11 Monate (BlackBerry®) Passport …


Es war Neugier auf diesen ungewöhnlichen Formfaktor .. dieses quadratische Display und dieses ‚aus der Reihe Tanzen‘ im Vergleich zu den Geräten, die den Ton des Mainstreams bestimmen, was Smartphones angeht. Brauche ich sowas, war die Frage ? Entscheidend war allerdings, dass ich es absolut ‚vermeiden‘ wollte, auf Glas Texte zu tippen. Das war eine gewachsene Erkenntnis aus den Erfahrungen mit den iPads, die ich bis dahin nutzte. Unnachgiebiges Glas, das im wirklichen Kontrast zu dem stand, was ich bis dahin an guten Tastaturen schätzte. Die Alternative wäre dabei gewesen, eine externe Tastatur in irgendeine Tasche zu stecken .. nur in welche ? Die Apple-Tastatur passt in keine meiner Hosentaschen und … es ist Unsinn, darüber weiter zu sinnieren.

Da war das BlackBerry Q 10 , das mir zeigte, dass es auch anders geht, nämlich so, wie ich mir das vorstellte. Eine Tastatur, deren Haptik genau den Eindruck verschaffte, etwas zu bewegen und bestätigt zu bekommen. Tasten, die sich nicht ausblenden lassen, sondern an Ort und Stelle verbleiben und gedrückt werden wollen. —

Das Passport (Neutrum, weil hier als Gerät gemeint) ist exakt die Maschine, die der adjektivischen Bezeichnung ‚weiterentwickelt‘ gerecht wird. Die Tastatur nicht nur als solche, sondern auch als Touchpad zum Scrollen nutzen zu können, ist alltagstauglich. Vorgeschlagene Worte im logischen Zusammenhang per Wischgeste in den jeweiligen Text zu schieben, ist eine Verfahrensweise, die ich nicht mehr missen möchte und werde.

Jedes Gerät hat seine Stärken und natürlich auch Schwächen. In meiner täglichen Anwendung überwiegt eindeutig das Erstere.

Fazit nach 11 Monaten :  Dieses Gerät würde ich bedenkenlos sofort wieder kaufen, auch wenn BlackBerry einen absoluten Eiertanz in seiner Firmenpolitik hinlegt, die Kunden verunsichert, zu Android wechselt und das eigene Betriebessystem höchstwahrscheinlich auslaufen lässt, anstatt es zielführend zu bewerben und die unvergleichlichen Vorteile so herausstellt, dass es auch in der Öffentlichkeit zur Kenntnis genommen wird. Und genau das passiert nicht ! Trotzdem geht meine Überlegung dahin, sogar ein zweites Passport (SE) zu erwerben, bevor die Hardwaresparte von BlackBerry geschlossen wird. Den neuesten Nachrichten zufolge wird das BlackBerry-Betriebssystem BB 10 noch mindestens  zwei Jahre weiter gepflegt und sicherheitstechnisch aktualisiert.

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Das eigene Passport

 

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das eigene Passport

 

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das eigene Passport

Sofern ‚man‘ kein buntes Spielzeug, sondern ein Arbeitsgerät mit Telefon- und Messengerfunktion einsetzen möchte, ist dieses BlackBerry Passport eine wirkliche Überlegung wert. Das hier ist keine Werbung für ein Produkt, sondern eine rein pragmatische Darstellung eines Gerätes, das diese Zeilen verdient, egal ob es eine ‚Brombeere‘ oder ein ‚Sonstwas‘ ist.

 

BlackBerry© Passport (nach 4 Monaten Nutzung)


BlackBerry© Passport (nach 4 Monaten Nutzung)

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Foto : mein Passport

Dass dieses Gerät anders ist als andere Smartphones, sieht man natürlich auf den ersten Blick. Meine Skepsis bezog sich anfangs auf den Formfaktor und damit auf die Breite und .. ja .. die Ecken. Als ich das Teil dann in meinen (nicht kleinen)  Händen hielt,  war ich überrascht in der Weise, dass es griffig meine Innenhandfläche ausfüllte und dabei haptisch angenehm wirkte. An dem Eindruck hat sich auch nach vier Monaten intensiver Nutzung nichts geändert. Eher im Gegenteil. Die Hardware ist dem Preissegment entsprechend wertig. Die Tasten funktionieren wie am ersten Tag. Die Wisch-Scrollgesten über die Tastatur erlauben im Zusammenspiel mit der Software einen einzigartigen Bedienungskomfort. Mir kommt es am Smartphone nicht unbedingt auf die Tippgeschwindigkeit an, die ich als ‚Zehnfinger-blind-Schreiber‘ auf einer Mactastatur auf ca. 300 Anschläge ‚performe‘. Nein, das Zusammenspiel von Haptik und Komfort eines größenmäßig mit einem Notebook oder Tablet vergleichbar kleinen Alleskönners muss den Griff in die Tasche nicht zu einem notwendigen ‚Übel‘ werden lassen, sondern eben das Gefühl des vertraut Angenehmen vermitteln. Einen digitalen Assistenten hervorzuziehen, der der Bezeichnung auch gerecht wird und sich dabei auch noch gut anfühlt. Mein Passsport erfüllt diese, meine Ansprüche in einer Weise, für die ich am Markt keine Alternative sehe.

Nach nunmehr vier Monaten sage ich, dass  :

  • ich den Kauf nicht bereut habe
  • das Gerät seinen Preis wert ist
  • speziell die nativen Excel-Anwendungen keine Fingerakrobatik erfordern
  • die Kommunikation mit meinen Macs harmonisch verläuft – also sehr gut funktioniert
  • der ‚bigger screen‘ auch einer ist
  • das Tippen einfach Spaß macht
  • die Akkulaufzeit bei mir zwei volle Tage beträgt
  • die Kamera besser ist als die Kritiken suggerieren
  • das Multitasking flüssig vonstatten geht
  • in der app ‚Remember‘ Notizen und Diktate wiederfindbar und sinnvoll organisierbar sind
  • mit Blackberry Blend eine Synchronisierung in Echtzeit nahtlos erfolgt
  • die Gesprächsqualität ihresgleichen sucht
  • es bei der ‚end-to-end‘ – Philosophie bleibt und damit der User gut gesichert ist
  • dass ……….

Bleibt die Hoffnung, dass Blackberry die Hardwaresparte nicht aufgibt und weiterhin solche Produkte auf den Markt bringt, die mit der jeweils aktuellen Technologie nicht bedingungslos im Mainstream mitschwiimmen will. Absolut unverständlich für mich ist, dass Blackberry kommende Geräte nicht mit dem eigenen, einzigartigen Betriebssystem ausstatten will, sondern mit Android. — In einem solchen Fall kann ich nur hoffen, dass mein Passport noch Jaaahre wie gewohnt seinen Dienst verrichtet.

Spruch : Blackberry … I need an tool .. not a toy

Blackberry Passport (2.Nachtrag)


Da es sicherlich in absehbarer Zeit unwahrscheinlich ist, dass ein Passport mit runden Ecken in diesem Lande erscheinen wird, ist -bei richtigem Interesse an so einem Gerät- die Anschaffung der aktuellen ‚eckigen‘ Version überlegenswert. Gedacht – getan …

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Foto : Privat
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Foto : Privat

Nach dem ‚Unboxing‘ hat man dann das Blackberry-Flaggschiff in den Händen. Richtig – Plural. Der Mensch hat zwei Hände und das ist in dem Falle auch notwendig.  Die Gewöhnung tritt sehr schnell ein. Dann erlebt man das, was hinreichend -oder auch nicht- beworben wurde und wird : der quadratische Bildschirm. Tabellenkalkulationen lassen das beengte Smartphonegefühl anderer Geräte (fast) vergessen. Textdarstellungen in Dokumenten oder Webseiten sind ohne großes oder gar keinem Zoomen eine Klasse für sich.

Die Tastatur ist gewöhnungsbedürftig, da sie 1. breiter und des weiteren touchfähig ist. Scrollt man damit, kommt man sehr fix in den Bereich der darüber eingeblendeten, virtuellen Zeichenreihen. An meinem Gerät ist die Leertaste etwas schwergängig. Aus dem anfänglich gedachten Nachteil im Vergleich zum Q10 sehe ich mittlerweile schon fast einen Vorteil.

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Foto : Privat

Weitere Details zum Passport werden in absehbarer Zeit folgen.

Vorläufige Einschätzung :

Ein großartiges, wenn auch durch den Bildschirm etwas sperriges Gerät, dass aber locker in die Hosentasche passt.

Wer den Anwenderschwerpunkt nicht auf das Entertainment sondern ein ‚tool‘ zum Arbeiten und zur bestmöglichen Kommunikation legt, der ist mit diesem ‚Reisepass‘ bestens bedient.

Sämtliche Fotos : Privat

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Blackberry Passport


Blackberry Passport
Bild : Blackberry Passport  (Quelle : Blackberry)

Blackberry ‘Passport’

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Das Blackberry Q30 , nun offiziell genannt ‘Passport’ (Reisepass wegen der vergleichbaren Größe), ist es offensichtlich wert, hier erwähnt zu werden, zumal ich das in einem vorherigen Beitrag angekündigt habe.

 Ungewöhnlich und neu erscheint mir die angekündigte Tastatur   – > Funktionsweise ‘physisch mit touch’. Eine offensichtlich interessante Kombination. Weiterhin interessant ist der ‘Square’- Bildschirm, 4,5 ” groß, quadratisch und breiter als beim Q10. Laut Blackberry wird ein Drehen des Bildschirmes (Landscape-Modus) damit überflüssig, da er breit genug ist, um Inhalte im Querformat ausreichend lesbar zu machen. Auch durch die Darstellung mehrerer Zeilen.  Ein 4,5 Zoll großes, quadratisches Touchscreen-Display mit 1.400 x 1.400 Pixel in einem Smartphone ist wie Schwimmen gegen den Strom. Entwickler werden das Format anpassen müssen.

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Blackberry CEO John Chen mit Passport und Classic

 

Und wieder zur Tastatur : Sie wirkt wie ein schmaler Rand weit unten. Gespannt bin ich auf das tatsächliche Handling einer physischen ‘Tastatur mit Touch’, die Eingaben auf dem Bildschirm teilweise abnehmen soll. Das ist wirklich neu, so weit ich das einschätzen kann. Ein Trackpad soll sich unter den haptischen Tasten befinden – die Druckpunkt-Tasten dienen demnach gleichzeitig als Touch-Eingabefeld. Auch eine QWERTZ- Tastatur wird es geben. Folgendes habe ich nun gelesen : Ein Wischen über die Tasten entspricht einem Wischen über den Bildschirm. ‘Das’s ja doll’ , um unseren Altkanzler Schröder zu zitieren.  Details dazu werden sicher nach und nach bekannt. Eine 13-Megapixel-Kamera, 3 GB RAM und ein 3.450 mAh starker Akku sollen mit an Bord des Passport sein. Das hört sich nach Spaß an der Arbeit an, denn da liegt der Schwerpunkt dieses Gerätes. Nicht vorrangig auf Entertainment wie bei Geräten der Marktführer.  13 Megapixel !  3 GB RAM !

Prozessor : Wahrscheinlich ein Qualcomm Snapdragon , 800er Serie. Breite : 81 mm. Das ist vergleichbar mit einem Samsung Galaxy Note 3 , das knapp 80 mm breit ist. (…Ohne dieses zu werten !)     Hier ein Größenvergleich

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Bild: Blackberry Passport

Hier wird die ‘Arbeitsfläche’ im Vergleich zu den bekannten Formaten sehr deutlich ! Texte und Tabellen werden nicht mehr derart ‘fummelig’ zu bearbeiten sein und damit eine andere Arbeitsqualität erzeugen.

Ein Link zum Blackberry Passport-Video :   (Copy/Paste in den Browser !) https://curved.de/news/edles-quadrat-blackberry-passport-im-video-vorgestellt-122260

Dieser Beitrag wurde unter Blackberry abgelegt am 17. August 2014. Bearbeiten