Ein paar (zeitlose) Zitate… A few (timeless) quotes…


(English below)

Deutsch

Mit Zitaten werden kilometerweise Bücher gefüllt. Den Folgenden konnte ich heute nicht ausweichen:

Frieden zuhause, Frieden in der Welt. (Mustafa Kemal Atatürk)

Machen Sie sich erst einmal unbeliebt, dann werden Sie auch ernstgenommen. (Konrad Adenauer)

(Die Quelle des folgenden Textes ist mir nicht mehr bekannt !) : 2011 war Twitter-Chef Jack Dorsey bei Mark Zuckerberg zum Essen eingeladen – und bekam selbstgeschlachtete Ziege serviert. Daran erinnerte Dorsey sich nun in einem Interview mit dem amerikanischen „Rolling Stone“. Auf die Frage, was seine denkwürdigste Begegnung mit Mark Zuckerberg gewesen sei, berichtet Dorsey von dem gemeinsamen Abendessen 2011. „Nun, es gab ein Jahr, in dem Mark Zuckerberg ausschließlich gegessen hat, was er auch selbst getötet hatte. Er hat für mich zum Abendessen Ziege zubereitet. Er hat diese Ziege getötet“, erzählte Dorsey.

Ein Feigling, wer sich den Leistungen, Opfern und Gefahren entzieht, die sein Volk zu bestehen hat. Aber ein Feigling und Verräter nicht minder, wer die Prinzipien des geistigen Lebens an materielle Interessen verrät, wer also z.B: die Entscheidung darüber, was zwei mal zwei sei, den Machthabern zu überlassen bereit ist. Den Sinn für die Wahrheit, die intellektuelle Redlichkeit, die Treue gegen die Gesetze und Methoden des Geistes irgend einem andern Interesse zu opfern, auch dem des Vaterlandes, ist Verrat. Wenn im Kampf der Interessen und Schlagworte die Wahrheit in Gefahr kommt, ebenso entwertet, entstellt und vergewaltigt zu werden wie der Einzelmensch, dann ist es unsere einzige Pflicht zu widerstreben und die Wahrheit, das heisst das Streben nach Wahrheit als unseren obersten Glaubenssatz zu retten. (Hermann Hesse)

Die Welt will vom Geist nichts wissen. Dem Egoismus der Menschen ist jedes Ideal verhasst, das mehr von ihnen fordert als eine höfliche Maske. (Hermann Hesse)

Denken ist die Arbeit des Intellekts. Träumen sein Vergnügen. (Victor Hugo)

Selbst bei Unkenntnis ist eine Möglichkeit denkbar. (Eigen)

English

There are miles and miles of books filled with quotations. I could not avoid the following ones today:

Peace at home, peace in the world. (Mustafa Kemal Atatürk)

First make yourself unpopular, then you will be taken seriously. (Konrad Adenauer)

(The source of the following text is no longer known to me !) : In 2011, Twitter CEO Jack Dorsey was invited to Mark Zuckerberg’s house for dinner – and was served goat he had slaughtered himself. Dorsey now recalled this in an interview with the American „Rolling Stone“. Asked what his most memorable encounter with Mark Zuckerberg had been, Dorsey recounted the dinner they had together in 2011. „Well, there was a year when Mark Zuckerberg ate exclusively what he had also killed himself. He made goat for me for dinner. He killed that goat,“ Dorsey recounted.

A coward, who evades the achievements, sacrifices and dangers, which his people has to pass. But a coward and traitor no less who betrays the principles of spiritual life to material interests, who, for example, is willing to leave the decision about what is two times two to those in power. To sacrifice the sense of truth, intellectual honesty, loyalty to the laws and methods of the spirit to any other interest, even that of the fatherland, is treason. If, in the struggle of interests and catchwords, truth is in danger of being devalued, distorted and raped just as much as the individual, then it is our only duty to resist and to save truth, that is, the pursuit of truth as our supreme creed. (Hermann Hesse)

The world does not want to know anything about the spirit. People’s egoism hates any ideal that demands more from them than a polite mask. (Hermann Hesse)

Thinking is the work of the intellect. Dreaming is its pleasure. (Victor Hugo)

Even in the case of ignorance, one possibility is conceivable. (Own)

Aus dem Blog „Veganverstand“ (s.link)


  1. Hier poste ich eine Ausarbeitung eines mir sehr gut bekannten Bloggers mit der Zielsetzung, dass so ein Gedankengut und so eine Arbeit nicht ausreichend gewürdigt in den Weiten des Netzes verschwindet. Der Beitrag ist zwar nicht mehr so ganz taufrisch, ist und bleibt aber absolut lesenswert  … für Veganer, Vegetarier oder solche, die es (hoffentlich) werden wollen.

(Nochmal ausdrücklich betont : Das ist nicht mein Text, sondern der des Bloggers Julius Morgenstern vom Blog „Veganverstand …   http://veganverstand.blogspot.de/

Sonntag, 6. April 2014

Metaperspektive: Über die aktuelle Rezeption der China Study.

Dieser eröffnende Blog-Eintrag nimmt Stellung zu der momentanen Internet-Debatte über die Auslegung der China Study Leider zeigt sich in aktuellen Youtube-Videos (1. Bsp.:  Re: Udo Pollmer – Die China Study – missbraucht für vegane Zwecke– 2. Bsp.: Die China Study – missbraucht für vegane Zwecke), wie anhand eines starren Empirismus versucht wird, Lebensweisen zu rechtfertigen oder zu diskreditieren. Da es für diese Debatte dutzende Beispiele gibt, möchte ich nur 3 Videos verlinken.

Ich möchte an dieser Stelle nicht weiter in den Fakten der Studien herumstochern, sondern versuchen anhand eines persönlichen Gedankenkonvoluts eine Metaperspektive einzunehmen. Einerseits versuchen Freunde des Veganismus durch Zahlen ihre Lebensweise wissenschaftlich aufzuwerten, andererseits wird versucht über das Aufdecken von Interpretationsfehlern empirischer Studien durch Veganer, wie in diesem Falle der China Study, den Wert dieser Lebensweise herabzusetzen und als dogmatische Religion ohne Beweisgrundlage abzustempeln. Doch ist dies wirklich ein starres Dogma? Gibt es vielleicht Beweise außerhalb des empirischen Bereichs? Kann der gesunde Menschenverstand als Beweis dienen? Oder könnte man eher das Festhalten an einem unaufgeklärten und blinden Fleischkonsum als eine Art Religion ansehen, die bis an den Rand mit Dogmen gefüllt ist? Neben der starren empirischen Attitude zeigt sich darüber hinaus eine Haltung des persönlichen Erwachens oder einer Art Erleuchtung, die durch das Lesen eines empirisch begründeten Buchs illuminiert wurde (Bsp.: Christoph Maria Herbst über »China Study«). Ähnliche Extasen könnte man auf der anderen Seite anführen, worauf ich an dieser Stelle verzichten möchte. Ich finde es gut, wenn positive Gedanken, Lebenseinstellungen und Verhaltensweisen Menschen berühren, denn dies ist eine gesunde und offene menschliche Haltung, doch reicht der Glaube daran meiner Meinung nicht aus.

Also was stimmt nun? Wer hat Recht? Hat überhaupt jemand der Parteien Recht?
Ich denke das Hauptproblem liegt in dem eigentlichen Irrglauben und der Mode heutzutage alles mit passenden Zahlen beweisen und legitimieren zu wollen. Das funktioniert auch anscheinend leider nicht so gut, wie man es sich erwünscht. Nimmt man den Herren und Damen der aktuellen Debatte die empirischen Grundlagen weg, was passiert dann? Schaltet sich dann vielleicht bei einigen der gesunde Menschenverstand an? Beginnt an der Stelle ein aktiver Reflexionsprozess, oder ist er vielleicht gar nicht möglich? Wieso können Fakten nicht eindeutig sein?
Die Faktenlage und die Studie für eine vegane Lebensweise ist meiner Meinung nach schwierig, denn durch Lobbyarbeit der Fleischindustrie fällt es schwer Gelder für wirklich groß angelegte Studien zu bekommen, die eine vegane Lebensweise unterstützen, wie es zuhauf auf der Gegenseite passiert. Allein aus dieser Warte betrachtet ist die Ableitung des eigenen Handelns aus Studien im Bereich der Ernährung schwierig, da vielerseits die Interessen der Studienleitung oder der Personen, die solche Studien in Auftrag geben, im Ergebnis wiederzufinden sind. Nicht umsonst werden Studienergebnisse, die zuvor aufgestellte Hypothesen wiederlegt haben, nicht veröffentlicht, da man über das Ergebnis seine zuvor feststehende Meinung lediglich empirisch absichern wollte und dies nicht gelungen ist. Das ist leider schon öfter vorgekommen als es wahrscheinlich vielen Recht ist, nicht selten durch Druck der Lobbies, um die eigene Position aufrecht erhalten zu können. Da die Forschungsgelder allgemein knapp sind und die Zukunftsaussichten momentan keine Besserung versprechen, sind Wissenschaftler auf Gelder der Industrie angewiesen und wirklich unabhängige Studien sind daher in vielen Bereichen unmöglich oder rar gesäht. An dieser Stelle sei der gesunde Zweifel dadurch angeregt, dass die Fleischlobby in Deutschland und vielen anderen Ländern extrem stark ist und allein durch diese Tatsache größte Skepsis bestehen sollte. Nicht umsonst findet man viele Akteure der Fleischindustrie im Fußball und anderen im Überfluss Geld anhäufenden Wirtschaftszweigen wieder. Über den Zusammenhang unmoralischen Handelns dieser Akteure brauche ich spätestens nach dem aktuellen Steuerhinterziehungsskandal eines gewissen Managers nicht weiter einzugehen.

Spätestens seit Karl Popper, einem der berühmtesten Wissenschaftstheoretiker des 20. Jahrhunderts, wissen wir, dass es keine wissenschaftlichen Wahrheiten gibt. Wir können lediglich Hypothesen aufstellen, diese belegen und hoffen, dass sie so lange wie möglich nicht widerlegt werden, um unser wissenschaftliches Ego aufrecht zu erhalten. Wie würde dies besser gelingen, als über empirische Zahlen? Das Stützen auf Ergebnisse von Studien stellt aber eine große Einschränkung und leider oftmals eine unzulässige Vereinfachung der komplexen Welt dar. Wir müssen unseren Verstand selbst einschalten und unser Gewissen im Rousseau’schen Sinne nicht an belegbare Zahlen ‚ketten‘. Man sollte seinen eigenen Verstand selbst gebrauchen und sich fragen, was kann als objektiv gut angesehen werden? Wenn Zahlen diese eigenen Überlegungen bestätigen, ist es natürlich umso schöner. Hierbei wird das Belohnungszentrum im Hirn des Empirikers angesprochen, was allein aber nicht ausreicht. Im Universum gibt es dauerhaft leider nichts dauerhaftes. Unser Sonnensystem wird nicht dauerhaft existieren und wir selbst schon gar nicht. Ähnlich sieht es leider auch mit Zahlen aus.

Nun stellt sich die Frage, welcher Ansicht man sich in seinem Geiste als zugehörig fühlt? Einerseits den Verfechtern einer veganen Ernährungsweise oder andererseits den Verfächtern des Fleischkonsums? Da wir Nahrung aufnehmen müssen, muss sich jeder für eine der beiden Seiten entscheiden. Oder hat man vielleicht abgeschaltet und lässt sich passiv von Werbung, günstigen Angeboten und netten Verpackungen einfach in seiner Ernährungswiese treiben und bezieht sich dabei auf die Tradition, „so haben wir Menschen doch seit Jahrtausenden schon gelebt“. Letzteres ist meiner Beobachtung zufolge der Prototyp eines unmündigen Menschen, wie Kant ihn skizziert hat:
„Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.“
Die ‚Leitung‘ durch die Lebensmittelindustrie ist so schön einfach und außerdem kann die Werbung ja auch nicht komplett falsch sein, denken wahrscheinlich viele. Obwohl sie wahrscheinlich tief in sich drin eine skeptische Stimme hören, dass ihr Handeln falsch ist, ändern sie nichts, da die anderen es auch nicht tun. Gerade in Ernährungsfragen reagieren viele Menschen sehr empfindlich. Man fühlt sich extrem schnell angegriffen. Aber viele bleiben in diesem Bereich trotzdem gerne unmündig und ernähren sich einfach so wie ihre Umwelt. Das wird schon so passen. Der blinde Konsum industrieller Lebensmittel etc. zeigt dies deutlich. Man denkt lieber mit dem Gaumen als mit dem Kopf ohne Dinge mit natürlichem Geschmack je probiert zu haben. Daher erinnere ich an dieser Stelle an ein weiteres Zitat des genannten Königsberger Philosophen:
„Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!‘ ist also der Wahlspruch der Aufklärung.“
Setzt euch mit den Themen der Ernährung, den Lebensmitteln und ihren Inhaltsstoffen auseinander, um selbst entscheiden und selbst wissen zu können, was gut für euch ist! Wer dies neutral und faktenbasiert durchführt, kann nicht zu dem Schluss kommen, dass industrielle Lebensmittel und tierische Produkte für sich selbst, die Umwelt und die darunter leidenden Subjekte sein kann.
Um eigene Interessen durchzusetzen, wie es eine starke Fleischlobby aktuell vollzieht, setzt man auf die moderne Propaganda, die heutzutage Werbung genannt wird, und hofft so die Menschen für die eigenen Interessen als Konsument zu gewinnen. Hierbei ist ein unmündiger Mensch der perfekte Konsument. Vertraue uns und unseren Produkten, wir werden dir schon das passende liefern, dass du brauchst: „Bestes der Milch“ oder „Gutes vom Bauern“. Diese und ähnliche Slogans sind allen bekannt und das Unterbewusstsein wird durch Massenmedien und die ständigen Wiederholungen dieser Scheinwahrheiten manipuliert. Doch was ist dran? Brauchen wir wirklich unbedingt Studien um die Absichten dahinter zu erkennen und zu widerlegen? Ich denke diese sind nützlich, dürfen im Denkprozess aber nur eine sekundäre Stellung einnehmen. Zunächst muss man selbst feststellen und sich selbst informieren und kann diese gewonnenen Einsichten mit den Studien kritisch reflektieren und hinterfragen. Das benötigt aber Zeit und Geduld, denn es handelt sich um einen aktiven und langfristigen Prozess. Das ist nicht jeder bereit zu investieren. Leider in letzter Konsequenz zum Leidwesen anderer Lebewesen. Dazu sei der Königsberger Denker erneut zitiert:
„Es ist so bequem, unmündig zu sein. Habe ich ein Buch, das für mich Verstand hat, einen Seelsorger, der für mich Gewissen hat, einen Arzt, der für mich die Diät beurteilt usw., so brauche ich mich ja nicht selbst zu bemühen. Ich habe nicht nötig zu denken, wenn ich nur bezahlen kann; andere werden das verdrießliche Geschäft schon für mich übernehmen.“

Wie dem auch sei, die negativen Auswirkungen des Konsums vieler tierischer Produkte lassen sich nicht ernsthaft schön reden. Der eigene Verstand sollte, wenn er sich in einem normal funktionierenden Zustand befindet, Argwohn bei dem Gedanken auslösen, dass Tiere, die mit einem zentralen Nervensystem ausgestattet sind, die wie wir Menschen einen Vater und eine Mutter haben, Schmerz, Trauer und Emotionen empfinden, für die menschliche Nahrung in unzumutbaren Zuständen ihre Zeit auf diesem Planeten absitzen müssen, um umgebracht zu werden und den Menschen ihre Kadaver als Nahrungslieferant zu überlassen. Außerdem ist es recht ekelerregend so etwas zu essen, da der Verwehsungsprozess direkt mit dem Tod eines Körpers eintritt. Auf den Einsatz von Pestiziden, Fungiziden, Antibiotika, Wasserverschwendung, Genfutter etc. möchte ich an dieser Stelle gar nicht erst eingehen.
Neuerdings ist man sogar auf den Trichter gekommen, dass diese in Myriaden verspeisten Tiere gar nicht so dumm sein sollen, wie man dachte. Wer für diese Erkenntnis tatsächlich eine Studie benötigt, ist meiner Meinung nach einfach nur zu bedauern und hat eine zentrale menschliche Kompetenz in seinem Leben leider nicht erworben, nämlich die Verhaltensweisen und Reaktionen anderer Lebewesen zu verstehen.

Hierbei spielt die Natur eine wunderbare Rolle, denn durch passige Umstände und Nahrung wachsen die Nutztiere wie von alleine und benötigen nur eine gewisse ‚Wartung‘. Sie wissen nicht, dass sie nur als potienzielles Nahrungsmittel eine vom Menschen limitierte Lebenserwarung haben. Generell wurden sie durch die Domestizierung aus ihrer natürlichen Position entrückt. Würden sie sich vielleicht gegen das Wachsen des eigenen Körpers wehren oder demonstrieren wollen, wenn sie wüssten, nur als Nahrungsmittel ausgebeutet und am Ende dafür als Dank umgebracht zu werden? Man könnte dies annehmen, aber Tiere sind sich ihrer selbst und ihrer Position in diesem vom Menschen geschaffenen System nicht bewusst. Das wissen wir Menschen, nutzen dies gnadenlos aus um einen egoistischen Vorteil daraus zu ziehen und einige Minuten Gaumenfreude an einem zuvor real existierenden Leben zu finden. Ist das gerecht? Können wir dies allgemein wollen? Ist dies also eine allgemein gültige Moralvorstellung der Menschheit, die für jedes Lebewesen gewollt werden kann? Ich denke an diesem Punkt sollten im Überlegungsprozess zumindest Zweifel auftauchen.

Interessant ist die europäische Tendenz des freien Denkens, die ihre Wurzeln in der Tradition der Aufklärung des 18. Jahrhunderts hat. Damals versuchten die Aufklärer die Rechte des Individuums zu stärken, um ihm eine Mitbestimmung am Staat und individuelle Rechte zu ermöglichen. Jeder sollte prinzipiell gleiche Rechte und Chancen besitzen ohne durch einen Fürsten oder Glauben fremdbestimmt zu sein. Das Leben sollte anhand von rationalen und toleranten Handlungen gegenüber anderen zu einer Übereinkunft und demokratischen Strukturen führen. Mir fehlt in der geführten Diskussion die Berufung auf die fundamentale Vernunft und den Respekt oder zumindest die Toleranz dem anders Denkenden gegenüber. Eher ist eine Gehässigkeit und Abwiegelung der konträren Meinungen in den einzelnen Meinungen vorzufinden. Positiv ist lediglich zu sehen, dass sie öffentlich Gebrauch von ihrer Meinung machen, auch wenn über die Art und Weise dieses Gebrauchs gestritten werden kann. Zahlen dienen für beide Seiten anscheinend als Ersatzreligion, da man dem in die Mode gekommenden Empirismus bis auf das Verderben folgen möchte. Meiner Meinung nach wird diese spirituelle Neigung des Menschen den Parteien auf beiden Seiten zum Verhängnis. Hauptsächlich vernehme ich empirische Argumente oder Bekundungen, die einem Glaubensbekenntnis ähneln. Die Entscheidungen eines jeden einzelnen sind frei, lassen rational durchdacht aber nur einen Schluss zu …

Ich möchte mit diesem Blog-Eintrag keine neuen Fakten schaffen oder jede Nuance bis zum Ende analysen und interpretieren. Dies würde einerseits den Rahmen sprengen und wenig Diskussionsspielraum lassen. Über Kommentare freue ich mich selbstverständlich. Zumal dies der erste Blogeintrag ist. Es ist der erste Versuch eines blutigen Anfängers, der zum dogmenfreien Denken versucht anzuregen. Den hier zitierten Text Kants über „die Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?“ ist im folgenden verlinkt. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung? (bereitgestellt von der Uni Potsadam)