oder mit dem Kopf auf dem Boden. Weit gefehlt. Meine Demut zu dem, was ich gar nicht konkret verstehen kann, ist derart gestaltet, dass ich erhobenen Hauptes -egal in welcher Situation- einen gedanklichen Dialog mit etwas halte, von dem ich weiß, dass ich davon nur das verstehe, was mir überhaupt möglich zu sein scheint oder ist. Ich nenne es das „Alles in Allem“. Und das ist existent, egal wie ich es nenne oder wie es allgemein traditionsbezogen genannt wird und das mir temporäre, seelische Ausgeglichenheit und Freude bereitet.

Als ‘Mitglied‘ des Alles in Allem muss ich mich vor gar nichts erniedrigen und vor Niemandem. Das erzeugt ein ‚Akzeptiert-sein-Gefühl‘ und erfüllt mich mit mehr Demut als die gekrümmte Ehrerbietung, von der ich glaube, dass sie reines Menschenwerk und gar nicht ‚gottgefällig‘ ist. Eine gütige ‘Überintelligenz‘, Gott genannt und ohne das auch von seinen Geschöpfen geforderte Aggressionspotenzial, hat in meinen Augen kein Unterdrückungs- und Dominanzbedürfnis und fordert das auch nicht ein. Dann wäre sie, er oder es nicht mehr gütig und würde nicht einmal mehr der Maxime der Französischen Revolution gerecht: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. – Dann hätten menschliche Gedankenkonstruktionen einen höheren Wert als göttliche? Was für ein Unsinn… oder das streift diesen Begriff unübersehbar.

Damit sind kirchliche „Rituale überdenkenswert und zwar in dem Sinne, es nicht mit nur Gläubigen -oder besser- Berieselungsopfern zutun zu haben, sondern ihnen das unveräußerliche Recht zuzusprechen, frei zu denken und z.B. auch in einer Kirche nicht nur blanke Zuhörer zu sein. Ok, beim Singen dürfen ja Worte die Münder verlassen… aber nur die vorgegebenen. –

Das ist nicht mein Gottesbild.

„Oder steckt da noch mehr dahinter? Zu Beginn dieses Kapitels wurde das ausgeführt.

Eindeutig klargestellt sei hier, dass Kirchen nicht ihre Legitimation verweigert werden soll! Vielmehr wird es deutlich, dass es Reformen bedarf. Die sogenannten ‘Alten Zöpfe‘ sind es, die den Menschen vor den Augen hängen. Das fängt eindeutig damit an, dass das bestehende Gottesbild -oder dessen Interpretation- überdacht und überarbeitet werden sollte/muss, um – wieder- an Glaubwürdigkeit zu gewinnen. Die versteckte Arroganz muss da raus. –

Mit einbezogen werden muss/sollte eine Art weltliche Ethik, die nicht verkapselt und abstrakt daherkommt, sondern begreif- und praktizierbar ist. Desweiteren sind es die Interpretationen der ‘Heiligen Schriften‘, also als Beispiel der Bibel und auch des Korans. Das Verharren oder Hängenbleiben in den dort verkündeten Zeitaltern und Epochen passt nun gar nicht mit den aktuellen Realitäten zusammen. –

Im Folgenden greife ich ein Thema heraus, das nun endlich aus den Vorstellungen und damit aus den Köpfen der Menschen verschwinden sollte:

Es ist ein Schreckgespenst! —

Ich werte es als…“


Auszug/Zitat Ende.

 

Das am Ende des Auszuges angesprochene Thema/Kapitel trägt die Überschrift „Unsinn Hölle“. Ich behalte es mir vor, das hier zu bloggen, denn … es ergibt keinen nennenswerten Sinn, den zusammenhängenden und thematisch ineinander verwobenen und sich bedingenden, weiteren Kapiteln den Zusammenhang zu nehmen und einfach im Raume stehen zu lassen. In diesem Buch habe ich meine Welt(en)sicht allgemein und speziell dargestellt.

Zur Einschätzung und ggf. persönlichen Verwertbarkeit ist es bei Interesse daran wirklich sinnvoll, es mindestens ein Mal ganz zu lesen. —