Noch Arroganz oder schon Isolation? – Still arrogance or already isolation? –


Deutsch

Wir schreiben das Jahr 2020. Die Gattung Homo sapiens besteht primär aus weiblichen und männlichen Exemplaren – die sich darin genetisch minimal unterscheiden. Die männlichen Exemplare definieren sich als dominant und fühlen sich darin religiös bestätigt. Die Bibel spricht von ‚Mensch und Gehilfin‘. Frauen sind demnach ‚Menschen 2.Klasse‘ – von ganz oben abgesegnet. Widerspruch war und ist zumindest nicht erwünscht. Ein klarer Euphemismus.

Nun sollte davon ausgegangen werden, dass sich das religöse Gebaren im Zuge der Emanzipation zumindest lockert, oder gar anpasst. Mehr oder weniger weit gefehlt. Mehr… weil nun der aktelle Papst eine klare Linie gezogen hat = Frauen in der katholischen Kirche sind und bleiben für das Priesteramt oder andere Würdenämter außen vor. Den Zölibat aufzuweichen (verheiratete Priester) oder abzuschaffen, ist nicht im Ansatz angedacht. Der Papst zeigt ‚klare Kante‘. Ob er das wirklich glaubt oder opportun angeht, lässt sich außenstehend nicht einschätzen.

Solche Regeln und Praktiken sind nicht Gottes- sondern Menschenwerk. Eine andere Sichtweise ist mir nicht vermittelbar. Die Frage bleibt, wie lange selbstgefällige Blender in bunten Ganzjahreskostümen noch ihre suggerierte Göttesnähe den Gläubigen regelrecht verkaufen können? Das sie, die Kirchenmänner, tief an ihrem Glauben an das Nichtwissen festhalten, bestimmt die Sichtweise derer, die ihre Dogmen so hinnehmen, wie sie ihnen dargeboten werden. 

Der Zölibat als Zugangsbeschränkung zum Priesteramt ist z.B. nicht mit dem Artikel 1 unseres Grundgesetzes vereinbar: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Oder dem Leitfaden schon der französischen Revolution im 18. Jahrhundert: „Freiheit – Gleichheit – Brüderlichkeit“. Bei der Brüderlichkeit mache ich Abstriche. Ein Zwangssingle kann nicht davon sprechen, eine freie Entscheidung getroffen zu haben. Gleichheit im Vergleich zu einem Ehemann oder mit einem anderen Menschen Zusammenlebenden ist es dann auch nicht. Basis ist der ‚Glauben‘. Gemeint ist der Glauben an Gott – eine sicherlich noch personifiziert gedachte Allmachtsperson. Glauben heißt aber auch ’nicht wissen‘- nicht mit den 5 Sinnen Erfahrbares. Da lässt sich nicht einfach behaupten, dass der Gott der Kirche das alles so angeordnet hat. Der Glaube schließt die Frage nach einem Beweis aus, weil da noch etwas Massiveres folgt: Das Spiel mit der Angst, d.h., wer nicht mitspielt, der kommt in eben diese Hölle oder zumindest ins Fegefeuer. Das kann man dann auch ’seelische Grausamkeit‘ oder ‚Psychoterror‘ nennen.

Von einem Menschen ein zölibatäres Leben ohne schlüssige Beweisführung zu verlangen, ist schlichtweg unmenschlich. Das gilt auch für Nonnen und Mönche. ‚Die haben das ja frei gewählt‘, könnte argumentiert werden. Ihre freie Wahl basiert auf vorher vermittelte Spekulationen und Beeinflussungen des Seelenlebens im Sinne eines ‚gottgefälligen Lebens‘. Ist es das denn? Oder sähe ein Schöpfer seine Geschöpfe nicht lieber frei und selbstbestimmt und schon gar nicht sterblich. Dann wäre die Konstruktion ja fehlerhaft und gar nicht vollkommen. 

Öffnen sich die katholische Kirche und andere Religionen nicht und verharren an überlieferten Traditionen, dann werden sie zunehmend ihren Einfluss auf Menschen verlieren und zur Seite gedrängt werden. Ob das, was dann folgt, besser und überzeugender ist, bleibt abzuwarten – was sonst…

Über diesen Themenkreis lässt sich ‚unendlich‘ mehr schreiben – das habe ich in meinem Buch „Futur X – die freie Auswahl“ getan, jedenfalls in der Länge eines etwas dickeren Buches, in dem eine ‚Immaterielle Existenz‘ (Rousseau) angenommen und für eine Tatsache gehalten wird. 

Rousseau:  „Der Mensch ist in seinen Handlungen frei und als solch freies Wesen von einer immateriellen Substanz beseelt.“

 

English

It is the year 2020 and the genus Homo sapiens consists primarily of female and male specimens – which are genetically minimally different. The male specimens define themselves as dominant and feel religiously confirmed in this. The Bible speaks of ‚man and helper‘. Women are therefore ‚human beings 2nd class‘ – blessed from the very top. Contradiction was and is at least not desired. A clear euphemism.

Now it should be assumed that religious behavior will at least loosen up or even adapt in the course of emancipation. More or less far from it. More … because now the Actual Pope has drawn a clear line = women in the Catholic Church are and remain excluded for the priesthood or other dignitary offices. Softening up (married priests) or abolishing celibacy is not the first step. The pope shows ‚clear edge‘. Whether he really believes this or approaches it opportunely cannot be assessed from the outside.

Such rules and practices are not the work of God but of man. I cannot get another point of view. The question remains, how long can complacent dazzlers in colorful year-round costumes continue to sell their suggested godliness to the faithful? The fact that they, the churchmen, deeply hold on to their belief in not knowing determines the view of those who accept their dogmas as they are presented to them. 

Celibacy as a restriction on access to the priesthood, for example, is not compatible with Article 1 of our Basic Law: „The dignity of man is inviolable“. Or the guideline already of the French Revolution in the 18th century: „Freedom – Equality – Fraternity“. I have to cut back on fraternity. A forced single cannot speak of having made a free decision. It is not equality in comparison to a husband or a person living together with another person. The basis is ‚faith‘. This means the belief in God – an omnipotent person who is certainly still thought of as personified. But faith also means ’not to know‘ – not to experience with the 5 senses. It cannot simply be claimed that the God of the church has ordered all this. Faith excludes the question of a proof, because something more massive follows: The game of fear, i.e. whoever doesn’t play along will go to this very hell, or at least to purgatory. This can also be called ‚mental cruelty‘ or ‚psycho terror‘.

To demand a celibate life from a person without conclusive proof is simply inhuman. This also applies to nuns and monks. ‚They have chosen it freely‘, could be argued. Their free choice is based on previously mediated speculations and influences on the life of the soul in the sense of a ‚life pleasing to God‘. Is that it? Or would a Creator not rather see his creatures free and self-determined and certainly not mortal? Then the construction would be flawed and not at all perfect. 

If the Catholic Church and other religions do not open up and persist in their traditions, then they will increasingly lose their influence on people and be pushed aside. Whether what follows is better and more convincing remains to be seen – what else?

More can be written about this topic ‚infinitely‘ – I have done so in my book „Future X – Free Choice“, at least in the length of a somewhat thicker book, in which an ‚Intangible Existence‘ (Rousseau) is assumed and taken for a fact. 

Rousseau: „Man is free in his actions and as such free being animated by an immaterial substance.“

 

Das ‚Grüne Abitur’… The Green A-levels… (d/e)


Deutsch

Das Thema ‚Jagd‘ (oder die Unsitte) beschäftigt mich seit Jahrzehnten. Eigentlich sah ich es nach 20 Leserbriefen in den hiesigen Tageszeitungen (‚Mindener Tageblatt‘ und ‚Schaumburger Zeitung‘) schon eher als ‚Hornberger Schießen‘ an, mich weiter an dem Thema abzuarbeiten.

Im Mindener Tageblatt las ich am 10.02.2020 den Artikel: >Waidmannsheil und Halali: Lernen für den Jagdschein<. Mein Kommentar dazu wird hier ‚gebloggt‘ und nicht ‚geleserbrieft‘.

Jagdschein als ‘Grünes Abitur’? Das kann eine Beleidigung für den Menschen sein, der eine Hochschulreife in der Tasche hat! Für den Jagdschein braucht man einen IQ, gemessen an der Außentemperatur und zwar in Celsius und nicht in Fahrenheit.

Die Tricks der Jägerschaft zur Verharmlosung ihrer Freude am Töten werden immer dann offenkundig. wenn es um die Rekrutierung von Kindern und Jugendlichen (und Erwachsenen) geht. Dann gibt es öffentlichkeitswirksam Versuche, bildungsnah zu wirken und zu beeindrucken. Wer die Fassade zur Seite schiebt, muss sich nicht darüber wundern, ins Leere zu schauen. Wenn ‚Bildung’ Einbildung ist …

Oder umgekehrt: Ethik und/oder Achtung vor dem Leben braucht keine dafür zwingend notwendige Bildung, sondern ’nur‘ die Einbildung, dass es bildende Ethik wirklich gibt. Dann wird aus Celsius Fahrenheit. 

Es ist Zeit, den Mordfrevel der mit scharf geladenen Waffen auf Hochsitzen oder durch Wald und Feld streifenden, jagenden Menschen ihre Knarren und Aufbrechmesser aus den Händen zu nehmen … legislativ per Stornierung des Jagdgesetzes und in der Folge exekutiv.

Jagd und Natur- und Artenschutz ist ein Widerspruch in sich…

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Bild :Heinrich Hoffmann ‚Der Struwwelpeter‘

English

The subject of ‚hunting‘ (or the bad habit) has occupied me for decades. Actually, after 20 letters to the editor in the local newspapers (‚Mindener Tageblatt‘ and ‚Schaumburger Zeitung‘), I thought it would be more like ‚Hornberger Schießen‘ to continue working on the topic.

In the Mindener Tageblatt I read the article on 10.02.2020: >Waidmannsheil and Halali: Learning for the hunting license<. My comment will be ‚blogged‘ here and not ‚read‘.

Hunting license as ‚green high school diploma‘? That can be an insult to the person who has a university entrance qualification in his pocket! For the hunting license you need an IQ measured by the outside temperature and in Celsius and not in Fahrenheit.

The tricks used by hunters to trivialise their joy of killing are always obvious when it comes to recruiting children and young people (and adults). Then there are publicly effective attempts to have an educational effect and to impress. Whoever pushes the facade to the side does not have to wonder about looking into the void. If ‚education‘ is imagination …

Or vice versa: ethics and/or respect for life does not need any education that is absolutely necessary for it, but only the imagination that educational ethics really exist. Then Celsius becomes Fahrenheit.

It is time to take the murderous outrage of the people hunting with sharply loaded guns on high seats or roaming through woods and fields, their guns and break open knives from their hands … legislative by cancellation of the hunting law and subsequently executive.

Hunting and nature and species conservation is a contradiction in terms…

 

Nachhaltigkeit oder Spinnerei? – Sustainability or spinning? …


Deutsch

Diese beiden Geräte sind 5 bzw. 7 Jahre alt, vollständig gebrauchsfähig und werden das sicherlich auch weiterhin sein.

Oben: Blackberry Passport = 5 Jahre  Unten: Blackberry Q 10 = 7 Jahre

 

 

 

 

Nur: Beide sollten nun im Jahre 2020 ein Problem haben, nämlich das End of Life (EOL) ihres hauseigenen Betriebssystems BB10. Keine Updates mehr und das Image des ‚toten Gaules‘. Das angeheftete Etikett betrifft Geräte, die nach wie vor zuverlässig funktionieren und keineswegs unzeitgemäß sind. Etwas langsamer als aktuelle Phones – aber immer noch mit echten Vorteilen. Das BB10 galt und gilt immer noch als ein (doch) sicheres Betriebssystem, das dem reinen Kommerz und damit einem entsprechenden Profitdenken zum Opfer fiel. Das zu verstehen, erschließt sich mir nicht.

In den vergangenen zwei Monaten habe ich im Wechsel meine Brombeeren und ein iPhone SE benutzt. Das kleine iPhone gefiel mir wegen der Taschentauglichkeit – fasst wie ein Q 10.  Allerdings fehlte mir die physische Tastatur mit Druckpunkt so sehr, dass ich nach Tagen immer wieder die SIM meistens in mein Passport steckte. Das iPhone ist zwar schneller beim Surfen, nicht aber (bei mir) beim Schreiben von Texten, da die Tastatur des Passports gleichzeitig als Trackpad funktioniert. Wortvorschläge werden durch Wischen nach oben direkt auf den Bildschirm projiziert, ohne auf den Bildschirm zu tippen. Das System lernt und zeigt zunehmend die Wortvorschläge für das gewünschte Wort. Die Lernfähigkeit ist nichts Neues, doch durch die besagte Wischgeste auf der Tastatur ist ein schnelleres Schreiben fast wie mit der ‚großen‘ Tastatur möglich. Notizen, Einfälle usw. lassen sich somit ohne Fingerakrobatik festhalten. Ein ‚must-have‘ für Vielschreiber wie mich, die weniger oder gar nicht an multimedialen Anwendungen interessiert sind.

Auch vermisse ich nicht die Millionen ‚apps‘ (applications oder deutsch -Programme). Diverse Messenger funktionieren nach wie vor. Mein Favorit ist Telegram. Signal. Threema und ja… auch WhatsApp laufen auf meinen BB’s.

Dem Diktat des Herstellers meiner favorisierten BB-Smartphones mit BB10 beuge ich mich nicht! Ich werde auch nicht zu einem Blackdroiden mit Android wechseln. Das Android-Betriebssystem ist für mich ein absolutes ‚No-Go‘! Gingen meine Beeren gleichzeitig oder nacheinander in die Knie, dann würde ich mich tatsächlich nach einem sehr gut erhaltenen Passport umschauen. Die letzte Alternative wäre für mich dann das IOS, das ich hier keinesfalls abqualifiziere. Die Frage zur eigenen Gebrauchsfähigkeit ist immer noch der eigene Schwerpunkt in der Nutzung.

Weiterhin verliere ich hier keinesfalls für mich wichtige Gesichtspunkte: Nachhaltigkeit und Reparaturfähigkeit, gepaart mit Ressourcendenken und Müllvermeidung (Elektroschrott).

Mein Q10 bietet z.B. die Möglichkeit, den Akku problemlos durch Herausnehmen zu wechseln. Mein Passport nicht… ein Wermutstropfen.

Auf diesem Planeten bedarf es nicht jedes Jahr eines neuen Smartphones, das mit großem Brimborium der Marketing-Maschinerie den potenziellen Käufern regelrecht aufgedrängt wird, nein – es gibt immer noch keinen Ersatzplaneten für den Fall, dass der Mensch (Kollektivsingular) diesen blauen Planeten abgeerntet hat.

Fazit: Geräte länger und weiter benutzen, auch wenn sie 10 oder 20 % langsamer sind. Das ist zwar nicht das Allheilmittel aber immerhin ein konstruktiver Beitrag.

Kant: ‚Sapere aude! (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen).

 

English

These two devices are 5 and 7 years old respectively, fully serviceable and will certainly continue to be so.

Above: Blackberry Passport = 5 years

Below: Blackberry Q 10 = 7 years

Pictures see above.

Only: Both should now have a problem in 2020, namely the End of Life (EOL) of their in-house operating system BB10. No more updates and the image of the ‚dead horse‘. The attached label refers to devices that still work reliably and are by no means outdated. Slightly slower than current phones – but still with real advantages. The BB10 was and still is considered a (yet) secure operating system, which fell victim to pure commerce and thus a corresponding profit mentality. To understand this is not open to me.

In the last two months I used my Blackberries and an iPhone SE alternately. I liked the small iPhone because of its pocket suitability – holds like a Q 10. However, I missed the physical keyboard with pressure point so much that after days I kept putting the SIM into my passport mostly. The iPhone is faster when surfing, but not (for me) when writing texts, because the keyboard of the passport works as a trackpad at the same time. Word suggestions are projected directly onto the screen by wiping upwards without tapping the screen. The system increasingly learns and displays the word suggestions for the desired word. The ability to learn is nothing new, but the aforementioned wiping gesture on the keyboard allows faster typing almost as with the ‚big‘ keyboard. Notes, ideas, etc. can thus be written down without finger acrobatics. A ‚must-have‘ for frequent writers like me who are less or not at all interested in multimedia applications.

I also don’t miss the millions of ‚apps‘ (applications or German programs). Various messengers still work. My favorite is Telegram. Signal. Threema and yes… also WhatsApp run on my BB’s.

I do not bow to the dictation of the manufacturer of my favourite BB-Smartphones with BB10! I will also not switch to a Blackdroid with Android. The Android operating system is an absolute ’no-go‘ for me! If my berries went down at the same time or one after the other, I would actually look for a very well preserved passport. The last alternative for me would be the IOS, which I do not disqualify here. The question about the own usability is still the own focus in the use.

Furthermore I do not lose any aspects that are important for me: Sustainability and reparability, paired with resource thinking and waste avoidance (electronic waste).

My Q10 offers e.g. the possibility to change the battery easily by removing it. My passport does not… a drop of bitterness.

This planet does not need a new smartphone every year, which is literally forced upon potential buyers by the marketing machinery, no – there is still no substitute planet for the case that man (collective singular) has harvested this blue planet.

Conclusion: use devices longer and continue to use them, even if they are 10 or 20% slower. This is not the panacea but at least a constructive contribution.

Kant: ‚Sapere aude! (Have courage to use your own intellect).

 

 

 

 

 

 

Free Assange… (d/e)


Deutsch

Julian Assange ist eine umstrittene Person für Viele oder zumindest für Einige. Mit Wikileaks hat er staatliche ‚Vergehen‘ öffentlich gemacht und sich damit einer Art Kodex der Verschleierung und Geheimhaltung staatlicher Organe widersetzt. Es ist die Frage oder das Problem der Zurückhaltung von Informationen, die staatsgewollt nicht in die Öffentlichkeit sollen – auch mit allen Mitteln. Richtig… Verschleierung und Geheimhaltung im Interesse der Machterhaltung, die dann vom Staat als ‚Staatsschutz‘ oder ‚Schutz der Demokratie‘ gerechtfertigt werden und geheimdienstlichen Charakter haben. Sogenannte Whistleblower (jemand, der etwas enttarnt, auffliegen lässt) sind in dem Sinne die Gegenspieler in der Konsequenz und werden als Verräter von Geheimnissen stigmatisiert.

Fragwürdige oder gar nach dem Zivilrecht kriminelle Machenschaften im Schutz der Geheimhaltung werden sicherlich aus ‚gutem‘, also im Kontext aus fragwürdigem Grunde der Öffentlichkeit vorenthalten, indem sie ein ‚Top-Secret‘ angeheftet bekommen. Das an die Öffentlichkeit zu bringen, ist nicht nur gefährlich, sondern kann letztlich lebensgefährlich sein und die entsprechende Person zu einem Rastlosen, ja Flüchtling machen.

Als Mitglied der Menschenrechtsorganisation amnesty international schreibe ich regelmäßig ‚urgent actions‘ (ua’s). Dazu gehörten bislang und auch weiterhin Vorgänge, die international in die oben sehr grob beschriebenen Erscheinungsformen fallen. Im Falle Assange geht es nicht nur um körperliche, sondern zweifellos auch um seelische, psychische Fehlbehandlungen und deren Folgen. Also prinzipiell nicht mit den Menschenrechten vereinbare Einflüsse, die hingenommen oder gar provoziert sind.

Hiermit fordere ich die zuständigen Stellen dazu auf, Julian Assange freizulassen und keiner weiteren Verfolgung, weder physisch noch psychisch, auszusetzen, da mittlerweile sein Gesamtzustand als bedenklich oder gar lebensbedrohend eingestuft wird.

Die Frage bleibt: Für was?  Hier handelt es sich um keinen Kapitalverbrecher, sondern um jemanden, der Vorgänge in die Öffentlichkeit gebracht hat, die sonst unter dem Mantel des verschwiegen Geheimen geblieben wären.

Deshalb:  FREE ASSANGE !

 

English

Julian Assange is a controversial person for many or at least for some. With Wikileaks he has exposed state ‚misdemeanours‘, defying a kind of code of concealment and secrecy of state organs. It is the question or the problem of withholding information that the state does not want to make public – even by any means. Right… Concealment and secrecy in the interests of maintaining power, which are then justified by the state as ’state protection‘ or ‚protection of democracy‘ and are of an intelligence nature. So-called whistleblowers (someone who uncovers something, exposes it) are the opponents in this sense and are stigmatized as traitors of secrets.

Questionable or even under civil law criminal machinations in the protection of secrecy are certainly for ‚good‘, i.e. questionable reasons, withheld from the public by attaching a ‚top secret‘. Making this public is not only dangerous, but can ultimately be life-threatening and turn the person in question into a restless, even refugee.

As a member of the human rights organization Amnesty International I regularly write ‚urgent actions‘ (ua’s). Up to now, these have included and continue to include events which internationally fall into the very roughly described forms described above. In the case of Assange it is not only about physical, but undoubtedly also about mental and psychological abuse and its consequences. In other words, influences that are in principle not compatible with human rights, which are accepted or even provoked.

I hereby call on the competent authorities to release Julian Assange and not to subject him to any further persecution, either physical or psychological, as his overall condition is now considered to be precarious or even life-threatening.

The question remains: For what?  This is not a capital criminal, but someone who has brought events into the public domain that would otherwise have remained under the cloak of secrecy.

Therefore: FREE ASSANGE !

 

EOL – Blackberry Smartphones… (d/e)


Deutsch

EOL (End of life) der Blackberry Smartphones

In der Blog-Kategorie ‚Blackberry‘ habe ich mich hier über Jahre als Blackberry-Nutzer ‚geoutet‘ und immer wieder gesagt, dass ich die Geräte bis zum Zerfall der Hardware nutzen werde. Die Gründe dafür lagen sowohl in der physischen Tastatur als auch in dem -meiner Meinung nach- benutzerfreundlichsten Betriebssystem BB10. Da Blackberry zu Android wechselte, wäre für mich sowieso ein Markenwechsel fällig gewesen, da Android für mich definitiv nicht in Frage kommt. Mein Q10 (mit wechselbaren Akkus!) und mein Passport sind funktionsfähig wie am ersten Tag. Updates gab es seitens Blackberry schon seit Jahren nicht mehr. Als User blieb und bleibt man im Regen stehen. Shame on you – Blackberry. 

In Fachforen ist die Rede von ‚einen toten Gaul reitet man nicht mehr‘ oder ‚wir sind der Gardasee und die Anderen der Pazifik‘. Elitedenken. Als jahrelanger User fühle ich mich hintergangen und … ja – betrogen, weil Versprechungen auf updates für BB10 Tauben in der Luft waren. Die Unternehmenspolitik des Unternehmens aus Waterloo, Kanada, war undurchsichtig, perspektivenlos und den (treuen) Usern gegenüber eine regelrechte Frechheit. Doch… die Geräte liefen und laufen und laufen…

Nun verlängert TCL als Hersteller der ‚Blackdroiden‘ den Vertrag mit Blackberry nicht mehr. Das ist das Aus für Smartphones mit physischer Tastatur mit Blackberry-Logo. BB10 ist Vergangenheit und nun auch die Blackdroiden. Neue Smartphones mit physischer Tastatur wird es kurzfristig nicht mehr geben. Jedenfalls nicht mit dem Blackberry-Logo. Ob das Blackberry- eigene Betriebssystem BB10 irgendwann von irgendeinem Hersteller wieder aufgegriffen wird, fühlt sich an wie eine Seifenblase.

Es ist tatsächlich unfassbar, dass eine Geschäftsführung ihr Unternehmen dermaßen dilettantisch und offensichtlich geplant und verschlafen an die Wand fährt – ideenlos und immer noch davon ausgehend, ein maßgebliches (Unternehmen) zu sein. Die hohen Zeiten waren schon längst vorbei. Begriffen im Sinne von zeitlicher Anpassung wurde nicht viel und so wird nun versucht, auf dem Softwaremarkt zu punkten und mit Patentklagen Profit zu generieren. Die Nutzer der Phones wurden mit leeren Versprechungen hingehalten und hintergangen. Die Katze blieb im Sack. Der Hersteller TCL hat sie nun herausgelassen und klar denkende User wundert da gar nichts mehr.

Ich weine der Firma Blackberry keine Träne mehr nach, werde aber meine BB10-Phones weiterhin parallel nutzen und bin froh, für das auch noch überteuerte Blackberry K2 mit Android keine  600-soundso €  ausgegeben zu haben. Das lässt sich immer noch kaufen und wie war das vorher mit dem ‚toten Gaul…‘ ?

English

EOL (End of life) of Blackberry smartphones

In the blog category ‚Blackberry‘, I have ‚outed‘ myself as a Blackberry user for years and said again and again that I will use the devices until the hardware breaks down. The reasons for this were both the physical keyboard and – in my opinion – the most user-friendly operating system BB10. As Blackberry switched to Android, I would have had to change brands anyway, as Android is definitely out of the question for me. My Q10 (with replaceable batteries!) and my passport are as functional as on the first day. There have not been any updates from Blackberry for years. As a user, one remained and remains in the rain. Shame on you – Blackberry. 

In professional forums there is talk of ‚you don’t ride a dead horse anymore‘ or ‚we are Lake Garda and the others are the Pacific‘. Elitist thinking. As a user for years I feel betrayed and … yes – cheated, because there were promises of updates for BB10 pigeons in the air. The corporate policy of the company from Waterloo, Canada, was opaque, without prospects and a real cheek to the (loyal) users. But… the devices were running and running and running…

Now TCL, the manufacturer of the ‚Blackdroids‚, is not extending its contract with Blackberry. This is the end for smartphones with a physical keyboard with Blackberry logo. BB10 is a thing of the past and now also the Blackdroids. New smartphones with physical keyboard will not be available in the near future. At least not with the Blackberry logo. Whether the Blackberry-own operating system BB10 will be taken up again by any manufacturer sometime, feels like a soap bubble.

It’s really unbelievable that a company’s management is so amateurishly and obviously planned and overslept that they drive their company to the wall – unimaginatively and still assuming that they are a major player. The high times were long gone. Terms in the sense of temporal adjustment were not much and so now the attempt is made to score points on the software market and to generate profit with patent lawsuits. The users of the phones were held up and deceived with empty promises. The cat remained in the bag. The manufacturer TCL has now let it out and clear thinking users are no longer surprised.

I don’t cry any more tears for the Blackberry company, but I will continue to use my BB10 phones (parallel) and I am glad I didn’t spend 600-soundso € for the overpriced Blackberry K2 with Android. You can still buy it and how was it before with the ‚dead horse‘?

 

Seelenpoker… soul poker… (d/e)


Deutsch

Jagd

„Wenn der Jäger oder die Jägerin Hasen ‚ernten‘ geht, betreibt er/sie Seelenpoker für sich und seine Opfer auf unterstem Niveau, oder wie könnte man Lustmorden mit Freizeitcharakter noch anders nennen? Und genau das ist Herrendenken nach Gutsherrenart längst vergangener Zeiten.
Das fühlt sich dann für einen sensibilisierten, empathischen Menschen an, als sei es eine intelligenzfreie Grauzone des Unwissens, quer durch alle Bildungsschichten mit einer Quasilegitimation der Gesellschaft und ihrer entsprechenden Gesetze. Das Ergebnis dieses Verharrens in diesem mentalen Abstumpfungsprozess ist der gezielte Todesschuss nach der Pirsch mit einer scharf geladenen Waffe öffentlich in Wald und Feld.
Es scheint eine kribbelnde Faszination des Tötens zu sein, bei der Körpersekrete in Bewegung geraten, allerdings bei sensibilisierten Menschen den Reflex des Erfahrungsverzichtes auslösen. –

Hört sich das nicht nach geschichtslastigem Mumpitz und nach unzeitgemäßem Dominanzgehabe aus niederen Beweggründen an? Völlig klar, dass da die Meinungen hyperbolisch auseinandergehen. -“

„Hier herrscht ganz klar die niederfrequente Denkweise: ‘Es wird schon gutgehen, weil das notwendig war und ist. Das ist Poker… Seelenpoker.
Allerdings mit etwas, das in der Folge Alles oder Nichts sein kann. –
Es will sich mir nicht erschließen, dass der Abbau von Aggressionen durch Aggressionen (Aggression=Töten!) erreicht wird, die das finale Ende eines Lebewesens zur Folge hat. Das ist also kein schlüssiges Argument zur Rechtfertigung sowohl der Jagd als auch der Schlachtung von (Nutz- oder Wild-) Tieren zur Nahrungsbeschaffung.“

Auszüge aus: Joachim Rohlfing  „Futur X. Die freie Auswahl.“ ©

Kant: ‚Sapere aude! (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen).

 

English

Hunting

„When the hunter ‚harvests‘ hares, he/she plays soul poker for him/herself and his/her victims at the lowest level, or what else could be called recreational sex murder? And this is exactly what lordly thinking in the manner of a lord of the manor of times long past is.
For a sensitized, empathetic person, this then feels as if it were an intelligence-free grey area of ignorance, across all educational levels with a quasi-legitimation of society and its corresponding laws. The result of this persistence in this mental blunting process is the targeted fatal shot after stalking with a sharply loaded weapon publicly in woods and fields.
It seems to be a tingling fascination of killing, in which bodily secretions are set in motion, but which triggers the reflex of the renunciation of experience in sensitized people. -“

„Doesn’t that sound like history-laden nonsense and untimely domination for base motives? It’s quite clear that opinions differ hyperbolically. -“

„The low-frequency thinking clearly prevails here: ‚It will be all right, because it was and is necessary. This is poker… soul poker.
But with something that can be all or nothing in the end. –
It does not want to be revealed to me that the reduction of aggression is achieved by aggression (aggression=killing!), which results in the final end of a living being. So this is not a conclusive argument for justifying both the hunting and the slaughter of (farm or wild) animals for food.

Excerpts from: Joachim Rohlfing  „Future X. The free choice.“ ©

Kant: ‚Sapere aude! (Have courage to use your own intellect).

 

Sinnhaftigkeit… Meaningfulness…


Deutsch

Hier noch einige Auszüge aus meinem Buch „Futur X – Die freie Entscheidung“:

„Menschen sind tatsächlich der Meinung und verhalten sich auch danach, dass ihr Gehabe richtig und -wie auch immer- abgesegnet ist. Für diese Aussage ist ein Konjunktiv nicht angesagt, weil da für sie eine Art ‘lockerer Imperativ‘ zu gelten scheint.
Kurzum: Wie da über Materie gesprochen und gehandelt wird, die vorher beseelt war und in uns bekanntem Sinne gelebt hat, ist eine Verhöhnung und Degradierung des Lebens anderer Spezies zur Speisekarte. –
Ernährung, die durch Beschaffung der dazu erforderlichen Produkte auf rohester Gewalt basiert, kann für den Menschen nicht zuträglich sein. Heute kann niemand mehr sagen, er habe nichts gewusst… -“

———————–

„Das Begreifen und Realisieren der Vorstellung, dass Tiere Existenzen aus Körper (Physis) und Geist (Mental, NStk) sind, würde dazu führen, dass die rückgewandte, ‚geisteskranke‘ Verhaltensweise der Menschheit der Tierwelt gegenüber ein Ende hätte und die dadurch gewonnene Energie wie eine Befreiung auslösend in eine Richtung gelenkt werden könnte, die die Spekulation über eine Befragung nach dem individuell körperlichen Tod (Christen nennen das Jüngstes Gericht) gegenstandslos machen würde.
Was für eine drückende Ungewissheit, was für eine Last würde da einfach wegbrechen!?“

———————–

„Ein solcher Gedankengang lässt sich in alle möglichen Lebensbereiche übertragen.
Ist dem hier lesenden Menschen bei der kurzen Beschreibung dieser -leider noch- theoretischen Vorstellungen zwischenzeilig etwas aufgefallen?
Diese funktionieren auch ohne Bezug auf irgendeine Religion! “

Auszüge aus: Joachim Rohlfing. „Futur X –  Die freie Auswahl.“©

English

Here are some excerpts from my book „Futur X – Die freie Entscheidung“:

„People actually believe and act according to the fact that their behavior is correct and -whatever- is blessed. For this statement a subjunctive is not appropriate, because a kind of ‚loose imperative‘ seems to apply to them.
In short: The way in which matter is spoken and acted upon, which was previously animated and lived in the sense we know, is a mockery and degradation of the life of other species into a menu. –
Nutrition that is based on brute force by procuring the necessary products cannot be beneficial to humans. Today nobody can say they didn’t know…

———————–

„Understanding and realizing the idea that animals are existences of body (Physis) and spirit (Mental, NStk) would lead to an end of the retrograde, ‚insane‘ behavior of mankind towards the animal world and the energy gained from this could be directed in a direction that would make speculation about a questioning after the individual physical death (Christians call it the Last Judgement) irrelevant.
What an oppressive uncertainty, what kind of burden would simply break away!

———————–

„Such a train of thought can be transferred to all possible areas of life.
Has the person reading here noticed anything in between in the brief description of these – sadly still theoretical – ideas?
These ideas also work without reference to any religion! “

Extracts from: Joachim Rohlfing  „Future X –  The free choice.“©

 

 

Die hierarchische Sonderstellung des Menschen – eigene Sprüche zur Tierethik… The hierarchical special position of humans – own sayings on animal ethics…


Deutsch

Noch im Anthropozän (Zeitalter/Epoche des Menschen) verhält sich der Mensch (Kollektivsingular) der Fauna gegenüber wie ein Raubtier. Trotz der wissenschaftlichen Erkenntnisse durch Forschung, dass Tiere ein zentrales Nervensystem, einen Blutkreislauf, ein Gesicht, Angst, Schmerzen und Freude empfinden wie Menschen. Abgesehen von den jagenden Menschen haben die meisten Menschen heute keinen Erlebensbezug mehr dazu, wie ihre Fleischwaren ‚gewonnen‘ werden.

Im Folgenden sind meine eigenen Gedanken und die daraus entstandenen Sprüche zu lesen, die mit großer Sicherheit für Manche(n) verwirrend sind. Seit 34 Jahren lebe ich fleischlos und kann mir heute einen Fleischkonsum  nicht mehr vorstellen.

 

Die hierarchische Sonderstellung des Menschen – eigene Sprüche (Metapher) zur Tierethik…

Menschen genießen Fleisch in `Sterne-Hotels´ – Tiere genießen die Momente menschlicher Zuneigung

Tiere sind in unserer Gesellschaft eine`zuliefernde´Randgruppe, doch eine funktionierende Demokratie zeichnet sich durch die Toleranz von Randgruppen aus

In jeder Fleischmahlzeit manifestiert sich die Grabeskälte liebevoll zubereiteter Tierkadaver

Wenn Gott beim Jüngsten Gericht einem Tier im Urteil die Entscheidung überläßt, dann Gnade uns Gott

Den Rindern Tiermehl als Nahrung zu geben ist das Gleiche wie Menschen die Asche aus Krematorien als Soßenbinder unterzujubeln

Schlachthäuser sind eine real existierende Gotteslästerung

Das 21-ste Jahrhundert braucht keine blutigen Steaks, keine temporär verwesungsverzögernde Eingriffe zur Erhaltung genießbarer Tierleichenteile –  es braucht die Erkenntnis, seine Mahlzeiten nicht von ‚Auftragskillern‘ (?) vorbereiten zu lassen

Mit jedem Schlachten eines Tieres reduziert sich die Hoffnung auf Erlösung

Wer ein Tier töten kann, der kann auch einen Menschen töten

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Elitesoldaten Vegetarier sind

So lange das Fleisch toter Tiere ein Nahrungsmittel für Menschen ist, gibt es keinen realen Frieden auf diesem Planeten

Wenn Schweine oder Schafe dumm sind, dann sind ihre`Fleischgenießer‘ die Steigerung

Der Holocaust ist nicht mit der Entnazifizierung abgeschlossen, er endet mit dem Abriss des letzten Schlachthauses

Tiere denken in ihren Instinkten

Ein Ei ist ein potentielles Küken

Der Mensch bezahlt für Wurst und Fleisch – das Tier mit seinem Leben

Gegen die Vivisektion ist das Schächten ein `kurzer Prozeß´

Die Todesangst geschlachteter Tiere wird mit jeder Muskelfaser verinnerlicht

Was sind das für Tierschützer, die nach einer Demo für den Tierschutz zum Beispiel einen Fleischburger essen ?

Kaum jemand denkt an die Tiere – nicht mal beim Essen

Schächten ist die Perversion des Tierschutzes

Wenn du glaubst intelligenter zu sein als ein Tier – dann versuch einmal wie ein Tier zu ‚denken‘

Allah fragt Gott : „Wer bist du eigentlich ?“  Gott antwortet : „Dein Spiegelbild !“

 

Kant: ‚Sapere aude! (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen).

 

English

The hierarchical special position of humans – own sayings (metapher) on animal ethics…

Even in the Anthropocene (age/period of man) man (collective singular) behaves towards the fauna like a predator. Despite the scientific findings through research that animals have a central nervous system, a blood circulation, a face, fear, pain and joy, animals feel the same as humans. Apart from hunting people, most people today have no experience of how their meat products are ‚obtained‘.

In the following you can read my own thoughts and the resulting sayings, which are almost certainly confusing for some people. For 34 years I have been living without meat and today I cannot imagine consuming meat any more.

——————————–

People enjoy meat in ’star hotels‘ – animals enjoy moments of human affection

Animals are a ‚marginalised‘ group in our society, but a functioning democracy is characterised by the tolerance of marginalised groups

In every meat meal the cold of lovingly prepared animal carcasses manifests itself

If God leaves the decision to an animal in judgment at the Last Judgment, then God’s grace is

Giving the cattle meat-and-bone meal as food is the same as giving the ashes from crematoria as a sauce thickener

Slaughterhouses are a real blasphemy

The 21st century does not need bloody steaks, no temporary decay-retarding interventions to preserve edible animal carcass parts – it needs the knowledge not to have its meals prepared by ‚contract killers

With each slaughter of an animal the hope of salvation is reduced

Whoever can kill an animal can also kill a human

I can’t imagine elite soldiers being vegetarians

As long as the meat of dead animals is food for humans, there is no real peace on this planet

After eating meat you need a cross with the inscription of the date of birth and death of the corporate supplier – but by whom ?

If pigs or sheep are stupid, then their ‚meat eaters‘ are the increase

The Holocaust is not finished with denazification, it ends with the demolition of the last slaughterhouse

Animals think in their instincts

An egg is a potential chick

Man pays for sausage and meat – the animal with his life

Against vivisection, mantling is a ’short process

The mortal fear of slaughtered animals is internalised with every muscle fibre

What kind of animal rights activists are those who eat a meat burger for example after a demonstration for animal welfare?

Hardly anyone thinks about the animals – not even when eating

Slaughter is the perversion of animal welfare

If you think you are more intelligent than an animal – then try to ‚think‘ like an animal

Allah asks God, „Who are you?“ – God replies, „Your reflection!“

 

Kant: ‚Sapere aude! (Have courage to use your own intellect).

 

Die Würde des Menschen ist unantastbar… (ein Oxymoron?!)


Und wieder eine Karikatur aus dem Satiremagazin „Der Wahre Jakob“ vor 118 Jahren. (Ich kann es nicht lassen, mich damit zu beschäftigen, weil es einfach zu beeindruckend und immer noch aktuell ist!)  Beispiel:

Weniger ist mehr… ein Oxymoron…:

Grundgesetz, Artikel 1:  >Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.<

Soweit die Theorie, die Absichtserklärung, an der sich das gesamte Grundgesetz orientiert.

Heute wird gesagt, dass die Aussage der folgenden Karikatur über ein Jahrhundert alt, also altbacken, ist, doch… was hat sich denn im Großen und Ganzen, also prinzipiell geändert? Das Prinzip ‚Master and servant‘ (Herr und Diener) hat einen anderen Anstrich erhalten, ist aber von der dargestellten Art. Wenn dem so ist, dann haben wir es mit einer euphemistischen Sicht- und Darstellungsweise zutun. Das ist nicht neu.

Das Prinzip ‚Master and servant‘ zieht sich nach wie vor wie der Artikel 1 des Grundgesetzes wie ein roter Faden praktisch durch die Gesellschaft und widerspricht der  gesetzlichen Hauptdirektive. Ein ‚Sowohl-als-auch-Oxymoron‘. 

Mit dieser Darstellung begnüge ich mich hier, weil ich davon ausgehe, dass es der dieses lesende und betrachtende Mensch seiner eigenen Wichtung unterzieht.

Erstes Portrait 2020 …


Geplant war es  (Malen und Zeichnen)  eigentlich nicht mehr… doch auf Wunsch eines Freundes habe ich nach Jahren wieder ein Porträt gezeichnet und heute  (16.01.2020) bereits abgegeben.

Erstaunlicherweise ist mir trotz der längeren Abstinenz von der Malerei wieder der fixierende Blick gelungen. Der leichte Weichzeichnereffekt ist gewollt.

Ob das eine Motivation zum Wiedereinstieg ist, wird sich zeigen. Mein Betätigungsfeld a priori ist schon seit Jahren die ‚Schreiberei‘ …

I did it my way …

Fleisch oder Pflanze – was sagt die Bibel? – Meat or plant – what does the Bible say? (d/e)


Deutsch

Wenn ich über  Vegetarismus, Veganismus und dem Fleischkonsum spreche, dann sollte und soll es auch notwendig sein, sich mit der Moral, der Ethik und den entsprechenden Vorgaben -oder besser Postulaten- zu beschäftigen.

Sich an der Bibel zu orientieren, ist die Richtschnur für Christen schlechthin. Hier soll es jetzt um die Ernährungsanweisung darin gehen, sofern es konkretisierbar ist. Aufmerksam gelesen, ist es kein Singular, sondern mit zwei unterschiedlichen Anweisungen ein Plural. Beide sind komplett konträr. Das kann doch nicht sein, wird der die Genesis lesende Mensch sagen… wird aber fündig. Die Rede ist von der Genesis 1 und der Genesis 9. Beide Aussagen werde ich hier untersuchen, denn das ist nicht das Privileg von Theologen, sondern das eines Jeden. Dazu werde ich passende Texte aus meinem aktuellen Buch „Futur X – Die freie Auswahl“ verwenden.

Hier nun die Ernährungsanweisung(en) Gottes an bezeichneter Stelle:

„…Genesis 9, 2-3: >Alles, was sich regt und lebt, das sei euere Speise; wie das grüne Kraut habe ich’s euch alles gegeben. Allein esset das Fleisch nicht mit seinem Blut, in dem sein Leben ist.<

Im selben Buch steht das in krassem Widerspruch zur …

Genesis 1, 29-30: > Und Gott sprach (Anm. ..zu den gerade erschaffenen Menschen): Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise. Aber allen Tieren auf Erden und allen Vögeln unter dem Himmel und allem Gewürm, das auf Erden lebt, habe ich alles grüne Kraut zur Nahrung gegeben.<
Na, woran soll sich der Christenmensch (und dem Missionsgedanken folgend alle Menschen)  nun halten?
Welchem Imperativ soll er denn nun folgen?
Die Genesis 1 war wohl zu kompliziert, also war der Favorit die Genesis 9! Und das kompromisslos und ohne Erbarmen.
Deutlich gegensätzlicher können zwei Vorgaben kaum oder nicht sein! Und solch unterschiedliche Vorgaben kommen dann vom allwissenden, christlichen Gott, der hier eindeutig personifiziert dargestellt wird. Das ist Schriftstellerei in von mir nicht zu wertender Art und Weise.
Interessant ist auch die Rechtfertigung des Schächtens eines Tieres in der Genesis 9 der christlichen Bibel! Im Islam ist das gängige Praxis an und mit Schafen, und im Christentum wird so gut wie alles ignoriert (Blut).

Da wundert es nicht, dass Tiere als seelenlos, ohne Würde, ohne Recht auf Leben und als Speise für Menschen betrachtet und benutzt werden.
Das ist keine Blasphemie, sondern einfach nur im Buch der Bücher von jedermann/frau nachzulesen.
Warum wird hier die Genesis 1 als vielleicht zu kompliziert bezeichnet? Ist sie das denn?
Nun, da ist die Anweisung für die Menschen, dass die Samen (Anm. Früchte) der Pflanzen und der Bäume als Nahrung vorgesehen sind und streng genommen nicht einmal die Pflanzen selber. Das wäre dann in der Konsequenz der in der heutigen Zeit so bezeichnete ‚Fruitarier‘, also jemand, der nur Früchte und Samen isst. Das wäre dann die Konsequenz daraus schlechthin. –
Eine der Wurzeln allen Übels auf diesem Planeten ist gar nicht mal das Geld, sondern das Töten der Mitgeschöpfe, das die Menschen seelisch verrohen lässt, gleichgültig macht und auch der eigenen Art gegenüber enthemmt, da das Produkt ´Fleisch` noch zu Lebzeiten direkten Kontakt zur Seele (Nichtstofflichkeit) eines getöteten Tieres hatte und damit ´schöpferischen` Ursprungs ist. Der Konsument beißt damit folglich direkt in den ehemals auch nichtstofflichen Teil  (Seele).
Eine derart hausgemachte Ignoranz gegenüber einer sicherlich unbegreiflichen Intelligenz (Gott) ist also Blasphemie in reinster Form.

Solche Gedanken und Vorstellungen sind mir bislang in keiner Kirche vermittelt worden. Trotz der Ernährungsanweisung in der Genesis 1, 29-30! Eine erschreckende Ignoranz. Warum das so ist, lässt die Spekulation zu, dass das in der inhaltlichen, also schriftstellerischen Gestaltung der christlichen Bibel gesellschaftlich und historisch keine Rolle spielte und Tiere wie selbstverständlich als Nahrungslieferanten dienten.
Gemeint sind ihre Körper. –
Das wird auch deutlich in der biblischen Darstellung der Fischerei. Für mich wirkt das heute noch wie Sinnesprothesen aus entgrenzten Welten. Ein gebrochenes Verhältnis zur Wahrheit, über die der erste deutsche Bundeskanzler sagte, dass es zwei oder gar mehrere gibt und damit Interpretationssache sei und ist.

Liegt es an der Bräsigkeit der Gesellschaft gegenüber einer solch abartigen Normalität? Gibt es ein so hochaufgezäumtes Nichtverstehen?
Der Gleichgültigkeit demgegenüber sieht es danach aus, als setze mensch auf eine vergebende Zukunft in abgedrängter Weite und macht sich zum reaktiven Idioten. Anders in einer Frage ausgedrückt: Warum sollte sich eine schöpferische Intelligenz daran erfreuen, Geschöpfe zu betrachten, die ehrfürchtig, minderbemittelt und unwissend umherlaufen und ständig exakt das tun, was sie ihnen verboten hat?

Die Gegenvorstellung: Hätte diese Intelligenz nicht das Bestreben, Geschaffenes zu sehen, das ihr den Eindruck vermittelt, gute Arbeit geleistet zu haben mit der Option des Updatens?

Die Antwort dürfte nicht schwerfallen.
Menschen haben einen freien Willen und ebensolche Gedanken, weil ihre Nichtstofflichkeit das überhaupt erst ermöglicht und weil die in allen Lebewesen zusammenhängend verwoben und durch die Inkarnation individuell mit einer jeweiligen Physis temporär verbunden ist.
Die individuelle Entscheidungsfreiheit ermöglicht die Verästelung der unterschiedlichsten Verhaltensweisen, die dadurch nicht des Eingriffs der schöpferischen Intelligenz bedarf.

Christen wundern sich darüber, dass ihr Gott Konflikte, Verbrechen, Kriege und deren Grausamkeiten in den abartigsten Facetten zulässt. Ihr Gott hat sie nicht im Stich gelassen; sie haben es nur nicht realisiert, dass sie eigenverantwortlich handeln dürfen und müssen. Sie sind sich ihrer eingebauten Mündigkeit nicht bewusst und schieben Fehlentwicklungen ihres Handelns der Schwäche ihrer Konstruktion und damit dem Konstrukteur zu. Das ist eine Metapher. Würde er, der Mensch, in sich selber suchen, dann könnte seine erbsenzählige Zerfranstheit ein Ende haben und eine erweiterte Bewusstseinsstufe aktiviert werden .

Opposition, Kritik, Satire, Pressefreiheit, die allgemeine Freiheit des Geistes in der Ausrichtung auf alle, sind die Privilegien der Jetztzeit.

Es ist die Intoleranz gegenüber den parallel zur menschlichen Spezies existierenden Lebewesen, die als Sache oder Gegenstand abgetan werden, zu mehr als unwürdigen Bedingungen ‚gehalten‘, entseelt und deren Körper zu Nahrungsmitteln verarbeitet werden.
Wann wird dieser von Menschen fabrizierte Irrsinn endlich begriffen, eingesehen und abgestellt werden?

Auszug aus: Joachim Rohlfing. „Futur X. Die freie Auswahl.“ iBooks.

Dann hat die Genesis 1, 29-30 den Stellenwert, der ihr gebührt.

Kant: ‚Sapere aude! (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen).

 

English

When I talk about vegetarianism, veganism and meat consumption, then it should and should be necessary to deal with morality, ethics and the corresponding guidelines – or better postulates.

To orient oneself by the Bible is the guideline for Christians par excellence. Here it should now be a matter of the dietary instructions in it, insofar as it can be concretized. Carefully read, it is not a singular, but with two different instructions it is a plural. Both are completely contradictory. That cannot be, the person who reads Genesis will say… but will find out. We are talking about Genesis 1 and Genesis 9. I will examine both statements here, because that is not the privilege of theologians, but of everyone. I will use appropriate texts from my current book „Future X – The Free Choice“.

Here now the dietary instruction(s) of God in the designated place:

„Genesis 9, 2-3: >Everything that moves and lives, that is your food; like the green herb I have given it all to you. But eat not the flesh with his blood in which his life is.

In the same book, it is in stark contrast to the…

Genesis 1, 29-30: > And God said to the newly created humans: „Behold, I have given you every plant that bears seed in all the earth, and every tree with fruit that bears seed for your food. But to every beast of the earth, and to every fowl of the air, and to every creeping thing that creepeth upon the earth, I have given every green herb for your food.
Now, what should the Christian man (and, following the missionary thought, all people) keep to?
What imperative should he now follow?
Genesis 1 was probably too complicated, so the favourite was Genesis 9! And this without compromise and without mercy.
Two imperatives could hardly or not be more opposite! And such different guidelines then come from the omniscient, Christian God, who is clearly personified here. This is writing in a way that I cannot evaluate.
The justification of the slaughter of an animal in Genesis 9 of the Christian Bible is also interesting! In Islam this is common practice on and with sheep, and in Christianity almost everything is ignored (blood).

No wonder that animals are considered and used as soulless, without dignity, without the right to life and as food for humans.
This is not blasphemy, but simply to be read in the book of books by everyone.
Why is Genesis 1 described here as perhaps too complicated? Is it?
Well, there is the instruction for people that the seeds (note: fruits) of plants and trees are intended as food and strictly speaking not even the plants themselves. This would then be the consequence of what is today known as the ‚fruitarian‘, that is to say someone who eats only fruits and seeds. That would then be the consequence of it par excellence. –
One of the roots of all evil on this planet is not even money, but the killing of fellow creatures, which rots the soul of human beings, makes them indifferent and also disinhibits them from their own kind, because the product ‚flesh‘ had direct contact with the soul (immateriality) of a killed animal during its lifetime and is therefore of ‚creative‘ origin. The consumer therefore bites directly into the formerly also non-material part (soul).
Such a homemade ignorance towards a certainly incomprehensible intelligence (God) is therefore blasphemy in its purest form.

Such thoughts and ideas have never been communicated to me in any church up to now. Despite the dietary instruction in Genesis 1, 29-30! A frightening ignorance. Why this is the case, the speculation admits that this did not play any role socially or historically in the content, that is, in the literary design of the Christian Bible, and that animals served as a matter of course as food suppliers.
What is meant are their bodies. –
This is also evident in the biblical account of fishing. For me, it still seems to me today like sensory prostheses from worlds without boundaries. A broken relationship with the truth, about which the first German Chancellor said that there are two or even more and that it is and will be a matter of interpretation.

Is it because of the way society has been stubborn towards such a perverse normality? Is there such a highly bridled incomprehension?
In contrast to the indifference towards it, it looks as if people are betting on a forgiving future in a closed-off space and are making themselves into reactive idiots. In other words, why should a creative intelligence take pleasure in looking at creatures who walk around in reverence, inferior and ignorant, constantly doing exactly what it has forbidden them to do?

The counter-imagination: Wouldn’t this intelligence have the ambition to see created things that give it the impression of having done a good job with the option of updating?

The answer should not be difficult.
Humans have free will and thoughts of the same kind, because their non-materiality makes this possible in the first place and because the ideas that are interwoven in all living beings and are individually and temporarily connected to a respective physical being through incarnation.
The individual freedom of decision enables the ramification of the most different kinds of behaviour, which therefore does not require the intervention of the creative intelligence.

Christians are surprised that their God allows conflicts, crimes, wars and their cruelties in the most perverse facets. Their God has not abandoned them; they have just not realized that they can and must act on their own responsibility. They are not aware of their built-in maturity and blame wrong developments in their actions on the weakness of their construction and thus on the constructor. This is a metaphor. If he, the human being, would search within himself, then his pea-sized fraying could come to an end and an extended level of consciousness could be activated.

Opposition, criticism, satire, freedom of the press, the general freedom of the mind in its orientation towards all, are the privileges of the present time.

It is intolerance towards living beings existing parallel to the human species, which are dismissed as things or objects, ‚held‘ under more than unworthy conditions, lifeless and whose bodies are processed into food.
When will this man-made madness finally be understood, acknowledged and stopped?

Excerpt from: Joachim Rohlfing. „Future X. Free choice.“ iBooks.

Then Genesis 1, 29-30 has the status it deserves.

Kant: ‚Sapere aude! (Have courage to use your own intellect).

 

Translated with http://www.DeepL.com/Translator (free version)

 

 

 

 

 

…bei sich selbst anfangen…start with oneself… (d/e)


Deutsch

Es muss nicht immer richtig sein, was bekannte und auch berühmte Menschen von sich geben; soviel zur Einleitung. Dabei stellt sich die Frage, was denn nun ‚richtig‘ im Sinne des Wortes ist? Hier geht es jetzt um den Vegetaris- und Veganismus – also die fleischlose Ernährung bei Vegetariern und die vollständige Ablehnung jeglicher Tierprodukte bei Veganern. Nach der Definition lebe ich selber vorwiegend als Veganer, der aber auch die Eier der nachbarschaftlichen Hühner nicht verschmäht. Das sind Lebewesen, die ich persönlich kenne und von denen ich weiß, dass sie artgerecht freilaufend gehalten werden. Als Veganer bin ich damit inkonsequent – das ist richtig. Das habe ich mit mir selber abgeklärt. Essen oder gar töten, um sie (das Fleisch oder gar die Innereien) zu essen, ist allerdings völlig ausgeschlossen! Ehemals beseelte Lebewesen, die ein Gesicht, Vater und Mutter, einen Blutkreislauf, ein zentrales Nervensystem und Freude und Schmerzen empfanden – das geht für mich gar nicht. Und das seit 34 Jahren!

Diese Sichtweise ist nicht von einem temporären Mainstream oder einem berühmten Menschen beeinflusst worden, sondern war seinerzeit die logische Konsequenz meiner Weltanschauung- und Definition. Bislang habe ich es (fast) konsequent vermieden, bekannte und berühmte Persönlichkeiten zu zitieren – quasi als argumentative Unterstützer. Und nun? Warum poste ich denn in der Folge genau so etwas? Und warum jetzt? Antwort: Weil die Thematik zeitlos ist und in den ausgesuchten Zitaten mehr als deutlich wird. Im Sinne dieses Planeten ist ein Umdenken zwingend erforderlich. Hier bringe ich jetzt keine Statistiken; die sind einschlägig den Medien zu entnehmen. Dieser ganze Beitrag wird -wie ich das kenne- als blödsinnige Spinnerei abgetan oder gar angefeindet. Eine zielführende Auseinandersetzung mit der Thematik ist allerdings schon aufgrund des sicherlich von Menschen befeuerten Klimawandels überlebensnotwendig.

Entgegen bisheriger Gepflogenheiten bringe ich jetzt hier schon das übliche Kant-Zitat:

Kant: ‚Sapere aude! Kant: ‚Sapere aude! (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen).

„Ich bin sowohl Vegetarier als auch Anti- Alkoholiker, weil ich so besseren Gebrauch von meinem Gehirn machen kann“  (Edison)

Wenn der Mensch ernstlich und aufrichtig den moralischen Weg sucht, so ist das erste, wovon er sich abwenden muß, die Fleischnahrung. Denn abgesehen von der Aufregung der Leidenschaften, die durch diese Nahrung verursacht wird, ist dieselbe ganz einfach unsittlich, weil sie eine dem sittlichen Gefühl widersprechende Tat, das Morden, erfordert «Fleischessen ist ein Überbleibsel der größten Rohheit; der Übergang zum Vegetarismus ist die erste und natürlichste Folge der Aufklärung…. Vegetarismus gilt als Kriterium, an welchem wir erkennen können, ob das Streben des Menschen nach moralischer Vollkommenheit echt und ernst gemeint ist.  (Leo Tolstoi)

Ein Beweis, daß der Geschmack für Fleischkost dem Menschen nicht natürlich ist, liegt auch darin, daß die Kinder eine Abneigung gegen solche Speisen haben und den pflanzlichen Nahrungsmitteln den Vorzug geben, wie Milchspeisen, Gebäck, Obst und dergleichen. Es ist höchst wichtig, diesen ursprünglichen und natürlichen Geschmack nicht zu verderben und die Kinder nicht zu Fleischessern zu machen. Denn wie man auch die Tatsachen erklären möge, so ist es doch gewiß, daß die starken Fleischesser im allgemeinen grausamer und wilder sind als andere Menschen.  (Rousseau)

Es wird oft gesagt, daß die Menschen schon immer Fleisch gegessen hätten, als ob dies eine Rechtfertigung dafür wäre, dies weiterhin zu tun. Gemäß dieser Logik dürften wir nicht versuchen, Menschen daran zu hindern, andere Menschen umzubringen, da dies auch schon seit jeher getan wurde.  (Isaac Bashevis Singer)

Könnt ihr wirklich die Frage stellen, aus welchem Grunde sich Pythagoras des Fleischessens enthielt? Ich für meinen Teil frage mich, unter welchen Umständen und in welchem Geisteszustand es ein Mensch das erstemal über sich brachte, mit seinem Mund Blut zu berühren, seine Lippen zum Fleisch eines Kadavers zu führen und seinen Tisch mit toten, verwesenden Körpern zu zieren, und es sich dann erlaubt hat, die Teile, die kurz zuvor noch gebrüllt und geschrien, sich bewegt und gelebt haben, Nahrung zu nennen. Um des Fleisches willen rauben wir ihnen die Sonne, das Licht und die Lebensdauer, die ihnen von Geburt an zustehen.  (Plutarch)

„Auschwitz fängt da an, wo einer im Schlachthof steht und sagt, es sind ja nur Tiere.“ (Adorno)

„Bis auf weiters das Messer blitzt, die Schweine schrein, man muss sie halt benutzen, denn jeder denkt, wozu das Schwein, wenn wir es nicht verputzen? Und jeder schmunzelt, jeder nagt nach Art der Kannibalen, bis man dereinst „Pfui Teufel“ sagt, zum Schinken aus Westfalen.  (Wilhelm Busch)

„Die Vernunft beginnt bereits in der Küche“   (Nietzsche)

„Die Welt ist kein Machwerk und die Tiere sind kein Fabrikat zu unserem Gebrauch. Nicht Erbarmen, sondern Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig“   (Schopenhauer)

„Die besten Reformer, die die Welt dje gesehen hat, sind die, die bei sich selbst anfangen.“(Georg Bernhard Shaw)

Sei Du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.“   (Mahatma Gandhi)

„Ich glaube, dass spiritueller Fortschritt an einem gewissen Punkt von uns verlangt, dass wir aufhören, unsere Mitlebewesen zur Befriedigung unserer körperlichen Verlangen zu töten.“  (Mahatma Gandhi)

 

English

It does not always have to be right, what known and also famous people say about themselves; so much for the introduction. The question arises, what is ‚right‘ in the sense of the word? Here it is now about vegetarianism and veganism – that is, the meatless diet for vegetarians and the complete rejection of all animal products for vegans. By definition, I myself live predominantly as a vegan, but who does not spurn the eggs of neighboring chickens. These are creatures that I know personally and of which I know that they are kept in a species-appropriate free range. As a vegan I am inconsistent with this – that is correct. I have clarified this with myself. However, eating or even killing them to eat them is completely out of the question! Formerly animated living beings who felt a face, father and mother, a blood circulation, a central nerve centre and joy and pain – that is not possible for me at all. And this for 34 years!

This view has not been influenced by a temporary mainstream or a famous person, but was at that time the logical consequence of my world view and definition. So far I (almost) consistently avoided quoting well-known and famous people – quasi as argumentative supporters. And now? Why do I post something like this in the following? And why now? Answer: Because the topic is timeless and is more than clear in the selected quotations. In the sense of this planet a rethinking is absolutely necessary. Here I do not bring any statistics; they can be taken from the media. This whole contribution is – as I know it – dismissed or even hostile as a stupid crazy business.

Contrary to previous conventions, I am now presenting the usual Kant-quotation:

Kant: ‚Sapere aude! (Have courage to use your own mind).

 

„I am both vegetarian and anti-alcoholic, because I can make better use of my brain“ (Edison)

If man sincerely and sincerely seeks the moral path, the first thing he must turn away from is the food of the flesh. For apart from the excitement of the passions caused by this food, the same is quite simply immoral because it requires an act contrary to moral feeling, namely murder, „Eating meat is a remnant of the greatest cruelty; the transition to vegetarianism is the first and most natural consequence of the Enlightenment Vegetarianism is regarded as the criterion by which we can recognize whether man’s striving for moral perfection is genuine and serious.  (Leo Tolstoy)

Proof that the taste for meat food is not natural to humans is also in the fact that children have an aversion to such food and prefer plant foods, such as milk dishes, pastries, fruit and the like. It is extremely important not to spoil this original and natural taste and not to turn children into meat eaters. For however one may explain the facts, it is certain that the strong meat eaters are generally more cruel and savage than other people.  (Rousseau)

It is often said that people have always eaten meat, as if this were a justification to continue doing so. According to this logic, we should not try to stop people from killing other people, as this has always been done.  (Isaac Bashevis Singer)

Can you really ask the question why Pythagoras abstained from eating meat? I, for my part, wonder under what circumstances and in what state of mind a man first brought it upon himself to touch blood with his mouth, to bring his lips to the flesh of a carcass and to decorate his table with dead, decaying bodies, and then took the liberty of calling the parts that had just before roared and screamed, moved and lived, food. For the sake of the flesh, we rob them of the sun, the light and the life that they have been entitled to since birth.  (Plutarch)

„Auschwitz begins where someone stands in a slaughterhouse and says they’re only animals.“ (Adorno)

„Until further notice the knife flashes, the pigs shriek, you just have to use it, because everyone thinks, what’s the use of the pig if we don’t plaster it? And everyone smiles, everyone gnaws in the manner of cannibals, until one day they say „Pfui Teufel“ (disgusting) to the ham from Westphalia.  (Wilhelm Busch)

„Reason begins already in the kitchen“ (Nietzsche)

„The world is not a factory, and animals are not made for our use. Not mercy, but justice is owed to the animals“ (Schopenhauer)

„The best reformers the world has ever seen are those who start with themselves.“  (Mahatma Gandhi)

Be yourself the change you wish for this world.  (Mahatma Gandhi)

 

Translated with http://www.DeepL.com/Translator (free version)

Frieden (2)…


Frieden

 

Wann herrscht denn Friede hier auf Erden?

die Fragestellung greift schon nicht

aus Falken müssten Tauben werden

aus Dunkelheit des Friedens Licht

 

Das glitzernd Spielzeug in der Luft

schickt Bombengruß von Sam und Bob

das ist so wenn die Truppe ruft

wir tun ja hier nur unsren Job

 

Wenn Kriege ihre Namen kriegen

verraten des Kolumbus Ei

in Patriotens Kinderwiegen

wächst nach Diablos Barbarei

Terroristen unter sich… Terrorists among themselves… (d/e)


Deutsch

Strafrechtlich führt es richtigerweise zu einer lebenslangen Haft, einen Mord zu begehen. Die Anstiftung oder der Auftrag dazu ist eine ebensolche Straftat mit entsprechender Ahndung. Das gilt für Zivilpersonen.

Ein Staat ist allerdings keine Zivilperson, sondern die Summe der Staatsbürger, die einen Teil ihrer Rechte an die Gesellschaft, also einen Staat, abgetreten hat. (S. z.B. Rousseau – ‚Der Gesellschaftsvertrag‘). Der Satz ist die einfachste Variante einer Definition dazu. Das Machtmonopol (Polizei/Militär usw.) liegt im Interesse und Schutz der Bürger. Heißt das, dass Staatslenker|innen im Interesse aller Bürger das Machtmonopol benutzen dürfen, um über dem zivilen Strafrecht hinaus genau das anordnen, was strafrechtlich zu Freiheitsentzug oder gar -wie auch in den USA- zur Anwendung der Todesstrafe führt?

Die Frage mit ‚Nein‘ zu beantworten, bedeutet, dass sich ein(e) Staatenlenker|in nicht an das innerstaatliche Recht halten muss, sofern die Interessen und der Schutz der Bürger gefährdet sind. Staatsrecht über Zivilrecht. Eine außenpolitische Notwendigkeit im sogenannten Bedarfsfall?

Darf der Präsident der USA (als konkretes und aktuelles Beispiel) einen Mordbefehl geben, der in einem anderen Land|Staat ausgeführt wird? Also quasi eine Todesstrafe außer Landes vollstrecken lässt. Da die Todesstrafe an sich weder religiös christlich noch weltlich ethisch vertretbar und angebracht ist, ist der Präsident damit der Auftraggeber eines Mordes, also Mittäter oder konkreter – indirekter Auftragsmörder nach zivilem Recht. Er missbraucht weisungs- und befehlsrechtlich Soldaten und macht sie direkt zu Marionetten seiner Gewissenlosigkeit. Er lässt sie morden. So ein Mann ist der ‚Commander in chief‘ (Oberbefehlshaber) und damit der Kommandeur aller amerikanischen Streitkräfte samt ABC-Waffen!

Dass der ermordete iranische General kein ‚Engel‘ war, ist wohl unumstritten. Nur – mit der gezielten Tötung hat man ihn zum Märtyrer in der islamischen Welt gemacht und den Streichholz in den Benzinkanister geworfen. Die Iraner schwören auf Rache – also auf eine niederfrequente Geisteshaltung. Beides, die Aktion und die Reaktion, liegen auf gleichem Niveau und bedienen sich der wechselseitigen Zerstörungswut. Welcher Schaden für die jeweiligen Bürger soll denn da abgewendet werden, wenn sich jede Seite im Recht fühlt? (Trump z.B., ohne den Kongress zu informieren und sich das absegnen zu lassen).

Trump und seine Gefolgsleute halten die Mullahs im Iran für Terroristen und andersherum. Beide Staatslenker führen ihre Staatsbürger hinter die Fichte, indem sie diese anstacheln; wie immer mit den wirkungsvollsten Mitteln: Nationaldenken und Nationalstolz mit entsprechender Propaganda. Das funktionierte und funktioniert immer (noch).

Nach dem 11. September 2001 verkündete George W.Bush eine ‚Achse des Bösen‘ und suggerierte damit, dass die USA das Gegenteil (die Guten) sind. Das muss korrigiert werden: Trump hat die USA in diese ‚Bush-Achse‘ integriert. Er ist nicht der erste Präsident, der gezielt  töten ließ. Sein Vorgänger und -man sagt- alle davor haben sich dieses Mittels bedient.

Terroristen morden – die sogenannte Führungsmacht der ‚freien Welt‘ handelt nicht anders und gleichartig und ist damit was? Ich scheue mich nicht davor, das Terrorismus zu nennen. Zu Ende gedacht ist damit der amerikanische Präsident nicht nur ein Gangster, sondern einer, der sich terrortistischer Mittel scham-und gewissenlos bedient. Das mit dem anstehenden Wahlkampf in den USA zu verknüpfen, ist blanke Niedertracht.

Ich bin mir nicht sicher und kann es auch gar nicht sein, dass dieser aktuelle Chef der ‚US-Gangsterdemokratie‘ nach den Wahlen vor die Tür des Weißen Hauses gesetzt wird – mit möglicherweise zivilrechtlichen Folgen.

Wie hieß es vor über 40 Jahren in Udo Lindenbergs ‚Galaxo Gang‘? = „Ihr steht mit einem Bein im Marskanal – mit dem anderen im Neantertal…“  

(Ich hoffe, Udo hat nichts dagegen, dass ich ihn hier zitiere…!?)

English

Under criminal law, committing murder correctly leads to life imprisonment. The instigation or the order to do so is a similar offence with corresponding punishment. This applies to civilians.

However, a state is not a civilian, but the sum of all citizens who have ceded part of their rights to society, i.e. a state. (See e.g. Rousseau – ‚The social contract‘). The sentence is the simplest variant of a definition of this. The monopoly of power (police/military etc.) is in the interest and protection of the citizens. Does this mean that state leaders are allowed to use the monopoly of power in the interest of all citizens in order to order, beyond civil criminal law, exactly that which leads to imprisonment or even – as in the USA – to the application of the death penalty?

To answer the question with ’no‘ means that a head of state does not have to comply with national law if the interests and protection of citizens are endangered. State law over civil law. A foreign policy necessity in the so-called case of need?

Is the President of the USA allowed (as a concrete and current example) to give an order of murder which is executed in another country|state? In other words, to have a death penalty executed outside the country. Since the death penalty as such is neither religiously Christian nor secularly ethically justifiable and appropriate, the president is thus the orderer of a murder, i.e. an accomplice or concrete – indirect contract killer under civil law. He abuses soldiers according to instructions and orders and makes them directly into puppets of his unscrupulousness. He has them murdered. Such a man is the ‚Commander in chief‘ and thus the commander of all American armed forces including ABC weapons!

That the murdered Iranian general was no angel is undisputed. Only – with the targeted killing he was made a martyr in the Islamic world and the match was thrown into the petrol can. The Iranians swear by revenge – that is, by a low-frequency state of mind. Both action and reaction are on the same level and make use of the mutual destructive fury. What harm is to be averted for the respective citizens if each side feels it is right? (Trump, for example, without informing Congress and getting it approved).

Trump and his followers consider the mullahs in Iran to be terrorists and vice versa. Both leaders are leading their citizens behind the spruce by inciting them; as always with the most effective means: Nationalism and national pride with propaganda. That worked and still works (still).

After September 11, 2001, George W. Bush proclaimed an ‚axis of evil‘, suggesting that the USA is the opposite (the good). This must be corrected: Trump put the US on this Bush axis. He is not the first president who had targeted killings. His predecessor and – one says – everyone before him has used this means.

Terrorists murder – the so-called leading power of the ‚free world‘ does not act differently and in the same way and is therefore what? I am not afraid to call this terrorism. In the final analysis, the American President is not just a gangster, but one who shamelessly and unscrupulously uses terrorist means. To link this with the upcoming election campaign in the USA is sheer infamy.

I am not sure, and it is not at all possible, that this current leader of the ‚US gangster democracy‘ will be thrown out of the White House after the elections – with possible consequences under civil law.

What did Udo Lindenberg’s Galaxo Gang say more than 40 years ago: „You have one foot in the Mars Canal and the other in the Neanter Valley…“  

(I hope Udo does not mind that I quote him here…!?)

Translated with http://www.DeepL.com/Translator (free version)

 

Zeit… (2)


Zeit  (2)

Man klagt in mancher Stunde

es möge doch vergehn’ – die Zeit

man merkt, wie lang ist die Sekunde

doch merkst du, was sie hält bereit

 

es langweilt sich der Mensch am Abend

und sieht nicht ein – den Sinn der Zeit

er resigniert und sinnlos treibend

ist er zur Mühe nicht bereit

 

doch die Sekunden gehn’ dahin

und sie sind nicht – wie die zuvor

es starben Zellen – ist das Gewinn

doch Neue sind am selben Ort …

 

du wirst es sicher nie erleben

zu sehn’ die Welt, so wie zuvor

den ständig’ Wechsel wird es geben

drum sieh doch hin – was geht da vor

 

in mancher Stund’ wirst du dann sehen

was Menschen treiben Tag für Tag

die Wahrheit wirst du nicht verstehen

sie würd’ dich treffen – wie ein Schlag

 

©Joachim Rohlfing

Garaus…


Garaus

 

Vergilbtes Elternhaus

macht Perspektiven den Garaus

sie zu erkennen später dann

ist Kraftakt in Erfahrungs Bann

 

vernachlässigt die Kinderseele

geopfert im Bedürfnisdrang

zwangsjackenhaftes Zeitgestehle

kindungerechter Lebenszwang

 

realer Alptraum Schuldgefühle ?

der existiert im Irgendwo

des Kopfes abgespeichert Mühle

verirrt sich dann im Menschenzoo

 

©Joachim Rohlfing

Zwischenruf…


Da stellt sich die Frage, ob es sinnvoll ist, die restlichen Gedichte aus meinem Büchlein ‚Menschenland‘ © auch nach der Advents- und Weihnachtszeit ebenfalls hier (für’Null‘) zu posten? Die Kategorie ‚Literatur- Gedichte‘ füllt sich schon in diese Richtung. Ist das dann schon Philanthropie oder einfach nur … was auch immer? Immerhin noch und wieder der (rechtliche und leider auch angebrachte) Hinweis:

Vor Verwendung meines Materials hier ist und bleibt eine Genehmigung/Erlaubnis von mir erforderlich. 

Wer das nicht mag, der|die|* hat immerhin die Möglichkeit, meine Bücher käuflich zu erwerben. Warum der Hinweis?  -> Urheberschutz und Respekt vor geistigem Eigentum und Fairness. 

Auf Selbstverständlichkeiten hinzuweisen, ist eigentlich nicht mein Ding, doch… auch Weihnachten ist real in allen Facetten… –

 

Heiligabend… (d/e)


Heiligabend

 

In den Straßen der kleinen Kreisstadt war es ruhig geworden. Hellerleuchtete Schaufenster mit greller, aufdringlicher Leuchtreklame blendeten erbarmungslos meine Augen. Das Weihnachtsgeschäft, das Geschäft des Jahres, war an diesem `Heiligabend´ gelaufen.

Die Gläubigen eilten nach dem obligatorischen Kirchgang zurück in die Behaglichkeit, in die Wärme und Geborgenheit ihrer festlich geschmückten Wohnungen. Es war Weihnacht.

Langsam schlenderte ich an den Schaufenstern vorüber.

Auf der anderen Straßenseite stand ein alter Mann vor einem Schaufenster.

Er schien völlig geistesabwesend zu sein. Ich blieb stehen und sah zu ihm hinüber. Ein   eiskalter Wind zerrte an meinem Gesicht.

Ich schlug den Kragen meines Mantels auf und ging hinüber.

Er stand mit gesenktem Kopf vor dem Schaufenster eines Spielwarengeschäftes, die rechte Hand vor die Stirn gepresst. Ich sah unauffällig zu Ihm hinüber. Er schien mich nicht zu bemerken. Warum ging ich nicht weiter ?

Wie all die Anderen ?

Er weinte.

„Kann ich Ihnen helfen?“

„Mir kann niemand helfen!“

„Ja .. aber …“

„Lassen Sie mich in Ruhe! Was wollen Sie von mir?“

„Pardon. Ich will Sie nicht belästigen. Entschuldigung.“

Ich drehte mich um und wollte gehen.

„Warten Sie!“

Ich blieb stehen.

Der alte Mann stand immer noch so da – wie vor einer Minute.

„Warum kümmern Sie sich um mich? Sie kennen mich doch gar nicht!“

Ich schwieg eine Weile.

„ Ja .. da haben Sie recht. Ich kenne Sie nicht …“

Er nahm die Hand von der Stirn, hob langsam den Kopf und sah mich an. Sein vergrämter, zerflossener Blick traf mich wie ein Messer. Ich hatte das Gefühl, als suchte er jemanden .. irgendjemanden, mit dem er reden konnte. Einen Menschen, der ihm zuhörte, mehr nicht.

„Was bedrückt Sie?“

„Ach .. junger Mann …“ Er sah wieder auf den Boden.

„Dieser Abend soll für uns Menschen ein Abend des Glücks und der Zufriedenheit sein… Für

mich ist er Verzweiflung. Ich musste `raus. Ich hielt es zuhause nicht mehr aus.“

„Was ist passiert?“

Er begann wieder zu weinen.

In den Häusern wurde das Fest der Freude und der Zufriedenheit gefeiert. Jeder auf seine Weise. Was war geschehen, dass dieser alte Mann weinend vor einem Schaufenster stand? Was hatte ihn so zerschmettert?

„Ich hatte den Tannenbaum geschmückt, die Kerzen  angezündet und  meine Tochter und meinen Schwiegersohn erwartet. Gott sei Dank, dass meine Frau das nicht mehr erleben muss!  Ich hatte mich darauf gefreut, mit ihnen diesen Abend zu verbringen. Ich wollte heute nicht allein sein. Ich wollte es nicht… !“

„Und was geschah? Sie sind nicht gekommen?“

„Doch! Verflucht, sie sind gekommen. Mein Schwiegersohn war betrunken. Als er den Baum sah, begann er entsetzlich zu lachen. Er nannte ihn… ich mag es nicht sagen. Er sagte nur, dass er diesen `Blödsinn´ nicht mitmacht. Schließlich löschte er die Kerzen aus und knickte den Stamm in der Mitte ab. Meinen liebevoll geschmückten … Dann hab´ ich ihn hinausgeworfen.“

„Was sagte Ihre Tochter dazu?“

„Die ist mit ihm gegangen. Ja.. sie ist einfach mit ihm gegangen. Kein Wort….nichts!“

„Wollen Sie nicht nach Hause gehen?“

„Ja .. später…“

„Er war betrunken, sagten Sie?“

„Ja.“

„Dann wird er sich sicherlich morgen entschuldigen.“

„Ja, sicherlich…  Ich  wollte  ihnen  doch nur eine Freunde machen“, sagte er dumpf, und ich hatte das Gefühl, nicht mehr wahrgenommen zu werden. Er schüttelte nur langsam, wieder völlig abwesend den Kopf. „Ich wollte ihnen doch nur eine Freunde machen…“

An diesem Heiligabend stand der alte Mann vor dem Schaufenster eines Spielwarengeschäftes. Die schneidende Kälte dieser Weihnacht und das zerreißende Gefühl des Alleinseins waren seine  gnadenlosen Begleiter in einer Nacht der Liebe, der Zusammengehörigkeit, des Vergebens und der Wärme. Der bloße, niederwerfende Gedanke daran und die Hoffnung auf eine Entschuldigung waren alles, was der alte Mann noch hatte.   –

©Joachim Rohlfing

 

in English

Christmas Eve

It had become quiet in the streets of the small district town. Brightly lit shop windows with glaring, obtrusive illuminated advertising mercilessly dazzled my eyes. The Christmas business, the business of the year, had been running on this ‚Christmas Eve‘.

After the obligatory church visit, the faithful hurried back to the comfort, warmth and security of their festively decorated homes. It was Christmas.

Slowly I strolled past the shop windows.

Across the street an old man stood in front of a shop window.

He seemed to be completely absent-minded. I stopped and looked over at him. An icy cold wind tore at my face.

I unbuttoned the collar of my coat and went over.

He stood with his head lowered in front of the window of a toy store, his right hand pressed against his forehead. I looked over at him without attracting attention. He did not seem to notice me. Why didn’t I go on ?

Like all the others?

He was crying.

„Can I help you?“

„Nobody can help me!“

„Yeah, but…

„Leave me alone! What do you want from me?“

„Sorry. I don’t mean to bother you. I’m sorry.“

I turned around and wanted to leave.

„Wait!“

I stopped.

The old man was still standing there – just like a minute ago.

„Why do you care about me? You don’t even know me!“

I held my peace for a while.

„Yes, you’re right. I don’t know you…“

He took his hand off his forehead, slowly raised his head and looked at me. His pitiful, melted look hit me like a knife. I felt as if he was looking for someone, anyone to talk to. Someone to listen to him, nothing more.

„What’s on your mind?

„Oh, young man…“ He looked down again.

„Let this evening be for us humans an evening of happiness and contentment… For

but for me he’s desperate. I had to get out. I couldn’t stand it at home anymore.“

„What happened?“

He started crying again.

In the houses the feast of joy and satisfaction was celebrated. Each in his own way. What had happened that made this old man stand crying in front of a shop window? What had so shattered him?

„I had decorated the Christmas tree, lit the candles and waited for my daughter and son-in-law. Thank God that my wife doesn’t have to live to see this!  I had been looking forward to spending this evening with them. I didn’t want to be alone today. I didn’t want… !“

„And what happened? You didn’t come?“

„Yes, they did! Damn it, they came. My son-in-law was drunk. When he saw the tree, he started to laugh horribly. He called it… I don’t like to say it. He just said that he wouldn’t go along with this ’nonsense‘. Finally he put out the candles and bent the trunk in the middle. My lovingly decorated… Then I threw him out.“

„What did your daughter say?“

„She left with him. Yeah, she just left with him. Not a word… nothing!“

„Don’t you want to go home?“

„Yes, later…“

„He was drunk, you said?“

„Yes.“

„Then he’ll surely apologize tomorrow.“

„Yes, certainly…  I just wanted to make them friends,“ he said muffledly, and I had the feeling that I was no longer noticed. He shook his head slowly, completely absent again. „I just wanted to make friends…“

That Christmas Eve, the old man stood in front of the window of a toy store. The biting cold of this Christmas and the tearing feeling of being alone were his merciless companions in a night of love, togetherness, forgiveness and warmth. The mere prostrate thought of it and the hope of an apology were all the old man had left.   –

©Joachim Rohlfing

Translated with http://www.DeepL.com/Translator (free version)

Johannes…


Johannes

Johannes in der Offenbarung

spricht von Posaunen zum Finale

vom `Tier´ das aufsteigt aus dem Meer

zum allerletzten Male

 

an markant Punkten des Planeten

logistisch perfekt inszeniert

zu spät ist dann Wendhalses Beten

in Adern Blut halt doch gefriert

 

der Irrsinn irdisch blassen Kults

manifestiert am Morgen schon

erhält dann tragisch den Impuls

am Kreuz das war wohl doch der Sohn

 

denn dann wenn die Posaunen blasen

wie viele warn’s bis heute schon

hört Mensch auf Mammon nachzurasen

er fragt dich nach – der Menschensohn

 

oder ist das Ganze nur

vermenschlicht als Metapher

die läuft wie eine gerade Schnur

nur unverstanden im Zeitraffer

 

©Joachim Rohlfing

Bildschirmschoner… Urlaubsgefühl im Dezember (d/e)


Bildschirmschoner

 

Auf der A1  kurz vor Ahlhorn.

Noch mehr go als stop.

So kurz vor der Abfahrt…

Alle wollen wohl zur Nordsee.

Die Autos vollgestopft bis unters Dach.

Genervt klopft die Hand auf das Lenkrad.

Wenigstens keine quängelnden Kleinkinder an Bord.

Stillstand.

Nichts geht mehr.

Die Ersten steigen nach einigen Minuten aus.

Vielleicht hilfts ja …

Vater und Mutter schauen sich entgeistert an.

„Bleib cool, Dad.“

„Wenn ich da an die Fahrten denke, als du noch klein warst… was du und dein Bruder  da veranstaltet haben.“

„Der ist ja heut nicht dabei  –  außerdem bin ich 15.“

„Er wollte ja nicht – mit 18 …“

„Mama ist da immer ausgerastet …“

„Ja ja, immer ich …“

Wieder sechs Meter weiter.

Stillstand an der Ausfahrt eines kleinen Rastplatzes.

Einige drängeln auf der Standspur weiter.

Die ewig Gestrigen.

Da wird gnadenlos die Standspur für mögliche Rettungsfahrzeuge zugepflastert.

Egotrips auch im Urlaub.

„Ey, guckt mal da rechts …“

Adrian begann zu kichern.

Da stand einer an seinem Uraltmotorrad mit Beiwagen.

In schwarzer Motorradkluft der 50er oder 60er Jahre.

Drei Millimeter-Haarschnitt und 30 Zentimeter-Bart.

Ansehnlicher Bierbauch.

Nicht schätzbares Alter.

„Der Typ is´ja ultracool.“

.

Dann begann die Show.

Der Biker begann mit Lockerungsübungen der Klasse ´Sehenswert`.

Abwechselnd zog er seine Beine langsam an und streckte sie wieder im gleichen Tempo.

Das Ganze dann mit den Armen …

Jeweils genau fünf Mal.

Dann ging er einige Meter in Zeitlupe auf und ab, um genau dieselben Übungen zu machen. Dieses Mal mit einer zusätzlichen Variante.

Er rieb zwischendurch mit der rechten Handfläche den linken Unterarm und umgekehrt.

Nach längerem Blick auf die Fahrzeugschlange entschloss er sich, die Hände auf die Lendenwirbel zu falten und gemächlich die 15 Meter bis zu einem Wohnmobil zu schreiten, aus dem gerade zwei jüngere Frauen Richtung Gebüsch ausgeschwärmt waren.

Er blieb stehen und sah ihnen nach.

Genau fünf Mal schüttelte er seinen Kopf und schritt wie ein Staatsmann die Ehrengarde der geparkten Fahrzeuge ab.

„Ich glaub`s  nicht… jetzt noch mal die Beine anwinkeln… “

Adrian hatte seine PC- Zeitschrift längst beiseite gelegt.

Majestätisch schritt der Typ wieder zu seinem Motorrad und blieb daneben stehen.

Mit strengem Blick glotzte er Richtung Gebüsch.

Adrians Gelächter infizierte seine Eltern.

Der Bärtige drehte sich um und sah auf sein Motorrad.

„Was kommt jetzt?“

Er ging zum Beiwagen und zog einen Kanister Sprit heraus.

In wirklicher Zeitlupe drehte er den Tankdeckel auf und ließ für drei bis vier Sekunden Sprit einlaufen.

„Warum nimmt der keinen Eintritt ?“

Er verschloß den Kanister, hob ihn an sein rechtes Ohr und schüttelte ihn.

„Sowas habe ich noch nicht gesehen.“  Adrian rang zwischen den Lachschüben nach Luft.

Der Typ schaute mit prüfendem Blick gen Himmel,  nickte kurz und platzierte den Kanister wieder im Beiwagen.

„Das ist .. ja .. das ist Johnny Castaway! Ihr wisst doch – dieser Bildschirmschoner!“

Die Drei schrien auf vor Lachen.

„Bei Nichtaktivität kommt der automatisch nach einer Minute …“

„Und zieht dann eine vergleichbare Show ab..“

Adrian hatte seinen Dad lange nicht mehr so unkontrolliert lachen gesehen.

Der Stau auf der A 1 hatte diesen wunderbaren Bildschirmschoner aktiviert.

 

Die Fahrzeugschlange setzte sich wieder langsam in Bewegung.

Adrian renkte sich fast den Hals aus, um ´Johnny` so lange wie möglich im Blickfeld zu haben.

„Schade, den sehen wir nie wieder …“

 

Die Blechlawine rollte mit 40 km/h weiter.

Die Urlaubslaune war wieder da.

Dank ihm …

 

„Nein!! Schaut mal nach links !“

Da fuhr er… auf der linken Spur langsam an ihnen vorbei:  Johnny Castaway …

 

©Joachim Rohlfing

 

in English

screen saver

 

On the A1 shortly before Ahlhorn.

Even more go than stop.

So shortly before the departure …

Everyone probably wants to go to the North Sea.

The cars stuffed to the roof.

Annoyed the hand knocks on the steering wheel.

At least no whining toddlers on board.

Standstill.

Nothing works anymore.

The first get off after a few minutes.

Maybe it helps …

Father and mother look at each other in awe.

„Be cool, Dad.“

„When I think about the trips when you were little… what you and your brother did.“

„He’s not there today – and I’m 15.“

„He didn’t want to – with 18 …“

„Mama is always out of control there …“

„Yes yes, always I …“

Again six meters further.

Standstill at the exit of a small resting place.

Some push further on the hard shoulder.

The eternal yesterday.

There the parking lane for possible rescue vehicles is mercilessly paved.

Egotrips also in the vacation.

„Ey, look right there …“

Adrian began to giggle.

There stood one at his old motorcycle with sidecar.

In the black motorbike gap of the 50s or 60s.

Three millimeter haircut and 30 centimeter beard.

A respectable beer belly.

Not estimable age.

„The guy’s ultra cool.“

.

Then the show began.

The biker started with loosening exercises of the class ‚Sehenswert‘.

Alternately he pulled his legs slowly and stretched them again at the same speed.

The whole then with the arms …

In each case exactly five times.

Then he went up and down a few meters in slow motion to do exactly the same exercises. This time with an additional variation.

In between he rubbed his left forearm with his right palm and vice versa.

After a longer look at the queue of vehicles he decided to fold his hands on the lumbar vertebrae and walk leisurely the 15 meters to a motorhome from which just two younger women had swarmed out towards the bushes.

He stopped and looked after them.

Exactly five times he shook his head and walked like a statesman through the guard of honour of the parked vehicles.

„I don’t believe it… now once again bend the legs… “

Adrian had long since put his PC magazine aside.

Majestically the guy walked back to his motorcycle and stopped next to it.

With a stern look he stared towards the bushes.

Adrian’s laughter infected his parents.

The bearded man turned around and looked at his motorcycle.

„What’s next?“

He went to the sidecar and pulled out a can of fuel.

In real slow motion, he opened the fuel filler cap and let fuel run in for three to four seconds.

„Why doesn’t he take an entry?“

He closed the canister, lifted it to his right ear and shook it.

„I haven’t seen anything like it yet.“  Adrian struggled for air between the bursts of laughter.

The guy looked up at the sky, nodded briefly and placed the canister back in the sidecar.

„That’s … yes … that’s Johnny Castaway! You know – this screensaver!“

The three screamed with laughter.

„In case of inactivity it comes automatically after one minute …“

„And then pulls off a comparable show…“

Adrian hadn’t seen his dad laugh so uncontrollably for a long time.

The traffic jam on the A 1 had activated this wonderful screen saver.

The queue of vehicles started to move again slowly.

Adrian almost dislocated his neck to have ‚Johnny‘ in view as long as possible.

„Too bad, we’ll never see him again…“

The avalanche continued with 40 km/h.

The holiday mood was there again.

Thanks to him …

„No!  Look to the left !“

There he drove… on the left lane slowly past them: Johnny Castaway …

Translated with http://www.DeepL.com/Translator (free version)

 

Hunger…


Hunger

wohl kaum jemand bestreitet heute

der sitzt am Napf der Satten

daß Hunger existiert

nicht nur vor Festtagsplatten

 

zu eingefleischt der Feierabend

Kontrast zum Hungertod

der dümpelt aus mit Liebchen badend

Gewinndenkens gefiebert Not

 

das kann’s nicht sein oder wohl doch

vergilbt gedachtes Wohlstandsdenken

verhungert Diesseits –  Menschenjoch

Gedanken sich wohl da verrenken

 

wenn Burger roden Regenwald

vier fünf Quadratmeter pro Stück

wer spielt mit Hunger so eiskalt

sein Schrei Intolerantens Glück

 

vielleicht wird’s so nicht wahrgenommen

denn das setzt weitaus mehr voraus

als Klappendenkens Spendvorkommen

ich überweis und bin dann drauß´

 

es wird und ist nicht zu ertragen

das Menschen sterben Hunger noch

Waffensysteme überragen

wohl Nächstenliebes Egoloch

 

manifestiert Piratendenken

hilft keinem Kind mit Wasserbauch

Kind wird die Seel dem Schöpfer schenken

die Satten ihren Wohlstandsbauch

Danke…


Danke 

 

Danke sagen ist nicht schwer

belegt mit Inhalt doch schon sehr

zu einfach Inhalte verschmelzen

im rüden Umgangsmeer

 

dem Bitte geht es da nicht anders

zwei Zauberworte  immerhin

die sprengen halt gelabert Wortes

sind Ehrlichkeits Gedankensinn

 

das Kirchenlied von Martin Schneider

gefühlig rührt die Singenden

klagt an Diesseits Gedankenmeider

belebt den Sinn der Fühlenden

 

ich sage Danke nach dem Beten

das Allumfassend nenn ich so

ich habe es um Licht gebeten

finalig seh ich´s sowieso

 

unendlich mehr ist dieses Licht

für Menschen suchend Wachsgeranke

an Grenzen stößt da sicher nicht

versprechend lebend Wortes – Danke !

 

Das Danke ist ein Flügelwort

und ständig in der Luft

am Boden nicht an jedem Ort

betörend ist sein Wunschesduft

©Joachim Rohlfing

Quadratur…


Quadratur

 

Vielleicht gelingt die Quadratur

des Kreises auf der Schiefertafel

mit kindlich einfach Signatur

ohne endlos klug Geschwafel

was ist denn diese Quadratur

die Klugheit vor Versagen warnt

ist fehlende Berechnung nur

die intellektuell enttarnt

©Joachim Rohlfing

Negation…


Negation

 

Als Menschen sind wir nur Milliarden

ein Jeglicher sucht da sein Glück

auch heut noch Kampf mit Helebarden

erst geht es vor und dann zurück

 

auf dem Planeten unterzahlig

begriffen sicherlich nicht viel

was hier begegnet ist mehrmalig

Galakt Prioritätsprofil

 

soll heißen nichts geht ohne Blick

auf Toleranz für minderzahlig

ein klares Nein für Egozentrik

denn die schießt ab Geneinsagt qualig

 

©Joachim Rohlfing

Schriftsteller auf Irrwegen… Writer on the wrong track… (d/e)


Deutsch

Ist es richtig, Schriftsteller|innen und ihre Werke parallel wahrzunehmen? Das ‚Pro‘ und ‚Contra‘ um den Literaturnobelpreis für Peter Handke macht genau das deutlich. Einerseits die internationale Anerkennung seiner Literatur und andererseits – der Mensch Handke.

Hat er sich in seiner Parteinahme für Serbien verrannt? Das beantworte ich mit einem klaren ‚Ja‘. Warum? Srebrenica völkisch dargestellt zu verharmlosen und die verantwortlichen Machthaber zu hofieren, ist nicht nur nicht verständlich vermittelbar, sondern zumindest ein Identifikationsansatz.

Ein Literat, der wörtlich sagt: „Ich hasse Meinungen…“, oder das ihm zugeschickte Toilettenpapier Journalistenfragen vorzieht und in dem Zusammenhang das Wort ’shit‘ ausspricht, ist auf irgendwelchen Irrwegen – um das vorsichtig nicht auf dem Niveau zu formulieren. All seine Publikationen betrachtet er als Literatur. Auch die Reportagen der Parteinahme für Geschehnisse, die zum Zeitpunkt des Schreibens schon bekannt waren. Gesehen durch eine Brille mit offensichtlich falschen Gläserstärken. Verharmlosend und mit Verständnis für Vorgehensweisen der abartigsten Art. Eine eindeutige Distanzierung davon war und ist immer noch nicht zu hören. Das zu verstehen, gelingt mir nicht…

Mir stellt sich die Frage, warum dieser jetzige Literaturpreisträger nicht den Anstand hatte, bei seiner bestehenden Meinung (er hasst doch Meinungen…) auf den höchsten Preis in seiner Kategorie zu verzichten? Was ist das – Egomanie nach dem Motto: ‚Ich habe es doch verdient und alles ist nur Literatur – Weltliteratur und ich bestehe darauf‘? Was dieser Mann in seinen Reportagen geschrieben hat, ist unerträglich im Kontext. Man könnte es auch als einseitig, verblendet und sogar als dumm, ignorant oder gar arrogant bezeichnen. Der Konjunktiv ist aus meiner Sicht keiner mehr…

Wenn jemand so tickt und dafür auch noch den Literaturnobelpreis angehängt bekommt, dann werden die Begriffe Toleranz und Differenzierung gedehnt. Ein anerkannter Literat zu sein, bedeutet nicht, einen Freifahrtschein für Irrfahrten zu haben…

Kant: ‚Sapere aude! (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen).

in English

Writer on the wrong track…

Is it right to see writers and their works at the same time? The ‚pros‘ and ‚cons‘ of the Nobel Prize for Literature for Peter Handke make that clear. On the one hand, the international recognition of his literature, and on the other – the human being Handke.

Was he mistaken for Serbia in his partisanship? I answer that with a clear ‚yes‘. Why? To trivialise Srebrenica and court the responsible rulers is not only not understandable, but at least an identification approach.

A literary figure who literally says: „I hate opinions…“, or who prefers toilet paper sent to him to journalists‘ questions and in this context pronounces the word ’shit‘, is on some wrong track – in order not to formulate it cautiously on the same level. He regards all his publications as literature. Also the reports of taking sides for events that were already known at the time of writing. Seen through glasses with obviously wrong lens strengths. Trivializing and with understanding for procedures of the most abnormal kind. A clear distancing from it was and still is not to be heard. I do not succeed in understanding this…

The question arises to me why this current literature prize winner did not have the decency to renounce the highest prize in his category in his existing opinion (he hates opinions…)? What is this – egomania according to the motto: ‚I have earned it after all and everything is just literature – world literature and I insist on it‘? What this man has written in his reports is unbearable in context. It could also be described as one-sided, blinded and even stupid, ignorant or even arrogant. In my opinion, the subjunctive is no longer one…

When someone ticks like that and is awarded the Nobel Prize for Literature for it, the terms tolerance and differentiation are stretched. To be a recognized literary figure does not mean to have a free ticket for odysseys…

Kant: ‚Sapere aude! (Have courage to use your own mind).

Translated with http://www.DeepL.com/Translator (free version)

 

 

Irritation…


Irritation

Gefühlsbezognes Artgedusel

betrunknes Glück nach Weingefusel

versteckt gereifte Sinnesfransen

benebeln Klarheit wohl im Ganzen

verzerrt  entstelltes Volksgedudel

verkrümmt gedrehtes Lüggesudel

mit Mühe ausgehalftertes Verlangen

läßt denkbar vor Realem bangen

wie kann’s finalig anders sein

begreift man’s  oder lässt es sein

wer immer sich davor versteckt

hat reichlich davon aufgespeckt

 

©Joachim Rohlfing

Wenn (1)


Wenn…  (I)

Wenn Gleich und Gleich sich gern gesellt

in jeglicher Beziehung

 

wenn Gegensätze dieser Welt

verwischen durch Gedankens Biegung

 

wenn Bögen dabei überspannt

durch Kompromisse platzen

 

dann stehen wir in diesem Land

vor x-Millionen ‚Glatzen’

 

©Joachim Rohlfing

Plunder… (Gedicht+Karikatur)


Zum Gedicht ‚Plunder‘ liefere ich gleich eine Karikatur aus „Der Wahre Jakob“ aus dem Jahre 1902 (!) dazu.

Plunder

In irgendeiner langen Nacht

wenn Wachsein deinen Schlaf bewacht

Gedankenwelten fest umnebelt

die Zweifel aus den Angeln hebelt

bekannt, geehrt – man ist ja wer

kann stolz sein auf das Kontenmeer

mit Macht hat man’s zu was gebracht

sich abgehoben das es kracht

 

was juckt da schon so’n armes Würstchen

das Hunger hat und auch noch Dürstchen

mit deiner Hand- und Kopfeskraft

ziehst selbst dir ab den Egosaft

 

denn all der hier gesagte Plunder

brennt irgendwann mal auf wie Zunder

©Joachim Rohlfing

 

WW-Netz -Bescheid (verschoben).jpg

Menschenland…


Menschenland

Was geht vor im Menschenland

wenn Viele dumm und arrogant

für Fremdes nicht bereit und offen

im Gegenteil sich damit zoffen

Gedanken wohl aus Nazi-Zeiten

in ihnen noch den Schimmel reiten

der Staat zieht an Gesetzesstrenge

zu züchtigen die dumme Menge

mit Wurzeln aus dem Boden reissen

wie hat es immer schon geheissen

wir schützen unser Vaterland

verteidigen den Tellerrand

vor Dieben, Fremden – all so`n Mist

für Viele das die Denke ist

Der Umkehrschluß nur kurz bemerkt

dem Denkenden den Rücken stärkt.

©Joachim Rohlfing

Kurzgeschichte ‚Beerdigung…‘ (d/e)


Die Geschichte hätte sicherlich zu Totensonntag besser gepasst, doch zu dem Zeitpunkt war das nicht in der Planung. Also jetzt:

Beerdigung

 Da sitzen sie in der Kapelle.

Der mit Kränzen und Blumen bedeckte und eingerahmte Sarg im direkten Blickfeld. In Kübeln hochgezogene Buchsbäume stehen leibwächterartig dezent an den Seiten. Schwer vorstellbar, dass deren Anwesenheit bezahlt werden muss. Auch das hat seinen Preis.

Stille…

Einige husten bemüht reduziert. Der verlegene Blick aus den Augenwinkeln.

Nur nicht die Blicke anderer auf sich ziehen.

Hier und da Getuschel.

Wer ist die Unbekannte neben dem Schwiegersohn des Verstorbenen …?

Stirnrunzeln …

Der Schwerhörige fragt seine Frau laut : „Wo sitzt eigentlich die Hedwig ..?“

Gestikulierende Ortszuweisung.

Peinlich …

Einige grinsen amüsiert vor sich hin.

`Der merkt auch nichts mehr …´

Na ja, in dem Alter.

`Wie lange der das wohl noch macht ..?´

Andere stecken die Köpfe zusammen und zupfen an ihrer Kleidung.

Die Glocke läutet.

Die Blicke zur Uhr – wenigstens pünktlich.

Jetzt denkt kaum jemand daran, dass dieses Geläut auch bezahlt werden muss. Egal, es gehört nun mal dazu.

Der Pfarrer betritt die Kapelle.

Erhabene Stille…

Er bleibt kurz vor dem Sarg stehen und schreitet dann zur Kanzel.

Das Manuskript liegt bereits vor ihm.

Sein Blick schweift in Richtung Hinterbliebene.

Er spricht langsam und bedächtig über den Verstorbenen, sein Leben, die Anzahl seiner Kinder und dass er ein rechtschaffener Mann war.

Er bittet Gott, dass er diesen Verblichenen doch in sein Reich aufnehmen möge.

Obwohl er bereits vor vier Tagen verstorben war…

Ich verdränge die Frage, wo er denn wohl die Zeit dazwischen verbracht hat…  In einer Art `Sammelstelle´ für Seelen ? Darauf wartend, nach der Fürbitte eines Pfarrers … –  mein Gott!

Viele sind tränenweich geworden.

Einige schluchzen laut.

Man hätte ihn ja auch öfter besuchen können. Seine Krankheit war ja bekannt. Doch… wer wusste schon, dass das mit ihm so schnell zu Ende geht…

Der Pfarrer hat auch wirklich gut gepredigt.

So einfühlsam…

Die Sicherheit vermittelnd, dass er auch wirklich dahin kommt, wohin sie ihn alle wünschen …

Das muss ein sehr großes Ziel sein!

Einige sehen mit eiserner Miene am offenen Grab zum Sarg hinab.

Da soll er wirklich drin liegen?

Kein Zweifel.

Doch …

Ob seine Seele, das eigentliche ‚Ich’ der physischen Existenz, wohl wiedergeboren wird – in einem anderen Körper?

Reinkarnation?

Ist das der Grund für den Satz: `Liebe deinen Nächsten wie dich selbst´?

Ist das die Hoffnung – die Erlösung?

Die Perspektive?

Seelenzuweisung?

Neuverteilung?

In was für einen Körper?

Oder braten in irgendeiner Hölle?

Ein gewisser Schauer bleibt…

Er war ein so rechtschaffener Mann.

Doch wo sind seine Erfahrungen, seine Gefühle,

seine Gedanken geblieben?

Gelöscht? Wie eine Festplatte?

Nur noch Vakuum im leblos Feststofflichen?

Das kann es nicht sein…

Vielmehr – ist es nicht vielleicht so, dass zu Lebzeiten die Seele jede x-tel Sekunde quasi wie eine Datenübertragung mit ihrem Ursprung kommuniziert – sich austauscht?

Über Gedanken und Taten?

Je intensiver das Seelenleben, desto größer die Datenflut…?

Der Gedanke gefiel mir, gab mir Hoffnung.

©Joachim Rohlfing

in English:

burial

 There they are in the chapel.

The coffin, covered and framed with wreaths and flowers, is in direct view. Box trees raised in tubs stand discreetly on the sides like bodyguards. It is hard to imagine that their presence would have to be paid for. That also has its price.

Silence…

Some coughing endeavors reduced. The embarrassed view from the corner of their eye.

Just don’t attract the looks of others.

Here and there whispering.

Who is the unknown next to the son-in-law of the deceased …?

Frown frown …

The hearing-impaired asks his wife loudly: „Where is Hedwig sitting …?“

Gesticulating allocation of a place.

Embarrassing …

Some grin amusedly to themselves.

`He doesn’t notice anything either …‘

Well, at that age.

`How long does he think he’ll keep doing that??‘

Others put their heads together and pluck their clothes.

The bell rings.

The glances to the clock – at least punctually.

Now hardly anyone thinks about the fact that this ringing has to be paid for. Anyway, it’s part of it.

The priest enters the chapel.

Sublime silence…

He stops just in front of the coffin and then walks to the pulpit.

The manuscript is already in front of him.

His gaze wanders towards the bereaved.

He talks slowly and thoughtfully about the deceased, his life, the number of his children and that he was a righteous man.

He asks God to welcome this deceased into his kingdom.

Although he had already died four days ago…

I suppress the question where he probably spent the time in between…  In a kind of ‚collection point‘ for souls ? Waiting for it, after the intercession of a priest … – my God!

Many have become soft with tears.

Some sob loudly.

One could have visited him more often. His illness was well known. But… who knew that it would end so quickly with him?

The priest also preached really well.

So sensitive…

Conveying the certainty that he really gets where they all want him to go …

That must be a very big goal!

Some look down with an iron face at the open grave to the coffin.

Is he really supposed to be in there?

No doubt about it.

But …

Whether his soul, the actual ‚I‘ of physical existence, will probably be reborn – in another body?

Reincarnation?

Is that the reason for the sentence: ‚Love your neighbor as yourself‘?

Is that hope – salvation?

The perspective?

Soul assignment?

Redistribution?

In what kind of body?

Or fry in some hell?

A certain shiver remains…

He was such a righteous man.

But where are his experiences, his feelings,

What did he think?

Deleted? Like a hard drive?

Only vacuum in the inanimate solid?

That it can not be…

Rather – isn’t it perhaps the case that during one’s lifetime the soul communicates with its origin every umpteenth second like a data transmission – exchanges itself?

About thoughts and deeds?

The more intensive the soul life, the greater the flood of data…?

The thought pleased me, gave me hope.

©Joachim Rohlfing

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