Jagd.. der entlarvte Irrsinn… Hunt… the unmasked madness…


Deutsch

Erinnerung an meinen Text vom Dezember 2016, zu dem ich heute inhaltlich genauso stehe, weil er zeitlos erscheint:

Auch heute noch gilt das vom Reichsjägermeister Hermann Göring 1934 novellierte „Reichsjagdgesetz”. Das ist keine Historiendoku und auch kein virtuelles Ballerspiel, sondern ein Beweis für heute immer noch existierendes Herrendenken. Hege und Pflege sind schließlich notwendig, heißt es. Ist sie in der Form aber nicht ! Ein Regulieren der Tierpopulation durch den Menschen ist der fatale Irrtum dieser Denk- und Handelnsweise. Die Natur braucht keine festgelegte Arithmetik der Menschen. Natürlich stellen sich dabei die jugendlichen Wildtiere ganz tierpatriotisch und einsichtig bei einer Jagd dem Jäger zum Abschuss, um der Spezies Mensch nicht überzählig zur Last zu fallen und in der Hoffnung auf ein fehlerfrei geblasenes ,Halali´ danach. Als stolze Quotenopfer. Unverständlich, dass sich die Gesellschaft immer noch von diesem entlarvten Irrsinn die Dunkelbrille aufdrücken lässt, ohne endlich zu realisieren, dass da eine Minderheit ihre Seelenabgründe auslebt und diese schwammig auf einem Niveau präsentiert, das sich ins falsche Jahrhundert verirrt hat. Das Wegsehen muss aufhören und das widerliche Jagdgesetz mitsamt seiner postfaktischen, ‚marlborohaften’ Neandertalromantik vom Gesetzgeber ersatzlos gestrichen werden. Die Bezeichnung der Jagdtätigkeit als Arbeit verdeutlicht den Versuch, das Töten überzähligen, also ‚unwerten‘ Lebens, salonfähig zu halten. Mit der Abschaffung der Todesstrafe für Menschen in diesem Lande hatte sich die Arbeitstätigkeit der Henkerschaft miterledigt. Für Tiere existiert sie mitsamt der vollstreckenden (Jagd-)Zunft immer noch. Wie lange wollen sich Entscheidungsträger dieses geistige Armutszeugnis noch ausstellen? Offensichtlich wird das nur einigermaßen funktionieren, wenn die richterliche Gewalt eines guten Tages ein Urteil ‚verbellt’, das den Tiermord in der Kategorie Menschenmord ansiedelt. Welcher auch nur halbwegs ethisch sensibilisierte Mensch ist freiwillig bereit, sich von solchen Seelenfängern in die erst später realisierten Abgründe seiner Seele führen zu lassen, die für ihn längst als überwunden galten ? Der Jäger ist stolz bereit, sie wieder weit zu öffnen, ohne sich offensichtlich der Tatsache bewusst zu sein, immer noch mit einem Bein im Neandertal zu stehen. Der Blick nach vorne über den Gewehrlauf kann auch einer in den Rückspiegel sein …

English

A reminder of my text from December 2016, which I stand by in terms of content because it seems timeless.

Even today the „Reich Hunting Law“ amended by the Reich Hunting Master Hermann Göring in 1934 is still valid. This is neither a history documentary nor a virtual shooting game, but rather proof of the master thinking that still exists today. After all, care and maintenance are necessary, they say. But it is not in this form ! A regulation of the animal population by humans is the fatal error of this way of thinking and acting. Nature does not need a fixed arithmetic of humans. Of course, the young wild animals are very animal patriotic and insightful when they are hunting to shoot the hunter in order not to be a burden to the human species and in the hope of a flawlessly blown ‚Halali‘ afterwards. As proud quota victims. It is incomprehensible that society still lets this exposed insanity push on its dark glasses without finally realizing that there is a minority living out its soul abysses and presenting them spongy on a level that has strayed into the wrong century. The looking away must stop and the disgusting hunting law with its postfactual, ‚Marlboro like‘ Neanderthal romanticism must be deleted by the legislator without replacement. The description of hunting as work illustrates the attempt to keep the killing of supernumerary, i.e. ‚unworthy‘ life acceptable. With the abolition of the death penalty for people in this country, the work activity of the executioners had also been abolished. For animals it still exists, together with the executing (hunting) guild. How much longer do decision-makers want to expose themselves to this intellectual poverty? Obviously, this will only work to a certain extent if the judiciary ‚barks‘ a verdict one good day that places animal murder in the category of human murder. Which human being, even if only halfway ethically sensitized, is voluntarily prepared to be led by such soul catchers into the abysses of his soul, which were only realized later and which were considered to be overcome by him long ago ? The hunter is proudly prepared to open them wide again, without obviously being aware of the fact that he still has one foot in the Neander valley. The view forward over the rifle barrel can also be one into the rear-view mirror …

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