60 Jahre Amnesty International… 60 Years of Amnesty International…


(English below)

Deutsch

Damit fing es an:

Vor 60 Jahren, am Sonntag, den 28. Mai 1961, erschien im Observer der Artikel ‚The Forgotten Prisoners‘ des britischen Anwalts Peter Benenson. Der Gründungstag von Amnesty International. Hier weitere Informationen über die erfolgreiche NGO auf deren Internetseite: https://www.amnesty.de/

Seit ca. 20 Jahren bin ich da Mitglied und habe in der Zeit sicherlich einige hundert ua’s (urgent actions) geschrieben. Der Einsatz für einzelne Menschen, die für ihre Rechte kämpfen, war und ist der Antrieb dazu. Menschen, denen notwendige Medikamente, bessere Haftbedingungen, faire Gerichtsverfahren usw. verwehrt werden und die Folter, Misshandlungen und Hinrichtungen ausgesetzt sind und/oder schlichtweg vergessen werden und ‚verschwinden‘.

Ein aktuelles, unglaubliches Beispiel aus dem Iran ist Nasrin Sotoudeh, eine Menschenrechtsanwältin, die sich für Frauenrechte und gegen die Todesstrafe in ihrem Land einsetzte.

Die gegen sie erhobenen Anklagen basieren auf friedlicher Menschenrechtsarbeit. Ihre Strafe: 38 Jahre Gefängnis und 148 Peitschenhiebe. Sie ist eine gewaltlose, friedliche Gefangene, die sofort und bedingungslos freizulassen ist, zumal sie sich vermutlich im Gefängnis auch noch mit dem Corona-Virus infizierte.

An dem Beispiel wird mehr als deutlich, dass auch noch im 21. Jahrhundert die Menschenrechte nicht überall auf diesem Planeten respektiert werden oder gar keine Gültigkeit haben. Sich für die Menschenrechte einzusetzen, ist für mich ‚meine menschliche Verbindlichkeit‘!

Denn: Menschenrechte sind immer noch keine Selbstverständlichkeit… !

English

That’s how it started:

(pictures see above)

60 years ago, on Sunday, May 28, 1961, the Observer published the article ‚The Forgotten Prisoners‘ by British lawyer Peter Benenson. The founding day of Amnesty International. Here is more information about the successful NGO on their website: https://www.amnesty.de/

I have been a member for about 20 years and have written several hundred ua’s (urgent actions) in that time. The commitment to individual people fighting for their rights was and is the driving force behind this. People who are denied necessary medication, better prison conditions, fair trials, etc. and who are subjected to torture, mistreatment and executions and/or are simply forgotten and ‚disappear‘.

A recent, incredible example from Iran is Nasrin Sotoudeh, a human rights lawyer who campaigned for women’s rights and against the death penalty in her country.

The charges against her are based on peaceful human rights work. Her sentence: 38 years in prison and 148 lashes. She is a non-violent, peaceful prisoner who must be released immediately and unconditionally, especially since she probably also contracted the Corona virus while in prison.

This example makes it more than clear that even in the 21st century human rights are not respected everywhere on this planet or have no validity at all. To stand up for the human rights is for me ‚my human obligation‘!

Because: Human rights are still not a matter of course… !

USA: Die ‚Gnade‘ der freien Wahl… USA: The ‚grace‘ of free choice…


(English below)

Deutsch

Dem US-Bundesstaat South Carolina gehen die Zutaten für die Giftspritze für zum Tode Verurteilte aus – oder sind es schon. Nun hat der Gouverneur des Staates, Henry McMaster, am Montag auf Twitter geschrieben, dass er eine entsprechende Gesetzesänderung unterzeichnet hat. Delinquenten haben die Wahl: Giftspritze oder erschossen zu werden. Letzteres, wenn die Giftspritze nicht parat ist.

Wir schreiben das Jahr 2021. In den unendlichen Weiten des menschlichen Irrsinns mit grenzenloser Selbstüberschätzung ist es in dem Staat mit dem (noch) deutlichsten Führungsanspruch auf diesem Planeten (USA) immer noch Praxis, Menschen auf gesetzlicher Grundlage zu ermorden. Genannt Todesstrafe. Sofern der dieses lesende Mensch mit mir konform geht, dass die Todesstrafe weder von einem Staat, einer Institution, noch einem einzelnen Menschen (oder generell überhaupt nicht!) verhängt und schließlich vollstreckt werden darf, kann schnell erkannt werden, dass das nicht als Realsatire einzustufen ist. Die Option der Todesart wirkt wie ein ‚Gnadenakt‘ ohne Sinn und vor allem ohne ethischen Verstand. Gesetze, die das erlauben, entbehren aus meiner Sicht jeglicher Legitimation und sollten|müssen unwiderruflich abgeschafft werden. Kein Mensch hat einen anderen Menschen ‚erschaffen‘ und hat prinzipiell nicht das Recht, es wieder zu nehmen. So ein Gesetz würde sicherlich nachhaltig einer Direktive dienen: Dem Abbau des menschlichen Aggressionspotenzials – gekrönt im Herrschaftsdenken mit all seinen Auswüchsen immer noch in den Weiten des 21. Jahrhunderts….

PS: Das habe ich versäumt, zu erwähnen (Ich zitiere einen Blogger, der mich darauf hinwies): Zitat: >Die Delinquenten können in South Carolina, sollte bei ihnen der Wunsch bestehen, nach wie vor auch auf dem elektrischen Folterstuhl Platz nehmen.<

English

The U.S. state of South Carolina is running out of ingredients for lethal injection for those sentenced to death – or already is. Now the state’s governor, Henry McMaster, wrote on Twitter Monday that he has signed an amendment to the law to that effect. Delinquents have a choice: lethal injection or being shot. The latter if the lethal injection is not ready.

We write the year 2021. In the infinite expanses of human insanity with boundless hubris, it is still practice in the state with the (still) clearest claim to leadership on this planet (USA) to murder people on a legal basis. Called death penalty. Provided that the person reading this agrees with me that the death penalty may be imposed and finally executed neither by a state, an institution, nor a single person (or generally not at all!), it can be recognized quickly that this is not to be classified as real satire. The option of the way of death seems like an ‚act of mercy‘ without sense and above all without ethical reason. Laws, which permit this, lack from my view any legitimacy and should|must be abolished irrevocably. No human being has ‚created‘ another human being and has in principle not the right to take it again. Such a law would certainly sustainably serve a directive: The reduction of the human aggression potential – crowned in domination thinking with all its excesses still in the expanses of the 21st century….

PS: I neglected to mention this (I’m quoting a blogger who pointed it out to me): quote:>Delinquents in South Carolina, should the desire exist on their part, can still sit in the electric torture chair as well.<

Im ‚Heiligen Land’… In the ‚Holy Land’…


(English below)

Deutsch

Unabhängig davon, wer Schuld an den Kriegszuständen im Nahen Osten ist, zeigt die Abscheulichkeit der Vorgehensweisen beider Seiten die hässlichste Seite des menschlichen Aggressionspotenzials. Was da abgeht, kann Staats-Terrorismus genannt werden, weil Zivilisten auf beiden Seiten ermordet werden – also über Leichen gegangen wird. Und das mit Vorsatz. Wer da wen beschuldigt, will ich hier nicht historisch aufarbeiten, doch… ich hüte mich vor einer Parteinahme. Weltweite Autoritäten müssen die ‚Krieger‘ wieder mindestens an den Verhandlungstisch bringen, um den Wahnsinn zu beenden.

Schaue ich mir den aufflammenden Judenhass in Deutschland an, dann wird immer deutlicher, dass z.B. der Geschichtsunterricht an deutschen Schulen zu dem Themenkomplex nicht intensiv genug sein kann. Die circa sechs Millionen von den (deutschen) Nazis ermordeten Juden dürfen niemals in den Hintergrund der Wahrnehmung treten oder gar in Vergessenheit geraten. Leute, die das nicht (oder nicht mehr) wahrhaben wollen, müssen konsequent der deutschen Judikative zugeführt werden, um die Rechtsstaatlichkeit und das ‚deutsche Gewissen‘ zu wahren. Progrome gegen religiöse Minderheiten jedweder Art sind nicht nur illegal, sondern schlichtweg kriminell. Dagegen hat Deutschland die passende Antwort : Das Strafgesetzbuch.

Ich denke an die zivilen (und auch militärischen) Menschenopfer … an deren unsägliches Leid und deren mehr als sinnlosen Tod. Kein Grund rechtfertigt das, und genau das gilt für jeden Krieg – mag alles noch als so notwendig dargestellt und ‚verkauft‘ werden. Krieg ist immer auch das größte geistige Armutszeugnis, das sich Menschen ausstellen können und ein Beweis dafür, dass das Aggressionspotenzial immer noch mittel- und wohl auch langfristig das Verhalten dieser Menschheit bestimmen wird. Gewalt erzeugt offensichtlich so gut wie immer Gegengewalt und ist die Manifestation mentalen Versagens auf der ganzen Linie. Das Gegenmittel ist Sensibilisierung der Menschen mit dem Ziel einer gewaltfreien Direktive. Was für ein Traum – doch… solche Träume können Anker auswerfen….

English

In the ‚Holy Land’…

Regardless of who is to blame for the state of war in the Middle East, the hideousness of the actions of both sides shows the ugliest side of the human potential for aggression. What is going on can be called state terrorism, because civilians are being murdered on both sides – in other words, corpses are being walked over. And that with premeditation. Who accuses whom, I do not want to work up historically here, but… I am careful not to take sides. Worldwide authorities must at least bring the ‚warriors‘ back to the negotiating table to end the madness.

If I look at the flare-up of hatred of Jews in Germany, it becomes increasingly clear that, for example, history lessons in German schools on the subject complex cannot be intensive enough. The approximately six million Jews murdered by the (German) Nazis must never be pushed into the background of perception or even forgotten. People who do not (or no longer) want to acknowledge this must be consistently brought to the German judiciary in order to preserve the rule of law and the ‚German conscience‘. Progroms against religious minorities of any kind are not only illegal, but simply criminal. Against this, Germany has the appropriate answer: the Criminal Code.

I think of the civilian (and also military) human victims … of their unspeakable suffering and their more than senseless death. No reason justifies this, and exactly this is true for every war – may everything be presented and ’sold‘ as necessary. War is always also the biggest mental certificate of poverty, which humans can issue to themselves and a proof for the fact that the aggression potential will still determine the behavior of this mankind in the medium and probably also in the long term. Violence obviously almost always generates counter-violence and is the manifestation of mental failure all along the line. The antidote is sensitization of people with the aim of a non-violent directive. What a dream – yet…. such dreams can drop anchor….

Ich stimme nicht zu… I disagree…


(English below)

Deutsch

Dem Zwangsupdate von WhatsApp stimme ich nicht zu !

Trotz des ‚Hinweises‘ von WhatsApp/Facebook, dass die Nutzerdaten nicht zwischen Beiden hin-und hergeschoben werden, bleibt ein gewisses Unbehagen (nicht nur) bei mir. Wie schon in einem hier länger zurückliegenden Beitrag ( https://joachim-rohlfing.online/?s=Zuckerberg ) geschrieben, ist mein Vertrauen in Zuckerberg und seinem ‚Unternehmen‘ nicht existent. Wie sagte er bezeichnenderweise schon als Student auf die Frage, wie er es (damals) schaffte, 4000 email-Adressen und Fotos von Harvard-Studenten zu sammeln: „Die Leute vertrauen mir. Was für Trottel…“ (Quelle: Techblog „Silicon Alley Insider)

WhatsApp gehört zu Facebook. Schaut man sich deren ‚dreistes‘ Geschäftsgebaren an und parallelisiert es mit Zuckerbergs Aussage, dann läuft es einem kalt den Rücken ‚runter. WA ist offiziell kostenlos – tatsächlich bezahlt jede|r Nutzer|in mit den persönlichen Daten und dem Nutzerverhalten. Das sowas in einer Demokratie möglich ist, ist nicht nur fragwürdig, sondern -vorsichtig gesagt- weit darüber hinausgehend. Nach meiner Einschätzung ist der Konzern ein skrupelloser Monopolist, der sich so verhält, als könne er machen, was er will. Das geht einfach nicht.

Fazit: Die Alternativen sind Telegram, Signal (USA), Threema und mehr. Als die Sicherste stufe ich Threema ein. Der Schweizer Messenger ist nicht dem amerikanischen ‚Cloud Act‘ unterworfen und erhält auch dadurch von mir die Bestnote in Sachen Vertrauen. Das ist eine individuelle Entscheidung…

English

I do not agree with the forced update of WhatsApp !

Despite the ‚hint‘ of WhatsApp/Facebook that the user data will not be shifted back and forth between the two, a certain uneasiness (not only) remains with me. As already written in a post here longer ago ( https://joachim-rohlfing.online/?s=Zuckerberg ), my trust in Zuckerberg and his ‚company‘ is non-existent. Significantly, when asked as a student how he managed (at that time) to collect 4000 email addresses and photos from Harvard students, he said: „People trust me. What fools…“ (Source: Techblog „Silicon Alley Insider)

WhatsApp belongs to Facebook. If you look at their ‚brazen‘ business practices and parallel them with Zuckerberg’s statement, it sends shivers down your spine. WA is officially free – in fact, every user pays with their personal data and user behavior. That such a thing is possible in a democracy is not only questionable, but – to put it mildly – far beyond the pale. In my estimation, the corporation is an unscrupulous monopolist that behaves as if it can do whatever it wants. That simply doesn’t work.

Conclusion: The alternatives are Telegram, Signal (USA), Threema and more. I rate Threema as the most secure. The Swiss messenger is not subject to the American ‚Cloud Act‘ and therefore also receives the top mark from me in terms of trust. That is an individual decision…

Napoleon…


(English below)

Deutsch

Das wird hier keine historische Aufarbeitung, sondern die Darstellung der eigenen (kurzgehaltenen) Sichtweise auf den o.g. Menschen|Machthaber, der durchaus Positives für die Gesellschaft geleistet hat … aber bei dem aus meiner Sicht das Negative deutlich überwiegt (Details in den Medien und Nachschlagewerken). Der französische Präsident Macron ehrt ihn explizit am heutigen 5.Mai zum 200sten Todestag. Eine Formalie? Ein Tabubruch? Formalie eher nicht, da es doch einen Tabubruch mit den Vorbehalten seiner Vorgänger darstellt.

Subjektiv gesehen erschließt sich mir Macrons Geste nur dann, wenn ich sie als das ‚Nichtausklammern‘ eines Teils der französischen Geschichte werte. Nur… wenn ich die zu ehrende Person historisch und faktisch betrachte, dann erkenne ich in Napoleon einen skrupellosen, ja egomanen Machtmenschen, der ‚über Leichen ging‘ – im wahrsten Sinne des Wortes. Einen, der es wohl geradezu liebte, Kriege zu führen. Einen, der die Sklaverei wieder ‚einführte‘ usw.. In dieser Sichtweise wird die Zurückhaltung der Vorgänger Macrons geradezu sympathisch.

Was reitet einen Präsidenten, einem gewaltverherrlichenden Diktator und Kriegstreiber öffentlich die Ehre zu erweisen – ohne protokollarische Verpflichtung? Heimliche Bewunderung? Jemanden, der ca. 2 Millionen Tote auf dem Gewissen hat, kann in der Istzeit kein ethisch feingeschliffener Mensch bewundern. Das ist eine allgemein gehaltene Feststellung. Macrons Verhalten wirkt auf mich befremdend. Die Fragezeichen bleiben…

English

This will not be a historical reappraisal, but the presentation of one’s own (brief) view of a man|ruler, who has certainly made positive contributions to society … but in my view the negative clearly predominates (details in the media and reference books). The French President Macron honors him explicitly today, May 5, on the 200th anniversary of his death. A formality? A breach of taboo? Formality rather not, since it represents nevertheless a taboo break with the reservations of its predecessors.

(Pictures see above)

Subjectively, Macron’s gesture only makes sense to me if I interpret it as the ’non-exclusion‘ of a part of French history. Only… if I look at the person to be honored historically and factually, then I recognize in Napoleon an unscrupulous, even egomaniacal power seeker who ‚walked over corpses‘ – in the truest sense of the word. One who loved to wage wars. One who ‚reintroduced‘ slavery, and so on. In this perspective, the restraint of Macron’s predecessors becomes almost sympathetic.

What drives a president to pay public homage to a dictator and warmonger who glorifies violence – without protocol obligation? Secret admiration? Someone, who has about 2 million dead on the conscience, can admire in the actual time no ethically finely honed person. That is a general statement. Macron’s behavior seems strange to me. The question marks remain…