(English below als always)
Deutsch
Ein Fragebogen verpflichtend für junge Männer .. einer für junge Frauen freiwillig. Damit soll Deutschland ‚kriegstüchtig‘ werden? Kriegstüchtig…– Das kommt mir alles so bekannt vor. Zu meiner Jungerwachsenenzeit hatte man sich im Verweigerungsfall noch vor einem Kreiswehrersatzamt einer Gewissensprüfung zu unterziehen – eine echte Stolperfalle für Einige wegen der knallharten Fangfragen. Ich bestand diese Prüfung und erhielt schriftlich den Bescheid: ‚Der Wehrpflichtige ist berechtigt, den Kriegsdienst mit der Waffe zu verweigern‘. Nun war ich nicht derjenige, der sich vor dem Wehrdienst ‚drücken‘ wollte, sondern ein Unteroffizier, Ausbilder und Zeitsoldat (2 Jahre). Bis ich den Irrsinn einsah, hat es halt länger gedauert… Dafür aber nachhaltig bis heute !
Die aktuellen Konflikte – besser Kriege – beflügeln den Reigen des Militärischen und drücken gegnerisches Denken wieder in die nicht direkt so bezeichnete Kategorie ‚verantwortunglos | realitätsfern, träumerisch usw.‚. Bei all dem: Eine Gesellschaft zeichnet sich damit aus, Minderheiten zu tolerieren und nicht zu diskriminieren. Wer es sich nicht zutraut,. mit einer Waffe auf einen Menschen in Tötungsabsicht zu schießen, der hat das Recht auch zur Verweigerung. Dieses Recht bleibt ja auch bestehen… Die Verpflichtung zum Ausfüllen eines Fragebogens erscheint erstmal nur als Anfang – zur allgemeinen Verpflichtung (?), für die es dann befürwortete Argumente geben wird. Kann das als Fragestellung dienen – oder ist es absehbar?
Ich spreche mich hier nicht allgemeingültig aus, sondern schlichtweg für mich und für diejenigen, die so denken wie ich. Jeder Mensch hat das Recht, sich im Rahmen der Legislative so zu entscheiden, wie er -der Mensch- es für richtig hält. Sollte es kurz- oder mittelfristig eine Wehrpflicht geben, dann sollte diese Möglichkeit unantastbar bleiben und sein.
English
One questionnaire compulsory for young men … one voluntary for young women. Is this supposed to make Germany ‚fit for war‘? Fit for war…– It all seems so familiar to me. When I was a young adult, I had to undergo an examination of conscience in front of a district army replacement office if I refused – a real stumbling block for some because of the tough trick questions. I passed this examination and received the written decision: ‚The conscript is entitled to refuse military service with a weapon‘. Now I wasn’t the one who wanted to ‚avoid‘ military service, but a non-commissioned officer, instructor and regular soldier (2 years). It just took me longer to realize the madness… But it has had a lasting effect to this day!
The current conflicts – or rather wars – are spurring on the military and pushing opposing thinking back into the category of ‚irresponsible | unrealistic, dreamy, etc.‘, which is not directly labeled as such. In all of this: A society is characterized by tolerating minorities and not discriminating against them. Anyone who does not have the confidence to shoot a person with a gun with the intention of killing them has the right to refuse to do so. This right also remains… The obligation to fill out a questionnaire appears to be just the beginning – a general obligation (?) for which there will then be arguments in favor. Can this serve as a question – or is it foreseeable?
I am not speaking in general terms here, but simply for myself and for those who think like me. Every person has the right to decide within the framework of the legislature as he – the person – sees fit. Should there be compulsory military service in the short or medium term, then this option should remain and be inviolable.
