Nachtrag zum vorherigen Beitrag (EU Urheberrechtsreform)


Natürlich ist das Urheberrecht ein selbsterklärender Begriff. Geistiges Eigentum also. Das zu schützen, ist immer eine Entscheidung über die Proritätensetzung zwischen zwei wechselseitig konkurrierenden Begriffen:

Freiheit und Sicherheit.

Das jeweils vorrangig Eine geht immer auf Kosten des Anderen. Eine Ausgewogenheit ist also immer das Akzeptieren von Kompromissen, die Beiden die größtmögliche Wirkung und Geltung geben. Das entsprechend einzuschätzen, ist eine echte Herausforderung für Intelligenz zur Entscheidungsfindung.

Sicherheit ist ein elementares Bedürfnis. Unbestritten. Sie schränkt allerdings Freiheit ein. Freiheit mindert entsprechend Sicherheit – ist aber ebenso ein elementares Bedürfnis. Ein Oxymoron (sich gegenseitig ausschließende Vorstellung) ? Sicherlich praktisch dann, wenn einer der beiden Begrifflichkeiten die entscheidend höhere Priorität zugesprochen wird. Die Lösung ist dann nur die Bereitschaft zur Akzeptanz eines mehrheitlichen Beschlusses. So sollte es generell sein und ist sicherlich in demokratischen Gesellschaften ebenso mehrheitlich der Fall.

Was hat das mit der Urheberrechtsdebatte zutun und wo sind die größeren Kompromisse zu schließen?

Ich bringe hier an dieser Stelle ein alles sagendes Zitat Benjamin Franklins, dem ich mich klarsagend anschließe:

Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.<

Heißt das die Ablehnung des Paragrafen 13 der EU-Urheberrechtsreform, wenn die Freiheit nicht eingeschränkt werden soll?

Oder soll -wie dann festgelegt- Sicherheit die höhere Priorität erhalten?

Ich, denke, dass die Aussage Benjamin Franklins selbsterklärend für jeden denkenden Menschen ist. Es bedarf also eines pragmatisch ausgewogenen, bindenden Kompromisses und keiner einseitigen Polarisierung!

Kant: ‚Sapere aude!‘  (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!).

 

 

 

 

 

 

 

 

EU-Urheberrechtsreform und mein Blog…


Gleich vorab: Dieses ist ein nichtkommerzieller, privater Blog, den ich ‚Joachim Rohlfings Siteblog‘ nenne. Hier verwende ich nahezu ausschließlich eigenes Material wie Texte, Bilder, Fotos usw. und wenn nicht, dann sind es ‚frei‘ verwendbare, z.B Bilder, Fotos und Texte aus Zeitungsberichten oder Online-Portalen oder Material mit ausdrücklicher Urhebergenehmigung (z.B. die ca. 100 Jahre alten Bilder aus dem Magazin ‚Der wahre Jakob‘, wofür mir die Genehmigung des Verlages vorliegt und die tatsächlich keiner Genehmigung mehr bedürften. Zitate des allgemeinen Sprachgebrauches ausgenommen (sowie die Sprache an sich…).

Die Links zu meinen Büchern im BoD-Buchshop auf der Startseite dieses Blogs ist ein reiner Verweis auf die Bezugsquelle beim Verlag. Ein Hinweis auf jede Buchhandlung in diesem Lande wäre einsehbarer Unsinn. 

Das Problem der Verlinkung in Kommentaren ist hier nicht ein Problem, weil jeder Kommentar vor der Freigabe dahingehend genau geprüft wird, bevor er freigeschaltet wird. Ob das alles so im Sinne der freien Meinungsäußerung in Ordnung ist, ist zwiespältig – allerdings einzusehen, sofern man nur an ‚fake-news‘ oder einfach gesagt Schlimmeres (Rechtsbrüche) denkt.

In meinem Fall ist es andersherum relevanter und bedarf nun mal dieses Hinweises: Material aus diesem Blog unterliegt meiner ausdrücklichen Genehmigung, weil es a priori mein geistiges Eigentum ist. 

Die nicht genehmigte Verwendung des geistigen Eigentums Anderer ist und bleibt schlichtweg Diebstahl und bedarf so gesehen keiner Interpretation. Die Frage dabei ist nur, wie die ‚gesetzliche Verpackung‘ einer solchen Tatsache gestaltet wird? –

Im Kontext zum Gesetzentwurf sprechen Kritiker|innen  von Zensur? Ist das so? Natürlich bin ich für den freien Zugang und die freie Verbreitung des eigenen Gedankengutes und auch deren ‚Produkte‘. Jetzt das doch… Doch , wie vorher gesagt, ist der jeweilige Urheber|die Urheberin Besitzer|in  seiner|ihrer  ‚Produkte‘, ohne zusehen zu müssen, wie Andere -einfach gesagt- damit hausieren gehen und ggf. damit Profit generieren. Einen solchen Urheberschutz zu begreifen und sich daran zu orientieren kann keine große intellektuelle Herausforderung sein, sofern der Hang zur Verkomplizierung nicht weiterhin die Oberhand hat.

Abschließend noch das mittlerweile übliche Zitat:

Kant: ‚Sapere aude!‘  (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!).

 

Die Zeremonienmeister…


Da wurde sich doch mächtig verkalkuliert in Hanoi. Umfassender gesagt – schon weit vorher bei den Vorbereitungen. Hat da der amerikanische Präsident -ein Vorzeigenarzisst- den ca. halb so alten Diktator Kim schlichtweg erneut unterschätzt. War das Treffen so unterschiedlicher Männer eine zig-millionenschwere PR- Show? Selbst ein Laie ohne tägliches Briefing im Weißen Haus erkennt, dass ein vom seinem Volk zwangsgehuldigter Marschall mit vielen Wassern gewaschen ist. Der Amerikaner könnte davon ausgegangen sein, den jungen ‚Rocket-man‘ -wie auch immer- einzuwickeln. Nur … der Nordkoreaner hat einen Status in seinem Lande, der vergleichbar mit Jesus in der christlichen Welt ist und der sich dessen auch bewusst ist – ohne Zweifel. Wer da schließlich die Reißleine gezogen hat, wird -wenn überhaupt- nur schnäppchenweise durchsickern.

Die Herren sind keine Jungs im Sandkasten, sondern solche mit etwas in der Hinterhand, dass nicht nur maximal bedrohlich ist und dem Leben auf diesem Planeten den Garaus machen kann : Die Nuklearwaffen! Vor den Drohkulissen lässt es sich freundlich grinsen und als ‚gute Freunde‘ im 5-Sterne-Hotel speisen. Ein Euphemismus der gruseligen Art!

Den längeren Arm hat der Nordkoreaner, denn er ist der Machthaber, der sich nicht einer Wahl stellen muss. Der Andere steht unter Zeitdruck. Das weiß Kim und wartet einfach ab… und kann genüsslich grinsen. Die mit seiner Staatsideologie konkurrierende Staatsform ‚Demokratie‘ kennt der in der Schweiz ausgebildete Diktator sicherlich sehr gut. Da passt der ‚Stones-Hit‘ : „Time ist on my Side“.

Aus meiner Sicht ist allerdings eines bedenklich auffällig: Offensichtlich waren die Menschenrechte kein Thema, das es wert war, auf der Agenda zu stehen! Was für eine schaurige ‚Gesellschaft‘, die sich da versammelt hat. Wo geredet wird, wird nicht geschossen, heißt es. Wenn das der Preis ist …….

Kant: ‚Sapere aude!‘ (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!).

Alleinstellungsmerkmale…


Arbeitsrecht und ‚Kirche‘ allgemein…

Die Kirche… eine Institution des religiösen Glaubens nahezu jedweder Art oder ’nur‘ eine sich offensichtlich marginal unterscheidende Vereinigung von Menschen, die an Nichtsichtbares, Hoffnungen, Perspektiven und letztlich Erlösung durch den jeweiligen Gott (noch personifiziert gedacht) glauben und auch mehr oder weniger dem Gedankengut folgen, obwohl es nicht auf tatsächlichem Wissen basiert. Glauben heißt eben auch Nichtwissen. Mystisch und definitiv nicht mit wissenschaftlichen Mitteln beweisbar und bleibt damit faktisch spekulativ. Das ist keine Blasphemie sondern Realität. Die Religion -welche auch immer- ist damit eine Fiktion und das Produkt menschlicher Phantasie und dessen Hoffnung auf Erlösung und Befreiung der Beschränkungen der menschlichen Existenz, die auch das Herrschen über gedacht ‚untergeordnete‘ Lebensformen beinhaltet und rechtfertigt, weil sich die Spezies Mensch als die Krönung des irdisch Existierenden empfindet und sich entsprechend verhält. –

Weil alles so ’schön‘ unbeweisbar und prinzipiell spekulativ ist, sind Manipulationen des Denkens Türen und Tore geöffnet. Je mehr Anhänger eine Glaubensrichtung hat, je mächtiger und ‚vorbildlicher‘ werden die ‚Anführer‘. Das ist in (fast) allen Bereichen so. Das aktuelle Beispiel:

2019. Februar. Deutschland. Kirche und Arbeitsrecht. Die dritte Gewalt (Judikative) im Staate greift in das Kirchenrecht ein. Gemeint ist die Kirche als Arbeitgeber und damit deren Sonderrolle im Arbeitsrecht. An dieser Stelle sollen keine Statistiken oder sonstige Konkretisierungen folgen, die in den Medien nachgelesen werden können, sondern eine grundsätzliche Betrachtung dessen thematisiert werden.

Die Forderung an einen Arbeitnehmer einer kirchlichen Institution, kirchenkonform zu denken und zu handeln (?), also deren Direktiven folgend, war und ist Bedingung für eine Anstellung, welcher Art kirchlicher Trägerschaft auch immer. Das muss allerdings nicht immer mit der allgemein gültigen Rechtssprechung konform sein. Z.B. wenn ein Chefarzt in einer Klinik mit katholischer Trägerschaft ein zweites Mal heiratet, was nach katholischer Definition und Vorgabe nicht ‚erlaubt‘ ist und eine Entlassung zur Folge hat. Das ist ein Eingriff in die persönliche Entscheidungsfreiheit eines Menschen und seiner ‚Würde‘. Früher nannte ‚man‘ sowas = ‚Kadavergehorsam‘.

Das die Rechtssprechung zugunsten des Chefarztes entschied, ist nicht nur begrüßenswert, sondern einfach nur logisch! Die eigene Rechtsauffassung (gemeint ist hier die katholische Kirche) als Parallele zur allgemein gültigen Rechtssprechung (Judikative) ist eine nicht mehr zeitgemäße Tolerierung der Auffassungen einer ‚Interessengemeinschaft‘ und deren Rolle in der Gesellschaft. Mit dieser Aussage ist der Rahmen für eine Anpassung  -oder Aufhebung-  einer separaten Rechtsgültigkeit und deren Tolerierung noch weiter zu spannen. In der Konsequenz wäre das dann tatsächlich das Ende des Kirchenrechts im Sinne der alleinigen Gültigkeit des allgemeinen Rechtes. Die tieferen Abarten (Zölibat, Verbot der Folgeehe, keine Frauen als Priester, Sexualität, Verhütung, Abtreibung etc.) eingeschlossen. Mit welchem Recht die freie Entfaltung und Entscheidungsfreiheit und damit die Würde eines Menschen (Artikel 1 /Grundgesetz) an traditionsgebundene Vorbedingungen geknüpft werden, sollte in der Istzeit keine Frage mehr sein. Bislang siegte noch die (religiöse) Spekulation über die Realität.

Keine andere Interessengemeinschaft in diesem Lande kann erwarten, dass ihre ‚Beiträge‘ vom Staat eingezogen werden (Kirchensteuer)  oder … die die Duldung nicht den Menschenrechten konformen Vorgaben zur Mitgliedschaft einfach praktizieren. Moment: Jäger|innen dürfen das, weil Tierrecht kein Menschenrecht ist und Tiere juristisch ‚Sachen‘ sind. Leben ist eben nicht gleich… Leben. –

Das Vorherige liest sich sicherlich sehr kirchenfremd. Ist es auch, obwohl das nicht den sogenannten ‚Glauben‘ an sich betrifft. Wie oben gesagt, heißt Glauben Nichtwissen. Niemand darf sich darüber hinwegsetzen und für seine Postulate Gefolgschaft voraussetzen und erwarten oder sogar mit der Spekulation auf Angst (Hölle!) das Gefühl eines heilbringenden Erlösergedankens Druck auf Gefolgschaft und letztlich Hörigkeit erzeugen. Solche Alleinstellungsmerkmale dürfen keine mehr sein.

Hier plädiere ich ganz klar dafür, das Kirchen sich aus eigenen Kraft im Sinne der 30 Artikel der UNO-Menschenrechtscharta anpassen und reformieren. Sie sind kein ‚Staat im Staate‘ mit Sonderrechten und eigener Rechtsprechung und entsprechender Praxis. Sie sind Institutionen des Glaubens und nicht des Wissens, und sie sollten das blendende Kokettieren mit der suggerierten Nähe zu ihrem Gott und der daraus abgeleiteten Kompetenz unterlassen. Fazit: Sie wissen ES auch nicht besser … können ihr vorgegebenes Mehrwissen allerdings ‚besser‘ und in ihrem Sinne zielführender ‚verkaufen‘.

Mein Gott ist keine Person, sondern ein ‚Alles in Allem‘. (Siehe Futur X – Die freie Auswahl)

Kant: ‚Sapere aude!‘ (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!).

 

 

 

 

Herrscher über Leben und Daten…


In der Süddeutschen Zeitung las ich heute (04.01.2019) einen Artikel, in dem über ein gemeinsames Essen von und bei Mark Zuckerberg (Facebook/What’sApp/Instagram) und dem Twitter-Chef Jack Dorsey im Jahre 2011 berichtet wird. Das ist nichts Besonderes. Doch… die Details dazu, also was serviert wurde, bedarf des Vergleiches mit der eigenen Kompatibilität dazu im Hinblick auf die dargestellte Achtung oder Nichtachtung des Lebens ansich. Also der eigenen Einstellung zum Leben jedweder Art. Wer mich kennt, der weiß, dass das gar nicht kompatibel sein kann. –

Um was geht es? Den Angaben des Twitter-Chefs in einem Interview mit dem amerikanischen ‚Rolling Stone‘ zufolge, gab es ‚Ziege‘ … , die Zuckerberg eigenhändig nach Einsatz eines Elektroschockers mit einem Messer getötet hatte. Das weitere Vorgehen überließ er dann Anderen. Dorsey antwortete auf die Frage, ob es denn geschmeckt habe, dass er nur seinen Salat aß.

Hintergrund für die Aktion Zuckerbergs (das Töten der Ziege) war, dass dieser ein Jahr lang nur ‚etwas‘ aß, was er selber getötet hatte. – Das deckt sich mit der Aussage, dass das Essen von getöteten Tieren nur dem zustehe, der selber in der Lage ist, ein Tier zu töten. Also Konsequenz? Aus der Sicht – ja. Nur … Die Antwort ist zu leicht und zu oberflächlich.

Ich will hier nicht die Moralkeule schwingen, wohl aber herausstellen, dass es hier um das Entseelen einer Physis geht. Also Ethik. Und das gipfelt in den sechs W-Fragen : ‚Wer macht Was, Wann, Wie, Wo und Warum? ‚

Fünf davon sind im obigen Text beantwortet. Es beibt das ‚Warum‘.

Zuckerberg ist Milliardär und von Beruf u.a. Datensammler oder umgekehrt. 2,5 Milliarden Menschen nutzen seine apps und vertrauen ihm ihre Daten an. Im Kontext erzeugt das einen ‚merkwürdigen ‚ Beigeschmack. Für mich stellt sich da die konkrete Frage: Kann ‚man‘ so einem Menschen seine mehr oder weniger vertraulichen Daten anvertrauen? Einem, der schon als Student die, die ihm ihre email-Adressen anvertrauten, als ‚Trottel‘ bezeichnete (siehe vorherigen Beitrag) und der nunmehr als Tiermörder aus niederen Beweggründen bezeichnet werden kann/darf. Als jemanden, der einem Spleen oder einer fixen Idee als Pseudo-Rechtfertigung seines Handelns folgt und damit als konsequenter Macher gelten möchte – nein will? Einer, an dem man hochschaut, der Vorbild zu sein vorgibt und sich als Herrscher über Leben und Tod darstellt? Eine Inszenierung nahezu grenzenloser Macht… einer, dem die Achtung vor dem Leben jeglicher Art ’scheißegal‘ ist. Es sind ja nur Nutztiere ohne Seele, wie es noch allgemein gesehen und gehandhabt wird… Jemand, der die Verwerflichkeit seines Charakters nicht nur überspielt, sondern als ’stark‘ inszeniert und das ohne erkennbare Empathie dem Leben gegenüber. Einem solchen Menschen seine persönlichen Daten anzuvertrauen, ist Poker durch Machtkonzentration..

Die Vorstellung, dass Zuckerberg hin und wieder als Präsidentschaftskandidat ins Spiel gebracht wird, lässt in diesen Zusammenhängen was auch immer erahnen, sofern er so ein Ziel erreichen würde. Wäre das die Quadratur des aktuellen US-Präsidenten? Wie hieß und heißt das noch immer als Metapher: ‚Die Geister, die ich rief…..‘.

Liebe Mitmenschen. Derartige Charaktere gehören nicht auf die Entscheiderbühne – egal welcher Art. Ihr Mummenschanz muss enttarnt und ausgehebelt werden. Politisch durch Wahlen und in Sachen Zuckerberg die Zerschlagung des Facebook-Konzerns.

So etwas ist nicht unbedingt leicht, denn 2,5 Milliarden Menschen nutzen Facebook, What’sApp und Instagram. Diese gigantische Zahl ließe sich durch konsequente und permanente Aufklärung minimieren – oder anders gesagt: ‚Ich träume weiter…‘.

Persönliches Fazit: Ich werde meine Fäden zum Facebook-Konzern kappen. Also in meinem Fall ist das  dann nur noch What’sApp! Happy SMS, email, Telefon, Briefe, persönliche Kontakte etc.. Und das in Kürze.

Die ‚Welt‘ bleibt ohne den bestehenden Facebook-Konzern nicht stehen und bietet auch ohne den gute Verknüpfungen!

Kant: ‚Sapere aude!‘ (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!).

 

 

 

 

 

 

 

 

‚The Big Five‘ …


In diesem Falle sind nicht die schwierigsten und gefährlichsten, zu jagenden fünf Tierarten in Afrika gemeint, sondern die fünf Internet-Konzerne: Amazon, Google, Facebook, Apple und Microsoft mit einem Marktvolumen von ca. 3,5 Billionen US-$ und einem Barvermögen (netto) von über 300 Milliarden US-$. Zahlen, die die Vorstellungskraft mehr als strapazieren. (Die Zahlen sind diversen Angaben frei dem Internet entnommen).

Das ist Statistik. Wo sind die Probleme?

Die Bedarfsweckung und das Marketing sind Grundsäulen der Verführung. Das gilt für Hard- und Software und Dienstleistungen zugleich. Ein neues Smartphone, ein neuer Rechner; also ein neues Gerät nahezu jedweder Art, wird als ‚must-have‘ verkaufspsychologisch im Höchstmaße nahezu ohne Budgetierung der Kosten angepriesen. Dem (potentiellen) Kunden wird mit aggressiver Werbung suggeriert, dass er dann dem Zeitgeist entspricht, wenn er sich dahingehend ständig aktualisiert (männlich, weiblich und *). Die bequeme Zustellung von Produkten am Tag nach der Onlinebestellung ist – bequem.

Hier soll es mir um eine sich auftürmende Folge daraus gehen: Machtkonzentration durch das Sammeln von Daten der Nutzer. Metadaten, Nutzerverhalten usw. werden gespeichert.. Die plattesten ‚Argumente‘ ( z.B… ‚ich habe nichts zu verbergen‘ etc.) müssen nicht mehr kommentiert werden, da sie nicht Halb- sondern reines Unwissen sind.

Beispiel Facebook:                                                                                                                  Zuckerbergs Facebook beweist aktuell wieder seine wahre Absicht: Die Durchleuchtung der Nutzer und das damit verbundene Absaugen ihrer Daten und ihres Nutzerverhaltens zwecks Erstellung von Profilen und das Generieren von Profit durch Werbung. Gut, wird man sagen; das ist das Geschäftsmodell des Konzerns – doch… allein die Vorstellung, dass nun plattformübergreifend Facebook mit What‘sApp und Instagram verbunden sein sollen, ist eine gefährliche Konzentrierung, die zum Missbrauch einlädt. Das will ich hier nicht direkt unterstellen, doch … genau da liegt die Gefahr. Die Daten von 2,5 Milliarden Menschen werden somit zusammengeführt. Bei der Übernahme von What’sApp (WA) sagte Zuckerberg, dass er Facebook und WA nicht verknüpfen wolle und sagte das zu. Das war eine falsche Angabe. Dann brach er sein Versprechen und tat genau das. Die Strafe der EU (110 Millionen €) wurde wohl aus der Portokasse gezahlt. Nun kommt noch Instagram dazu. Datenleaks und Fakenews gepaart mit einer nicht mehr verstehbaren Unternehmenskultur in der Grauzone sind alles andere als vertrauenswürdig. Es wird also gelogen und betrogen und die Nutzer halten das alles für irgendwie dazugehörig und bleiben an der ‚Leine‘, obwohl mit ihren Daten jongliert und gehandelt wird. Das wird dann ‚maßgeschneiderte Werbung‘ genannt.

Entlarvend ist ein Zitat Zuckerbergs aus seiner Studentenzeit, als er gefragt wurde, wie er es geschafft hat, über zweitausend Emailadressen zu sammeln: Hier seine damalige Antwort; „Die Leute vertrauen mir. Was für Trottel.“

Das zeigt, dass die Angaben des Facebook-Konzerns so gut wie nichts wert sind. Sind das noch Taschenspielertricks auf Milliardenniveau?

Nun zur Gefahr: Es ist gefährlich, wenn der einzelne Bürger nicht mehr weiß, wer etwas über ihn weiß. Die Europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ist so ein Mittel der Kontrolle und Verhinderung von Datenmissbrauch durch Konzentration und Kommerzialisierung.

Im Facebook-Konzern verschmelzen Daten von Facebook, What‘sApp und Instagram zu einem Wissen, das -ohne Schwarzmalerei- ein Angriff auf die Demokratie sein kann und sein wird, weil Verführung menschlich ist und Macht eine Droge sein kann oder ist.

Aus der Sicht sollte es erwogen werden, einem solch unüberschaubaren Konzern Zügel anzulegen, indem man ihn wieder aufteilt oder gar zerschlägt, bevor die Hürden dafür höher werden!

Mein Fazit:                                                                                                                                                   Meinen Facebook-Account habe ich vor ca. 2 Jahren löschen lassen, wobei ich weiß, dass Spuren im Netz für ‚immer und drei Tage‘ irgendwo gespeichert sind. Instagram habe ich nie genutzt. Was ist mit What’sApp? Bereits zweimal habe ich die app gelöscht und mich ordentlich abgemeldet und eine Bestätigung dafür erhalten. Zweimal habe ich es wieder aktiviert und festgestellt, dass alle Daten und Accounts wieder vorhanden waren. Das bestätigt meine o.g. Bedenken und Befürchtungen. In den jeweiligen Zwischenzeiten war ich per SMS,Telefon, email und persönlich zu erreichen. Diesen Status strebe ich wieder an !

Abschließend soll noch angefügt werden, dass (nicht nur) meine Vorstellung von der Zerschlagung des Facebook-Konzerns nicht nur diesen meint, sondern alle anfangs genannten  „BIG FIVE“  ! 

Jeder hat das Recht, das hier Gesagte anders zu sehen. Mein den vorherigen Beitrag abschließendes Zitat füge auch hier wieder an :

Kant: ‚Sapere aude!‘ (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!).

 

‚Lady in black‘ …


Vor 4 Jahren schrieb ich hier einen Artikel über meine alte Computerhardware, die immer noch funktioniert und nicht kaputt zu kriegen ist. U.a. über das Apple Powerbook G3 firewire, Codename ‚Pismo‘. Ein echter Oldtimer … und einer der schönsten (für mich jedenfalls). Die sog. ‚Specs‘ muten heute an, als wäre von einem Dinosaurier die Rede:  500 MHz. und mittlerweile -aufgerüstet- das Maximum an RAM: 1 GB !

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Mit diesem Gerät hat der Hersteller (Apple) bewiesen, dass Computer benutzerfreundlich konzipiert und unter die Leute gebracht werden können. Das Innenleben ist vollständig zugänglich. Zwei Einschübe erlauben den Betrieb von zwei Akkus, die ‚hot-swappable‘ sind; also im laufenden Betrieb einer davon entfernt und gegen ein DVD-Laufwerk getauscht werden kann, ohne dass die Kiste abstürzt! Nicht alles Alte ist überholt. Nur … der Zeitgeist hat sich geändert. Nachhaltigkeit ist wohl nicht mehr in der Imposanz anzutreffen. (Neue MacBook Pro in der Preislage meines Pismo -also ca. 3-5 Tsd. € je nach Ausstattung- haben Bildschirm- und weitere Probleme, allgemein nicht mehr zugängliches Innenleben etc.).
Nach 19 Jahren hat sich dieses zauberhafte Gerät eine ‚Wellnessanwendung‘ verdient : eine SSD. 128 GB Speicherkapazität  -genauso wie 1 GB RAM-  waren vor 19 Jahren in einem Laptop noch gar nicht möglich. Wie hat meine ‚Lady in Black‘ darauf reagiert? Nach dem Einbau der SSD  (gekauft aus Irland für 95 €) und dem Einschalten flog der Ladebalken von links nach rechts. Ich traute meinen Augen nicht. Das übertraf die Erwartungen. –

In den Anwendungsprogrammen (Word/Excel etc.) ist mit der SSD in der alten Hardware kein langsameres Arbeiten im Vergleich zum wesentlich neueren MacBook Pro zu erkennen, ob man es glaubt oder nicht. Unter Mac OS 9 und dem damaligen MS Office 2001 ist Erstaunliches zu sehen: Die Oldies sind schneller als die aktuelle Hard-und Software. Woran liegt das? Ganz eindeutig an der ‚Überfrachtung‘ der neueren Office-Suite, die wesentlich mehr -meistens nicht benötigten- ‚Krims-Krams‘ laden muss. Da bin ich doch gerne temporär unmodern. –

Diese Aussagen passen genau in das Konzept von iFixits Reparaturmanifest:

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Das ist natürlich nicht im Sinne der Hersteller. Diesem Planeten käme das allerdings zugute – so wie die SSD meiner ‚Lady in black‘.

‚Schneller, höher, weiter‘ ist nicht das Konzept der Zukunft. Nachhaltigkeit ist recoursenschonend im Hinblick auf den Zustand dieses blauen Planeten.

Darüber zielführend nachzudenken, führt zu der Frage, warum z.B. ein funktionierendes Smartphone nach 2 Jahren -im Sinne der Hersteller- gegen ein neues ausgetauscht werden sollte. Das gilt für sicherlich alle technischen Gerätschaften. Das ist ‚Denkstoff‘ für jeden.

 

 

Kant: ‚Sapere aude!‘ (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!).