Franziskus – ein Dorn im Auge der konservativen Theologen


Dieser Blog ist thematisch vielfältig. Das verdeutlicht wieder einmal der folgende Beitrag:

Wie ich zum Papsttum stehe, habe ich deutlich in meinem Buch ‚Futur X – Die freie Auswahl‘ ausgebreitet. Nun las ich heute in der FAZ, dass konservative Theologen und Kleriker dem Papst Franziskus ‚Ketzerei‘ vorwerfen und ihn zur Umkehr oder zur Amtsaufgabe auffordern. Inquisition 2019 ? –

Den Angaben zufolge haben gut 3400 Menschen (keine Kardinäle) eine Online-Petition unterschrieben. Die Petition ist online zu lesen.

Die Offenheit des Papstes gegenüber Schwulen, Lesben, Geschiedenen, Ungläubigen, stört die Hüter des katholischen ‚Grals‘. Entlarvend angriffslustig sind auch die Vorwürfe, er schütze Sexualstraftäter. Mißbilligt werden auch seine Sichtweisen zu Protestanten, Muslimen und … zu China.

Ist so etwas ernst zu nehmen? Bei all den Problemen der katholischen Kirche kommt so ein Querschuss. Das im Vatikan schon länger etwas brodelt und schon mehr oder weniger  immer gebrodelt hat, ist bekannt, doch … untersucht man Punkt für Punkt die Vorwürfe, dann gibt es für mich abschließend nur noch ein Substantiv: Blödsinn. Die erkennbare Denkrichtung der Petition ist der Versuch der Einschüchterung, ja unverhohlenen Drohung (wenn du nicht, dann…!).

Muslimen wird vorgeworfen, dass sie mit ihrem Islam im 6./7. Jahrhundert stehengeblieben sind, und das Christentum stellt sich als ‚moderner‘ dar. Im Kontext ist das nicht erkennbar. Sollte jetzt dem Franziskus die Stärke Luthers gewünscht werden: Unbeugsamkeit?! Oder macht er es wie der ‚weltliche‘ Galilei und gibt unter Druck nach und revidiert seine Erkenntnis- und Sichtweisen?

Haben die Konservativen in der katholischen Kirche nicht realisiert, in welchem Jahrhundert sie leben und in welcher gesellschaftlichen Situation sich der sogenannte ‚kirchliche Glaube‘ wiedergefunden hat? Es sei denn, sie nehmen billigend in Kauf, dass sie starr und unbelehrbar zocken und letztlich verlieren werden, weil ein aufgeklärter Mensch so einen Blödsinn nicht mitträgt. Das wäre kein Sieg, sondern eine arrogante Niederlage (wie auf dem Ast sitzend am Stammende zu sägen).

Klartext: Es ist unerträglich, in der Jetztzeit wahrzunehmen, dass sicherlich einflussreiche Menschen Sichtweisen und offene Drohungen verbreiten, die sie gerne von Erfolg krönen würden. Da wurde ’nichts‘ begriffen. Das ist fein formulierte Plumpheit – besser gefährliche Demagogie. Denn – glauben heißt nicht wissen. Auch Theologen und Kleriker haben keine Legitimation ihrer Sicht- und Glaubensweisen. Von wem oder was auch? Von einem personifiziert gedachten Gott? Die Sichtweise sollte nun irgendwann zu den Akten gelegt werden, denn da gibt es Vorstellungen und Definitionen, die eine ’nicht seh- und erklärbare Intelligenz oder Substanz‘ regelrecht beweisen oder glaubwürdiger begreifen lassen, als die alten, klerikalen Hologramme. (Siehe ‚Futur X – Die freie Auswahl‘).

Die Konkurrenz für den kirchlichen Glauben wird größer, und es ist keine Ketzerei, sich in der Istzeit zu orientieren. Der eigene Verstand kann da mutig benutzt Schleier und Vorhänge zur Seite ziehen, die sogar dazu führen, dass ich -wie in diesem Fall- dem Papst Franziskus zur Seite springe und ihm gegenüber den sogenannten Konservativen Unbeugsamkeit wünsche! Praktische Toleranz…

Kant: ‚Sapere aude!‘  (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!).

Nun schon vier Jahre…


Nun schon 4 Jahre Blackberry Passport… und mittelfristig kein Ende in Sicht.

Ist das Marken- oder Gerätetreue? Ganz klar Letzteres – die Nachhaltigkeit dabei nicht zu vergessen! Das ist gut für meine eigene CO2-Bilanz. Doch … der innerste Grund ist tatsächlich ein egoistischer: Es ist die Frage, ob ‚man‘ ein Gerät ‚lieben‘ kann? Die Frage ist schon ein Oxymoron und klartextlicher Unsinn. Also Gefühlsdusel? Tatsächlich verbinden sich mit dem BB-Passport die mir ersichtlichen Einflüsse, die zu einem Gesamteindruck zusammenfließen: Zuverlässig, robust, netzwerkkompatibel, quadratischer Bildschirm mit seitlich mehr Platz für Tabellen, Texte usw., physische Tastatur mit gutem Tastenhub, 2-3 Tage Akkulaufzeit, hervorragende Sprachqualität, 4 G, usw. usw…. Und das i-Tüpfelchen: Das BB10- Betriebssystem, das keinen allgemeinen Anklang fand?! Es stürzt nicht ab und ist allzeit bereit. Über die Sicherheit wurde und wird viel diskutiert – das ist nicht nachprüfbar. Die PR nannte es ’sicher‘. Erstaunlicherweise wurden und werden BB’s mit BB10 von sicherheitsrelevanten Stellen genutzt und keine Androiden. (Mit einem Schweizer Käse kauft man immer auch Luftlöcher mit). Das alles spricht für ’sich‘. Hard- und Software sind in sich stimmig.

Wer natürlich 1 Mio. Apps braucht, ist außerhalb meiner Bedürfniswelt. Bei klarer Sichtweise sind die überladenen Betriebssysteme wie eine Zugmaschine mit unzähligen Anhängern; von denen nur einer tatsächlich gebraucht wird – und das auch nicht permanent. Ballast, der bremst. Zum letzten Satz gibt es natürlich ebenso viele Gegenreden.

Was ist denn nun so erwähnenswert, dass hier wieder ein Gerät dermaßen herausgestellt wird. Was sind schon 4 Jahre? Im Schrank hier liegt noch ein ‚Hagenuk‘-Handy, von dem ich nicht mal weiß, wie alt es ist. 20 Jahre vielleicht? Komisch nur, dass das Teil immer noch tadellos funktioniert, was telefonieren und SMS angeht. Die What’sApper werden sich nun an den Kopf fassen und sagen: ‚Aus welchem Zeitfenster ist der denn gefallen?‘ In 20 Jahren könnten wir noch einmal über die Geräte sprechen und feststellen, ob ihre Androiden dann noch funktionieren. What’sApp wird es dann wohl nicht mehr geben – vielleicht kommunizieren wir dann gerätelos!? Das ist meine Vorstellung und so wird/könnte es dann auch sein. – In den meisten Köpfen der Menschen ist die Erde auch keine Scheibe mehr.  (Dank Kopernikus, Galilei …).

Über die weiteren und schwerwiegenden Folgen des ‚must-have‘ -Denkens habe ich mich hier im Blog in diversen, anderen Beiträgen ausgelassen. Die Blendung zur Profitmaximierung der jeweiligen Hersteller sieht nahezu perfekt aus, bis sie -die Blendung- in einer Sackgasse steht und die Follower sich ungebremst und unaufhaltsam nähern. Der Rest ist Phantasie – allerdings von der Art, die gnadenlos ist. Nur ein Beispiel: Statt Kunden alle ein bis zwei Jahre zu einem neuen Smartphone zu animieren, wäre das Angebot einer ‚Inspektion‘ oder Aktualisierung mit neuen Teilen gegen verhandelbares Geld im Sinne dieses blauen Planeten. Das ist ein unterschätztes Geschäftsmodell. Ebenso allerdings ist hier die Rede von ‚Menschen‘ und das erklärt die zukünftige Richtung…

Mir ist es im Sinne unseres Planeten schlichtweg egal, ob mein BB-Passport ‚EOL= End of life‘ ist oder einfach dazu erklärt wird. Nein – obwohl ich meinen What’sApp-Account vollständig gelöscht habe, weil ich dem Facebook-Konzern nicht im Ansatz traue, ließe es sich immer noch benutzen (sofern WA wieder von Facebook abgekoppelt würde). Wer weiß…?

Ein Blackberry mit Android (Blackdroid) kommt für mich nicht in Frage, da Android letztlich auch schon dem EOL geweiht ist.

Kant: ‚Sapere aude!‘  (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!).

 

Auszug aus meinem aktuellen Buch als Antwort zum Aufsatz des ‚Benedikt XVI‘


Aus meinem aktuellen Buch „Futur X – Die freie Auswahl“ (© Copyright) zitiere ich an dieser Stelle Passagen des 3. Kapitels. Dabei geht es nicht explizit um den genannten Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche, sondern um die von Benedikt geforderte „Erneuerung des Glaubens“ usw., wie oben genannt.

Hier der Auszug aus meinem Buch, der eben meine Sichtweise verdeutlicht. Grundsätzlich sei gesagt, dass jeder Mensch das Recht auf seine eigenen Anschauungen und Sichtweisen hat – ohne ‚wenn und aber‘ und ohne Theologe zu sein. –

„… Die Rolle der Religionen (Beispiele)“ ©

…Was daraus wird, zeigt die Geschichte und gibt massiven Anlass zur Vorsicht. Erstaunlich abstoßend und geradezu unverständlich wird das an dem Beispiel der Kirchen, deren ursprüngliche Intention eine Art kompetente Verständnishilfe für das Unerklärliche, Unbeweisbare und Angst auslösende Moment des ,auf sich allein Gestelltseins’ ihre Existenzberechtigung markieren sollte. Sie haben es schamlos dahingehend ausgenutzt, dass sie ihre angedachte Hilfestellung für Alle zu einer Art elitärer Kompetenzhochburg Einiger ausbauten. Sich quasi als Fachleute für Gottesangelegenheiten mit Interpretationskompetenz darstellten, darstellen und sich auch so verkauften und immer noch verkaufen mit fatalen Folgen.
Das wird am Beispiel der ,Irrtümer der Katholischen Kirche‘ deutlich. Sie legt nach wie vor Menschen in Fesseln (Zölibat), hält ihr Oberhaupt für unfehlbar(?)(Papst), mischt sich in politische Realitäten ein und versucht, diese nach ihren Dogmen zu manipulieren. Und immer mit dem erhobenem Zeigefinger des Unbewiesenen. Das Spiel mit der Ungewissheit, mit der Angst. Das Kokettieren mit dem ’Draht zu ihrem Gott‘.
Was für ein Irrtum… allein von der Vorstellung ausgehend, Gott nicht zu personifizieren. Menschen brauchen offensichtlich etwas Greifbares, etwas Begreifbares, sei es auch nur hypothetisch. Logik spielt da, wie es scheint, auf den ersten Blick keine überragende Rolle. Ein Gott in der angedachten Schöpferrolle mit menschlicher Silhouette kann nur ein Phantasieprodukt sein, denn die Unvollkommenheit und die Fixierung auf eine Art ‚Beschränktsein auf die fünf Sinne‘, also auf die Physis, entspricht in keiner Weise der Rolle, die der gläubige Mensch seinem Gott zuspricht –> Vollkommenheit.
Im Umkehrschluss lässt die Vorstellung einer immateriellen Intelligenz die nahezu zwingende Möglichkeit einer wie auch immer genannte und geartete ‚Existenz‘ zu. –
Diese Interpretation braucht keine personifizierte Vorstellung, keinen singulären Gott an sich und kann mit den uns Menschen zugänglichen Wahrnehmungsinstrumenten logisch erklärt werden. Also die Entzauberung des weisen Mannes im sogenannten Himmel und vor allen Dingen seines faktisch ‚abtrünnigen Bodenpersonals’. Kein Märchenprinz in einem auch materiell ausgerichteten Vatikanstaat, der sich von Soldaten bewachen und sich in einem kugelsicheren Wagen ‚durch die Gegend‘ fahren lässt.

„Parallelen in anderen Religionen zeigen einen Stillstand des Denkens in den Köpfen der sie tragenden Menschen. Ich spreche von vormittelalterlichen Riten, die keiner Aktualisierung unterzogen wurden und einfach so weiter praktiziert werden.
Nicht den in Religionskreisen allgemein gültigen Vorgaben und sogar Bedingungen folgend, stellt sich die Frage, warum Menschen sich gottesfürchtig und erniedrigend hinknien und den Kopf gesenkt zu halten haben. Sind sie nicht, jeder für sich, bestehend aus Körper und Geist, Einmaligkeiten – Individuen? Sie knien und verneigen sich vor Gott, wohl oftmals ohne eine eigene Erklärung als Denkprodukt ihres eigenen Verstandes entwickelt zu haben und folgen damit einfach dem gleichgesinnten Mainstream.
Das sieht dann schon nach anerzogener ‚Eingebung‘ aus. Von wem? Na… von denen, die sie als Kompetenzen wahrnehmen und die vorgeben, kompetent im Sinne von Gottesnähe zu sein. Da gibt es natürlich ‘die Anderen‘ in zunehmender Anzahl, die exakt eine solche Verhaltensweise nicht teilen… und selbstverständlich auch aus anderen Gründen.
Natürlich hat jeder Mensch das Recht, das so zu sehen und zu praktizieren, wie er es für sich entscheidet. Dabei sollte aber keinesfalls vergessen werden, dass gegenseitige und bedingungslose Toleranz unantastbar zu sein hat, um Leid jeglicher Art zu vermeiden! Dass Menschen unterschiedlich beschaffen sind, ist eine allgemein fundamentale Erkenntnis. –
Schwierige Lebenssituationen sind ein nahezu perfektes Einfallstor für Manipulationen.
Erlebte Lebenslagen wie Trauer, Freude, Kummer, Ärger, Ängste und scheinbare Aussichtslosigkeiten sind Realismen, die Nähe und Schutz suchen.
Hier will ich nicht unterstellen, dass all das ausgenutzt wird, doch es kann Gefolgschaft und auch Unterwürfigkeit erzeugen.
Ein Schelm, der jetzt Bezüge herstellt…
Ziel der soeben beschriebenen, gesteuert religiösen Verhaltensweisen ist die Erzeugung eines simplen Gemeinschaftsgefühles. Das könnte man als ‘Vereinsdenken‘ bezeichnen.
Um hier nicht missverstanden zu werden… ‚auch‘ ich bete. Aber nicht mit gesenktem Kopf oder mit dem Kopf auf dem Boden. Weit gefehlt. Meine Demut zu dem, was ich gar nicht konkret verstehen kann, ist derart gestaltet, dass ich erhobenen Hauptes -egal in welcher Situation- einen gedanklichen Dialog mit etwas halte, von dem ich weiß, dass ich davon nur das verstehe, was mir überhaupt möglich zu sein scheint oder ist. „Ich nenne es das „Alles in Allem“. Und das ist existent, egal wie ich es nenne oder wie es allgemein traditionsbezogen genannt wird und das mir temporäre, seelische Ausgeglichenheit und Freude bereitet.
Als ‘Mitglied‘ des Alles in Allem muss ich mich vor gar nichts erniedrigen und vor Niemandem. Das erzeugt ein ‚Akzeptiert-sein-Gefühl‘ und erfüllt mich mit mehr Demut als die gekrümmte Ehrerbietung, von der ich glaube, dass sie reines Menschenwerk und gar nicht ‚gottgefällig‘ ist. Eine gütige ‘Überintelligenz‘, Gott genannt und ohne das auch von seinen Geschöpfen geforderte Aggressionspotenzial, hat in meinen Augen kein Unterdrückungs- und Dominanzbedürfnis und fordert das auch nicht ein. Dann wäre sie, er oder es nicht mehr gütig und würde nicht einmal mehr der Maxime der Französischen Revolution gerecht: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. – Dann hätten menschliche Gedankenkonstruktionen einen höheren Wert als göttliche? Was für ein Unsinn – oder das streift diesen Begriff unübersehbar.
Damit sind kirchliche Rituale überdenkenswert und zwar in dem Sinne, es nicht mit nur Gläubigen -oder besser- Berieselungsopfern zutun zu haben, sondern ihnen das unveräußerliche Recht zuzusprechen, frei zu denken und z.B. auch in einer Kirche nicht nur blanke Zuhörer zu sein. Ok, beim Singen dürfen ja Worte die Münder verlassen… aber nur die vorgegebenen. –
Das ist nicht mein Gottesbild.
Oder steckt da noch mehr dahinter? Zu Beginn dieses Kapitels wurde das ausgeführt.
Eindeutig klargestellt sei hier, dass Kirchen nicht ihre Legitimation verweigert werden soll! Vielmehr wird es deutlich, dass es Reformen bedarf. Die sogenannten ‘Alten Zöpfe‘ sind es, die den Menschen vor den Augen hängen. Das fängt eindeutig damit an, dass das bestehende Gottesbild -oder dessen Interpretation- überdacht und überarbeitet werden sollte/muss, um – wieder- an Glaubwürdigkeit zu gewinnen. Die versteckte Arroganz muss da raus. –
Mit einbezogen werden muss/sollte eine Art weltliche Ethik, die nicht verkapselt und abstrakt daherkommt, sondern begreif- und praktizierbar ist. Desweiteren sind es die Interpretationen der ‘Heiligen Schriften‘, also als Beispiel der Bibel und auch (… ……). Das Verharren oder Hängenbleiben in den dort verkündeten Zeitaltern und Epochen passt nun gar nicht mit den aktuellen Realitäten zusammen[…]“

Auszug © aus: Joachim Rohlfing. „Futur X. Die freie Auswahl.“  ©Copyright 

Zum Aufsatz des Benedikt XVI


Benedikt XVI  (Aufsatz zum Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche)

Auslöser zu diesem Beitrag ist ein Artikel in der FAZ (Frankfurter Allgemeiner Zeitung), in dem zu lesen war/ist, dass der emeritierte Papst Benedikt XVI zu einer „Erneuerung des Glaubens“ und zu einer neuen Hinwendung zu Gott“ aufruft, um die aktuelle Krise (Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche) zu überwinden.

Um den folgenden Beitrag dazu entsprechend einzuschätzen, war geplant, eine nötige Lizenz für die FAZ-Artikel zu erwerben.

Das scheiterte allerdings am Preis dafür (46,14 €/Rechte nicht bei der FAZ, sondern bei einer Agentur!), der den finanziellen Aufwand nicht rechtfertigt.

Stattdessen ist der Artikel in der FAZ jedem/jeder Interessierten zugänglich. (Auf einen Link verzichte ich aus rechtlichen Gründen!)

Als Nächstes werde ich in einem weiteren Beitrag meine Stellungnahme zu Benedikts Aufsatz posten.

Daten- Tsunami…


Daten-Tsunami … das klingt schon wie eine nachhallende, unbeherrschbare Bedrohung. Ein Tsunami ist immer bedrohlich, doch … durch und mit Daten? Oder ist das eine Metapher? Ja, das ist sie.

Das Ziel des Pariser Klimaabkommens war und ist die Reduktion der Treibhausemissionen, die das hervorrufen, was wir Klimawandel mit allen Folgen nennen. Junge Menschen demonstrieren freitags in der Schulzeit gegen das ‚Verheizen‘ ihrer Zukunft aus Gleichgültigkeit und falscher Prioritätensetzung. Falsch, weil Entscheidungsträger den von Menschen verursachten Klimawandel beiseite drängten, ignorierten oder gar leugneten. Und das von Vielen oder Einigen immer noch…

Von dem genannten Abkommen entfernt sich die Digitalindustrie zunehmend. Hinzu kommt das allgemeine Konsumverhalten. Entgegen der erwarteten, positiven  Auswirkung  der Digitalisierung steigt der CO-Ausstoß durch Produktion, Server usw. Richtung zweistellig. Der Netzwerkverkehr steigt pro Jahr um mehr als 1/4 (Shift-Studie) und erfordert eine leistungsfähigere Infrastruktur – und energiehungrige Datencenter für das sogenannte ‚Internet der Dinge‘.

Der schleppende Ausstieg aus dem Abbau fossiler Energieträger entspricht nicht dem dramatisch geforderten Umdenken sowie Umsteigen auf ‚Erneuerbare Energien‘. Die Speicherung der Energie mit entsprechender Technik ist dafür eine der Grundvoraussetzungen.

Allein die längere Nutzung von Endgeräten wirkt sich drastisch positiv aus: Z.B. Laptops ca. 5 Jahre und Smartphones ca. 3 Jahre (oder länger)! Hinzu kommt, dass die genannten Geräte nicht ein oder zwei Millimeter dünner sein müssen, sondern entsprechend länger ‚halten‘ und durch anwenderfreundliche Konstruktion eben von diesen Anwendern repariert werden können. Oder als Marktlücke von Leuten, die sich auf Reparaturen spezialisieren. Die Hersteller sind gefragt. Das Blendwerk des ‚Ständig-Aktualisiert-Seins‘ durch die Möglichkeit ersetzen, technische Weiterentwicklungen in bestehende Geräte einzubauen – ohne Neukauf. Das wäre und ist Nachhaltigkeit im Sinne aktiver Klimapolitik und aktiven Einsatzes gegen den Klimawandel. Entkoppelung von ständigem Wachstum – vom ‚Schneller-Höher-Weiter‘. Entschleunigung, die eigentlich gar keine wäre, sondern nur mit nachhaltiger Hardware. Nicht nur entsprechende, reparaturfähige  Geräte mit verlängerter Lebensdauer wären im Sinne unseres Planeten, sondern in der Folge im Sinne der nächsten Generation/en.

Nicht das Marketing und die Bedarfsweckung der Hersteller sollte an erster Stelle stehen, sondern das Erkennen der fatalen Auswirkungen in der Gefolgschaft.

Die Frühwarnsysteme für einen Daten-Tsunami sind längst aktiv und fordern von jedem Einzelnen ein Umdenken und ein adäquates Handeln. Das wäre kein Rückfall in alte Zeiten, sondern ein Update für die folgenden Zeiten…!

Kant: ‚Sapere aude!‘  (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!).

 

Reform des Urheberrechts, Part 3


Schaut man sich die Reform des Urheberrechts in dem Sinne genauer an, dann fällt ein Widerspruch in sich auf, den ich so konkret gar nicht dachte: Das Schreckgespenst der ‚Upload-Filter‘ der Digital-Konzerne als Folge möglicher Haftung für urheberrechtliches Material. Solche Filter sind im neuen Urheberrecht nicht vorgesehen. Es entsteht der Eindruck, dass durch Kontrolle und Zensur wahrscheinliche ‚Upload-Filter‘ die Netzfreiheit und in der Folge die Meinungsfreiheit gefährdet sei. Das ist deren Argument. Nur… die geschäftlichen Interessen der Internet-Konzerne sind dann gefährdet. Also hat die europäische Legislative den schwarzen Peter? Mitnichten. Allein die Frage nach der Kompetenz in der Entwicklung und Einrichtung von Filtern für urheberrechtlich geschütztes Material -wenn nötig- liegt nicht bei Politikern, sondern bei diesen Konzernen, die sich nicht in der Pflicht sehen, sondern durch Vermeidung immenser Entwicklungskosten die Netzuser mobilisieren, mit vorgegebenen Argumenten auf die Straße zu gehen. Selber verstoßen sie permanent gegen den Datenschutz, schubsen die User auf die Straßen, damit ihre Geschäftsmodelle und ihre astronomischen Gewinne nicht wackeln.

Die Rede ist davon, dass das Internet bedroht ist. Das hohe Gut des ‚geistigen Eigentums‘ ist es! Konkretes Beispiel: Ich als Autor des Buches „‚Futur X – Die freie Auswahl“ saß ca. acht Monate im reinen Schreibprozess. Hinzu kam das mehrfache Lektorat, die Gestaltung, Grafik, Veröffentlichung etc.. Wie soll ich das verstehen, wenn das Material nicht urhebergeschützt wäre und ich nicht von meiner Arbeit profitieren könnte (oder immateriell aus reinem Idealismus)? Das Ganze muss geregelt und die Regeln im Netz entsprechend angepasst sein. Geregelt durch den Gesetzgeber und angepasst durch Genehmigungen von Rechteinhaber und Entlohnung.

Nicht Jeder darf unentgeltlich auf urheberrechtliches Material zugreifen; auch nicht die  Intenet- Konzerne, die ihre Attraktivität durch Datensammeln bei Werbekunden erhalten und ausbauen, damit Milliarden Gewinn generieren und sich dadurch den ‚Luxus‘ leisten können, ihre apps kostenlos anzubieten. Genau das soll aus ihrer Sicht auch so bleiben. Also wird der Spieß umgedreht und der Weg des geringsten Widerstandes gewählt – die Indoktrinierung und Mobilisierung der Netzuser, um gesetzeskonform zu sein und Haftungen zu umgehen oder zu vermeiden. Gesetzliche Regelungen zur Neugestaltung und letztlich Bestätigung des Urheberschutzes erzeugen Folgekosten für Internet-Konzerne und sollten aus der Sicht gar nicht erst zustande kommen. Mit der funktionierenden Nummer lässt sich sehr viel Geld sparen.

So gesehen sieht für mich das offensichtliche Reizthema nach ‚hinter die Fichte führen‘ aus. Facebook vertraue ich nicht und habe es auch von Anfang an nicht. WhatsApp ebenfalls nicht, da es nun von Facebook einverleibt wurde und Zuckerberg alles Andere als vertrauenswürdig ist, wie in vorherigen Beiträgen hier ausgeführt. Folge: Mein WhatsApp- Account wird gelöscht. Als unverbesserlicher Blackberry-User nutze ich BBM als Messenger.

Fazit: Ich sehe die großen Internet-Konzerne in der Bringeschuld für die Anwendung eines funktionierenden Urheberschutzes gemäß gesetzlicher Vorgabe. Geistiges Eigentum muss ein solches bleiben. Nicht Jeder geht schließlich auch kostenlos arbeiten. Um das zu regeln, gibt es Arbeitsverträge, die regelkonform zu sein haben.

Auch ‚Kreative‘ müssen ihre Existenz sichern…

Kant: ‚Sapere aude!‘  (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!).

 

Boni… gemanagt


Ist es noch als unverschämt zu bezeichnen, wenn Menschen in exponierter Position sich an einem von Vielen erwirtschafteten (Betriebs-) Kapital und bei zeitgleicher Ankündigung von ‚Sparmaßnahmen‘ Boni in Millionenhöhe zustecken und das nicht nur als gerechtfertigt darstellen, sondern es einfach ‚machen‘.

Ist es nicht… denn es ist auch nicht nur Gier, sondern aus meiner Sicht ‚Diebstahl, Ausbeutung und den Gerechtigkeitsinn misshandelnde‘ Gewissenlosigkeit derjenigen gegenüber, die nicht im obersten Zentrum einer betrieblichen Hierarchie und damit vergleichbar machtlos sind.

Das Mangement der Deutschen Bundesbank ist aktuell gemeint. –

Aus meiner Sicht ist es sowieso schwer vermittelbar, dass Manager ohne persönliche Haftung (wie ein Firmeninhaber) für ihre Entscheidungen siebenstellige Gehälter und Boni beziehen – jährlich! Sie grenzen sich damit von den ‚unteren‘ Positionen ab, als wäre ihre Arbeitskraft überdimensional bedeutender. In Produktionsbetrieben sind es nicht sie, die ‚wunderbare Produkte‘ mit ihrer qualifizierten Arbeitskraft herstellen, sondern die unteren Ebenen – die Arbeiter, Ingenieure usw.. Es gibt keine verstehbare Rechtfertigung dafür, dass ein Manager das 50-oder 100-fache (oder noch mehr) zugeschustert bekommt als eben z.B. ein/e Produktionsmitarbeiter/in.

Das sind grundsätzliche Fragen ohne einsehbare Antworten. Eine Gesellschaft, die das immer noch ermöglicht und zulässt, verhält sich nicht oder kaum anders, als die räuberisch despotischen Systeme der vergangenen Jahrhunderte/Jahrtausende. Als hätte es die Französische Revolution nicht gegeben.

‚Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit‘ (Liberté,Égalité,Fraternité).

Die Freiheit nimmt sich das Management. Von der Gleichheit wird sich abgesetzt und wie ist es mit der Brüderlichkeit? (Heute besser Schwester-/Brüderlichkeit). Das sind ‚Tauben in der Luft‘. Im Kontext ein enttarnter Euphemismus. Solange solche Praktiken noch im 21.Jahrhundert existieren, sind die drei vorher genannten Begriffe blanker Hohn!

Was fürchten solche Menschen mehr, als wenn ‚man‘ ihnen die Bettdecke wegzieht? Ich bin nicht grundsätzlich für staatliche Regelungen, wohl aber für die Beseitigung  von Ungerechtigkeiten, für die ‚Fremdschämen‘ nicht mehr ausreicht.

Das ist dann also in der Zuständigkeit der Legislative.                                                         

Korrekturen sind der Öffentlichkeit vermittelbar! 

Kant: ‚Sapere aude!‘  (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!).