Nun schon vier Jahre…


Nun schon 4 Jahre Blackberry Passport… und mittelfristig kein Ende in Sicht.

Ist das Marken- oder Gerätetreue? Ganz klar Letzteres – die Nachhaltigkeit dabei nicht zu vergessen! Das ist gut für meine eigene CO2-Bilanz. Doch … der innerste Grund ist tatsächlich ein egoistischer: Es ist die Frage, ob ‚man‘ ein Gerät ‚lieben‘ kann? Die Frage ist schon ein Oxymoron und klartextlicher Unsinn. Also Gefühlsdusel? Tatsächlich verbinden sich mit dem BB-Passport die mir ersichtlichen Einflüsse, die zu einem Gesamteindruck zusammenfließen: Zuverlässig, robust, netzwerkkompatibel, quadratischer Bildschirm mit seitlich mehr Platz für Tabellen, Texte usw., physische Tastatur mit gutem Tastenhub, 2-3 Tage Akkulaufzeit, hervorragende Sprachqualität, 4 G, usw. usw…. Und das i-Tüpfelchen: Das BB10- Betriebssystem, das keinen allgemeinen Anklang fand?! Es stürzt nicht ab und ist allzeit bereit. Über die Sicherheit wurde und wird viel diskutiert – das ist nicht nachprüfbar. Die PR nannte es ’sicher‘. Erstaunlicherweise wurden und werden BB’s mit BB10 von sicherheitsrelevanten Stellen genutzt und keine Androiden. (Mit einem Schweizer Käse kauft man immer auch Luftlöcher mit). Das alles spricht für ’sich‘. Hard- und Software sind in sich stimmig.

Wer natürlich 1 Mio. Apps braucht, ist außerhalb meiner Bedürfniswelt. Bei klarer Sichtweise sind die überladenen Betriebssysteme wie eine Zugmaschine mit unzähligen Anhängern; von denen nur einer tatsächlich gebraucht wird – und das auch nicht permanent. Ballast, der bremst. Zum letzten Satz gibt es natürlich ebenso viele Gegenreden.

Was ist denn nun so erwähnenswert, dass hier wieder ein Gerät dermaßen herausgestellt wird. Was sind schon 4 Jahre? Im Schrank hier liegt noch ein ‚Hagenuk‘-Handy, von dem ich nicht mal weiß, wie alt es ist. 20 Jahre vielleicht? Komisch nur, dass das Teil immer noch tadellos funktioniert, was telefonieren und SMS angeht. Die What’sApper werden sich nun an den Kopf fassen und sagen: ‚Aus welchem Zeitfenster ist der denn gefallen?‘ In 20 Jahren könnten wir noch einmal über die Geräte sprechen und feststellen, ob ihre Androiden dann noch funktionieren. What’sApp wird es dann wohl nicht mehr geben – vielleicht kommunizieren wir dann gerätelos!? Das ist meine Vorstellung und so wird/könnte es dann auch sein. – In den meisten Köpfen der Menschen ist die Erde auch keine Scheibe mehr.  (Dank Kopernikus, Galilei …).

Über die weiteren und schwerwiegenden Folgen des ‚must-have‘ -Denkens habe ich mich hier im Blog in diversen, anderen Beiträgen ausgelassen. Die Blendung zur Profitmaximierung der jeweiligen Hersteller sieht nahezu perfekt aus, bis sie -die Blendung- in einer Sackgasse steht und die Follower sich ungebremst und unaufhaltsam nähern. Der Rest ist Phantasie – allerdings von der Art, die gnadenlos ist. Nur ein Beispiel: Statt Kunden alle ein bis zwei Jahre zu einem neuen Smartphone zu animieren, wäre das Angebot einer ‚Inspektion‘ oder Aktualisierung mit neuen Teilen gegen verhandelbares Geld im Sinne dieses blauen Planeten. Das ist ein unterschätztes Geschäftsmodell. Ebenso allerdings ist hier die Rede von ‚Menschen‘ und das erklärt die zukünftige Richtung…

Mir ist es im Sinne unseres Planeten schlichtweg egal, ob mein BB-Passport ‚EOL= End of life‘ ist oder einfach dazu erklärt wird. Nein – obwohl ich meinen What’sApp-Account vollständig gelöscht habe, weil ich dem Facebook-Konzern nicht im Ansatz traue, ließe es sich immer noch benutzen (sofern WA wieder von Facebook abgekoppelt würde). Wer weiß…?

Ein Blackberry mit Android (Blackdroid) kommt für mich nicht in Frage, da Android letztlich auch schon dem EOL geweiht ist.

Kant: ‚Sapere aude!‘  (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!).

 

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