8. „Angeordneter Tiermord“…


„Angeordneter Tiermord“ im MT vom 29.06.06

Betr.: Morddrohungen nach (Bär) Brunos Tod, Bericht im MT vom 27. Juni 

Was ist passiert? Ein Bär verirrt sich nach Deutschland, reißt Schafe und Hühner und verbreitet Angst und Schrecken. Für ihn, den Bären, ist das seine Existenz, sofern er – auf Distanz zum Menschen – wild leben darf. Es besteht sicherlich kein Zweifel, dass er sich in der direkten Konfrontation mit Menschen seiner Natur entsprechend eben auch genauso verhalten würde – trotz seiner natürlichen Scheu vor der Spezies Mensch dem Selbsterhaltungstrieb folgend. Wo und was war die Lösung im Sinne der Bevölkerung? Alle ausgeschöpften Möglichkeiten von und mit Experten und Spezialisten scheiterten angeblich. Wirklich? 

Das blamable ‚Bär-und- Mensch-Spiel‘ schien verloren zu gehen. Der Bär, ein frei laufendes Raubtier, war immer noch los und führte alle an der Nase herum. Also – macht man es wie im Märchen: Der ‚Meuchler‘ muss her! Der macht sowas mit seiner Knarre und ohne mit der Wimper zu zucken. Zum Wohle der Allgemeinheit, was sonst? Solch schwammige Argumentation reicht einschlägig bekannt aus, um eine ‚Meuchlerseele‘ zu euphorisieren. Da nach meiner Einschätzung Tiermord allgemein dem Menschenmord gleichzusetzen ist, handelt es sich auch bei dem ‚Entseelen‘ dieses Tieres um vorsätzlichen, von Amts wegen angeordneten Mord als ‚Lösung‘ zur Demonstration entsprechender Handlungsfähigkeit. Nun kann es auf diesem Planeten ‚wesenhaft‘ kaum noch einen denkfähigen Menschen geben, der an der ‚hochintelligenten‘ Handlungsweise von Volksvertretern zweifelt.

©Joachim Rohlfing

6. „Jäger : Der Wolf im Schafspelz“…


L E S E R B R I E F v .10.09.2008

>  Jäger : Der Wolf im Schafspelz   <

Wenn Jäger  Äpfel pflücken, ist das nichts Besonderes. Wenn Jäger aber Äpfel pflücken, um für ihr ‚Anliegen’ zu werben,  dann schon. Eine nette, öffentlichkeitswirksame Geste, die  ihn und seine Zunft so darstellt, wie er/sie es gerne hätte – als Natur- und Tierfreund, Heger und Pfleger, der notwendig und nicht weg zu denken ist. 

Doch merke: Der Jäger hat ein klares Kalkül. Sein wahres Anliegen ist ein anderes: Er sitzt gerne auf Hochsitzen oder in sonstwelchen Hinterhalten und lauert gespannt  auf sein Opfer, um es dann kaltblütig und mit Vorsatz zu erlegen. 

In seinem Werben ist keine Rede davon, dass eine Tür zu den niedersten Instinkten im Menschen aufgetan wird, die in ihre seelischen Abgründe führen wird, wenn ‚mensch’  ihnen auf den Leim geht und einer von ihnen wird. Der Wolf im Schafspelz?

Der freundliche Apfelpflücker ein hinterhältiger Tiermörder ?

Einer, der sich daran ergötzt, wenn ein getroffener Hase sich in der Luft überschlägt und dann zuckend am Boden verreckt, legt extremen Wert auf verschleiernde Fassaden, die sein Tun als ‚notwendiges Übel’ verharmlosen  – was es aber nicht ist. Sein Handwerk ist eiskalter, versätzlicher Tiermord.  Immer noch gesetzlich legitimiert durch Hermann Görings Jagdgesetz.

Welcher auch nur halbwegs  ethisch sensibilisierte Mensch ist freiwillig bereit,   den vorsätzlichen Mord an beseelten Lebewesen akzeptierend, sich von solchen Seelenfängern in die Abgründe seiner Seele führen zu lassen, die für ihn längst als überwunden galten? Der Jäger ist stolz bereit, sie wieder weit zu öffnen, ohne sich offensichtlich der Tatsache bewusst  zu sein, wieder mit einem Bein im Neandertal  zu stehen.

Alles Unsinn? Es war doch eine so nette Geste dieser friedlichen  Äpfelpflücker … denen jedes  ihrer Mordopfer für die selbstlose ‚Hege und Pflege’ nachhaltig dankbar  sein dürfte …

©Joachim Rohlfing

5. „Jäger proben den waidgerechten Schuss“


L E S E R B R I E F

Artikel „Jäger proben den waidgerechten Schuss“  im MT v. 25.05.2007

Nach der Schießvorschrift des DJV ist der Jäger dem Wild moralisch verpflichtet, an regelmäßigen Schießübungen teil zu nehmen, um die ‚Entseelungsknarre‘ tierschutzgerecht handwerklich perfekt zu gebrauchen.

Hallo? Das ist kein Bericht aus der Spaßgesellschaft – oder vielleicht doch?

Oder ein historisch belegter Zeitgeist aus den finsteren Kapiteln der Menschheitsgeschichte – gelesen im 21. Jahrhundert? Das ist Gegenwart – heute … vor unserer Haustür.

Der Versuch, einen direkten Zusammenhang  zwischen Jäger, Moral, Schießübungen, Tierschutz, Handwerk, Perfektion, Trainingsangebote und gemütlicher Runde herzustellen, kollidiert sofort mit der simplen Vorstellung , dass das Ziel dieser Zeitgenossen ein klar definierbares ist: Töten – und zwar aus niederen Beweggründen und gesetzlich legitimiert. Die Jägerschaft als Streitmacht  der niederen Instinkte.  Eine Art Berserkerkultur mit Sleeperfunktion, jederzeit aktivierbar ohne  Nachfrage. Diese Tatsache mit dem Tierschutz in Verbindung  zu bringen, ist eine Verhöhnung  normal menschlicher Denkfähigkeit – eine Perversion des Denkens und eine permanente Degradierung  des Mitgefühls gegenüber der Tierwelt. 

Nach dem Training des waidgerechten Schusses ab in die Realität: Jäger mit scharf geladenen Waffen in der Natur ihr blutiges, feiges Handwerk treiben zu lassen, muss ein Ende haben. Das ist Krieg in Wald und Feld mit Hinterlist und Meuchelabsicht.

Die ständigen Argumentations- und rechtfertigungsversuche der Jägerschaft sind längst komplett widerlegt. Es ist eine einschlägige Erkenntnis, dass Jäger mehr Schaden anrichten als sie verhindern.

Die Natur reguliert sich selber und braucht den Eingriff des Menschen in seiner ganzen Selbstüberschätzung nicht. 

Um die Fronten nicht gänzlich verhärten und die gegensätzlichen Denkweisen zwischen gewaltfrei denkenden und lebenden Menschen und eben den gegensätzlichen nicht eskalieren zu lassen, sollte der Gesetzgeber seiner Fürsorgepflicht nachkommen und endlich das unsägliche, braune Jagdgesetz von Hermann Göring zum Wohle Aller außer Kraft setzen. 

©Joachim Rohlfing

4. „Sorgsam“…


L E S E R B R I E F (2004)

Dass Jäger die Fähigkeit besitzen, Waldtiere intensiv zu beobachten, ist sicherlich nicht abzustreiten.  Schwieriger wird es da schon mit der „Achtung vor der Kreatur“. Völliges Unverständnis löst die Vorstellung aus, dass sie „mit ihnen fühlen“ …  Töten mit Freizeitcharakter zur Befriedigung der dunkelsten Seelentriebe. Das Ganze angenehm gesellschaftsfähig eingelullt und verpackt und schon wird ein Umweltschützer daraus. So einfach ist das … „Waidgerechtigkeit“ und „sorgsamer Umgang mit der Natur“ ist nicht nur ein Widerspruch in sich, sondern die blanke Verhöhnung aller durch Jäger ermordeten Tiere.

Dass “die Kirche“ seit eh und je ein Problem mit der Auslegung des fünften Gebotes hatte und hat, ist offensichtlich. Ein aufgestelltes Hirschgeweih im Altarbereich einer Kirche erweckt den Wunsch nach der Tempelreinigung des Nazareners. „Die Kirche“ sollte endlich das praktizieren, was ihr Meister vorgelebt hat. Sie tut sich nach wie vor keinen Gefallen damit, das Handeln von Tätern abzusegnen, um ein gesellschaftsfähiges Toleranzbild abzugeben. Das christliche Symbol des Kreuzes mit dem aufgenagelten Korpus ist die Darstellung exzessiver Gewalt gegenüber Unverstandenem.  In welch merkwürdigem Zusammenhang  erscheint einem da die direkte Anwesenheit eines Hirschgeweihes  … 

Eine schaurige Szenerie wie aus dem tiefsten Mittelalter oder einem aktuellen Fantasyfilm mit brennenden Fackeln im Eingangsbereich des Gotteshauses. Einknicken vor der Tradition ? Halb- oder Unwissen ? Oder einfach nur Wegsehen ? Wenn sich eine Gesellschaft weiterentwickeln will, dann sollte sie sich von den einfachsten und dümmsten Bräuchen trennen. 

Wieder einmal alles Unsinn ?  Dann fangen wir doch morgen damit an, die Selbstjustiz der Jägerschaft auf Wald und Flur in der gesamten Gesellschaft salonfähig zu machen, die Judikative abzuschaffen und auch dann zu hoffen, dass keiner etwas merkt und alles gut geht …  Dann wäre die Gesellschaft auf des Jägers Augenhöhe …

Die zeitgemäß sinnvolle Variante des Ganzen wäre, das Jagdgesetz des Naziverbrechers Hermann Göring endlich abzuschaffen und damit dem Jagdirrsinn den Nährboden nachhaltig zu entziehen. 

©Joachim Rohlfing

3. „Zehn Rehe, fünf Wildschweine und zwei Füchse“ …


L E S E R B R I E F

Artikel „Zehn Rehe, fünf Wildschweine und zwei Füchse“ im MT am 25.11.2005
 
Da ist es nun, das Bild von der ‚Strecke’ und der stolzen Jägerschaft.
Der Kreis als ‚Untere Jagdbehörde’ hat seinen Erfüllungsgehilfen für das Waidwerk wieder die Legitimation zum kontrollierten Massenmord im Pseudosinne der Hege und Pflege der Population des Freiwildes erteilt. Denn merke: Nach der Einschätzung von unumstrittenen Intelligenzen, die über diesen Planeten gewandert sind, ist Tiermord gleich Menschenmord und führt gleichsam zur Verrohung der daran beteiligten Menschen, wenn auch scheinbar unterschwellig. Der jämmerliche Anblick einer mit brutaler Gewalt, Heimtücke und Vorsatz zustande gebrachten ‚Strecke’ ist eines der abscheulichsten Armutszeugnisse, das sich Menschen als Krönung der Schöpfung gegenseitig auszustellen bereit sind.
Wenn Wald und Wild in einer Wechselbeziehung stehen, dann sollte klar sein, dass die verschleierte Mordlust der Menschen im eingreifenden Sinne eine real existierende Fehlinterpretation dieses angesprochenen aber eben nicht verstandenen Prinzips darstellt.
Die Natur, Flora und Fauna, braucht die festgelegte Arithmetik der Menschen nicht. Die ist dahingehend ein fataler Irrtum, der in unangebrachter Selbstüberschätzung zu solchen Auswüchsen führt und den Wahnsinn vom ‚Herrendenken’ weiterleben lässt. Es muss ein faktisch abgekochtes Seelenleben sein, das sich in dieses Barbarentum der Gegenwart einbetten lässt und immer und wohl immer wieder einbetten lassen wird.
Wenn die Todesposaunen zu Beginn einer Jagd geblasen werden, geht es um die Todesstrafe für Verbiss an Jungbäumen, umwühlte Gärten, Überpopulation usw. , denn – es sind ja nur Tiere! Das ist der weiterhin existierende ‚Animalholocaust’. Diese „gestiefelten Exekutionskommandos“ und primär deren ‚Leinenloslasser’ sollten Relikte der Vergangenheit sein und sich schnellstens darüber im Klaren wähnen, dass eine Analogie zwischen „wie im Kleinen – so im Großen“ immer noch hergestellt werden kann. Wer mit Vorsatz auf Tiere schießt, das toleriert oder gar anordnet, erledigt seine eigene Aussicht auf die Möglichkeit einer friedfertigen, angemessen gewaltfreien Gesellschaft gleich mit… Diese Perspektive ist nicht nur inakzeptabel, sondern sollte der ‚Gegensätzlichen’ durch eingesehenen Verzicht das Feld räumen. Wenn die Messlatte der Qualität einer Gesellschaft auch an der Frage liegt, wie sie ihre Tiere behandelt – dann ist das Bild einer ‚trophäigen Strecke’ das schaurige Dokument eines die Zukunft ignorierenden Wegsehens.
 
©Joachim Rohlfing

2. „Steigende Strecke einzelner Arten“


L E S E R B R I E F

 Artikel „Steigende Strecke einzelner Arten“ im MT am 03.05.2005

Beim Lesen des genannten Artikels ist mir – wie kann es anders sein – das deutsche Liedgut eingefallen, das vom Jäger singt, der sein Wild daher schießt, gleich wie es ihm gefällt. Der Waidmann als ehrbarer Zunftenträger – so hat er sich schon immer angesellt. Mit Gästen aus Kommunal- und auch Bundespolitik. Die Rede ist vom tierschutzgerechten Erlegen des Wildes, von erforderlichen Schießständen und deren guter Belegung durch Jäger, dem Ausbau der Stände, die sehr wichtig seien, von Streckenergebnissen, Gehörnschau und so weiter.

Worum geht’s ?  Auf den Punkt gebracht um nichts anderes als legalisierten Tiermord im lodengrünen Mantel – aus der Geschichte heraus mit Hege und Pflege der Population des Freiwildes gerechtfertigt und  sogar von ‚Moralinstitutionen’ wie z.B. der katholischen Kirche, abgesegnet ist. Die Individualdominanz von Menschen über Tiere als bedingungslos verfügbare Untertanen, als Dinge, die rechtskräftig ‚zur Strecke’ gebracht werden dürfen, ja in den Augen der Menschen, die das tun, aus genannter Argumentation heraus sogar müssen. Rechtfertigungen für so ein Verhalten zeugen schon von einem recht abgekochten Seelenleben. Ohne mit der Wimper zu zucken und dann mit stolzgeschwellter Brust hinter oder neben in Reihe(n) gelegten, vorsätzlich und ‚tierschutzgerecht’ getöteten Tierkörpern ( Strecke ) nach getanem Waidwerk zu posieren, ist nach meinem ethischen Empfinden eine eiskalte Ignoranz des Schöpfers der Tier- und auch der Menschenwelt. (Das wäre ein realistisches Foto gewesen.) Wen wundert es da, dass Tiermörder sich auf moralisch sicherer Seite wähnen, wenn menschliche Autoritäten und Instanzen wie z.B. Papst Johannes Paul II. sogar die Vivisektion (Tierversuche) ‚humankonform’ interpretieren.

Genau da liegt der Grund für den alten Grabenkampf zwischen vertretbarem Tierschutz im wörtlichen und lebensbejahenden Sinne und dessen zurechtgekneteter Auslegung der Befürworter des Rechts auf das Töten unbeseelter Dinge. Und damit sind Tiere gemeint. Da Töten auch Entseelen bedeutet bzw. zur Folge hat, sind Tiere also Lebewesen und keine Dinge. Solange dieses ‚Berserkertum’ der Tierwelt gegenüber  weitergeht, wird diesem Planeten eine Befriedung mit eiskaltem Kalkül vorenthalten. Denn wo bewusst getötet wird, da folgt seelische Verrohung, deren enthemmende Auswüchse sich im Verhalten der Menschen untereinander bereits auf der ersten Zeitungsseite wieder finden. Da schließen sich die Kreise, und da muss neu angesetzt werden, wenn die Dominanz und in dessen Schlepptau die Ignoranz schwächeren Existenzen gegenüber, völlig egal ob Tier oder Mensch, verschwinden oder zumindest abnehmen soll. Offensichtlich wird das nur einigermaßen funktionieren, wenn die richterliche Gewalt eines guten Tages ein Urteil ‚verbellt’, das den Tiermord in der Kategorie Menschenmord ansiedelt. Dann finden solche Hauptversammlungen folgerichtig mit friedlicheren Themen und ohne ‚Schmauchspuren’ statt.

©Joachim Rohlfing

1. „ Braten ohne Gewissensbisse “…


L E S E R B R I E F

Betr.: Leserbrief zum Artikel „ Braten ohne Gewissensbisse “ ( MT vom  01.12.2004 )

Beim Lesen des im Betreff genannten Leserbriefes lief es mir eiskalt den ‚Menschenrücken‘ herunter. Der Verfasser spricht von einer `Treibjagd´ , als sei das eine der natürlichsten Selbstverständlichkeiten. Die Treibjagd ist eine Jagd, bei der das Wild in Richtung auf die Jäger getrieben wird. Stimmt der Abstand, darf zur ‚Strecke‘ gebracht werden. Das ist praktische Waidmannsethik. Brutaler und eiskalter geht es wohl kaum.

Bei dem treibgejagten Wild handelt es sich nicht um Scheiben oder sonstige Abbildungen, sondern um in Panik um ihr Leben laufende Tiere, denen ihr ‚Erschießungskommando‘ bereits auflauert! Darin sehe ich die Parallele zur Aussage des Gemäldes „Die Erschießung der Aufständischen“ von Francisco de Goya.

Der Verfasser schreibt, dass es letztlich keine Rolle spielt, ‚ob ein Tier von einem Metzger geschlachtet oder von einem Jäger erlegt wurde‘. Wie muss man drauf sein, um die Lebensberechtigung von beseelten, fühlenden Lebewesen derart zu ignorieren? 

Wenn die Würde des Menschen unantastbar ist, dann ist die Würde des Tieres … unfassbar …!

Tausende von Tonnen Wildbret ‚müssen‘ importiert werden, um den hohen Weihnachtsbedarf zu decken. Dann leistet die Jägerschaft also einen Beitrag zur Verringerung der Importkosten? Das Blut und die Kadaver einer „Strecke“ als gemeinnützige Notwendigkeit..? 

Der ’schmackhafte Rehrücken‘ als Weihnachtsbraten  –  waidmännischer Tierschutz, den Jäger auch Bestandsschutz nennen. Die pflegerische Reduktion zahlenmäßig zu hoch gewordener Wildpopulationen als Rechtfertigung für Treibjagden, Einzelabschüsse usw..

Ein wirklich konsequenter, vertretbarer Standpunkt des Tierschutzes ist wohl dann erst zu gewinnen, wenn die Menschheit (incl. Jäger) sich dazu entschließen wird, das Töten und Essen der Tiere aufzugeben. Die Tiere sind kein Rohstoff, keine Lebensmittel für uns Menschen. Ich sehe in den Tieren unsere älteren Schwestern und Brüder. Der Schöpfer hatte sie (gem.Bibel) schon vor den Menschen kreiert und nicht als Nahrung für diesen vorgesehen (Genesis 1:29). Warum wird diese klare Ansage ignoriert ?  Ich sehe meine Denkweise in der Aussage Leonardo da Vincis bestätigt, der bereits im 15. Jahrhundert eine Zeit voraussagte, in der die Tiermörder mit gleichen Augen betrachtet werden wie jetzt die Menschenmörder. 

Solange es Treibjagden, auf Distanz zum Konsumenten gehaltene Schlachthäuser und dergleichen gibt, werden wie ich oder ähnlich denkende Menschen noch etwas warten müssen. ( Und es werden immer mehr …!)

©Joachim Rohlfing

Jagd.. der entlarvte Irrsinn… Hunt… the unmasked madness…


Deutsch

Erinnerung an meinen Text vom Dezember 2016, zu dem ich heute inhaltlich genauso stehe, weil er zeitlos erscheint:

Auch heute noch gilt das vom Reichsjägermeister Hermann Göring 1934 novellierte „Reichsjagdgesetz”. Das ist keine Historiendoku und auch kein virtuelles Ballerspiel, sondern ein Beweis für heute immer noch existierendes Herrendenken. Hege und Pflege sind schließlich notwendig, heißt es. Ist sie in der Form aber nicht ! Ein Regulieren der Tierpopulation durch den Menschen ist der fatale Irrtum dieser Denk- und Handelnsweise. Die Natur braucht keine festgelegte Arithmetik der Menschen. Natürlich stellen sich dabei die jugendlichen Wildtiere ganz tierpatriotisch und einsichtig bei einer Jagd dem Jäger zum Abschuss, um der Spezies Mensch nicht überzählig zur Last zu fallen und in der Hoffnung auf ein fehlerfrei geblasenes ,Halali´ danach. Als stolze Quotenopfer. Unverständlich, dass sich die Gesellschaft immer noch von diesem entlarvten Irrsinn die Dunkelbrille aufdrücken lässt, ohne endlich zu realisieren, dass da eine Minderheit ihre Seelenabgründe auslebt und diese schwammig auf einem Niveau präsentiert, das sich ins falsche Jahrhundert verirrt hat. Das Wegsehen muss aufhören und das widerliche Jagdgesetz mitsamt seiner postfaktischen, ‚marlborohaften’ Neandertalromantik vom Gesetzgeber ersatzlos gestrichen werden. Die Bezeichnung der Jagdtätigkeit als Arbeit verdeutlicht den Versuch, das Töten überzähligen, also ‚unwerten‘ Lebens, salonfähig zu halten. Mit der Abschaffung der Todesstrafe für Menschen in diesem Lande hatte sich die Arbeitstätigkeit der Henkerschaft miterledigt. Für Tiere existiert sie mitsamt der vollstreckenden (Jagd-)Zunft immer noch. Wie lange wollen sich Entscheidungsträger dieses geistige Armutszeugnis noch ausstellen? Offensichtlich wird das nur einigermaßen funktionieren, wenn die richterliche Gewalt eines guten Tages ein Urteil ‚verbellt’, das den Tiermord in der Kategorie Menschenmord ansiedelt. Welcher auch nur halbwegs ethisch sensibilisierte Mensch ist freiwillig bereit, sich von solchen Seelenfängern in die erst später realisierten Abgründe seiner Seele führen zu lassen, die für ihn längst als überwunden galten ? Der Jäger ist stolz bereit, sie wieder weit zu öffnen, ohne sich offensichtlich der Tatsache bewusst zu sein, immer noch mit einem Bein im Neandertal zu stehen. Der Blick nach vorne über den Gewehrlauf kann auch einer in den Rückspiegel sein …

English

A reminder of my text from December 2016, which I stand by in terms of content because it seems timeless.

Even today the „Reich Hunting Law“ amended by the Reich Hunting Master Hermann Göring in 1934 is still valid. This is neither a history documentary nor a virtual shooting game, but rather proof of the master thinking that still exists today. After all, care and maintenance are necessary, they say. But it is not in this form ! A regulation of the animal population by humans is the fatal error of this way of thinking and acting. Nature does not need a fixed arithmetic of humans. Of course, the young wild animals are very animal patriotic and insightful when they are hunting to shoot the hunter in order not to be a burden to the human species and in the hope of a flawlessly blown ‚Halali‘ afterwards. As proud quota victims. It is incomprehensible that society still lets this exposed insanity push on its dark glasses without finally realizing that there is a minority living out its soul abysses and presenting them spongy on a level that has strayed into the wrong century. The looking away must stop and the disgusting hunting law with its postfactual, ‚Marlboro like‘ Neanderthal romanticism must be deleted by the legislator without replacement. The description of hunting as work illustrates the attempt to keep the killing of supernumerary, i.e. ‚unworthy‘ life acceptable. With the abolition of the death penalty for people in this country, the work activity of the executioners had also been abolished. For animals it still exists, together with the executing (hunting) guild. How much longer do decision-makers want to expose themselves to this intellectual poverty? Obviously, this will only work to a certain extent if the judiciary ‚barks‘ a verdict one good day that places animal murder in the category of human murder. Which human being, even if only halfway ethically sensitized, is voluntarily prepared to be led by such soul catchers into the abysses of his soul, which were only realized later and which were considered to be overcome by him long ago ? The hunter is proudly prepared to open them wide again, without obviously being aware of the fact that he still has one foot in the Neander valley. The view forward over the rifle barrel can also be one into the rear-view mirror …

Jagd…


Deutsch

„Landesjagdverband als Tierschutzverein“.

Warum poste ich das? Die Dreistigkeit ist kaum zu überbieten. Die passende Metapher ist „Der Wolf im Schafspelz“ oder „Der Fuchs im Hühnerstall“.

Dass sich mit solchen Äußerungen (Statements) keine breite Akzeptanz erreichen lässt, ist mir seit mehr als zwanzig Jahren sehr bekannt. Das ändert aber nichts an der lebensverachtenden Verhaltensweise der Tierwelt gegenüber. Haustiere werden geliebt und verwöhnt, während Wildtiere gnadenloser Gewalt zum Opfer fallen. Jagende Menschen nennen das ’notwendige Selektion‘ und ‚praktischen Tierschutz‘ und Ähnliches. Ich nenne das ‚vorsätzlichen Mord aus niederen Beweggründen‘. An unumkehrbaren Fakten (Töten) muss ‚man‘ nicht herumdiskutieren – gleich welcher Spezies der Fauna betreffend. Also Mensch und Tier (zwei Kollektivsingulare). Die Flora sollte die Ernährungsgrundlage der Spezies Mensch sein; da stimme ich mit einer der beiden Ernährungsanweisungen in der Bibel überein, die gegensätzlicher kaum sein können. (Genesis 1 und 9). Man vergleiche. Genesis 9 mit und Genesis 1 ohne Fleisch! Menschenwerk, dessen Unsinn immer noch nachwirkt und weiterhin wohl auch weiterwirken wird.

Hier herrscht ganz klar die niederfrequente Denkweise: ‘Es wird schon gutgehen, weil das notwendig war, ist und sein wird.

Sollte das inhaltlich tiefer betrachtet werden wollen, dann verweise ich auf meine Leserbriefe und/oder auf mein immer noch aktuelles Buch ‚Futur X – Die freie Auswahl‘.

 

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Kant: ‚Sapere aude!‘ (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen).

 

English

„Landesjagdverband als Tierschutzverein“.

Why am I posting this? The audacity is hard to beat. The appropriate metaphor is „the wolf in sheep’s clothing“ or „the fox in the henhouse.“

I have been aware for more than twenty years that such statements do not achieve broad acceptance. But this does not change anything about the life-despising behaviour towards the animal world. Pets are loved and spoiled, while wild animals fall victim to merciless violence. Hunting people call this ’necessary selection‘ and ‚practical animal protection‘ and the like. I call it ‚premeditated murder for base motives‘. There is no need to argue about irreversible facts (killing) – no matter which species of fauna is involved. So man and animal (two collective singulars). The flora should be the nutritional basis of the human species; here I agree with one of the two dietary instructions in the Bible, which could hardly be more opposite. (Genesis 1 and 9). Compare. Genesis 9 with and Genesis 1 without meat! Man’s work, whose nonsense still has an effect and will probably continue to have an effect.

Here the low-frequency way of thinking clearly prevails: ‚It will go well, because it was, is and will be necessary‘.

If you want to have a deeper look at the content, I refer you to my letters to the editor and/or to my still current book ‚Futur X – Die freie Auswahl‘.

Kant: ‚Sapere aude!‘ (Have courage to use your own intellect)