Diskussion…


 

Diskussion

Die Themen geben sich die Hand

im posthumierten Phrasenzänkel

wird diskutiert am Tellerrand

mit Intellekt und Standesränkel

 

`Natürlich´ heißt es moderat

verhagert sitzend Beingedrehe

schon wieder läuft´s hier falsch im Staat

wer Ohren hat, verdammt der sehe

 

Opposition und die Regierung

in abgerundeter Kantigkeit

nur Millimeter auf Entfernung

in tagesgeschäuter Kriegsrätigkeit

 

Vergilbtes Breitgegrinse

als real genetische Drift

beschlägt der Kamera die Linse

für Ehrlichkeit das zarte Gift

©Joachim Rohlfing

Fenstersturz… (d/e)


Ein Gedicht -wie das folgende- ins Englische zu übersetzen, war ein Versuch. Reime sind nicht gelungen – die Aussagen bleiben. Eine englische Version war eigentlich gar nicht geplant, doch einen Versuch war es wert (dank DeepL).

 

Fenstersturz 

Die grüne Lunge dieser Erde

Brasilien und auch anderswo

klagt an mit knallharter Beschwerde

was Mensch da macht das geht nicht so

 

sägt ab den Ast auf dem er sitzt

nicht wahrnimmt wohl Finalabsturz

welch Ignoranz da so aufblitzt

Ersatzplanetens Fenstersturz

 

vergiß nicht Mensch du bist nicht Gott

extremes Schlaffbild maximal

denn dein beknackt Gedankenschrott

reicht höchstens nur für Dummdenkmal

 

es sei denn du begreifst das Thema

verführt durch klaren Morgentau

entsetzt begreifst Geschichtes Schema

fang an und schreib Geschichte now

 

© Joachim Rohlfing

in English

window lintel

The green lung of this earth

Brazil and elsewhere

accuses with tough complaint

what humans do it doesn’t work that way

saws off the branch he’s sitting on

not perceived probably final crash

what ignorance there is so flashing

Spare planet’s window lintel

don’t forget man you’re not god

extreme sleep pattern maximum

because your stupid mind junk

is only enough for Dummdenkmal at the most

unless you understand the subject.

seduced by clear morning dew

horrified to understand history schema

start and write history now

 

© Joachim Rohlfing

Translated with http://www.DeepL.com/Translator 

In abgerundeter Kantigkeit…


Nicht, weil ich ständig irgendeinen ‚Senf‘ zu irgendeinem aktuellen Thema dazugeben muss, sei es noch so hart oder noch so banal. Nein… es verfestigt sich die Wahrnehmung, dass Berieselungen durch Medien nahezu aller Art – ernsthaft und wahrheitsgetreu oder nur ‚fake‘ – nicht nur zunehmen, sondern Menschen von etwas abhalten, was jeden individuell betrifft: Das eigene Leben in dem Bewusstsein eigener Freiheit des Denkens ohne permanente Bedarfsweckung durch profitorientiertes Vorgaukeln von irgendwelchen ‚must-haves‘ oder einfach nur Diebstahl von Lebenszeit durch Beschäftigung mit virtuellen Vorstellungen, bei irgendwas dabei zu sein – aktuell im Zeitgeist zu sein. Manipulationen jeglicher Art öffnet das Tür und Tore. Zeitverschwendung verliert ihre ursprüngliche Bedeutung.

Solche Gedanken und Eindrücke stellen sich ein, wenn man sich geistig auf einen Beobachtungsposten setzt und versucht, das Wahrgenommene anfangs bewertungsfrei an sich vorbeiziehen zu lassen. Das wird nicht ganz gelingen, weil günstigstenfalls dabei erkannt wird, wie weit und wie stark bereits Prägungen ablenken. Warum diese Betrachtungen? Das ist doch alles bekannt und interessiert prinzipiell kaum noch jemanden. Ist Kontemplation Schnee von gestern?

Vor Jahren schrieb ich das folgende Gedicht, das -so meine ich- hier an der richtigen Stelle ist:

Diskussion

Die Themen geben sich die Hand

im posthumierten Phrasenzänkel

wird diskutiert am Tellerrand

mit Intellekt und Standesränkel

`Natürlich´ heißt es moderat

verhagert sitzend Beingedrehe

schon wieder läuft´s hier falsch im Staat

wer Ohren hat, verdammt der sehe

Opposition und die Regierung

in abgerundeter Kantigkeit

nur Millimeter auf Entfernung

in tagesgeschäuter Kriegsrätigkeit

Vergilbtes Breitgegrinse

als real genetische Drift

beschlägt der Kamera die Linse

für Ehrlichkeit das zarte Gift

Poem: Twosome / Gedicht: Pärchen


Wie vorher im ersten Versuch, mein sich reimendes (in Deutsch verfasstes) Gedicht in Englisch zu übersetzen, zeigt auch das folgende, dass mir ein Reimen nicht gelingt – gelingen kann, da mir die muttersprachliche Kompetenz fehlt. Soweit ich das sehe, ändert das allerdings nichts an der inhaltlichen Aussage.

Twosome

The industriously steady companions
on world stage human leader
are two that complement each other perfectly
gleam cheaply with power and impotence
in cold brachial style
disguise the `BackgroundGier´
they rule absolutely feudally
in idiots – damn it.
they make alliances with all
who fall blind before them
they fear neither death nor devil
in egocentrism without a doubt
Who is this couple?
in the outfit, as it always was?
who grin as Realpopanz
they are – stupidity and arrogance

Pärchen

Die emsig stetigen Begleiter
auf Weltenbühnes Menschenleiter
sind zwei, die bestens sich ergänzen
mit Macht und Ohnmacht billig glänzen
in kalter Brachialmanier
verschleiern sie die `Background-Gier´
sie herrschen absolut feudal
in Hohlköpfen – verdammt noch mal
sie schließen Bündnisse mit allen
die blind vor ihnen niederfallen
sie fürchten weder Tod noch Teufel
in Egozentrik ohne Zweifel
Wer ist denn nun besagtes Paar
im Outfit, wie es immer war ?
die grinsen als Realpopanz
es sind – Dummheit und Arroganz

Poem: Thinking… / Gedicht: Denken


Das es tatsächlich schwierig ist, ein (mein) in deutsch verfasstes Gedicht ins Englische zu ‚bringen‘, zeigt der folgende Versuch (Zuerst der Versuch, darunter die deutsche Version):

That it is actually difficult to ‚bring‘ a (my) poem written in German into English is shown by the following attempt (First the attempt, including the German version):

Thinking

The one way to think
is to indiscriminately give oneself thoughts
which collectively channeled
is calculated and then outsected.
leads into undreamt-of confinement
as if the spirit had never touched her.

The next possibility happens
if narrowness moves into the vastness…

Deutsch

Denken

Die eine Möglichkeit zu denken
ist wahllos sich Gedanken schenken
die kollektiv kanalisiert
berechnet und dann ausseziert
in ungeahnte Enge führt
als hätt’ der Geist sie nie berührt

Die nächste Möglichkeit geschieht
wenn Enge in die Weite zieht…

Gedicht ‚Diskussion‘


Diskussion

Die Themen geben sich die Hand

im posthumierten Phrasenzänkel

wird diskutiert am Tellerrand

mit Intellekt und Standesränkel

 

`Natürlich´ heißt es moderat

verhagert sitzend Beingedrehe

schon wieder läuft´s hier falsch im Staat

wer Ohren hat, verdammt der sehe

 

Opposition und die Regierung

in abgerundeter Kantigkeit

nur Millimeter auf Entfernung

in tagesgeschäuter Kriegsrätigkeit

 

Vergilbtes Breitgegrinse

als real genetische Drift

beschlägt der Kamera die Linse

für Ehrlichkeit das zarte Gift

Gedicht ‚Hass‘


Hass

Hass ist keine Form des Denkens

er ist halt nur so reaktiv

zerstört Gedankenmenschens Lenken

als Urform gänzlich primitiv

 

Er nagt an guten Perspektiven

die untergehn im Lebenslauf

erfüllt Gesetz vom Negativen

gesteuert dominant zuhauf

 

Wenn Menschen hassen umgangsmäßig

verleugnen strukturell das Sein

dann werden Zellen schnell gefräßig

und raspeln sie nur kurz und klein

 

Egoist


Egoist

Ein Egoist ist halt so´n Typ                                                                                                                       der glaubt  nur an sich selber

mit Freuden saugt wie ein Polyp                                                                                                                    als wässrig transparenter Blender

was bringt’s denn schon – Fehler zu teilen?                                                                                                    in Selbstverliebtheits Schwere

an Greifbarem sich aufzugeilen –

Beweis für Hirnes Leere…?

 

Gedicht „Egoist“


Egoist

Ein Egoist ist halt so´n Typ

der glaubt nur an sich selber

mit Freuden saugt wie ein Polyp

als wässrig transparenter Blender

was bringt´s denn schon – mit andren teilen?

in Sellbstverliebtheits Schwere

an Greifbarem sich aufzugeilen –

Beweis für Hirnes Leere … ?

 

Zum Jahresende …


Nach langer Pause hier im Blog bringe ich zum Jahresende noch ein eigenes Gedicht, das sicherlich keiner Zuordnung bedarf. Das Jahr geht (nicht nur) für mich mit einer der bittersten Erfahrungen zu Ende und das Neue wird ebenso beginnen. Als grenzenloser Optimist hoffe ich danach auf Licht am Ende des Tunnels und … es wird nicht bei der bloßen Hoffnung bleiben..!

Allen Leserinnen und Lesern dieses Blogs wünsche ich ein friedliches und gesundes ‚Neues Jahr‘.

 

 

Tagebuch

 

Du denkst du schreibst das nur für dich

dein Tagebuch als Seelenschrein

denkst nach beim Schreiben sicherlich

an Nachlesens Gedächtnispein

 

was du geschrieben ist vorbei

beißt keinen mehr ins Hinterteil

oder klemmt wie dem auch sei

der Realismen Zukunft feil

 

banales abgefräst Gehänge

erbeißt sich Tages Schreibfanal

ist Schreiben ohne Layoutzwänge

geschwängert frei Gedankensaal

 

geschriebnes Temporärgefüge

gedanklich ausgedreht

schließt ein Egomanitätens Züge

das Tagebuch, das dich versteht

 

Vielleicht sind deine Tageszeilen

für immer nur dein Eigentum

kannst später in der Zeit verweilen

die dann zeigt abgeschminkt dein Tun

‚Maler‘


Ein Gedicht aus meinem Buch 'Menschenland'

 

Maler

 

Allein und einsam auf dem Hocker

die weiße Leinwand starrt ihn an

sitzt da der Pinselzocker

was hat sie ihm denn nur getan

Der erste Pinselstrich mit Schwung

und schon gelingt der Zweite

grad eben noch Verzweifelung

fliegt Fantasie jetzt in die Weite

So ist’s nun mal ihr Malersleut

denn das ist euer Ringen

aus Nichts zu schaffen von Bedeut‘

es muss einfach gelingen

Ein neuer Stil in deiner Kunst

denn sonst röhrt an der Hirsch im Harz

dann malst du für Betrachters Gunst

den gelben Punkt – der Rest ist schwarz

Gedicht ‚Jäger‘


Dieses Gedicht ist eine ‚Hommage‘ an den Artikel ‚Die Anwälte der Tiere‘ im Mindener Tageblatt v. 05. Februar 2016. Zwanzig Leserbriefe zu dem Thema ‚Jagd‘ sind von mir in der genannten -und von mir sehr geschätzten- Zeitung bislang erschienen und in diesem Blog erneut veröffentlicht.  Heute resümiert bleibt die Erkenntnis, dass der von der Jägerschaft ausgelebte ‚Seelenkitzel‘ samt Dominanzgehabe aus Herrschaftszeiten genetisch verankert sein muss. Immer noch. Einen weiteren Leserbrief zu dem provokanten Titel des oben genannen Artikels ‚rauszuhauen, ist wie das ‚Hornberger Schießen‘. Hier im Blog ist es das allerdings nicht ! Deshalb für interessierte Leser das folgende Gedicht :

Zitat (eigen) :   Jagd und Tierschutz sind ein Widerspruch in sich.

Jäger

Das deutsche Liedgut singt vom Jäger

der schießt sein Wild wie’s ihm gefällt

als Waidmanns ehrig Zunftenträger

hat immer sich so angesellt

er liebt die Pirsch, das Angesitze

auf überzählig Wildbestand

ist da so Freilands Hegefritze

der keine andre Lösung fand

ob Hase, Wildschwein oder Reh

sitzt freudig an in der Natur

ob Hochsitz oder Büsches Speh

will er den Schuss, die Flinte pur

lässt treiben Freiwild auf sich zu

entspannter Freizeithochgenuss

zieht aus der wilden Tiere Schuh

aus Hinterhalt mit Hegeschuss

der geht gezielt in seine Seele

hält offen tiergemordet Kerbholz

geschichtgerechte Tötbefehle

ist rechtgefertigt Mordesstolz

manch Schmatzer würd vergehn der Schmaus

wenn er müsst töten Tier zur Speis

dem Jäger macht das gar nichts aus

er macht das selber zum Beweis

das abgekocht sein Seelenleben

als Herrscher über Leben thront

dem Wild das Aufbrechmesser geben

dann hat die Strecke sich gelohnt

er wird die Welt nicht mehr verstehn

wenn eines Tags ein Richter bellt

das Tiermord ist wie Menschenmord

den Vorsatz auch noch unterstellt

dann bist du dran du Jägersmann

und Tieresseelen klatschen

die Flinte nützt dir gar nichts dann

kannst Hegering im Kopf belatschen

wie schön die Zeiten damals waren

als Tiere waren vogelfrei

bist dir juristisch nun im Klaren

dass Schluss ist mit der Barbarei

Ein solcher Traum, wie kann es sein

ist eine Wunderblase

sie schwebt dahin, fragil und fein

ein blumig transparenter Hase

Denken


Denken

Die eine Möglichkeit zu denken
ist wahllos sich Gedanken schenken
die kollektiv kanalisiert
berechnet und dann ausseziert
in ungeahnte Enge führt
als hätt’ der Geist sie nie berührt

Die nächste Möglichkeit geschieht
wenn Enge in die Weite zieht…

Pärchen


Pärchen

Die emsig stetigen Begleiter
auf Weltenbühnes Menschenleiter
sind zwei, die bestens sich ergänzen
mit Macht und Ohnmacht billig glänzen
in kalter Brachialmanier
verschleiern sie die `Background-Gier´
sie herrschen absolut feudal
in Hohlköpfen – verdammt noch mal
sie schließen Bündnisse mit allen
die blind vor ihnen niederfallen
sie fürchten weder Tod noch Teufel
in Egozentrik ohne Zweifel
Wer ist denn nun besagtes Paar
im Outfit, wie es immer war ?
die grinsen als Realpopanz
es sind – Dummheit und Arroganz

***************

‚Blenderich‘


Blenderich

Es war einmal ein reiches Land

das Zentrum in Europa

das jeder fast noch lustig fand

vom Kleinkind bis zum Opa

Und alle aalten, suhlten sich

in dem, was sie so hatten

befeuert von dem Blenderich

der sitzt auf ihren Steuermatten

Er ist gewählt von Volkes Gnaden

und redet ihnen nach dem Mund

nur Andre machen üblen Schaden

bei ihm bleibt alles stets gesund

Das haben wir immer so gemacht

Da kann ja jeder kommen

So haben wir’s noch nie gemacht

Die Drei als Beispiel mal genommen

Der vierte Punkt, das ist doch klar

was soll denn das schon sein

Politiker in holder Schar

sie reden alles kurz und klein

Die Worte fallen ja so leicht

durch weiß gebleichte Zähne

das Harte klingt dann wohlig seicht

erzeugt des Volkes Rumgegähne

im Wahlkampf sieht’s dann anders aus

denn das ist ihr Alarm

dann holt man flink die Keule raus

es soll ja bleiben wohlig warm

Dann sitzen sie vor Kameras

da wird gelogen in die Runde

in Talkshows ist dann der ein Ass

der locker hat den Spruch im Munde

Gesellschaftlich ein Trauerspiel

gelöst mit Kompromissen

so kommt man schließlich auch zum Ziel

und hat sich dabei nicht verschlissen

Politisch ist das schon korrekt

erzähl das mal den Armen

ob das den Billigjobber neckt

der winters sitzt nicht grad im Warmen

Verhandelt und entschieden hat

die Lebensqualität der Bürger

wohl der mit Politikmandat

der Wähler ist nachher dann klüger !

In diesem schönen, reichen Land

sind Randgruppen ein Übel

stehn oftmals schuldlos an der Wand

dann kommt der Absturz ohne Flügel

Nicht jeder ist so stark und reich

dass er den Wohlstand kann genießen

steht Schlange an der Tafel bleich

lässt manche Träne in sich fließen

Und parallel im Bundestag

da grinst der Blenderich und gröhlt

vom Lied der Deutschen wie er’s mag

hat längst den Inhalt ausgehöhlt.