Gaza…Appell an die Bundesregierung…


Mein Appell an die Bundesregierung : (Text: Amnesty International)

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, sehr geehrter Herr Außenminister, 

ich bitte Sie hiermit eindringlich, Ihrem im Koalitionsvertrag abgelegten Bekenntnis zu Menschenrechten und dem Völkerrecht im Hinblick auf Israels Genozid an den Palästinenser*innen unverzüglich Taten folgen zu lassen.

Seit Oktober 2023 beobachtet die Welt ein unbegreifliches Ausmaß an Tod und Zerstörung im besetzten Gazastreifen. Nach den grausamen Kriegsverbrechen der Hamas und anderer bewaffneter Gruppen in Israel am 7. Oktober 2023 startete die israelische Armee eine unerbittliche Offensive. Dabei wurden zehntausende Menschen getötet, ganze Familien ausgelöscht, Wohnviertel dem Erdboden gleichgemacht und lebenswichtige Infrastruktur zerstört. 1,9 Millionen Palästinenser*innen, mehr als 90 Prozent der Bevölkerung des Gazastreifens, wurden bisher innerhalb des Gazastreifens vertrieben. Eine beispiellose, menschengemachte humanitäre Katastrophe. 

Seit dem einseitigen Bruch der Waffenruhe durch die israelische Regierung am 18. März 2025 hat sich die Lage noch einmal dramatisch zugespitzt. Die israelische Regierung lässt keine humanitäre Hilfe zu, hat die massiven Bombardierungen wieder aufgenommen und die Angriffe ausgeweitet. Sie plant unverblümt und in offenem Widerspruch zum Völkerrecht die massenhafte Vertreibung, ethnische Säuberung und Annexion großer Teile des Gazastreifens. 

Die Folge:  Täglich werden Zivilist*innen – Kinder, Ältere, Frauen, Männer –durch wahllose oder direkte Angriffe getötet. Der Hunger breitet sich in Gaza aus, Kinder und Babys sterben an Unterernährung. Krankenhäuser und Gesundheitsinfrastruktur werden bewusst zerstört. Humanitäre Helfer, Ersthelfer*innen, Ärzte und Ärztinnen, wie Journalist*innen werden zum direkten Ziel von Angriffen. 

Amnesty International ist daher schon im Dezember 2024 in einer umfassenden Analyse zu dem Ergebnis gekommen, dass Israel damit gemäß der Völkermord-Konvention einen Genozid an den Palästinenser*innen im Gazastreifen begeht. Weltweit schließen sich immer mehr Menschenrechtsorganisationen, UN-Organe, Völkerrechtler*innen und Genozidforscher*innen dieser Schlussfolgerung an. 

In dem Koalitionsvertrag Ihrer Regierung aus CDU/CSU und SPD schreiben Sie: „Die Universalität, Unteilbarkeit und Unveräußerlichkeit der Menschenrechte bilden das Fundament der regelbasierten internationalen Weltordnung.“ Und weiter: „Zu unserer Sicherheit gehören die Bewahrung und Weiterentwicklung der regelbasierten internationalen Ordnung auf der Basis des Völkerrechts, der universellen Geltung der Menschenrechte und der Charta der Vereinten Nationen.“

Wenn Sie diese Worte ernst meinen, können Sie sich nicht bedingungslos an die Seite der aktuellen israelischen Regierung stellen, die erwiesenermaßen gegen das Völkerrecht verstoßen hat, sich vielfacher Kriegsverbrechen schuldig gemacht hat und sich offen Anordnungen des Internationalen Gerichtshofs und des Internationalen Strafgerichtshof widersetzt. Das Völkerrecht kennt keine Staatsräson!

Jeder Staat der Welt – also auch Deutschland – ist durch die Völkermord-Konvention verpflichtet, einen Genozid zu verhindern und zu bestrafen. 

Ich fordere Sie daher eindringlich auf:  

  1. die schwerwiegenden Völkerrechtsverletzungen und -verbrechen Israels endlich klar zu verurteilen und dringend Maßnahmen zu ergreifen, um Israel zu einer Beendigung seiner völkerrechtswidrigen Handlungen in Gaza zu bewegen,
  2. dauerhaft Druck auf die israelische Regierung auszuüben, damit diese die seit dem 2. März bestehende illegale Blockade humanitärer Hilfe in den Gazastreifen vollständig beendet, in ausreichendem Umfang in den Gazastreifen zulässt und der Hungersnot ein Ende setzt,
  3. sich entschieden gegen alle Versuche der israelischen Regierung zu stellen, die humanitäre Hilfe für den Gazastreifen zu militarisieren und an politische Bedingungen zu knüpfen,
  4. auf internationaler Ebene massiv den Druck zu erhöhen, damit alle Konfliktparteien in Israel und im besetzten Gazastreifen dringend einem dauerhaften Waffenstillstand zustimmen, um ein weiteres Sterben von Zivilist*innen zu verhindern,
  5. die laufenden Verfahren vor internationalen Gerichten vollumfänglich zu unterstützen, um die langjährige Straflosigkeit für Völkerrechtsverbrechen in Israel und dem besetzten palästinensischen Gebiet zu beenden,
  6. den Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs gegen Benjamin Netanjahu zu respektieren und umzusetzen,
  7. sich gegen jegliche Versuche Israels zu stellen, eine militärische und zivile Präsenz im Gazastreifen einzurichten und die Grenzen oder demografische Zusammensetzung des Gazastreifens zu verändern,
  8. umgehend die direkte und indirekte Lieferung, den Verkauf und die Übermittlung, einschließlich der Durchfuhr und Umladung, aller Waffen, Munition und sonstiger Militär- oder Sicherheitsausrüstung an Israel auszusetzen,  
  9. sicherzustellen, dass Deutschland in Einklang mit dem IGH-Gutachten zur israelischen Besatzung vom 19. Juli 2024, alle Maßnahmen einstellt, die zu einer Fortdauer der völkerrechtswidrigen Besatzung palästinensischen Gebietes beitragen.
       

Mit freundlichen Grüßen 

Russland ‚verbietet‘ Amnesty International…


(nur Deutsch) !

Als Mitglied von Amnesty International poste ich hier den Originaltext der ai- Seite zu dem in der Überschrift genannten Thema mit der entsprechenden Genehmigung.

>> Am 19. Mai 2025 erklärte die russische Generalstaatsanwaltschaft Amnesty International zu einer „unerwünschten Organisation“. Dies geschah im Rahmen der repressiven russischen Gesetzgebung von 2015, die es den Behörden erlaubt, willkürlich jede ausländische Organisation zu verbieten und ihre Aktivitäten in Russland zu kriminalisieren.

In der Ankündigung wurde Amnesty International vorgeworfen, „russophobe Projekte“ zu fördern. Es wurde außerdem darauf hingewiesen, dass die Organisation sich für die Meinungs- und Vereinigungsfreiheit in Russland einsetze und Verbrechen gegen das Völkerrecht, die von den russischen Streitkräften in der Ukraine begangen wurden, dokumentiere und aufzeige.

Der Beschluss stützt sich auf ein russisches Gesetz, das an sich schon gegen das Völkerrecht verstößt. Im Beschluss, der nicht den Tatsachen entspricht, werden Amnesty International Aktivitäten vorgeworfen, die die Organisation nach ihren satzungsgemässen Dokumenten und Richtlinien nicht ausüben darf.

Diese Einstufung erfolgte nun drei Jahre, nachdem die russischen Behörden den Zugang zu den Webseiten von Amnesty International in Russland blockiert und das Büro der Organisation in Moskau abgemeldet – also praktisch geschlossen – haben. 

Die Einstufung als „unerwünschte Organisation“ setzt zahlreiche Personen der Gefahr aus, in Russland strafrechtlich verfolgt zu werden. Dazu gehören:

  • Partnerorganisationen
  • einzelne Unterstützer*innen
  • Journalist*innen
  • andere Personen, die mit Amnesty zusammenarbeiten oder von den Behörden als Unterstützer*innen oder Förderer*innen der Organisation angesehen werden. 
  • Agnès Callamard, internationale Generalsekretärin von Amnesty International, sagte als Antwort auf die Nachricht aus Russland: 
  • „Diese Entscheidung ist Teil der Bemühungen der russischen Regierung, Andersdenkende zum Schweigen zu bringen und die Zivilgesellschaft zu isolieren.
  • Die Behörden irren sich gewaltig, wenn sie glauben, dass wir unsere Arbeit, mit der wir Menschenrechtsverletzungen dokumentieren und aufdecken, einstellen werden, wenn sie unsere Organisation als ‚unerwünscht‘ bezeichnen – ganz im Gegenteil. Wir werden den Drohungen nicht nachgeben und uns weiterhin unbeirrt dafür einsetzen, dass die Menschen in Russland ihre Menschenrechte ohne Diskriminierung wahrnehmen können. Wir werden weiterhin die von Russland in der Ukraine begangenen Kriegsverbrechen dokumentieren und weltweit darüber sprechen. Wir werden unsere Anstrengungen verdoppeln, um die ungeheuerlichen Menschenrechtsverletzungen Russlands im In- und Ausland aufzudecken.
  • Wir werden nie aufhören, für die Freilassung von Gefangenen zu kämpfen, die aus Gewissensgründen inhaftiert sind, weil sie sich für die Menschenrechte einsetzen, oder für die Aufhebung repressiver Gesetze, die die Menschen in Russland daran hindern, sich gegen Ungerechtigkeit auszusprechen. Wir werden uns weiterhin unermüdlich dafür einsetzen, dass all diejenigen, die für schwere Menschenrechtsverletzungen verantwortlich sind, ob in Russland, der Ukraine oder anderswo, vor Gericht gestellt werden.“ <<

(Text ‚Amnesty International)

Das Abdriften der Vielfalt… The drift of diversity…


(English below as always)

Deutsch

Das Abdriften der Vielfalt…

Haben die Jahrzehnte des Friedens in Deutschland und auch im westlichen Teil Europas die Menschen mit dem Gefühl der Sicherheit übersättigt? Oder ist das zu einfach gedacht? Ist der Bogen noch weiter zu spannen? Ukraine… Israel und all die nicht so öffentlich wahrgenommenen Kriege und Konflikte sind nicht nur beschämend, sondern Entgleisungen der Gegenwart, als hätte die Geschichte nicht stattgefunden … als wären sie nicht existent oder Warnung genug? So erscheint es… Aufflammender Antisemitismus ausgerechnet in Deutschland, erneute Rüstungsspirale weltweit, Radikalismus, möglicher Trumpismus, politische Morde (Navalny usw.), … eine endlose Liste.

Beschämend ist für all das nicht das umfassende Adjektiv, sondern eher ‚verbrecherisch‚ im Sinne der Menschenverachtung, des Mitläufertums, der Selbstüberschätzung und der Deklassierung der Menschenrechte zur vorgeschobenen Absichtserklärung.

In diesem Lande -Deutschland- politischen Kräften ein Forum der Toleranz zu geben, ist kein Gütesiegel der Demokratie, wenn die Tendenzen deutlich erkannt sind und immer deutlicher werden. Die Judikative darf da keine Augenbinde tragen und muss den Artikel 1 des Grundgesetzes (..die Würde des Menschen ist unantastbar..) klar in Urteilen priorisieren. Der Satz ‚wehret den Anfängen‚ hat in diesem Lande eine andere Bedeutung, namlich die, dass von diesem Lande das größte und unbegreiflichste Unheil in der Menscheitsgeschichte ausging. Und in diesem Lande sitzen wieder rechtsradikale Scharmacher im Bundestag. Die Judikative darf keine Scheu davor haben, rechtsradikale Tendenzen und Manifestierungen zu unterbinden. Das ist dieses Land den ca.60 Millionen ‚Opfern‘ des Naziwahns schuldig!

Deshalb: Die Demos gegen die rechtslastigen Tendenzen mit ihren mehr als deutlichen Proklamationen sind sinnvoll und absolut nötig. Schweigen lässt Mitläufertum zu und ja … macht mitschuldig, falls solche Kräfte siegen und ein weiteres Unheil vorprogrammiert ist. In dem Sinne ist Schweigen nicht ‚Gold‘, sondern unverantwortlich. International wird der Irrsinn perfekt, wenn in den USA der orangene Narzisst mit dem Vogelnest auf dem Kopf wieder das ‚Sagen‘ hat und der Commander-in-Chief‘ werden sollte.

English

Have the decades of peace in Germany and in the western part of Europe saturated people with a sense of security? Or is that too simplistic? Is there more to it than that? Ukraine… Israel and all the wars and conflicts that are not so publicly perceived are not only shameful, but aberrations of the present, as if history had not taken place … as if they did not exist or were warning enough? That’s how it seems… Flaring anti-Semitism in Germany of all places, a renewed arms spiral worldwide, radicalism, possible Trumpism, political murders (Navalny etc.), … an endless list.

Shameful is not the comprehensive adjective for all of this, but rather ‚criminal‘ in the sense of contempt for humanity, of being a follower, of overestimating oneself and of declassifying human rights as a pretended declaration of intent.

Giving political forces a forum for tolerance in this country – Germany – is not a seal of approval for democracy when the tendencies are clearly recognized and are becoming ever clearer. The judiciary must not be blindfolded and must clearly prioritize Article 1 of the Basic Law (…human dignity is inviolable…) in its rulings. In this country, the phrase ‚resist the beginnings‘ has a different meaning, namely that the greatest and most incomprehensible evil in the history of mankind originated in this country. And in this country, right-wing extremists are once again sitting in the Bundestag. The judiciary must not shy away from preventing right-wing extremist tendencies and manifestations. This country owes it to the approximately 60 million ‚victims‘ of the Nazi madness!

Therefore: The demonstrations against the right-wing tendencies with their more than clear proclamations are sensible and absolutely necessary. Silence allows followership and yes … makes you complicit if such forces prevail and further disaster is inevitable. In this sense, silence is not ‚gold‘, but irresponsible. Internationally, the madness will be perfect if the orange narcissist with the bird’s nest on his head is once again ‚in charge‘ in the USA and becomes ‚Commander-in-Chief‘.

Sabaya…


(English below)

Deutsch

In Ergänzung zu meinem vorherigen Beitrag (Mahmoud Rasho † , ein jesidischer Humanist…) poste ich hier den Link zum Dokumentarfilm ‚Sabaya‘ des Filmemachers Hogir Hirori , der seine Arbeit wie folgt kommentierte:: „Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich das überlebe“ :

Hiroris immersiver Filmstil zeigt einen seltenen Einblick in das berüchrigste Internierungslageer Al-Hol in Syrien, in dem ca. 73.000 Menschen aus vielen Ländern (ca.58) leben. Familien und mutmaßliche Unterstützer von IS-Kämpfern sowie jesidische Frauen und Mädchen. Letztere als Zwangsprostituierte. Sabaya (Sklavinnen) ist die kurdische Bezeichnung dafür..

Der Film eröffnete das Human Right Festival Berlin vom 16.-25. September 2021, das online und mit Vor-Ort-Veranstaltungen stattfand. Er gewann unter anderem den World Documentary Directing Award 2021 des Sundance-Filmfestival in den USA und wurde bereits auf 30 internationalen Festivals gezeigt.

Hogir Hirori: „Sabaya ist der letzte Teil einer Trilogie von Filmen, die ich seit 2014 gedreht habe, um die Folgen des Krieges zu dokumentieren – zuerst The Girl Who Saved My Life, dann The Deminer und nun Sabaya. Seit 2014 habe ich mich gefragt, was mit den Frauen und Mädchen passiert, die vom “Islamischen Staat” entführt wurden. Also beschloss ich, in den Nordosten Syriens zu reisen, um dort mehr herauszufinden. Hier habe ich die Freiwilligen im Yazidi Home Center kennengelernt.“me Center.“

Bei den Dreharbeiten brachte er sich selbst in Lebensgefahr. Er sagte: „Ich wollte diesen Dokumentarfilm machen, damit niemand sagen kann, ich hätte nichts davon gewusst oder nie davon gehört.“ Und weiterhin: „Wenn einzelne Aktivisten, die nur mit einem Mobiltelefon mit schlechter Verbindung ausgestattet sind, so viel erreichen können, dann kann eine große Organisation noch viel mehr tun.“

Mahmoud Rasho † war ein Freiwilliger des Yazidi Home Center (lokale NGO).

Hirori: „…und um die Welt daran zu erinnern, dass Hass niemals die Lösung ist und dass wir einander mit mehr Liebe und Respekt begegnen müssen – unabhängig von kulturellem Hintergrund, Religion oder Geschlecht.“

Das sagt so gut wie alles…

English

In addition to my previous post (Mahmoud Rasho † , a Yazidi humanist…) I am posting here the link to the documentary film ‚Sabaya‘ by filmmaker Hogir Hirori , who commented on his work as follows: „I didn’t expect to survive this“ :

Hirori’s immersive film style shows a rare glimpse into the most notorious internment site Al-Hol in Syria, home to about 73,000 people from many countries (approx.58). Families and suspected supporters of IS fighters as well as Yazidi women and girls. The latter as forced prostitutes. Sabaya (slave girls) is the Kurdish term for this….

The film opened the Human Right Festival Berlin, September 16-25, 2021, which took place online and with on-site events. It won, among others, the World Documentary Directing Award 2021 of the Sundance Film Festival in the USA and has already been screened at 30 international festivals.

Hogir Hirori: „Sabaya is the last part of a trilogy of films I have made since 2014 to document the consequences of war – first The Girl Who Saved My Life, then The Deminer and now Sabaya. Since 2014, I’ve wondered what happens to the women and girls who have been kidnapped by the „Islamic State.“ So I decided to travel to northeastern Syria to find out more. This is where I met the volunteers at the Yazidi Home Center.“

During the filming, he put himself in mortal danger. He said, „I wanted to make this documentary so no one could say I didn’t know about it or never heard about it.“ And further, „If individual activists equipped only with a cell phone with a poor connection can accomplish so much, then a large organization can do much more.“

Mahmoud Rasho † was a volunteer of Yazidi Home Center (local NGO).

Hirori: „…and to remind the world that hate is never the solution and that we need to treat each other with more love and respect – regardless of cultural background, religion or gender.“

That pretty much says it all…

Mahmoud Rasho † , ein jesidischer Humanist… Mahmoud Rasho † , a Yazidi humanist….


(English below)

Deutsch

Die Terrormiliz IS hält immer noch jesidische Frauen als Sklavinnen gefangen. Mahmoud Rasho hatte es sich zur Aufgabe gemacht, sie zu finden und zu befreien. Selbstlos und unter Lebensgefahr. Er stand im Visier der Terroristen, die 2014 die nordirakische Provinz Sindschar überrannte und an den Jesiden einen Völkermord beging.

Nun ist er vierzigjährig verstorben; dem Vernehmen nach an einem Herzinfarkt.

Die Zeitung ‚Welt‘ schrieb einen Artikel über ihn und MTV drehte einen entsprechenden Dokumentalfilm. Hier ein link : https://youtu.be/whF3SE843NE

Mit einigen in Deutschland lebenden Verwandten bin ich befreundet und kann ihre Trauer um diesen mutigen und selbstlosen Menschenrechts-Aktivisten sehr gut nachvollziehen.

Mahmoud Rasho war ein humanitärer Helfer für Frauen, die unsägliches Leid als Sklavinnen der IS-Terroristen erleiden mussten und müssen. Das zu ändern, diese Menschen zu befreien, wurde seine Lebensaufgabe. Deswegen blieb er in seinem Dorf in der Nähe der Stadt Hasaka/Syrien.

Wenn solche Menschen gehen, dann wird mehr als deutlich, dass die Gründe ihres Handelns tief in ihnen verwurzelt waren und nicht nur einfach beispielhaft sind, sondern altruistisch.

Chapeau…

English

The terrorist militia IS still holds Yazidi women captive as slaves. Mahmoud Rasho had made it his mission to find and free them. Selflessly and at the risk of his life. He was targeted by the terrorists who overran the northern Iraqi province of Sinjar in 2014 and committed genocide against the Yazidis.

Now he has died at the age of forty; reportedly of a heart attack.

The newspaper ‚Welt‘ wrote an article about him and MTV shot a corresponding documentary film.

I am friends with some relatives living in Germany and can very well understand their grief for this courageous and selfless human rights activist.

Mahmoud Rasho was a humanitarian helper for women who had to and still have to suffer unspeakable suffering as slaves of the IS terrorists. To change this, to free these people, became his life’s mission. That is why he stayed in his village near the city of Hasaka/Syria.

When such people leave, it becomes abundantly clear that the reasons for their actions were deeply rooted in them and are not simply exemplary, but altruistic.

Chapeau…

Flucht… Escape…


(English below)

Deutsch

An diesem 01. November jährt sich der Fluchttag meiner Eltern im Jahre 1953 mit uns drei Kindern aus der damaligen ‚Sowjetischen Besatzungszone (SBZ, später DDR)‘ per Bahn. Von mir gibt es keine Erinnerung daran. Mein Gedächtnis setzte schlagartig ein, als wir am Zielort bei Verwandten ankamen und ich die Schwester meiner Großmutter sah und in ihr meine einige Monate zuvor verstorbene -und offensichtlich hochgradig geliebte- Großmutter wiederzuerkennen glaubte. Ich kann mich sogar noch an meinen ersten, selber wahrgenommenen Satz erinnern: „Meine Oma ist aus dem Himmel gekommen…“ Das ist mir heute noch sehr präsent. Ich war drei Jahre alt …

Die Verwandten hatten ihr großes Wohnzimmer für uns Fünf hergerichtet und sich einige Monate mit den verbliebenen Zimmern begnügt. Eine ungewöhnliche Geste, die immer noch nicht hoch genug bewertet werden kann. Es folgte der ‚Neustart‘ meiner Eltern in Freiheit und Frieden und kräftiger, allseitiger Unterstützung.

Flucht… was für ein Wort. Wenn Erwachsene mit ihren kleinen Kindern aus ihrer angestammten Umgebung das Risiko einer Flucht ins Unbekannte wagen, dann dürfen da keine ‚Steine im Weg‘ liegen. Die absolut beispielhafte Unterstützung, die wir erfahren durften, war wohl acht Jahre nach dem 2.Weltkrieg wahrscheinlicher als später oder heute.

Das alles geht mir durch den Kopf, wenn ich die Flüchtlingsströme Richtung Europa sehe. Jeder Mensch, erwachsen, jugendlich oder Kind, ist ein Schicksal … ein Opfer mit grober Zielrichtung. Wer räumt schon sein Wohnzimmer aus und lässt darin monatelang Flüchtlinge wohnen? Sofern Flüchtlinge -sogenannte Illegale- überhaupt einen Zielstaat erreichen und nicht an Grenzen abgewiesen oder ‚weggebissen‘ werden. Kein Mensch auf diesem Planeten ist illegal!

Gerechtfertigt ist das Abweisen von Kriminellen und sog. Staatsfeinden – also Menschen, die jeder Gesellschaft durch Unterwanderung schaden. Ein Staat hat das Recht und auch die Pflicht, seine Bürger zu schützen und Schaden abzuwenden. Das vereinbare ich mit meiner pazifistischen Sicht.

Jede und Jeder dieses Lesende mag hier zustimmen – oder auch nicht. Die Erinnerungen des kleinen Flüchtlingsjungen in den 50er Jahren sind noch sehr wach und … ich hätte auch einer von den ‚Weggebissenen‘ sein können, wenn es nicht Menschen gegeben hätte, für die Hilfe und Menschlichkeit selbstverständlich waren.

English

This 01 November is the anniversary of the escape of my parents in 1953 with us three children from the then ‚Soviet Occupation Zone (SBZ, later GDR)‘ by train. There is no memory of it from me. My memory suddenly kicked in when we arrived at our destination with relatives and I saw my grandmother’s sister and thought I recognized in her my grandmother who had died a few months earlier – and was obviously highly loved. I can even remember my first, self-perceived phrase: „My grandma came from heaven…“ This is still very present to me today. I was three years old …

The relatives had prepared their large living room for the five of us and made do with the remaining rooms for a few months. An unusual gesture, which still cannot be valued highly enough. This was followed by the ’new start‘ of my parents in freedom and peace and strong, all-round support.

Escape… what a word. When adults dare to take the risk of fleeing into the unknown with their small children from their traditional environment, then there must be no ’stones in the way‘. The absolutely exemplary support that we were allowed to experience was probably more likely eight years after the Second World War than later or today.

All this goes through my mind when I see the flow of refugees towards Europe. Every human being, adult, youth or child, is a destiny …. a victim with a rough destination. Who would clear out their living room and let refugees live in it for months? Provided that refugees -so-called illegal- reach a destination country at all and are not turned away at borders or ‚bitten away‘. No human being on this planet is illegal!

It is justified to turn away criminals and so-called enemies of the state – people who harm any society by infiltrating it. A state has the right and also the duty to protect its citizens and to avert harm. I reconcile this with my pacifist view.

Each and everyone of this reading may agree here – or not. The memories of the little refugee boy in the 50s are still very much alive and … I could also have been one of the ‚bitten away‘, if there had not been people for whom help and humanity were self-evident.

Wie ein ‚Video‘ aus dem 7. Jahrhundert… Like a „video“ from the 7th century….


(English below)

Deutsch

Es wird ‚Steinzeit-Islamismus‘ genannt, ist aber in Wirklichkeit nicht mal das, sondern reines, scheinbar moderateres Barbarentum im 21. Jahrhundert. Dessen Grundgedanke ist offensichtlich zeitlos. Hier kommt der Pazifismus an seine Grenzen. Militär ist Destruktion – und militärische Intelligenz ist ein Widerspruch insich. Meine grundsätzliche Meinung und Überzeugung. Als Pazifist stelle ich mir die Frage, ob durch weitere militärische Präsenz in Afghanistan das hätte verhindert werden können, was den Menschen in dem gebeutelten Land nun unter der Herrschaft der Taliban wieder droht? Demnach ist Beides nicht vertretbar. Ein Dilemma. Jegliche Ausnahme ist wie ein Fuß in der Tür zur Rechtfertigung von Gewalt. Im Gefolge der Taliban sind dann wieder Al Quaida und der sog. Islamische Staat, und deren verblendeter Irrsinn führt dann wieder zu einem neuen ‚Krieg gegen den Terror‘. Eine bekannte Spirale auf unterstem Niveau. Der sogenannte ‚Westen‘ hat aus der Sicht Russlands und Chinas versagt. Sie halten ihre Systeme für die besseren und lachen sich ins Fäustchen. Es bleiben zuviele Fragen…

Sehe ich das Leid und auch den Tod als Folge des Abzuges der militärischen Präsenz, dann drängt sich die Erkenntnis des ‚im Stich-Lassens‘ auf. Die Leidtragenden sind immer in einem solchen Falle die Verbleibenden – ist immer die Bevölkerung. Also unterlassene Hilfeleistung? Hilfe wäre demnach durch abschreckende Militärpräsenz möglich? Danach sieht es aus. Rechtfertigt das ‚militärische Operationen‘, deren Einsätze prinzipiell zu Leid und Tod führen? Die Schuldzuweisungen an die Afghanen und deren Militär sind Luftblasen und geben wohl keinen Anlass zur Gewissenserleichterung – auch nicht die Bekenntnisse von Fehleinschätzungen der Sachlage und deren Auswirkungen.

Es wird dort wieder eine Scharia geben und die Eskalation der Gewalt an der Bevölkerung. Die Situation ist des Pazifisten Dilemma… Befürwortet er eine Ausnahme, dann ist das der besagte Fuß in der Tür von Gewaltsystemen. Bleibt er bei seiner Grundüberzeugung, dann ist Leid und Tod die sichere Folge. Für mich ist das eine reine Gewissensentscheidung. Menschen sehenden Auges in eine derart schwarze Zukunft blicken zu lassen und zusehen, wie Verblendung und Arroganz ihr Unwesen treiben, ist tatsächlich nicht vertretbar. Oder macht ein Eingreifen das Ganze noch unkalkulierbarer? Das zu beurteilen, fehlt sicherlich nicht nur mir das tiefere Faktenwissen. Reine Fehleinschätzungen werden es jedenfalls nicht sein…

Wie lautet die muslimische Regel: ‚Um hartnäckige Ungläubige zu überzeugen, gibt es keinen Beweisgrund als das Schwert.(Die Quelle ist mir nicht mehr bekannt, passt aber zur Sure 9, der Schwertsure!).

Wie nimmt man ihnen, die unbelehrbar und reformresistent dem Koran des 7.Jahrhunderts wörtlich folgen, die Schwerter aus der Hand. Heute sind es AK47 und schwerere Waffen. Wären es noch Schwerter, dann wären sie sich noch treu und in ihrer umschwärmten Zeit geblieben. Sind sie aber nicht, denn heute werden Waffen der Istzeit verwendet.

Bibel (Matthäus 26,52): ‚Wer zum Schwert greift, soll durch das Schwert umkommen.‘ Das einzusehen und zu verinnerlichen, ist -wie Vieles der Bildersprache des Nazareners- längst nicht eingesehen und verinnerlicht. Ist das Realitätsferne? Nicht ‚durchreflektiert‘ wirkt es so. Langfristig gesehen – schon, wenn die Bereitschaft zu massivsten Nachteilen besteht.

Nach den Erfahrungen des 20. Jahrhunderts und aller davor hat Gewalt immer zu Gegengewalt geführt und ist damit der schlechteste Ratgeber. Ethik und konsequenten Humanismus umzusetzen, ist ein geistiger Anspruch, der auch im 21. Jahrhundert noch nicht die Oberhand hat. Bildung und die Erziehung zur humanen Freigeistigkeit sollten sie haben, um das menschliche Aggressionspotenzial auf ein Minimum zu reduzieren und letztlich zu überwinden. Ein Traum…

Hilft das den Afghanen, die um ihr Leben fürchten und Hilfe suchen? Erstmal und sicherlich nicht. Wölfen darf man nicht den freien Zugang zu einer Schafkoppel gewähren. Sie werden über die fliehenden Hirten lachen und ihr Unwesen treiben. Das zuzulassen steht dem vorher Gesagten radikal gegenüber. Die Lösung ist so oder so brutal. Ich sage es konkret: Es ist unterlassene Hilfeleistung, ein ganzes Volk so im Regen stehen zu lassen und zu wissen, dass es vernichtende Blitze treffen wird. Als Pazifist würde ich über meinen Schatten springen und – helfen.…! Meine Gewissensfrage ist damit beantwortet. Das langfristige Ziel immer im Auge…

English

It is called ‚Stone Age Islamism‘, but in reality it is not even that, but pure, seemingly moderate barbarism in the 21st century. Its basic idea is obviously timeless. This is where pacifism reaches its limits. Military is destruction – and military intelligence is a contradiction in terms. My basic opinion and conviction. As a pacifist, I ask myself whether further military presence in Afghanistan could have prevented what the people in the troubled country are now threatened with again under the rule of the Taliban? Accordingly, neither is justifiable. A dilemma. Any exception is like a foot in the door to justify violence. In the wake of the Taliban are then again Al-Qaeda and the so-called Islamic State, and their deluded insanity then leads again to a new ‚war on terror‘. A well-known spiral on the lowest level. The so-called ‚West‘ has failed from Russia’s and China’s point of view. They think their systems are the better ones and laugh up their sleeves. Too many questions remain…

If I see the suffering and also the death as a consequence of the withdrawal of the military presence, then the realization of the ‚abandonment‘ imposes itself. In such a case, the ones who suffer are always those who remain – it is always the population. So it is a failure to help? Help would be possible by deterring military presence? That’s what it looks like. Does this justify ‚military operations‘, the use of which in principle leads to suffering and death? The blaming of the Afghans and their military are bubbles in the air and do not give any cause for relief – not even the confessions of misjudgement of the situation and its consequences.

There will be a Sharia there again and the escalation of violence against the population. The situation is the pacifist’s dilemma…. If he advocates an exception, then that is the said foot in the door of violent systems. If he sticks to his basic conviction, then suffering and death is the sure consequence. For me this is a pure decision of conscience. To let people look into such a black future and to watch how delusion and arrogance do their mischief is really not justifiable. Or does intervention make the whole thing even more incalculable? I’m sure I’m not the only one who lacks in-depth knowledge of the facts. In any case, it will not be pure misjudgement…

What is the Muslim rule: ‚To convince stubborn disbelievers, there is no ground of proof but the sword‘? (The source is no longer known to me, but it fits Sura 9, the Sura of the Sword!).

How do you take the swords out of their hands, who follow the Koran of the 7th century literally, unteachable and resistant to reform. Today it is AK47 and heavier weapons. If they were still swords, then they would have remained faithful and in their idolized time. But they are not, because today weapons of the actual time are used.

Bible (Matthew 26,52): ‚Whoever takes up the sword shall perish by the sword‘. To see this and to internalize it is -like much of the Nazarene’s imagery- far from being seen and internalized. Is this a distance from reality? Not ‚thoroughly reflected‘ it seems so. In the long run – already, if the readiness for most massive disadvantages exists.

After the experiences of the 20th century and all before it, violence has always led to counter-violence and is thus the worst advisor. To implement ethics and consequent humanism is an intellectual demand, which still does not have the upper hand in the 21st century. Education and the education to the humane free spirit should have it, in order to reduce the human aggression potential to a minimum and to overcome it in the long run. A dream…

Does that help the Afghans who fear for their lives and seek help? First of all and certainly not. Wolves must not be allowed free access to a sheep paddock. They will laugh at the fleeing shepherds and go about their business. Allowing this is radically opposed to what was said before. Either way, the solution is brutal. I say it concretely: it is omission of help to leave a whole people in the rain like that and to know that destructive lightnings will hit them. As a pacifist, I would jump over my shadow and – help….! My question of conscience is thus answered. The long-term goal always in mind…

USA: Die ‚Gnade‘ der freien Wahl… USA: The ‚grace‘ of free choice…


(English below)

Deutsch

Dem US-Bundesstaat South Carolina gehen die Zutaten für die Giftspritze für zum Tode Verurteilte aus – oder sind es schon. Nun hat der Gouverneur des Staates, Henry McMaster, am Montag auf Twitter geschrieben, dass er eine entsprechende Gesetzesänderung unterzeichnet hat. Delinquenten haben die Wahl: Giftspritze oder erschossen zu werden. Letzteres, wenn die Giftspritze nicht parat ist.

Wir schreiben das Jahr 2021. In den unendlichen Weiten des menschlichen Irrsinns mit grenzenloser Selbstüberschätzung ist es in dem Staat mit dem (noch) deutlichsten Führungsanspruch auf diesem Planeten (USA) immer noch Praxis, Menschen auf gesetzlicher Grundlage zu ermorden. Genannt Todesstrafe. Sofern der dieses lesende Mensch mit mir konform geht, dass die Todesstrafe weder von einem Staat, einer Institution, noch einem einzelnen Menschen (oder generell überhaupt nicht!) verhängt und schließlich vollstreckt werden darf, kann schnell erkannt werden, dass das nicht als Realsatire einzustufen ist. Die Option der Todesart wirkt wie ein ‚Gnadenakt‘ ohne Sinn und vor allem ohne ethischen Verstand. Gesetze, die das erlauben, entbehren aus meiner Sicht jeglicher Legitimation und sollten|müssen unwiderruflich abgeschafft werden. Kein Mensch hat einen anderen Menschen ‚erschaffen‘ und hat prinzipiell nicht das Recht, es wieder zu nehmen. So ein Gesetz würde sicherlich nachhaltig einer Direktive dienen: Dem Abbau des menschlichen Aggressionspotenzials – gekrönt im Herrschaftsdenken mit all seinen Auswüchsen immer noch in den Weiten des 21. Jahrhunderts….

PS: Das habe ich versäumt, zu erwähnen (Ich zitiere einen Blogger, der mich darauf hinwies): Zitat: >Die Delinquenten können in South Carolina, sollte bei ihnen der Wunsch bestehen, nach wie vor auch auf dem elektrischen Folterstuhl Platz nehmen.<

English

The U.S. state of South Carolina is running out of ingredients for lethal injection for those sentenced to death – or already is. Now the state’s governor, Henry McMaster, wrote on Twitter Monday that he has signed an amendment to the law to that effect. Delinquents have a choice: lethal injection or being shot. The latter if the lethal injection is not ready.

We write the year 2021. In the infinite expanses of human insanity with boundless hubris, it is still practice in the state with the (still) clearest claim to leadership on this planet (USA) to murder people on a legal basis. Called death penalty. Provided that the person reading this agrees with me that the death penalty may be imposed and finally executed neither by a state, an institution, nor a single person (or generally not at all!), it can be recognized quickly that this is not to be classified as real satire. The option of the way of death seems like an ‚act of mercy‘ without sense and above all without ethical reason. Laws, which permit this, lack from my view any legitimacy and should|must be abolished irrevocably. No human being has ‚created‘ another human being and has in principle not the right to take it again. Such a law would certainly sustainably serve a directive: The reduction of the human aggression potential – crowned in domination thinking with all its excesses still in the expanses of the 21st century….

PS: I neglected to mention this (I’m quoting a blogger who pointed it out to me): quote:>Delinquents in South Carolina, should the desire exist on their part, can still sit in the electric torture chair as well.<

Free Bloggerin Zhang Zhan…


(English below)

Deutsch

Die chinesiche Bloggerin und studierte Juristin Zhang Zhan wurde von einem Gericht in Shanghai  wegen ‚Unruhestiftung‘ zu vier Jahren Haft verurteilt. Sie habe ‚Streit geschürt und Unruhe gestiftet‘. (Einzelheiten lassen sich seriösen Medien entnehmen, wie in meinem Fall vorzugsweise der FAZ).

Sie hat der Zeit des harten Corona-Lockdowns in der zentralchinesischen Millionenmetropole Wuhan kurze Online-Videos veröffentlicht, in denen Missstände in Krankenhäusern, Korruption in staatlichen Stellen usw. gezeigt wurden.

Jounalist|innen in China werden von der Kommunistischen Partei kontrolliert. Das ist das Gegenteil der in unserem Land verbrieften Pressefreiheit. Was wir hier als Verschwörungstheorie bezeichnen würden, ist in China Realität. Eine Art ‚modernes Mittelaltertum‚. Deren Regime rühmt sich mit dem Narrativ vom ‚perfekt abgelaufenen Corona-Management‘, an dem sich das Ausland ein Bespiel nehmen sollte.

Auf der Rangliste der Pressefreiheit wird China von der Organisation ‚Reporter ohne Grenzen‚ auf Rang 177 von 180 Staaten geführt. Kurz vor Nordkorea.

Zhangs Anwalt Ren Quanniu sagte, dass seine Mandantin glaube, dass sie im Gefängnis sterben werde. Sie werde bis zuletzt hungern. Zur ‚Verhandlung‘ musste sie im Rollstuhl in den Gerichtssaal gebracht werden.

Solche Zustände sind unerträglich. Ein sich so verhaltendes Regime wird über seine Unmenschlichkeit und dem Nichtvorhandensein der Gewaltenteilung mittel-oder langfristig stolpern. Menschlichkeit ist wie Wasser – es sucht sich seinen Weg.

Ich wünsche Zhang Zhan mentale und physische Kraft. Als Mitglied von amnesty international (ai) war mir dieser Beitrag ein spontanes Anliegen.

English

Chinese blogger and law graduate Zhang Zhan was sentenced to four years in prison by a Shanghai court for ’stirring up trouble‘. She had ’stirred up strife and created unrest‘. (Details can be found in serious media, like in my case preferably the FAZ).

It posted short online videos showing abuses in hospitals, corruption in government agencies, etc., during the time of the harsh Corona lockdown in the central Chinese metropolis of Wuhan, which is home to millions of people.

Jounalist|ins in China are controlled by the Communist Party. This is the opposite of the freedom of the press that is guaranteed in our country. What we would call a conspiracy theory here is reality in China. A kind of ‚modern medievalism‘. Their regime boasts the narrative of ‚perfectly run corona management,‘ which foreign countries should take as an example.

The Reporters Without Borders organization ranks China 177th out of 180 countries in terms of press freedom. Just ahead of North Korea.

Zhang’s lawyer Ren Quanniu said his client believed she would die in prison. He said she would starve until the end. For the ‚trial‘ she had to be brought to the courtroom in a wheelchair.

Such conditions are intolerable. A regime that behaves in this way will stumble over its inhumanity and the lack of separation of powers in the medium or long term. Humanity is like water – it seeks its own way.

I wish Zhang Zhan mental and physical strength. As a member of Amnesty International (ai), this contribution was a spontaneous request for me.

Meine Weihnachtsaktion… My Christmas Action…


(English below)

Deutsch

Die unten stehende ua (urgent action / amnesty international) habe ich soeben an den Premierminister von Bangladesch gemailt. (Text ai).

Frohe Weihnachten, Herr Premierminister.

Mehr als 1600 geflohene Rohingya sowie etwa 100.000 weitere Geflüchtete

Sehr geehrter Herr Premierminister,

bitte stoppen Sie umgehend die Umsiedlung weiterer Rohingya-Flüchtlinge nach Bhashan Char.
Lassen Sie diejenigen, die bereits auf der Insel sind, zu ihren Familien und in ihr gewohntes Umfeld in Cox’ Bazar zurückbringen.

Erlauben Sie bitte den Vereinten Nationen, humanitären Organisationen und Menschenrechtsorganisationen, eine unabhängige Untersuchung über die Bewohnbarkeit von Bhashan Char durchzuführen, die auch den Zugang zu grundlegenden Freiheiten und Rechten prüft und beurteilt. Öffnen Sie die Insel bitte erst dann,wenn sie als bewohnbar erachtet wird, für die Öffentlichkeit – nicht nur für die Rohingya.

Legen Sie bitte in einem öffentlich zugänglichen, transparenten und rechtskonformen Rahmenplan dar, wie die Rohingya-Flüchtlinge an den sie betreffenden Entscheidungen beteiligt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Joachim Rohlfing

https://joachim-rohlfing.de

English

I have just emailed the below ua (urgent action / amnesty international) to the prime minister of Bangladesh. (Text ai).

Merry Christmas, Mr. Prime Minister.

More than 1600 fled Rohingya and about 100,000 other refugees…

Honourable Prime Minister,

Please immediately stop the relocation of any more Rohingya refugees to Bhashan Char.
Let those who are already on the island be returned to their families and to their familiar environment in Cox’s Bazar.

Please allow the United Nations, humanitarian organizations, and human rights organizations to conduct an independent investigation into the habitability of Bhashan Char, including examining and assessing access to basic freedoms and rights. Please do not open the island to the public – not just the Rohingya – until it is deemed habitable.

Please set out in a publicly available, transparent and legally compliant framework how Rohingya refugees will be involved in decisions affecting them.

With kind regards

Joachim Rohlfing

https://joachim-rohlfing.de

Ohne Worte… Without words… Sans paroles… 没有文字…..


Eigene Tintenzeichnung…My own ink drawing…Mon propre dessin à l’encre…我自己的水墨画…..

UN-Generalsekretär fordert weltweiten Waffenstillstand… UN Secretary-General calls for a worldwide cease-fire…


Deutsch

UN-Generalsekretär António Guterres fordert angesichts der Corona-Pandemie einen weltweiten Waffenstillstand:

„Beendet die Seuche namens Krieg und bekämpft die Krankheit, die unsere Welt verwüstet ….. Bringt die Waffen zum Schweigen, stoppt die Artillerie, beendet die Luftangriffe.“

Ohne das vertiefend zu kommentieren stimme ich der Aussage zu !

Kant: ‚Sapere aude! (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen).

English

UN Secretary-General António Guterres calls for a global ceasefire in the face of the Corona Pandemic.

„End the disease called war and fight the disease that ravages our world . Silence the weapons, stop the artillery, end the air raids.“

Without commenting further, I agree with the statement !

Kant: ‚Sapere aude! (Have courage to use your own intellect)

Prozess gegen Assange… Trial against Assange… (d/e)


Deutsch

Am 06. Februar 2020 schrieb ich: „Free Assange“.

Heute begann der Prozess gegen den Gründer der Internet-Plattform Wikileaks, Julian Assange, in London. Der Hauptvorwurf ist Vergewaltigung. Die öffentliche Wahrnehmung ist so gesteuert, dass seine Persönlichkeit so dargestellt wird: Vergewaltiger, Hacker, Spion, Narzisst, Gründer einer Terrororganisation, dem bei Verurteilung in allen Anklagepunkten 175 Jahre Haft nach Auslieferung in die USA drohen. Der heutige US-Außenminister und Ex-CIA-Chef Mike Pompeo stuft Wikileaks als Terrororganisation ein.

Handelt es sich dabei um eine Umkehr und Ablenkung von den Kriegsverbrechen der USA, wie Wikileaks sie mit dem Video aus einer Straße in Bagdad ins Netz stellte, wo ein US-Kampfhubschrauber gezielt Menschen tötet und die Besatzung sich noch darüber amüsiert. Das waren und sind keine schönen Bilder für die Öffentlichkeit. Also sollen sie geheim bleiben. Exakt zu solchen Geheimhaltungen Zugang zu finden und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ist eine Bedrohung der politischen Eliten. Dann dreht man von dort den Spieß eben um, startet eine Kampagne gegen solche Verräter -oder auch gerne Spione oder Whistleblower genannt- und hält sie ohne Anklage jahrelang in Isolation. Egal wo und wie. Bei solchen Methoden können sich die USA, die Türkei und sicherlich viele weitere Staaten die Hände geben. Richtig –  so funktioniert Folter.

Ob man Julian Assange nun mag oder nicht, sollte im Hintergrund des Bildes sein, das man von diesem Menschen hat. Im Vordergrund sollte nicht die Person mit ihren möglichen Macken und Folgen des Psychoterrors gegen ihn stehen, nein – man sollte ihn Aufklärer und Vertreter der Pressefreiheit und Anti-Geheimhaltung nennen. Der Schwerpunkt liegt tatsächlich darauf, dass Kriegsverbrechen öffentlich angezeigt werden und nicht vertuscht und unter Verschluss gehalten werden.

Darauf sollte sich die öffentliche Wahrnehmung konzentrieren und nicht darauf, ob er Skateboard in der ecuadorianischen Botschaft fährt oder sonst was.

Es ist schlichtweg eine Sauerei, dass ein Aufklärer in der öffentlichen Wahrnehmung Täter wird und die Täter sich zu Opfern stilisieren.

Kant: ‚Sapere aude! (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen).

English

On February 6, 2020, I wrote „Free Assange“.

Today the trial against the founder of the internet platform Wikileaks, Julian Assange, began in London. The main accusation is rape. The public perception is controlled in such a way that his personality is portrayed in this way: rapist, hacker, spy, narcissist, founder of a terrorist organisation, who, if convicted on all counts, faces 175 years imprisonment after extradition to the USA. The current US Secretary of State and ex-CIA chief Mike Pompeo classifies Wikileaks as a terrorist organization.

Is it a reversal and distraction from the war crimes of the USA, as Wikileaks put it on the net with the video from a street in Baghdad, where a US combat helicopter is killing people in a targeted manner and the crew is still amused about it. These were and are not nice pictures for the public. So they should be kept secret. Finding access to such secrets and making them available to the public is a threat to the political elites. Then one turns the tables from there and starts a campaign against such traitors – or also often called spies or whistleblowers – and keeps them in isolation for years without being charged. No matter where and how. With such methods the USA, Turkey and certainly many other states can shake hands. Correct – that’s how torture works.

Whether you like Julian Assange or not should be in the background of the picture you have of this person. In the foreground should not be the person with his possible quirks and consequences of the psychological terror against him, no – one should call him an enlightener and representative of the freedom of the press and anti-secrecy. The emphasis is indeed on ensuring that war crimes are publicly reported and not covered up and kept under wraps.

That is what public perception should focus on and not on whether he is skateboarding in the Ecuadorian embassy or whatever.

It is simply a mess that an Enlightenment philosopher becomes a perpetrator in the public perception and the perpetrators stylize themselves as victims.

Kant: ‚Sapere aude! (Have courage to use your own intellect).

Noch Arroganz oder schon Isolation? – Still arrogance or already isolation? –


Deutsch

Wir schreiben das Jahr 2020. Die Gattung Homo sapiens besteht primär aus weiblichen und männlichen Exemplaren – die sich darin genetisch minimal unterscheiden. Die männlichen Exemplare definieren sich als dominant und fühlen sich darin religiös bestätigt. Die Bibel spricht von ‚Mensch und Gehilfin‘. Frauen sind demnach ‚Menschen 2.Klasse‘ – von ganz oben abgesegnet. Widerspruch war und ist zumindest nicht erwünscht. Ein klarer Euphemismus.

Nun sollte davon ausgegangen werden, dass sich das religöse Gebaren im Zuge der Emanzipation zumindest lockert, oder gar anpasst. Mehr oder weniger weit gefehlt. Mehr… weil nun der aktelle Papst eine klare Linie gezogen hat = Frauen in der katholischen Kirche sind und bleiben für das Priesteramt oder andere Würdenämter außen vor. Den Zölibat aufzuweichen (verheiratete Priester) oder abzuschaffen, ist nicht im Ansatz angedacht. Der Papst zeigt ‚klare Kante‘. Ob er das wirklich glaubt oder opportun angeht, lässt sich außenstehend nicht einschätzen.

Solche Regeln und Praktiken sind nicht Gottes- sondern Menschenwerk. Eine andere Sichtweise ist mir nicht vermittelbar. Die Frage bleibt, wie lange selbstgefällige Blender in bunten Ganzjahreskostümen noch ihre suggerierte Göttesnähe den Gläubigen regelrecht verkaufen können? Das sie, die Kirchenmänner, tief an ihrem Glauben an das Nichtwissen festhalten, bestimmt die Sichtweise derer, die ihre Dogmen so hinnehmen, wie sie ihnen dargeboten werden. 

Der Zölibat als Zugangsbeschränkung zum Priesteramt ist z.B. nicht mit dem Artikel 1 unseres Grundgesetzes vereinbar: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Oder dem Leitfaden schon der französischen Revolution im 18. Jahrhundert: „Freiheit – Gleichheit – Brüderlichkeit“. Bei der Brüderlichkeit mache ich Abstriche. Ein Zwangssingle kann nicht davon sprechen, eine freie Entscheidung getroffen zu haben. Gleichheit im Vergleich zu einem Ehemann oder mit einem anderen Menschen Zusammenlebenden ist es dann auch nicht. Basis ist der ‚Glauben‘. Gemeint ist der Glauben an Gott – eine sicherlich noch personifiziert gedachte Allmachtsperson. Glauben heißt aber auch ’nicht wissen‘- nicht mit den 5 Sinnen Erfahrbares. Da lässt sich nicht einfach behaupten, dass der Gott der Kirche das alles so angeordnet hat. Der Glaube schließt die Frage nach einem Beweis aus, weil da noch etwas Massiveres folgt: Das Spiel mit der Angst, d.h., wer nicht mitspielt, der kommt in eben diese Hölle oder zumindest ins Fegefeuer. Das kann man dann auch ’seelische Grausamkeit‘ oder ‚Psychoterror‘ nennen.

Von einem Menschen ein zölibatäres Leben ohne schlüssige Beweisführung zu verlangen, ist schlichtweg unmenschlich. Das gilt auch für Nonnen und Mönche. ‚Die haben das ja frei gewählt‘, könnte argumentiert werden. Ihre freie Wahl basiert auf vorher vermittelte Spekulationen und Beeinflussungen des Seelenlebens im Sinne eines ‚gottgefälligen Lebens‘. Ist es das denn? Oder sähe ein Schöpfer seine Geschöpfe nicht lieber frei und selbstbestimmt und schon gar nicht sterblich. Dann wäre die Konstruktion ja fehlerhaft und gar nicht vollkommen. 

Öffnen sich die katholische Kirche und andere Religionen nicht und verharren an überlieferten Traditionen, dann werden sie zunehmend ihren Einfluss auf Menschen verlieren und zur Seite gedrängt werden. Ob das, was dann folgt, besser und überzeugender ist, bleibt abzuwarten – was sonst…

Über diesen Themenkreis lässt sich ‚unendlich‘ mehr schreiben – das habe ich in meinem Buch „Futur X – die freie Auswahl“ getan, jedenfalls in der Länge eines etwas dickeren Buches, in dem eine ‚Immaterielle Existenz‘ (Rousseau) angenommen und für eine Tatsache gehalten wird. 

Rousseau:  „Der Mensch ist in seinen Handlungen frei und als solch freies Wesen von einer immateriellen Substanz beseelt.“

 

English

It is the year 2020 and the genus Homo sapiens consists primarily of female and male specimens – which are genetically minimally different. The male specimens define themselves as dominant and feel religiously confirmed in this. The Bible speaks of ‚man and helper‘. Women are therefore ‚human beings 2nd class‘ – blessed from the very top. Contradiction was and is at least not desired. A clear euphemism.

Now it should be assumed that religious behavior will at least loosen up or even adapt in the course of emancipation. More or less far from it. More … because now the Actual Pope has drawn a clear line = women in the Catholic Church are and remain excluded for the priesthood or other dignitary offices. Softening up (married priests) or abolishing celibacy is not the first step. The pope shows ‚clear edge‘. Whether he really believes this or approaches it opportunely cannot be assessed from the outside.

Such rules and practices are not the work of God but of man. I cannot get another point of view. The question remains, how long can complacent dazzlers in colorful year-round costumes continue to sell their suggested godliness to the faithful? The fact that they, the churchmen, deeply hold on to their belief in not knowing determines the view of those who accept their dogmas as they are presented to them. 

Celibacy as a restriction on access to the priesthood, for example, is not compatible with Article 1 of our Basic Law: „The dignity of man is inviolable“. Or the guideline already of the French Revolution in the 18th century: „Freedom – Equality – Fraternity“. I have to cut back on fraternity. A forced single cannot speak of having made a free decision. It is not equality in comparison to a husband or a person living together with another person. The basis is ‚faith‘. This means the belief in God – an omnipotent person who is certainly still thought of as personified. But faith also means ’not to know‘ – not to experience with the 5 senses. It cannot simply be claimed that the God of the church has ordered all this. Faith excludes the question of a proof, because something more massive follows: The game of fear, i.e. whoever doesn’t play along will go to this very hell, or at least to purgatory. This can also be called ‚mental cruelty‘ or ‚psycho terror‘.

To demand a celibate life from a person without conclusive proof is simply inhuman. This also applies to nuns and monks. ‚They have chosen it freely‘, could be argued. Their free choice is based on previously mediated speculations and influences on the life of the soul in the sense of a ‚life pleasing to God‘. Is that it? Or would a Creator not rather see his creatures free and self-determined and certainly not mortal? Then the construction would be flawed and not at all perfect. 

If the Catholic Church and other religions do not open up and persist in their traditions, then they will increasingly lose their influence on people and be pushed aside. Whether what follows is better and more convincing remains to be seen – what else?

More can be written about this topic ‚infinitely‘ – I have done so in my book „Future X – Free Choice“, at least in the length of a somewhat thicker book, in which an ‚Intangible Existence‘ (Rousseau) is assumed and taken for a fact. 

Rousseau: „Man is free in his actions and as such free being animated by an immaterial substance.“

 

Free Assange… (d/e)


Deutsch

Julian Assange ist eine umstrittene Person für Viele oder zumindest für Einige. Mit Wikileaks hat er staatliche ‚Vergehen‘ öffentlich gemacht und sich damit einer Art Kodex der Verschleierung und Geheimhaltung staatlicher Organe widersetzt. Es ist die Frage oder das Problem der Zurückhaltung von Informationen, die staatsgewollt nicht in die Öffentlichkeit sollen – auch mit allen Mitteln. Richtig… Verschleierung und Geheimhaltung im Interesse der Machterhaltung, die dann vom Staat als ‚Staatsschutz‘ oder ‚Schutz der Demokratie‘ gerechtfertigt werden und geheimdienstlichen Charakter haben. Sogenannte Whistleblower (jemand, der etwas enttarnt, auffliegen lässt) sind in dem Sinne die Gegenspieler in der Konsequenz und werden als Verräter von Geheimnissen stigmatisiert.

Fragwürdige oder gar nach dem Zivilrecht kriminelle Machenschaften im Schutz der Geheimhaltung werden sicherlich aus ‚gutem‘, also im Kontext aus fragwürdigem Grunde der Öffentlichkeit vorenthalten, indem sie ein ‚Top-Secret‘ angeheftet bekommen. Das an die Öffentlichkeit zu bringen, ist nicht nur gefährlich, sondern kann letztlich lebensgefährlich sein und die entsprechende Person zu einem Rastlosen, ja Flüchtling machen.

Als Mitglied der Menschenrechtsorganisation amnesty international schreibe ich regelmäßig ‚urgent actions‘ (ua’s). Dazu gehörten bislang und auch weiterhin Vorgänge, die international in die oben sehr grob beschriebenen Erscheinungsformen fallen. Im Falle Assange geht es nicht nur um körperliche, sondern zweifellos auch um seelische, psychische Fehlbehandlungen und deren Folgen. Also prinzipiell nicht mit den Menschenrechten vereinbare Einflüsse, die hingenommen oder gar provoziert sind.

Hiermit fordere ich die zuständigen Stellen dazu auf, Julian Assange freizulassen und keiner weiteren Verfolgung, weder physisch noch psychisch, auszusetzen, da mittlerweile sein Gesamtzustand als bedenklich oder gar lebensbedrohend eingestuft wird.

Die Frage bleibt: Für was?  Hier handelt es sich um keinen Kapitalverbrecher, sondern um jemanden, der Vorgänge in die Öffentlichkeit gebracht hat, die sonst unter dem Mantel des verschwiegen Geheimen geblieben wären.

Deshalb:  FREE ASSANGE !

 

English

Julian Assange is a controversial person for many or at least for some. With Wikileaks he has exposed state ‚misdemeanours‘, defying a kind of code of concealment and secrecy of state organs. It is the question or the problem of withholding information that the state does not want to make public – even by any means. Right… Concealment and secrecy in the interests of maintaining power, which are then justified by the state as ’state protection‘ or ‚protection of democracy‘ and are of an intelligence nature. So-called whistleblowers (someone who uncovers something, exposes it) are the opponents in this sense and are stigmatized as traitors of secrets.

Questionable or even under civil law criminal machinations in the protection of secrecy are certainly for ‚good‘, i.e. questionable reasons, withheld from the public by attaching a ‚top secret‘. Making this public is not only dangerous, but can ultimately be life-threatening and turn the person in question into a restless, even refugee.

As a member of the human rights organization Amnesty International I regularly write ‚urgent actions‘ (ua’s). Up to now, these have included and continue to include events which internationally fall into the very roughly described forms described above. In the case of Assange it is not only about physical, but undoubtedly also about mental and psychological abuse and its consequences. In other words, influences that are in principle not compatible with human rights, which are accepted or even provoked.

I hereby call on the competent authorities to release Julian Assange and not to subject him to any further persecution, either physical or psychological, as his overall condition is now considered to be precarious or even life-threatening.

The question remains: For what?  This is not a capital criminal, but someone who has brought events into the public domain that would otherwise have remained under the cloak of secrecy.

Therefore: FREE ASSANGE !

 

Die Würde des Menschen ist unantastbar… (ein Oxymoron?!)


Und wieder eine Karikatur aus dem Satiremagazin „Der Wahre Jakob“ vor 118 Jahren. (Ich kann es nicht lassen, mich damit zu beschäftigen, weil es einfach zu beeindruckend und immer noch aktuell ist!)  Beispiel:

Weniger ist mehr… ein Oxymoron…:

Grundgesetz, Artikel 1:  >Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.<

Soweit die Theorie, die Absichtserklärung, an der sich das gesamte Grundgesetz orientiert.

Heute wird gesagt, dass die Aussage der folgenden Karikatur über ein Jahrhundert alt, also altbacken, ist, doch… was hat sich denn im Großen und Ganzen, also prinzipiell geändert? Das Prinzip ‚Master and servant‘ (Herr und Diener) hat einen anderen Anstrich erhalten, ist aber von der dargestellten Art. Wenn dem so ist, dann haben wir es mit einer euphemistischen Sicht- und Darstellungsweise zutun. Das ist nicht neu.

Das Prinzip ‚Master and servant‘ zieht sich nach wie vor wie der Artikel 1 des Grundgesetzes wie ein roter Faden praktisch durch die Gesellschaft und widerspricht der  gesetzlichen Hauptdirektive. Ein ‚Sowohl-als-auch-Oxymoron‘. 

Mit dieser Darstellung begnüge ich mich hier, weil ich davon ausgehe, dass es der dieses lesende und betrachtende Mensch seiner eigenen Wichtung unterzieht.

25. November: Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen


25. November: Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

So sah ‚man‘ das im Jahre 1907. Karikatur aus ‚Der Wahre Jakob‘.

Weniger martialisch in der Darstellung ist das in die heutige Zeit übertragbar, sonst würde dieser Tag anders benannt.

Kant: ‚Sapere aude! (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen).

 

 

Einst (um 1900) und jetzt…


Das Satiremagazin ‚Der Wahre Jakob‘ fasziniert nach wie vor. Die Abbildung zeigt eine Darstellung um 1900 und ist/wäre mit aktualisierten Protagonisten (bis auf den Nazarener) passend nicht nur für die Jetztzeit, sondern noch für eine weitere Zeit…

Der Mut der Zeichner und Texter sowie der Verleger in der Kaiserzeit ist nahezu unglaublich.

 

WW-Netz -Bescheid (verschoben) 1.jpg

Kant: ‚Sapere aude! (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen).

Rückenmark… spinal cord {in deutsch und englisch}


Fassungslos war ich, als ich die Meldungen über die Festnahme der Kapitänin Carola Rackete las, die in Lampedusa 40 Bootsflüchtlinge an Land brachte – ohne Genehmigung der Behörden. Es ist eine ungeheuerliche Menschenverachtung des italienischen Innenministers Salvini, der sich ausschließlich um die Besatzung des Schnellbootes der italienischen Zoll- und Steuerpolizei sorgte und nicht auch um die Bootsflüchtlinge.

Die Kapitänin ging sicherlich ein Risiko ein , als sie das Anlegemanöver durchführte (das will ich nicht verharmlosen). Die Verweigerung der humanitären Hilfe von Seiten der Italiener (Salvini)  entspricht nicht der UN-Menschenrechtscharta und ist damit sowohl rechtlich nicht haltbar als auch -vor allen Dingen- menschlich. Das ist unterlassene Hilfeleistung pur, regelrecht kriminell und bedeutet in der Konsequenz, dass der italienische Innenminister und Vize-Regierungschef  so einzustufen ist.

Carola Rackete hat Menschenleben gerettet und wurde festgenommen. Ihr drohen -neben 50.000 € Strafe- bis zu 10 Jahre Haft. Das ist keine ‚verkehrte Welt‘ … das ist das wahre Gesicht des Rechtspopulismus. Die Wählerschaft dieser Denkrichtung -egal wo- muss wissen, was sie da wählt. Menschenselektion wie in finsteren Zeiten. Da ist die Erde noch eine Scheibe und da wird ‚am Futternapf noch richtig von der Seite gebissen‘. Wer das nicht begreift, dem|der ist schwer zu helfen.

Bei solchen Vorgängen denke ich an Albert Einsteins Ausspruch, der nicht nur auf das „Marschieren in Reih und Glied“ anwendbar ist, sondern auch auf das hier kritisierte Verhalten von Mandats- und Entscheidungsträgern:

>Wenn einer mit Vergnügen zu einer Musik in Reih und Glied marschieren kann, dann hat der sein großes Gehirn nur aus Irrtum bekommen, da für ihn das Rückenmark schon völlig genügen wurde<.

Kant: ‚Sapere aude!‘  (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!).

 

Und hier in englisch:

I was stunned when I read the reports of the arrest of Captain Carola Rackete, who brought 40 boat refugees ashore in Lampedusa – without permission from the authorities. It is an outrageous contempt for mankind on the part of the Italian Minister of the Interior, Salvini, who was exclusively concerned about the crew of the speedboat of the Italian customs and tax police and not also about the boat refugees.

The captain certainly took a risk when she carried out the docking manoeuvre (I do not want to trivialise that). The refusal of humanitarian aid by the Italians (Salvini) does not comply with the UN Charter of Human Rights and is therefore both legally untenable and – above all – human. This is pure failure to provide assistance, downright criminal and consequently means that the Italian Minister of the Interior and Deputy Head of Government is to be classified as such.

Carola Rackete saved human lives and was arrested. She is threatened with up to 10 years imprisonment – in addition to a fine of € 50,000. This is not a ‚wrong world‘ … this is the true face of right-wing populism. The electorate of this mindset – no matter what – must know what they are voting for. Human selection as in dark times. There the earth is still a disc and there ‚the food bowl is still really bitten from the side‘. If you don’t understand that, it’s hard to help you.

In such processes I think of Albert Einstein’s statement, which is not only applicable to the „marching in rank and file“, but also to the behavior of mandate and decision makers criticized here:

>If one can march with pleasure to a music in rank and file, then he has got his big brain only from error, because for him the spinal cord was already completely sufficient <.

Kant: ‚Sapere aude! (Have courage to use your own mind!).

Translated with http://www.DeepL.com/Translator

Opposition gegen Destruktion…’Planet first’…


Der Hegemonialanspruch der USA ist nicht regional begrenzt, sondern folgt einer bezeichnend schlichten Logik, die ganz flach ausgedrückt wie folgt klingt; ‚Willst du nicht mein Bruder sein, schlag ich dir den Schädel ein.‘ Oder: ‚Vorsicht .. meine 45-er sitzt  locker…‘.

Was ist da logisch? Ebenso flach gesagt: Die niederfrequente Sichtweise der Blendung, der Manipulation, der Verdummung usw. und … der konkreten Missachtung der Menschenrechte.

Das Schädel einschlagen ist auch als Metapher zu verstehen. Eine Metapher, basierend auf Einschüchterung und Herrschaftsdenken. Erst verdeckt drohend, dann konkret skrupellos im absoluten Eigeninteresse. Geschichte wird als vergangen angesehen… ohne wahrnehmbar daraus gelernt zu haben. Menschen, ja ganze Gesellschaften lassen sich nach wie vor von Versprechungen und Schicksalsdenken hinter die Fichte führen – als Mangel aus realistischen Alternativen, die gedacht und publiziert existenzbedrohend werden und sind. Obrigkeitsdenken ist direkt an individuelle Lebenssituationen geknüpft. Wenn da noch eine entsprechende PR hinzukommt, dann ist eine Art Resignation oder ‚Gefügigsein‘ vorprogrammiert oder gar Realität. Jedenfalls was öffentliche, kritische Sichtweisen betrifft. Deutlich zu sehen am Beispiel z.B. der Türkei. Nein, nicht das ganze Land, sondern die politische Führung ist hier gemeint. Menschenrechte? Fehlanzeige…! Narzissmus, die Sonne der Mächtigen …

Die Beispiele sind nicht nur an dem genannten Land festzumachen, sondern über diesen Planeten wie mit der Gießkanne verstreut. Es sind die sogenannten Führer, die Trumps, Erdogans, Putins, Xi Jinpings usw., die den Menschen die demokratischen Werte abdressieren oder gar nicht erst hochkommen lassen. Beispiele gibt es genug – in ‚Nah und Fern‘ und in welcher Reihenfolge auch immer. Das ebenfalls sogenannte ‚Böse‘ ist immer ein Teil der Macht und deren Begleit- und Folgeerscheinungen. Öffentlichkeit ist das ‚positive’ Virus, das grundsätzlich mit vielen Mitteln eingedämmt wird. Hass wird gestreut. Despoten wissen, wie sowas funktioniert. Störenfrieden drohen die Gitterstäbe.

Was hilft und bietet Zukunftsperspektiven? Lassen sich die Menschenrechte weitgehend realisieren? Vollständig vorerst sicherlich nicht, wennn überhaupt, doch –  Fortschritte sind dann zu erreichen, wenn die 30 Artikel der Erklärung der Menschenrechte der UN intensiver publiziert werden. Die Menschenrechte gehören in die Öffentlichkeit und dürfen nicht allein den Regierenden überlassen werden – in der Orientierung und vorgegaukelten Anwendung. Demokratie ist kein Selbstläufer und bedarf der ständigen Arbeit daran. Sich in Gewalt darstellende Probleme müssen auf höchster Ebene benannt und das Verhalten entsprechend abgestimmt werden und nicht nur auf einer politischen Theaterbühne im ‚Hornberger Schießen‘ gipfeln – natürlich auf Kosten der Steuerzahler eines jeden Landes.

Die anfangs genannten Hegemonialansprüche der USA durch ihren Präsidenten Trump und seinen Vasallen sind übertragbar auf andere Länder, wie Russland, China usw.. Heutzutage den Klimawandel anzuzweifeln, ist nicht nur dumm und arrogant, sondern vernichtend. Nicht nur für bestimmte Bereiche oder Gruppen dieses Planeten, sondern für ALLE! Da ist Schweigen weder Gold noch Silber, sondern unverantwortlich.

Das ‚Gut‘ der Pressefreiheit steht ganz oben auf dem ‚Sockel of Fame‘. Wie gezielt an diesem Sockel gerüttelt wird, führt uns der amerikanische Präsident Donald Trump in einer Weise vor, die nicht nur als schamlos, sondern als Werte zerstörend despotisch und eines Präsidenten mehr als unwürdigen Gebarens zu bezeichnen ist. Das per Wahl zu beenden ist die überlebensnotwendige Aufgabe der amerikanischen Gesellschaft, sofern sie auf Zukunft im eigenen und globalen Interesse setzt. ‚America first‘ ist die Parole der Ignoranz und des ‚Steinewerfens‘ im globalen Glashaus – aus niederen Beweggründen.

Die Philosophen des 18.Jahrhunderts (Rousseau, Locke, Montesquieu, Kant) haben den intelligenteren Weg gewiesen. Das ist in der Bildung regelrecht zu reaktivieren. Die folgenden Jahrhunderte haben gezeigt, wie militärische Tradition, Egomanie und Skrupellosigkeit die Oberhand gewinnen und das ‚Geschehen‘ bestimmen. Das Ergebnis: Mord und Totschlag, ausgelöst durch Demagogie, die die Menschen verblendet ins Verderben stürzte.

Und heute? Nach wie vor ‚Streichholz und Benzinkanister‘ – auf technisch aktuellem Niveau natürlich. Der moderne Mensch kann das natürlich alles besser? Eben nicht! Die Menschen sind immer noch Menschen. Eine sinnvolle und die Absurdität der Denkweisen der bestimmenden Mächte der Jetztzeit darstellende Aufgabe der KI wäre, wenn sie, die KI, der Menschheit unzweideutig und logisch vor Augen führt, auf welch schmalem Grad diese Menschheit balanciert. Der letzte Satz bedarf keines Kommentars … außer – vermeidbarer Kollektivsuizid durch eine Technologie, die emotionslos dann faktisch ihren Schöpfern die Schlinge vom Hals nimmt. Was für ein Unsinn! Allerdings ein Unsinn, der zeigt, wie gefährlich der Status quo ist und in welch einer Sackgasse der sich befindet! –

Das Führungspersonal, das mit sieben Millarden Menschenleben und der gesamten Flora und Fauna Roulette spielt, muss mit dem Willen der jeweiligen Völker abgewählt werden. Das wäre der richtige Schritt in Richtung Orientierung und Ausrichtung an der Erklärung der Menschenrechte. Opposition gegen Destruktion – eine Devise.

Dann hat das aufgeklärte ‚Wahlvolk‘ die Macht und hat die Chance, aus der Sackgasse einen Ausweg zu finden.

‚Planet first…‘

 

 

 

Menschenrechte Buchauszug, Kapitel 9, Teil 2


Am 10. Dezember 1948 wurde die ‚Erklärung der Menschenrechte‘ von den United Nations (UN) verabschiedet, die sich damit 2018 zum siebzigsten Mal jährt.

Auszug aus: Joachim Rohlfing. „Futur X. Die freie Auswahl.“    (Teil 2)

Den Versuch, das zu bekräftigen, starte ich nun mit der Darstellung aller 30 Artikel (Quelle: Amnesty International) und empfehle dem lesenden Menschen, jeden einzelnen davon zu recherchieren, da das hier zu weit führen würde.

Es lohnt sich!  (•Zahl = Artikel).

1  Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit

2  Verbot der Diskriminierung

3  Recht auf Leben und Freiheit

4  Verbot der Sklaverei und des Sklavenhandels

5  Verbot der Folter

6  Anerkennung als Rechtsperson

7  Gleichheit vor dem Gesetz

8  Anspruch auf Rechtsschutz

9  Schutz vor Verhaftung und Ausweisung

10  Anspruch auf faires Gerichtsverfahren

11  Unschuldsvermutung

12  Freiheitssphäre des Einzelnen

13  Freizügigkeit und Auswanderungsfreiheit

14  Asylrecht

15  Recht auf Staatsangehörigkeit

16  Eheschließung und Familie

17  Recht auf Eigentum

18  Gedanken-, Gewissens-und Religionsfreiheit

19  Meinungs- und Informationsfreiheit

20  Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit

21  Allgemeines und gleiches Wahlrecht

22  Recht auf soziale Sicherheit

23  Recht auf Arbeit, gleichen Lohn

24  Recht auf Erholung und Freizeit

25  Recht auf Wohlfahrt

26  Recht auf Bildung

27  Freiheit des Kulturlebens

28  Soziale und internationale Ordnung

29  Grundpflichten

30  Auslegungsregel

Das Ziel, dass alles praktisch umzusetzen, ist bei Weitem noch nicht erreicht, ist aber einen Vergleich mit meiner Planetarischen Ethik wert, bei dem ich gönnend blass aussehen werde…

Die Erklärung der Menschenrechte ist nach meiner Einschätzung die aktuelle Maxime eigentlicher Selbstverständlichkeiten, die durch ihre bloße, theoretische Existenz keine sind.

Die Wurzel der Hindernisse zur Umsetzung sind in den Personen und Staaten zu finden, die ihre Interessen über das Wohlergehen ihrer Bürger stellen, indem nicht unbedingt Dummheit, wohl aber Arroganz, Machtsucht und Machtmissbrauch verankert sind. Und das knallhart auch und mit Gewalt.

Oftmals Diktatoren, die ihre egoistischen Ziele in Gesetze packen, die sie -und kein oder nur eingeschränkt ein Parlament- veranlassen und natürlich dann anwenden… ohne Rücksicht auf Verluste. Die Folge sind dann Staatsterror, Korruption und schließlich Kriege.

Also ein Mangel an politischer Vernunft im Interesse aller Bürger, die das dann auch noch mit ihren Steuergeldern zu finanzieren haben.

Der entscheidend prägende Anteil daran ist folgerichtig…“

Auszug aus: Joachim Rohlfing. „Futur X. Die freie Auswahl.“ iBooks.                                           

Der prägende Anteil in der Folge wird im Kapitel 10 meines Buches ausgeführt, das zum Erwerb sowohl gedruckt als auch als ebook z.B. direkt über die Startseite dieses Blogs verlinkt ist. (BOD-Buchshop).

 

Menschenrechte Buchauszug, Kapitel 9, Teil 1


Am 10. Dezember 1948 wurde die ‚Erklärung der Menschenrechte‘ von den United Nations (UN) verabschiedet, die sich damit 2018 zum siebzigsten Mal jährt.

Auszug aus: Joachim Rohlfing. „Futur X. Die freie Auswahl.“    (Teil 1)

9. Kapitel

…Menschenrechte

Am 10. Dezember 1948 wurde die ‚Erklärung der Menschenrechte‘ von der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN oder UNO) genehmigt und verkündet. Dazu zählten im Jahre 2016 immerhin 193 Staaten.

Die feierliche Einleitung (Präambel) enthält den Grundkonsens (mit allen Mitgliedern erzielte Übereinstimmung), dass für alle Menschen das gleiche und unveräußerliche Recht auf der Grundlage der Freiheit, der Gerechtigkeit und des Friedens auf diesem Planeten zu gelten hat, dass die Missachtung der Menschenrechte zu Akten der Barbarei führt und die Würde jedes Menschen unantastbar zu sein hat.

Die einzelnen 30 Artikel spezifizieren dieses.

Hier komme ich nicht darum herum, genau dieser Erklärung der Menschenrechte ein eigenes Kapitel zu widmen und ihr die Wichtigkeit und Bedeutung zuzusprechen, die ihr gebührt.

Denn… würden sie exakt so eifrig und eifernd umgesetzt, wie es Religionen mit ihren mehr als tausend Jahre alten Grundlehren praktizieren (gipfelnd im Fundamentalismus), dann wäre die oftmalige Kritik in diesem Buch an der immer noch existierenden Barbarei ‚gegenstandslos‘.

Die Erklärung ist allgemein religionsfrei gehalten und orientiert sich an den allgemein gültigen Grundwerten der Menschen.

Im Artikel 1 finden wir die drei Begriffe der Französischen Revolution zum Ende des 18. Jahrhunderts wieder:

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit!“

„Wurde das weitgehend in diesem 21. Jahrhundert realisiert? Auch nicht nach dieser UN-Erklärung: Nur annähernd bis nein! Wo Kriege, Terror jeglicher Art, organisierte Kriminalität, Ausbeutung und jegliche Diskriminierung das Tagesgeschehen bestimmen, da findet das Gegenteil statt. Menschenrechte werden da mit Füßen getreten oder existieren praktisch einfach gar nicht. (Dabei geht es hierbei nur um die Spezies Mensch!).

Die Mittel und Wege, das mehr oder weniger auch mit juristischen, also völkerrechtlichen Spitzfindigkeiten geschickt zu umgehen, enttarnt die Tiefen der menschlichen Seele und sind das Produkt der inneren Entscheidungsfreiheit der NStk, die genau in den Fällen sehr gut funktioniert.

Warum das so ist, ist und bleibt zumindest vorerst ein tatsächliches Geheimnis. (Siehe Kapitel 27 ‚Gut und Böse‘.)

Auszug aus: Joachim Rohlfing. „Futur X. Die freie Auswahl.“ Apple Books. 

Weiterer Buchauszug (Kapitel 9) aus  ‚Futur X – Die freie Auswahl‘ folgt


Ein paar Zeilen vorab:

Wie angekündigt, blogge ich hier in Kürze ein weiters Kapitel aus meinem aktuellen Buch:

‚Futur X – Die freie Auswahl‘ aus anstehendem Anlass:

Am 10. Dezember 1948 wurde die ‚Erklärung der Menschenrechte‘ von den United Nations (UN) verabschiedet, die sich damit 2018 zum siebzigsten Mal jährt. In meinem Buch behandele ich das Thema ‚Menschenrechte‘ im Kapitel 9.

Da dieses Kapitel zwar in den Zusammenhang des Buches gehört, so hat es allerdings auch ausgekoppelt einen Alleinstellungsmerkmal, denn das Thema ‚Menschenrechte‘ hat nach wie vor einen weitgehend theoretischen Charakter und bleibt offensichtlich ein schier unerreichbares Postulat. Immerhin wurde diese Absichtserklärung von über 190 Staaten unterschrieben – als Aushängeschild. So stellt es sich dar, wenn die Realität ‚realistisch‘ betrachtet wird. Kriege, Folter verschiedenster Art (physisch und psychisch) und all die Leid erzeugenden Abarten menschlichen Gebarens bilden und verstärken die Wahrnehmung, dass die Erklärung ein sehr hoch gestecktes Ziel zu sein scheint und … ist!

Und damit ist es von größter Bedeutung. Moral und Ethik kämpfen mit dieser Waffe gegen Arroganz, Ignoranz und Destruktion im persönlichen, staatlichen und damit gesellschaftlichen Sinne. Die Wucht der 30 Artikel  hat sicherlich schon Einiges an Leid und Tod auf diesem Planeten verhindert, denn nichts scheuen gebildete Dummheit und Arroganz mehr als : Öffentlichkeit! Das ist ein eindeutiges und damit unumstößliches ‚Ja‘ zur Presse- und Meinungsfreiheit … zu investigativem Journalismus. Eine solche Aussage garantiert keine ‚Ausrutscher‘, wirkt aber vorbeugend gegen das unreflektierte Hereinfallen auf Demagogie, Manipulation, Verdummung und Ausbeutung … ja, auf Leid und Tod in der Konsequenz.

Die Erklärung der Menschenrechte folgt den ‚dreifaltigen‘ Aussagen der Französischen Revolution : Liberté, égalité, fraternité  (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit). 

Das ist die hochgehängte(?) Messlatte für jede Gesellschaft. Das kann gar nicht laut genug hinausposaunt werden. Das muss auch (immer und immer wieder!) in zugehaltene Ohren dringen.

In Zeiten des weltweit wieder aufkeimenden Nationaldenkens ist das Hervorheben der Erklärung der Menschenrechte von herausragender Bedeutung. Die niederfrequente Denkweise des vergangen geglaubten Herren- und Dominanzdenkens braucht ein verstehbares Update – im Hinblick auf sich zuspitzende Problematiken wie Klimawandel, Abholzung der Regenwälder, Vermüllung der Meere, wieder zunehmendes Wettrüsten, atomare Bedrohung militärisch und ‚zivil‘, Chancenungleichheit durch Konzentration des Kapitals auf Wenige, Rassismus und so weiter … usw.. Alles Armutszeugnisse der Menschheit und konkret derer, die von ihren Pfründen nicht lassen können … koste es, was es wolle und wen es wolle. —

Gegen einen solchen Status quo muss sich aufgelehnt und die Rechte eines Jeden in den Mittelpunkt des Denkens und Handelns gehoben werden. Schöne Worte … aber wie? Ein Jeder, der|die das begreift, auf seine|ihre Weise. – Durch Offenheit und Öffentlichkeit – durch Fairness und praktizierte Achtung vor dem Leben. Durch faktisches, öffentliches Enttarnen von Ungerechtigkeiten und ‚Ich-Bezogenheiten‘. Wie? Durch kritisches Durchdenken von politischen und gesellschaftlichen Sachverhalten, die schließlich als manipulativ und ‚Leid-erzeugend‘ erkannt werden können, weil sie anfangs zugänglich – aber in der Folge sich als destruktiv herausstellen könnten/ werden. Die Erzeugung eines ‚Wir-Gefühles‘ auf diesem Planeten und =

dem Streben nach der Umsetzung der dreißig Artikel der Erklärung der Menschenrechte. 

NGO’s wie ‚amnesty international‘ (ai) z.B. sind auf dem Weg, den ich unterstütze. Ein Weg, der nicht über Geröll und Steine, sondern über Felsen führt……..  —

Eilaktionen (urgent actions – ua’s) ohne viel Aufwand…


Damit sind die ua’s von ‚amnesty international‘ gemeint, mit denen auf brisante oder allgemein auf spezielle Menschenrechtsverletzungen auf diesem Planeten durch eine möglichst unbegrenzte Anzahl von Anschreiben (email/Fax/Brief) den Adressaten signalisiert wird, dass die entsprechenden Vorgänge nicht unbeachtet bleiben.

Denn: Es ist genau das, was Herrschende in totalitären oder diktatorischen Staaten hassen wie die ‚Pest‘ :  -> Öffentlichkeit !  Je zahlreicher und zeitlich penetranter solche Mahnungen in klarer Ansprache sind, je wirkungsvoller sind sie, weil sie an deren Grundsockeln rütteln, bis die Wirkung nicht mehr zu ignorieren ist.

Der Aufwand, eine solche ‚ua‘ zu schreiben, ist nicht sehr groß. Online unter ‚amnesty international‘ sind entsprechende Hinweise auf Adressaten und Texte zu finden, die dann auch verwendet werden dürfen, indem eine solche ‚ua‘ online verfasst wird.

Es ist mir ein Anliegen, nach ca. 20 Jahren ua-Aktivität, nun endlich diesen Blog dazu einzusetzen, um weitere Menschen anzusprechen, denen ein solcher Einsatz eine kleine Mühe wert ist, um so ein klein wenig zu positiven Veränderungen auf dieser Erde beizutragen. Es geht dabei um den Einsatz für Menschen, die in ihrem Umfeld prinzipiell chancenlos und existenzgefährdet sind – in einer Weise, der wir uns in diesem doch freien Land kaum oder auch gar nicht vorstellen können.

Ein Text -wie der untere- muss nicht selber verfasst werden, sondern wird von amnesty vorgeschlagen und ist immer deutlich – aber nicht unsachlich ! Das ist wichtig. Die menschliche Umgangsform wird gewahrt, obwohl es mir sehr oft schwergefallen ist, so manchen Staatenlenker mit ‚Sehr geehrter Herr Präsident‘ oder ‚Exzellenz‘ anzuschreiben.

Vor der 1000sten Hinrichtung in den USA habe ich eine entsprechende ‚ua‘ an den zuständigen Governor verschickt. Nun will ich nicht sagen, dass meine ‚ua‘ ausschlaggebend war, doch … es war ein unglaubliches Gefühl, die Nachricht zu erhalten, dass die Exekution des Delinquenten nicht stattfand und dessen Strafe in eine lebenslange umgewandelt wurde. Das war die Nadel im Heuhaufen……

Dieser Blogbeitrag ist nicht als Nötigung oder ‘Gardinenpredigt‘ zu verstehen. Er beschreibt nur eine von vielen Möglichkeiten auf vielen Gebieten, die mit zu positiven Veränderungen beitragen können und … werden !

 

(Amnesty International-) Beispieltext von heute an den Präsidenten Kolumbiens).

Sehr geehrter Herr Präsident,

setzen Sie bitte umgehend den Notfallplan um, der im Gesetz 1448 von 2011 festgeschrieben ist und gewährleisten Sie den Schutz der indigenen Gemeinschaft der Yukpa, die infolge der bewaffneten Angriffen der Region aus ihren Häusern vertrieben wurden.

Sorgen Sie bitte für Hilfe und Unterstützung, insbesondere für ihre Ansiedlung in Kolumbien, damit das Leben, die Unversehrtheit und das Fortbestehen der indigenen Gemeinschaft der Yukpa in Kolumbien sichergestellt sind.

Setzen Sie bitte die Pläne zum Schutz der indigenen Gemeinschaft der Yukpa um und gewährleisten Sie deren Rechte auf kolumbianischem Staatsgebiet.

Mit freundlichen Grüßen