Die Jagd ist das große Hobby ……


Artikel im Mindener Tageblatt v. 19.03.2016, Seite 3

> Die Jagd ist das große Hobby von A… Schä………..<

(Der Name wird hier bewusst nicht ausgeschrieben !)

 

Nach zwanzig Leserbriefen zum Thema ‚Jagd‘ (hier im Blog nchzulesen) sehe ich mich nicht mehr veranlasst, mich einer weiteren Schimpftirade auszusetzen. (Ich knicke trotzdem nicht ein !!) Es ist wie das ‚Hornberger Schießen‘ …  Vielmehr dazu hier im Blog noch ein paar Zeilen :

Dem Artikel ist zu entnehmen, dass Frauen vermehrt ein ‚Hobby‘ geradezu entdecken : die Jagd. Die Ruhe und Verbundenheit mit ihrem Hund in der Natur, also Wald und Feld. Das Schießen nur von wildlebenden Tieren, die sie dann selber zum Verzehr zubereiten und essen. Die Idylle …

Enerseits mit dem geliebten Hund und weiteren Haustieren in gelebter Harmonie leben und anderenseits wildlebende Tiere abschießen oder treffend deutlicher gesagt, ermorden .. wird nicht als Widerspruch wahrgenommen, sondern als bestenfalls ’notwendiges Übel‘.  Also Übel … Da wird dieser Urtrieb in den menschlichen Genen sauber eingepackt in bunte Gefühlsduselei. Natürlich auf Kosten des Freiwildes im wahrsten Sinne des Wortes. Abgesichert und damit auf rechtlicher Grundlage des deutschen Jagdgesetzes; immer noch basierend auf den Wahnvorstellungen des Reichsjägermeisters und Naziverbrechers Hermann Göring (oder wollte der nicht ‚Meier‘ heißen, wenn eine deutsche Stadt bombadiert würde … ?) Also ist auch hier die Verpackung deutlicher herausgestellt als der Inhalt, der mit dem Verb ‚töten‘ zu beschreiben ist.

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Bild :Heinrich Hoffmann ‚Der Struwwelpeter‘

Ruhe und Entspannung findet man in Wald und Feld auch ohne scharf geladenem Gewehr und gnadenloser Hinterlist gegenüber Lebewesen, die nicht waffentechnisch gleichwertig ausgerüstet sind. Statt Gewehr ein Fernrohr und|oder eine Kamera … dann bleibt das Umfeld und die eigene Seele friedlich und ein konjunktiver Seelenpoker mit entsprechender Schuldfrage ergibt sich gar nicht erst.

Eine Gesellschaft ‚evolutioniert‘ sich erst dann konsequent nachhaltig, wenn sie sich von den übelsten, ja rudimentären Sitten und Gebräuche verabschiedet. Rückschluss : Genau dazu gehört die Jagd. Der Entzug der gesetzlichen Legitimation wäre so ein Schritt.  Ein kurzer Satz in einem recht unbedeutenden Blog … aber einer in Richtung einer friedlicheren Gesellschaft, in der derart niedere ‚Triebe‘ keine Chance mehr haben. Das wäre ein wahrhaft großer Schritt für die Mensch- und Tierheit  …  und eine Illusion.

 

 

 

 

‚AfD‘ für Abschaffung des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes (EEG)


Im Newsletter des ‚pv-magazin’s las ich, dass die AfD  in ihrem Grundsatzprogramm nun konkret ihre Vorstellungen zur Energiepolitik darstellt. Die ‚Alternative‘ habe ich mir dann genauer angeschaut :

Die  Partei ‚Alternative für Deutschland‘ (AfD) stellt darin grundsätzlich fest, dass die Energiewende in Deutschland die Stromversorgung gefährde und dass stattdessen eine Förderung der Atomkraft und des Frackings in Sinne des Landes sei. Ergo sollte demnach das Eneuerbare-Energien-Gesetz ersatzlos gestrichen werden. Die Energiewende sei zu teuer und stelle die Stromversorgung allgemein durch die wetterbedingten Schwankungen (Solar / Wind) nicht sicher. Weiterhin sei das EEG eine staatliche Planwirtschaft (also wie z.B. in d er damaligen DDR… -meine Anm.-) und keine Marktwirtschaft mehr.

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Bild privat: Photovoltaikmodule

Und wie stellt man sich demnach z.B. die Einspeisevergütung für Strom aus Photovoltaik oder Windkraftanlagen vor ? Natürlich .. auch die soll ersatzlos gestrichen werden. Private Investoren, die beispielsweise auf ‚andere‘ Konsumgüter verzichten und eine Photovoltaikanlage auf ihren Dächern installieren ließen, eine Abnahmegarantie für 20 Jahre erhielten und damit ihre Investition mitfinanzieren, werden für ihren Beitrag zum Gelingen der Energiewende regelrecht bestraft. Zwar war die Einspeisevergütung ein umstrittenes  Thema, da argumentiert wurde, dass jeder Stromverbraucher solche Anlagen mitfinanziert; basierte aber darauf, dass Bürger tatsächlich investierten und zwar in einem Maße, dass nicht annähernd erwartet wurde. Die Energiewende schien zu gelingen. Die Politik des Wirtschaftsministers führte allerdings zu einer ‚Eindämmung‘ dieser Entwicklung. Ich will mich hier nicht in Details verlieren …

Die AfD zerrt altbackene Argumente hervor von der Art, dass sie die Risiken der fossilen Energieträger (Kohle/Öl/Gas) schlichtweg den wirtschftlichen Aspekten unterwirft. Umweltverschmutzung ist ja nicht so schlimm .. ein absehbares Ende der Verfügbarkeit von Kohle und Öl wird gar nicht erst betrachtet. Für wie dumm und unbelesen wird der Staatsbürger da gehalten ? In einer Welt des permanenten Informationszugriffs. Diese Partei erkennt den Zeitgeist und die Verantwortung für künftige Generationen nicht oder besser gar nicht ! Klimaerwärmung durch die Emissionen der Energiegewinnung, die sie gefördert sehen wollen, existiert nicht oder wird nur dramatisiert ? Jeder denkende Mensch erkennt, dass Argumente von gestern und vorgestern Vergangenheit sind. Die Realisierung darf nicht verspielt werden, Energie aus Quellen zu beziehen, die nicht die Atmosphäre zerstören und die Luft verpesten und den Kindern und Kindeskindern usw. einen Planeten hinterlassen, der dringend nach einem Ersatzplaneten sucht. Wenn das eine der Alternativen für Deutschland sein soll, dann sollte die Demontage und Enttarnung einer solchen Parteil wirklich nicht schwer fallen.

Deutlich wird allein aus dieser Thematik, dass die AfD ganz klar einen Wegweiser zeigt. Nur … in welche Richtung ? Die Antwort kann leichter nicht sein :  Rückwärts !  Diese Richtung ist ja hinreichend bekannt aus der Flüchtlingsdramatik. Auf ‚Veranstaltungen‘ wird in einer Weise gehetzt, gepöbelt, demagogisiert und vor Kameras wird dann alles verharmlost und mundgerecht serviert. Und was veranstalten sie wohl, wenn sie tatsächlich (Gott bewahre !) an irgendeine Macht -oder die Beteiligung daran- kommen und dann ? Der vorletzte Protestwähler wird dann erkennen, dass er da Luftblasen hinterhergelaufen ist, die dann einfach so zerplatzen.

Ich bin mir nicht mal sicher, ob ich so tolerant ausdauernd bin, das gesamte Grundsatzprogramm der AfD lesen zu wollen. Der hier beschriebene Teil davon reicht mir schon …

Abschließend noch  eine Enpfehlung in Form eines Zitates von Immanuel Kant :

> sapere aude  <

(Wage es, weise zu sein)

-> Oder eine andere Definition : ‚Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.‘

 

 

 

 

 

A…. hoch – Zähne auseinander !


(Samstag, 12.März, 22:00 Uhr : )

Statement zu den morgigen Landtagswahlen in Baden-Würtemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt :

Kommt der vielbeschriebene Rechtsruck in Deutschland ? AfD bei 20 % ? In einem Land, das die Folgen eines solchen Irrsinns geschichtlich mehr als kennen müsste, sollte … Sollte das der Fall sein und tatsächlich eintreten, dann …

>>   Es ist ja so einfach, mitzulaufen, mitzugröhlen und Anderen das Denken zu überlassen. Moment … Denken ..? Klingt in diesem Lande muttersprachlich, scheint aber bildungsunabhängig einem erneuten Mitläufertum den Vorrang zu geben und sich in der Kategorie ‘Fremdwörter’ pudelwohl zu fühlen.  <<

Empfehlung an das Mitläufertum : Geschichtsbücher (auch online) aufschlagen und nachsehen, was Demagogie und Propaganda auf der untersten Ebene der Seele anrichten kann. Es sind nicht nur die Trümmerhaufen der Städte, sondern auch die der Seelen und der Apokalypse auf der ganzen Linie. Jegliche Verharmlosung  davon ist die Ignoranz und die Verdummung des Individuums – ‚Hells bells ‚ …

Noch sind es Minderheiten, die genau wissen, welche geistigen ‚Zustände‘ sie abholen und bedienen können, doch deren Zuwachs beschreibe ich nur noch mit :  ‚.. Streichholz und Benzinkanister !‘

Jeder ethisch sensibilisierte Mensch, sei es auch nur halbwegs, muss sich darüber im Klaren sein, was sich da anbahnt. Deshalb : Das Hinterteil hoch und die Zähne auseinander ! (Oder auch der beherzte Griff in die Tastatur !)

Mag platt klingen, doch … manchmal ist es die recht einfache Wortwahl.

Noch ist das Wort ‚Wahlurne‘ ein zusammenhängendes Substantiv …

 

 

‚Maler‘


Ein Gedicht aus meinem Buch 'Menschenland'

 

Maler

 

Allein und einsam auf dem Hocker

die weiße Leinwand starrt ihn an

sitzt da der Pinselzocker

was hat sie ihm denn nur getan

Der erste Pinselstrich mit Schwung

und schon gelingt der Zweite

grad eben noch Verzweifelung

fliegt Fantasie jetzt in die Weite

So ist’s nun mal ihr Malersleut

denn das ist euer Ringen

aus Nichts zu schaffen von Bedeut‘

es muss einfach gelingen

Ein neuer Stil in deiner Kunst

denn sonst röhrt an der Hirsch im Harz

dann malst du für Betrachters Gunst

den gelben Punkt – der Rest ist schwarz

Gedicht ‚Jäger‘


Dieses Gedicht ist eine ‚Hommage‘ an den Artikel ‚Die Anwälte der Tiere‘ im Mindener Tageblatt v. 05. Februar 2016. Zwanzig Leserbriefe zu dem Thema ‚Jagd‘ sind von mir in der genannten -und von mir sehr geschätzten- Zeitung bislang erschienen und in diesem Blog erneut veröffentlicht.  Heute resümiert bleibt die Erkenntnis, dass der von der Jägerschaft ausgelebte ‚Seelenkitzel‘ samt Dominanzgehabe aus Herrschaftszeiten genetisch verankert sein muss. Immer noch. Einen weiteren Leserbrief zu dem provokanten Titel des oben genannen Artikels ‚rauszuhauen, ist wie das ‚Hornberger Schießen‘. Hier im Blog ist es das allerdings nicht ! Deshalb für interessierte Leser das folgende Gedicht :

Zitat (eigen) :   Jagd und Tierschutz sind ein Widerspruch in sich.

Jäger

 

Das deutsche Liedgut singt vom Jäger

der schießt sein Wild wie’s ihm gefällt

als Waidmanns ehrig Zunftenträger

hat immer sich so angesellt

er liebt die Pirsch, das Angesitze

auf überzählig Wildbestand

ist da so Freilands Hegefritze

der keine andre Lösung fand

ob Hase, Wildschwein oder Reh

sitzt freudig an in der Natur

ob Hochsitz oder Büsches Speh

will er den Schuss, die Flinte pur

lässt treiben Freiwild auf sich zu

entspannter Freizeithochgenuss

zieht aus der wilden Tiere Schuh

aus Hinterhalt mit Hegeschuss

der geht gezielt in seine Seele

hält offen tiergemordet Kerbholz

geschichtgerechte Tötbefehle

ist rechtgefertigt Mordesstolz

manch Schmatzer würd vergehn der Schmaus

wenn er müsst töten Tier zur Speis

dem Jäger macht das gar nichts aus

er macht das selber zum Beweis

das abgekocht sein Seelenleben

als Herrscher über Leben thront

dem Wild das Aufbrechmesser geben

dann hat die Strecke sich gelohnt

er wird die Welt nicht mehr verstehn

wenn eines Tags ein Richter bellt

das Tiermord ist wie Menschenmord

den Vorsatz auch noch unterstellt

dann bist du dran du Jägersmann

und Tieresseelen klatschen

die Flinte nützt dir gar nichts dann

kannst Hegering im Kopf belatschen

wie schön die Zeiten damals waren

als Tiere waren vogelfrei

bist dir juristisch nun im Klaren

dass Schluss ist mit der Barbarei

Ein solcher Traum, wie kann es sein

ist eine Wunderblase

sie schwebt dahin, fragil und fein

ein blumig transparenter Hase