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Eilaktionen (urgent actions – ua’s) ohne viel Aufwand…


Damit sind die ua’s von ‚amnesty international‘ gemeint, mit denen auf brisante oder allgemein auf spezielle Menschenrechtsverletzungen auf diesem Planeten durch eine möglichst unbegrenzte Anzahl von Anschreiben (email/Fax/Brief) den Adressaten signalisiert wird, dass die entsprechenden Vorgänge nicht unbeachtet bleiben.

Denn: Es ist genau das, was Herrschende in totalitären oder diktatorischen Staaten hassen wie die ‚Pest‘ :  -> Öffentlichkeit !  Je zahlreicher und zeitlich penetranter solche Mahnungen in klarer Ansprache sind, je wirkungsvoller sind sie, weil sie an deren Grundsockeln rütteln, bis die Wirkung nicht mehr zu ignorieren ist.

Der Aufwand, eine solche ‚ua‘ zu schreiben, ist nicht sehr groß. Online unter ‚amnesty international‘ sind entsprechende Hinweise auf Adressaten und Texte zu finden, die dann auch verwendet werden dürfen, indem eine solche ‚ua‘ online verfasst wird.

Es ist mir ein Anliegen, nach ca. 20 Jahren ua-Aktivität, nun endlich diesen Blog dazu einzusetzen, um weitere Menschen anzusprechen, denen ein solcher Einsatz eine kleine Mühe wert ist, um so ein klein wenig zu positiven Veränderungen auf dieser Erde beizutragen. Es geht dabei um den Einsatz für Menschen, die in ihrem Umfeld prinzipiell chancenlos und existenzgefährdet sind – in einer Weise, der wir uns in diesem doch freien Land kaum oder auch gar nicht vorstellen können.

Ein Text -wie der untere- muss nicht selber verfasst werden, sondern wird von amnesty vorgeschlagen und ist immer deutlich – aber nicht unsachlich ! Das ist wichtig. Die menschliche Umgangsform wird gewahrt, obwohl es mir sehr oft schwergefallen ist, so manchen Staatenlenker mit ‚Sehr geehrter Herr Präsident‘ oder ‚Exzellenz‘ anzuschreiben.

Vor der 1000sten Hinrichtung in den USA habe ich eine entsprechende ‚ua‘ an den zuständigen Governor verschickt. Nun will ich nicht sagen, dass meine ‚ua‘ ausschlaggebend war, doch … es war ein unglaubliches Gefühl, die Nachricht zu erhalten, dass die Exekution des Delinquenten nicht stattfand und dessen Strafe in eine lebenslange umgewandelt wurde. Das war die Nadel im Heuhaufen……

Dieser Blogbeitrag ist nicht als Nötigung oder ‘Gardinenpredigt‘ zu verstehen. Er beschreibt nur eine von vielen Möglichkeiten auf vielen Gebieten, die mit zu positiven Veränderungen beitragen können und … werden !

 

(Amnesty International-) Beispieltext von heute an den Präsidenten Kolumbiens).

Sehr geehrter Herr Präsident,

setzen Sie bitte umgehend den Notfallplan um, der im Gesetz 1448 von 2011 festgeschrieben ist und gewährleisten Sie den Schutz der indigenen Gemeinschaft der Yukpa, die infolge der bewaffneten Angriffen der Region aus ihren Häusern vertrieben wurden.

Sorgen Sie bitte für Hilfe und Unterstützung, insbesondere für ihre Ansiedlung in Kolumbien, damit das Leben, die Unversehrtheit und das Fortbestehen der indigenen Gemeinschaft der Yukpa in Kolumbien sichergestellt sind.

Setzen Sie bitte die Pläne zum Schutz der indigenen Gemeinschaft der Yukpa um und gewährleisten Sie deren Rechte auf kolumbianischem Staatsgebiet.

Mit freundlichen Grüßen