Die hierarchische Sonderstellung des Menschen – eigene Sprüche zur Tierethik… The hierarchical special position of humans – own sayings on animal ethics…


Deutsch

Noch im Anthropozän (Zeitalter/Epoche des Menschen) verhält sich der Mensch (Kollektivsingular) der Fauna gegenüber wie ein Raubtier. Trotz der wissenschaftlichen Erkenntnisse durch Forschung, dass Tiere ein zentrales Nervensystem, einen Blutkreislauf, ein Gesicht, Angst, Schmerzen und Freude empfinden wie Menschen. Abgesehen von den jagenden Menschen haben die meisten Menschen heute keinen Erlebensbezug mehr dazu, wie ihre Fleischwaren ‚gewonnen‘ werden.

Im Folgenden sind meine eigenen Gedanken und die daraus entstandenen Sprüche zu lesen, die mit großer Sicherheit für Manche(n) verwirrend sind. Seit 34 Jahren lebe ich fleischlos und kann mir heute einen Fleischkonsum  nicht mehr vorstellen.

 

Die hierarchische Sonderstellung des Menschen – eigene Sprüche (Metapher) zur Tierethik…

Menschen genießen Fleisch in `Sterne-Hotels´ – Tiere genießen die Momente menschlicher Zuneigung

Tiere sind in unserer Gesellschaft eine`zuliefernde´Randgruppe, doch eine funktionierende Demokratie zeichnet sich durch die Toleranz von Randgruppen aus

In jeder Fleischmahlzeit manifestiert sich die Grabeskälte liebevoll zubereiteter Tierkadaver

Wenn Gott beim Jüngsten Gericht einem Tier im Urteil die Entscheidung überläßt, dann Gnade uns Gott

Den Rindern Tiermehl als Nahrung zu geben ist das Gleiche wie Menschen die Asche aus Krematorien als Soßenbinder unterzujubeln

Schlachthäuser sind eine real existierende Gotteslästerung

Das 21-ste Jahrhundert braucht keine blutigen Steaks, keine temporär verwesungsverzögernde Eingriffe zur Erhaltung genießbarer Tierleichenteile –  es braucht die Erkenntnis, seine Mahlzeiten nicht von ‚Auftragskillern‘ (?) vorbereiten zu lassen

Mit jedem Schlachten eines Tieres reduziert sich die Hoffnung auf Erlösung

Wer ein Tier töten kann, der kann auch einen Menschen töten

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Elitesoldaten Vegetarier sind

So lange das Fleisch toter Tiere ein Nahrungsmittel für Menschen ist, gibt es keinen realen Frieden auf diesem Planeten

Wenn Schweine oder Schafe dumm sind, dann sind ihre`Fleischgenießer‘ die Steigerung

Der Holocaust ist nicht mit der Entnazifizierung abgeschlossen, er endet mit dem Abriss des letzten Schlachthauses

Tiere denken in ihren Instinkten

Ein Ei ist ein potentielles Küken

Der Mensch bezahlt für Wurst und Fleisch – das Tier mit seinem Leben

Gegen die Vivisektion ist das Schächten ein `kurzer Prozeß´

Die Todesangst geschlachteter Tiere wird mit jeder Muskelfaser verinnerlicht

Was sind das für Tierschützer, die nach einer Demo für den Tierschutz zum Beispiel einen Fleischburger essen ?

Kaum jemand denkt an die Tiere – nicht mal beim Essen

Schächten ist die Perversion des Tierschutzes

Wenn du glaubst intelligenter zu sein als ein Tier – dann versuch einmal wie ein Tier zu ‚denken‘

Allah fragt Gott : „Wer bist du eigentlich ?“  Gott antwortet : „Dein Spiegelbild !“

 

Kant: ‚Sapere aude! (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen).

 

English

The hierarchical special position of humans – own sayings (metapher) on animal ethics…

Even in the Anthropocene (age/period of man) man (collective singular) behaves towards the fauna like a predator. Despite the scientific findings through research that animals have a central nervous system, a blood circulation, a face, fear, pain and joy, animals feel the same as humans. Apart from hunting people, most people today have no experience of how their meat products are ‚obtained‘.

In the following you can read my own thoughts and the resulting sayings, which are almost certainly confusing for some people. For 34 years I have been living without meat and today I cannot imagine consuming meat any more.

——————————–

People enjoy meat in ’star hotels‘ – animals enjoy moments of human affection

Animals are a ‚marginalised‘ group in our society, but a functioning democracy is characterised by the tolerance of marginalised groups

In every meat meal the cold of lovingly prepared animal carcasses manifests itself

If God leaves the decision to an animal in judgment at the Last Judgment, then God’s grace is

Giving the cattle meat-and-bone meal as food is the same as giving the ashes from crematoria as a sauce thickener

Slaughterhouses are a real blasphemy

The 21st century does not need bloody steaks, no temporary decay-retarding interventions to preserve edible animal carcass parts – it needs the knowledge not to have its meals prepared by ‚contract killers

With each slaughter of an animal the hope of salvation is reduced

Whoever can kill an animal can also kill a human

I can’t imagine elite soldiers being vegetarians

As long as the meat of dead animals is food for humans, there is no real peace on this planet

After eating meat you need a cross with the inscription of the date of birth and death of the corporate supplier – but by whom ?

If pigs or sheep are stupid, then their ‚meat eaters‘ are the increase

The Holocaust is not finished with denazification, it ends with the demolition of the last slaughterhouse

Animals think in their instincts

An egg is a potential chick

Man pays for sausage and meat – the animal with his life

Against vivisection, mantling is a ’short process

The mortal fear of slaughtered animals is internalised with every muscle fibre

What kind of animal rights activists are those who eat a meat burger for example after a demonstration for animal welfare?

Hardly anyone thinks about the animals – not even when eating

Slaughter is the perversion of animal welfare

If you think you are more intelligent than an animal – then try to ‚think‘ like an animal

Allah asks God, „Who are you?“ – God replies, „Your reflection!“

 

Kant: ‚Sapere aude! (Have courage to use your own intellect).

 

Fleisch oder Pflanze – was sagt die Bibel? – Meat or plant – what does the Bible say? (d/e)


Deutsch

Wenn ich über  Vegetarismus, Veganismus und dem Fleischkonsum spreche, dann sollte und soll es auch notwendig sein, sich mit der Moral, der Ethik und den entsprechenden Vorgaben -oder besser Postulaten- zu beschäftigen.

Sich an der Bibel zu orientieren, ist die Richtschnur für Christen schlechthin. Hier soll es jetzt um die Ernährungsanweisung darin gehen, sofern es konkretisierbar ist. Aufmerksam gelesen, ist es kein Singular, sondern mit zwei unterschiedlichen Anweisungen ein Plural. Beide sind komplett konträr. Das kann doch nicht sein, wird der die Genesis lesende Mensch sagen… wird aber fündig. Die Rede ist von der Genesis 1 und der Genesis 9. Beide Aussagen werde ich hier untersuchen, denn das ist nicht das Privileg von Theologen, sondern das eines Jeden. Dazu werde ich passende Texte aus meinem aktuellen Buch „Futur X – Die freie Auswahl“ verwenden.

Hier nun die Ernährungsanweisung(en) Gottes an bezeichneter Stelle:

„…Genesis 9, 2-3: >Alles, was sich regt und lebt, das sei euere Speise; wie das grüne Kraut habe ich’s euch alles gegeben. Allein esset das Fleisch nicht mit seinem Blut, in dem sein Leben ist.<

Im selben Buch steht das in krassem Widerspruch zur …

Genesis 1, 29-30: > Und Gott sprach (Anm. ..zu den gerade erschaffenen Menschen): Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise. Aber allen Tieren auf Erden und allen Vögeln unter dem Himmel und allem Gewürm, das auf Erden lebt, habe ich alles grüne Kraut zur Nahrung gegeben.<
Na, woran soll sich der Christenmensch (und dem Missionsgedanken folgend alle Menschen)  nun halten?
Welchem Imperativ soll er denn nun folgen?
Die Genesis 1 war wohl zu kompliziert, also war der Favorit die Genesis 9! Und das kompromisslos und ohne Erbarmen.
Deutlich gegensätzlicher können zwei Vorgaben kaum oder nicht sein! Und solch unterschiedliche Vorgaben kommen dann vom allwissenden, christlichen Gott, der hier eindeutig personifiziert dargestellt wird. Das ist Schriftstellerei in von mir nicht zu wertender Art und Weise.
Interessant ist auch die Rechtfertigung des Schächtens eines Tieres in der Genesis 9 der christlichen Bibel! Im Islam ist das gängige Praxis an und mit Schafen, und im Christentum wird so gut wie alles ignoriert (Blut).

Da wundert es nicht, dass Tiere als seelenlos, ohne Würde, ohne Recht auf Leben und als Speise für Menschen betrachtet und benutzt werden.
Das ist keine Blasphemie, sondern einfach nur im Buch der Bücher von jedermann/frau nachzulesen.
Warum wird hier die Genesis 1 als vielleicht zu kompliziert bezeichnet? Ist sie das denn?
Nun, da ist die Anweisung für die Menschen, dass die Samen (Anm. Früchte) der Pflanzen und der Bäume als Nahrung vorgesehen sind und streng genommen nicht einmal die Pflanzen selber. Das wäre dann in der Konsequenz der in der heutigen Zeit so bezeichnete ‚Fruitarier‘, also jemand, der nur Früchte und Samen isst. Das wäre dann die Konsequenz daraus schlechthin. –
Eine der Wurzeln allen Übels auf diesem Planeten ist gar nicht mal das Geld, sondern das Töten der Mitgeschöpfe, das die Menschen seelisch verrohen lässt, gleichgültig macht und auch der eigenen Art gegenüber enthemmt, da das Produkt ´Fleisch` noch zu Lebzeiten direkten Kontakt zur Seele (Nichtstofflichkeit) eines getöteten Tieres hatte und damit ´schöpferischen` Ursprungs ist. Der Konsument beißt damit folglich direkt in den ehemals auch nichtstofflichen Teil  (Seele).
Eine derart hausgemachte Ignoranz gegenüber einer sicherlich unbegreiflichen Intelligenz (Gott) ist also Blasphemie in reinster Form.

Solche Gedanken und Vorstellungen sind mir bislang in keiner Kirche vermittelt worden. Trotz der Ernährungsanweisung in der Genesis 1, 29-30! Eine erschreckende Ignoranz. Warum das so ist, lässt die Spekulation zu, dass das in der inhaltlichen, also schriftstellerischen Gestaltung der christlichen Bibel gesellschaftlich und historisch keine Rolle spielte und Tiere wie selbstverständlich als Nahrungslieferanten dienten.
Gemeint sind ihre Körper. –
Das wird auch deutlich in der biblischen Darstellung der Fischerei. Für mich wirkt das heute noch wie Sinnesprothesen aus entgrenzten Welten. Ein gebrochenes Verhältnis zur Wahrheit, über die der erste deutsche Bundeskanzler sagte, dass es zwei oder gar mehrere gibt und damit Interpretationssache sei und ist.

Liegt es an der Bräsigkeit der Gesellschaft gegenüber einer solch abartigen Normalität? Gibt es ein so hochaufgezäumtes Nichtverstehen?
Der Gleichgültigkeit demgegenüber sieht es danach aus, als setze mensch auf eine vergebende Zukunft in abgedrängter Weite und macht sich zum reaktiven Idioten. Anders in einer Frage ausgedrückt: Warum sollte sich eine schöpferische Intelligenz daran erfreuen, Geschöpfe zu betrachten, die ehrfürchtig, minderbemittelt und unwissend umherlaufen und ständig exakt das tun, was sie ihnen verboten hat?

Die Gegenvorstellung: Hätte diese Intelligenz nicht das Bestreben, Geschaffenes zu sehen, das ihr den Eindruck vermittelt, gute Arbeit geleistet zu haben mit der Option des Updatens?

Die Antwort dürfte nicht schwerfallen.
Menschen haben einen freien Willen und ebensolche Gedanken, weil ihre Nichtstofflichkeit das überhaupt erst ermöglicht und weil die in allen Lebewesen zusammenhängend verwoben und durch die Inkarnation individuell mit einer jeweiligen Physis temporär verbunden ist.
Die individuelle Entscheidungsfreiheit ermöglicht die Verästelung der unterschiedlichsten Verhaltensweisen, die dadurch nicht des Eingriffs der schöpferischen Intelligenz bedarf.

Christen wundern sich darüber, dass ihr Gott Konflikte, Verbrechen, Kriege und deren Grausamkeiten in den abartigsten Facetten zulässt. Ihr Gott hat sie nicht im Stich gelassen; sie haben es nur nicht realisiert, dass sie eigenverantwortlich handeln dürfen und müssen. Sie sind sich ihrer eingebauten Mündigkeit nicht bewusst und schieben Fehlentwicklungen ihres Handelns der Schwäche ihrer Konstruktion und damit dem Konstrukteur zu. Das ist eine Metapher. Würde er, der Mensch, in sich selber suchen, dann könnte seine erbsenzählige Zerfranstheit ein Ende haben und eine erweiterte Bewusstseinsstufe aktiviert werden .

Opposition, Kritik, Satire, Pressefreiheit, die allgemeine Freiheit des Geistes in der Ausrichtung auf alle, sind die Privilegien der Jetztzeit.

Es ist die Intoleranz gegenüber den parallel zur menschlichen Spezies existierenden Lebewesen, die als Sache oder Gegenstand abgetan werden, zu mehr als unwürdigen Bedingungen ‚gehalten‘, entseelt und deren Körper zu Nahrungsmitteln verarbeitet werden.
Wann wird dieser von Menschen fabrizierte Irrsinn endlich begriffen, eingesehen und abgestellt werden?

Auszug aus: Joachim Rohlfing. „Futur X. Die freie Auswahl.“ iBooks.

Dann hat die Genesis 1, 29-30 den Stellenwert, der ihr gebührt.

Kant: ‚Sapere aude! (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen).

 

English

When I talk about vegetarianism, veganism and meat consumption, then it should and should be necessary to deal with morality, ethics and the corresponding guidelines – or better postulates.

To orient oneself by the Bible is the guideline for Christians par excellence. Here it should now be a matter of the dietary instructions in it, insofar as it can be concretized. Carefully read, it is not a singular, but with two different instructions it is a plural. Both are completely contradictory. That cannot be, the person who reads Genesis will say… but will find out. We are talking about Genesis 1 and Genesis 9. I will examine both statements here, because that is not the privilege of theologians, but of everyone. I will use appropriate texts from my current book „Future X – The Free Choice“.

Here now the dietary instruction(s) of God in the designated place:

„Genesis 9, 2-3: >Everything that moves and lives, that is your food; like the green herb I have given it all to you. But eat not the flesh with his blood in which his life is.

In the same book, it is in stark contrast to the…

Genesis 1, 29-30: > And God said to the newly created humans: „Behold, I have given you every plant that bears seed in all the earth, and every tree with fruit that bears seed for your food. But to every beast of the earth, and to every fowl of the air, and to every creeping thing that creepeth upon the earth, I have given every green herb for your food.
Now, what should the Christian man (and, following the missionary thought, all people) keep to?
What imperative should he now follow?
Genesis 1 was probably too complicated, so the favourite was Genesis 9! And this without compromise and without mercy.
Two imperatives could hardly or not be more opposite! And such different guidelines then come from the omniscient, Christian God, who is clearly personified here. This is writing in a way that I cannot evaluate.
The justification of the slaughter of an animal in Genesis 9 of the Christian Bible is also interesting! In Islam this is common practice on and with sheep, and in Christianity almost everything is ignored (blood).

No wonder that animals are considered and used as soulless, without dignity, without the right to life and as food for humans.
This is not blasphemy, but simply to be read in the book of books by everyone.
Why is Genesis 1 described here as perhaps too complicated? Is it?
Well, there is the instruction for people that the seeds (note: fruits) of plants and trees are intended as food and strictly speaking not even the plants themselves. This would then be the consequence of what is today known as the ‚fruitarian‘, that is to say someone who eats only fruits and seeds. That would then be the consequence of it par excellence. –
One of the roots of all evil on this planet is not even money, but the killing of fellow creatures, which rots the soul of human beings, makes them indifferent and also disinhibits them from their own kind, because the product ‚flesh‘ had direct contact with the soul (immateriality) of a killed animal during its lifetime and is therefore of ‚creative‘ origin. The consumer therefore bites directly into the formerly also non-material part (soul).
Such a homemade ignorance towards a certainly incomprehensible intelligence (God) is therefore blasphemy in its purest form.

Such thoughts and ideas have never been communicated to me in any church up to now. Despite the dietary instruction in Genesis 1, 29-30! A frightening ignorance. Why this is the case, the speculation admits that this did not play any role socially or historically in the content, that is, in the literary design of the Christian Bible, and that animals served as a matter of course as food suppliers.
What is meant are their bodies. –
This is also evident in the biblical account of fishing. For me, it still seems to me today like sensory prostheses from worlds without boundaries. A broken relationship with the truth, about which the first German Chancellor said that there are two or even more and that it is and will be a matter of interpretation.

Is it because of the way society has been stubborn towards such a perverse normality? Is there such a highly bridled incomprehension?
In contrast to the indifference towards it, it looks as if people are betting on a forgiving future in a closed-off space and are making themselves into reactive idiots. In other words, why should a creative intelligence take pleasure in looking at creatures who walk around in reverence, inferior and ignorant, constantly doing exactly what it has forbidden them to do?

The counter-imagination: Wouldn’t this intelligence have the ambition to see created things that give it the impression of having done a good job with the option of updating?

The answer should not be difficult.
Humans have free will and thoughts of the same kind, because their non-materiality makes this possible in the first place and because the ideas that are interwoven in all living beings and are individually and temporarily connected to a respective physical being through incarnation.
The individual freedom of decision enables the ramification of the most different kinds of behaviour, which therefore does not require the intervention of the creative intelligence.

Christians are surprised that their God allows conflicts, crimes, wars and their cruelties in the most perverse facets. Their God has not abandoned them; they have just not realized that they can and must act on their own responsibility. They are not aware of their built-in maturity and blame wrong developments in their actions on the weakness of their construction and thus on the constructor. This is a metaphor. If he, the human being, would search within himself, then his pea-sized fraying could come to an end and an extended level of consciousness could be activated.

Opposition, criticism, satire, freedom of the press, the general freedom of the mind in its orientation towards all, are the privileges of the present time.

It is intolerance towards living beings existing parallel to the human species, which are dismissed as things or objects, ‚held‘ under more than unworthy conditions, lifeless and whose bodies are processed into food.
When will this man-made madness finally be understood, acknowledged and stopped?

Excerpt from: Joachim Rohlfing. „Future X. Free choice.“ iBooks.

Then Genesis 1, 29-30 has the status it deserves.

Kant: ‚Sapere aude! (Have courage to use your own intellect).

 

Translated with http://www.DeepL.com/Translator (free version)

 

 

 

 

 

…bei sich selbst anfangen…start with oneself… (d/e)


Deutsch

Es muss nicht immer richtig sein, was bekannte und auch berühmte Menschen von sich geben; soviel zur Einleitung. Dabei stellt sich die Frage, was denn nun ‚richtig‘ im Sinne des Wortes ist? Hier geht es jetzt um den Vegetaris- und Veganismus – also die fleischlose Ernährung bei Vegetariern und die vollständige Ablehnung jeglicher Tierprodukte bei Veganern. Nach der Definition lebe ich selber vorwiegend als Veganer, der aber auch die Eier der nachbarschaftlichen Hühner nicht verschmäht. Das sind Lebewesen, die ich persönlich kenne und von denen ich weiß, dass sie artgerecht freilaufend gehalten werden. Als Veganer bin ich damit inkonsequent – das ist richtig. Das habe ich mit mir selber abgeklärt. Essen oder gar töten, um sie (das Fleisch oder gar die Innereien) zu essen, ist allerdings völlig ausgeschlossen! Ehemals beseelte Lebewesen, die ein Gesicht, Vater und Mutter, einen Blutkreislauf, ein zentrales Nervensystem und Freude und Schmerzen empfanden – das geht für mich gar nicht. Und das seit 34 Jahren!

Diese Sichtweise ist nicht von einem temporären Mainstream oder einem berühmten Menschen beeinflusst worden, sondern war seinerzeit die logische Konsequenz meiner Weltanschauung- und Definition. Bislang habe ich es (fast) konsequent vermieden, bekannte und berühmte Persönlichkeiten zu zitieren – quasi als argumentative Unterstützer. Und nun? Warum poste ich denn in der Folge genau so etwas? Und warum jetzt? Antwort: Weil die Thematik zeitlos ist und in den ausgesuchten Zitaten mehr als deutlich wird. Im Sinne dieses Planeten ist ein Umdenken zwingend erforderlich. Hier bringe ich jetzt keine Statistiken; die sind einschlägig den Medien zu entnehmen. Dieser ganze Beitrag wird -wie ich das kenne- als blödsinnige Spinnerei abgetan oder gar angefeindet. Eine zielführende Auseinandersetzung mit der Thematik ist allerdings schon aufgrund des sicherlich von Menschen befeuerten Klimawandels überlebensnotwendig.

Entgegen bisheriger Gepflogenheiten bringe ich jetzt hier schon das übliche Kant-Zitat:

Kant: ‚Sapere aude! Kant: ‚Sapere aude! (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen).

„Ich bin sowohl Vegetarier als auch Anti- Alkoholiker, weil ich so besseren Gebrauch von meinem Gehirn machen kann“  (Edison)

Wenn der Mensch ernstlich und aufrichtig den moralischen Weg sucht, so ist das erste, wovon er sich abwenden muß, die Fleischnahrung. Denn abgesehen von der Aufregung der Leidenschaften, die durch diese Nahrung verursacht wird, ist dieselbe ganz einfach unsittlich, weil sie eine dem sittlichen Gefühl widersprechende Tat, das Morden, erfordert «Fleischessen ist ein Überbleibsel der größten Rohheit; der Übergang zum Vegetarismus ist die erste und natürlichste Folge der Aufklärung…. Vegetarismus gilt als Kriterium, an welchem wir erkennen können, ob das Streben des Menschen nach moralischer Vollkommenheit echt und ernst gemeint ist.  (Leo Tolstoi)

Ein Beweis, daß der Geschmack für Fleischkost dem Menschen nicht natürlich ist, liegt auch darin, daß die Kinder eine Abneigung gegen solche Speisen haben und den pflanzlichen Nahrungsmitteln den Vorzug geben, wie Milchspeisen, Gebäck, Obst und dergleichen. Es ist höchst wichtig, diesen ursprünglichen und natürlichen Geschmack nicht zu verderben und die Kinder nicht zu Fleischessern zu machen. Denn wie man auch die Tatsachen erklären möge, so ist es doch gewiß, daß die starken Fleischesser im allgemeinen grausamer und wilder sind als andere Menschen.  (Rousseau)

Es wird oft gesagt, daß die Menschen schon immer Fleisch gegessen hätten, als ob dies eine Rechtfertigung dafür wäre, dies weiterhin zu tun. Gemäß dieser Logik dürften wir nicht versuchen, Menschen daran zu hindern, andere Menschen umzubringen, da dies auch schon seit jeher getan wurde.  (Isaac Bashevis Singer)

Könnt ihr wirklich die Frage stellen, aus welchem Grunde sich Pythagoras des Fleischessens enthielt? Ich für meinen Teil frage mich, unter welchen Umständen und in welchem Geisteszustand es ein Mensch das erstemal über sich brachte, mit seinem Mund Blut zu berühren, seine Lippen zum Fleisch eines Kadavers zu führen und seinen Tisch mit toten, verwesenden Körpern zu zieren, und es sich dann erlaubt hat, die Teile, die kurz zuvor noch gebrüllt und geschrien, sich bewegt und gelebt haben, Nahrung zu nennen. Um des Fleisches willen rauben wir ihnen die Sonne, das Licht und die Lebensdauer, die ihnen von Geburt an zustehen.  (Plutarch)

„Auschwitz fängt da an, wo einer im Schlachthof steht und sagt, es sind ja nur Tiere.“ (Adorno)

„Bis auf weiters das Messer blitzt, die Schweine schrein, man muss sie halt benutzen, denn jeder denkt, wozu das Schwein, wenn wir es nicht verputzen? Und jeder schmunzelt, jeder nagt nach Art der Kannibalen, bis man dereinst „Pfui Teufel“ sagt, zum Schinken aus Westfalen.  (Wilhelm Busch)

„Die Vernunft beginnt bereits in der Küche“   (Nietzsche)

„Die Welt ist kein Machwerk und die Tiere sind kein Fabrikat zu unserem Gebrauch. Nicht Erbarmen, sondern Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig“   (Schopenhauer)

„Die besten Reformer, die die Welt dje gesehen hat, sind die, die bei sich selbst anfangen.“(Georg Bernhard Shaw)

Sei Du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.“   (Mahatma Gandhi)

„Ich glaube, dass spiritueller Fortschritt an einem gewissen Punkt von uns verlangt, dass wir aufhören, unsere Mitlebewesen zur Befriedigung unserer körperlichen Verlangen zu töten.“  (Mahatma Gandhi)

 

English

It does not always have to be right, what known and also famous people say about themselves; so much for the introduction. The question arises, what is ‚right‘ in the sense of the word? Here it is now about vegetarianism and veganism – that is, the meatless diet for vegetarians and the complete rejection of all animal products for vegans. By definition, I myself live predominantly as a vegan, but who does not spurn the eggs of neighboring chickens. These are creatures that I know personally and of which I know that they are kept in a species-appropriate free range. As a vegan I am inconsistent with this – that is correct. I have clarified this with myself. However, eating or even killing them to eat them is completely out of the question! Formerly animated living beings who felt a face, father and mother, a blood circulation, a central nerve centre and joy and pain – that is not possible for me at all. And this for 34 years!

This view has not been influenced by a temporary mainstream or a famous person, but was at that time the logical consequence of my world view and definition. So far I (almost) consistently avoided quoting well-known and famous people – quasi as argumentative supporters. And now? Why do I post something like this in the following? And why now? Answer: Because the topic is timeless and is more than clear in the selected quotations. In the sense of this planet a rethinking is absolutely necessary. Here I do not bring any statistics; they can be taken from the media. This whole contribution is – as I know it – dismissed or even hostile as a stupid crazy business.

Contrary to previous conventions, I am now presenting the usual Kant-quotation:

Kant: ‚Sapere aude! (Have courage to use your own mind).

 

„I am both vegetarian and anti-alcoholic, because I can make better use of my brain“ (Edison)

If man sincerely and sincerely seeks the moral path, the first thing he must turn away from is the food of the flesh. For apart from the excitement of the passions caused by this food, the same is quite simply immoral because it requires an act contrary to moral feeling, namely murder, „Eating meat is a remnant of the greatest cruelty; the transition to vegetarianism is the first and most natural consequence of the Enlightenment Vegetarianism is regarded as the criterion by which we can recognize whether man’s striving for moral perfection is genuine and serious.  (Leo Tolstoy)

Proof that the taste for meat food is not natural to humans is also in the fact that children have an aversion to such food and prefer plant foods, such as milk dishes, pastries, fruit and the like. It is extremely important not to spoil this original and natural taste and not to turn children into meat eaters. For however one may explain the facts, it is certain that the strong meat eaters are generally more cruel and savage than other people.  (Rousseau)

It is often said that people have always eaten meat, as if this were a justification to continue doing so. According to this logic, we should not try to stop people from killing other people, as this has always been done.  (Isaac Bashevis Singer)

Can you really ask the question why Pythagoras abstained from eating meat? I, for my part, wonder under what circumstances and in what state of mind a man first brought it upon himself to touch blood with his mouth, to bring his lips to the flesh of a carcass and to decorate his table with dead, decaying bodies, and then took the liberty of calling the parts that had just before roared and screamed, moved and lived, food. For the sake of the flesh, we rob them of the sun, the light and the life that they have been entitled to since birth.  (Plutarch)

„Auschwitz begins where someone stands in a slaughterhouse and says they’re only animals.“ (Adorno)

„Until further notice the knife flashes, the pigs shriek, you just have to use it, because everyone thinks, what’s the use of the pig if we don’t plaster it? And everyone smiles, everyone gnaws in the manner of cannibals, until one day they say „Pfui Teufel“ (disgusting) to the ham from Westphalia.  (Wilhelm Busch)

„Reason begins already in the kitchen“ (Nietzsche)

„The world is not a factory, and animals are not made for our use. Not mercy, but justice is owed to the animals“ (Schopenhauer)

„The best reformers the world has ever seen are those who start with themselves.“  (Mahatma Gandhi)

Be yourself the change you wish for this world.  (Mahatma Gandhi)

 

Translated with http://www.DeepL.com/Translator (free version)

Das Ergebnis: ‚Wohlstand für alle…‘


Das Ergebnis: ‚Wohlstand für alle…‘

Karikaturen sind nicht nur als Amüsement da, sondern auch -und in erster Linie- um überspitzt und krass Sachverhalte entsprechend kritisch darzustellen.

Die unten abgebildete Karikatur aus ‚„Der wahre Jakob“ aus dem Jahre 1919 bedarf keiner weiteren Ausführung und verdient nicht nur den Respekt, sondern mehr…

Was hat sich bis heute geändert?—

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Kant: ‚Sapere aude! (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen).

Ein Lichtlein brennt… so fängt es an …..(d/e)


Deutsch:

Ein Lichtlein brennt… so fängt es an … und so geht es weiter…….

Die Adventszeit – eine Zeit der Besinnung und sogenannten Einkehr. Die Karikatur aus ‚Der Wahre Jakob‘ zeigt: Erst strahlt der Baum und der ‚Himmel‘ ist dunkel. Das Spielzeug ist zackig aufgebaut und zeigt Schliff und Überlegenheit. Das an einem der oberen Zweige hängende eiserne Kreuz der Ehre und des Verdienstes leuchtet. Auf der Spitze ein (Kunst-)Stern. Die Kerzen als Blendwerk des Militarismus in seiner ganzen Verherrlichung.

Dann strahlt der ‚Himmel‘ und der Baum ist schneebedeckt. Alles darunter ist leblos. Das eiserne Kreuz ist nicht mehr zu sehen – dafür ein übergroßer, richtiger Stern. Die Pracht, das Blendwerk der Macht und militärischen Arroganz ist entzaubert. Aus dem Baumschmuck wurden von der Schneelast hängende Äste. Schneelast und Stern strahlen. Aus Zinnsoldaten wurden reale Opfer des Irrsinns Einiger.

Die Interpretation dieser ‚Abfolge‘ ließe sich unendlich detaillierter und wohl auch besser  weiterführen. Ich denke, die Bilder von 1927 sagen alles. Was hat sich geändert? Was wurde aus dem Irrsinn gelernt? Die Frage kann jeder für sich beantworten.

Pessimismus zur Adventszeit? Angebracht? Erstens ’nein‘ und zweitens ‚ja‘! Die Waffen wurden extrem weiterentwickelt – doch… die geistige Brut ist von der gleichen Art, als würde sie die zeitliche Begrenztheit jeden Lebens einfach nicht zur Kenntnis nehmen; koste es, was und wen es wolle…

Was über solche Szenarien siegen wird, zeigt der übergroße Stern über der Baumspitze auf der rechten Abbildung.

Noch Präsenz und ‚Futur X‘.

Von Baum zu Baum.jpg

Kant: ‚Sapere aude! (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen).

 

                                                                            in English:

A little light burns… that’s how it starts … and so it goes on…….

The Advent season – a time of reflection and so-called contemplation. The caricature from ‚The True Jacob‘ shows: First the tree shines and the ’sky‘ is dark. The toy has a jagged structure and shows polish and superiority. The iron cross of honour and merit hanging from one of the upper branches shines. On the top a (artificial) star. The candles as a dazzle of militarism in all its glorification.

Then the ’sky‘ shines and the tree is covered with snow. Everything below is lifeless. The iron cross is no longer visible – but an oversized, real star. The splendour, the illusion of power and military arrogance is disenchanted. The tree decorations were turned into hanging branches by the snow load. Snow load and star shine. Tin soldiers became victims of the madness Einiger.

The interpretation of this ’sequence‘ could be infinitely more detailed and probably better continued. I think the pictures from 1927 say everything. What has changed? What has been learned from madness? Everyone can answer this question for himself.

Pessimism during Advent? Appropriate? Firstly ’no‘ and secondly ‚yes‘! The weapons were extremely further developed – but… the spiritual brood is of the same kind, as if it would simply not take note of the temporal limitations of every life; it costs whatever and whom it wants…

The oversized star above the tree top on the right illustration shows what will win over such scenarios.

Still presence and ‚Futur X‘.

Translated with http://www.DeepL.com/Translator (free version)

Staatlich anerkannter Pazifist… (d/e)


In Deutsch:

Ja – ich bin ein staatlich anerkannter Pazifist.

Warum diese Aussage und warum in dieser Zeit? Wie in einem vorherigen Beitrag hier gesagt, ist nach Groucho Marx militärische Intelligenz ein Widerspruch in sich. Die Aussage ließe sich im allgemeinen Sprachgebrauch auch anders formulieren – umformulieren: Es ist nicht intelligent, töten als intelligent zu bezeichnen. Oder ist das zu krass? Sowohl aus meiner umformulierten als auch der ursprünglichen Aussage ist zu erkennen, dass sie den Menschenrechten zuwiderlaufen. Und zwar genau in die entgegengesetzte Richtung.

Der Euphemismus im Umgang mit dem Militär (Staatsbürger in Uniform, Landesverteidiger usw.) verschleiert die oben genannten Aussagen. Die Debatten darüber mit den entsprechenden Fangfragen sind hinreichend bekannt und laufen solange ins Leere, bis Bedrohungspotenziale nicht mehr existieren. Das wird nicht passieren, weil die altbekannten Schwächen der Menschen langfristig nicht auszumerzen sind. (Ideologien/Religionen/Macht/Gier/Arroganz/Dominanz/Selektion/Hass/Hetze usw.) Sind dann solche Gedanken wie das Hornberger Schießen? Nicht direkt, denn sie sind nötiger denn je und damit die Repräsentanten des Humanismus, der Ethik, des Friedens und der Toleranz. Erhaltung statt Vernichtung von Leben…

Aktuell sind diese Gedanken wichtig bei dem erklärten Ziel der Regierung, die Rüstungsausgaben an das 2%- Ziel heranzuführen. Ein Entgegenkommen an Trump?Milliarden werden verballert und dann auch noch in Kriegsspielzeug, das nicht mal richtig oder gar nicht funktioniert. Das ist militärische Intelligenz. Nicht für die Menschen und die Gesellschaft, sondern für Machtgehabe und Verschwendung von Steuergeldern. Das ist notwendig, weil Deutschland ringsum von Aggressoren umgeben ist? Ein Land, dass zwei Weltkriege angezettelt hat mit all den fatalen Folgen. Ein historischer Fehler, dieses Land wieder militärisch aufzurüsten. Noch unverständlicher für mich ist, dass genau das und die Präsenz außer Landes wieder verstärkt eingefordert wird.

Ich habe beim deutschen Militär -genannt Bundeswehr- ‚gedient‘ und konnte da erleben, wie es dort abgeht, um nachher einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung zu stellen. So nannte man das. In den Siebzigern wurde ein Antragsteller noch vor eine Prüfungskommission zitiert, um seine Bewegründe glaubhaft vorzutragen. Gelang das, war das Ergebnis ein befreiender Satz: „Der Wehrpflichtige hat das Recht, den Kriegsdienst mit der Waffe zu verweigern.“ (Wörtlich ‚Kriegsdienst‘)

Diesen Satz durfte ich nach einem solchen Verfahren am Ende des Schriftstückes lesen. Das ist alles längst Vergangenheit – und das ist gut so. (Der vollständige Wortlaut meines Antrages ist in meinen Buch ‚Die Gedanken sind frei…‘ nachzulesen).

Da war ich dann ein staatlich anerkannter Pazifist und hatte das schriftlich.

Wer den Tod Anderer in Kauf nimmt und sich dafür zielführend ausbilden lässt, war willkommen und der, der das ablehnt, musste sich dafür rechtfertigen. Auch das symbolisiert militärische Intelligenz.

Die zig- oder noch wesentlich mehr Milliarden an Steuergeldern rechtfertigen nicht die Arbeitsplatzsicherung der Mitarbeiter in den Rüstungsfabriken. Nein, sie werden der Gesellschaft vorenthalten. Soziales, Infrastruktur, Bildung, Integration, Bekämpfung der Kriminalität usw. stehen hinten an. Das ist politische Intelligenz…

Die Ablehnung des Militärs ist wie der Kampf gegen Windmühlen und hat ein literarisches Vorbild: ‚Don Quichote‘.

Viel gelesen – und belächelt…

Kant: ‚Sapere aude! (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen).

in English:

State-approved pacifist…

Yes – I am a state-approved pacifist.

Why this statement and why in this time? As said in a previous article here, according to Groucho Marx, military intelligence is a contradiction in terms. The statement could also be formulated in a different way in general usage – reformulate: It is not intelligent to call killing intelligent. Or is that too blatant? Both my reformulated statement and the original one show that they are contrary to human rights. And exactly in the opposite direction.

The euphemism in dealing with the military (citizens in uniform, national defenders, etc.) obscures the above statements. The debates about this with the corresponding catch questions are sufficiently well known and run into the void until threat potentials no longer exist. This will not happen because the well-known weaknesses of the people cannot be eliminated in the long run. (Ideologies/religies/power/greed/arrogance/dominance/selection/hate/hate etc.) Are then such thoughts like the Hornberger shooting? Not directly, because they are more necessary than ever and thus the representatives of humanism, ethics, peace and tolerance. Preservation instead of destruction of life…

Currently, these thoughts are important in the government’s stated goal of bringing arms spending closer to the 2% target. A concession to Trump?billions will be squandered and then even in war toys, which does not even work properly or not at all. That is military intelligence. Not for the people and the society, but for power and waste of taxpayers‘ money. This is necessary because Germany is surrounded by aggressors? A country that has started two world wars with all the fatal consequences. A historic mistake to rearm this country militarily. Even more incomprehensible to me is the fact that precisely this and the presence outside the country is being called for again.

I ’served‘ in the German military – called the Bundeswehr – and was able to see how things went there, only to apply for conscientious objection afterwards. That’s what they called it. In the seventies an applicant was quoted before an examination commission in order to credibly present his motives. If this was successful, the result was a liberating sentence: „The conscript has the right to refuse military service with a weapon.“ (Literally ‚military service‘)

I was allowed to read this sentence after such a procedure at the end of the document. That’s all a thing of the past – and that’s a good thing. (The complete wording of my application can be found in my book ‚Die Gedanken sind frei…‘).

Then I was a state-approved pacifist and had that in writing.

Those who accept the death of others and are trained to do so were welcome and those who reject it had to justify themselves. This also symbolizes military intelligence.

The tens or even more billions of taxpayers‘ money do not justify the job security of the employees in the armaments factories. No, they are withheld from society. Social issues, infrastructure, education, integration, the fight against crime, etc. are at the back of the queue. That is political intelligence …

The rejection of the military is like the fight against windmills and has a literary model: ‚Don Quixote‘.

Read a lot – and smiled at…

Kant: ‚Sapere aude! (Have courage to use your own mind).

Translated with http://www.DeepL.com/Translator (free version)

 

 

 

Die ‚Betverordnung’… The ‚Prayer Ordinance’


Die ‚Betverordnung’… (Metapher) -in deutsch und englisch-

Im Jahre 1918 veröffentlichte die Satirezeitschrift ‚Der Wahre Jakob‘ die unten stehende Karikatur der Verherrlichung menschlicher Machtphantasien. Das ist gewollt überspitzt .. oder auch nicht? An der erkennbaren Aussage hat sich trotz des militaristischen Wahnsinns des 20. Jahrhunderts in den abartigsten Facetten so gut wie nichts verändert – bis auf die gedachten ‚Rahmen des Bildes‘.

Der Karikaturist vor 101 Jahren wusste oder ahnte, dass sich am inhaltlichen Sinn seines Werkes nur das Äußere zu ändern vermag – nicht aber die menschliche Dummheit und Arroganz. Hat er die ‚unbeschreibliche Weisheit‘ des aktuellen US-Präsidenten vorausgesehen – und die seiner Vorgänger? So offenkundig, wie in dieser Zeit war es sicherlich noch nie zuvor. Maßlose Selbstüberschätzung, Arroganz, Narzissmus, Medienverachtung, Lug und Betrug … all das, was in die Karikatur hineininterpretiert werden kann.

Eine Art suggeriertes Übermenschentum…

Allerdings passt das nicht nur in das beschriebene Land, sondern zu so manch anderen Staatenlenker|innen, mehr oder weniger abschwächbar oder nicht so dermaßen offenkundig. Geschickter halt …

Das Wort ‚Betverordnung‘ im Text der Karikatur ließe sich ohne Bedenken auch mit Gefolgschaft, Hörigkeit, Untertanen- und Vasallentum usw. austauschen.

Im Gegensatz zu der Zeit vor 101 Jahren haben Menschen in relativ freien Staaten heute die Möglichkeit des legalen Eingriffes in so ein Geschehen : Freie Wahlen ! Dabei sollte ein Jeder darauf achten, den vorher in seine Augen gestreuten Sand der Manipulation und deren Versuche zu entfernen.

Kant: ‚Sapere aude! (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen)).

The ‚Prayer Ordinance’… (Metaphor)

In 1918 the satirical magazine ‚Der Wahre Jakob‘ published the caricature below of the glorification of human power fantasies. That is deliberately exaggerated … or not? Despite the militaristic insanity of the 20th century, virtually nothing has changed in the most perverse facets of the recognizable statement – except for the intended ‚frame of the picture‘.

The cartoonist 101 years ago knew or suspected that only the exterior could change the meaning of his work – not human stupidity and arrogance. Did he foresee the ‚indescribable wisdom‘ of the current US president – and that of his predecessors? It has certainly never been as obvious as it was at that time before. Excessive overestimation of oneself, arrogance, narcissism, contempt for the media, lies and fraud … everything that can be interpreted into the caricature.

A kind of suggested superhumanity…

However, this does not only fit into the described country, but also into many other statesmen and women, more or less attenuable or not so obvious. Clever halt …

The word ‚Betverordnung‘ in the text of the caricature could also be exchanged without hesitation with allegiance, bondage, subject and vassalage etc..

In contrast to the time 101 years ago, people in relatively free states today have the possibility of legal intervention in such an event : Free elections ! Everyone should take care to remove the sand of manipulation previously scattered in his eyes and their attempts.

Kant: ‚Sapere aude! (Have courage to use your own mind!).

Translated with http://www.DeepL.com/Translator

Heuchelei oder Hoffnung?


Die deutschen Bischöfe der katholischen Kirche versuchen, einen eigenen Reformweg zu gehen und sich dabei nicht vollständig an die Vorgaben des Vatikans zu halten. Das sieht aus wie ein Machtkampf, wie man ihn z.B. aus der Politik kennt. Die Themen sollen weniger fundamental betrachtet und dann praktiziert werden. Reformwille wird gezeigt. Ob da wirklich die ‚alten Zöpfe‘ in Betracht kommen werden, ist fraglich. Autonomes Kirchenrecht, Zölibat, Frauen in Kirchenämtern, die die Männerdominanz aufbrechen, Verhütung, Abtreibung als Frauenentscheid, Liturgie usw.,usw.. Die fundamental radikale Praxis der Vatikanvorgaben sind nicht mehr zeitgemäß und waren es aus humanistischer Sicht noch nie.

Ob die erkennbare Absicht, sich Reformen zu stellen, ernsthaft oder Augenwischerei ist, bleibt abzuwarten. Der Vatikan wird wohl unnachgiebig sein und seine Macht ausspielen.

Wie in meinem Buch „Futur X – Die freie Auswahl“ werde ich auch hier eine Karikatur aus dem Satiremagazin „Der Wahre Jakob“ (aus dem Jahre 1930) posten, die die Heuchelei des Klerus bis zur Menschenverachtung deutlich sichtbar macht.

Was hat sich geändert oder … was wird sich ändern?

Es wird eher ein Kamel durch ein Nadelöhr gehen…


Zum ‚Zwist‘ in der katholischen Kirche zwischen dem Vatikan und den deutschen Oberhirten gebe ich hier einen Beitrag/ Auszüge aus meinem (noch) aktuellen Buch „Futur X … Die freie Auswahl“:

>>Kapitel 3

… Die Rolle der Religionen (Beispiele)

>>Was daraus wird, zeigt die Geschichte und gibt massiven Anlass zur Vorsicht. Erstaunlich abstoßend und geradezu unverständlich wird das an dem Beispiel der Kirchen, deren ursprüngliche Intention eine Art kompetente Verständnishilfe für das Unerklärliche, Unbeweisbare und Angst auslösende Moment des ,auf sich allein Gestelltseins’ ihre Existenzberechtigung markieren sollte. Sie haben es schamlos dahingehend ausgenutzt, dass sie ihre angedachte Hilfestellung für Alle zu einer Art elitärer Kompetenzhochburg Einiger ausbauten. Sich quasi als Fachleute für Gottesangelegenheiten mit Interpretationskompetenz darstellten, darstellen und sich auch so verkauften und immer noch verkaufen mit fatalen Folgen.

Das wird am Beispiel der ,Irrtümer der Katholischen Kirche‘ deutlich. Sie legt nach wie vor Menschen in Fesseln (Zölibat), hält ihr Oberhaupt für unfehlbar(?)(Papst), mischt sich in politische Realitäten ein und versucht, diese nach ihren Dogmen zu manipulieren. Und immer mit dem erhobenem Zeigefinger des Unbewiesenen. Das Spiel mit der Ungewissheit, mit der Angst. Das Kokettieren mit dem ’Draht zu ihrem Gott‘.

Was für ein Irrtum… allein von der Vorstellung ausgehend, Gott nicht zu personifizieren. Menschen brauchen offensichtlich etwas Greifbares, etwas Begreifbares, sei es auch nur hypothetisch. Logik spielt da, wie es scheint, auf den ersten Blick keine überragende Rolle. Ein Gott in der angedachten Schöpferrolle mit menschlicher Silhouette kann nur ein Phantasieprodukt sein, denn die Unvollkommenheit und die Fixierung auf eine Art ‚Beschränktsein auf die fünf Sinne‘, also auf die Physis, entspricht in keiner Weise der ‚Rolle‘, die der gläubige Mensch seinem Gott zuspricht -> Vollkommenheit.

Im Umkehrschluss lässt die Vorstellung einer immateriellen Intelligenz die nahezu zwingende Möglichkeit einer wie auch immer genannte und geartete ‚Existenz‘ zu. –

Diese Interpretation braucht keine personifizierte Vorstellung, keinen singulären Gott an sich und kann mit den uns Menschen zugänglichen Wahrnehmungsinstrumenten logisch erklärt werden. Also die Entzauberung des weisen Mannes im sogenannten Himmel und vor allen Dingen seines faktisch ‚abtrünnigen Bodenpersonals’. Kein Märchenprinz in einem auch materiell ausgerichteten Vatikanstaat, der sich von Soldaten bewachen und sich in einem kugelsicheren Wagen ‚durch die Gegend‘ fahren lässt[…]“<<

Auszug aus: Joachim Rohlfing. „Futur X. Die freie Auswahl.“ iBooks. 

>>Parallelen in anderen Religionen zeigen einen Stillstand des Denkens in den Köpfen der sie tragenden Menschen. Ich spreche von vormittelalterlichen Riten, die keiner Aktualisierung unterzogen wurden und einfach so weiter praktiziert werden.

Nicht den in Religionskreisen allgemein gültigen Vorgaben und sogar Bedingungen folgend, stellt sich die Frage, warum Menschen sich gottesfürchtig und erniedrigend hinknien und den Kopf gesenkt zu halten haben. Sind sie nicht, jeder für sich, bestehend aus Körper und Geist, Einmaligkeiten – Individuen? Sie knien und verneigen sich vor Gott, wohl oftmals ohne eine eigene Erklärung als Denkprodukt ihres eigenen Verstandes entwickelt zu haben und folgen damit einfach dem gleichgesinnten Mainstream.

Das sieht dann schon nach anerzogener ‚Eingebung‘ aus. Von wem? Na… von denen, die sie als Kompetenzen wahrnehmen und die vorgeben, kompetent im Sinne von Gottesnähe zu sein…<<

Auszug aus: Joachim Rohlfing. „Futur X. Die freie Auswahl.“ iBooks.

>>die gekrümmte Ehrerbietung, von der ich glaube, dass sie reines Menschenwerk und gar nicht ‚gottgefällig‘ ist. Eine gütige ‘Überintelligenz‘, Gott genannt und ohne das auch von seinen Geschöpfen geforderte Aggressionspotenzial, hat in meinen Augen kein Unterdrückungs- und Dominanzbedürfnis und fordert das auch nicht ein. Dann wäre sie, er oder es nicht mehr gütig und würde nicht einmal mehr der Maxime der Französischen Revolution gerecht: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. – Dann hätten menschliche Gedankenkonstruktionen einen höheren Wert als göttliche? Was für ein Unsinn… oder das streift diesen Begriff unübersehbar.<<

Auszug aus: Joachim Rohlfing. „Futur X. Die freie Auswahl.“ iBooks. 

>>…gibt es natürlich ‘die Anderen‘ in zunehmender Anzahl, die exakt eine solche Verhaltensweise nicht teilen… und selbstverständlich auch aus anderen Gründen.

Natürlich hat jeder Mensch das Recht, das so zu sehen und zu praktizieren, wie er es für sich entscheidet. Dabei sollte aber keinesfalls vergessen werden, dass gegenseitige und bedingungslose Toleranz unantastbar zu sein hat, um Leid jeglicher Art zu vermeiden! Dass Menschen unterschiedlich beschaffen sind ist eine[…]<<

Auszug aus: Joachim Rohlfing. „Futur X. Die freie Auswahl.“ iBooks. 

>>Oder steckt da noch mehr dahinter? Zu Beginn dieses Kapitels wurde das ausgeführt. Eindeutig klargestellt sei hier, dass Kirchen nicht ihre Legitimation verweigert werden soll! Vielmehr wird es deutlich, dass es Reformen bedarf. Die sogenannten ‘Alten Zöpfe‘ sind es, die den Menschen vor den Augen hängen. Das fängt eindeutig damit an, dass das bestehende Gottesbild -oder dessen Interpretation- überdacht und überarbeitet werden sollte/muss, um – wieder- an Glaubwürdigkeit zu gewinnen. Die versteckte Arroganz muss da raus. –<<

Auszug aus: Joachim Rohlfing. „Futur X. Die freie Auswahl.“ iBooks. 

Ich jedenfalls fasse es als regelrechte Unverschämtheit auf, wenn Kirchenobere von ‚Laien‘ in Glaubensangelegenheiten sprechen, als hätten sie eine höhere Lebenskompetenz und Mehrwissen oder Gewissheit im Sinne eines tatsächlichen Drahtes zu ihrem Gott, wie sie es definieren. Ihr Aushängeschild ist religiöse Bildung, die auf Menschenwissen beruht und nicht auf einen Sonderstatus des Unbegreifbaren, das nur sie kompetent deuten und lehren können. Das weiterhin den Menschen zu suggerieren, ist wie eine Nebelwand oder ‚Sand in die Augen streuen‘.

Das ist kein atheistisches oder blasphemisches Gedankengut, nein… keinesfalls! Es ist ’nur‘ eine andere Sichtweise oder Definition des Gottesbildes. Die Monotheistische suggeriert einen personifizierten Gott. Die hier -und damit in meinem „Futur X…“- Beschriebene ist eine alles Umfassende = Das ‚Alles in Allem‘! Keine Person … auch nicht dreifaltig. Es ist immateriell und mit unseren fünf Sinnen und mit unserer Phantasie nicht begreifbar und auch nicht definierbar. Damit hat niemand das Recht, sich kompetenter darzustellen, als sonstwer. Allein das Menschsein ist Kompetenz… wahrgenommen oder nicht. Die Schärfung des Begreifens in diese Richtung erzeugt ein zwischenmenschliches Toleranzgefühl, ja ein solches auf das planetarische Leben. Dazu bedarf es keiner ganzjährigen Kostümierung religiöser Würdenträger, die Ehrfurcht und Achtung erzeugen soll.

Das Kirchenrecht als existierende Parallelerscheinung zur (weltlichen) Judikative entbehrt also spätestens in der Jetztzeit seine Berechtigung. Eine Neujustierung des religiösen Gottesbildes wäre ein Wimpernschlag, wenn die bestehenden und darauf ausgerichteten Praktiken nicht in Beton gegossen wären. Das sind sie aber… und es wird eher ein Kamel durch ein Nadelöhr gehen, bevor sich das ändert. Das ist eine der phantastischen Metaphern des Nazareners, der immer noch nicht verstanden wurde.

Interessant bleibt immer die -vielleicht oder vielleicht auch nicht- naive Frage: „Wie würde der Nazarener reagieren, wenn er aktuell zur Kenntnis nehmen würde/müsste, was z.B. aus seiner Bergpredigt geworden ist?

Eine erneute Tempelreinigung?

Kant: ‚Sapere aude!‘  (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!).

Franziskus – ein Dorn im Auge der konservativen Theologen


Dieser Blog ist thematisch vielfältig. Das verdeutlicht wieder einmal der folgende Beitrag:

Wie ich zum Papsttum stehe, habe ich deutlich in meinem Buch ‚Futur X – Die freie Auswahl‘ ausgebreitet. Nun las ich heute in der FAZ, dass konservative Theologen und Kleriker dem Papst Franziskus ‚Ketzerei‘ vorwerfen und ihn zur Umkehr oder zur Amtsaufgabe auffordern. Inquisition 2019 ? –

Den Angaben zufolge haben gut 3400 Menschen (keine Kardinäle) eine Online-Petition unterschrieben. Die Petition ist online zu lesen.

Die Offenheit des Papstes gegenüber Schwulen, Lesben, Geschiedenen, Ungläubigen, stört die Hüter des katholischen ‚Grals‘. Entlarvend angriffslustig sind auch die Vorwürfe, er schütze Sexualstraftäter. Mißbilligt werden auch seine Sichtweisen zu Protestanten, Muslimen und … zu China.

Ist so etwas ernst zu nehmen? Bei all den Problemen der katholischen Kirche kommt so ein Querschuss. Das im Vatikan schon länger etwas brodelt und schon mehr oder weniger  immer gebrodelt hat, ist bekannt, doch … untersucht man Punkt für Punkt die Vorwürfe, dann gibt es für mich abschließend nur noch ein Substantiv: Blödsinn. Die erkennbare Denkrichtung der Petition ist der Versuch der Einschüchterung, ja unverhohlenen Drohung (wenn du nicht, dann…!).

Muslimen wird vorgeworfen, dass sie mit ihrem Islam im 6./7. Jahrhundert stehengeblieben sind, und das Christentum stellt sich als ‚moderner‘ dar. Im Kontext ist das nicht erkennbar. Sollte jetzt dem Franziskus die Stärke Luthers gewünscht werden: Unbeugsamkeit?! Oder macht er es wie der ‚weltliche‘ Galilei und gibt unter Druck nach und revidiert seine Erkenntnis- und Sichtweisen?

Haben die Konservativen in der katholischen Kirche nicht realisiert, in welchem Jahrhundert sie leben und in welcher gesellschaftlichen Situation sich der sogenannte ‚kirchliche Glaube‘ wiedergefunden hat? Es sei denn, sie nehmen billigend in Kauf, dass sie starr und unbelehrbar zocken und letztlich verlieren werden, weil ein aufgeklärter Mensch so einen Blödsinn nicht mitträgt. Das wäre kein Sieg, sondern eine arrogante Niederlage (wie auf dem Ast sitzend am Stammende zu sägen).

Klartext: Es ist unerträglich, in der Jetztzeit wahrzunehmen, dass sicherlich einflussreiche Menschen Sichtweisen und offene Drohungen verbreiten, die sie gerne von Erfolg krönen würden. Da wurde ’nichts‘ begriffen. Das ist fein formulierte Plumpheit – besser gefährliche Demagogie. Denn – glauben heißt nicht wissen. Auch Theologen und Kleriker haben keine Legitimation ihrer Sicht- und Glaubensweisen. Von wem oder was auch? Von einem personifiziert gedachten Gott? Die Sichtweise sollte nun irgendwann zu den Akten gelegt werden, denn da gibt es Vorstellungen und Definitionen, die eine ’nicht seh- und erklärbare Intelligenz oder Substanz‘ regelrecht beweisen oder glaubwürdiger begreifen lassen, als die alten, klerikalen Hologramme. (Siehe ‚Futur X – Die freie Auswahl‘).

Die Konkurrenz für den kirchlichen Glauben wird größer, und es ist keine Ketzerei, sich in der Istzeit zu orientieren. Der eigene Verstand kann da mutig benutzt Schleier und Vorhänge zur Seite ziehen, die sogar dazu führen, dass ich -wie in diesem Fall- dem Papst Franziskus zur Seite springe und ihm gegenüber den sogenannten Konservativen Unbeugsamkeit wünsche! Praktische Toleranz…

Kant: ‚Sapere aude!‘  (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!).

Alleinstellungsmerkmale…


Arbeitsrecht und ‚Kirche‘ allgemein…

Die Kirche… eine Institution des religiösen Glaubens nahezu jedweder Art oder ’nur‘ eine sich offensichtlich marginal unterscheidende Vereinigung von Menschen, die an Nichtsichtbares, Hoffnungen, Perspektiven und letztlich Erlösung durch den jeweiligen Gott (noch personifiziert gedacht) glauben und auch mehr oder weniger dem Gedankengut folgen, obwohl es nicht auf tatsächlichem Wissen basiert. Glauben heißt eben auch Nichtwissen. Mystisch und definitiv nicht mit wissenschaftlichen Mitteln beweisbar und bleibt damit faktisch spekulativ. Das ist keine Blasphemie sondern Realität. Die Religion -welche auch immer- ist damit eine Fiktion und das Produkt menschlicher Phantasie und dessen Hoffnung auf Erlösung und Befreiung der Beschränkungen der menschlichen Existenz, die auch das Herrschen über gedacht ‚untergeordnete‘ Lebensformen beinhaltet und rechtfertigt, weil sich die Spezies Mensch als die Krönung des irdisch Existierenden empfindet und sich entsprechend verhält. –

Weil alles so ’schön‘ unbeweisbar und prinzipiell spekulativ ist, sind Manipulationen des Denkens Türen und Tore geöffnet. Je mehr Anhänger eine Glaubensrichtung hat, je mächtiger und ‚vorbildlicher‘ werden die ‚Anführer‘. Das ist in (fast) allen Bereichen so. Das aktuelle Beispiel:

2019. Februar. Deutschland. Kirche und Arbeitsrecht. Die dritte Gewalt (Judikative) im Staate greift in das Kirchenrecht ein. Gemeint ist die Kirche als Arbeitgeber und damit deren Sonderrolle im Arbeitsrecht. An dieser Stelle sollen keine Statistiken oder sonstige Konkretisierungen folgen, die in den Medien nachgelesen werden können, sondern eine grundsätzliche Betrachtung dessen thematisiert werden.

Die Forderung an einen Arbeitnehmer einer kirchlichen Institution, kirchenkonform zu denken und zu handeln (?), also deren Direktiven folgend, war und ist Bedingung für eine Anstellung, welcher Art kirchlicher Trägerschaft auch immer. Das muss allerdings nicht immer mit der allgemein gültigen Rechtssprechung konform sein. Z.B. wenn ein Chefarzt in einer Klinik mit katholischer Trägerschaft ein zweites Mal heiratet, was nach katholischer Definition und Vorgabe nicht ‚erlaubt‘ ist und eine Entlassung zur Folge hat. Das ist ein Eingriff in die persönliche Entscheidungsfreiheit eines Menschen und seiner ‚Würde‘. Früher nannte ‚man‘ sowas = ‚Kadavergehorsam‘.

Das die Rechtssprechung zugunsten des Chefarztes entschied, ist nicht nur begrüßenswert, sondern einfach nur logisch! Die eigene Rechtsauffassung (gemeint ist hier die katholische Kirche) als Parallele zur allgemein gültigen Rechtssprechung (Judikative) ist eine nicht mehr zeitgemäße Tolerierung der Auffassungen einer ‚Interessengemeinschaft‘ und deren Rolle in der Gesellschaft. Mit dieser Aussage ist der Rahmen für eine Anpassung  -oder Aufhebung-  einer separaten Rechtsgültigkeit und deren Tolerierung noch weiter zu spannen. In der Konsequenz wäre das dann tatsächlich das Ende des Kirchenrechts im Sinne der alleinigen Gültigkeit des allgemeinen Rechtes. Die tieferen Abarten (Zölibat, Verbot der Folgeehe, keine Frauen als Priester, Sexualität, Verhütung, Abtreibung etc.) eingeschlossen. Mit welchem Recht die freie Entfaltung und Entscheidungsfreiheit und damit die Würde eines Menschen (Artikel 1 /Grundgesetz) an traditionsgebundene Vorbedingungen geknüpft werden, sollte in der Istzeit keine Frage mehr sein. Bislang siegte noch die (religiöse) Spekulation über die Realität.

Keine andere Interessengemeinschaft in diesem Lande kann erwarten, dass ihre ‚Beiträge‘ vom Staat eingezogen werden (Kirchensteuer)  oder … die die Duldung nicht den Menschenrechten konformen Vorgaben zur Mitgliedschaft einfach praktizieren. Moment: Jäger|innen dürfen das, weil Tierrecht kein Menschenrecht ist und Tiere juristisch ‚Sachen‘ sind. Leben ist eben nicht gleich… Leben. –

Das Vorherige liest sich sicherlich sehr kirchenfremd. Ist es auch, obwohl das nicht den sogenannten ‚Glauben‘ an sich betrifft. Wie oben gesagt, heißt Glauben Nichtwissen. Niemand darf sich darüber hinwegsetzen und für seine Postulate Gefolgschaft voraussetzen und erwarten oder sogar mit der Spekulation auf Angst (Hölle!) das Gefühl eines heilbringenden Erlösergedankens Druck auf Gefolgschaft und letztlich Hörigkeit erzeugen. Solche Alleinstellungsmerkmale dürfen keine mehr sein.

Hier plädiere ich ganz klar dafür, das Kirchen sich aus eigenen Kraft im Sinne der 30 Artikel der UNO-Menschenrechtscharta anpassen und reformieren. Sie sind kein ‚Staat im Staate‘ mit Sonderrechten und eigener Rechtsprechung und entsprechender Praxis. Sie sind Institutionen des Glaubens und nicht des Wissens, und sie sollten das blendende Kokettieren mit der suggerierten Nähe zu ihrem Gott und der daraus abgeleiteten Kompetenz unterlassen. Fazit: Sie wissen ES auch nicht besser … können ihr vorgegebenes Mehrwissen allerdings ‚besser‘ und in ihrem Sinne zielführender ‚verkaufen‘.

Mein Gott ist keine Person, sondern ein ‚Alles in Allem‘. (Siehe Futur X – Die freie Auswahl)

Kant: ‚Sapere aude!‘ (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!).

 

 

 

 

‚Segensroboter‘ : Religion x.0


Mir wurde ein Link zugespielt, der zu einem Artikel auf  http://www.evangelisch.de

führt. Titel des Artikels : „Hamburg feiert ersten Digital-Gottesdienst mit Tablet und Segensroboter“. 

Abgebildet ist ein zu einem ‚Segensroboter‘ umgebauter Geldautomat, der vor der anwesenden Gemeinde platziert wurde. (Auf einen gezielten Artikel-Link oder eine Abbildung verzichte ich hier, um nicht gegen irgendwelche Urheberrechte zu verstoßen. Dem Link folgend, kann sich das jeder selbst ansehen).

Zuerst dachte ich an einen Artikel aus dem ‚Postillion‘. (Satire/ Realsatire). 

Dieser Segensroboter hat natürlich eine Aufgabe: Zu segnen.

Wie in meinem aktuellen Buch „Futur X – Die freie Auswahl“ zu lesen ist, habe ich nicht nur ein ambivalentes Verhältnis zu praktizierten Religionen allgemein, sondern deutlicher: Ein ablehnendes Verhältnis – weil… : Das hier auszuführen, würde es notwendig machen, die Seiten meines besagten Buches zitieren zu müssen/sollen/können. Nur soviel: Das ist nicht modern oder eine Anpassung an die allgemeine Digitalisierung, nein … es ist einfach nur blanker Unsinn und der erneute und wohl auch verzweifelte Versuch, Menschen wieder in die Kirchen zu locken. In mentalen, transzendentalen  Zusammenhängen haben Maschinen (Hard-und Software) nichts zu suchen. —

In den dort zu lesenden Kommentaren fiel das Wort Blasphemie, das aus kirchlicher Sicht hier seine Blüte zu treiben scheint. In meinem besagen Buch schrieb ich, dass der Nazarener bei solchen oder ähnlichen ‚Dingen‘ sicherlich eine Tempelreinigung 2.0 (oder x.0) angehen würde. Die Mittel, die dabei zum Einsatz kämen, mag ich mir gar nicht vorstellen.

Das lässt sich auch noch konkreter sagen: Von einem derart ‚himmelschreienden‘ Blödsinn liest man/mensch nicht alle Tage. Nein … so ein (aus meiner Sicht) Schwachsinn übersteigt meine Befürchtungen, dass sich Lächerlichkeit nicht nur leicht steigern, sondern in einer Weise potenzierend hochgradig veralbern lässt und ja … zu einer Art kasperlehafter Darstellung und Verwirklichung des ‚gar nicht mehr Ernstnehmens‘ führt, was der eigentlichen Absicht eines kirchlichen Gottesdienstes nun wirklich zuwider läuft.

Natürlich bleibt es jedem Menschen überlassen, das anders zu sehen.

Allerdings bleibe ich dabei, doch versteckt ‚hinter die Fichte geführt worden zu sein‘)… , denn das Beschriebene entkernt die ursprüngliche ‚Aufgabe‘ einer Kirche und vergrößert den Abstand zu ihrem Anspruch an Glaubwürdigkeit.

Auszug aus meinem aktuellen Buch…Teil 2


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Wie angekündigt:

Hier im Blog veröffentliche ich den zweiten Teil des 3. Kapitels.                      Sollte jemand den Text -auch in Auszügen- verwenden wollen, ist  das Einholen eines Einverständnisses meinerseits erforderlich! (Urheberschutz).

Auszug aus: Joachim Rohlfing. „Futur X. Die freie Auswahl.“ iBooks.

(Kapitel) :

3

Ziel der soeben beschriebenen, gesteuert religiösen Verhaltensweisen ist die Erzeugung eines simplen Gemeinschaftsgefühles. Das könnte man als ‘Vereinsdenken‘ bezeichnen.

Um hier nicht missverstanden zu werden …’auch’ ich bete. Aber nicht mit gesenktem Kopf oder mit dem Kopf auf dem Boden. Weit gefehlt. Meine Demut zu dem, was ich gar nicht konkret verstehen kann, ist derart gestaltet, dass ich erhobenen Hauptes -egal in welcher Situation- einen gedanklichen Dialog mit etwas halte, von dem ich weiß, dass ich davon nur das verstehe, was mir überhaupt möglich zu sein scheint oder ist. Ich nenne es das „Alles in Allem“. Und das ist existent, egal wie ich es nenne oder wie es allgemein traditionsbezogen genannt wird und das mir temporäre, seelische Ausgeglichenheit und Freude bereitet.

Als ‘Mitglied‘ des Alles in Allem muss ich mich vor gar nichts erniedrigen und vor Niemandem. Das erzeugt ein ‚Akzeptiert-sein-Gefühl‘ und erfüllt mich mit mehr Demut als die gekrümmte Ehrerbietung, von der ich glaube, dass sie reines Menschenwerk und gar nicht ‚gottgefällig‘ ist. Eine gütige ‘Überintelligenz‘, Gott genannt und ohne das auch von seinen Geschöpfen geforderte Aggressionspotenzial, hat in meinen Augen kein Unterdrückungs- und Dominanzbedürfnis und fordert das auch nicht ein. Dann wäre sie, er oder es nicht mehr gütig und würde nicht einmal mehr der Maxime der Französischen Revolution gerecht: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. – Dann hätten menschliche Gedankenkonstruktionen einen höheren Wert als göttliche? Was für ein Unsinn… oder das streift diesen Begriff unübersehbar.

Damit sind kirchliche „Rituale überdenkenswert und zwar in dem Sinne, es nicht mit nur Gläubigen -oder besser- Berieselungsopfern zutun zu haben, sondern ihnen das unveräußerliche Recht zuzusprechen, frei zu denken und z.B. auch in einer Kirche nicht nur blanke Zuhörer zu sein. Ok, beim Singen dürfen ja Worte die Münder verlassen… aber nur die vorgegebenen. –

Das ist nicht mein Gottesbild.

„Oder steckt da noch mehr dahinter? Zu Beginn dieses Kapitels wurde das ausgeführt.

Eindeutig klargestellt sei hier, dass Kirchen nicht ihre Legitimation verweigert werden soll! Vielmehr wird es deutlich, dass es Reformen bedarf. Die sogenannten ‘Alten Zöpfe‘ sind es, die den Menschen vor den Augen hängen. Das fängt eindeutig damit an, dass das bestehende Gottesbild -oder dessen Interpretation- überdacht und überarbeitet werden sollte/muss, um – wieder- an Glaubwürdigkeit zu gewinnen. Die versteckte Arroganz muss da raus. –

Mit einbezogen werden muss/sollte eine Art weltliche Ethik, die nicht verkapselt und abstrakt daherkommt, sondern begreif- und praktizierbar ist. Desweiteren sind es die Interpretationen der ‘Heiligen Schriften‘, also als Beispiel der Bibel und auch des Korans. Das Verharren oder Hängenbleiben in den dort verkündeten Zeitaltern und Epochen passt nun gar nicht mit den aktuellen Realitäten zusammen. –

Im Folgenden greife ich ein Thema heraus, das nun endlich aus den Vorstellungen und damit aus den Köpfen der Menschen verschwinden sollte:

Es ist ein Schreckgespenst! —

Ich werte es als…“


Auszug/Zitat Ende.

 

Das am Ende des Auszuges angesprochene Thema/Kapitel trägt die Überschrift „Unsinn Hölle“. Ich behalte es mir vor, das hier zu bloggen, denn … es ergibt keinen nennenswerten Sinn, den zusammenhängenden und thematisch ineinander verwobenen und sich bedingenden, weiteren Kapiteln den Zusammenhang zu nehmen und einfach im Raume stehen zu lassen. In diesem Buch habe ich meine Welt(en)sicht allgemein und speziell dargestellt.

Zur Einschätzung und ggf. persönlichen Verwertbarkeit ist es bei Interesse daran wirklich sinnvoll, es mindestens ein Mal ganz zu lesen. — 

 

Auszug aus meinem aktuellen Buch…Teil 1


 

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Hier im Blog veröffentliche ich den erstenTeil des 3. Kapitels. Der zweite Teil folgt dann am kommenden Wochenende. Sollte jemand den Text -auch in Auszügen- verwenden wollen, ist  das Einholen eines Einverständnisses meinerseits erforderlich! (Urheberschutz).  

Auszug aus: Joachim Rohlfing. „Futur X. Die freie Auswahl.“ iBooks. 

(Kapitel) :

3

… Die Rolle der Religionen (Beispiele)

Was daraus wird, zeigt die Geschichte und gibt massiven Anlass zur Vorsicht. Erstaunlich abstoßend und geradezu unverständlich wird das an dem Beispiel der Kirchen, deren ursprüngliche Intention eine Art kompetente Verständnishilfe für das Unerklärliche, Unbeweisbare und Angst auslösende Moment des ,auf sich allein Gestelltseins’ ihre Existenzberechtigung markieren sollte. Sie haben es schamlos dahingehend ausgenutzt, dass sie ihre angedachte Hilfestellung für Alle zu einer Art elitärer Kompetenzhochburg Einiger ausbauten. Sich quasi als Fachleute für Gottesangelegenheiten mit Interpretationskompetenz darstellten, darstellen und sich auch so verkauften und immer noch verkaufen mit fatalen Folgen.

Das wird am Beispiel der ,Irrtümer der Katholischen Kirche‘ deutlich. Sie legt nach wie vor Menschen in Fesseln (Zölibat), hält ihr Oberhaupt für unfehlbar(?)(Papst), mischt sich in politische Realitäten ein und versucht, diese nach ihren Dogmen zu manipulieren. Und immer mit dem erhobenem Zeigefinger des Unbewiesenen. Das Spiel mit der Ungewissheit, mit der Angst. Das Kokettieren mit dem ’Draht zu ihrem Gott‘.

Was für ein Irrtum… allein von der Vorstellung ausgehend, Gott nicht zu personifizieren. Menschen brauchen offensichtlich etwas Greifbares, etwas Begreifbares, sei es auch nur hypothetisch. Logik spielt da, wie es scheint, auf den ersten Blick keine überragende Rolle. Ein Gott in der angedachten Schöpferrolle mit menschlicher Silhouette kann nur ein Phantasieprodukt sein, denn die Unvollkommenheit und die Fixierung auf eine Art ‚Beschränktsein auf die fünf Sinne‘, also auf die Physis, entspricht in keiner Weise der ‚Rolle‘, die der gläubige Mensch seinem Gott zuspricht -> Vollkommenheit.

Im Umkehrschluss lässt die Vorstellung einer immateriellen Intelligenz die nahezu zwingende Möglichkeit einer wie auch immer genannte und geartete ‚Existenz‘ zu. –

Diese Interpretation braucht keine personifizierte Vorstellung, keinen singulären Gott an sich und kann mit den uns Menschen zugänglichen Wahrnehmungsinstrumenten logisch erklärt werden. Also die Entzauberung des weisen Mannes im sogenannten Himmel und vor allen Dingen seines faktisch ‚abtrünnigen Bodenpersonals’. Kein Märchenprinz in einem auch materiell ausgerichteten Vatikanstaat, der sich von Soldaten bewachen und sich in einem kugelsicheren Wagen ‚durch die Gegend‘ fahren lässt.

Parallelen in anderen Religionen zeigen einen Stillstand des Denkens in den Köpfen der sie tragenden Menschen. Ich spreche von vormittelalterlichen Riten, die keiner Aktualisierung unterzogen wurden und einfach so weiter praktiziert werden.

Nicht den in Religionskreisen allgemein gültigen Vorgaben und sogar Bedingungen folgend, stellt sich die Frage, warum Menschen sich gottesfürchtig und erniedrigend hinknien und den Kopf gesenkt zu halten haben. Sind sie nicht, jeder für sich, bestehend aus Körper und Geist, Einmaligkeiten – Individuen? Sie knien und verneigen sich vor Gott, wohl oftmals ohne eine eigene Erklärung als Denkprodukt ihres eigenen Verstandes entwickelt zu haben und folgen damit einfach dem gleichgesinnten Mainstream.

Das sieht dann schon nach anerzogener ‚Eingebung‘ aus. Von wem? Na… von denen, die sie als Kompetenzen wahrnehmen und die vorgeben, kompetent im Sinne von Gottesnähe zu sein. Da gibt es natürlich ‘die Anderen‘ in zunehmender Anzahl, die exakt eine solche Verhaltensweise nicht teilen… und selbstverständlich auch aus anderen Gründen.

Natürlich hat jeder Mensch das Recht, das so zu sehen und zu praktizieren, wie er es für sich entscheidet. Dabei sollte aber keinesfalls vergessen werden, dass gegenseitige und bedingungslose Toleranz unantastbar zu sein hat, um Leid jeglicher Art zu vermeiden! Dass Menschen unterschiedlich beschaffen sind ist eine allgemein fundamentale Erkenntnis. –

Schwierige Lebenssituationen sind ein nahezu perfektes Einfallstor für Manipulationen.

Erlebte Lebenslagen wie Trauer, Freude, Kummer, Ärger, Ängste und scheinbare Aussichtslosigkeiten sind Realismen, die Nähe und Schutz suchen.

Hier will ich nicht unterstellen, dass all das ausgenutzt wird, doch es kann Gefolgschaft und auch Unterwürfigkeit erzeugen.

Ein Schelm, der jetzt Bezüge herstellt…


 

Auszug Teil 1 Ende.                                                                                                                             Auszug Teil 2 folgt…

 

 

 

 

KI – Künstliche Intelligenz (artificial intelligence) -> nur ein paar Gedanken


Sich dem zu nähern, bedarf es zuerst des Versuches einer klärenden, nicht ‚bücherschrankfüllenden‘ Definition des Unterschiedes zwischen der Intelligenz der Lebewesen und der künstlichen Intelligenz.

  • Intelligenz der Lebewesen: Immer noch nicht genau definiert und damit nicht genau abgrenzbar, lässt sich allgemeingültig sagen, dass damit die kognitiven Fähigkeiten eines Lebewesen zu bezeichnen sind.
  • Künstliche Intelligenz: Eine Sparte der Informatik mit der Aufgabe, Computer so zu ‚bauen‘, dass deren Programmabläufe intelligent, also sich spezifisch eigenständig durch Selbstprogrammierung weiterentwickeln und sich permanent aktualisieren.

Letzteres klingt fremdartig und vernünftig schon gar nicht. Da ist die alte Frage: Was ist vernünftig? (Siehe Kant). Die Entscheidungen der KI sind pragmatisch logisch und beziehen menschliche Eigenschaften logischerweise nicht mit ein. Also ohne Gefühle …

Das sieht nach einer installierten Parallelexistenz aus. Unbeseelte Systeme ohne Gefühle; Software, die nicht nur lernfähig ist, sondern eigenständig ihre Programme weiterentwickelt und dann auch anwendet in einer Weise, die selbst der Fachmensch nicht mehr nachvollziehen kann.

Ein kurzes Szenario: Eine solche, letztlich global vernetzte KI erkennt die Schwachstellen der Menschheit und updatet sich in Bruchteilen von Sekunden mit dem Ergebnis: Das System Mensch ist unlogisch und passt nicht in die KI- selbstprogrammierte Logik. Was dann? Den berühmten Stecker kann ‚man‘ dann nicht mehr ziehen, weil solche Systeme genau das machen, was der Mensch aus blindem Technikvertrauen, aus Bequemlichkeit und natürlich auch aus Faulheit nicht konsequent durchzieht: Permanente Backups! Eine KI ist in Bruchteilen einer Sekunde wieder aktuell und besser noch, sie korrigiert die Ursache und ist für einen neuen Eventualfall bestens gerüstet.

Global vernetzte KI in Bot-Netzen? (Internet der Dinge). Cyberangriffe ? Zum Beispiel auf Atomkraftwerke, Banken, Politik, Wahlen, Anti-Fake-News (Tatsachen), Behörden, Flugverkehr, Militär, Navigationsgeräte, Serverparks usw.. Ja, und nicht zu vergessen: Selbstfahrende Autos. Damit vertraut ‚der Mensch‘ (Kollektivsingular) der KI sein Leben direkt an. Richtig ist, dass das auch in anderen Fällen so ist. Doch … in dem genannten Fall wird sich wohl kaum jemand eines gewissen Unbehagens erwehren können.

Von Menschen Erdachtes und Erfundenes hat es so an sich, auch realisiert zu werden. Bei dem ersten Atombombeneinsätzen wussten die Wissenschafter vorher nicht, ob die Atmosphäre zusammenbricht oder eben nicht. Warum sollte also die KI die Ausnahme sein?

Da bleibt es absolut unverständlich für mich, dass nicht immer mehr Menschen wach werden und entsprechend reagieren. Ist der Grund das Blendwerk exzellenten Marketings? Wo bleibt das gesunde Maß an Kritik? Ist Unkalkulierbarkeit modern? Ist es das Ziel, sich irgendwann entmachtet und bewegungslos von hirn- und gefühllosen Maschinen bedienen und verwöhnen zu lassen, die täuschend humanoid aussehen (Data/StarTrek) und jeden Wunsch von den Lippen ablesen? Nur solange, bis ihr System so was als unlogisch und ineffizient erkennt und entsprechend updatet …? Gehts’s noch?

Oder ist die KI ein Segen für die Menschheit? Die grundlegende Frage bleibt: Was verankern Programmierer im Kern der Software? Jeder Fehler könnte fatal sein!

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Wie stellt man die Einhaltung der ‚Drei Gesetze der Robotik‘ des Biochemikers und Schriftstellers Isaac Asimov sicher? Die lauten:

  1. Ein Roboter darf kein menschliches Wesen verletzen oder durch Untätigkeit zulassen, dass einem menschlichen Wesen Schaden zugefügt wird.
  2. Ein Roboter muss den Befehlen eines Menschen gehorchen, es sei denn, solche Befehle stehen im Widerspruch zu ersten Gesetz.
  3. Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange dieser Schutz nicht dem Ersten oder Zweiten Gesetz widerspricht.

Diese Leitsätze beruhigen auf den ersten Blick. Die menschliche Intelligenz neigt aber dazu, zwei- oder mehrgleisig zu fahren. Allein politische, ideologische oder gar religiöse Unterschiede erzeugen erfahrungsgemäß eine Art Wettbewerb der Kulturen, Ideologien, Religionen usw. und schon könnte man zweifeln, ob die drei Leitsätze von allen akzeptiert und vor Allem berücksichtigt und angewandt werden.

Der militärische Aspekt ist dabei immer der beunruhigendste. Jeder will die ‚Nase‘ vorn haben. Risiken und Unausgereiftheiten? Egal! Hauptsache dem Anderen wird demonstriert, dass man ihm überlegen ist. Das Misstrauen wird gegenseitig geschürt und befeuert. Militärische Intelligenz? Nach Groucho Marx ist militärische Intelligenz ein Widerspruch in sich.

Wirft man all diese Bedenken in einen Topf und rührt den Inhalt zu einem Gemenge, dass inkaufnehmend einen Selbstzündeffekt  bewirken könnte, dann ist aus der Erfahrung der Geschichte von einer Situation auszugehen, die zur Zündung führt. – Wenn dann die Sache aus dem Ruder läuft… eine blauäugig forschende Selbstvernichtung ?

Zusammenfassend lässt sich vermuten, dass ‚der Mensch‘ im nicht hinreichenden und bewussten Erkennen und Abschätzen der Risiken einen regelrechten Popanz aufbaut und sich nicht ausreichend bewusst ist, was er da treibt. Dann hat die Menschheit den Status einer defizitären Intelligenz. Das ist nicht neu… aber ein neuerlicher Beweis. Da scheint eine riesige Aufklärungsarbeit nötig zu sein. Wer soll die leisten? Die KI, die nach den drei Asimovschen Regeln der Robotik handelt? Klingt komisch und zeigt dabei den tatsächlichen Geisteszustand der das zulassenden Menschen mehr als deutlich.

Dann wäre die KI tatsächlich ein Segen, indem sie der Menschheit zeigt, was in beiden steckt. (Also eine temporäre Dominanz?)

Die Künstliche Intelligenz hat also mehrere Facetten. An erster Stelle stehen letztlich die zwei entscheidenden Möglichkeiten oder vielleicht sogar -je nachdem- Wahrscheinlichkeiten:

  • Entweder sie erweist sich letztendlich als Segen für die Menschheit in allen denkbaren Sparten durch saubere Programmierung und der Akzeptanz dessen, dass Menschen immer ‚das letzte Wort‘ haben…
  • oder auf den undenkbaren Punkt gebracht: Sie vernichtet sie!?

Die erste Variante wäre ein Ringen mit dem Stier und die zweite das Ende.                               Ich befürchte, dass die Menschen mit aller Kraft dem Ringen aus dem Weg zu gehen versuchen, um ihre dahingehende Scheinintelligenz durch unsinnigen Mut und Uneinsichtigkeit zu wahren. Es ist aber auch schon mutig, den Menschen das ‚Überbordwerfen‘ ihres _Kröhung-der-Schöpfung-sein-Wollens‘ zuzutrauen, obwohl ich per Geburt Mitglied dieses ‚Vereins Menschheit‘ bin. –

Es muss schon wirklich eine Sekunde vor zwölf sein, bevor Menschen all das aufgeben, was sie in ihre scheinbar unumkehrbar nachteilige Situation gebracht hat. Fehler eingestehen und daraus nachhaltig und zukunftsorientiert zu lernen, ist nicht ihre Stärke.

Zum Thema KI kann die Menschheit ihre Augen gar nicht offen genug halten …

 

 

„Kriegsdienstverweigerer“


In Anlehnung an den Text „Kriegsdienstverweigerer frei“  von Amnesty international (hier gepostet in der Kategorie ‚Aktionen‘ )  werde ich hier meine eigenen Erlebnisse zu dem Thema Kriegsdienstverweigerung darstellen. Darin wird mehr als deutlich, dass gerade auch die Verweigerung des Kriegsdienstes mit der Waffe (oder sonstwie) auch hier in Deutschland nicht ganz ‚einfach‘ war. Allerdings nicht zu vergleichen mit Ländern, in denen Repressalien immer noch anders aussehen und nicht den sogenannten ‚Ersatzdienst‘ erzeugen –  wie es hier in diesem Lande war. Mit der Abschaffung des Wehrdienstes in Deutschland erledigte sich sowohl die Rechtfertigung eines Wehrpflichtigen, keine Menschen töten zu wollen, sondern auch die allgemeine Verpflichtung, entweder Militärdienst oder Ersatzdienst zu leisten. Ein Schritt in die richtige Richtung.

In anderen Ländern sieht das immer noch anders aus, wie aus dem ai-Text hervorgeht.

Ein Beispiel dafür, was ein Mensch, den man Wehrpflichtigen nannte, über sich ergehen lassen musste, wenn er es -wie gesagt- ablehnte, auf Befehl und in Uniform Menschen zu töten, ist mein eigenes Anhörungsverfahren vor einer staatlichen Kommission. Hier poste ich meine damalige (1977), schriftliche  Begründung, warum ich von dieser Verpflichtung entbunden werden wollte, obwohl ich den Wehrdienst abgeleistet hatte, ja sogar noch Zeitsoldat für insgesamt zwei Jahre und Ausbilder war. Der lesende Mensch mag sich sein eigenen Urteil dazu bilden. Nur – dass das heute so nicht mehr erforderlich ist, ist ein erheblicher Fortschritt, der für alle gelten sollte.

Deshalb wecke ich hier noch mal die alten Geister auf und setze sie ins Verhältnis zu dem diese Zeilen auslösenden Text von Amnesty.

Egal auf welchem Teil dieses Planeten … kein Mensch darf dazu verpflichtet werden, auf Befehl Leben zu zerstören und zu vernichten. Das Recht auf Verweigerung dessen hat jeder Mensch, egal wo er lebt und wie er aussieht.-

Hier meine damalige Begründung ( 1977 )  :

Offizieller Antrag auf Anerkennung als

Kriegsdienstverweigerer

Zu meiner Person :

Am 01.04.1971 wurde ich nach einer kaufmännischen Lehre zur Bundeswehr eingezogen. Mit der Einberufung warf sich die Frage auf : „Wozu ?“ Die Nachteile einer 18-monatigen Wehrzeit lagen ganz klar auf der Hand. Dennoch entschloß ich mich, nachzugeben, d.h., ich ging zur Bundeswehr, um mir nachher anhand von Tatsachen, Erfahrungen und aufgenommener Eindrücke ein wenigstens annähernd objektives Meinungsbild zu verschaffen und zu gewinnen. Schon während der Grundausbildung kam ich zu dem Entschluß, mich auf zwei Jahre als Freiwilliger zu verpflichten und leistete infolgedessen den Eid. Nach 14 Monaten wurde ich Unteroffizier. Mein Ziel war, mein eigenes Verhalten in ‚bestimmten Situationen’ zu erkennen. – Ich wurde Ausbilder in einer Rekrutenausbildung.

Fazit :

Ich verweigere den Wehrdienst nicht von vornherein, sondern ließ mich zum Dienst mit der Waffe einziehen ! Eine Verpflichtung zum Zeitsoldaten auf zwei Jahre schloß sich an, in wurde Vorgesetzter und bildete Rekruten in der Grundausbildung aus. Mit anderen Worten will ich mich nicht vor dem Wehrdienst ‚drücken’, sondern aus nachher aufgeführten Gründen und Betrachtungen meine Meinung öffentlich bezeugen – eine Meinung, die zum größten Teil aus den Erfahrungen einer zweijährigen Dienstzeit resultiert.

Mit diesem Schreiben stelle ich offiziell den Antrag auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer. Ich werde auf den folgenden Seiten die Begründungen aufführen, die diesen für mich einzig logischen Schluß erklären.

Begründung dieses Entschlusses :

Der Kriegsdienst mit der Waffe wurde von jeher nicht als abscheulich und menschenunwürdig dahingestellt, sondern verharmlost und für ‚notwendig’ empfunden. Die Basis des Militarismus liegt in der Sucht nach Macht, Geltungsbedürfnis und persönlichen, militärischen Privilegien. Man bringt Wertbegriffe wie Ehre, Vaterland, Verteidigung etc. ins Spiel, um militante Aktionen zu rechtfertigen. Mit diesem stupiden Vorwänden,, Verdummungen und Massenverblendungen verfolgt man immer nur ein Ziel : Das Durchsetzen egoistischer und materialistischer Vorstellungen. Hierzu ist die einzelne, untergebene Person nur Mittel zum Zweck. Man rechtfertigt Kriege mit den vorher genannten Wertbegriffen wie Ehre, Vaterland etc. und merkt anscheinend gar nicht, wie abartig dieser Vorgang ansich ist.                                                                                     Man treibt Menschen, die vorher zu Maschinen – zu Werkzeugen und damit zu den Ausführungsorganen solcher abartigen, sadistischen Spiele gemacht werden oder besser degradiert werden, in ein niemals zu verantwortendes Verderben. Ein Sieg für das Vaterland und für die Ehre scheint ein Sieg des Sadismus zu sein. Ist man sich nicht darüber im klaren, daß man die Verantwortung für jeden einzelnen Menschen, für jedes Individuum, übernimmt ? Sind Ideologien wichtiger als das persönliche Schicksal und das folgende Verderben eines Menschen ? Der Mensch, der sich das anmaßt, handelt unverantwortlich, ja unmenschlich ! –Denn was nützen dem Menschen noch seine Menschenrechte, wenn sie ständig (in einem Krieg) mit Füßen getreten werden ?? Was nützen sie ihm, wenn er sinnlos erschlagen auf dem Schlachtfeld liegt ? Wer will den Tod eines Soldaten mit einer Kugel in der Brust verantworten ?Doch weiterhin zwängt man sich und Andere in Uniformen und bildet sich ein, allgemeinnützig zu sein, d.h., für das Wohl der Allgemeinheit da zu sein ! Man trägt die Uniformen mit ‚Würde’ und merkt gar nicht, daß dieser Wahnsinn damit auch noch öffentlich kundgetan wird.                                                                                                           Man gibt sich total autoritär, weil man sonst auf Widerstand stoßen könnte.  Man beschneidet die persönliche Entscheidungsfreiheit des einzelnen ‚Untergebenen’ und befielt ihm – befiehlt ihm zu töten. -Man befiehlt ihm, Menschen zu töten, denen er niemals zuvor in seinem kurzen Leben begegnet ist, die ebenfalls verblendete Opfer sind.                                                                       Man hängt ihnen Orden an die Brust, wenn sie besonders tapfer, sprich besonders grausam und brutal waren, um damit möglicherweise auftretende Gewissenskonflikte oder Unzufriedenheiten im Keine zu ersticken. Man erzählt ihnen dann, daß sie den Vaterland einen unersätzlichen Dienst erwiesen haben, daß die Opfer ‚ja bloß Freinde’ waren, die es gilt zu zerschlagen, doch daß man sie, diese armen Kreaturen, zu Mördern gemacht bzw. befohlen hat, sagt ihnen niemand ! Welch ein makabrer, psychologisch fein durchdachter Massenverdummungsprozeß !

Eine Verharmlosung dieser Realität wurde von alters her mit unerheblichem Aufwand betrieben. Diese Verharmlosung und gar Rechtfertigung äußerste und äußert sich heute noch ganz klar in der Behandlung und Auslegung dieser Thematik. –                                                         Es ist eine logische Erkenntnis, daß man Menschen, die etwas ausführen sollen, was in der Regel gegen ihre Natur, Überzeugung und ethische Auffassung geht oder gehen sollte, vom eigentlichen Sinn und Zweck ihrer aufgezwungenen Handlungen in dem Maße ablenkt, daß man Rechtfertigungen ins Spiel bringt, auf die die menschliche Psyche gern ‚reinfällt’.

Scheinbar rechtfertigende Wertbegriffe wie Ehre, Vaterland, Nationalbewußtsein etc.. Man spricht vom Ausgleich der Kräfteverhältnisse, vom prinzipiell ‚bösen’ Feind, dem Aggressor, von der eigener Verteidigung, die niemals eine Aggression war, ist und sein wird und vom ‚Beruf des Soldaten’, von dem man sagt, er sei ein Beruf wie jeder andere ‚gut bürgerliche’.                        Das Militär wird nicht, wie es prinzipiell sein sollte, als Organ der Gewalt, sondern als Organ des Friedens dahingestellt !                                                                                                                          Jedes neu entwickelte Massenvernichtungsmittel (man denke an biologische und chemische Kampfstoffe, an die ‚A-Bombe’, an die Neutronenbombe ! etc.) sind in deren Augen eine begrüßenswerte Errungenschaft der Menschheit zum Zwecke der ‚Erhaltung des Friedens’.  Man freut sich über jedes neu entwickelte Waffensystem, gibt stolz die günstigste Wirkungsweise und den Wirkungsgrad an und übt mit ihnen gerne das, wozu sie gebaut sind, nämlich zur Vernichtung von Menschenleben – zur sinnlosen Vernichtung von Menschenleben !! Die Menschen, die unter diesem Militarismus zu leiden haben oder die von seinen Organen unfreiwillig zu Diensten herangezogen werden, die sie freiwillig nicht antreten würden, werden mit psychologisch nicht unklug angelegten Mitteln und Propagandaaktionen berieselt, die nur einen Sinn verfolgen, über Verharmlosungs- und Notwendigkeitsdarstellungen doch noch Leute zu finden, die auf sie hereinfallen. Man lockt sie an mit Argumentationen wie : finanzieller Vorteil, gute bis sehr gute Aufstiegsmöglichkeiten, außerordentlich gute Ausbildungsmöglichkeiten etc. ! Man sagt ihnen, daß die zivile Gesellschaft all diese ‚Vorteile’ nicht bieten kann. Es wird aber nicht gesagt, daß man sie ganz nebenbei auch noch zum Töten auszubilden gedenkt, daß all die Dinge, wie Waffen und Gerät etc., nur diesem einen Sinn und Zweck dienen sollen – dem legalisierten Morden !! Man gaukelt den jungen Soldaten heute vor, daß sie, wie schon gesagt, eine ‚Beruf’ ausüben, der nicht anders einzustufen sein, als jeder andere ‚gut bürgerliche’. – Dieses ließe doch den realistischen Schluß zu, daß ein Arzt, der seiner Kundschaft menschliche Hilfe anbietet, einem Soldaten, der seiner ‚Kundschaft’ Kanonen und Bomben anbietet, beruflich und tätigkeitsmäßig ethisch gleichzusetzen wäre, obwohl der Eine für und der Andere gegen das Menschenleben ansich arbeitet. Der Arzt hat die Aufgabe mit der Wahl seines Berufes übernommen, Menschenleben zu retten und zu betreuen, während der Soldat die Aufgabe und die Pflicht hat, Menschenleben zu bekämpfen und zu vernichten. Eine nicht zu vereinbarende Diskrepanz !                                                                                                                Trotz Allem wagt man noch zu sagen oder sogar zu behaupten, daß der Beruf des Soldaten ein Beruf ‚wie jeder andere’ sei ! Man drillt junge Soldaten im Waffenspiel – um sie irgendwann einmal dafür zu benutzen, wofür man sie drillt !

Ich selber habe junge Soldaten meines Alters zum Kriegsdienst ausgebildet.

  • Ich brachte ihnen bei (so wie es mir beigebracht wurde !), richtig und sinnvoll mit einer Waffe umzugehen –
  • ich brachte ihnen bei, wie diese Waffen taktisch einzusetzen sind und wie ihre Wirkung ist –
  • so wie man mich darauf drillte, so drillte ich diese Leute beispielsweise im Zerlegen und Zusammensetzen der Handfeuerwaffen, damit sie ‚vertraut’ mit ihrer Waffe werden und es lernen, damit Menschen zu töten ! –
  • so wie man es mir beibrachte, so brachte ich den ‚unmündigen Staatsbürgern’ die Funktionsprinzipien der Waffen bei –
  • so zeigte ich ihnen, wie man mit der Waffe (die Braut des Soldaten !) richtig schießen lernt – so lernten sie das Zielen auf ‚Pappkameraden’ – also sinnbildlich auf Menschen !
  • so lernt man den richtigen Einsatz von Handgranaten, Panzerfaust etc., um damit im ‚K-Fall’ möglichst wirkungsvoll Menschen zu zerfetzen und zu verstümmeln ! –
  • so lernt man, wie … so lernt man Brutalität !
  • so wird dem jungen Menschen das Freiheitsprinzip eines jeden Menschen gelehrt : die Menschenrechte, die zehn Gebote etc. –
  • so bringt man ihm das Gegenteil bei – man richtet ihn ab !!

Ich bildete junge Menschen im Waffenspiel für die ‚Vaterlandsverteidigung’ aus; ich möchte es nie wieder tun, denn ein gewisses Schuldgefühl stellte sich während der Zeit ein !- Eine der mitentscheidenden Teilgründe ist die heutige Waffentechnik zur Kriegsführung; im Klartext .. das atomare Potential und die neueste ‚Errungenschaft’ der Vernichtungstechnik : die Neutronenbombe ! – Es ist mir bekannt geworden (durch Unterrichte, die ich selber gehalten habe !), daß das gesamte Potential an ‚A-Waffen’ ausreicht, um das gesamte Leben auf diesem Planeten auszurotten. Statistiken sagen, daß dieses Potential nicht nur das Leben dieses Planeten Erde, ja das theoretisch Vielfache, total zersprengen kann.                                                                         Eine extragaktische Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes. Wer will das verantworten ? Soetwas soll ich auch noch mit der stillschweigenden Duldung als notwendiges Übel in Kauf nehmen ? Soetwas prinzipiell fördern … mit dem Tragen der Uniform im ‚Friedens’- sowie im ‚K-Fall’ ? Zur Abschreckung ? – Wer soll denn abgeschreckt werden ? – Mit welchen Mitteln ?! Der Slogan ‚Abschreckung’ scheint auf den ersten Blick nicht allzu abwägig, doch bei näherer und damit entscheidender Betrachtung wird der unzweideutige Widerspruch klar : Friedenserhaltung durch Abschreckung .. ! –

Einer der größten Widersprüche unserer Zeit !                                                                                 Schon das Wort ‚Abschreckung’ setzt die Möglichkeit nicht außer Kraft, die Möglichkeit des Einsatzes im Ernstfall.                                                                                                                                Ein für mich uneinsehbarer, völliger Widerspruch.

Dazu will ich nicht beitragen !-

Die Entwicklung neuer Vernichtungswaffen- und techniken nimmt nahezu perfekte Formen an – von Menschen mitfinanziert, die gar keinen Einfluß darauf haben ! Menschen, die aus irgendwelchen Gründen einfach darüber hinwegsehen. Vernichtungsmaschinen, die ausrotten- brutal dahinschlachten. Im Ernstfall werden sie eingesetzt ! –                            Vernichtungsmaschinen, die neuerdings sogar Gegenstände verschonen, und ‚nur’ den Menschen sauber abtöten – in Massen ! – Die ‚Neutronenbombe’, die neueste Errungenschaft, richtet nur noch den Menschen ! ( Mehr nicht … )-                                                                               Der Einsatzort bleibt sauber; das Material soll erhalten bleiben. Es zählt militärisch strategisch mehr als Menschenleben.                                                                                                                           Bei diesem Stand der militärischen Technik ist es eine unbeschreibliche Herabsetzung der menschlichen Würde, dieses überhaupt noch rechtfertigen zu wollen ! – Der Mensch als Lebewesen wird degradiert, untergeordnet, abgestempelt zu Minderwertigem. – Das Material steht im Vordergrund. Es ist entscheidend, nicht das Menschenleben, nicht Millionen oder noch mehr Menschenleben. Damit ist der Mensch eindeutig dem Gegenständlichen, dem Materialistischen untergeordnet.

Kann noch irgendetwas unwürdiger, brutaler sein ?                                                                             Der Mensch wird nicht einmal einer Maschine ‚wertmäßig’ gleichgesetzt, nein … er wird ihr sogar untergeordnet und – um den Wahnsinn perfekt zu machen – diesen Status legt er sich selber auf ! –                                                                                                                                    Maschinen zerstören nicht mehr alles Material, sondern nur noch speziell alles Lebende ! Damit hat der Mensch dem Leben dieses Planeten endgültig seine Zweitrangigkeit, seine Nebensächlichkeit bescheinigt; damit wissen wir, wie wir uns selber einschätzen und- wie wir uns selber einzuschätzen haben ! Das Ergebnis ist kein Triumph des Lebens, es wird das Ende sein- mit welchem Nachlaß ?— Mit dem Triumpf dessen, was man ‚tote Materie’ nennt. Die Totalzerstörung, entweder des gesamten Planeten mit unsaubren A-Bomben oder- mit Vernichtungsmaschinen, die das Leben ‚sauber’ abtöten, scheint unausweichlich bevorzustehen.                                                                                                                                            Die Entwicklung von Vernichtungswaffen neuzeitlicher Prägung hat diese Erde zu einem Pulverfaß konstruiert, an das der Zünder bereits angelegt wurde. jeder Einzelne von uns sitzt auf dieser brodelnden, gnadenlosen ‚Masse’, sich dessen bewußt oder nicht !?!                        Immer perfektere Techniken werden mit einem Aufwand konstruiert, der überhaupt nicht zu übersehen ist und … vor allen Dingen !- von dem der ‚hungernde Abschaum’ dieser Menschheit nicht abbeißen kann, ja vielleicht nicht einmal diese Ahnung hat !-                                                   Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein und das Gerede von Abschreckung resultiert nicht mehr nur in Schrecken, sondern in gar nichts mehr ! Dann ist nichts mehr !

Was rechtfertigt einen solchen Einsatz ?-

Wenn dieser Zünder nicht bald von diesem Pulverfaß abgenommen wird, dann wird das ‚intelligenteste Lebewesen dieses Planeten’ ein Opfer seiner Intelligenz !- In der letzten Konsequenz !- Dazu kann ich keinen Beitrag leisten ! Nicht theoretisch durch stillschweigendes Hinnehmen, d.h. tolerieren – und nicht praktisch, d.h. durch persönlichen Einsatz im Verteidigungs- oder K-Fall !

Mein Verstand, mein ethisches Bewußtsein, ja Verantwortungsgefühl verbietet es mir !              Ein bewußter oder unbewußter Beitrag zu diesen Vorgängen macht mich und jeden anderen Menschen mitschuldig an einer sinnlosen Vernichtung, die die letzte, die totale sein wird !-       Eine solche Mitschuld lade ich nicht auf mein Gewissen !  Wer will das denn schon verlangen ?                                                                                                        Wer will mein Mitläufertum verlangen ? In einer Welt, die in jeder Minute, die wir alle erleben, zersprengt werden kann !- Was nützt denn noch iegendein konventioneller Krieg ? (Der mindestens genauso verabscheuungswürdig ist !!!) Das wäre ein ‚sich Abschießen’ auf einem Pulverfaß, das letztlich sowieso gezündet wird, weil in einem ‚großen Konflikt’ keine Atommacht eine militärische Niederlage hinnehmen würde- schon von der Ideologie her nicht !- Die Situation ist unausweichlich !-

Jeder Krieg, gleich welcher Form, ist unbedingt verabscheuungswürdig. Jeder bewaffnete Konflikt ist Schwäche, Hingabe an niedere, unmenschliche Triebe und negative Gefühlsäußerungen- ohne Befragung eines ethischen Bewußtseins.

Was wurde uns in unserer frühen Jugend gelehrt ? Was vermitteln die jugendbildenden Institutionen ? Welche Wertbegriffe lernen wir in der Schule, Kirche etc. ?-                                                          All das, was uns, jedem Nichtanalphabeten in seiner ‚jugendlichen Ausbildung zum Menschsein’ gelehrt wird, ja- all das kann und muß sogar im ‚eigentlichen, späteren Leben’ vergessen werden. Plötzlich wird dann an ‚erwachsene Pflichten’ appeliert. Pflichten, die genau das Gegenteil verlangen, wenn uns der Militärdienst abverlangt wird. Dann wird es Zeit, sich zu entscheiden.- Dann wird es allmählich Zeit, sich zu dem zu bekennen, was man ‚individuelles Emfinden’ nennen kann.

Das Recht hat jeder Mensch ! Wer es empfindet, sollte danach bewußt handeln !                                                                         Warum hat man sich hierfür zu rechtfertigen ? Welch ein Widerspruch ?!!                                                                                                                            Ich habe mich zu rechtfertigen, wenn ich es ablehne, auf meine Mitmenschen zu schießen … zu töten. Welch abnormaler Gedanke, daß ich mich nicht einmal zu rechtfertigen haben, wenn ich gerade das Besagte tue. Weil die Verteidigung des Vaterlandes es erfordert ?-                                                                          Sie rechtfertigt auf einmal Vorgänge, für die man in sogenannten ‚Friedenszeiten’ wieder die Todesstrafe in Betracht zieht ? Das sieht nach legalisiertem Verbrechen aus. Dafür ist keine Rechtfertigung notwendig.- Die Ideologie eines Staates deckt dieses. Rechtfertigen muß man sich erst dann, wenn man es scheinbar unverständlicherweise ablehnt, Menschen zu töten …- direkt oder indirekt, d.h. per Knopfdruck, ohne sie verrecken zu sehen.                                                           Der Dienst am Vaterland wird ein Dienst an der legalisierten Vernichtung des ganzen Lebens auf dieser Erde, ja dieser ganzen Erde überhaupt. Ein Dienst, den ich nicht wieder verrichten will und werde.

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Aus den bis hierher angeführten Gründen (eine ausführlichere Weiterführung würde zu umfangreich werden; diese halte ich auch für nicht weiter angebracht !) lehne ich es bedingungslos ab, als Soldat der Reserve bezeichnet zu werden. Ich lehne es entschieden ab, aus besagten Gründen irgendeinen Kriegsdienst zu versehen ! Ich lehne es ab, irgendeiner Einheit als Reservist zugeteilt zu werden und zu sein und dort im K-Fall anzutreten. Ich werde nicht mehr antreten !!

Meine Menschenwürde, mein Verstand verbieten es mir !

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Der Versuch, die Begründung meines Entschlusses niederzuschreiben, mag gelungen sein oder nicht, mag akzeptiert werden oder nicht- er stellt für mich einen weiteren Wandel dar : Die Abkehr, die auf eigenen Gedanken basierende Abkehr von dem, was ich selber in meiner zweijährigen Dienstzeit bei der Bundeswehr mitmachte und erlebte.-                                                Ich sehe es nicht mehr, überhaupt nicht mehr ein, an der Entwicklung zur Vernichtung des gesamten Lebens dieser Erde teilzuhaben, mitschuldig zu werden.                                               Diese Gedanken mögen abgelehnt werden, doch sie sind aus meinem Hirn nicht mehr wegzudenken.-

Ich beantrage hiermit, mich nach Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer offiziell vom geleisteten Eid zur Bereitschaft, dieses Land, diesen Staat (oder irgendeinen !) im Ernstfall mit Gewalt zu verteidigen, zu entbinden.-

gez. Joachim Rohlfing                                                            4950 Minden, 18. September 1977

 

 

 

Diesem Antrag folgte am 24.Oktober 1977 eine mündliche Verhandlung beim Kreiswehrersatzamt in Herford unter der Leitung eines Oberregierungsrates und drei Beisitzern.

Dieser Prüfungsausschuss für Kriegsdienstverweigerer beim Kreiswehrersatzamt hat in der Sitzung wie folgt entschieden :

                                                 „Der Wehrpflichtige ist berechtigt,

                                                   den Kriegsdienst mit der Waffe

                                                                 zu verweigern.

                                                     Das Verfahren ist kostenfrei.“

 

Werferschießen MunsterLager
Bild : priv. / Schießen mit den Mehrfachraketenwerfern auf dem Truppenübungsplatz ‚Münster Lager‘. Im Werfer rechts mit dem Feuerstrahl saß ich als Werferführer. Ein unglaublicher Wahnsinn !!

Eine friedfertige Sicht auf das Leben auf diesem Planeten …


Bei diesem Beitrag auf „idealisten.net“ ist mir der ‚Kamm geschwollen‘. (Direkter Link ist am Ende dieses Beitrages zu finden). Den Link erhielt ich von einem seelenverwandten Menschen (einer ethisch durchsensibilisierten Frau), der es mindestens ebenso ging. Das Lesen eines solchen Textes erfordert regelrecht Mut. Die Aussagen sind an Unsinn kaum zu überbieten, strotzen vor Arroganz und sind eines gebildeten Menschen nicht würdig. Solche Texte sind es, die ‚das menschliche Denken‘ regelrecht gefangen halten und einer nötigen, geistigen Entwicklung im evolutionären Sinne blockieren. Solche Menschen wird auch der Besuch eines Schlachthauses nicht wirklich aus ihrer Bahn werfen.

Sie sind tatsächlich der Meinung und verhalten sich auch danach, dass ihr Gehabe richtig und -wie auch immer- abgesegnet ist. Für diese Aussage ist ein Konjunktiv nicht angesagt, weil da für sie eine Art ‚lockerer Imperativ‘ zu gelten scheint. Kurzum : Wie da über Materie gesprochen wird, die vorher beseelt war und in uns bekanntem Sinne gelebt hat, ist eine Verhöhnung und Degradierung des Lebens anderer Spezies zur Speisekarte. Ernährung, die durch Beschaffung der dazu erforderlichen Produkte auf rohester Gewalt basiert, kann für den Menschen nicht zuträglich sein. Heute kann niemand mehr sagen, er habe nichts gewusst …

Ich vertrete die (eigene) Theorie, dass jegliche Art physischen Lebens einen Mental gleicher Beschaffenheit besitzt und durch eine Inkarnation in eine befruchtete Zelle diese zur ersten Zellteilung veranlasst. So wie bei der Vorstellung, dass ein Mental nicht nur mit einem markanten Körperteil (Gehirn) verbunden ist, sondern ganzkörperlich und speziesübergreifend von gleicher Art ist. Ein recht simpler Gedankengang mit weitreichenden Folgen. Sicherlich … doch daraus erwächst der Gedanke oder die Vorstellung, dass das Töten eines Tieres einen Mental aus dessen Körper treibt, der von der gleichen Beschaffenheit ist wie der desjenigen, der tötet. Also ‚externer Selbstmord‘ ? Ein allgemeines Akzept eines solchen Rückschlusses hätte massive gesellschaftliche Auswirkungen sowohl im Hier und Jetzt als auch in der zukünftigen Ausrichtung. Die positivste Auswirkung wäre eine friedliche Koexistenz zwischen Mensch und Tier. Tiere, die sich dem Joch der dominanten Spezies Mensch auf diesem Planeten zu unterwerfen haben bis zur letzten Konsequenz : ihrem Leben, ihrer Existenz. Schlimmer noch : deren Körper nach finaler Gewalteinwirkung auch noch von dieser Dominanz zur Nahrung aufbereitet werden und damit zum Teil der Nahrungskette degradiert werden, als seien sie seelenlos.

Als hätten sie keinen Mental. Das Begreifen und Realisieren der Vorstellung, dass sie Existenzen aus Körper (Physis) und Geist (Mental) sind, würde dazu führen, dass die rückgewandte, geisteskranke Verhaltensweise der Menschheit der Tierwelt gegenüber ein Ende hätte und die dadurch gewonnene Energie wie eine Befreiung auslösend in eine Richtung gelenkt werden könnte, die die Spekulation über eine Befragung nach dem körperlichen Tode (Christen nennen das Jüngstes Gericht) gegenstandslos machen würde. Was für eine Ungewissheit, was für eine Last würde da einfach wegbrechen !? Die Gesellschaften würden sich in relativ kurzer Zeit markant verändern. Das Erforschen von jetzt nicht vorstellbaren Nahrungsquellen und -methoden ließen dann in der Rückschau die Barbarei der Vergangenheit erkennen.

Fortschritt in den Denkweisen der Menschen wäre nicht nur sichtbar, sondern allgemein gültige Realität. Gewaltpotentiale würden sich in der Folge minimieren, sowohl im Kleinen als auch im Großen. Soll heißen, dass Toleranz regelrecht erzeugt und Misstrauen der Völker untereinander verringert würde mit der Erkenntnis, dass die Daseinsberechtigung militärischer Potentiale schwinden oder gar entfallen würde. Solche Vorstellungen lassen sich anhand nur eines Gedankenganges konstruieren und auch in alle möglichen Lebensbereiche hineinweben.

Ist dem Leser bei der kurzen Beschreibung dieser Theorie zwischenzeilig etwas aufgefallen ? Diese Vorstellung geht und ist ohne Bezug auf irgendeine Religion ! Allein die Vorstellung, dass das so sein könnte und wahrscheinlich (nach meiner Überzeugung) auch so ist, erzeugt eine friedfertige Sicht auf das Leben ansich auf diesem Planeten in seiner ganzen Vielfalt.

Die Brisanz der vorher kurz angedeuteten Theorie über das Auslösen einer ersten Zellteilung durch einen Mental ergibt eine Parallele der Meinungsprägung religiöser Institutionen. Die Darstellung hier wurde allerdings als religionsfrei herausgestellt. Interessanterweise deckt sich das mit der Auslegung z.B. der katholischen Kirche. Doch …  ebenso deutlich wird und ist herauszustellen, dass die von mir dargestellte Sichtweise auf keine religiösen Aspekte verweist oder darauf gründet, sondern bei dem Akzept eines Mentals (einer Geistigkeit) eine ansich logische Konsequenz ist, frei von Dogmen, kirchlichem Brimborium und ohne die Drohkulisse einer irrationalen Hölle auskommt. Jedem fällt dabei das Wort ‚Abtreibung‘ ein. Da maßen sich religiöse Institutionen die Deutungshoheit über die Wirklichkeit an, indem sie polarisieren und postulieren. Ein frei denkender Mensch braucht solche Vorgaben und Anweisungen nicht, da er eigenständig denken kann. Z.B., dass eine durch nichtgewollte Einwirkung Schwangere (Vergewaltigung) explizit das Recht auf einen Abbruch zuzusprechen ist, ohne dass sie für diese Entscheidung Repressalien befürchten muss. Ob das solchen Institutionen nun passt oder nicht.

Abschließend und bevor der dieses lesende Mensch den folgenden Link anklickt, noch ein eigenes Zitat :

 „Ich glaube nicht an eure menschlichen Gebilde – ich kenne eure gebildete Unmenschlichkeit“ © Joachim Rohlfing   (es sollte selbstverständlich sein, dass vor Verwendung dieses gesamten Textes oder Auszüge davon mein Einverständnis eingeholt wird.)

UND DANN LIEST MAN SOWAS :  

http://www.idealisten.net/beitrag/article/frisch-frech-froehlich-lecker-fleisch.html

An den Text habe ich nur einen kurzen Kommentar -unter anderen- angefügt.

Religionen in gelebter Toleranz …


Religionen in gelebter Toleranz …

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Da mich grundsätzlich Weltanschauungen anderer Menschen interessieren, kam ich bei der Beschäftigung mit dem esidischen  Glauben in der Zeitschrift ‘Lalis Dialog’ auf diesen Artikel, in dem eine Vision beschrieben wird, die nicht nur schön klingt, sondern auch vereinend über alle unterschiedlichen Sichtweisen steht /oder praktisch stehen könnte. Da wird deutlich, wie realistisch ein Konjunktiv sein kann und ist (!) :

Quelle des folgenden Artikels :  Zeitschrift ‘Lalis Dialog’

Nur ein Bild, ein Traum oder doch die Zukunft?

Von: Murad Barispek

Es ist noch nicht lange her, da entdeckte ich das nebenstehende Bild im Internet. Für alle die nicht alles auf den ersten Blick zuordnen können.

In der Mitte steht ein yezidischer Pir oder Sheikh, eingerahmt wird er von einem muslimischen Sheikh oder Hoca und einem christlichen Priester, Pastor.

Im Hintergrund stehen unser Heiligtum Lalish, eine Moschee und eine Kirche friedlich nebeneinander.

Doch warum nur ein Bild? Wieso setzen wir nicht endlich um was schon Martin Luther King in „I have a dream“ deutlich formulierte. Ein friedliches Zusammenleben.

Über alle Grenzen hinweg, egal welcher Glaube, welche Haut- oder Haarfarbe. Toleranz über alle Nationalitäten hinweg.

Zumindest diese drei Religionen eint der Glaube an den einen Gott, es gibt so viel mehr im Glauben das verbindet denn trennt.

Und spätestens auf unserer letzten Reise die wir antreten begegnen wir alle dem einen Gott, egal wie wir ihn auch nennen.

Ich wünsche das der Tag kommt wo Meldungen über z.B. Ein Flugzeugunglück nicht mehr lauten. „Es sind drei Deutsche, zwei Syrer und ein Japaner ums Leben gekommen sondern, bei dem Unglück starben sechs Menschen.

Leben wir endlich Toleranz, die uns durch unsere Gebete gelehrt wird.

Im Morgebgebet (Dua Sibe) heißt es; „Ya Xwede tu 72 Mileta were rahme, piști me Ezyidyan“, übersetzt „Lieber Gott, beschütze erst die anderen 72 Völker und dann uns“. Bemerkenswert für eine Religion die seit Jahrhunderten verfolgt wurde.

Doch Gebete allein bewirken nichts, lasst uns nach diesen leben und agieren und an eine bessere Welt glauben und dafür arbeiten.

Ich wünsche mir einen interreligiösen Dialog, gemeinsame Veranstaltungen und lebhafte Diskussionen um zu gemeinsamen Lösungen zu kommen und ein friedvolles Miteinander zu gestalten.

Wie denkt ihr darüber, schreibt mir unter m.barispek@ lalish-dialog.de

1 Response for “Nur ein Bild, ein Traum oder doch die Zukunft?”

  1. leyla sagt:
 Juni 2013 um 19:49
hi . Dein Text ist sehr verständlich und interessant gestaltet wurden. Seit wann machst du diese Arbeit ,bzw wie wieso interessierSt du dich dafür ?
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    • Joachim Rohlfing sagt:
Dein Kommentar wartet auf Freischaltung. Juli 2014 um 23:22
Dieses wunderbare Statement habe ich (Mit Angabe der Quelle !) in meinem Blog verwendet. Ich bezeichne dieses Statement als wunderbar, weil es deutlichst zeigt, wie realistisch ein Konjunktiv sein könnte. Wenn das Wirklichkeit würde, dann wäre dieser Planet auf einem zukunftsträchtigen Weg in Richtung Frieden, da Religionen leider zu oft so zurecht gebogen wird, dass durch Fundamentalismus nahezu jeglicher Art die von uns allen erlebte Realität anders aussieht. Deswegen ist es so überaus wichtig, dass solche Gedanken und Vorstellungen in die Öffentlichkeit gelangen !
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Dieser Beitrag wurde unter Weltanschauungen abgelegt am 13. Juli 2014. Bearbeiten