Griechenland


Nach all dem den Medien entnommenen Hin und Her über das Problem ‚Griechenland‘ poste ich hier   mein Statement dazu :

Die Wurzel des scheinbar endlosen Problems lag in der Tatsache, dass Griechenland mit geschönten Zahlenwerken in die Währungsunion gelangte. Das war damals sicherlich schon erkennbar, ging aber durch die Prüfungsgremien. Da wurde ganz offensichtlich darauf gesetzt, dass das Land -oder besser die jeweilige Regierung- sich durch Reformen und Anpassungen ökonomisch und politisch in die Eurozone eingliedert. (Austerität) Das geschah nicht. Ein aufgeblähter Beamtenapparat, Korruption, kein Kataster, kaum Steuerkontrolle – organisatorische Mängel vorne und hinten. Das Desaster war absehbar und nur eine Frage der Zeit. Nur – nun war das Land in der Währungsunion und steuerte schnurstracks auf die Staatspleite zu. Ergebnis : Der Status als €-Land forderte natürlich die Solidarität der anderen EU-Mitgliedsstaaten. Die sogenannten ‚Rettungspakete‘ kommen da ins Spiel. Erst eins, dann zwei und nun drei an der Zahl. Insgesamt mittlerweile in dreistelliger Milliardenhöhe. Die griechische Regierung setzte auf das ‚gute‘, alte Pokerspiel und zockte hemmungslos, beleidigte andere Staaten, zumindest in erster Linie Deutschland und die dominanten Politiker und die Staatenlenkerin. Als die griechische Regierung realisierte, dass ihr Pokerspiel doch nicht dahin führte, wohin sie wollte, ruderte sie zurück. Wie ein Katz und Maus-Spiel. Nur hier ging es nicht um ein Spiel, sondern um Milliarden an Steuergeldern. Geld also, dass von Steuerzahlern anderer Länder erarbeitet und damit erwirtschaftet wurde. Geld, dass in den jeweiligen Ländern sicherlich verwendet werden könnte für Infrastruktur oder Sozialwesen.

Dass das hier so einfach Zusammengefasste zweifellos in den Details komplexer war und ist, erscheint völlig klar. Nur … da bleibt die Gretchenfrage : Wäre der sogenannte Grexit kalkulierbarer gewesen als ein weiteres Hilfspaket ?

Warum sollte den Griechen geholfen werden ?

Unbestritten spielte und spielt Deutschland eine recht dominante Rolle in der Problematik. Deutschland, dass selber einen Schuldenschnitt bis zum Jahr 1939 nach dem Desaster, dass es über diesen Planeten gebracht hat, zugesprochen bekam, dreht und wendet sich in einer Weise, die schon fast beschämend ist. Diesem Land wurde von den sogenannten Siegermächten wieder auf die Beine geholfen, weil diese davon ausgingen, dass Deutschland keine Schulden mehr machen würde und der sprichwörtliche Fleiß der Deutschen Wachstum erzeugen würde. Und genau das geschah, was das Wachstum betraf. Es ist eines der reichsten Länder dieses Planeten. Auch basierend auf dem Vertrauen und der -man könnte durchaus sagen- Großzügigkeit der Alliierten. Das hat diesem Land einen hervorragenden Neustart ermöglicht. Genau das sollte kein Deutscher vergessen. Und kein Deutscher sollte das nur als Selbstverständlichkeit für sich herausstellen, weil wir ja so musterhaft sind. Das Problem ist immer, dass die Zeit sowas sehr schnell zudeckt und kaum jemand unangenehm Historisches, also Schnee von gestern, in die Gedanken- und Verhaltenswelt von heute ziehen und wahrnehmen möchte. Fakt ist, dass die ehemaligen Kriegsgegner diesem Land die Möglichkeit zusprachen, wieder aufzustehen, den Nachhall der Diktatur der Verbrecher und Massenmörder zu überwinden und einen demokratischen Staat aufzubauen. Es waren also die Mächte, denen millionenfaches Leid aufgedrückt wurde, die dem Täterland die Chance des Neuaufbaus und einen vertrauensvollen Neustart ermöglichten. Da kann man definitiv nur den Hut ziehen.

Dieses derart begünstigte Land Deutschland sollte sehr vorsichtig damit sein, eine Art Dominanz anderen Ländern gegenüber zu erzeugen und sich entsprechend zu verhalten, deren Karren bildlich vor der Wand steht. Mit vollem Bauch lässt sich hochmütig vom problemlosen Ertragen des Hungers reden und handeln.

Meine Sicht :

Austerität erzeugt nicht zwingend -oder wie auch immer- Prosperität. (Oder : Disziplin oder Strenge ist nicht unbedingt mit dem damit verbundenen Wohlstand einer Gesellschaft verbunden). Muss aber auch nicht marginal (nebensächlich) sein.

Hilfspakete an Griechenland sollten sinnvollerweise eine win/win – Situation erzeugen, indem sie an dringend durchzuführende, konsequente Reformen gebunden werden. Wie gesagt, konsequent und ohne ‚Daumenschrauben‘, die die Bevölkerung dramatisch leiden lässt. Das ist immer ein Nährboden für extreme, politische Randgruppen, deren Ziel immer das Aushebeln demokratischer Prinzipien ist. Wie das dann funktionieren kann, ist die eindeutige Aufgabe der Politik, in der sie ihre Kompetenz unter Beweis stellen kann und muss.

Es darf in keinster Weise in Kauf genommen werden, dass diese EU wieder in Nationalstaaten auseinander fällt. Nicht koste es, was es wolle … aber es darf tatsächlich nicht daran scheitern, dass Staaten wie Deutschland, die selber in einer absoluten Nehmersituation waren, lehrmeisterlich Bedingungen stellen, denen sie in ihrer damaligen Situation nicht ausgesetzt waren. Deutschland wurde geholfen und wieder auf die Beine gestellt – durch Vertrauen. Drohgebärden wie die des deutschen Finanzministers (Grexit auf Zeit) sind da absolut kontraproduktiv, ja aus meiner Sicht sogar unerträglich und ja … arrogant.

Es wird lange dauern (Jahre ?), bis in Griechenland die Gesellschaftsordnung funktionierend korrigiert ist, doch es wird sich lohnen. Dass das nicht billig sein wird, leuchtet sicherlich jedem ein. Es ist aber ein Schritt in die richtige Richtung, denkt man in Richtung Fiskalunion oder an eine föderalistisch ausgerichtete Staatenunion. Große Ziele, die nur erreichbar erscheinen, wenn die einzelnen Staaten mit auf diesen ‚Weg‘ genommen werden.

Das Schlüsselwort dabei ist : Transparenz. Und zwar der jeweiligen Bevölkerung gegenüber. Die Menschen müssen den Eindruck und die Wahrnehmung haben, dass sie mit einbezogen und gefragt werden, wenn schon mit ihrem erwirtschafteten Geld (Steuern) ein erheblicher Aufwand für Hilfe einer anderen Gesellschaft im Hause Europa bewegt und aufgewendet wird. Verhandlungen und Beschlüsse hinter verschlossenen Türen tragen nichts dazu bei, sondern erzeugen Misstrauen gegenüber Mandatsträger und das Selbstgefühl der Bürger, nur Stimmvolk zu sein. Mit Transparenz meine ich auch sogenannte Volksbefragungen mit dem bewussten Risiko des Einbezugs bildungsferner Teile der Bevölkerung. Das funktioniert, wie man in der Schweiz sehen kann.

Das so mühevoll aufgebaute, halbfertige Haus Europa braucht die vollherzige Unterstützung und Einbringung der Strippenzieher in Richtung Fertigstellung, also einer Fiskal- und Staatenunion, um tatsächlich eine Befriedung der Mitgliedsstaaten zu besiegeln. Das ist die höchste Priorität und Hauptdirektive, wenn auch die Schritte dahin mit harter Arbeit und mit Intelligenz ohne eigennützige Hintergedanken verbunden sind. … Ich habe den Eindruck, dass so eine Roadmap im Bewusstsein der Entscheidungsträger noch nicht ganz festgezurrt ist ! Das ist gefährlich und darf nicht durch Nationalstaatendenken ins Hintertreffen geraten ! Dann wird das was ……

Das ist die sinnvollste Ergänzung des Wortes ‚Hilfspaket‘.

„Kriegsdienstverweigerer“


In Anlehnung an den Text „Kriegsdienstverweigerer frei“  von Amnesty international (hier gepostet in der Kategorie ‚Aktionen‘ )  werde ich hier meine eigenen Erlebnisse zu dem Thema Kriegsdienstverweigerung darstellen. Darin wird mehr als deutlich, dass gerade auch die Verweigerung des Kriegsdienstes mit der Waffe (oder sonstwie) auch hier in Deutschland nicht ganz ‚einfach‘ war. Allerdings nicht zu vergleichen mit Ländern, in denen Repressalien immer noch anders aussehen und nicht den sogenannten ‚Ersatzdienst‘ erzeugen –  wie es hier in diesem Lande war. Mit der Abschaffung des Wehrdienstes in Deutschland erledigte sich sowohl die Rechtfertigung eines Wehrpflichtigen, keine Menschen töten zu wollen, sondern auch die allgemeine Verpflichtung, entweder Militärdienst oder Ersatzdienst zu leisten. Ein Schritt in die richtige Richtung.

In anderen Ländern sieht das immer noch anders aus, wie aus dem ai-Text hervorgeht.

Ein Beispiel dafür, was ein Mensch, den man Wehrpflichtigen nannte, über sich ergehen lassen musste, wenn er es -wie gesagt- ablehnte, auf Befehl und in Uniform Menschen zu töten, ist mein eigenes Anhörungsverfahren vor einer staatlichen Kommission. Hier poste ich meine damalige (1977), schriftliche  Begründung, warum ich von dieser Verpflichtung entbunden werden wollte, obwohl ich den Wehrdienst abgeleistet hatte, ja sogar noch Zeitsoldat für insgesamt zwei Jahre und Ausbilder war. Der lesende Mensch mag sich sein eigenen Urteil dazu bilden. Nur – dass das heute so nicht mehr erforderlich ist, ist ein erheblicher Fortschritt, der für alle gelten sollte.

Deshalb wecke ich hier noch mal die alten Geister auf und setze sie ins Verhältnis zu dem diese Zeilen auslösenden Text von Amnesty.

Egal auf welchem Teil dieses Planeten … kein Mensch darf dazu verpflichtet werden, auf Befehl Leben zu zerstören und zu vernichten. Das Recht auf Verweigerung dessen hat jeder Mensch, egal wo er lebt und wie er aussieht.-

Hier meine damalige Begründung ( 1977 )  :

Offizieller Antrag auf Anerkennung als

Kriegsdienstverweigerer

Zu meiner Person :

Am 01.04.1971 wurde ich nach einer kaufmännischen Lehre zur Bundeswehr eingezogen. Mit der Einberufung warf sich die Frage auf : „Wozu ?“ Die Nachteile einer 18-monatigen Wehrzeit lagen ganz klar auf der Hand. Dennoch entschloß ich mich, nachzugeben, d.h., ich ging zur Bundeswehr, um mir nachher anhand von Tatsachen, Erfahrungen und aufgenommener Eindrücke ein wenigstens annähernd objektives Meinungsbild zu verschaffen und zu gewinnen. Schon während der Grundausbildung kam ich zu dem Entschluß, mich auf zwei Jahre als Freiwilliger zu verpflichten und leistete infolgedessen den Eid. Nach 14 Monaten wurde ich Unteroffizier. Mein Ziel war, mein eigenes Verhalten in ‚bestimmten Situationen’ zu erkennen. – Ich wurde Ausbilder in einer Rekrutenausbildung.

Fazit :

Ich verweigere den Wehrdienst nicht von vornherein, sondern ließ mich zum Dienst mit der Waffe einziehen ! Eine Verpflichtung zum Zeitsoldaten auf zwei Jahre schloß sich an, in wurde Vorgesetzter und bildete Rekruten in der Grundausbildung aus. Mit anderen Worten will ich mich nicht vor dem Wehrdienst ‚drücken’, sondern aus nachher aufgeführten Gründen und Betrachtungen meine Meinung öffentlich bezeugen – eine Meinung, die zum größten Teil aus den Erfahrungen einer zweijährigen Dienstzeit resultiert.

Mit diesem Schreiben stelle ich offiziell den Antrag auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer. Ich werde auf den folgenden Seiten die Begründungen aufführen, die diesen für mich einzig logischen Schluß erklären.

Begründung dieses Entschlusses :

Der Kriegsdienst mit der Waffe wurde von jeher nicht als abscheulich und menschenunwürdig dahingestellt, sondern verharmlost und für ‚notwendig’ empfunden. Die Basis des Militarismus liegt in der Sucht nach Macht, Geltungsbedürfnis und persönlichen, militärischen Privilegien. Man bringt Wertbegriffe wie Ehre, Vaterland, Verteidigung etc. ins Spiel, um militante Aktionen zu rechtfertigen. Mit diesem stupiden Vorwänden,, Verdummungen und Massenverblendungen verfolgt man immer nur ein Ziel : Das Durchsetzen egoistischer und materialistischer Vorstellungen. Hierzu ist die einzelne, untergebene Person nur Mittel zum Zweck. Man rechtfertigt Kriege mit den vorher genannten Wertbegriffen wie Ehre, Vaterland etc. und merkt anscheinend gar nicht, wie abartig dieser Vorgang ansich ist.                                                                                     Man treibt Menschen, die vorher zu Maschinen – zu Werkzeugen und damit zu den Ausführungsorganen solcher abartigen, sadistischen Spiele gemacht werden oder besser degradiert werden, in ein niemals zu verantwortendes Verderben. Ein Sieg für das Vaterland und für die Ehre scheint ein Sieg des Sadismus zu sein. Ist man sich nicht darüber im klaren, daß man die Verantwortung für jeden einzelnen Menschen, für jedes Individuum, übernimmt ? Sind Ideologien wichtiger als das persönliche Schicksal und das folgende Verderben eines Menschen ? Der Mensch, der sich das anmaßt, handelt unverantwortlich, ja unmenschlich ! –Denn was nützen dem Menschen noch seine Menschenrechte, wenn sie ständig (in einem Krieg) mit Füßen getreten werden ?? Was nützen sie ihm, wenn er sinnlos erschlagen auf dem Schlachtfeld liegt ? Wer will den Tod eines Soldaten mit einer Kugel in der Brust verantworten ?Doch weiterhin zwängt man sich und Andere in Uniformen und bildet sich ein, allgemeinnützig zu sein, d.h., für das Wohl der Allgemeinheit da zu sein ! Man trägt die Uniformen mit ‚Würde’ und merkt gar nicht, daß dieser Wahnsinn damit auch noch öffentlich kundgetan wird.                                                                                                           Man gibt sich total autoritär, weil man sonst auf Widerstand stoßen könnte.  Man beschneidet die persönliche Entscheidungsfreiheit des einzelnen ‚Untergebenen’ und befielt ihm – befiehlt ihm zu töten. -Man befiehlt ihm, Menschen zu töten, denen er niemals zuvor in seinem kurzen Leben begegnet ist, die ebenfalls verblendete Opfer sind.                                                                       Man hängt ihnen Orden an die Brust, wenn sie besonders tapfer, sprich besonders grausam und brutal waren, um damit möglicherweise auftretende Gewissenskonflikte oder Unzufriedenheiten im Keine zu ersticken. Man erzählt ihnen dann, daß sie den Vaterland einen unersätzlichen Dienst erwiesen haben, daß die Opfer ‚ja bloß Freinde’ waren, die es gilt zu zerschlagen, doch daß man sie, diese armen Kreaturen, zu Mördern gemacht bzw. befohlen hat, sagt ihnen niemand ! Welch ein makabrer, psychologisch fein durchdachter Massenverdummungsprozeß !

Eine Verharmlosung dieser Realität wurde von alters her mit unerheblichem Aufwand betrieben. Diese Verharmlosung und gar Rechtfertigung äußerste und äußert sich heute noch ganz klar in der Behandlung und Auslegung dieser Thematik. –                                                         Es ist eine logische Erkenntnis, daß man Menschen, die etwas ausführen sollen, was in der Regel gegen ihre Natur, Überzeugung und ethische Auffassung geht oder gehen sollte, vom eigentlichen Sinn und Zweck ihrer aufgezwungenen Handlungen in dem Maße ablenkt, daß man Rechtfertigungen ins Spiel bringt, auf die die menschliche Psyche gern ‚reinfällt’.

Scheinbar rechtfertigende Wertbegriffe wie Ehre, Vaterland, Nationalbewußtsein etc.. Man spricht vom Ausgleich der Kräfteverhältnisse, vom prinzipiell ‚bösen’ Feind, dem Aggressor, von der eigener Verteidigung, die niemals eine Aggression war, ist und sein wird und vom ‚Beruf des Soldaten’, von dem man sagt, er sei ein Beruf wie jeder andere ‚gut bürgerliche’.                        Das Militär wird nicht, wie es prinzipiell sein sollte, als Organ der Gewalt, sondern als Organ des Friedens dahingestellt !                                                                                                                          Jedes neu entwickelte Massenvernichtungsmittel (man denke an biologische und chemische Kampfstoffe, an die ‚A-Bombe’, an die Neutronenbombe ! etc.) sind in deren Augen eine begrüßenswerte Errungenschaft der Menschheit zum Zwecke der ‚Erhaltung des Friedens’.  Man freut sich über jedes neu entwickelte Waffensystem, gibt stolz die günstigste Wirkungsweise und den Wirkungsgrad an und übt mit ihnen gerne das, wozu sie gebaut sind, nämlich zur Vernichtung von Menschenleben – zur sinnlosen Vernichtung von Menschenleben !! Die Menschen, die unter diesem Militarismus zu leiden haben oder die von seinen Organen unfreiwillig zu Diensten herangezogen werden, die sie freiwillig nicht antreten würden, werden mit psychologisch nicht unklug angelegten Mitteln und Propagandaaktionen berieselt, die nur einen Sinn verfolgen, über Verharmlosungs- und Notwendigkeitsdarstellungen doch noch Leute zu finden, die auf sie hereinfallen. Man lockt sie an mit Argumentationen wie : finanzieller Vorteil, gute bis sehr gute Aufstiegsmöglichkeiten, außerordentlich gute Ausbildungsmöglichkeiten etc. ! Man sagt ihnen, daß die zivile Gesellschaft all diese ‚Vorteile’ nicht bieten kann. Es wird aber nicht gesagt, daß man sie ganz nebenbei auch noch zum Töten auszubilden gedenkt, daß all die Dinge, wie Waffen und Gerät etc., nur diesem einen Sinn und Zweck dienen sollen – dem legalisierten Morden !! Man gaukelt den jungen Soldaten heute vor, daß sie, wie schon gesagt, eine ‚Beruf’ ausüben, der nicht anders einzustufen sein, als jeder andere ‚gut bürgerliche’. – Dieses ließe doch den realistischen Schluß zu, daß ein Arzt, der seiner Kundschaft menschliche Hilfe anbietet, einem Soldaten, der seiner ‚Kundschaft’ Kanonen und Bomben anbietet, beruflich und tätigkeitsmäßig ethisch gleichzusetzen wäre, obwohl der Eine für und der Andere gegen das Menschenleben ansich arbeitet. Der Arzt hat die Aufgabe mit der Wahl seines Berufes übernommen, Menschenleben zu retten und zu betreuen, während der Soldat die Aufgabe und die Pflicht hat, Menschenleben zu bekämpfen und zu vernichten. Eine nicht zu vereinbarende Diskrepanz !                                                                                                                Trotz Allem wagt man noch zu sagen oder sogar zu behaupten, daß der Beruf des Soldaten ein Beruf ‚wie jeder andere’ sei ! Man drillt junge Soldaten im Waffenspiel – um sie irgendwann einmal dafür zu benutzen, wofür man sie drillt !

Ich selber habe junge Soldaten meines Alters zum Kriegsdienst ausgebildet.

  • Ich brachte ihnen bei (so wie es mir beigebracht wurde !), richtig und sinnvoll mit einer Waffe umzugehen –
  • ich brachte ihnen bei, wie diese Waffen taktisch einzusetzen sind und wie ihre Wirkung ist –
  • so wie man mich darauf drillte, so drillte ich diese Leute beispielsweise im Zerlegen und Zusammensetzen der Handfeuerwaffen, damit sie ‚vertraut’ mit ihrer Waffe werden und es lernen, damit Menschen zu töten ! –
  • so wie man es mir beibrachte, so brachte ich den ‚unmündigen Staatsbürgern’ die Funktionsprinzipien der Waffen bei –
  • so zeigte ich ihnen, wie man mit der Waffe (die Braut des Soldaten !) richtig schießen lernt – so lernten sie das Zielen auf ‚Pappkameraden’ – also sinnbildlich auf Menschen !
  • so lernt man den richtigen Einsatz von Handgranaten, Panzerfaust etc., um damit im ‚K-Fall’ möglichst wirkungsvoll Menschen zu zerfetzen und zu verstümmeln ! –
  • so lernt man, wie … so lernt man Brutalität !
  • so wird dem jungen Menschen das Freiheitsprinzip eines jeden Menschen gelehrt : die Menschenrechte, die zehn Gebote etc. –
  • so bringt man ihm das Gegenteil bei – man richtet ihn ab !!

Ich bildete junge Menschen im Waffenspiel für die ‚Vaterlandsverteidigung’ aus; ich möchte es nie wieder tun, denn ein gewisses Schuldgefühl stellte sich während der Zeit ein !- Eine der mitentscheidenden Teilgründe ist die heutige Waffentechnik zur Kriegsführung; im Klartext .. das atomare Potential und die neueste ‚Errungenschaft’ der Vernichtungstechnik : die Neutronenbombe ! – Es ist mir bekannt geworden (durch Unterrichte, die ich selber gehalten habe !), daß das gesamte Potential an ‚A-Waffen’ ausreicht, um das gesamte Leben auf diesem Planeten auszurotten. Statistiken sagen, daß dieses Potential nicht nur das Leben dieses Planeten Erde, ja das theoretisch Vielfache, total zersprengen kann.                                                                         Eine extragaktische Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes. Wer will das verantworten ? Soetwas soll ich auch noch mit der stillschweigenden Duldung als notwendiges Übel in Kauf nehmen ? Soetwas prinzipiell fördern … mit dem Tragen der Uniform im ‚Friedens’- sowie im ‚K-Fall’ ? Zur Abschreckung ? – Wer soll denn abgeschreckt werden ? – Mit welchen Mitteln ?! Der Slogan ‚Abschreckung’ scheint auf den ersten Blick nicht allzu abwägig, doch bei näherer und damit entscheidender Betrachtung wird der unzweideutige Widerspruch klar : Friedenserhaltung durch Abschreckung .. ! –

Einer der größten Widersprüche unserer Zeit !                                                                                 Schon das Wort ‚Abschreckung’ setzt die Möglichkeit nicht außer Kraft, die Möglichkeit des Einsatzes im Ernstfall.                                                                                                                                Ein für mich uneinsehbarer, völliger Widerspruch.

Dazu will ich nicht beitragen !-

Die Entwicklung neuer Vernichtungswaffen- und techniken nimmt nahezu perfekte Formen an – von Menschen mitfinanziert, die gar keinen Einfluß darauf haben ! Menschen, die aus irgendwelchen Gründen einfach darüber hinwegsehen. Vernichtungsmaschinen, die ausrotten- brutal dahinschlachten. Im Ernstfall werden sie eingesetzt ! –                            Vernichtungsmaschinen, die neuerdings sogar Gegenstände verschonen, und ‚nur’ den Menschen sauber abtöten – in Massen ! – Die ‚Neutronenbombe’, die neueste Errungenschaft, richtet nur noch den Menschen ! ( Mehr nicht … )-                                                                               Der Einsatzort bleibt sauber; das Material soll erhalten bleiben. Es zählt militärisch strategisch mehr als Menschenleben.                                                                                                                           Bei diesem Stand der militärischen Technik ist es eine unbeschreibliche Herabsetzung der menschlichen Würde, dieses überhaupt noch rechtfertigen zu wollen ! – Der Mensch als Lebewesen wird degradiert, untergeordnet, abgestempelt zu Minderwertigem. – Das Material steht im Vordergrund. Es ist entscheidend, nicht das Menschenleben, nicht Millionen oder noch mehr Menschenleben. Damit ist der Mensch eindeutig dem Gegenständlichen, dem Materialistischen untergeordnet.

Kann noch irgendetwas unwürdiger, brutaler sein ?                                                                             Der Mensch wird nicht einmal einer Maschine ‚wertmäßig’ gleichgesetzt, nein … er wird ihr sogar untergeordnet und – um den Wahnsinn perfekt zu machen – diesen Status legt er sich selber auf ! –                                                                                                                                    Maschinen zerstören nicht mehr alles Material, sondern nur noch speziell alles Lebende ! Damit hat der Mensch dem Leben dieses Planeten endgültig seine Zweitrangigkeit, seine Nebensächlichkeit bescheinigt; damit wissen wir, wie wir uns selber einschätzen und- wie wir uns selber einzuschätzen haben ! Das Ergebnis ist kein Triumph des Lebens, es wird das Ende sein- mit welchem Nachlaß ?— Mit dem Triumpf dessen, was man ‚tote Materie’ nennt. Die Totalzerstörung, entweder des gesamten Planeten mit unsaubren A-Bomben oder- mit Vernichtungsmaschinen, die das Leben ‚sauber’ abtöten, scheint unausweichlich bevorzustehen.                                                                                                                                            Die Entwicklung von Vernichtungswaffen neuzeitlicher Prägung hat diese Erde zu einem Pulverfaß konstruiert, an das der Zünder bereits angelegt wurde. jeder Einzelne von uns sitzt auf dieser brodelnden, gnadenlosen ‚Masse’, sich dessen bewußt oder nicht !?!                        Immer perfektere Techniken werden mit einem Aufwand konstruiert, der überhaupt nicht zu übersehen ist und … vor allen Dingen !- von dem der ‚hungernde Abschaum’ dieser Menschheit nicht abbeißen kann, ja vielleicht nicht einmal diese Ahnung hat !-                                                   Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein und das Gerede von Abschreckung resultiert nicht mehr nur in Schrecken, sondern in gar nichts mehr ! Dann ist nichts mehr !

Was rechtfertigt einen solchen Einsatz ?-

Wenn dieser Zünder nicht bald von diesem Pulverfaß abgenommen wird, dann wird das ‚intelligenteste Lebewesen dieses Planeten’ ein Opfer seiner Intelligenz !- In der letzten Konsequenz !- Dazu kann ich keinen Beitrag leisten ! Nicht theoretisch durch stillschweigendes Hinnehmen, d.h. tolerieren – und nicht praktisch, d.h. durch persönlichen Einsatz im Verteidigungs- oder K-Fall !

Mein Verstand, mein ethisches Bewußtsein, ja Verantwortungsgefühl verbietet es mir !              Ein bewußter oder unbewußter Beitrag zu diesen Vorgängen macht mich und jeden anderen Menschen mitschuldig an einer sinnlosen Vernichtung, die die letzte, die totale sein wird !-       Eine solche Mitschuld lade ich nicht auf mein Gewissen !  Wer will das denn schon verlangen ?                                                                                                        Wer will mein Mitläufertum verlangen ? In einer Welt, die in jeder Minute, die wir alle erleben, zersprengt werden kann !- Was nützt denn noch iegendein konventioneller Krieg ? (Der mindestens genauso verabscheuungswürdig ist !!!) Das wäre ein ‚sich Abschießen’ auf einem Pulverfaß, das letztlich sowieso gezündet wird, weil in einem ‚großen Konflikt’ keine Atommacht eine militärische Niederlage hinnehmen würde- schon von der Ideologie her nicht !- Die Situation ist unausweichlich !-

Jeder Krieg, gleich welcher Form, ist unbedingt verabscheuungswürdig. Jeder bewaffnete Konflikt ist Schwäche, Hingabe an niedere, unmenschliche Triebe und negative Gefühlsäußerungen- ohne Befragung eines ethischen Bewußtseins.

Was wurde uns in unserer frühen Jugend gelehrt ? Was vermitteln die jugendbildenden Institutionen ? Welche Wertbegriffe lernen wir in der Schule, Kirche etc. ?-                                                          All das, was uns, jedem Nichtanalphabeten in seiner ‚jugendlichen Ausbildung zum Menschsein’ gelehrt wird, ja- all das kann und muß sogar im ‚eigentlichen, späteren Leben’ vergessen werden. Plötzlich wird dann an ‚erwachsene Pflichten’ appeliert. Pflichten, die genau das Gegenteil verlangen, wenn uns der Militärdienst abverlangt wird. Dann wird es Zeit, sich zu entscheiden.- Dann wird es allmählich Zeit, sich zu dem zu bekennen, was man ‚individuelles Emfinden’ nennen kann.

Das Recht hat jeder Mensch ! Wer es empfindet, sollte danach bewußt handeln !                                                                         Warum hat man sich hierfür zu rechtfertigen ? Welch ein Widerspruch ?!!                                                                                                                            Ich habe mich zu rechtfertigen, wenn ich es ablehne, auf meine Mitmenschen zu schießen … zu töten. Welch abnormaler Gedanke, daß ich mich nicht einmal zu rechtfertigen haben, wenn ich gerade das Besagte tue. Weil die Verteidigung des Vaterlandes es erfordert ?-                                                                          Sie rechtfertigt auf einmal Vorgänge, für die man in sogenannten ‚Friedenszeiten’ wieder die Todesstrafe in Betracht zieht ? Das sieht nach legalisiertem Verbrechen aus. Dafür ist keine Rechtfertigung notwendig.- Die Ideologie eines Staates deckt dieses. Rechtfertigen muß man sich erst dann, wenn man es scheinbar unverständlicherweise ablehnt, Menschen zu töten …- direkt oder indirekt, d.h. per Knopfdruck, ohne sie verrecken zu sehen.                                                           Der Dienst am Vaterland wird ein Dienst an der legalisierten Vernichtung des ganzen Lebens auf dieser Erde, ja dieser ganzen Erde überhaupt. Ein Dienst, den ich nicht wieder verrichten will und werde.

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Aus den bis hierher angeführten Gründen (eine ausführlichere Weiterführung würde zu umfangreich werden; diese halte ich auch für nicht weiter angebracht !) lehne ich es bedingungslos ab, als Soldat der Reserve bezeichnet zu werden. Ich lehne es entschieden ab, aus besagten Gründen irgendeinen Kriegsdienst zu versehen ! Ich lehne es ab, irgendeiner Einheit als Reservist zugeteilt zu werden und zu sein und dort im K-Fall anzutreten. Ich werde nicht mehr antreten !!

Meine Menschenwürde, mein Verstand verbieten es mir !

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Der Versuch, die Begründung meines Entschlusses niederzuschreiben, mag gelungen sein oder nicht, mag akzeptiert werden oder nicht- er stellt für mich einen weiteren Wandel dar : Die Abkehr, die auf eigenen Gedanken basierende Abkehr von dem, was ich selber in meiner zweijährigen Dienstzeit bei der Bundeswehr mitmachte und erlebte.-                                                Ich sehe es nicht mehr, überhaupt nicht mehr ein, an der Entwicklung zur Vernichtung des gesamten Lebens dieser Erde teilzuhaben, mitschuldig zu werden.                                               Diese Gedanken mögen abgelehnt werden, doch sie sind aus meinem Hirn nicht mehr wegzudenken.-

Ich beantrage hiermit, mich nach Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer offiziell vom geleisteten Eid zur Bereitschaft, dieses Land, diesen Staat (oder irgendeinen !) im Ernstfall mit Gewalt zu verteidigen, zu entbinden.-

gez. Joachim Rohlfing                                                            4950 Minden, 18. September 1977

 

 

 

Diesem Antrag folgte am 24.Oktober 1977 eine mündliche Verhandlung beim Kreiswehrersatzamt in Herford unter der Leitung eines Oberregierungsrates und drei Beisitzern.

Dieser Prüfungsausschuss für Kriegsdienstverweigerer beim Kreiswehrersatzamt hat in der Sitzung wie folgt entschieden :

                                                 „Der Wehrpflichtige ist berechtigt,

                                                   den Kriegsdienst mit der Waffe

                                                                 zu verweigern.

                                                     Das Verfahren ist kostenfrei.“

 

Werferschießen MunsterLager
Bild : priv. / Schießen mit den Mehrfachraketenwerfern auf dem Truppenübungsplatz ‚Münster Lager‘. Im Werfer rechts mit dem Feuerstrahl saß ich als Werferführer. Ein unglaublicher Wahnsinn !!

Obama zur aktuellen Krise im Irak


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Bild : Das Weiße Haus in Washington Quelle : Wikipedia (öffentlich)

Hier poste ich die Ansprache des amerikanischen Präsidenten Obama zur aktuellen Krise im Irak, aus der das Verhalten und die Reaktion der USA auf die Terrorgruppe IS deutlich wird, die zigtausend Jesiden belagert, die auf einen Berg geflohen sind und nur ihr nacktes Leben erst einmal retteten. Dort haben sie weder Nahrung noch Wasser noch Perspektiven, wenn keine Hilfe kommt. Die Kernaussage beinhaltet zwei Punkte :

  1. Humanitäre Hilfe: Die ersten Hilfsgüter sind von Flugzeugen abgeworfen worden.
  2. militärische Einsätze aus der Luft: Kampfjets werden gezielt eingesetzt. Keine Bodentruppen.
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Bild : US-Präsident Obama. Quelle : whitehouse.gov (öffentlich)

Statement by the President

State Dining Room

9:30 P.M. EDT

THE PRESIDENT:  Good evening.  Today I authorized two operations in Iraq — targeted airstrikes to protect our American personnel, and a humanitarian effort to help save thousands of Iraqi civilians who are trapped on a mountain without food and water and facing almost certain death.  Let me explain the actions we’re taking and why.

First, I said in June — as the terrorist group ISIL began an advance across Iraq — that the United States would be prepared to take targeted military action in Iraq if and when we determined that the situation required it.  In recent days, these terrorists have continued to move across Iraq, and have neared the city of Erbil, where American diplomats and civilians serve at our consulate and American military personnel advise Iraqi forces.

To stop the advance on Erbil, I’ve directed our military to take targeted strikes against ISIL terrorist convoys should they move toward the city.  We intend to stay vigilant, and take action if these terrorist forces threaten our personnel or facilities anywhere in Iraq, including our consulate in Erbil and our embassy in Baghdad.  We’re also providing urgent assistance to Iraqi government and Kurdish forces so they can more effectively wage the fight against ISIL.

Second, at the request of the Iraqi government — we’ve begun operations to help save Iraqi civilians stranded on the mountain.  As ISIL has marched across Iraq, it has waged a ruthless campaign against innocent Iraqis.  And these terrorists have been especially barbaric towards religious minorities, including Christian and Yezidis, a small and ancient religious sect.  Countless Iraqis have been displaced.  And chilling reports describe ISIL militants rounding up families, conducting mass executions, and enslaving Yezidi women.

In recent days, Yezidi women, men and children from the area of Sinjar have fled for their lives.  And thousands — perhaps tens of thousands — are now hiding high up on the mountain, with little but the clothes on their backs.  They’re without food, they’re without water.  People are starving.  And children are dying of thirst.  Meanwhile, ISIL forces below have called for the systematic destruction of the entire Yezidi people, which would constitute genocide.  So these innocent families are faced with a horrible choice:  descend the mountain and be slaughtered, or stay and slowly die of thirst and hunger.

I’ve said before, the United States cannot and should not intervene every time there’s a crisis in the world.  So let me be clear about why we must act, and act now.  When we face a situation like we do on that mountain — with innocent people facing the prospect of violence on a horrific scale, when we have a mandate to help — in this case, a request from the Iraqi government — and when we have the unique capabilities to help avert a massacre, then I believe the United States of America cannot turn a blind eye.  We can act, carefully and responsibly, to prevent a potential act of genocide.  That’s what we’re doing on that mountain.

I’ve, therefore, authorized targeted airstrikes, if necessary, to help forces in Iraq as they fight to break the siege of Mount Sinjar and protect the civilians trapped there.  Already, American aircraft have begun conducting humanitarian airdrops of food and water to help these desperate men, women and children survive.  Earlier this week, one Iraqi in the area cried to the world, “There is no one coming to help.”  Well today, America is coming to help.  We’re also consulting with other countries — and the United Nations — who have called for action to address this humanitarian crisis.

I know that many of you are rightly concerned about any American military action in Iraq, even limited strikes like these.  I understand that.  I ran for this office in part to end our war in Iraq and welcome our troops home, and that’s what we’ve done.  As Commander-in-Chief, I will not allow the United States to be dragged into fighting another war in Iraq.  And so even as we support Iraqis as they take the fight to these terrorists, American combat troops will not be returning to fight in Iraq, because there’s no American military solution to the larger crisis in Iraq.  The only lasting solution is reconciliation among Iraqi communities and stronger Iraqi security forces.

However, we can and should support moderate forces who can bring stability to Iraq.  So even as we carry out these two missions, we will continue to pursue a broader strategy that empowers Iraqis to confront this crisis.  Iraqi leaders need to come together and forge a new government that represents the legitimate interests of all Iraqis, and that can fight back against the threats like ISIL.  Iraqis have named a new President, a new Speaker of Parliament, and are seeking consensus on a new Prime Minister.  This is the progress that needs to continue in order to reverse the momentum of the terrorists who prey on Iraq’s divisions.

Once Iraq has a new government, the United States will work with it and other countries in the region to provide increased support to deal with this humanitarian crisis and counterterrorism challenge.  None of Iraq’s neighbors have an interest in this terrible suffering or instability.

And so we’ll continue to work with our friends and allies to help refugees get the shelter and food and water they so desperately need, and to help Iraqis push back against ISIL.  The several hundred American advisors that I ordered to Iraq will continue to assess what more we can do to help train, advise and support Iraqi forces going forward.  And just as I consulted Congress on the decisions I made today, we will continue to do so going forward.

My fellow Americans, the world is confronted by many challenges.  And while America has never been able to right every wrong, America has made the world a more secure and prosperous place.  And our leadership is necessary to underwrite the global security and prosperity that our children and our grandchildren will depend upon.  We do so by adhering to a set of core principles.  We do whatever is necessary to protect our people.  We support our allies when they’re in danger.  We lead coalitions of countries to uphold international norms.  And we strive to stay true to the fundamental values — the desire to live with basic freedom and dignity — that is common to human beings wherever they are.  That’s why people all over the world look to the United States of America to lead.  And that’s why we do it.

So let me close by assuring you that there is no decision that I take more seriously than the use of military force.  Over the last several years, we have brought the vast majority of our troops home from Iraq and Afghanistan.  And I’ve been careful to resist calls to turn time and again to our military, because America has other tools in our arsenal than our military.  We can also lead with the power of our diplomacy, our economy, and our ideals.

But when the lives of American citizens are at risk, we will take action.  That’s my responsibility as Commander-in-Chief.  And when many thousands of innocent civilians are faced with the danger of being wiped out, and we have the capacity to do something about it, we will take action.  That is our responsibility as Americans.  That’s a hallmark of American leadership.  That’s who we are.

So tonight, we give thanks to our men and women in uniform  -— especially our brave pilots and crews over Iraq who are protecting our fellow Americans and saving the lives of so many men, women and children that they will never meet.  They represent American leadership at its best.  As a nation, we should be proud of them, and of our country’s enduring commitment to uphold our own security and the dignity of our fellow human beings.

God bless our Armed Forces, and God bless the United States of America.

END
9:38 P.M. EDT

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Bild : „Coming home … “ Quelle : Wikipedia (öffentlich)