Yoga…


Deutsch

Erst jetzt füge ich die Kategorie ‚Yoga‘ hinzu. Eigentlich unverständlich, da Yoga in meinem Leben seit 55 Jahren eine tragende Rolle spielt.

In meinem aktuellen Buch „Futur X – Die freie Auswahl“ habe ich beschrieben, welcher Auslöser mich zu Yoga brachte. Es war ein Nahtoderlebnis im Alter von ca. 13 Jahren. Das Ereignis hatte mich dermaßen ‚überrannt‘, dass ich danach erfahren wollte/musste, was da abging und wieso mich das im Nachhinein nicht beunruhigte. Die Weichen meines spirituellen Lebens wurden da gestellt. Es geschah einfach… Meine Eltern haben es nie erfahren…

Nach der Schule mittags ging ich vermehrt in Büchereien und suchte gezielt nach Literatur/Sachbücher, die in die Richtung ging/en. Dabei sah ich ein Wort -Yoga-, dass ich nicht kannte. Ich forschte und las mich ein. Dann kaufte ich das in der Folge beschriebene Buch, und es gab für mich kaum noch etwas Wichtigeres, als das zu lernen, was ich darin sah.

Dieses Buch ‚Yoga – leicht gemacht‘ von Indra Devi war einer meiner besten Lehrmeister. Vom Hatha-Yoga bis zur Kundalini- Meditation.

Auf dem Lande in den Fünfzigern und Sechzigern sozialisiert, fand ich niemanden, die /den ich hätte ansprechen können – auf solche Themen. Die Erwachsenengeneration (wohl nicht nur) meines Umfeldes war in erster Linie mit der Sicherung des Lebensunterhaltes durch harte Arbeit vollzeitig beschäftigt (Wirtschaftswunder). Da gab es keine Zeit für ‚Spinnereien‘. Meine Hartnäckigkeit, all das zu lernen, was Indra Devi so wunderbar und einfühlsam beschrieb und bebilderte, war ungebrochen. Allein die Warnungen (der Kopfstand kann extrem gefährlich sein, wenn er falsch ausgeführt wird! -Es darf nie weh tun..) veranlassten mich, langsam und vorsichtig an die ‚Sache‘ zu gehen. Ich war ein Jugendlicher mit überzeugter Disziplin. Das zahlte sich aus im Hinblick auf die Erfolge nach Monaten. Als ich meinen Eltern das erste Mal den Kopfstand vorführte, waren sie geschockt und wollten mich festhalten. Sie merkten unmittelbar, dass das nicht nötig war. ( ‚..was macht der Junge da bloß…?)

In den späteren Jahrzehnten gab es auch Zeiten (Wochen/Monate und auch Jahre), in denen ich aus gesundheitlichen Gründen nicht ‚yogieren‘ konnte. Wieder mit Disziplin und extremem Willen fand ich dann wieder zurück in diese wunderbare Welt des Yoga.

Das eingangs kurz beschriebene Extremerlebnis war ’nur‘ bis kurz vor dem ‚Abnabeln‘ extrem. Danach stellte sich etwas ein, das ich weder kannte, noch hörte und das es zu ergründen galt. Ergründen im Sinne von erfühlen – mental. Darauf werde ich hier nicht weiter eingehen, denn das steht alles in meinem Buch. Es wäre zweifelsfrei irritierend für so manchen Menschen. Das auszulösen, halse ich mir nicht auf.

Jedem jungen und jung gebliebenen Menschen kann ich nur empfehlen, sich mit Yoga zu beschäftigen und die Übungen heraus zu suchen, die sich zugetraut werden – ohne Biegen und Brechen und ohne Schmerzen. Sehnen zu dehnen, dauert länger, als man denkt. Wie gesagt: ‚Es darf nie weh tun!‘ Sagt ein Yoga lehrender Mensch das Gegenteil, dann hat er/sie den Sinn des Ganzen nicht verstanden. Sogenanntes ‚Power-Yoga‘ ist deshalb blanker und gefährlicher Unsinn. Gutes braucht halt seine Zeit…

Yoga for ever…

Hinweis: Bitte meinen oben gezeigten Kopfstand nicht untrainiert nachmachen!!!

English

Only now I add the category ‚Yoga‘. Actually incomprehensible, since yoga has played a major role in my life for 55 years.

In my current book „Future X – The Free Choice“ I have described which trigger brought me to yoga. It was a near-death experience at the age of about 13 years. The event had ‚overrun‘ me to such an extent that I wanted/needed to find out what was going on and why I was not worried afterwards. The course of my spiritual life was set there. It just happened… My parents never knew…

After school at noon I went more often to libraries and searched for literature/fiction that went in that direction. I saw one word -Yoga- that I did not know. I researched and read in. Then I bought the book described in the following, and there was hardly anything more important for me than to learn what I saw in it.

This book ‚Yoga – made easy‘ by Indra Devi was one of my best teachers. From Hatha Yoga to Kundalini Meditation.

Socialized in the country in the fifties and sixties, I found no one I could have approached – on such topics. The adult generation (probably not only) of my environment was primarily occupied with securing their livelihood through hard work full-time (economic miracle). There was no time for ’spinning‘. My persistence to learn everything that Indra Devi so wonderfully and sensitively described and illustrated was unbroken. The warnings alone (the headstand can be extremely dangerous if it is performed incorrectly! -It must never hurt…) made me go slowly and carefully to the ‚thing‘. I was a youth with a convinced discipline. This paid off in view of the success after months. When I showed my parents the headstand for the first time, they were shocked and wanted to hold me. They noticed immediately that this was not necessary. ( ‚ …what is the boy doing there just …?)

In the later decades there were also times (weeks/months and even years) when I could not ‚yogieren‘ for health reasons. Again with discipline and extreme willpower I found my way back into this wonderful world of yoga.

The extreme experience briefly described at the beginning was ‚only‘ extreme until shortly before ‚cutting the cord‘. Afterwards something happened, which I neither knew nor heard and which had to be investigated. Fathom in the sense of feeling – mentally. I will not go into this further here, because it is all in my book. It would undoubtedly be irritating for many people. I will not take the trouble to trigger this.

I can only recommend to every young and young-at-heart person to get involved with yoga and to find out the exercises they are capable of doing – without bending and breaking and without pain. Stretching tendons takes longer than you think. As I said: ‚It must never hurt!‘ If a yoga teacher says the opposite, he/she has not understood the meaning of it all. So-called ‚Power Yoga‘ is therefore pure and dangerous nonsense. Good things take time…

Yoga for ever…

Note: Please do not imitate my headstand shown above untrained!!

5 Kommentare zu „Yoga…“

  1. Bei mir waren Kopfstand und Handstand noch übliche Schulübungen. Leider heutzutage gar nicht mehr vorhanden? Meine Kinder staunten immer wenn ich ihnen Yoga Übungen zeigte leider hat es voriges Jahr tatsächlich mein vorgeschädigtes Genick zerknackt…seitdem meditier ich nur noch 😇 dein Nahtoderlebnis interessiert mich. Gibt es dazu mehr zu lesen? Liebe Grüße

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    1. Danke. Mein Sportlehrer sah mich beim Sport in der Halle Kopfstehen und fragte mich, ob ich noch mehr solche ‚Kunststücke‘ kann. Also führte ich eben den Kopfstand, den Lotussitz, die Verwindungsstellung, Yoga Mudra usw. vor. Man hörte die Kinnladen fallen, denn keiner hatte auch nur einen blassen Schimmer davon, was sie da sahen.
      Mein Nahtoderlebnis war der absolute Wendepunkt in meinem Leben. Beschrieben in meinem Buch ‚Futur X – Die freie Auswahl‘. Das Buch gibt einen Blick auf mein gewachsenes Welt(en)bild. Auf der Startseite meines Blogs sind die verlinkten Cover meiner Bücher.
      Das ‚Genick zerknackt‘ klingt grausam- durch oder beim Kopfstand? Ich fühle mit…
      Meditation… Kundalini fasziniert mich immer noch. Danke für den Anstoß.
      Alles Gute und liebe Grüße
      Joachim

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  2. ziemlich ungewöhnlich und toll, wie früh du zum yoga gefunden hast. ich mag yoga auch sehr und praktiziere es auch immer wieder, im moment leider noch unregelmäßig, aber ich werde es wieder aufnehmen. kopfstand ist übrigens nicht meine übung, aber ich mache und mag viele andere übungen. respekt, dass du das so geübt kannst und machst! weiterhin viel freude. und einen wunder-vollen tag dir. von deinem buch lese ich jetzt zum ersten mal. welches ist es? gibt es irgendwo infos dazu? ist es ein spirituelles buch? liebe grüße aus berlin.

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    1. Danke.. ein wirklich guter Kommentar. Das zitierte Buch ist mein drittes und heißt: ‚Futur X – Die freie Auswahl‘. Auf der Startseite meines Blogs ist das Cover zu sehen. Ein Klick darauf und Du wirst zum BoD-Shop verlinkt. Da ist dann zu lesen, um was es in dem Buch geht. Spirituell? Das zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch. Es beschreibt meine Welt(en)sicht. Hier im Blog sind einige Kapitel zu lesen. Nur… mit 623 Seiten ist es sehr ‚umfangreich‘ geworden. Das liegt nicht nur an der größeren und damit besser zu lesenden Schrift. Viele ziehen das ebook vor (günstiger und auch wegen der Kapitel-Verlinkung).
      Ich wünsche Dir ebenso einen wundervollen und ausgeglichenen Tag.
      Liebe Grüße
      Joachim

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