Email an Amnesty International zum Thema : ‚Prostitution‘


Hi,

mit Entsetzen habe ich heute in der ‚Süddeutschen‘ einen Artikel darüber gelesen, dass ‚ai‘ prinzipiell die Prostitution freigegeben sehen möchte … und wie sich der Nachklang anhört – das auch zielorientiert beabsichtigt.

Als Amnesty-Mitglied erschließt es sich mir nicht, dass (m)eine Organisation das (von mir hier frei interpretierte) Menschenrecht auf Schutz vor  Ausbeutung und Missachtung der Individualität (ob gegenseitiges Einverständnis oder nicht ..) in derart unglücklicher Weise fehlinterpretiert
und offensichtlich deutlich empirischen Daten vertraut, also messbaren ‚Dingen‘.
Menschen, ob Männer oder Frauen, mit Geld für sexuelle Aktivitäten zu bezahlen, entbehrt jeglicher Empathie dem jeweils Anderen gegenüber und ist eine prinzipielle Ausbeutung – körperlich und seelisch. Was schreibe ich in meinen urgent actions : ‚…  und führt zur Verrohung der  beteiligten Personen.‘ Ein Quäntchen weitergedacht .. und schon ist die Parallele da. Hemmschwellen sinken und die sogenannte Sex-Szene mit all ihren Begleitfacetten, Drogen usw., wird aus der Grauzone völlig legal in die ‚grüne‘ Zone gelassen.
Eine Freigabe der Prostitution samt Zuhälter kann eine Fördermaßnahme in Richtung Verharmlosung und Förderung der ‚organisierten Kriminalität‘ sein, die dann in dem Konsens ja keine solche mehr wäre und völlig befreit ‚aufschlagen‘ könnte. Das wäre ein Etappensieg der Empathielosigkeit und niederfrequenten Arroganz derer, die jetzt noch einigermaßen im Zaume gehalten werden (können).
Der Amnesty-Gedanke ist diskutabel, sollte aber die genannten Aspekte nicht ausschließen.
Beschreitet Amnesty diesen gedachten Weg, dann denke ich ersthaft über einen Austritt nach. Das wären dann faktisch wieder einige Hundert urgent actions weniger.
Die Prostitution war und ist  für mich als Mensch nicht nachvollziehbar, wurde von mir bislang bei jeder Diskussion darüber mit eindeutigem Unverständnis bedient, und das wird auch so bleiben. Es wäre für mich ein echter Gau, wenn die Menschenrechtsorganisation meines bisherigen Vertrauens sich thematisch in eine derartige Sackgasse begibt, in die ich ihr dann nicht mehr folge.
Diesen Text poste ich in meinem Blog ‚Joachim Rohlfings Blog‘ (über www.joachim-rohlfing.de erreichbar)
Beste Grüße
Joachim Rohlfing

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