Reform des Urheberrechts, Part 3


Schaut man sich die Reform des Urheberrechts in dem Sinne genauer an, dann fällt ein Widerspruch in sich auf, den ich so konkret gar nicht dachte: Das Schreckgespenst der ‚Upload-Filter‘ der Digital-Konzerne als Folge möglicher Haftung für urheberrechtliches Material. Solche Filter sind im neuen Urheberrecht nicht vorgesehen. Es entsteht der Eindruck, dass durch Kontrolle und Zensur wahrscheinliche ‚Upload-Filter‘ die Netzfreiheit und in der Folge die Meinungsfreiheit gefährdet sei. Das ist deren Argument. Nur… die geschäftlichen Interessen der Internet-Konzerne sind dann gefährdet. Also hat die europäische Legislative den schwarzen Peter? Mitnichten. Allein die Frage nach der Kompetenz in der Entwicklung und Einrichtung von Filtern für urheberrechtlich geschütztes Material -wenn nötig- liegt nicht bei Politikern, sondern bei diesen Konzernen, die sich nicht in der Pflicht sehen, sondern durch Vermeidung immenser Entwicklungskosten die Netzuser mobilisieren, mit vorgegebenen Argumenten auf die Straße zu gehen. Selber verstoßen sie permanent gegen den Datenschutz, schubsen die User auf die Straßen, damit ihre Geschäftsmodelle und ihre astronomischen Gewinne nicht wackeln.

Die Rede ist davon, dass das Internet bedroht ist. Das hohe Gut des ‚geistigen Eigentums‘ ist es! Konkretes Beispiel: Ich als Autor des Buches „‚Futur X – Die freie Auswahl“ saß ca. acht Monate im reinen Schreibprozess. Hinzu kam das mehrfache Lektorat, die Gestaltung, Grafik, Veröffentlichung etc.. Wie soll ich das verstehen, wenn das Material nicht urhebergeschützt wäre und ich nicht von meiner Arbeit profitieren könnte (oder immateriell aus reinem Idealismus)? Das Ganze muss geregelt und die Regeln im Netz entsprechend angepasst sein. Geregelt durch den Gesetzgeber und angepasst durch Genehmigungen von Rechteinhaber und Entlohnung.

Nicht Jeder darf unentgeltlich auf urheberrechtliches Material zugreifen; auch nicht die  Intenet- Konzerne, die ihre Attraktivität durch Datensammeln bei Werbekunden erhalten und ausbauen, damit Milliarden Gewinn generieren und sich dadurch den ‚Luxus‘ leisten können, ihre apps kostenlos anzubieten. Genau das soll aus ihrer Sicht auch so bleiben. Also wird der Spieß umgedreht und der Weg des geringsten Widerstandes gewählt – die Indoktrinierung und Mobilisierung der Netzuser, um gesetzeskonform zu sein und Haftungen zu umgehen oder zu vermeiden. Gesetzliche Regelungen zur Neugestaltung und letztlich Bestätigung des Urheberschutzes erzeugen Folgekosten für Internet-Konzerne und sollten aus der Sicht gar nicht erst zustande kommen. Mit der funktionierenden Nummer lässt sich sehr viel Geld sparen.

So gesehen sieht für mich das offensichtliche Reizthema nach ‚hinter die Fichte führen‘ aus. Facebook vertraue ich nicht und habe es auch von Anfang an nicht. WhatsApp ebenfalls nicht, da es nun von Facebook einverleibt wurde und Zuckerberg alles Andere als vertrauenswürdig ist, wie in vorherigen Beiträgen hier ausgeführt. Folge: Mein WhatsApp- Account wird gelöscht. Als unverbesserlicher Blackberry-User nutze ich BBM als Messenger.

Fazit: Ich sehe die großen Internet-Konzerne in der Bringeschuld für die Anwendung eines funktionierenden Urheberschutzes gemäß gesetzlicher Vorgabe. Geistiges Eigentum muss ein solches bleiben. Nicht Jeder geht schließlich auch kostenlos arbeiten. Um das zu regeln, gibt es Arbeitsverträge, die regelkonform zu sein haben.

Auch ‚Kreative‘ müssen ihre Existenz sichern…

Kant: ‚Sapere aude!‘  (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!).

 

Boni… gemanagt


Ist es noch als unverschämt zu bezeichnen, wenn Menschen in exponierter Position sich an einem von Vielen erwirtschafteten (Betriebs-) Kapital und bei zeitgleicher Ankündigung von ‚Sparmaßnahmen‘ Boni in Millionenhöhe zustecken und das nicht nur als gerechtfertigt darstellen, sondern es einfach ‚machen‘.

Ist es nicht… denn es ist auch nicht nur Gier, sondern aus meiner Sicht ‚Diebstahl, Ausbeutung und den Gerechtigkeitsinn misshandelnde‘ Gewissenlosigkeit derjenigen gegenüber, die nicht im obersten Zentrum einer betrieblichen Hierarchie und damit vergleichbar machtlos sind.

Das Mangement der Deutschen Bundesbank ist aktuell gemeint. –

Aus meiner Sicht ist es sowieso schwer vermittelbar, dass Manager ohne persönliche Haftung (wie ein Firmeninhaber) für ihre Entscheidungen siebenstellige Gehälter und Boni beziehen – jährlich! Sie grenzen sich damit von den ‚unteren‘ Positionen ab, als wäre ihre Arbeitskraft überdimensional bedeutender. In Produktionsbetrieben sind es nicht sie, die ‚wunderbare Produkte‘ mit ihrer qualifizierten Arbeitskraft herstellen, sondern die unteren Ebenen – die Arbeiter, Ingenieure usw.. Es gibt keine verstehbare Rechtfertigung dafür, dass ein Manager das 50-oder 100-fache (oder noch mehr) zugeschustert bekommt als eben z.B. ein/e Produktionsmitarbeiter/in.

Das sind grundsätzliche Fragen ohne einsehbare Antworten. Eine Gesellschaft, die das immer noch ermöglicht und zulässt, verhält sich nicht oder kaum anders, als die räuberisch despotischen Systeme der vergangenen Jahrhunderte/Jahrtausende. Als hätte es die Französische Revolution nicht gegeben.

‚Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit‘ (Liberté,Égalité,Fraternité).

Die Freiheit nimmt sich das Management. Von der Gleichheit wird sich abgesetzt und wie ist es mit der Brüderlichkeit? (Heute besser Schwester-/Brüderlichkeit). Das sind ‚Tauben in der Luft‘. Im Kontext ein enttarnter Euphemismus. Solange solche Praktiken noch im 21.Jahrhundert existieren, sind die drei vorher genannten Begriffe blanker Hohn!

Was fürchten solche Menschen mehr, als wenn ‚man‘ ihnen die Bettdecke wegzieht? Ich bin nicht grundsätzlich für staatliche Regelungen, wohl aber für die Beseitigung  von Ungerechtigkeiten, für die ‚Fremdschämen‘ nicht mehr ausreicht.

Das ist dann also in der Zuständigkeit der Legislative.                                                         

Korrekturen sind der Öffentlichkeit vermittelbar! 

Kant: ‚Sapere aude!‘  (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!).

 

Fundamentales Recht der Jugend!


Sicherlich bin ich nicht der Einzige, der sich seit Jahren oder sogar Jahrzehnten wundert, dass junge Menschen sich ihre Zukunft durch die ‚Konsum- und Verhaltensweisen‘ ihrer Elterngeneration/en regelrecht verbauen .. oder besser gesagt – kaputt machen lassen. Zu dieser grauen, weißen oder ‚glatten‘ Generation gehöre ich auch, und damit habe ich einen Anteil an den Problemen dieses Planeten, um das nicht schön zu reden. Aktuell steht die Klimaproblematik im Fokus des allgemein öffentlichen Interesses – der Klimawandel also.

Den schulpflichtigen Kindern vorzuwerfen, dass sie der Schulpflicht trotzen und freitags in der Schulzeit auf die Straßen gehen, ist kurzsichtig und regelrecht zynisch. Einige Plakate während einer solchen Demo blieben mir besonders im Gedächtnis. Sinngemäß: ‚Wozu noch Schule, wenn der Planet sowieso kaputt geht‘ oder ‚Wie soll ich in ein paar Jahren zur Schule kommen? Mit dem Paddelboot?‘  –

Das Mädchen Greta startete alleine freitags in der Unterrichtszeit Ihre Protestaktion und hat damit etwas getroffen, was genau dahin traf, wo es hingehört: Ins Bewusstsein der jungen Menschen, die noch ihr ganzes Leben vor sich haben. Das ist keine Panikmache, sondern die Betrachtung der Gegenwart mit offenen Augen. Die Bewegung wächst und wächst – mittlerweile weltweit. Der auch von Trump nicht mehr zu bestreitende Klimawandel arbeitet im Bewusstsein wie ein Massenspurt auf einen finalen Abgrund. Die Erkenntnis des ‚Weiter-so‘ wird damit unerträglich und mobilisierend in Richtung ‚Schluss jetzt und denkt an unsere Zukunft‘. Das ist ein fundamentales Recht der Jugend einer jeden Generation.

Diese Demos müssen gewaltfrei (wie bisher!) verlaufen und vor allen Dingen unbefristet! Sie bieten die Chance, nicht nur die Entscheidungsträger allgemein wach zu rütteln, sondern ein konkretes Umdenken und Handeln zu erreichen; auch das Akzeptieren von Einschränkungen im täglichen Leben. Genau da ist eines der entscheidenden Probleme, denn ‚das Hemd sitzt näher als die Jacke‘, also die Macht der Gewohnheit und lieb gewonnene Bequemlichkeiten. –

Auf die Jugend nicht zuzugehen, ihr nicht eine lebenswerte Zukunftsperspektive zu bieten und ihr einen ‚verwohnten‘ oder nahezu zerstörten Planeten zu übergeben und zu hinterlassen, ist eine Missachtung der Fürsorgepflicht, der Menschenrechte und damit ein mehr oder weniger vorsätzlicher Straftatbestand, der letztlich nicht mehr wegen fehlender Möglichkeit oder konkurstechnisch gesehen wegen “Mangels an Masse!‘ geahndet werden kann.

Ist also die Schulpflicht (für ein paar Stunden die Woche) wichtiger als die Aussicht, durch Demos der Wichtigkeit des zukünftigen Lebens und dessen Perspektiven gerechter zu werden.

(Nicht nur) meine Erkenntnis ist, dass da wieder eine Jugend präsent ist, die den Konsummuff der vergangenen Jahrzehnte und die fatalen Folgen an den Pranger stellt und sich den Weg in eine lebenswerte Zukunft selber zu ebnen versucht. Und genau das ist ihr legitimes, ja wohl verzweifelt demonstriertes Recht!

An die Entscheidungsträger: Hört sie an, nehmt sie für voll und handelt ohne leere Versprechungen in ihrem Sinne, denn sie sind die Zukunft! –

Kant: ‚Sapere aude!‘  (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!).

Nachtrag zum vorherigen Beitrag (EU Urheberrechtsreform)


Natürlich ist das Urheberrecht ein selbsterklärender Begriff. Geistiges Eigentum also. Das zu schützen, ist immer eine Entscheidung über die Proritätensetzung zwischen zwei wechselseitig konkurrierenden Begriffen:

Freiheit und Sicherheit.

Das jeweils vorrangig Eine geht immer auf Kosten des Anderen. Eine Ausgewogenheit ist also immer das Akzeptieren von Kompromissen, die Beiden die größtmögliche Wirkung und Geltung geben. Das entsprechend einzuschätzen, ist eine echte Herausforderung für Intelligenz zur Entscheidungsfindung.

Sicherheit ist ein elementares Bedürfnis. Unbestritten. Sie schränkt allerdings Freiheit ein. Freiheit mindert entsprechend Sicherheit – ist aber ebenso ein elementares Bedürfnis. Ein Oxymoron (sich gegenseitig ausschließende Vorstellung) ? Sicherlich praktisch dann, wenn einer der beiden Begrifflichkeiten die entscheidend höhere Priorität zugesprochen wird. Die Lösung ist dann nur die Bereitschaft zur Akzeptanz eines mehrheitlichen Beschlusses. So sollte es generell sein und ist sicherlich in demokratischen Gesellschaften ebenso mehrheitlich der Fall.

Was hat das mit der Urheberrechtsdebatte zutun und wo sind die größeren Kompromisse zu schließen?

Ich bringe hier an dieser Stelle ein alles sagendes Zitat Benjamin Franklins, dem ich mich klarsagend anschließe:

Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.<

Heißt das die Ablehnung des Paragrafen 13 der EU-Urheberrechtsreform, wenn die Freiheit nicht eingeschränkt werden soll?

Oder soll -wie dann festgelegt- Sicherheit die höhere Priorität erhalten?

Ich, denke, dass die Aussage Benjamin Franklins selbsterklärend für jeden denkenden Menschen ist. Es bedarf also eines pragmatisch ausgewogenen, bindenden Kompromisses und keiner einseitigen Polarisierung!

Kant: ‚Sapere aude!‘  (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!).

 

 

 

 

 

 

 

 

EU-Urheberrechtsreform und mein Blog…


Gleich vorab: Dieses ist ein nichtkommerzieller, privater Blog, den ich ‚Joachim Rohlfings Siteblog‘ nenne. Hier verwende ich nahezu ausschließlich eigenes Material wie Texte, Bilder, Fotos usw. und wenn nicht, dann sind es ‚frei‘ verwendbare, z.B Bilder, Fotos und Texte aus Zeitungsberichten oder Online-Portalen oder Material mit ausdrücklicher Urhebergenehmigung (z.B. die ca. 100 Jahre alten Bilder aus dem Magazin ‚Der wahre Jakob‘, wofür mir die Genehmigung des Verlages vorliegt und die tatsächlich keiner Genehmigung mehr bedürften. Zitate des allgemeinen Sprachgebrauches ausgenommen (sowie die Sprache an sich…).

Die Links zu meinen Büchern im BoD-Buchshop auf der Startseite dieses Blogs ist ein reiner Verweis auf die Bezugsquelle beim Verlag. Ein Hinweis auf jede Buchhandlung in diesem Lande wäre einsehbarer Unsinn. 

Das Problem der Verlinkung in Kommentaren ist hier nicht ein Problem, weil jeder Kommentar vor der Freigabe dahingehend genau geprüft wird, bevor er freigeschaltet wird. Ob das alles so im Sinne der freien Meinungsäußerung in Ordnung ist, ist zwiespältig – allerdings einzusehen, sofern man nur an ‚fake-news‘ oder einfach gesagt Schlimmeres (Rechtsbrüche) denkt.

In meinem Fall ist es andersherum relevanter und bedarf nun mal dieses Hinweises: Material aus diesem Blog unterliegt meiner ausdrücklichen Genehmigung, weil es a priori mein geistiges Eigentum ist. 

Die nicht genehmigte Verwendung des geistigen Eigentums Anderer ist und bleibt schlichtweg Diebstahl und bedarf so gesehen keiner Interpretation. Die Frage dabei ist nur, wie die ‚gesetzliche Verpackung‘ einer solchen Tatsache gestaltet wird? –

Im Kontext zum Gesetzentwurf sprechen Kritiker|innen  von Zensur? Ist das so? Natürlich bin ich für den freien Zugang und die freie Verbreitung des eigenen Gedankengutes und auch deren ‚Produkte‘. Jetzt das doch… Doch , wie vorher gesagt, ist der jeweilige Urheber|die Urheberin Besitzer|in  seiner|ihrer  ‚Produkte‘, ohne zusehen zu müssen, wie Andere -einfach gesagt- damit hausieren gehen und ggf. damit Profit generieren. Einen solchen Urheberschutz zu begreifen und sich daran zu orientieren kann keine große intellektuelle Herausforderung sein, sofern der Hang zur Verkomplizierung nicht weiterhin die Oberhand hat.

Abschließend noch das mittlerweile übliche Zitat:

Kant: ‚Sapere aude!‘  (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!).

 

Die Zeremonienmeister…


Da wurde sich doch mächtig verkalkuliert in Hanoi. Umfassender gesagt – schon weit vorher bei den Vorbereitungen. Hat da der amerikanische Präsident -ein Vorzeigenarzisst- den ca. halb so alten Diktator Kim schlichtweg erneut unterschätzt. War das Treffen so unterschiedlicher Männer eine zig-millionenschwere PR- Show? Selbst ein Laie ohne tägliches Briefing im Weißen Haus erkennt, dass ein vom seinem Volk zwangsgehuldigter Marschall mit vielen Wassern gewaschen ist. Der Amerikaner könnte davon ausgegangen sein, den jungen ‚Rocket-man‘ -wie auch immer- einzuwickeln. Nur … der Nordkoreaner hat einen Status in seinem Lande, der vergleichbar mit Jesus in der christlichen Welt ist und der sich dessen auch bewusst ist – ohne Zweifel. Wer da schließlich die Reißleine gezogen hat, wird -wenn überhaupt- nur schnäppchenweise durchsickern.

Die Herren sind keine Jungs im Sandkasten, sondern solche mit etwas in der Hinterhand, dass nicht nur maximal bedrohlich ist und dem Leben auf diesem Planeten den Garaus machen kann : Die Nuklearwaffen! Vor den Drohkulissen lässt es sich freundlich grinsen und als ‚gute Freunde‘ im 5-Sterne-Hotel speisen. Ein Euphemismus der gruseligen Art!

Den längeren Arm hat der Nordkoreaner, denn er ist der Machthaber, der sich nicht einer Wahl stellen muss. Der Andere steht unter Zeitdruck. Das weiß Kim und wartet einfach ab… und kann genüsslich grinsen. Die mit seiner Staatsideologie konkurrierende Staatsform ‚Demokratie‘ kennt der in der Schweiz ausgebildete Diktator sicherlich sehr gut. Da passt der ‚Stones-Hit‘ : „Time ist on my Side“.

Aus meiner Sicht ist allerdings eines bedenklich auffällig: Offensichtlich waren die Menschenrechte kein Thema, das es wert war, auf der Agenda zu stehen! Was für eine schaurige ‚Gesellschaft‘, die sich da versammelt hat. Wo geredet wird, wird nicht geschossen, heißt es. Wenn das der Preis ist …….

Kant: ‚Sapere aude!‘ (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!).

Herrscher über Leben und Daten…


In der Süddeutschen Zeitung las ich heute (04.01.2019) einen Artikel, in dem über ein gemeinsames Essen von und bei Mark Zuckerberg (Facebook/What’sApp/Instagram) und dem Twitter-Chef Jack Dorsey im Jahre 2011 berichtet wird. Das ist nichts Besonderes. Doch… die Details dazu, also was serviert wurde, bedarf des Vergleiches mit der eigenen Kompatibilität dazu im Hinblick auf die dargestellte Achtung oder Nichtachtung des Lebens ansich. Also der eigenen Einstellung zum Leben jedweder Art. Wer mich kennt, der weiß, dass das gar nicht kompatibel sein kann. –

Um was geht es? Den Angaben des Twitter-Chefs in einem Interview mit dem amerikanischen ‚Rolling Stone‘ zufolge, gab es ‚Ziege‘ … , die Zuckerberg eigenhändig nach Einsatz eines Elektroschockers mit einem Messer getötet hatte. Das weitere Vorgehen überließ er dann Anderen. Dorsey antwortete auf die Frage, ob es denn geschmeckt habe, dass er nur seinen Salat aß.

Hintergrund für die Aktion Zuckerbergs (das Töten der Ziege) war, dass dieser ein Jahr lang nur ‚etwas‘ aß, was er selber getötet hatte. – Das deckt sich mit der Aussage, dass das Essen von getöteten Tieren nur dem zustehe, der selber in der Lage ist, ein Tier zu töten. Also Konsequenz? Aus der Sicht – ja. Nur … Die Antwort ist zu leicht und zu oberflächlich.

Ich will hier nicht die Moralkeule schwingen, wohl aber herausstellen, dass es hier um das Entseelen einer Physis geht. Also Ethik. Und das gipfelt in den sechs W-Fragen : ‚Wer macht Was, Wann, Wie, Wo und Warum? ‚

Fünf davon sind im obigen Text beantwortet. Es beibt das ‚Warum‘.

Zuckerberg ist Milliardär und von Beruf u.a. Datensammler oder umgekehrt. 2,5 Milliarden Menschen nutzen seine apps und vertrauen ihm ihre Daten an. Im Kontext erzeugt das einen ‚merkwürdigen ‚ Beigeschmack. Für mich stellt sich da die konkrete Frage: Kann ‚man‘ so einem Menschen seine mehr oder weniger vertraulichen Daten anvertrauen? Einem, der schon als Student die, die ihm ihre email-Adressen anvertrauten, als ‚Trottel‘ bezeichnete (siehe vorherigen Beitrag) und der nunmehr als Tiermörder aus niederen Beweggründen bezeichnet werden kann/darf. Als jemanden, der einem Spleen oder einer fixen Idee als Pseudo-Rechtfertigung seines Handelns folgt und damit als konsequenter Macher gelten möchte – nein will? Einer, an dem man hochschaut, der Vorbild zu sein vorgibt und sich als Herrscher über Leben und Tod darstellt? Eine Inszenierung nahezu grenzenloser Macht… einer, dem die Achtung vor dem Leben jeglicher Art ’scheißegal‘ ist. Es sind ja nur Nutztiere ohne Seele, wie es noch allgemein gesehen und gehandhabt wird… Jemand, der die Verwerflichkeit seines Charakters nicht nur überspielt, sondern als ’stark‘ inszeniert und das ohne erkennbare Empathie dem Leben gegenüber. Einem solchen Menschen seine persönlichen Daten anzuvertrauen, ist Poker durch Machtkonzentration..

Die Vorstellung, dass Zuckerberg hin und wieder als Präsidentschaftskandidat ins Spiel gebracht wird, lässt in diesen Zusammenhängen was auch immer erahnen, sofern er so ein Ziel erreichen würde. Wäre das die Quadratur des aktuellen US-Präsidenten? Wie hieß und heißt das noch immer als Metapher: ‚Die Geister, die ich rief…..‘.

Liebe Mitmenschen. Derartige Charaktere gehören nicht auf die Entscheiderbühne – egal welcher Art. Ihr Mummenschanz muss enttarnt und ausgehebelt werden. Politisch durch Wahlen und in Sachen Zuckerberg die Zerschlagung des Facebook-Konzerns.

So etwas ist nicht unbedingt leicht, denn 2,5 Milliarden Menschen nutzen Facebook, What’sApp und Instagram. Diese gigantische Zahl ließe sich durch konsequente und permanente Aufklärung minimieren – oder anders gesagt: ‚Ich träume weiter…‘.

Persönliches Fazit: Ich werde meine Fäden zum Facebook-Konzern kappen. Also in meinem Fall ist das  dann nur noch What’sApp! Happy SMS, email, Telefon, Briefe, persönliche Kontakte etc.. Und das in Kürze.

Die ‚Welt‘ bleibt ohne den bestehenden Facebook-Konzern nicht stehen und bietet auch ohne den gute Verknüpfungen!

Kant: ‚Sapere aude!‘ (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!).

 

 

 

 

 

 

 

 

7645 Lügen …


7645 Lügen … in zwei Jahren …

Das klingt wie … eine Lüge. Ist aber sicherlich keine … jedenfalls nicht in vollem Umfang.

Die ‚Washington Post‘ hat zur Halbzeit der Präsidentschaft Trumps diese Zahl veröffentlicht. Ob bewusst gelogen, halb bewusst, halbwissend oder vorsätzlich; da ist alles drin, wie es heißt. Das entspricht 11 Lügen pro Tag. Einer der mächtigsten Menschen dieses Planeten ist demnach die amerikanische Version des bekannten Friedrich Freiherr von Münchhausen, dem die Geschichten des ‚Baron Münchhausen‘ angedichtet werden.  Das ist der, der auf einer Kanonenkugel ritt. Die markante Lüge. Die Vorstellung, dass zu dessen Zeit bereits Twittern möglich gewesen wäre, lässt ahnen, dass der Münchhausen solche ‚fake-jokes‘ weltweit und synchron über den Planeten Erde (oder noch weiter?) verbreitet hätte. Ob er wohl an die anfangs genannte Zahl herangekommen wäre? –

Ist es wirklich so schwer, einen lügenden Präsidenten zu entmachten und zu entzaubern, der Zugriff auf eines der größten Atomwaffenarsenale der Erde hat. Solche Sätze klingen immer noch irgendwie harmlos und distanziert. Spricht ‚man‘ das aus, wie ‚man‘ es denkt, dann hört sich das ganz anders an und liest sich ganz anders: Das ist -nach meiner Meinung- ein egomaner Unhold, der ca. 800.000 Staatsbedienstete in existenzbedrohende Lebenssituationen führt und das alles in Kauf nimmt, um seinen geistigen ‚Bullshit‘ zu realisieren. Eine Egomanie also. {(Ich .. Raserei) -Duden-}. Unkontrolliert, undifferenziert, beleidigend und krankhaft selbstbezogen. Im ‚Wilden Westen‘ waren das Irre mit locker sitzender ’45-er‘ und zuckender Augenbraue.

‚Er will doch nur spielen…‘. Nur – das ist kein Kinderspiel oder das Kläffen eines großen Hundes, nein, es ist für diesen US-Präsidenten ein körperlich erwachsenes, alterspubertierendes Spiel ‚Streichholz und Benzinkanister‘. Für ihn ist die Welt noch –oder wieder– eine Scheibe.

„Amerika … wake up!“

 

Opposition gegen Destruktion…’Planet first’…


Der Hegemonialanspruch der USA ist nicht regional begrenzt, sondern folgt einer bezeichnend schlichten Logik, die ganz flach ausgedrückt wie folgt klingt; ‚Willst du nicht mein Bruder sein, schlag ich dir den Schädel ein.‘ Oder: ‚Vorsicht .. meine 45-er sitzt  locker…‘.

Was ist da logisch? Ebenso flach gesagt: Die niederfrequente Sichtweise der Blendung, der Manipulation, der Verdummung usw. und … der konkreten Missachtung der Menschenrechte.

Das Schädel einschlagen ist auch als Metapher zu verstehen. Eine Metapher, basierend auf Einschüchterung und Herrschaftsdenken. Erst verdeckt drohend, dann konkret skrupellos im absoluten Eigeninteresse. Geschichte wird als vergangen angesehen… ohne wahrnehmbar daraus gelernt zu haben. Menschen, ja ganze Gesellschaften lassen sich nach wie vor von Versprechungen und Schicksalsdenken hinter die Fichte führen – als Mangel aus realistischen Alternativen, die gedacht und publiziert existenzbedrohend werden und sind. Obrigkeitsdenken ist direkt an individuelle Lebenssituationen geknüpft. Wenn da noch eine entsprechende PR hinzukommt, dann ist eine Art Resignation oder ‚Gefügigsein‘ vorprogrammiert oder gar Realität. Jedenfalls was öffentliche, kritische Sichtweisen betrifft. Deutlich zu sehen am Beispiel z.B. der Türkei. Nein, nicht das ganze Land, sondern die politische Führung ist hier gemeint. Menschenrechte? Fehlanzeige…! Narzissmus, die Sonne der Mächtigen …

Die Beispiele sind nicht nur an dem genannten Land festzumachen, sondern über diesen Planeten wie mit der Gießkanne verstreut. Es sind die sogenannten Führer, die Trumps, Erdogans, Putins, Xi Jinpings usw., die den Menschen die demokratischen Werte abdressieren oder gar nicht erst hochkommen lassen. Beispiele gibt es genug – in ‚Nah und Fern‘ und in welcher Reihenfolge auch immer. Das ebenfalls sogenannte ‚Böse‘ ist immer ein Teil der Macht und deren Begleit- und Folgeerscheinungen. Öffentlichkeit ist das ‚positive’ Virus, das grundsätzlich mit vielen Mitteln eingedämmt wird. Hass wird gestreut. Despoten wissen, wie sowas funktioniert. Störenfrieden drohen die Gitterstäbe.

Was hilft und bietet Zukunftsperspektiven? Lassen sich die Menschenrechte weitgehend realisieren? Vollständig vorerst sicherlich nicht, wennn überhaupt, doch –  Fortschritte sind dann zu erreichen, wenn die 30 Artikel der Erklärung der Menschenrechte der UN intensiver publiziert werden. Die Menschenrechte gehören in die Öffentlichkeit und dürfen nicht allein den Regierenden überlassen werden – in der Orientierung und vorgegaukelten Anwendung. Demokratie ist kein Selbstläufer und bedarf der ständigen Arbeit daran. Sich in Gewalt darstellende Probleme müssen auf höchster Ebene benannt und das Verhalten entsprechend abgestimmt werden und nicht nur auf einer politischen Theaterbühne im ‚Hornberger Schießen‘ gipfeln – natürlich auf Kosten der Steuerzahler eines jeden Landes.

Die anfangs genannten Hegemonialansprüche der USA durch ihren Präsidenten Trump und seinen Vasallen sind übertragbar auf andere Länder, wie Russland, China usw.. Heutzutage den Klimawandel anzuzweifeln, ist nicht nur dumm und arrogant, sondern vernichtend. Nicht nur für bestimmte Bereiche oder Gruppen dieses Planeten, sondern für ALLE! Da ist Schweigen weder Gold noch Silber, sondern unverantwortlich.

Das ‚Gut‘ der Pressefreiheit steht ganz oben auf dem ‚Sockel of Fame‘. Wie gezielt an diesem Sockel gerüttelt wird, führt uns der amerikanische Präsident Donald Trump in einer Weise vor, die nicht nur als schamlos, sondern als Werte zerstörend despotisch und eines Präsidenten mehr als unwürdigen Gebarens zu bezeichnen ist. Das per Wahl zu beenden ist die überlebensnotwendige Aufgabe der amerikanischen Gesellschaft, sofern sie auf Zukunft im eigenen und globalen Interesse setzt. ‚America first‘ ist die Parole der Ignoranz und des ‚Steinewerfens‘ im globalen Glashaus – aus niederen Beweggründen.

Die Philosophen des 18.Jahrhunderts (Rousseau, Locke, Montesquieu, Kant) haben den intelligenteren Weg gewiesen. Das ist in der Bildung regelrecht zu reaktivieren. Die folgenden Jahrhunderte haben gezeigt, wie militärische Tradition, Egomanie und Skrupellosigkeit die Oberhand gewinnen und das ‚Geschehen‘ bestimmen. Das Ergebnis: Mord und Totschlag, ausgelöst durch Demagogie, die die Menschen verblendet ins Verderben stürzte.

Und heute? Nach wie vor ‚Streichholz und Benzinkanister‘ – auf technisch aktuellem Niveau natürlich. Der moderne Mensch kann das natürlich alles besser? Eben nicht! Die Menschen sind immer noch Menschen. Eine sinnvolle und die Absurdität der Denkweisen der bestimmenden Mächte der Jetztzeit darstellende Aufgabe der KI wäre, wenn sie, die KI, der Menschheit unzweideutig und logisch vor Augen führt, auf welch schmalem Grad diese Menschheit balanciert. Der letzte Satz bedarf keines Kommentars … außer – vermeidbarer Kollektivsuizid durch eine Technologie, die emotionslos dann faktisch ihren Schöpfern die Schlinge vom Hals nimmt. Was für ein Unsinn! Allerdings ein Unsinn, der zeigt, wie gefährlich der Status quo ist und in welch einer Sackgasse der sich befindet! –

Das Führungspersonal, das mit sieben Millarden Menschenleben und der gesamten Flora und Fauna Roulette spielt, muss mit dem Willen der jeweiligen Völker abgewählt werden. Das wäre der richtige Schritt in Richtung Orientierung und Ausrichtung an der Erklärung der Menschenrechte. Opposition gegen Destruktion – eine Devise.

Dann hat das aufgeklärte ‚Wahlvolk‘ die Macht und hat die Chance, aus der Sackgasse einen Ausweg zu finden.

‚Planet first…‘

 

 

 

Menschenrechte Buchauszug, Kapitel 9, Teil 2


Am 10. Dezember 1948 wurde die ‚Erklärung der Menschenrechte‘ von den United Nations (UN) verabschiedet, die sich damit 2018 zum siebzigsten Mal jährt.

Auszug aus: Joachim Rohlfing. „Futur X. Die freie Auswahl.“    (Teil 2)

Den Versuch, das zu bekräftigen, starte ich nun mit der Darstellung aller 30 Artikel (Quelle: Amnesty International) und empfehle dem lesenden Menschen, jeden einzelnen davon zu recherchieren, da das hier zu weit führen würde.

Es lohnt sich!  (•Zahl = Artikel).

1  Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit

2  Verbot der Diskriminierung

3  Recht auf Leben und Freiheit

4  Verbot der Sklaverei und des Sklavenhandels

5  Verbot der Folter

6  Anerkennung als Rechtsperson

7  Gleichheit vor dem Gesetz

8  Anspruch auf Rechtsschutz

9  Schutz vor Verhaftung und Ausweisung

10  Anspruch auf faires Gerichtsverfahren

11  Unschuldsvermutung

12  Freiheitssphäre des Einzelnen

13  Freizügigkeit und Auswanderungsfreiheit

14  Asylrecht

15  Recht auf Staatsangehörigkeit

16  Eheschließung und Familie

17  Recht auf Eigentum

18  Gedanken-, Gewissens-und Religionsfreiheit

19  Meinungs- und Informationsfreiheit

20  Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit

21  Allgemeines und gleiches Wahlrecht

22  Recht auf soziale Sicherheit

23  Recht auf Arbeit, gleichen Lohn

24  Recht auf Erholung und Freizeit

25  Recht auf Wohlfahrt

26  Recht auf Bildung

27  Freiheit des Kulturlebens

28  Soziale und internationale Ordnung

29  Grundpflichten

30  Auslegungsregel

Das Ziel, dass alles praktisch umzusetzen, ist bei Weitem noch nicht erreicht, ist aber einen Vergleich mit meiner Planetarischen Ethik wert, bei dem ich gönnend blass aussehen werde…

Die Erklärung der Menschenrechte ist nach meiner Einschätzung die aktuelle Maxime eigentlicher Selbstverständlichkeiten, die durch ihre bloße, theoretische Existenz keine sind.

Die Wurzel der Hindernisse zur Umsetzung sind in den Personen und Staaten zu finden, die ihre Interessen über das Wohlergehen ihrer Bürger stellen, indem nicht unbedingt Dummheit, wohl aber Arroganz, Machtsucht und Machtmissbrauch verankert sind. Und das knallhart auch und mit Gewalt.

Oftmals Diktatoren, die ihre egoistischen Ziele in Gesetze packen, die sie -und kein oder nur eingeschränkt ein Parlament- veranlassen und natürlich dann anwenden… ohne Rücksicht auf Verluste. Die Folge sind dann Staatsterror, Korruption und schließlich Kriege.

Also ein Mangel an politischer Vernunft im Interesse aller Bürger, die das dann auch noch mit ihren Steuergeldern zu finanzieren haben.

Der entscheidend prägende Anteil daran ist folgerichtig…“

Auszug aus: Joachim Rohlfing. „Futur X. Die freie Auswahl.“ iBooks.                                           

Der prägende Anteil in der Folge wird im Kapitel 10 meines Buches ausgeführt, das zum Erwerb sowohl gedruckt als auch als ebook z.B. direkt über die Startseite dieses Blogs verlinkt ist. (BOD-Buchshop).

 

Menschenrechte Buchauszug, Kapitel 9, Teil 1


Am 10. Dezember 1948 wurde die ‚Erklärung der Menschenrechte‘ von den United Nations (UN) verabschiedet, die sich damit 2018 zum siebzigsten Mal jährt.

Auszug aus: Joachim Rohlfing. „Futur X. Die freie Auswahl.“    (Teil 1)

9. Kapitel

…Menschenrechte

Am 10. Dezember 1948 wurde die ‚Erklärung der Menschenrechte‘ von der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN oder UNO) genehmigt und verkündet. Dazu zählten im Jahre 2016 immerhin 193 Staaten.

Die feierliche Einleitung (Präambel) enthält den Grundkonsens (mit allen Mitgliedern erzielte Übereinstimmung), dass für alle Menschen das gleiche und unveräußerliche Recht auf der Grundlage der Freiheit, der Gerechtigkeit und des Friedens auf diesem Planeten zu gelten hat, dass die Missachtung der Menschenrechte zu Akten der Barbarei führt und die Würde jedes Menschen unantastbar zu sein hat.

Die einzelnen 30 Artikel spezifizieren dieses.

Hier komme ich nicht darum herum, genau dieser Erklärung der Menschenrechte ein eigenes Kapitel zu widmen und ihr die Wichtigkeit und Bedeutung zuzusprechen, die ihr gebührt.

Denn… würden sie exakt so eifrig und eifernd umgesetzt, wie es Religionen mit ihren mehr als tausend Jahre alten Grundlehren praktizieren (gipfelnd im Fundamentalismus), dann wäre die oftmalige Kritik in diesem Buch an der immer noch existierenden Barbarei ‚gegenstandslos‘.

Die Erklärung ist allgemein religionsfrei gehalten und orientiert sich an den allgemein gültigen Grundwerten der Menschen.

Im Artikel 1 finden wir die drei Begriffe der Französischen Revolution zum Ende des 18. Jahrhunderts wieder:

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit!“

„Wurde das weitgehend in diesem 21. Jahrhundert realisiert? Auch nicht nach dieser UN-Erklärung: Nur annähernd bis nein! Wo Kriege, Terror jeglicher Art, organisierte Kriminalität, Ausbeutung und jegliche Diskriminierung das Tagesgeschehen bestimmen, da findet das Gegenteil statt. Menschenrechte werden da mit Füßen getreten oder existieren praktisch einfach gar nicht. (Dabei geht es hierbei nur um die Spezies Mensch!).

Die Mittel und Wege, das mehr oder weniger auch mit juristischen, also völkerrechtlichen Spitzfindigkeiten geschickt zu umgehen, enttarnt die Tiefen der menschlichen Seele und sind das Produkt der inneren Entscheidungsfreiheit der NStk, die genau in den Fällen sehr gut funktioniert.

Warum das so ist, ist und bleibt zumindest vorerst ein tatsächliches Geheimnis. (Siehe Kapitel 27 ‚Gut und Böse‘.)

Auszug aus: Joachim Rohlfing. „Futur X. Die freie Auswahl.“ Apple Books. 

Weiterer Buchauszug (Kapitel 9) aus  ‚Futur X – Die freie Auswahl‘ folgt


Ein paar Zeilen vorab:

Wie angekündigt, blogge ich hier in Kürze ein weiters Kapitel aus meinem aktuellen Buch:

‚Futur X – Die freie Auswahl‘ aus anstehendem Anlass:

Am 10. Dezember 1948 wurde die ‚Erklärung der Menschenrechte‘ von den United Nations (UN) verabschiedet, die sich damit 2018 zum siebzigsten Mal jährt. In meinem Buch behandele ich das Thema ‚Menschenrechte‘ im Kapitel 9.

Da dieses Kapitel zwar in den Zusammenhang des Buches gehört, so hat es allerdings auch ausgekoppelt einen Alleinstellungsmerkmal, denn das Thema ‚Menschenrechte‘ hat nach wie vor einen weitgehend theoretischen Charakter und bleibt offensichtlich ein schier unerreichbares Postulat. Immerhin wurde diese Absichtserklärung von über 190 Staaten unterschrieben – als Aushängeschild. So stellt es sich dar, wenn die Realität ‚realistisch‘ betrachtet wird. Kriege, Folter verschiedenster Art (physisch und psychisch) und all die Leid erzeugenden Abarten menschlichen Gebarens bilden und verstärken die Wahrnehmung, dass die Erklärung ein sehr hoch gestecktes Ziel zu sein scheint und … ist!

Und damit ist es von größter Bedeutung. Moral und Ethik kämpfen mit dieser Waffe gegen Arroganz, Ignoranz und Destruktion im persönlichen, staatlichen und damit gesellschaftlichen Sinne. Die Wucht der 30 Artikel  hat sicherlich schon Einiges an Leid und Tod auf diesem Planeten verhindert, denn nichts scheuen gebildete Dummheit und Arroganz mehr als : Öffentlichkeit! Das ist ein eindeutiges und damit unumstößliches ‚Ja‘ zur Presse- und Meinungsfreiheit … zu investigativem Journalismus. Eine solche Aussage garantiert keine ‚Ausrutscher‘, wirkt aber vorbeugend gegen das unreflektierte Hereinfallen auf Demagogie, Manipulation, Verdummung und Ausbeutung … ja, auf Leid und Tod in der Konsequenz.

Die Erklärung der Menschenrechte folgt den ‚dreifaltigen‘ Aussagen der Französischen Revolution : Liberté, égalité, fraternité  (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit). 

Das ist die hochgehängte(?) Messlatte für jede Gesellschaft. Das kann gar nicht laut genug hinausposaunt werden. Das muss auch (immer und immer wieder!) in zugehaltene Ohren dringen.

In Zeiten des weltweit wieder aufkeimenden Nationaldenkens ist das Hervorheben der Erklärung der Menschenrechte von herausragender Bedeutung. Die niederfrequente Denkweise des vergangen geglaubten Herren- und Dominanzdenkens braucht ein verstehbares Update – im Hinblick auf sich zuspitzende Problematiken wie Klimawandel, Abholzung der Regenwälder, Vermüllung der Meere, wieder zunehmendes Wettrüsten, atomare Bedrohung militärisch und ‚zivil‘, Chancenungleichheit durch Konzentration des Kapitals auf Wenige, Rassismus und so weiter … usw.. Alles Armutszeugnisse der Menschheit und konkret derer, die von ihren Pfründen nicht lassen können … koste es, was es wolle und wen es wolle. —

Gegen einen solchen Status quo muss sich aufgelehnt und die Rechte eines Jeden in den Mittelpunkt des Denkens und Handelns gehoben werden. Schöne Worte … aber wie? Ein Jeder, der|die das begreift, auf seine|ihre Weise. – Durch Offenheit und Öffentlichkeit – durch Fairness und praktizierte Achtung vor dem Leben. Durch faktisches, öffentliches Enttarnen von Ungerechtigkeiten und ‚Ich-Bezogenheiten‘. Wie? Durch kritisches Durchdenken von politischen und gesellschaftlichen Sachverhalten, die schließlich als manipulativ und ‚Leid-erzeugend‘ erkannt werden können, weil sie anfangs zugänglich – aber in der Folge sich als destruktiv herausstellen könnten/ werden. Die Erzeugung eines ‚Wir-Gefühles‘ auf diesem Planeten und =

dem Streben nach der Umsetzung der dreißig Artikel der Erklärung der Menschenrechte. 

NGO’s wie ‚amnesty international‘ (ai) z.B. sind auf dem Weg, den ich unterstütze. Ein Weg, der nicht über Geröll und Steine, sondern über Felsen führt……..  —

„.. gehobene Mittelschicht“ …


Es ist überhaupt nicht mein Ding, Menschen, die keine materielle Not haben, zu kritisieren oder moralisch abwertend zu betrachten… wenn.. ja wenn sie ihre Situation nicht verschleiern oder bewusst die Unwahrheit darüber verbreiten, um sich gefällig oder  wählbar in politische Ämter darzustellen. Amerikaner z.B. zeigen ihren Reichtum und werden dafür respektiert oder gar bewundert. Warum unter Anderem sollten sonst sogenannte Menschen aus der Unterschicht den aktuellen Präsidenten gewählt haben und auch immer noch dazu stehen? Unschwer zu sagen, dass das hier nicht wünschenswert ist; wobei das natürlich Ansichtssache und durch die Meinungsfreiheit verbrieft ist.

In der Bewerbung um den Posten des Vorsitzenden oder der Vorsitzenden der CDU in Deutschland läuft das bei einem Kandidaten anders. Der rechnet sich der ‚gehobenen Mittelschicht‘ und nicht den Reichen zu. Aus den Medien ist zu entnehmen, dass dieser Kandidat Millionär (und das kein Makel) ist. Da von ‚gehobener Mittelschicht‘ zu sprechen, zeigt ein Kalkül, das nach einem späteren Wahlerfolg zum Parteivorsitzenden ein ähnliches Verhalten vermuten lässt. Erst verschleiern, dann häppchenweise Zugeständnisse machen und das in der Art dann auch schamlos in die Öffentlichkeit sickern lassen. Deutschland ist nicht Amerika. Hier ist mit einem Neidfaktor und Zubehör zu rechnen.

Das Ganze könnte man auch ‚Unaufrichtigkeit‘ nennen oder weitergehende Bezeichnungen  dafür anbringen. Es geht nicht darum, Besitz zu kritisieren oder einen erkennbaren Neidsticker anzuhängen, sondern schlichtweg nur darum, im Hinblick auf den Machtzuwachs einer Person Skepsis und Vorsicht walten zu lassen.

Ich unterstelle dem Kandidaten keine Unehrlichkeit (wie bei Trump), sondern den schwer einzuschätzenden Hang zur Verschleierung, der in einer Grauzone der (Un-) Anständigkeit bereit ist, sich anzusiedeln. Wäre ich CDU-Mitglied und in der Situation, den Vorsitzenden mitwählen zu können/dürfen, dann wäre ich auf der Seite der Skeptiker.

Auszug aus meinem aktuellen Buch…Teil 2


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Wie angekündigt:

Hier im Blog veröffentliche ich den zweiten Teil des 3. Kapitels.                      Sollte jemand den Text -auch in Auszügen- verwenden wollen, ist  das Einholen eines Einverständnisses meinerseits erforderlich! (Urheberschutz).

Auszug aus: Joachim Rohlfing. „Futur X. Die freie Auswahl.“ iBooks.

(Kapitel) :

3

Ziel der soeben beschriebenen, gesteuert religiösen Verhaltensweisen ist die Erzeugung eines simplen Gemeinschaftsgefühles. Das könnte man als ‘Vereinsdenken‘ bezeichnen.

Um hier nicht missverstanden zu werden …’auch’ ich bete. Aber nicht mit gesenktem Kopf oder mit dem Kopf auf dem Boden. Weit gefehlt. Meine Demut zu dem, was ich gar nicht konkret verstehen kann, ist derart gestaltet, dass ich erhobenen Hauptes -egal in welcher Situation- einen gedanklichen Dialog mit etwas halte, von dem ich weiß, dass ich davon nur das verstehe, was mir überhaupt möglich zu sein scheint oder ist. Ich nenne es das „Alles in Allem“. Und das ist existent, egal wie ich es nenne oder wie es allgemein traditionsbezogen genannt wird und das mir temporäre, seelische Ausgeglichenheit und Freude bereitet.

Als ‘Mitglied‘ des Alles in Allem muss ich mich vor gar nichts erniedrigen und vor Niemandem. Das erzeugt ein ‚Akzeptiert-sein-Gefühl‘ und erfüllt mich mit mehr Demut als die gekrümmte Ehrerbietung, von der ich glaube, dass sie reines Menschenwerk und gar nicht ‚gottgefällig‘ ist. Eine gütige ‘Überintelligenz‘, Gott genannt und ohne das auch von seinen Geschöpfen geforderte Aggressionspotenzial, hat in meinen Augen kein Unterdrückungs- und Dominanzbedürfnis und fordert das auch nicht ein. Dann wäre sie, er oder es nicht mehr gütig und würde nicht einmal mehr der Maxime der Französischen Revolution gerecht: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. – Dann hätten menschliche Gedankenkonstruktionen einen höheren Wert als göttliche? Was für ein Unsinn… oder das streift diesen Begriff unübersehbar.

Damit sind kirchliche „Rituale überdenkenswert und zwar in dem Sinne, es nicht mit nur Gläubigen -oder besser- Berieselungsopfern zutun zu haben, sondern ihnen das unveräußerliche Recht zuzusprechen, frei zu denken und z.B. auch in einer Kirche nicht nur blanke Zuhörer zu sein. Ok, beim Singen dürfen ja Worte die Münder verlassen… aber nur die vorgegebenen. –

Das ist nicht mein Gottesbild.

„Oder steckt da noch mehr dahinter? Zu Beginn dieses Kapitels wurde das ausgeführt.

Eindeutig klargestellt sei hier, dass Kirchen nicht ihre Legitimation verweigert werden soll! Vielmehr wird es deutlich, dass es Reformen bedarf. Die sogenannten ‘Alten Zöpfe‘ sind es, die den Menschen vor den Augen hängen. Das fängt eindeutig damit an, dass das bestehende Gottesbild -oder dessen Interpretation- überdacht und überarbeitet werden sollte/muss, um – wieder- an Glaubwürdigkeit zu gewinnen. Die versteckte Arroganz muss da raus. –

Mit einbezogen werden muss/sollte eine Art weltliche Ethik, die nicht verkapselt und abstrakt daherkommt, sondern begreif- und praktizierbar ist. Desweiteren sind es die Interpretationen der ‘Heiligen Schriften‘, also als Beispiel der Bibel und auch des Korans. Das Verharren oder Hängenbleiben in den dort verkündeten Zeitaltern und Epochen passt nun gar nicht mit den aktuellen Realitäten zusammen. –

Im Folgenden greife ich ein Thema heraus, das nun endlich aus den Vorstellungen und damit aus den Köpfen der Menschen verschwinden sollte:

Es ist ein Schreckgespenst! —

Ich werte es als…“


Auszug/Zitat Ende.

 

Das am Ende des Auszuges angesprochene Thema/Kapitel trägt die Überschrift „Unsinn Hölle“. Ich behalte es mir vor, das hier zu bloggen, denn … es ergibt keinen nennenswerten Sinn, den zusammenhängenden und thematisch ineinander verwobenen und sich bedingenden, weiteren Kapiteln den Zusammenhang zu nehmen und einfach im Raume stehen zu lassen. In diesem Buch habe ich meine Welt(en)sicht allgemein und speziell dargestellt.

Zur Einschätzung und ggf. persönlichen Verwertbarkeit ist es bei Interesse daran wirklich sinnvoll, es mindestens ein Mal ganz zu lesen. — 

 

Auszug aus meinem aktuellen Buch…Teil 1


 

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Hier im Blog veröffentliche ich den erstenTeil des 3. Kapitels. Der zweite Teil folgt dann am kommenden Wochenende. Sollte jemand den Text -auch in Auszügen- verwenden wollen, ist  das Einholen eines Einverständnisses meinerseits erforderlich! (Urheberschutz).  

Auszug aus: Joachim Rohlfing. „Futur X. Die freie Auswahl.“ iBooks. 

(Kapitel) :

3

… Die Rolle der Religionen (Beispiele)

Was daraus wird, zeigt die Geschichte und gibt massiven Anlass zur Vorsicht. Erstaunlich abstoßend und geradezu unverständlich wird das an dem Beispiel der Kirchen, deren ursprüngliche Intention eine Art kompetente Verständnishilfe für das Unerklärliche, Unbeweisbare und Angst auslösende Moment des ,auf sich allein Gestelltseins’ ihre Existenzberechtigung markieren sollte. Sie haben es schamlos dahingehend ausgenutzt, dass sie ihre angedachte Hilfestellung für Alle zu einer Art elitärer Kompetenzhochburg Einiger ausbauten. Sich quasi als Fachleute für Gottesangelegenheiten mit Interpretationskompetenz darstellten, darstellen und sich auch so verkauften und immer noch verkaufen mit fatalen Folgen.

Das wird am Beispiel der ,Irrtümer der Katholischen Kirche‘ deutlich. Sie legt nach wie vor Menschen in Fesseln (Zölibat), hält ihr Oberhaupt für unfehlbar(?)(Papst), mischt sich in politische Realitäten ein und versucht, diese nach ihren Dogmen zu manipulieren. Und immer mit dem erhobenem Zeigefinger des Unbewiesenen. Das Spiel mit der Ungewissheit, mit der Angst. Das Kokettieren mit dem ’Draht zu ihrem Gott‘.

Was für ein Irrtum… allein von der Vorstellung ausgehend, Gott nicht zu personifizieren. Menschen brauchen offensichtlich etwas Greifbares, etwas Begreifbares, sei es auch nur hypothetisch. Logik spielt da, wie es scheint, auf den ersten Blick keine überragende Rolle. Ein Gott in der angedachten Schöpferrolle mit menschlicher Silhouette kann nur ein Phantasieprodukt sein, denn die Unvollkommenheit und die Fixierung auf eine Art ‚Beschränktsein auf die fünf Sinne‘, also auf die Physis, entspricht in keiner Weise der ‚Rolle‘, die der gläubige Mensch seinem Gott zuspricht -> Vollkommenheit.

Im Umkehrschluss lässt die Vorstellung einer immateriellen Intelligenz die nahezu zwingende Möglichkeit einer wie auch immer genannte und geartete ‚Existenz‘ zu. –

Diese Interpretation braucht keine personifizierte Vorstellung, keinen singulären Gott an sich und kann mit den uns Menschen zugänglichen Wahrnehmungsinstrumenten logisch erklärt werden. Also die Entzauberung des weisen Mannes im sogenannten Himmel und vor allen Dingen seines faktisch ‚abtrünnigen Bodenpersonals’. Kein Märchenprinz in einem auch materiell ausgerichteten Vatikanstaat, der sich von Soldaten bewachen und sich in einem kugelsicheren Wagen ‚durch die Gegend‘ fahren lässt.

Parallelen in anderen Religionen zeigen einen Stillstand des Denkens in den Köpfen der sie tragenden Menschen. Ich spreche von vormittelalterlichen Riten, die keiner Aktualisierung unterzogen wurden und einfach so weiter praktiziert werden.

Nicht den in Religionskreisen allgemein gültigen Vorgaben und sogar Bedingungen folgend, stellt sich die Frage, warum Menschen sich gottesfürchtig und erniedrigend hinknien und den Kopf gesenkt zu halten haben. Sind sie nicht, jeder für sich, bestehend aus Körper und Geist, Einmaligkeiten – Individuen? Sie knien und verneigen sich vor Gott, wohl oftmals ohne eine eigene Erklärung als Denkprodukt ihres eigenen Verstandes entwickelt zu haben und folgen damit einfach dem gleichgesinnten Mainstream.

Das sieht dann schon nach anerzogener ‚Eingebung‘ aus. Von wem? Na… von denen, die sie als Kompetenzen wahrnehmen und die vorgeben, kompetent im Sinne von Gottesnähe zu sein. Da gibt es natürlich ‘die Anderen‘ in zunehmender Anzahl, die exakt eine solche Verhaltensweise nicht teilen… und selbstverständlich auch aus anderen Gründen.

Natürlich hat jeder Mensch das Recht, das so zu sehen und zu praktizieren, wie er es für sich entscheidet. Dabei sollte aber keinesfalls vergessen werden, dass gegenseitige und bedingungslose Toleranz unantastbar zu sein hat, um Leid jeglicher Art zu vermeiden! Dass Menschen unterschiedlich beschaffen sind ist eine allgemein fundamentale Erkenntnis. –

Schwierige Lebenssituationen sind ein nahezu perfektes Einfallstor für Manipulationen.

Erlebte Lebenslagen wie Trauer, Freude, Kummer, Ärger, Ängste und scheinbare Aussichtslosigkeiten sind Realismen, die Nähe und Schutz suchen.

Hier will ich nicht unterstellen, dass all das ausgenutzt wird, doch es kann Gefolgschaft und auch Unterwürfigkeit erzeugen.

Ein Schelm, der jetzt Bezüge herstellt…


 

Auszug Teil 1 Ende.                                                                                                                             Auszug Teil 2 folgt…

 

 

 

 

Eilaktionen (urgent actions – ua’s) ohne viel Aufwand…


Damit sind die ua’s von ‚amnesty international‘ gemeint, mit denen auf brisante oder allgemein auf spezielle Menschenrechtsverletzungen auf diesem Planeten durch eine möglichst unbegrenzte Anzahl von Anschreiben (email/Fax/Brief) den Adressaten signalisiert wird, dass die entsprechenden Vorgänge nicht unbeachtet bleiben.

Denn: Es ist genau das, was Herrschende in totalitären oder diktatorischen Staaten hassen wie die ‚Pest‘ :  -> Öffentlichkeit !  Je zahlreicher und zeitlich penetranter solche Mahnungen in klarer Ansprache sind, je wirkungsvoller sind sie, weil sie an deren Grundsockeln rütteln, bis die Wirkung nicht mehr zu ignorieren ist.

Der Aufwand, eine solche ‚ua‘ zu schreiben, ist nicht sehr groß. Online unter ‚amnesty international‘ sind entsprechende Hinweise auf Adressaten und Texte zu finden, die dann auch verwendet werden dürfen, indem eine solche ‚ua‘ online verfasst wird.

Es ist mir ein Anliegen, nach ca. 20 Jahren ua-Aktivität, nun endlich diesen Blog dazu einzusetzen, um weitere Menschen anzusprechen, denen ein solcher Einsatz eine kleine Mühe wert ist, um so ein klein wenig zu positiven Veränderungen auf dieser Erde beizutragen. Es geht dabei um den Einsatz für Menschen, die in ihrem Umfeld prinzipiell chancenlos und existenzgefährdet sind – in einer Weise, der wir uns in diesem doch freien Land kaum oder auch gar nicht vorstellen können.

Ein Text -wie der untere- muss nicht selber verfasst werden, sondern wird von amnesty vorgeschlagen und ist immer deutlich – aber nicht unsachlich ! Das ist wichtig. Die menschliche Umgangsform wird gewahrt, obwohl es mir sehr oft schwergefallen ist, so manchen Staatenlenker mit ‚Sehr geehrter Herr Präsident‘ oder ‚Exzellenz‘ anzuschreiben.

Vor der 1000sten Hinrichtung in den USA habe ich eine entsprechende ‚ua‘ an den zuständigen Governor verschickt. Nun will ich nicht sagen, dass meine ‚ua‘ ausschlaggebend war, doch … es war ein unglaubliches Gefühl, die Nachricht zu erhalten, dass die Exekution des Delinquenten nicht stattfand und dessen Strafe in eine lebenslange umgewandelt wurde. Das war die Nadel im Heuhaufen……

Dieser Blogbeitrag ist nicht als Nötigung oder ‘Gardinenpredigt‘ zu verstehen. Er beschreibt nur eine von vielen Möglichkeiten auf vielen Gebieten, die mit zu positiven Veränderungen beitragen können und … werden !

 

(Amnesty International-) Beispieltext von heute an den Präsidenten Kolumbiens).

Sehr geehrter Herr Präsident,

setzen Sie bitte umgehend den Notfallplan um, der im Gesetz 1448 von 2011 festgeschrieben ist und gewährleisten Sie den Schutz der indigenen Gemeinschaft der Yukpa, die infolge der bewaffneten Angriffen der Region aus ihren Häusern vertrieben wurden.

Sorgen Sie bitte für Hilfe und Unterstützung, insbesondere für ihre Ansiedlung in Kolumbien, damit das Leben, die Unversehrtheit und das Fortbestehen der indigenen Gemeinschaft der Yukpa in Kolumbien sichergestellt sind.

Setzen Sie bitte die Pläne zum Schutz der indigenen Gemeinschaft der Yukpa um und gewährleisten Sie deren Rechte auf kolumbianischem Staatsgebiet.

Mit freundlichen Grüßen

Gedicht „Egoist“


Egoist

Ein Egoist ist halt so´n Typ

der glaubt nur an sich selber

mit Freuden saugt wie ein Polyp

als wässrig transparenter Blender

was bringt´s denn schon – mit andren teilen?

in Sellbstverliebtheits Schwere

an Greifbarem sich aufzugeilen –

Beweis für Hirnes Leere … ?

 

KI – Künstliche Intelligenz (artificial intelligence) -> nur ein paar Gedanken


Sich dem zu nähern, bedarf es zuerst des Versuches einer klärenden, nicht ‚bücherschrankfüllenden‘ Definition des Unterschiedes zwischen der Intelligenz der Lebewesen und der künstlichen Intelligenz.

  • Intelligenz der Lebewesen: Immer noch nicht genau definiert und damit nicht genau abgrenzbar, lässt sich allgemeingültig sagen, dass damit die kognitiven Fähigkeiten eines Lebewesen zu bezeichnen sind.
  • Künstliche Intelligenz: Eine Sparte der Informatik mit der Aufgabe, Computer so zu ‚bauen‘, dass deren Programmabläufe intelligent, also sich spezifisch eigenständig durch Selbstprogrammierung weiterentwickeln und sich permanent aktualisieren.

Letzteres klingt fremdartig und vernünftig schon gar nicht. Da ist die alte Frage: Was ist vernünftig? (Siehe Kant). Die Entscheidungen der KI sind pragmatisch logisch und beziehen menschliche Eigenschaften logischerweise nicht mit ein. Also ohne Gefühle …

Das sieht nach einer installierten Parallelexistenz aus. Unbeseelte Systeme ohne Gefühle; Software, die nicht nur lernfähig ist, sondern eigenständig ihre Programme weiterentwickelt und dann auch anwendet in einer Weise, die selbst der Fachmensch nicht mehr nachvollziehen kann.

Ein kurzes Szenario: Eine solche, letztlich global vernetzte KI erkennt die Schwachstellen der Menschheit und updatet sich in Bruchteilen von Sekunden mit dem Ergebnis: Das System Mensch ist unlogisch und passt nicht in die KI- selbstprogrammierte Logik. Was dann? Den berühmten Stecker kann ‚man‘ dann nicht mehr ziehen, weil solche Systeme genau das machen, was der Mensch aus blindem Technikvertrauen, aus Bequemlichkeit und natürlich auch aus Faulheit nicht konsequent durchzieht: Permanente Backups! Eine KI ist in Bruchteilen einer Sekunde wieder aktuell und besser noch, sie korrigiert die Ursache und ist für einen neuen Eventualfall bestens gerüstet.

Global vernetzte KI in Bot-Netzen? (Internet der Dinge). Cyberangriffe ? Zum Beispiel auf Atomkraftwerke, Banken, Politik, Wahlen, Anti-Fake-News (Tatsachen), Behörden, Flugverkehr, Militär, Navigationsgeräte, Serverparks usw.. Ja, und nicht zu vergessen: Selbstfahrende Autos. Damit vertraut ‚der Mensch‘ (Kollektivsingular) der KI sein Leben direkt an. Richtig ist, dass das auch in anderen Fällen so ist. Doch … in dem genannten Fall wird sich wohl kaum jemand eines gewissen Unbehagens erwehren können.

Von Menschen Erdachtes und Erfundenes hat es so an sich, auch realisiert zu werden. Bei dem ersten Atombombeneinsätzen wussten die Wissenschafter vorher nicht, ob die Atmosphäre zusammenbricht oder eben nicht. Warum sollte also die KI die Ausnahme sein?

Da bleibt es absolut unverständlich für mich, dass nicht immer mehr Menschen wach werden und entsprechend reagieren. Ist der Grund das Blendwerk exzellenten Marketings? Wo bleibt das gesunde Maß an Kritik? Ist Unkalkulierbarkeit modern? Ist es das Ziel, sich irgendwann entmachtet und bewegungslos von hirn- und gefühllosen Maschinen bedienen und verwöhnen zu lassen, die täuschend humanoid aussehen (Data/StarTrek) und jeden Wunsch von den Lippen ablesen? Nur solange, bis ihr System so was als unlogisch und ineffizient erkennt und entsprechend updatet …? Gehts’s noch?

Oder ist die KI ein Segen für die Menschheit? Die grundlegende Frage bleibt: Was verankern Programmierer im Kern der Software? Jeder Fehler könnte fatal sein!

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Wie stellt man die Einhaltung der ‚Drei Gesetze der Robotik‘ des Biochemikers und Schriftstellers Isaac Asimov sicher? Die lauten:

  1. Ein Roboter darf kein menschliches Wesen verletzen oder durch Untätigkeit zulassen, dass einem menschlichen Wesen Schaden zugefügt wird.
  2. Ein Roboter muss den Befehlen eines Menschen gehorchen, es sei denn, solche Befehle stehen im Widerspruch zu ersten Gesetz.
  3. Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange dieser Schutz nicht dem Ersten oder Zweiten Gesetz widerspricht.

Diese Leitsätze beruhigen auf den ersten Blick. Die menschliche Intelligenz neigt aber dazu, zwei- oder mehrgleisig zu fahren. Allein politische, ideologische oder gar religiöse Unterschiede erzeugen erfahrungsgemäß eine Art Wettbewerb der Kulturen, Ideologien, Religionen usw. und schon könnte man zweifeln, ob die drei Leitsätze von allen akzeptiert und vor Allem berücksichtigt und angewandt werden.

Der militärische Aspekt ist dabei immer der beunruhigendste. Jeder will die ‚Nase‘ vorn haben. Risiken und Unausgereiftheiten? Egal! Hauptsache dem Anderen wird demonstriert, dass man ihm überlegen ist. Das Misstrauen wird gegenseitig geschürt und befeuert. Militärische Intelligenz? Nach Groucho Marx ist militärische Intelligenz ein Widerspruch in sich.

Wirft man all diese Bedenken in einen Topf und rührt den Inhalt zu einem Gemenge, dass inkaufnehmend einen Selbstzündeffekt  bewirken könnte, dann ist aus der Erfahrung der Geschichte von einer Situation auszugehen, die zur Zündung führt. – Wenn dann die Sache aus dem Ruder läuft… eine blauäugig forschende Selbstvernichtung ?

Zusammenfassend lässt sich vermuten, dass ‚der Mensch‘ im nicht hinreichenden und bewussten Erkennen und Abschätzen der Risiken einen regelrechten Popanz aufbaut und sich nicht ausreichend bewusst ist, was er da treibt. Dann hat die Menschheit den Status einer defizitären Intelligenz. Das ist nicht neu… aber ein neuerlicher Beweis. Da scheint eine riesige Aufklärungsarbeit nötig zu sein. Wer soll die leisten? Die KI, die nach den drei Asimovschen Regeln der Robotik handelt? Klingt komisch und zeigt dabei den tatsächlichen Geisteszustand der das zulassenden Menschen mehr als deutlich.

Dann wäre die KI tatsächlich ein Segen, indem sie der Menschheit zeigt, was in beiden steckt. (Also eine temporäre Dominanz?)

Die Künstliche Intelligenz hat also mehrere Facetten. An erster Stelle stehen letztlich die zwei entscheidenden Möglichkeiten oder vielleicht sogar -je nachdem- Wahrscheinlichkeiten:

  • Entweder sie erweist sich letztendlich als Segen für die Menschheit in allen denkbaren Sparten durch saubere Programmierung und der Akzeptanz dessen, dass Menschen immer ‚das letzte Wort‘ haben…
  • oder auf den undenkbaren Punkt gebracht: Sie vernichtet sie!?

Die erste Variante wäre ein Ringen mit dem Stier und die zweite das Ende.                               Ich befürchte, dass die Menschen mit aller Kraft dem Ringen aus dem Weg zu gehen versuchen, um ihre dahingehende Scheinintelligenz durch unsinnigen Mut und Uneinsichtigkeit zu wahren. Es ist aber auch schon mutig, den Menschen das ‚Überbordwerfen‘ ihres _Kröhung-der-Schöpfung-sein-Wollens‘ zuzutrauen, obwohl ich per Geburt Mitglied dieses ‚Vereins Menschheit‘ bin. –

Es muss schon wirklich eine Sekunde vor zwölf sein, bevor Menschen all das aufgeben, was sie in ihre scheinbar unumkehrbar nachteilige Situation gebracht hat. Fehler eingestehen und daraus nachhaltig und zukunftsorientiert zu lernen, ist nicht ihre Stärke.

Zum Thema KI kann die Menschheit ihre Augen gar nicht offen genug halten …

 

 

Groko…


Der Eiertanz der Sondierungsgespräche zur Bildung einer möglichen ‚Großen Koalition‘ (Groko) soll nun tatsächlich beendet sein?

Politik definiert sich als Steuerungsmechanismus auf der Basis sozialen Handelns legislativ und exekutiv. Damit es zur Entscheidungsfähigkeit einer Regierung überhaupt kommt, bedarf es der Kompromisse oder zugrundelegend der Kompromissbereitschaft derjenigen, denen der freie Wille des Einzelnen durch Wahlen übertragen wurde. Der Weg dahin führt über Verhandlungen und damit über Kompromisse. Im Speziellen zog sich das nun über Wochen hin und dürfte den Steuerzahler sicherlich siebenstellig belasten. Mit welcher Gelassenheit und Selbstverständlichkeit (z.B. Seehofers permanentes Gegrinse) das ‚vermarktet‘ wird, ist nicht mehr nur beeindruckend. Letztlich ist es ein Geschacher um Posten und um die möglichst gute Darstellung einer jeden Partei vor dem Wahlvolk, denn die nächste Wahl kommt gewiss.

Das ist die gängige Praxis. Doch … Mir stellt sich allerdings eine grundsätzliche Frage : Warum wagt ‚man‘ nicht den Schritt aus der Scheuklappenpolitik des Fraktionsdenkens in eine parlamentarische Demokratie, die ihrer Bezeichnung gerecht wird? Gemeint ist in diesem Falle eine faktische Minderheitsregierung, die ihre Beschlussmehrheiten bei den einzelnen Abgeordneten im Bundestag tatsächlich erarbeiten muss, um Beschlüsse und Gesetze durchzusetzen. Abgeordnete entscheiden nicht fraktionskonform. sondern nach dem Willen ihrer Wähler. Und zwar jede(r)…  Wäre das : ‚Teufel und Weihwasser‘? Ein Schreckgespenst? Die Angst vor dem tatsächlichen Volkswillen.. oder … vom Kuckuck aus dem gemachten Nest geworfen zu werden? (Oberklasse-Dienstwagen mit Chauffeur -auf Kosten des Steuerzahlers- der Theorie von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit opfern?). Wie widerlich da solche Gedanken sein können… Die Frage ‚Für wen?‘ stellt sich dabei nicht mehr.

Natürlich darf bei all solchen Gedanken nicht die pragmatische Seite übersehen werden. Das System lässt eine solche Sichtweise zwangsweise zu, um z.B. Randgruppen im Zaume zu halten oder international handlungsfähig und kalkulierbar zu sein usw.. Doch … wie lange noch?

Wie lange lassen sich die Menschen mit solchen Argumentationen noch  hinter die Fichte führen?

Ich wage mal, Willy Brand zu zitieren : “ Wir wollen mehr Demokratie wagen…“

 

 

 

Mein Wort des Tages …Misogynie


Mein Wort des Tages … oder der vergangenen Tage… Misogynie

Geschrieben sieht das Substantiv geradezu mystisch aus. Inhaltlich bedeutet es alles Andere als das : Im altgriechischen Ursprung ist es die `Weiberfeindlichkeit‘ im Sinne von Minderwertigkeit der Frau. Und genau diese deutsche Definition ist nicht nur altbacken, sondern geradezu widerlich.

Warum dieses Wort ? Ok, jeder wird wohl ahnen, warum. Der repubikanische Kandidat für die Präsidentschaft in den USA hat es nun direkt oder indirekt in zeitlicher Abfolge fertiggebracht, die Hässlichkeit einer solchen Geisteshaltung  in den Fokus der Aufmerksamkeit der Medien und der Gesellschaft allgemein -natürlich weltweit- zu rücken. Gewollt oder ungewollt. Dem ist es egal, ob das der Inbegriff einer Diskriminierung ist, Hauptsache er steht im Vordergrund. Selbst dieser markant enttarnende Mitschnitt in dem Bus wurde mit einer lapidaren Pneusoentschuldigung abgetan. Amerikaner können anteilig nicht so dämlich sein, einen solchen Widerling ins ‘Weiße Haus‘ zu wählen und so einem niederfrequenten Dämagogen damit auch noch das Kommando über die Atomwaffen anvertrauen. Obwohl kein Jurust, stelle ich mir die Frage, ob es da keine juristischen Möglichkeiten gibt. Wahrscheinlich nur Zivilklagen. Wer Frauen dermaßen zu Verfügungsobjekten degradiert, hat in einer offenen Gesellschaft an führender Position definitiv nichts, aber auch gar nichts zu suchen. Diesem Großkotz muss das Handwerk gelegt werden oder … Moment, im Normalfall hätte der das schon wesentlich früher selber erledigt.

Abschließend : Jeder Mensch, egal ob männlich oder weiblich, hat (Imperativ !) im 21. Jahrhundert ein solches Verhalten nicht nur abzulehnen, sondern abzuwählen ! Wer diesem Fundamentalisten der Menschen- und speziell Frauenverachtung noch folgt, dem ist wohl kaum noch zu helfen.

Shame on you … Trump !

 

Da braut sich ‚was‘ zusammen …


Die Medien sind voll von diesem … Erdogan. (Ich verzichte hier bewusst auf Bilder davon !) Wehret den Anfängen ist ja nun wohl vorbei. Da schafft einer Fakten. Und wie ! Wenn ihm die Gemengelage nach dem Putschversuch noch nicht reicht, dann unterzeichnet er als (gewählter !) Präsident auch die Wiedereinführung der Todesstrafe. Das sich der Mann im Jahrhundert geirrt hat, scheint aus allgemein europäischer Sicht eindeutig zu sein. Doch .. welche Reaktionen kommen denn von den Mandatsträgern der EU ? Empörung ? Beenden der Beitrittsverhandlungen mit der Türkei ? Finanz- und wirtschaftspolitische Maßnahmen ? Dem Mann eindeutig und unmissverständlich die Konsequenzen seines ‚Fehlverhaltens‘ vor Augen führen ? Ja sogar die Kündigung des Flüchtlingspaktes der EU mit der Türkei und zwar von Seiten der EU ? Nichts davon geschieht ! Da wird gekniffen und geduckt, damit dieser Erdogan wenigstens dabei in der Spur bleibt, jedenfalls so, dass die Flüchtlingsströme nach Zentraleuropa auch weiterhin aus- oder überschaubar bleiben. Die Daumenschraube funktioniert aber auch andersherum : Erdogan käme innenpolitisch massiv unter Druck, wenn ein Großteil der Touristen in seinem Land ausblieben, Finanz- und Wirtschaftsbeziehungen durchaus stark reduziert würden, Investoren ausblieben usw.. Das geht nicht von heute auf morgen und bedarf einer konsequenten Bereitschaft dazu von Seiten der EU. Stattdessen duckt man sich vor diesem Diktator, der wahrscheinlich vom Osmanischen Reich, Teil 2, träumt mit ihm als Mittelpunkt.

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Bild : Wikipedia

Es sieht ganz nach der Einschätzung aus, dass da nach Einführung der Todesstrafe wieder ein Machthaber über Leichen zu gehen bereit ist und das dann auch durchzieht oder durchziehen lässt. Er wäre aus seiner Sicht fein raus, wenn das Parlament dem zustimmen würde und er dann nach türkischer Gesetzgebung schalten und walten könnte, wie er es will.

Ihr Politiker und Politikerinnen der Europäischen Union, wacht endlich auf und gebietet diesem potentiellen Tyrannen die Stirn. Dreht ihm die Hähne zu und findet endlich eine eigenständige Lösung der sich dann anbahnenden, erneuten Flüchtlingsschwärme. Wenn dieser Erdogan seinen Einfluss ohne Repressalien noch weiter ausbauen kann, dann wird er das schamlos ausnutzen. Seine Zustimmung im Volke kann schnell kippen, wenn Druckmittel anfangen zu wirken und der einzelne Bürger die Folgen der Politik seines Präsidenten am eigenen Leibe durch Entbehrungen zu spüren bekommt. Putscherfahrung hat das Land ja. Der Ausnahmezustand danach ist schonmal verhängt. Die Rebellion gegen ihn ist aber sicherlich schon in den Startlöchern. Der Startschuss könnte aus der EU kommen. War durch den Putschversuch denn die Demokratie in der Türkei in Gefahr ? Oder ist es nicht geradzu andersherum ? Da sind so viele Fragen nicht zu beantworten. Nur Eines sollte sicher sein : Unter und mit so einem Präsidenten mit Allmachtsträumen ist die Türkei definitiv nicht EU- fähig. Ich habe den Eindruck, dass das noch nicht bei den meisten Bürgern des Staates im Bewusstsein gelandet ist. Ihre Aussichten wären besser ohne diesen rücksichtslosen und narzistischen Blender. Es kann als Aufgabe der (noch) freien  Medien gesehen werden, intensiver und tiefgründiger Aufklärung zu betreiben und den Menschen in der Türkei objektiv vermitteln, auf was sie sich da einlassen und was sie damit versäumen. Das großartige Volk der Türken ist es wert, den Fortschritt des 21. Jahrhunderts mitzuerfahren und mitzugestalten.

Allein wer die Pressefreiheit einschränkt, hat was zu verbergen und versucht, das Volk aus blanker Egomanie hinter die Fichte zu führen. Soeiner schreckt auch nicht davor zurück, Andersdenkende mundtot zu machen und im Glanze seiner Herrlichkeit umbringen zu lassen.

 

Selektion …


Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen hat heute, am 20.Mai 2016,  entschieden, dass das Töten von männlichen Küken mit dem Tierschutzgesetz vereinbar ist.

Bewusst habe ich in den obigen Satz das Datum des Entscheides mit der Jahreszahl vollständig ausgeschrieben : 2016. Nein, es nicht 1916 und eine Rückschau, sondern das Jahr 2016 !!

Einem ethisch sensibilisierten Menschen stellt sich da knallhart die Frage, wie Juristen ticken. Sie müssen sich an den Gesetzestext halten, was sonst ? Das ist natürlich richtig. Die Judikative ist schließlich die eigenständige dritte Säule der Demokratie und damit unantastbar. Völlig unstrittig. Aus der Sicht stellt sich die Frage, wie weit der einschätzende Interpretationsspielraum der Richterschaft geht, wenn ethische Grundwerte auf der Agenda stehen ? Leben ist da -aus meiner Sicht- der höchste Wert. Eine andere Sichtweise hat in meinem Hirn keinen Platz. Die weitere Frage ist, ob sich diese Sichtweise auf die Spezies ‚Mensch‘ bezieht oder auf Leben allgemein in seiner gesamten Vielfalt. Also auch Tiere. Der Bezug zum Tierschutzgesetz als juristische Vorgabe ist also hergestellt. Im speziellen Fall geht es nicht um das Töten eines Tieres, sondern um Millionen davon; auch noch in deren gerade begonner Lebensphase. Selektion  von wertigem und nichtwertigem Leben aus kommerziellem Interesse und damit aus reinem Profitdenken. Da kommt natürlich der Spruch : ‚Der Verbraucher  regelt das durch seine Nachfrage’…

Lebewesen, die gerade ‚das Licht der Welt‘ erblickten und schon auf Laufbändern der Vernichtung ‚zugeführt‘ werden – durch Shreddern oder Vergasen. Moment … vergasen ? Was für eine Assoziation drängt sich denn da auf ? Die Rede ist von Küken, die an anderer Stelle als fototechnische Werbeaccessoires die Herzen der Betrachtachter zum Kauf irgendeiner Ware anspornen sollen. Dem Käufer und allen Beteiligten ist dabei nicht klar, ob sich da um männliche oder weibliche Küken handelt. Wenn es Küken bis vor eine Kamera geschafft haben, dann können es nur weiliche sein, weil die ja später kommerziell ausgebeutet werden können. Und die Männlichen – längst geshreddert oder vergast !

Das Töten (Shreddern/Vergasen) von männlichen Küken ist der Rechtssprechung folgend mit dem Tierschutzgesetz vereinbar ? Im Klartext : Tiermord ist gesetzeskonform. Ach ja.. richtig : Das Töten von Tieren in freier Wildbahn, genannt Jagd und auch Angeln, ist ja auch gesetzeskonform, nämlich mit dem Jagdgesetz, novelliert von Hermann Meier (Göring) im Dritten Reich. Warum soll der Bezug nicht hergestellt werden ? Ich nenne das ‚Todesstrafe für Tiere‘. Gesetztlich verankert. Zur Erinnerung : Wir schreiben das Jahr 2016 !

Christen sagen oder postulieren : ‚Du sollst nicht töten‘ … warum tun sie es denn ? Schlichte Antwort : Weil sie es immer noch nicht begriffen haben, dass mit dem Postulat nicht ausschließlich der Mensch gemeint ist (Behauptung !), sondern beseelte Lebewesen allgemein und im Speziellen Tiere, wozu auch Fische gehören. Also Lebewesen, die Vater und Mutter, ein Gesicht, ein zentrales Nervensystem, einen Blutkreislauf und Empfindungen wie Freude und Schmerz besitzen. Ihr Nachteil ist, so ist es, dass sie eine andere Physis beseelen und nicht sprechen (und telefonieren) können. Sie sind rechtlich wohl immer noch Gegenstände und keine Lebewesen. Wann wird das endlich begriffen, dass das nicht nur Unsinn ist, sondern selektive, destruktive Ignoranz, die auch noch auf gesetzlichen Säulen steht.

Aus der Sicht die Frage : Überschreiten legislativ Gesetze und juristisch exekutiv eine Richterschaft nicht ihre Kompetenzen, wenn das  hier Beschriebene Anwendung finden  und über Leben und Tod entscheiden darf ? Egal, welcher Spezies ?

Genau dazu zitiere ich hier abschließend die letzten Zeilen eines eigenen Gedichtes :

> Wenn ein Tier sitzt im Weltgericht, das Mensch getrieben zum Schafott .. wenn die                               Stimm‘ hat dann das Gewicht .. mein ‚lieber Mann‘, dann gnad‘ uns Gott‘ <

Oder :  > All that’s necessary for the triumph of evil is that good men do nothing. <                (Edmund Burk)

Mit dem letzten Zitat bezeichne ich nicht mich (weil ich das hier schreibe), sondern lasse es mal allgemeingültig so stehen, wie er’s in markanter Weise von sich gegeben hat.

Absichtlich poste ich hier auch keine Bilder, um nicht in juristische Fallen (Urheberrecht) zu laufen.  Bis auf das Untere und das heutige Header-Bild : das unserer eigenen, glücklichen Hühner, die leben dürfen …

Voltaire …


Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“  (Voltaire)

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Ich will hier nicht den Eindruck erwecken, zu denen zu gehören, die sich veranlasst sehen, alles zu kommentieren. Doch … Voltaires Zitat ist von einer Wucht und zeitlosen Gültigkeit, die freiheitsliebende Menschen nicht nur theoretisch betrachten, sondern auch praktisch öffentlich umsetzen sollten. Deshalb …

Die Details zum Thema Erdogan rolle ich hier nicht auf; das sollte hinreichend bekannt sein. Allerdings : Seine Reaktion ist eine weitere Enttarnung seiner offensichtlichen Absichten, ein präsidiales System zu errichten und zu festigen mit ihm als quasi Alleinherrscher. Dazu braucht er Wasserwerfer, Tränengas, gewaltbereit hörige Ordnungskräfte und entsprechendes Militär, Marionettenpresse und -Medien usw.. (Er lässt auch Frauen niederknüppeln). Seine Erkenntnis, die Schlüsselfigur in der Flüchtlingsproblematik für die EU zu sein, ist ein ordentliches Sahnehäubchen, das den ‚Kuchen‘ noch interessanter macht. Er fühlt sich von Äußerungen aus der Kategorie ‚unterhalb der Gürtellinie‘ beleidigt und spielt seine Macht aus. Ein infantiles Sandkastenspiel nach dem Motto ‚zerstörst du meinen Sandkuchen, dann mach ich dir deine Förmchen kaputt‘. Was ist das denn ?

Böhmermann hat ihn beleidigt, klar, doch einem edlen Pfau reißt man nicht die Federn aus oder einer Staatskarosse  pinkelt man nicht an einen Reifen, ohne Reaktionen auszulösen. Das oberflächliche Faktum ist da entscheidend für eine Reaktion und nicht die inhaltliche Auseinandersetzung. Beispiel dafür : Der Satz ‚Am liebsten mag er Ziegen ficken‘. Setzt man sich inhaltlich damit auseinander, stellt man fest, dass es eigentlich so gut wie unmöglich ist, zu postulieren, was ein Mensch ‚am liebsten‘ macht. Damit ist der Satz tatsächlich schon formal Satire ..  der Inhalt ist allein schon damit ausgehebelt und nur noch ein ‚Gossenlacher‘. Hier  wird nur die Verpackung in den Vordergrund gestellt, ohne dass dieser Staatsmann erkennt, dass er mitten im ‚tierischen Ernst‘ steht. Ja .. das nenne ich niederfrequent.

Aus der Sicht wurde die Ablauffolge auf den Kopf gestellt. Erdogan wurde beleidigt und wie reagiert er, der mit seinem Land in die EU will ? Er beleidigt sein Volk, indem er kleingeistig allen zeigt, dass er als gewählter Präsident nicht in der Lage ist, das großartige türkische Volk auf einem geistigen Niveau zu repräsentieren, das es verdient. Das heißt ‚über den Dingen‘ zu stehen und sich nicht auf ein Gossenniveau einzulassen. Wer so reagiert, ist nicht nur am falschen Platz, sondern zeigt sein wahres Kalkül -> Egomanie.

Es liegt mir fern, der deutschen Regierungschefin Ratschläge zu geben, doch hier mal eine klare Ansage :  Fallen tausend Blätter in einen Brunnen, dann ist das lästig, weil mit Arbeit verbunden … fällt ein Tropfen Benzin da hinein, dann ist das  …  Wasser ungenießbar, ja vergiftet.

Man ist geneigt zu sagen, dass hundertausende Flüchtlinge in der EU integrierbarer erscheinen, als ein Brunnenvergifter. Da muss eine klare Linie gezogen  und deutlichst vermieden werden, dass die Grundsäulen der Demokratie nicht unterhöhlt werden.

Liberté, Égalité, Fraternité. (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit).

‚AfD‘ für Abschaffung des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes (EEG)


Im Newsletter des ‚pv-magazin’s las ich, dass die AfD  in ihrem Grundsatzprogramm nun konkret ihre Vorstellungen zur Energiepolitik darstellt. Die ‚Alternative‘ habe ich mir dann genauer angeschaut :

Die  Partei ‚Alternative für Deutschland‘ (AfD) stellt darin grundsätzlich fest, dass die Energiewende in Deutschland die Stromversorgung gefährde und dass stattdessen eine Förderung der Atomkraft und des Frackings in Sinne des Landes sei. Ergo sollte demnach das Eneuerbare-Energien-Gesetz ersatzlos gestrichen werden. Die Energiewende sei zu teuer und stelle die Stromversorgung allgemein durch die wetterbedingten Schwankungen (Solar / Wind) nicht sicher. Weiterhin sei das EEG eine staatliche Planwirtschaft (also wie z.B. in d er damaligen DDR… -meine Anm.-) und keine Marktwirtschaft mehr.

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Bild privat: Photovaikmodule

Und wie stellt man sich demnach z.B. die Einspeisevergütung für Strom aus Photovoltaik oder Windkraftanlagen vor ? Natürlich .. auch die soll ersatzlos gestrichen werden. Private Investoren, die beispielsweise auf ‚andere‘ Konsumgüter verzichten und eine Photovoltaikanlage auf ihren Dächern installieren ließen, eine Abnahmegarantie für 20 Jahre erhielten und damit ihre Investition mitfinanzieren, werden für ihren Beitrag zum Gelingen der Energiewende regelrecht bestraft. Zwar war die Einspeisevergütung ein umstrittenes  Thema, da argumentiert wurde, dass jeder Stromverbraucher solche Anlagen mitfinanziert; basierte aber darauf, dass Bürger tatsächlich investierten und zwar in einem Maße, dass nicht annähernd erwartet wurde. Die Energiewende schien zu gelingen. Die Politik des Wirtschaftsministers führte allerdings zu einer ‚Eindämmung‘ dieser Entwicklung. Ich will mich hier nicht in Details verlieren …

Die AfD zerrt altbackene Argumente hervor von der Art, dass sie die Risiken der fossilen Energieträger (Kohle/Öl/Gas) schlichtweg den wirtschftlichen Aspekten unterwirft. Umweltverschmutzung ist ja nicht so schlimm .. ein absehbares Ende der Verfügbarkeit von Kohle und Öl wird gar nicht erst betrachtet. Für wie dumm und unbelesen wird der Staatsbürger da gehalten ? In einer Welt des permanenten Informationszugriffs. Diese Partei erkennt den Zeitgeist und die Verantwortung für künftige Generationen nicht oder besser gar nicht ! Klimaerwärmung durch die Emissionen der Energiegewinnung, die sie gefördert sehen wollen, existiert nicht oder wird nur dramatisiert ? Jeder denkende Mensch erkennt, dass Argumente von gestern und vorgestern Vergangenheit sind. Die Realisierung darf nicht verspielt werden, Energie aus Quellen zu beziehen, die nicht die Atmosphäre zerstören und die Luft verpesten und den Kindern und Kindeskindern usw. einen Planeten hinterlassen, der dringend nach einem Ersatzplaneten sucht. Wenn das eine der Alternativen für Deutschland sein soll, dann sollte die Demontage und Enttarnung einer solchen Parteil wirklich nicht schwer fallen.

Deutlich wird allein aus dieser Thematik, dass die AfD ganz klar einen Wegweiser zeigt. Nur … in welche Richtung ? Die Antwort kann leichter nicht sein :  Rückwärts !  Diese Richtung ist ja hinreichend bekannt aus der Flüchtlingsdramatik. Auf ‚Veranstaltungen‘ wird in einer Weise gehetzt, gepöbelt, demagogisiert und vor Kameras wird dann alles verharmlost und mundgerecht serviert. Und was veranstalten sie wohl, wenn sie tatsächlich (Gott bewahre !) an irgendeine Macht -oder die Beteiligung daran- kommen und dann ? Der vorletzte Protestwähler wird dann erkennen, dass er da Luftblasen hinterhergelaufen ist, die dann einfach so zerplatzen.

Ich bin mir nicht mal sicher, ob ich so tolerant ausdauernd bin, das gesamte Grundsatzprogramm der AfD lesen zu wollen. Der hier beschriebene Teil davon reicht mir schon …

Abschließend noch  eine Enpfehlung in Form eines Zitates von Immanuel Kant :

> sapere aude  <

(Wage es, weise zu sein)

-> Oder eine andere Definition : ‚Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.‘

A…. hoch – Zähne auseinander !


(Samstag, 12.März, 22:00 Uhr : )

Statement zu den morgigen Landtagswahlen in Baden-Würtemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt :

Kommt der vielbeschriebene Rechtsruck in Deutschland ? AfD bei 20 % ? In einem Land, das die Folgen eines solchen Irrsinns geschichtlich mehr als kennen müsste, sollte … Sollte das der Fall sein und tatsächlich eintreten, dann …

>>   Es ist ja so einfach, mitzulaufen, mitzugröhlen und Anderen das Denken zu überlassen. Moment … Denken ..? Klingt in diesem Lande muttersprachlich, scheint aber bildungsunabhängig einem erneuten Mitläufertum den Vorrang zu geben und sich in der Kategorie ‘Fremdwörter’ pudelwohl zu fühlen.  <<

Empfehlung an das Mitläufertum : Geschichtsbücher (auch online) aufschlagen und nachsehen, was Demagogie und Propaganda auf der untersten Ebene der Seele anrichten kann. Es sind nicht nur die Trümmerhaufen der Städte, sondern auch die der Seelen und der Apokalypse auf der ganzen Linie. Jegliche Verharmlosung  davon ist die Ignoranz und die Verdummung des Individuums – ‚Hells bells ‚ …

Noch sind es Minderheiten, die genau wissen, welche geistigen ‚Zustände‘ sie abholen und bedienen können, doch deren Zuwachs beschreibe ich nur noch mit :  ‚.. Streichholz und Benzinkanister !‘

Jeder ethisch sensibilisierte Mensch, sei es auch nur halbwegs, muss sich darüber im Klaren sein, was sich da anbahnt. Deshalb : Das Hinterteil hoch und die Zähne auseinander ! (Oder auch der beherzte Griff in die Tastatur !)

Mag platt klingen, doch … manchmal ist es die recht einfache Wortwahl.

Noch ist das Wort ‚Wahlurne‘ ein zusammenhängendes Substantiv …

 

 

Differenzierbare Solidarität …?


Nach den abscheulichen Terroranschlägen (nicht nur) in Frankreich wird Deutschland ‚gebeten‘, seine Solidarität zur Bekämpfung des Daesh (IS) auch praktisch zu zeigen. Das hört sich im Kontext der deutsch-französichen Freundschaft nach einer logischen Konsequenz an, die nun vom Bundestag ‚abgesegnet‘ wurde. Kampfeinsätze aus der Luft oder am Boden sind in dieser Phase angeblich noch nicht geplant. Eine deutsche Fregatte als Begleitschutz eines französischen Flugzeugträgers und Aufklärungsflüge deutscher Tornados mit entsprechender Zielermittlung sind angedacht. Die Frage bleibt, wer die Daten dann auswertet ? Zielermittlung bedeutet, dass Zielkoordinaten und Bilder die militärische Feuerleitung darstellen, um Raketen und Bomben ‚effektiv‘ einzusetzen. Bei den Angriffszielen hat kaum jemand Skrupel oder Bedenken. Schließlich handelt es sich um barbarisch vorgehende Terroristen, mit denen ein zivilisierter Mensch (egal welchen Glaubens und welcher religiösen Gemeinschaft zugetan !) nur die Zugehörigkeit zur Gattung homo sapiens gemeinsam hat. Mehr aber auch nicht.

Das alles erscheint klar und verständlich, weil es den menschlichen Gerechtigkeitssinn anspricht, Wut und auch Hassgefühle erzeugt oder erzeugen kann. Und genau das sind die Substantive, die einem in Deutschland sozialisierten Menschen wie mir das Geschichtsbuch vor Augen hält. Jedesmal, wenn ich sinngemäß zur Kenntnis nehme, dass deutsche Soldaten außerhalb der Landesgrenzen zum Einsatz kommen, drängen sich mir diverse Fragen auf. Zwei davon sind für mich derart konkret, dass sie sofort auf meinem geistigen Schirm erscheinen : Deutsche Soldaten im Ausland ? Geht das oder geht das gar nicht ? Zwei Weltkriege hat Deutschland federführend angezettelt mit zigmillionen Toten. Entstanden durch befohlene miitärische Expansion über die Grenzen hinaus, ohne Rücksicht auf Verluste. Und nach dem jeweiligen Desaster hieß es sinngemäß : ‚Nie wieder Krieg !‘ Und … was passierte ? Nach dem ersten folgte der zweite Weltkrieg. In den sechziger Jahren prägte sich mir ein Satz ein, der prinzipiell auch Auslöser dieses Artikels ist : ‚Ein deutscher Soldat hat nie wieder etwas außerhalb der deutschen Grenzen zu suchen !‘ Leider kann ich die Quelle dazu nicht angeben, da dieser Satz in den Ende-Sechzigern sowas wie Konsens unter Antimilitaristen war. Ist so eine Fragestellung antiquarisch oder gibt es eine gedankliche Parallele zur Jetztzeit ?

Angenommen, der sogenannte ‚deutsche Soldat‘ würde tatsächlich nur innerhalb seiner Landesgrenze verweilen (müssen) und jeder, grenzüberschreitende Einsatz entsprechend tabuisiert wäre; was wäre dann ? Wäre er ein Feigling, der Hilfe unterlässt ? Ein Ignorant, den man meidet oder mit dem man nichts anfangen kann ? Faktisch wäre er die Realisierung der jeweiligen Versprechen : ‚Nie wieder …!‘ Schließlich könnte er ja humanitäre Solidarität leisten, ohne Einflussnahme auf militärische Vorgehensweisen und damit ohne militärische Gewalteinwirkung. Das wäre die moralische Verpflichtung, die auch von anderen Ländern sogar eingefordert werden könnte.

Fazit : Alternativ und konsequent begleitend zur rein militärischen Option der Bekämpfung des Daesh (IS) ist aus meiner Sicht von entscheidender Wichtigkeit -im Hinblick auf eine Neutralisierung des dortigen Irrsinns- das Einwirken auf die Anrainerstaaten wie Saudi Arabien, Iran und so weiter. Solange es da keine Abgrenzung oder Distanzierung, ja sogar Beendigung der Unterstützung des Daesh gibt, bleiben Schlupflöcher, die sich auch noch gut ausbauen lassen (Profitdenken !). Desweiteren ist es vonnöten, diese Extremisten zu entideologisieren. Damit meine ich, dass auch und gerade in Moscheen vermittelt werden sollte oder muss, dass die Verbreitung der reinen islamischen Lehre nicht mit dem Schwert (als Symbol) erreicht werden kann, sondern eine solche Vorgehensweise (nach islamischem Glauben gibt es eine Hölle) auf dem ‚Highway to hell‘ ist. Selbstmordattentäter erwartet nicht die Verheißung von 72 oder mehr Jungfrauen, die am nächsten Tag wieder automatisch Jungfrauen sind, sondern der direkte ‚Highway to hell‘. Das ist argumentativ eine 50/50 Situation. Es kann sowohl weder das Eine noch das Andere definitiv bewiesen werden. Im Sinne einer den Menschen zugewandten Sichtweise ist allerdings glaubhafter darzustellen, dass eine gewaltfreie Praxis dem Leben ansich zugewandter erscheint, als die Versprengung einzelner Körperteile mit der Absicht, soviele Mitmenschen wie möglich mit in den Tod zu nehmen, ohne die Gewissheit, dass das vorher Versprochene auch eintritt. Daran wird annähernd deutlich, wo der Schwerpunkt der Aushebelung eines radikalisierten Irrweges zu sehen ist. Die indoktrinierten Anhänger des Daesh sind de facto auf diese Weise nicht mehr erreichbar. Ihnen kurz-mittel-und langfristig den Einfluss abzugraben, bedarf es meiner Meinung nach nicht der Raketen und Bomben der Militärapparate, sondern einer Substanz, deren Einsatz ein ‚um die Ecke‘- Denken erfordert : der Substanz unter der Schädeldecke intelligenter Menschen, die versuchen, den ethischen Ansprüchen des Menschseins zu entsprechen.

Davon dürfte es eigentlich genug auf diesem Planeten geben.

Zitat :>Militärische Intelligenz ist ein Widerspruch in sich. < (Groucho Marx)

Beschämend …


Es ist immer eine Gratwanderung, Verhaltensweisen von Politikern zu interpretieren, zumal als sogenannter ‚Laie‘, der die tatsächlichen Abläufe nur den Medien entnehmen kann. Bilder sprechen da eine deutlichere und konkretere Sprache. Gesten und Mimiken sind folglich aussagefähiger als noch so ausgefeilte Deutungen.

Persönlich bezeichne ich mich nicht als ‚Merkelfan‘. Doch … die Vorgehensweise und -aus meiner Sicht- Geradlinigkeit der Bundeskanzlerin Merkel in der sogenannten ‚Flüchtlingsproblematik‘ zollt mir Respekt ab. Ihre Hartnäckigkeit im Bestehen auf ihre humanistische Grundausrichtung hätte ich ihr in dem Kontext nicht unbedingt angedacht. Ist aber -noch- so. Die Regierungschefin eines Landes, von dem im vorigen Jahrhundert die übelsten Verbrechen ausgingen, zeichnet damit ein Bild von einem gewandelten Land, das in gerade der genannten Problematik äußerst sensibel agieren sollte. Es sieht aus, als sei das nun der Fall. Abgesehen davon, dass dieses gewandelte Land immer noch Waffenexporte in Staaten genehmigt, in denen immer noch, ja  man sollte sagen ‚Barbarei‘ herrscht. Abgesehen davon anerkenne ich die politische Verhaltensweise der Bundeskanzlerin in der Flüchtlingspolitik .

Wie könnte es anders sein : Nicht Jedem oder Jeder gefällt das in gleichem Maße oder gar nicht. Aus welchen Gründen auch immer.

Auf dem CSU-Parteitag kam das überdeutlich zum Ausdruck. Die Vertrautheit des ‚Du‘ zwischen Merkel und Seehofer täuschte nicht über die Pfeile hinweg, die in dem ‚Du-Köcher‘ steckten. Ein Ministerpräsident erlaubt sich da eine Verhaltensweise, bei der es schwer fällt, keine drastischeren Wörter zu wählen als arrogant, hinterhältig, unhöflich und beschämend. So verhält sich ein vermeintlicher Platzhirsch, indem er die bei solchen Parteitagen eingefahrene Praxis des letzten Wortes dazu benutzt, um die politische Nummer 1 des Staates Deutschland wie ein Schulmädchen neben sich stehen zu lassen und regelrecht abkanzelt. Bezeichnend intelligent dagegen ist, dass die Retourkutsche nicht direkt erfolgte, sondern sich aufbauen wird. Ich habe den Eindruck, dass dieser unerträgliche ‚Stoffel‘ etwas geschichtsträchtig Beweisbares bei dem Genuss seines Auftrittes übersehen hat : Die von ihm abgekanzelte Kanzlerin hat schon ganz andere ‚Schwergewichte‘ aus dem politischen Weg geräumt. Das Echo darauf wird kommen, so oder so …

Das in diesen Thread eingefügte Bild ist ein Screenshot aus der ARD-Tagesschau und zeigt nicht nur eine bezeichnend frostige Stimmung und Situation, sondern die Darstellung einer nicht mehr vorhandenen, wechselseitigen Ablehnung mit offenem Ausgang.

Den Ministerpräsidenten Seehofer kann man nur noch dazu auffordern, sich für so eine niederfrequente Entgleisung zu entschuldigen !

In diesem Deutschland, das endlich seine humanistisch geprägten Direktiven nach dem 2. Weltkrieg in Form seiner Regierungschefin zeigt, haben solche Verhaltensweisen auf der Ebene und auf dem Niveau absolut nichts mehr zu suchen.

Flüchtlinge


Wie fühlen sich Menschen, die in ihrem Ursprungsland alles aufgeben, um weiterleben zu können ? Die in eine völlig andere Umgebung, in ein ebenso unbekanntes Land mit einer für sie unverständlichen Sprache fliehen ? Die sich und ihre Familien und nahestehenden Menschen in Sicherheit bringen wollen ? Die raus wollen aus dem Irrsinn von Gewalt, Menschenverachtung .. raus aus dem Kriegsgebiet, das ihre Heimat war. Ihre Heimat … terrorisiert von Monstern, die vor nichts Halt machen. Nicht vor Menschenleben oder vor dem, was sie besitzen. Ich nehme als Beispiel Syrien und Irak. Volksgruppen wie die Yesiden wurden und werden gnadenlos verfolgt, regelrecht versklavt; die Frauen vergewaltigt, verkauft und damit maximal gedemütigt oder in einer Weise getötet, die jegliche Vorstellung sprengt. Allein die Erkenntnis, dass Menschen die Strapazen und traumarisiert sogar den Verlust des eigenen Lebens riskieren und dafür auch noch bezahlen, lässt erahnen, was da abgeht. Aber auch nur erahnen …

‚Diese‘ Menschen haben es dann geschafft, auf einem kaum oder nicht mehr seetüchtigen Schiff über das Mittelmeer zu gelangen oder auf dem Mittelmeer in schier hoffnungsloser Lage gerettet zu werden oder auf welche Weise auch immer … und erleben dann, dass sie vor riesigen Zäunen stehen und erkennen müssen, dass sie nicht willkommen sind, ja sogar mit Gewalt zurückgedrängt werden. Trotzdem wird das Risiko immer wieder eingegangen, in der verzweifelten Hoffnung, dass es ja doch klappen könnte, ein Land zu erreichen, in dem die Menschenrechte der Bedeutung des Wortes relativ nahe kommen – zum Beispiel Deutschland.

In dem Fall, dass sie dieses Land Deutschland erreichen und nun alles zum Besten wird, erleben sie die Zwiespältigkeit dieses Landes. Auf der einen Seite eine positive Willkommenskultur, die sich in Hilfe darstellt und … auf der anderen Seite das krasse Gegenteil. Niederfrequente Hohlköpfigkeit, die sich nicht nur in (Hass-)Parolen manifestiert, sondern in dem, was Flüchtlinge kennen und nicht dachten, hier wiederzutreffen : Ablehnung und dumpfe Gewalt in den hässlichsten Facetten. Sie sind in einem der reichsten Länder dieses Planeten und sehen, dass auch in einer solchen Gesellschaft die primitivsten Abgründe der Seele eine Nische gefunden haben und auf ihre Chance warten. Was dann in einer traumatisierten Seele vor sich geht, muss das blanke Grauen sein …

Hier darf ich die Talkshows nicht vergessen, in denen die Besserwisser und alles ‚Gutreder/innen‘ (norddeutsch : ‚Glattsnacker‘) sitzen und krähen, dass ja nur die jeweils andere Partei schuld ist .. natürlich an Allem. Selber hätte man natürlich alles anders und auf jeden Fall intelligenter und damit besser gemacht. Das noch zu kommentieren erzeugt die Gefahr, einer solchen Denkweise auch noch den roten Teppich auszurollen, in der Inhalte und Argumentationen in einer empathiearmen Zone landen. Was heißt das ? Ein Esel ist ein hübsches Tier, doch wenn er auf’s Glatteis gerät, dann macht auch er eine komische Figur. (Das Beispiel hinkt .. wie jedes). Hier rede ich nicht gegen öffentliche Diskussionen, die ein Kern der grundgesetzlich verankerten, freien Meinungsäußerung darstellen, sondern von dem Problem, wie sie geführt werden und wer auf wen losgelassen wird. Eine Diskussion über die hier behandelte Problematik ‚Flüchtlinge‘ sollte ein konstruktiver Vergleich zwischen unterschiedlichen Ansichten mit dem Versuch eines ebensolchen Ergebnisses im Sinne eines ‚kleinsten, gemeinsamen Vielfachen‘ (Minimalkonsens) sein und keine Redeschlacht, in der der rhetorisch besser Geschulte und Lauteste auch noch das letzte Wort hat.

Fazit : Allgemeiner Konsens in diesem Lande sollte sein, dass Menschen, die nicht nur Deutschland, sondern europäisches Land betreten, menschenwürdig behandelt werden. Die einzelnen Länder haben dafür Sorge zu tragen, dass das uneingeschränkt der Fall ist ! Das war und ist die unmissverständliche Aufgabe der Politik. Offensichtlich geht das wohl nicht ohne ein konkretes ‚Einwanderungsgesetz‘ für die europäischen Länder, um das sich keines der Länder herummogeln kann. Das wäre schon einmal eine klare Linie – eine Direktive, ohne Geschwafel und den Vorrang von Länderegoismen. Das zu konkretisieren und festzuzurren hätte Leuchtturmcharakter. Bänke, auf die etwas geschoben werden soll oder kann, müssen nicht zwingend lang sein, wenn es um jeden einzelnen Menschen geht, der Hilfe braucht !

Warum schreibe ich das hier :

Meine Eltern, meine Geschwister und ich waren selber Flüchtlinge, die im westlichen Teil dieses Landes (bei Verwandten) in beispiellos selbstloser Weise aufgenommen und versorgt wurden, bis wir eine eigene (Miets-) Wohnung beziehen konnten. Am eigenen Leibe habe ich damals erfahren, was es heißt, der ‚Flüchtlingsjunge‘ zu sein. Mir ist bewusst, dass der Vergleich zu den aktuellen Flüchtlingen aus den Kriegsgebieten tatsächlich hinkt, weil wir damals recht abgepolstert in die neue Situation fielen. Meine Herkunftsfamilie hat sich sehr schnell integriert und gehörte nach einiger Zeit einfach dazu. Das war sehr schnell möglich, da keine sprachlichen Barrieren zu überwinden waren.

Die Sprache ist das A und O, um eine Integration erfolgreich werden zu lassen. Zu uns in dieses Land kommende, anderssprachliche Menschen sollten konzentriert in die Landessprache ‚Deutsch‘ eingeführt werden. Die Fördermittel dafür wären bestens angelegt.

Abschließend noch ein Zitat von Marie Curie :

> Durch gemeinsame Kenntnis voneinander verliert das Fremde sein Gesicht <

Warum die Deutschen über Europas Einigung abstimmen sollten


© Süddeutsche Zeitung GmbH, München. Mit freundlicher Genehmigung von http://www.sz-content.de (Süddeutsche Zeitung Content).

Warum die Deutschen über Europas Einigung abstimmen sollten

Der Historiker Heinrich August Winkler kritisiert im SZ-Gespräch die Angst vor den Deutschen in Europa – und erklärt, welch gravierende Folgen deutsche Reparationen an Griechenland hätten.

Interview von Oliver Das Gupta, Berlin

Heinrich August Winkler, Jahrgang 1938, ist einer der bedeutendsten Historiker Deutschlands (hier ein Porträt von Franziska Augstein). Schon als Schüler interessierte er sich für Europa und engagierte sich politisch – zunächst für die CDU. Nachdem die Konservativen den Kanzlerkandidaten Willy Brandt persönlich angegriffen und diffamiert hatten, trat Winkler 1962 in die SPD ein. Im Alter von nur 32 Jahren wurde Winkler als Professor an die FU Berlin berufen, danach lehrte er in Freiburg und zuletzt wieder in Berlin, diesmal an der Humboldt-Universität.

Winkler hielt 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges die Gedenkrede im Bundestag. In seinem zweibändigen Werk „Der lange Weg nach Westen“ schildert Winkler die deutsche Geschichte von 1806 bis 1990, im September erscheint sein Aufsatzband „Zerreißproben. Deutschland, Europa und der Westen. Interventionen 1990-2015“. (C.H. Beck).

 SZ: Herr Winkler, welche Rolle wünschen Sie sich für Deutschland in Europa und der Welt?

Heinrich August Winkler: Mein erster Gedanke ist: Keine deutschen Sonderwege, auch nicht in Zukunft. Wir sollten uns immer mit unseren Nachbarn abstimmen, zuallererst mit Frankreich, aber auch mit Polen und den anderen Partnern. Deutsche Interessen, die nicht mit den Interessen der Europäischen Union verträglich sind, sind nicht legitim. Die EU besteht aus postklassischen Nationalstaaten, die Hoheitsrechte an supranationale Einrichtungen abgegeben haben oder gemeinsam ausüben. Ein Rückfall in die Denkkategorien des souveränen Nationalstaats wäre ein dramatischer Rückschritt.

Und Ihr zweiter Gedanke?

Mehr Europa darf es nicht um den Preis von weniger Demokratie geben. Integrationsfortschritte müssen einhergehen mit entsprechender parlamentarischer Mitverantwortung. Und dieser Integrationsprozess muss von der Bevölkerung gewollt werden.

Die EU-Bürger sollen in Referenden abstimmen?

Wenn ein qualitativer Sprung in der Europäischen Einigung anstehen sollte, ein Schritt hin zu einer weiteren bedeutsamen Verlagerung von Kompetenzen auf die EU oder die Währungsunion, dann sollten die Bürger darüber abstimmen. Das erfordert in Deutschland eine europapolitische Revision des Grundgesetzes. Letztlich läuft das auf ein Verfassungsreferendum nach Artikel 146 des Grundgesetzes hinaus.

 

Was ist für Sie das Ziel des europäischen Einigungsprozesses?

Ich wünsche mir ein Europa, das in den großen Fragen mit einer Stimme spricht. In der bislang noch nicht vergemeinschafteten Außen- und Sicherheitspolitik wird man die Regel der Einstimmigkeit modifizieren müssen. Bevor wir aber die „Finalität“ der EU sprechen, muss erst einmal ein Grundkonsens der 28 Mitgliedsstaaten in Sachen Demokratie und Rechtsstaat geschaffen werden.

 

In welchen Ländern sehen Sie Probleme?

Ich denke da an Ungarn mit dem nationalkonservativen Regierungschef Viktor Orbán. Er spricht vom Ideal einer antiliberalen Demokratie und nennt Erdoğans Türkei und Putins Russland als Vorbilder. In Rumänien ist ein Mann Ministerpräsident, gegen den die Staatsanwaltschaft wegen Geldwäsche, Urkundenfälschung und Steuerhinterziehung ermittelt.

Victor Ponta. Seine parlamentarische Immunität schützt ihn bislang vor der Justiz.

Beide Fälle sind für sich genommen ein Skandal. Ich habe aus der jetzigen EU-Kommission keinen Protest vernommen. Die europäischen Schwesterparteien schauen leider ebenso weg: Die EVP drückt bei Orbán gerne ein Auge zu. Ähnlich verhalten sich Sozialdemokraten und Sozialisten, wenn ihr angeblicher Parteifreund Ponta wieder etwas tut, was im krassen Gegensatz zu den Grundprinzipien der EU steht. Das ist falsch verstandene Solidarität.

Kann sich Europa nur als Ganzes weiterentwickeln? Oder sollten einige Länder vorangehen?

Das kommt darauf an: Wenn einige Länder damit beginnen, verstärkt eine gemeinsame Außenpolitik zu betreiben, halte ich das für richtig. Wir leben seit längerer Zeit ohnehin schon in einem Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten: Einige Mitglieder sind Teil der Währungsunion, andere nicht. Die Herausbildung eines Kerneuropa darf allerdings nicht dazu führen, dass es eine neue Ost-West-Spaltung gibt.

Deutschland ist der bevölkerungsreichste EU-Staat und hat die größte Wirtschaftskraft. Verändert sich im krisenhaften Europa gerade die Rolle der Bundesrepublik?

Deutschland trägt eine hohe Verantwortung für den Zusammenhalt der EU. Aber nicht die deutsche Frage ist wieder offen, sondern die europäische Frage ist immer noch so offen, wie sie in Maastricht geblieben ist.

Dort ist 1991 die Währungsunion beschlossen worden, aber nicht die politische Union.

Und auch die Fiskalunion fehlt bislang. Die Währungsunion kann nicht dauerhaft stabilisiert werden, so lange Haushalts- und Fiskalpolitik nicht harmonisiert sind. An diesem Mangel krankt der Euro. Das ist das eigentliche Problem, über das im Zusammenhang mit Griechenland momentan diskutiert wird. Vor allem aber müssen Frankreich und Deutschland sich auf einen gemeinsamen Weg zur Vollendung der Währungsunion verständigen.

 

Wie könnte dieser Weg aussehen?

Auf jeden Fall muss es ein ausgewogenes Verhältnis geben zwischen fiskalischer Konsolidierung und wirtschaftlichem Wachstum. Ein historischer Kompromiss zwischen Berlin und Paris müsste auf ein Miteinander von Strukturreformen und Wachstumspolitik abzielen.

 

Welche Fehler hat die deutsche Seite gemacht?

Berlin hat den Eindruck erweckt, dass Sparen allein ausreiche, um zu Wohlstand zu gelangen und dass Austerität die Mutter der Prosperität sei. Das ist zu einseitig. Richtig ist aber auch: Ohne Konsolidierung der Finanzen und ohne strikte Beachtung der Schuldentragfähigkeit ist anhaltendes Wachstum nicht möglich. Es ist ein vulgärkeynesianischer Aberglaube, man könne ausgebliebene Strukturreformen mit deficit spending – kreditfinanzierten Invesitionen des Staates – kompensieren. Dabei geht es nicht um spezifisch deutsche Interessen, sondern um die Interessen der Währungsunion. Was die Erklärung einer solchen Politik angeht, gibt es da sicherlich eine deutsche Bringschuld. Die Bundesregierung ist gut beraten, wenn sie ihre Ziele immer wieder geduldig und allgemein verständlich darlegt.

Durch die harte deutsche Position bei den Griechenland-Verhandlungen ist in Europa Angst vor einem teutonischen Hegemon entstanden. Zur Sorge kommt eine regelrechte Wut auf die Deutschen, Nazi-Vergleiche inklusive.

Manche Debattenbeiträge der jüngsten Zeit sind so emotional und voller Ressentiment, dass man nur hoffen kann, dass es sich um ein Übergangsphänomen handelt. Vieles davon ist sicherlich auch gesteuert und manipuliert, denken Sie an die Berlusconi-Presse in Italien. Vieles erklärt sich schlicht aus dem Erfolgsgefälle der Volkswirtschaften.

Ist die Angst vor einer deutschen Übermacht berechtigt?

Nein. Es geht nicht um deutsche Dominanz, sondern um eine grundsätzliche Frage: Kann eine Währungsunion Bestand haben, obwohl ihre Regeln immer wieder verletzt werden? Oder muss es Grundkonsens sein, dass die vereinbarten Regeln gelten und nur einvernehmlich geändert werden können? Ich halte Letzteres für richtig. Insofern vertritt Berlin nur die Logik der Währungsunion gegenüber denen, die im nationalen Interesse Abweichungen von den Regeln zum Prinzip erheben wollen. An solchen Differenzen kann die Einheit der Eurozone zerbrechen.

 

Bei Grundsatzfragen sollte Berlin also nicht nachgeben?

Deutschland darf nicht, das Falsche tun, nur um möglichst populär zu sein. Im Übrigen vertritt die große Mehrheit der Eurostaaten dieselbe Linie wie Deutschland.

Westdeutschland bekam 1953 einen Schuldenschnitt, Griechenland bislang keinen. Ist das gerecht?

Man muss unterscheiden: Die Bundesrepublik bekam damals einen Teil der Vorkriegsschulden aus der Zeit vor 1939 erlassen. Das geschah, weil man davon ausging, dass Westdeutschland keine neuen Schulden machen würde. Ich bin sehr dafür, dass man Griechenland entgegenkommt, wenn Athen die seit Jahrzehnten verschleppten Reformen ernsthaft angeht. Ein klassischer Schuldenschnitt wäre aber bei einem Grexit leichter gewesen. Der Vertrag von Maastricht verbietet einen „bailout“, eine gemeinsame Schuldenhaftung.

 

Im Falle Griechenlands gibt es noch die Frage der Reparationen für die deutsche Besatzung und Verbrechen während des Zweiten Weltkrieges. Sollte Berlin seine Meinung ändern und zahlen?

Wenn man dieses Kapitel noch einmal anginge, würde man die Büchse der Pandora öffnen. Es gäbe einen Dominoeffekt. Auch andere Länder würden entsprechende Forderungen stellen, und zwar nicht nur an Deutschland. Rom etwa könnte auch von Griechenland und den Nachfolgerepubliken Jugoslawiens zur Kasse gebeten werden, auch von Äthiopien und Libyen, wo die Italiener Kriegsverbrechen begangen haben. Die ehemaligen Kolonien könnten ebenso Forderungen stellen an frühere Kolonialmächte und so weiter. Das wäre das Ende von internationaler Rechtssicherheit und würde die Weltwirtschaft in gewaltige Turbulenzen stürzen, von den politischen Verwerfungen ganz zu schweigen. Deshalb sollten wir die Reparationsfrage nicht neu aufgreifen. Das lehrt auch die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg.

 

Gibt es andere Wege, Überlebenden und Nachfahren von Opfern zu helfen?

Ja. Lösungen, die von Reparationen abgekoppelt werden können, müssen konstruktiv geprüft werden. Deutschland muss sich nach wie vor seiner Verantwortung bewusst sein gegenüber Ländern wie Griechenland. Berlin sollte Athen deshalb bei jeder Art von Zukunftsinvestitionen nach besten Kräften helfen.

Griechenland


Nach all dem den Medien entnommenen Hin und Her über das Problem ‚Griechenland‘ poste ich hier   mein Statement dazu :

Die Wurzel des scheinbar endlosen Problems lag in der Tatsache, dass Griechenland mit geschönten Zahlenwerken in die Währungsunion gelangte. Das war damals sicherlich schon erkennbar, ging aber durch die Prüfungsgremien. Da wurde ganz offensichtlich darauf gesetzt, dass das Land -oder besser die jeweilige Regierung- sich durch Reformen und Anpassungen ökonomisch und politisch in die Eurozone eingliedert. (Austerität) Das geschah nicht. Ein aufgeblähter Beamtenapparat, Korruption, kein Kataster, kaum Steuerkontrolle – organisatorische Mängel vorne und hinten. Das Desaster war absehbar und nur eine Frage der Zeit. Nur – nun war das Land in der Währungsunion und steuerte schnurstracks auf die Staatspleite zu. Ergebnis : Der Status als €-Land forderte natürlich die Solidarität der anderen EU-Mitgliedsstaaten. Die sogenannten ‚Rettungspakete‘ kommen da ins Spiel. Erst eins, dann zwei und nun drei an der Zahl. Insgesamt mittlerweile in dreistelliger Milliardenhöhe. Die griechische Regierung setzte auf das ‚gute‘, alte Pokerspiel und zockte hemmungslos, beleidigte andere Staaten, zumindest in erster Linie Deutschland und die dominanten Politiker und die Staatenlenkerin. Als die griechische Regierung realisierte, dass ihr Pokerspiel doch nicht dahin führte, wohin sie wollte, ruderte sie zurück. Wie ein Katz und Maus-Spiel. Nur hier ging es nicht um ein Spiel, sondern um Milliarden an Steuergeldern. Geld also, dass von Steuerzahlern anderer Länder erarbeitet und damit erwirtschaftet wurde. Geld, dass in den jeweiligen Ländern sicherlich verwendet werden könnte für Infrastruktur oder Sozialwesen.

Dass das hier so einfach Zusammengefasste zweifellos in den Details komplexer war und ist, erscheint völlig klar. Nur … da bleibt die Gretchenfrage : Wäre der sogenannte Grexit kalkulierbarer gewesen als ein weiteres Hilfspaket ?

Warum sollte den Griechen geholfen werden ?

Unbestritten spielte und spielt Deutschland eine recht dominante Rolle in der Problematik. Deutschland, dass selber einen Schuldenschnitt bis zum Jahr 1939 nach dem Desaster, dass es über diesen Planeten gebracht hat, zugesprochen bekam, dreht und wendet sich in einer Weise, die schon fast beschämend ist. Diesem Land wurde von den sogenannten Siegermächten wieder auf die Beine geholfen, weil diese davon ausgingen, dass Deutschland keine Schulden mehr machen würde und der sprichwörtliche Fleiß der Deutschen Wachstum erzeugen würde. Und genau das geschah, was das Wachstum betraf. Es ist eines der reichsten Länder dieses Planeten. Auch basierend auf dem Vertrauen und der -man könnte durchaus sagen- Großzügigkeit der Alliierten. Das hat diesem Land einen hervorragenden Neustart ermöglicht. Genau das sollte kein Deutscher vergessen. Und kein Deutscher sollte das nur als Selbstverständlichkeit für sich herausstellen, weil wir ja so musterhaft sind. Das Problem ist immer, dass die Zeit sowas sehr schnell zudeckt und kaum jemand unangenehm Historisches, also Schnee von gestern, in die Gedanken- und Verhaltenswelt von heute ziehen und wahrnehmen möchte. Fakt ist, dass die ehemaligen Kriegsgegner diesem Land die Möglichkeit zusprachen, wieder aufzustehen, den Nachhall der Diktatur der Verbrecher und Massenmörder zu überwinden und einen demokratischen Staat aufzubauen. Es waren also die Mächte, denen millionenfaches Leid aufgedrückt wurde, die dem Täterland die Chance des Neuaufbaus und einen vertrauensvollen Neustart ermöglichten. Da kann man definitiv nur den Hut ziehen.

Dieses derart begünstigte Land Deutschland sollte sehr vorsichtig damit sein, eine Art Dominanz anderen Ländern gegenüber zu erzeugen und sich entsprechend zu verhalten, deren Karren bildlich vor der Wand steht. Mit vollem Bauch lässt sich hochmütig vom problemlosen Ertragen des Hungers reden und handeln.

Meine Sicht :

Austerität erzeugt nicht zwingend -oder wie auch immer- Prosperität. (Oder : Disziplin oder Strenge ist nicht unbedingt mit dem damit verbundenen Wohlstand einer Gesellschaft verbunden). Muss aber auch nicht marginal (nebensächlich) sein.

Hilfspakete an Griechenland sollten sinnvollerweise eine win/win – Situation erzeugen, indem sie an dringend durchzuführende, konsequente Reformen gebunden werden. Wie gesagt, konsequent und ohne ‚Daumenschrauben‘, die die Bevölkerung dramatisch leiden lässt. Das ist immer ein Nährboden für extreme, politische Randgruppen, deren Ziel immer das Aushebeln demokratischer Prinzipien ist. Wie das dann funktionieren kann, ist die eindeutige Aufgabe der Politik, in der sie ihre Kompetenz unter Beweis stellen kann und muss.

Es darf in keinster Weise in Kauf genommen werden, dass diese EU wieder in Nationalstaaten auseinander fällt. Nicht koste es, was es wolle … aber es darf tatsächlich nicht daran scheitern, dass Staaten wie Deutschland, die selber in einer absoluten Nehmersituation waren, lehrmeisterlich Bedingungen stellen, denen sie in ihrer damaligen Situation nicht ausgesetzt waren. Deutschland wurde geholfen und wieder auf die Beine gestellt – durch Vertrauen. Drohgebärden wie die des deutschen Finanzministers (Grexit auf Zeit) sind da absolut kontraproduktiv, ja aus meiner Sicht sogar unerträglich und ja … arrogant.

Es wird lange dauern (Jahre ?), bis in Griechenland die Gesellschaftsordnung funktionierend korrigiert ist, doch es wird sich lohnen. Dass das nicht billig sein wird, leuchtet sicherlich jedem ein. Es ist aber ein Schritt in die richtige Richtung, denkt man in Richtung Fiskalunion oder an eine föderalistisch ausgerichtete Staatenunion. Große Ziele, die nur erreichbar erscheinen, wenn die einzelnen Staaten mit auf diesen ‚Weg‘ genommen werden.

Das Schlüsselwort dabei ist : Transparenz. Und zwar der jeweiligen Bevölkerung gegenüber. Die Menschen müssen den Eindruck und die Wahrnehmung haben, dass sie mit einbezogen und gefragt werden, wenn schon mit ihrem erwirtschafteten Geld (Steuern) ein erheblicher Aufwand für Hilfe einer anderen Gesellschaft im Hause Europa bewegt und aufgewendet wird. Verhandlungen und Beschlüsse hinter verschlossenen Türen tragen nichts dazu bei, sondern erzeugen Misstrauen gegenüber Mandatsträger und das Selbstgefühl der Bürger, nur Stimmvolk zu sein. Mit Transparenz meine ich auch sogenannte Volksbefragungen mit dem bewussten Risiko des Einbezugs bildungsferner Teile der Bevölkerung. Das funktioniert, wie man in der Schweiz sehen kann.

Das so mühevoll aufgebaute, halbfertige Haus Europa braucht die vollherzige Unterstützung und Einbringung der Strippenzieher in Richtung Fertigstellung, also einer Fiskal- und Staatenunion, um tatsächlich eine Befriedung der Mitgliedsstaaten zu besiegeln. Das ist die höchste Priorität und Hauptdirektive, wenn auch die Schritte dahin mit harter Arbeit und mit Intelligenz ohne eigennützige Hintergedanken verbunden sind. … Ich habe den Eindruck, dass so eine Roadmap im Bewusstsein der Entscheidungsträger noch nicht ganz festgezurrt ist ! Das ist gefährlich und darf nicht durch Nationalstaatendenken ins Hintertreffen geraten ! Dann wird das was ……

Das ist die sinnvollste Ergänzung des Wortes ‚Hilfspaket‘.