Die 2. Auflage ist fertig …


Was lange währt … Uralter Spruch, doch inhaltlich wohl kaum zu verbessern.

Die 1. Auflage meines Romans ‚Die Gedanken sind frei … Die Erlebnisgeschichte eines jungen Mannes beim Bund‘ war einfach eine gestalterische Katastrophe. Das gestehe ich vorbehaltlos ein. Zitat aus dem ersten Beitrag zu dem Thema (das muss einfach sein …) :

Die 1. Auflage sah schlichtweg katastrophal aus (…) Den Buchblock meine ich. Als ich den realisierte, hatte ich offen gestanden so gut wie keine Ahnung, wie das ansehnlich zu gestalten war. Die Schrift war nicht eingebunden und hatte damit eine grauenhafte Formatierung, nahezu unzumutbar zahlreiche Fehler usw.. Dafür krieche ich reuig nach Canossa und entschuldige mich bei den zahlreichen Käufern, die mehr der Inhalt als die Verpackung interessierte ! Trotzdem

DSC_0023.jpg
Die Druckvorlage von BoD

Der Buchblock wurde überarbeitet und auch das Cover ! Ebenso das Buchformat (nun 12 x 19). Vier eigene Zeichnungen wurden hinzugefügt. Im (neuen) Anhang gebe ich den exakten Wortlaut des Antrages auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer wieder, der damals zu einem ‚Verfahren‘ führte, dem sich in der Zeit (Siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts) zu stellen war, wenn man als Solcher anerkannt werden wollte. Dabei handelt es sich um meinen eigenen Antrag, den ich bei der Verhandlung im zuständigen Kreiswehrersatzamt vorzulesen hatte. Um das richtig einzuordnen : Es war sich zu rechtfertigen, wenn man es ablehnte, Menschen auf Befehl zu töten und nicht, wenn man genau dazu bereit war ! Wie das heute abgeht, war damals ein Traum und ein gesellschaftliches Ziel für entsprechend Denkende. Dieses Ziel wurde erreicht.

Durch die Änderungen ergibt sich nun ein ziemlicher Wälzer von 463 Seiten. Da ich es nach wie vor ablehne, die Rechte an meiner eigenen Arbeit an einen Verlag abzutreten, ist auch das Layout dieser 2. Auflage gestalterisch in kompletter Eigenregie entstanden. Das neue Cover ist das Produkt der bildnerischen Bearbeitung eines eigenen Ölgemäldes.

 

DSC_0090.jpg
… Und so sieht es aus.

Das Buch ist ca. Ende Mai 2016 im Handel bestelltbar. Also in jeder Buchhandung oder online. Parallel wird es eine eBook- Variante geben. Weitere Details (Preis etc.) dazu gibt es natürlich aktuell hier im Blog.

Desweiteren plane ich hier im Blog Auszüge aus markanten Kapiteln zu veröffentlichen, damit sich ein Eindruck festigen kann, ob das behandelte Thema potentielle Leser überhaupt interessiert. Die inhaltliche Vermittlung und die ‚geistige Interaktion‘ mit dem Thema stehen bei mir im Vordergrund und nicht das Marketing und damit nicht das kommerzielle Interesse. Nach wie vor stehe ich zu meiner Aussage, dass, wenn ich nur einige oder auch nur einen Leser oder eine Leserin erreiche, sich die Arbeit gelohnt hat. Das ist bei mir keine Phrase, sondern präzise die Initialzündung zur Schwerstarbeit, die zur Realisierung eines derart umfangreichen Projektes notwendig war.

Für mich gibt es da noch einen weiteren Grund für das ‚Selbstpublishing‘ : Ich unterliege nicht der Auflage eines Verlages, zur Steigerung der Verkaufszahlen Lesungen und Ähnliches zu veranstalten. Nicht, weil ich da ‚Bammel‘ vor habe, sondern ganz einfach, weil ich davon ausgehe, dass jeder potentielle Leser auch selber lesen kann und sich den Buchinhalt selber lesend erschließen kann.

Fragen und Kommentare zu diesem Thema sind absolut erwünscht …

Eingabealternativen


Was ein Newton ist, habe ich bereits beschrieben (Kategorie ‚Newton‘).

DSC_0062.jpg
mein noch heute genutzter und geliebter Newton

In diesen Zeiten der ‚planetaren‘ Belauschung und Bespitzelung im Netz ist der Gedanke an analoge Zeiten -bei mir jedenfalls- sehr präsent. Doch wer will schon dahin zurück ? Sicher war sich der|diejenige, dass der geschriebene Inhalt in einem Papierorganizer sicher vor Anderen war, sofern der nicht verloren ging oder auf dem Schreibtisch unbeaufsichtigt liegen blieb. Keine Cloud, kein Wlan, keine Suchfunktion zur schnellen Auffindung von Einträgen und Daten allgemein usw.. Dafür blättern, blättern ….

Schon in den 90er Jahren gab es Alternativen für die, die sich trauten, ihre Daten elektronisch handlich zu bearbeiten und zu verwalten. So einer war ich. Als ich mich mit dem Apple Newton beschäftigte, merkte ich sehr schnell, dass da Möglichkeiten schlummerten, von denen ich bis dahin träumte. Dieses Gerät bot damals schon die Möglichkeit, handschriftlich Texte und Zeichnungen zu erfassen, die sich entsprechend benannt auch nach einem Jahr schnell wiederfinden ließen und auch noch nach Jahrzehnten. Der Clou war, dass manuell eingegebene Texte in druckfähige Texte umgewandelt wurden. Z.B. Briefe, die ordentlich formatiert gedruckt werden konnten. Und das ohne Desktop oder Laptop, sondern mit einem relativ handlichen Gerät (PDA- personal digital assistant). Internettauglich war das Teil auch schon in Zeiten, in denen das Internet von Vielen noch für ein Strickmuster gehalten wurde.

Vor ca. zehn Jahren war ich damit online. Die Erkenntnis, danach offline ein regelrechtes ‚Fort Knox‘ für Kennwörter usw. zu haben, zeigt, wie wertvoll so ein Gerät heute ist. Die Daten in meinem Newton sind kennwörtlich gesichert.

Nun las ich in den vergangenen Tagen das Folgende :

Eingabearten.png

 

Wie bekannt mir das vorkam…

Das Ergebnis aus dem da beschriebenen Vergleich zwischen höchst unterschiedlichen Eingabemöglichkeiten ist tatsächlich faszinierend. Seinerzeit (in Steve Jobs‘ Zeiten) verbannte Apple einen Eingabestift. Heute gibt es den Apple-Pencil … und was kommt als Nächstes ? Für jeden beschulten Menschen ist ein Stift (egal welcher Art) ein vertrautes Instrument, das sich nicht einfach wegdiskutieren und verbannen lässt, um dann festzustellen, dass das wohl nicht so ganz den menschlichen Verhaltensweisen entspricht. Microsoft hat das anders gemacht. Hätte ich definitiv nicht gedacht, dass ich einmal sowas sage …

Prognose : Rückkehr der Stifteingabe. Der Weg dahin ist nicht nur erkennbar, sondern bereits ausgeschildert.

DSC_0063.jpg
mein Apple Message Pad 2100

Das seit 1997 nicht mehr geupdatete Betriebssystem des Newton ist in grundlegenden Anwendungen auch heute noch nicht überholt .. eher im Gegenteil. Das Batteriemanagement ist immer noch ein Mysterium und wird es vielleicht auch bleiben. Gerätelaufzeiten werden nicht in Stunden oder Tagen, sondern in Wochen und Monate gemessen.

Sind die Ingenieure nicht in der Lage, das zu rekonstruieren ?

Trauen sie sich das nicht oder verstehen sie das nicht ? Wahrscheinlich Letzteres oder Beides …

Tatsächlich würde ich heute so ein Gerät mit einem aktuellen Bildschirm, von mir aus auch noch in den Geräteabmessungen und mit dem Gewicht, kaufen.. und zwar bedingungslos. Das Betriebssystem (Newton OS) stellt nach 19 Jahren dieses bunte IOS (und das kenne ich zur Genüge) in anwenderbezogener Handhabung und Produktivität glatt in den Schatten.

DSC_0061.jpg
mein MP 2100 mit passender Tastatur

Wie gesagt : Ich nutze ihn heute noch und der eingangs beschriebenen Problematik folgend täglich.

Nur : Der Schwerpunkt ‚Entertainment‘ und Spiele wird die Realisierung meines Traumes von einem Gerät, das als echtes Arbeitstier seine Anwender das sein lässt, was diese wirklich wollen : produktiv sein. Ich meine die sogenannte ‚eierlegende Wollmilchsau‘.

Ich komme nicht drumrum, diesem Gerät meine Anhänglichkeit zu zollen, denn die ist es wert.

Nach fast zwei Jahrzehnten sind meine Newton der Safe für das, was ich nie und nimmer dem Internet anvertrauen würde : meine geheimsten Daten ! (.. Die ich auch mit ‚links‘ wiederfinde !)