Despoten und ihre Werke… Despots and their works…


Despoten und ihre Werke und Hinterlassenschaften am Beispiel des syrischen Machthabers Assad.

Despots and their works and legacies using the example of the Syrian ruler Assad.

Das Foto hier ist eine eigene Montage von zwei Bildern aus dem Netz. | The photo here is my own montage of two images from the net.

Das muss nicht weiter kommentiert werden. | There is no need to comment further on this.

Widerspruch in sich… Contradiction in terms…


(English below)

Deutsch

Im Mindener Tageblatt® (MT) v. 02.06.2021 erreichte die Jägerschaft wieder die Öffentlichkeit mit der Bitte um Verständnis für ihr Tun und Treiben.

Es klingt wie: ‚Verkehrte Welt…‘. Das abgebildete Foto erscheint mir wie ein Symbolfoto – Der Mensch im Hintergrund und die Knarre im Vordergrund. Nicht sichtbar im Tiefengrund die Wildtiere, die diese Zeitgenossen richtig -aber partiell erfolglos- einzuschätzen wissen.

Die Kernaussage für mich ist der Versuch, sich -die Jägerschaft- als notwendigen Teil der Gesellschaft darzustellen, wie Sanitäter, Polizisten oder andere Hilfskräfte usw., die Anfeindungen und tatsächlicher Gewalt zunehmend ausgesetzt sind. Für die Beschwerde habe ich Verständnis. Sowohl als auch…

Nicht nur merkwürdig ist allerdings, dass die Jägerschaft sich über das beschwert, was sie selber ihrer Natur gemäß ausführen: Gewalt und gezieltes Töten von Lebewesen ohne Not. Ein Widerspruch in sich. Das von ihnen als ‚Hege und Pflege‘ bezeichnete Anfüttern von Wildtieren, um sie dann wegen erzeugter Überpopulation abzuschießen, ist blanker Unverstand. Der Nervenkitzel, Herrscher über Leben und Tod zu sein, bringt aus Liebe zu diesem Treiben offensichtlich Körpersäfte in Bewegung, auch mit dem Versuch, Gegenargumentationen mit einfachster Körpergeste zur Seite zu wischen. Das immer noch existierende, von Hermann Meier (Göring) novellierte Jagdgesetz bietet ja die perfekte Legitimation.

Gewalt ist keine Lösung, sondern erzeugt bekannterweise nur Gegengewalt. Jagdgegner -wie ich- sollten|müssen grundsätzlich auf Gewalt verzichten und den argumentativen, friedlichen Weg wählen. Dass das bei der Thematik nicht der einfachste Weg ist, sollte absolut nichts daran ändern, sondern motivieren.

Hier verweise ich auf meine Gedichte ‚Jäger‘ und ‚Jäger 2‘, https://joachim-rohlfing.online/category/literatur/

English

In the Mindener Tageblatt® (MT) v. 02.06.2021, the hunting community again reached out to the public with a request for understanding for their doings.

It sounds like: ‚topsy-turvy world…‘. The illustrated photo seems to me like a symbolic photo – the man in the background and the gun in the foreground. Not visible in the deep background the wild animals, which know these contemporaries correctly – but partially unsuccessfully – to assess.

The key message for me is the attempt to portray -the hunting community- as a necessary part of society, like paramedics, police officers, or other emergency personnel, etc., who are increasingly subject to hostility and actual violence. I have sympathy for the complaint. Both and…

Not only strange, however, is that the hunting community complains about what they themselves carry out according to their nature: Violence and targeted killing of living beings without necessity. A contradiction in itself. The feeding of wild animals, which they call ‚care and maintenance‘, in order to shoot them down because of overpopulation, is sheer nonsense. The thrill of being rulers over life and death obviously gets bodily fluids moving out of love for this goings-on, even with the attempt to brush aside counter-arguments with the simplest bodily gesture. The still existing hunting law amended by Hermann Meier (Göring) offers the perfect legitimation, after all.

Violence is not a solution, but only generates counter-violence. Hunting opponents -like me- should|have to renounce violence in principle and choose the argumentative, peaceful way. The fact that this is not the easiest way to deal with the topic should not change anything, but should motivate.

Here I refer to my poems ‚Hunter‘ and ‚Hunter 2‘, https://joachim-rohlfing.online/category/literatur/

60 Jahre Amnesty International… 60 Years of Amnesty International…


(English below)

Deutsch

Damit fing es an:

Vor 60 Jahren, am Sonntag, den 28. Mai 1961, erschien im Observer der Artikel ‚The Forgotten Prisoners‘ des britischen Anwalts Peter Benenson. Der Gründungstag von Amnesty International. Hier weitere Informationen über die erfolgreiche NGO auf deren Internetseite: https://www.amnesty.de/

Seit ca. 20 Jahren bin ich da Mitglied und habe in der Zeit sicherlich einige hundert ua’s (urgent actions) geschrieben. Der Einsatz für einzelne Menschen, die für ihre Rechte kämpfen, war und ist der Antrieb dazu. Menschen, denen notwendige Medikamente, bessere Haftbedingungen, faire Gerichtsverfahren usw. verwehrt werden und die Folter, Misshandlungen und Hinrichtungen ausgesetzt sind und/oder schlichtweg vergessen werden und ‚verschwinden‘.

Ein aktuelles, unglaubliches Beispiel aus dem Iran ist Nasrin Sotoudeh, eine Menschenrechtsanwältin, die sich für Frauenrechte und gegen die Todesstrafe in ihrem Land einsetzte.

Bewusst ohne Texumrandung mittig…

Die gegen sie erhobenen Anklagen basieren auf friedlicher Menschenrechtsarbeit. Ihre Strafe: 38 Jahre Gefängnis und 148 Peitschenhiebe. Sie ist eine gewaltlose, friedliche Gefangene, die sofort und bedingungslos freizulassen ist, zumal sie sich vermutlich im Gefängnis auch noch mit dem Corona-Virus infizierte.

An dem Beispiel wird mehr als deutlich, dass auch noch im 21. Jahrhundert die Menschenrechte nicht überall auf diesem Planeten respektiert werden oder gar keine Gültigkeit haben. Sich für die Menschenrechte einzusetzen, ist für mich ‚meine menschliche Verbindlichkeit‘!

Denn: Menschenrechte sind immer noch keine Selbstverständlichkeit… !

English

That’s how it started:

(pictures see above)

60 years ago, on Sunday, May 28, 1961, the Observer published the article ‚The Forgotten Prisoners‘ by British lawyer Peter Benenson. The founding day of Amnesty International. Here is more information about the successful NGO on their website: https://www.amnesty.de/

I have been a member for about 20 years and have written several hundred ua’s (urgent actions) in that time. The commitment to individual people fighting for their rights was and is the driving force behind this. People who are denied necessary medication, better prison conditions, fair trials, etc. and who are subjected to torture, mistreatment and executions and/or are simply forgotten and ‚disappear‘.

A recent, incredible example from Iran is Nasrin Sotoudeh, a human rights lawyer who campaigned for women’s rights and against the death penalty in her country.

The charges against her are based on peaceful human rights work. Her sentence: 38 years in prison and 148 lashes. She is a non-violent, peaceful prisoner who must be released immediately and unconditionally, especially since she probably also contracted the Corona virus while in prison.

This example makes it more than clear that even in the 21st century human rights are not respected everywhere on this planet or have no validity at all. To stand up for the human rights is for me ‚my human obligation‘!

Because: Human rights are still not a matter of course… !

USA: Die ‚Gnade‘ der freien Wahl… USA: The ‚grace‘ of free choice…


(English below)

Deutsch

Dem US-Bundesstaat South Carolina gehen die Zutaten für die Giftspritze für zum Tode Verurteilte aus – oder sind es schon. Nun hat der Gouverneur des Staates, Henry McMaster, am Montag auf Twitter geschrieben, dass er eine entsprechende Gesetzesänderung unterzeichnet hat. Delinquenten haben die Wahl: Giftspritze oder erschossen zu werden. Letzteres, wenn die Giftspritze nicht parat ist.

Wir schreiben das Jahr 2021. In den unendlichen Weiten des menschlichen Irrsinns mit grenzenloser Selbstüberschätzung ist es in dem Staat mit dem (noch) deutlichsten Führungsanspruch auf diesem Planeten (USA) immer noch Praxis, Menschen auf gesetzlicher Grundlage zu ermorden. Genannt Todesstrafe. Sofern der dieses lesende Mensch mit mir konform geht, dass die Todesstrafe weder von einem Staat, einer Institution, noch einem einzelnen Menschen (oder generell überhaupt nicht!) verhängt und schließlich vollstreckt werden darf, kann schnell erkannt werden, dass das nicht als Realsatire einzustufen ist. Die Option der Todesart wirkt wie ein ‚Gnadenakt‘ ohne Sinn und vor allem ohne ethischen Verstand. Gesetze, die das erlauben, entbehren aus meiner Sicht jeglicher Legitimation und sollten|müssen unwiderruflich abgeschafft werden. Kein Mensch hat einen anderen Menschen ‚erschaffen‘ und hat prinzipiell nicht das Recht, es wieder zu nehmen. So ein Gesetz würde sicherlich nachhaltig einer Direktive dienen: Dem Abbau des menschlichen Aggressionspotenzials – gekrönt im Herrschaftsdenken mit all seinen Auswüchsen immer noch in den Weiten des 21. Jahrhunderts….

PS: Das habe ich versäumt, zu erwähnen (Ich zitiere einen Blogger, der mich darauf hinwies): Zitat: >Die Delinquenten können in South Carolina, sollte bei ihnen der Wunsch bestehen, nach wie vor auch auf dem elektrischen Folterstuhl Platz nehmen.<

English

The U.S. state of South Carolina is running out of ingredients for lethal injection for those sentenced to death – or already is. Now the state’s governor, Henry McMaster, wrote on Twitter Monday that he has signed an amendment to the law to that effect. Delinquents have a choice: lethal injection or being shot. The latter if the lethal injection is not ready.

We write the year 2021. In the infinite expanses of human insanity with boundless hubris, it is still practice in the state with the (still) clearest claim to leadership on this planet (USA) to murder people on a legal basis. Called death penalty. Provided that the person reading this agrees with me that the death penalty may be imposed and finally executed neither by a state, an institution, nor a single person (or generally not at all!), it can be recognized quickly that this is not to be classified as real satire. The option of the way of death seems like an ‚act of mercy‘ without sense and above all without ethical reason. Laws, which permit this, lack from my view any legitimacy and should|must be abolished irrevocably. No human being has ‚created‘ another human being and has in principle not the right to take it again. Such a law would certainly sustainably serve a directive: The reduction of the human aggression potential – crowned in domination thinking with all its excesses still in the expanses of the 21st century….

PS: I neglected to mention this (I’m quoting a blogger who pointed it out to me): quote:>Delinquents in South Carolina, should the desire exist on their part, can still sit in the electric torture chair as well.<

Im ‚Heiligen Land’… In the ‚Holy Land’…


(English below)

Deutsch

Unabhängig davon, wer Schuld an den Kriegszuständen im Nahen Osten ist, zeigt die Abscheulichkeit der Vorgehensweisen beider Seiten die hässlichste Seite des menschlichen Aggressionspotenzials. Was da abgeht, kann Staats-Terrorismus genannt werden, weil Zivilisten auf beiden Seiten ermordet werden – also über Leichen gegangen wird. Und das mit Vorsatz. Wer da wen beschuldigt, will ich hier nicht historisch aufarbeiten, doch… ich hüte mich vor einer Parteinahme. Weltweite Autoritäten müssen die ‚Krieger‘ wieder mindestens an den Verhandlungstisch bringen, um den Wahnsinn zu beenden.

Schaue ich mir den aufflammenden Judenhass in Deutschland an, dann wird immer deutlicher, dass z.B. der Geschichtsunterricht an deutschen Schulen zu dem Themenkomplex nicht intensiv genug sein kann. Die circa sechs Millionen von den (deutschen) Nazis ermordeten Juden dürfen niemals in den Hintergrund der Wahrnehmung treten oder gar in Vergessenheit geraten. Leute, die das nicht (oder nicht mehr) wahrhaben wollen, müssen konsequent der deutschen Judikative zugeführt werden, um die Rechtsstaatlichkeit und das ‚deutsche Gewissen‘ zu wahren. Progrome gegen religiöse Minderheiten jedweder Art sind nicht nur illegal, sondern schlichtweg kriminell. Dagegen hat Deutschland die passende Antwort : Das Strafgesetzbuch.

Ich denke an die zivilen (und auch militärischen) Menschenopfer … an deren unsägliches Leid und deren mehr als sinnlosen Tod. Kein Grund rechtfertigt das, und genau das gilt für jeden Krieg – mag alles noch als so notwendig dargestellt und ‚verkauft‘ werden. Krieg ist immer auch das größte geistige Armutszeugnis, das sich Menschen ausstellen können und ein Beweis dafür, dass das Aggressionspotenzial immer noch mittel- und wohl auch langfristig das Verhalten dieser Menschheit bestimmen wird. Gewalt erzeugt offensichtlich so gut wie immer Gegengewalt und ist die Manifestation mentalen Versagens auf der ganzen Linie. Das Gegenmittel ist Sensibilisierung der Menschen mit dem Ziel einer gewaltfreien Direktive. Was für ein Traum – doch… solche Träume können Anker auswerfen….

English

In the ‚Holy Land’…

Regardless of who is to blame for the state of war in the Middle East, the hideousness of the actions of both sides shows the ugliest side of the human potential for aggression. What is going on can be called state terrorism, because civilians are being murdered on both sides – in other words, corpses are being walked over. And that with premeditation. Who accuses whom, I do not want to work up historically here, but… I am careful not to take sides. Worldwide authorities must at least bring the ‚warriors‘ back to the negotiating table to end the madness.

If I look at the flare-up of hatred of Jews in Germany, it becomes increasingly clear that, for example, history lessons in German schools on the subject complex cannot be intensive enough. The approximately six million Jews murdered by the (German) Nazis must never be pushed into the background of perception or even forgotten. People who do not (or no longer) want to acknowledge this must be consistently brought to the German judiciary in order to preserve the rule of law and the ‚German conscience‘. Progroms against religious minorities of any kind are not only illegal, but simply criminal. Against this, Germany has the appropriate answer: the Criminal Code.

I think of the civilian (and also military) human victims … of their unspeakable suffering and their more than senseless death. No reason justifies this, and exactly this is true for every war – may everything be presented and ’sold‘ as necessary. War is always also the biggest mental certificate of poverty, which humans can issue to themselves and a proof for the fact that the aggression potential will still determine the behavior of this mankind in the medium and probably also in the long term. Violence obviously almost always generates counter-violence and is the manifestation of mental failure all along the line. The antidote is sensitization of people with the aim of a non-violent directive. What a dream – yet…. such dreams can drop anchor….

Ich stimme nicht zu… I disagree…


(English below)

Deutsch

Dem Zwangsupdate von WhatsApp stimme ich nicht zu !

Trotz des ‚Hinweises‘ von WhatsApp/Facebook, dass die Nutzerdaten nicht zwischen Beiden hin-und hergeschoben werden, bleibt ein gewisses Unbehagen (nicht nur) bei mir. Wie schon in einem hier länger zurückliegenden Beitrag ( https://joachim-rohlfing.online/?s=Zuckerberg ) geschrieben, ist mein Vertrauen in Zuckerberg und seinem ‚Unternehmen‘ nicht existent. Wie sagte er bezeichnenderweise schon als Student auf die Frage, wie er es (damals) schaffte, 4000 email-Adressen und Fotos von Harvard-Studenten zu sammeln: „Die Leute vertrauen mir. Was für Trottel…“ (Quelle: Techblog „Silicon Alley Insider)

WhatsApp gehört zu Facebook. Schaut man sich deren ‚dreistes‘ Geschäftsgebaren an und parallelisiert es mit Zuckerbergs Aussage, dann läuft es einem kalt den Rücken ‚runter. WA ist offiziell kostenlos – tatsächlich bezahlt jede|r Nutzer|in mit den persönlichen Daten und dem Nutzerverhalten. Das sowas in einer Demokratie möglich ist, ist nicht nur fragwürdig, sondern -vorsichtig gesagt- weit darüber hinausgehend. Nach meiner Einschätzung ist der Konzern ein skrupelloser Monopolist, der sich so verhält, als könne er machen, was er will. Das geht einfach nicht.

Fazit: Die Alternativen sind Telegram, Signal (USA), Threema und mehr. Als die Sicherste stufe ich Threema ein. Der Schweizer Messenger ist nicht dem amerikanischen ‚Cloud Act‘ unterworfen und erhält auch dadurch von mir die Bestnote in Sachen Vertrauen. Das ist eine individuelle Entscheidung…

English

I do not agree with the forced update of WhatsApp !

Despite the ‚hint‘ of WhatsApp/Facebook that the user data will not be shifted back and forth between the two, a certain uneasiness (not only) remains with me. As already written in a post here longer ago ( https://joachim-rohlfing.online/?s=Zuckerberg ), my trust in Zuckerberg and his ‚company‘ is non-existent. Significantly, when asked as a student how he managed (at that time) to collect 4000 email addresses and photos from Harvard students, he said: „People trust me. What fools…“ (Source: Techblog „Silicon Alley Insider)

WhatsApp belongs to Facebook. If you look at their ‚brazen‘ business practices and parallel them with Zuckerberg’s statement, it sends shivers down your spine. WA is officially free – in fact, every user pays with their personal data and user behavior. That such a thing is possible in a democracy is not only questionable, but – to put it mildly – far beyond the pale. In my estimation, the corporation is an unscrupulous monopolist that behaves as if it can do whatever it wants. That simply doesn’t work.

Conclusion: The alternatives are Telegram, Signal (USA), Threema and more. I rate Threema as the most secure. The Swiss messenger is not subject to the American ‚Cloud Act‘ and therefore also receives the top mark from me in terms of trust. That is an individual decision…

Napoleon…


(English below)

Deutsch

Das wird hier keine historische Aufarbeitung, sondern die Darstellung der eigenen (kurzgehaltenen) Sichtweise auf den o.g. Menschen|Machthaber, der durchaus Positives für die Gesellschaft geleistet hat … aber bei dem aus meiner Sicht das Negative deutlich überwiegt (Details in den Medien und Nachschlagewerken). Der französische Präsident Macron ehrt ihn explizit am heutigen 5.Mai zum 200sten Todestag. Eine Formalie? Ein Tabubruch? Formalie eher nicht, da es doch einen Tabubruch mit den Vorbehalten seiner Vorgänger darstellt.

Subjektiv gesehen erschließt sich mir Macrons Geste nur dann, wenn ich sie als das ‚Nichtausklammern‘ eines Teils der französischen Geschichte werte. Nur… wenn ich die zu ehrende Person historisch und faktisch betrachte, dann erkenne ich in Napoleon einen skrupellosen, ja egomanen Machtmenschen, der ‚über Leichen ging‘ – im wahrsten Sinne des Wortes. Einen, der es wohl geradezu liebte, Kriege zu führen. Einen, der die Sklaverei wieder ‚einführte‘ usw.. In dieser Sichtweise wird die Zurückhaltung der Vorgänger Macrons geradezu sympathisch.

Was reitet einen Präsidenten, einem gewaltverherrlichenden Diktator und Kriegstreiber öffentlich die Ehre zu erweisen – ohne protokollarische Verpflichtung? Heimliche Bewunderung? Jemanden, der ca. 2 Millionen Tote auf dem Gewissen hat, kann in der Istzeit kein ethisch feingeschliffener Mensch bewundern. Das ist eine allgemein gehaltene Feststellung. Macrons Verhalten wirkt auf mich befremdend. Die Fragezeichen bleiben…

English

This will not be a historical reappraisal, but the presentation of one’s own (brief) view of a man|ruler, who has certainly made positive contributions to society … but in my view the negative clearly predominates (details in the media and reference books). The French President Macron honors him explicitly today, May 5, on the 200th anniversary of his death. A formality? A breach of taboo? Formality rather not, since it represents nevertheless a taboo break with the reservations of its predecessors.

(Pictures see above)

Subjectively, Macron’s gesture only makes sense to me if I interpret it as the ’non-exclusion‘ of a part of French history. Only… if I look at the person to be honored historically and factually, then I recognize in Napoleon an unscrupulous, even egomaniacal power seeker who ‚walked over corpses‘ – in the truest sense of the word. One who loved to wage wars. One who ‚reintroduced‘ slavery, and so on. In this perspective, the restraint of Macron’s predecessors becomes almost sympathetic.

What drives a president to pay public homage to a dictator and warmonger who glorifies violence – without protocol obligation? Secret admiration? Someone, who has about 2 million dead on the conscience, can admire in the actual time no ethically finely honed person. That is a general statement. Macron’s behavior seems strange to me. The question marks remain…

Threema…


(English below)

Deutsch

Die Wahl des Messengers allgemein ist für Viele eine Geschmacks- Ansichts- oder Sicherheitssache. Oder alles davon -und mehr- in wohl auch unterschiedlichen Prioritäten. Dass der gepostete Status in WhatsApp (WA) nach 24 Stunden wieder gelöscht wird….? Nachprüfen lässt sich das sowieso nicht. Die ‚Hoffnung‘ stirbt zuletzt – ein Euphemismus?

Hier ein Auszug von der Threema-Seite:

>Sowohl Signal als auch Threema sind auf Sicherheit und Datenschutz ausgelegt. Signal geniesst unter Experten einen hervorragenden Ruf und ist zweifellos eine solide Lösung, was Sicherheit betrifft. Im Vergleich mit Threema tritt jedoch bzgl. Datenschutz ein markanter Schönheitsfehler zum Vorschein.

Im Unterschied zu Threema lässt sich Signal nur mit Angabe personenbezogener Daten verwenden, wohingegen Threema völlig anonym, ohne Angabe einer Rufnummer oder E-Mail-Adresse nutzbar ist. Der Umstand, dass Signal als US-amerikanischer IT-Dienstleister dem CLOUD Act unterliegt, verschärft dieses Datenschutz-Defizit noch.<

Der Hinweis auf den ‚CLOUD ACT‘ in den USA hinterlässt bei mir ein nachhaltiges Fragezeichen… Ich nutze Threema.

English

The choice of messenger in general is for many a matter of taste, opinion or security. Or all of these – and more – in probably also different priorities. That the posted status in WhatsApp (WA) is deleted again after 24 hours….? That can not be verified anyway. Hope dies last – a euphemism?

Here is an excerpt from the Threema page:

Both Signal and Threema are designed with security and privacy in mind. Signal has an excellent reputation among experts and is undoubtedly a solid solution in terms of security. However, a comparison with Threema reveals a striking flaw in terms of data privacy.

Unlike Threema, Signal can only be used with personal data, whereas Threema can be used completely anonymously without providing a phone number or email address. The fact that Signal, as a US IT service provider, is subject to the CLOUD Act exacerbates this data protection deficit.

The reference to the ‚CLOUD ACT‘ in the USA leaves me with a lasting question mark…. I use Threema.

ua an Präsident Maduro… ua to President Maduro


(English below)

(ua-Text in Englisch unten | below)

Deutsch

[ua = urgent action (Eilaktionen von amnesty international)]

Solche ua’s schreibe ich bereits seit über 20 Jahren. Hin und wieder mit Erfolg. [Der für mich Nachhaltigste (ohne Andere vernachlässigen zu wollen!) war die Verhinderung der 1.000sten Hinrichtung in den USA. Nicht meine ua hat das verhindert, sondern die Menge aller ua’s weltweit. Ein Verbrecher kam aus dem Todestrakt in den ’normalen (lebenslangen) Vollzug‘. Einsatz für einen Verbrecher? Ist es das wert? Meine Antwort auf solche Fragen ist kurz und eindeutig = JA. Jeder (!) Mensch hat das Recht auf Leben. Kein Staat darf sich das Recht anmaßen, Menschenleben mit gesetzlicher Legitimierung zu beenden. Die Todesstrafe kann |darf weder von einem Gesetz, noch von einer Institution oder einem einzelnen Menschen angeordnet und vollzogen werden. Entscheidend für mich ist dabei nicht der religiöse, sondern der ethische Aspekt.] Soviel dazu…

(Vielleicht motiviert dieses Posting, selber initiativ zu werden – ein Wunsch!)

In diesem konkreten Fall geht es nicht um die Todesstrafe, sondern um die strafrechtliche Verfolgung von NGO’s in Venezuela. Ab dem 1.Mai 2021 müssen dort alle zivilgesellschaftlichen Organisationen mit strafrechtlicher Verfolgung rechnen, (Orig.Text ai = ) ‚… wenn sie sich nicht an unverhältnismaßige Registrierungsvorschriften halten. Die Verordnung ist Teil einer systhematischen Kriminalisierung von zivilgesellschaftlichen Organisationen (NGOs).

Text weiter unten in Englisch:

English

Dear President Maduro,

I call upon you to ensure this regulation is repealed immediately, and to stop all the harassment, penal prosecution and censorship of all civil society organizations working to protect the rights of all Venezuelans, particularly those in most need.

With kind regards

Joachim Rohlfing

https://joachim-rohlfing.online/

English

I have been writing such ua’s for over 20 years. Now and then with success.

[The most lasting one for me (without wanting to neglect others!) was the prevention of the 1,000th execution in the USA. It was not my ua that prevented that, but the amount of all ua’s worldwide. A criminal went from death row to ’normal execution‘. Outreach to a criminal? Is it worth it? My answer to such questions is short and clear = YES. Every (!) human being has the right to life. No state may arrogate to itself the right to end human life with legal legitimacy. The death penalty can be ordered and executed neither by a law, nor by an institution or an individual. The decisive factor for me is not the religious but the ethical aspect]. So much for that…

(Perhaps this posting will motivate you to take the initiative yourself – a wish!)

In this specific case, it is not about the death penalty, but about the criminal prosecution of NGOs in Venezuela. As of May 1, 2021, all civil society organizations there must expect criminal prosecution, (Orig.Text ai = ) ‚… if they do not comply with disproportionate registration requirements. The regulation is part of a systematic criminalization of civil society organizations (NGOs).

Gedicht ‚Jäger II‘ … Poem ‚Hunter II‘ …


(English below)

Deutsch

Das Gedicht ‚Jäger II‘ knüpft an mein Gedicht ‚Jäger‘ an – eine nicht nur numerische Abfolge. Der Versuch, das reimend ins Englische zu bringen, ist wiederholt nicht geglückt. Sorry vorab an meine englischsprachigen Leser|innen.

Jäger II

Noch immer streift durch Wald und Feld
die Jägerschaft mit Mordgelüsten
kein Argument sich angesellt
mit Empathie sich aufzurüsten

Ein Wildtier ist kein Lebewesen
hat keine Intensivstation
wird weggefegt mit stählern Besen
durch Jägers ballernde Schwadron

das Tiere eine Seele haben
verknüpfte Vielfalt Physis
gilt als bewiesen ist zu sagen
das ignoriert des Jägers Hybris

Sofern er weiß, was das wohl ist
auch sie ist hierbei angesprochen
ob Mann, ob Frau – sie eint dabei die Hinterlist
wird dann mit Messer aufgebrochen

das ist es, was die Jäger lockt
zu herrschen und zu siegen
reales Ballerspiel gezockt
finalig muss die Strecke liegen

gesetzlich ist das Tier ein Neutrum
der Artikel streicht es unter
das Jagdgesetz zum Meucheltum
hält Herrschaftsdenken bunter

Ein Tier, das lebt, es hat Gefühl
spürt Schmerz und Freud so wie der Mensch
kann hitzig sein und wieder kühl
will leben, ethisch simpler Wunsch

Es ist des Menschen üble Art
zu thronen über dem Getier
wenn Toleranz wird nicht gewahrt
dann bleibt der Mensch ein wildes Tier

English

The poem ‚Jäger II‘ ties in with my poem ‚Jäger‘ – a not only numerical sequence. The attempt to bring this rhyming into English has repeatedly not succeeded. Sorry in advance to my English-speaking readers.

Hunter II

Still roams through forest and field
the hunters with murderous desires
no argument joins
to arm themselves with empathy

A wild animal is not a living being
has no intensive care unit
is swept away with steel brooms
by the hunter’s shooting squadron

that animals have a soul
linked variety physis
is considered proven is to say
that ignores the hunter’s hubris

as far as he knows what that is
also she is addressed here
whether man, whether woman – they unite thereby the deceitfulness
is then broken open with knife

that is what attracts the hunters
to rule and to win
real baller game gezockt
finalig must lie the distance

by law the animal is a neuter
the article puts it under
the hunting law to the assassination
keeps rule thinking more colorful

An animal that lives, it has feeling
feels pain and joy like the human being
can be hot and cool again
wants to live, ethically simple wish

It is man’s evil way
to be enthroned above the animals
if tolerance is not maintained
then man remains a wild animal

Eine Frage des Anspruchs… A question of entitlement…


(English below)

Deutsch

Ob es nur ‚merkwürdig‘ ist, lasse ich hier offen. Gemeint ist der Anspruch an ein Gerät, das zig- und mehr Möglichkeiten bietet, die die Nutzer nicht im Ansatz brauchen: Apps, Millionen apps, die in einem Menschenleben gar nicht erkundet werden können, mit deren Masse geworben wird und die Nutzer beeindrucken sollen. Ein solches Blendwerk veranlasst den Menschen (Kollektivsingular) u.a. dazu, das ‚alte‘, ein-oder zweijährige Smartphone abzustoßen und das zu kaufen, was in den brillantesten Farben, Videos usw. angepriesen, ja aufgedrängt wird. Und das, obwohl das gewollt obsolete Gerät noch tadellos funktioniert und auch noch mit Updates versorgt wird (zumindest bei Apple). In der Android-Welt sieht es angeblich anders aus – nämlich nur um die zwei Jahre, wie ich las. Der sogenannte gesunde Menschenverstand zweifelt das allerdings an…

Reparaturen lohnen in vielen Fällen nicht, weil sie zu teuer sein sollen – so die Hersteller. Ein neues Gerät ist doch auch viel schöner und suggeriert dem Umfeld, dass mit der Zeit gegangen wird. Die Sensibilisierung in Richtung Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit im Interesse des Planeten und das alternativlose Begreifen, dass das Steigen der Elektroschrottberge kontraproduktiv sind, beginnt zu reifen. (Siehe iFixit Reparaturmanifest).

Alle reden von ‚apps‘. Es ist eine Ausnahme, jemanden zu sprechen, der weiß, was das überhaupt heißt. Apps sind schlicht und einfach Applications, also auf deutsch: Programme. Das klingt nur nicht so gut, geheimnisvoll, wissend und irgendwie hochtrabend wie ‚apps‘. Ein Potemkinsches Dorf? Ein ‚Nach-mir-die-Sintflut-Denken‘. Merkwürdig… nein -> gefährlich!

Ich schielte bei diesen Sätzen zur Seite und sah mein sechs Jahre altes Blackberry Passport SE an… das Workhorse ist seit geraumer Zeit wieder mein ‚Daily-Driver‘. Der Hersteller dieser herausragenden Geräte hat den Softwarehahn einfach zugedreht; auch weil die Millionen apps fehlen, weil eine physische Tastatur nicht mehr zeitgemäß ist und weil es in erster Linie für den produktiven Einsatz konzipiert wurde. Bedeutet das, dass ich dem Zeitgeist nicht (mehr) folge? Nein… ich folge dem noch – nur auf meine Art und mit einem besseren Gewissen.

English

Whether it is only ’strange‘, I leave open here. What is meant is the demand for a device that offers umpteen and more possibilities that users don’t even begin to need: Apps, millions of apps that cannot even be explored in a human lifetime, whose mass is advertised and supposed to impress the users. Such dazzle causes people (collective singular)among other things, to reject the ‚old‘, one or two year old smartphone and buy what is advertised, even imposed, in the most brilliant colors, videos, and so on. And that, although the intentionally obsolete device still works flawlessly and is also still supplied with updates (at least with Apple). In the Android world, it supposedly looks different – namely only around two years, as I read. The so-called common sense doubts this, however…

In many cases, repairs are not worthwhile because they are supposed to be too expensive – according to the manufacturers. A new device is also much nicer and suggests to the environment that we are moving with the times. The sensitization towards sustainability and environmental friendliness in the interest of the planet and the alternative-less understanding that the rising mountains of electronic waste are counterproductive is beginning to mature. (See iFixit repair manifesto).

Everyone talks about ‚apps‘. It’s an exception to talk to someone who knows what that even means. Apps are simply applications, in German: Programme. It just doesn’t sound as good, mysterious, knowing and somehow pompous as ‚apps‘. A Potemkin village? A ‚after-the-flood-thinking‘. Strange… no -> dangerous!

I squinted to the side at these sentences and looked at my six-year-old Blackberry Passport SE… the Workhorse has been my ‚daily driver‘ again for quite some time. The manufacturer of these outstanding devices has simply turned off the software spigot; in part because it lacks the millions of apps, because a physical keyboard is out of date, and because it was designed primarily for production use. Does that mean I don’t follow the zeitgeist (anymore)? No… I still follow it – just in my own way and with a better conscience.