TTIP


 

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Hallo und guten Tag, Joachim Rohlfing

es gibt viele gute Gründe, das geplante Freihandelsabkommen TTIP abzulehnen. Einer davon macht mich besonders wütend: TTIP ist ein buchstäbliches Armutsprogramm für die ärmsten Länder der Welt! Wirtschaftsforscher sind davon überzeugt: Tritt das europäisch-amerikanische Abkommen in Kraft, wird es dazu führen, dass ausgerechnet die Menschen in Entwicklungsländern WENIGER in der Tasche haben.

Das geht in drastischer Weise aus einer Studie des ifo-Instituts hervor. Beauftragt hat sie die Bertelsmann Stiftung – und die kommt unverblümt zu der Schlussfolgerung: „Für die meisten restlichen Länder der Welt“ wäre TTIP „mit Wohlfahrtsverlusten verbunden“. Betroffen vor allem: Schwellen- und Entwicklungsländer. Mit anderen Worten: TTIP würde die Ärmsten noch ärmer machen – damit unsere Konzerne Kasse machen und wir VIELLEICHT einige Euro mehr im Monat in unseren Taschen haben!

KindUnsere Politiker jedoch schweigen diese Seite des Freihandelsabkommens einfach tot. Es darf wohl einfach nicht sein, dass das schöne Bild von TTIP, das sie uns vorgaukeln, Schaden nimmt! Oder haben Sie Bundeskanzlerin Angela Merkel oder Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel jemals auch nur mit einer Silbe über diesen fatalen Zusammenhang sprechen hören? Ich nicht!

Doch auf Dauer lassen sich solche Fakten nicht unter der Decke halten. Aber was machen unsere Politiker? Die Wahrheit sagen? Nein. Die Bundesregierung hat einfach eine neue Studie beim ifo-Institut bestellt, beim selben Wissenschaftler. Und plötzlich – oh Wunder – heißt das Ergebnis: Die Entwicklungsländer könnten durch TTIP sogar gewinnen!

Wie dieses Zauberkunststück zustande kommt? Ganz einfach: Die Wissenschaftler haben eine ganze Reihe von „Empfehlungen“ aufgestellt, die – falls umgesetzt! – zu dem Ergebnis führen würden, das man haben möchte. Und dann – abrakadabra – so die Wissenschaftler, könnten auch die Entwicklungsländer von TTIP profitieren! Allerdings: Diese „Empfehlungen“ sind völlig unrealistisch! Eine ist zum Beispiel eine Reform des Welthandels – mal eben so!

Ja, Sie haben richtig gehört: Mit derartig unglaublichen Tricks soll TTIP schöngerechnet werden! – Würde, könnte – die „Empfehlungen“ sind reine Utopie, sie können niemals im Rahmen der TTIP-Verhandlungen beschlossen werden.

Es ist unfassbar wie TTIP-Befürworter, allen voran die Bundesregierung, vorgeht. Erst werden unliebsame Studienergebnisse ignoriert und dann werden – als es gar nicht mehr anders geht – einfach passende präsentiert!

Liebe foodwatch-Interessierte, wir werden alles daran setzen, über das aufzuklären, was Frau Merkel, Herr Gabriel und andere längst wissen, aber öffentlich nicht sagen wollen. Wir werden es nicht hinnehmen, dass die fatalen Folgen von TTIP für Entwicklungsländer unter den Tisch gekehrt werden! Bitte unterstützen Sie uns dabei und werden Sie jetzt Förderer/Förderin von foodwatch!

Denn so sähe es mit TTIP aus, wenn man der ersten Studie des ifo-Instituts folgt: Mal würden die Menschen in Guinea 7,4 Prozent ihres Einkommens verlieren und die Einwohnerinnen und Einwohner der Elfenbeinküste 6,4 Prozent – mal heißt es minus 7,2 Prozent für Mexiko und minus 4 Prozent für Botswana. Wie auch immer die – überaus TTIP-freundlichen – Wirtschaftswissenschaftler rechneten, das Ergebnis lautet immer: Für Entwicklungs- und Schwellenländer bringt TTIP erhebliche Nachteile. Und ob es nun 4 oder 7 Prozent weniger Einkommen sind: Menschen, die ohnehin schon bettelarm sind, kann das in den Hunger stürzen!

Liebe foodwatch-Interessierte, ein solch inhumanes Abkommen auf Kosten anderer – das wollen, das können wir nicht durchgehen lassen. Wir müssen dieses Abkommen stoppen! Bitte unterstützen Sie unsere Kampagne gegen TTIP und werden Förderin/Förderer von foodwatch.

Eigentlich folgt alles einer simplen Logik: Kurbeln wir den Handel zwischen Europa und den USA noch stärker an, werden Geschäfte mit anderen Ländern unattraktiver. Wo Gewinner sind, da gibt es auch Verlierer – und das sind vor allem Entwicklungsländer. Das Ergebnis: Vor allem international aufgestellte Konzerne in EU und USA steigern ihre Profite – auf Kosten der Ärmsten. Wann sprechen wir endlich nicht mehr nur darüber, was TTIP uns VIELLEICHT bringen könnte – wann sprechen wir aufrichtig auch darüber, welche Folgen TTIP für andere hat?

Vielleicht verstehen Sie jetzt, weshalb mich diese verlogene TTIP-Debatte so wütend macht. Es liegt alles auf dem Tisch, aber es wird totgeschwiegen und verschleiert. Die bittere Wahrheit steht nur in einem kleinen Satz ganz beiläufig in der neuen Studie im Auftrag der Bundesregierung – und diesen Satz müssen Sie sich auf der Zunge zergehen lassen: „Die entwicklungspolitische Verträglichkeit [von TTIP] wird (…) unter den Zielen des Abkommens nicht explizit gefordert“.

Für uns von foodwatch ist klar: Wir stellen uns mit allen Kräften gegen diese perfide Politik auf Kosten von Entwicklungsländern! Wenn auch Sie nicht länger zusehen wollen, dann werden Sie jetzt Förderer/Förderin von foodwatch!

Liebe foodwatch-Interessierte, bitte helfen Sie uns dabei, die Menschen über den wahren – nur auf den ökonomischen Vorteil bedachten – und kaltherzigen Geist von TTIP zu informieren. Stärken Sie unser Team und werden Sie jetzt Förderin/Förderer von foodwatch!

Vielen Dank und herzliche Grüße

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„Kriegsdienstverweigerer“


In Anlehnung an den Text „Kriegsdienstverweigerer frei“  von Amnesty international (hier gepostet in der Kategorie ‚Aktionen‘ )  werde ich hier meine eigenen Erlebnisse zu dem Thema Kriegsdienstverweigerung darstellen. Darin wird mehr als deutlich, dass gerade auch die Verweigerung des Kriegsdienstes mit der Waffe (oder sonstwie) auch hier in Deutschland nicht ganz ‚einfach‘ war. Allerdings nicht zu vergleichen mit Ländern, in denen Repressalien immer noch anders aussehen und nicht den sogenannten ‚Ersatzdienst‘ erzeugen –  wie es hier in diesem Lande war. Mit der Abschaffung des Wehrdienstes in Deutschland erledigte sich sowohl die Rechtfertigung eines Wehrpflichtigen, keine Menschen töten zu wollen, sondern auch die allgemeine Verpflichtung, entweder Militärdienst oder Ersatzdienst zu leisten. Ein Schritt in die richtige Richtung.

In anderen Ländern sieht das immer noch anders aus, wie aus dem ai-Text hervorgeht.

Ein Beispiel dafür, was ein Mensch, den man Wehrpflichtigen nannte, über sich ergehen lassen musste, wenn er es -wie gesagt- ablehnte, auf Befehl und in Uniform Menschen zu töten, ist mein eigenes Anhörungsverfahren vor einer staatlichen Kommission. Hier poste ich meine damalige (1977), schriftliche  Begründung, warum ich von dieser Verpflichtung entbunden werden wollte, obwohl ich den Wehrdienst abgeleistet hatte, ja sogar noch Zeitsoldat für insgesamt zwei Jahre und Ausbilder war. Der lesende Mensch mag sich sein eigenen Urteil dazu bilden. Nur – dass das heute so nicht mehr erforderlich ist, ist ein erheblicher Fortschritt, der für alle gelten sollte.

Deshalb wecke ich hier noch mal die alten Geister auf und setze sie ins Verhältnis zu dem diese Zeilen auslösenden Text von Amnesty.

Egal auf welchem Teil dieses Planeten … kein Mensch darf dazu verpflichtet werden, auf Befehl Leben zu zerstören und zu vernichten. Das Recht auf Verweigerung dessen hat jeder Mensch, egal wo er lebt und wie er aussieht.-

Hier meine damalige Begründung ( 1977 )  :

Offizieller Antrag auf Anerkennung als

Kriegsdienstverweigerer

Zu meiner Person :

Am 01.04.1971 wurde ich nach einer kaufmännischen Lehre zur Bundeswehr eingezogen. Mit der Einberufung warf sich die Frage auf : „Wozu ?“ Die Nachteile einer 18-monatigen Wehrzeit lagen ganz klar auf der Hand. Dennoch entschloß ich mich, nachzugeben, d.h., ich ging zur Bundeswehr, um mir nachher anhand von Tatsachen, Erfahrungen und aufgenommener Eindrücke ein wenigstens annähernd objektives Meinungsbild zu verschaffen und zu gewinnen. Schon während der Grundausbildung kam ich zu dem Entschluß, mich auf zwei Jahre als Freiwilliger zu verpflichten und leistete infolgedessen den Eid. Nach 14 Monaten wurde ich Unteroffizier. Mein Ziel war, mein eigenes Verhalten in ‚bestimmten Situationen’ zu erkennen. – Ich wurde Ausbilder in einer Rekrutenausbildung.

Fazit :

Ich verweigere den Wehrdienst nicht von vornherein, sondern ließ mich zum Dienst mit der Waffe einziehen ! Eine Verpflichtung zum Zeitsoldaten auf zwei Jahre schloß sich an, in wurde Vorgesetzter und bildete Rekruten in der Grundausbildung aus. Mit anderen Worten will ich mich nicht vor dem Wehrdienst ‚drücken’, sondern aus nachher aufgeführten Gründen und Betrachtungen meine Meinung öffentlich bezeugen – eine Meinung, die zum größten Teil aus den Erfahrungen einer zweijährigen Dienstzeit resultiert.

Mit diesem Schreiben stelle ich offiziell den Antrag auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer. Ich werde auf den folgenden Seiten die Begründungen aufführen, die diesen für mich einzig logischen Schluß erklären.

Begründung dieses Entschlusses :

Der Kriegsdienst mit der Waffe wurde von jeher nicht als abscheulich und menschenunwürdig dahingestellt, sondern verharmlost und für ‚notwendig’ empfunden. Die Basis des Militarismus liegt in der Sucht nach Macht, Geltungsbedürfnis und persönlichen, militärischen Privilegien. Man bringt Wertbegriffe wie Ehre, Vaterland, Verteidigung etc. ins Spiel, um militante Aktionen zu rechtfertigen. Mit diesem stupiden Vorwänden,, Verdummungen und Massenverblendungen verfolgt man immer nur ein Ziel : Das Durchsetzen egoistischer und materialistischer Vorstellungen. Hierzu ist die einzelne, untergebene Person nur Mittel zum Zweck. Man rechtfertigt Kriege mit den vorher genannten Wertbegriffen wie Ehre, Vaterland etc. und merkt anscheinend gar nicht, wie abartig dieser Vorgang ansich ist.                                                                                     Man treibt Menschen, die vorher zu Maschinen – zu Werkzeugen und damit zu den Ausführungsorganen solcher abartigen, sadistischen Spiele gemacht werden oder besser degradiert werden, in ein niemals zu verantwortendes Verderben. Ein Sieg für das Vaterland und für die Ehre scheint ein Sieg des Sadismus zu sein. Ist man sich nicht darüber im klaren, daß man die Verantwortung für jeden einzelnen Menschen, für jedes Individuum, übernimmt ? Sind Ideologien wichtiger als das persönliche Schicksal und das folgende Verderben eines Menschen ? Der Mensch, der sich das anmaßt, handelt unverantwortlich, ja unmenschlich ! –Denn was nützen dem Menschen noch seine Menschenrechte, wenn sie ständig (in einem Krieg) mit Füßen getreten werden ?? Was nützen sie ihm, wenn er sinnlos erschlagen auf dem Schlachtfeld liegt ? Wer will den Tod eines Soldaten mit einer Kugel in der Brust verantworten ?Doch weiterhin zwängt man sich und Andere in Uniformen und bildet sich ein, allgemeinnützig zu sein, d.h., für das Wohl der Allgemeinheit da zu sein ! Man trägt die Uniformen mit ‚Würde’ und merkt gar nicht, daß dieser Wahnsinn damit auch noch öffentlich kundgetan wird.                                                                                                           Man gibt sich total autoritär, weil man sonst auf Widerstand stoßen könnte.  Man beschneidet die persönliche Entscheidungsfreiheit des einzelnen ‚Untergebenen’ und befielt ihm – befiehlt ihm zu töten. -Man befiehlt ihm, Menschen zu töten, denen er niemals zuvor in seinem kurzen Leben begegnet ist, die ebenfalls verblendete Opfer sind.                                                                       Man hängt ihnen Orden an die Brust, wenn sie besonders tapfer, sprich besonders grausam und brutal waren, um damit möglicherweise auftretende Gewissenskonflikte oder Unzufriedenheiten im Keine zu ersticken. Man erzählt ihnen dann, daß sie den Vaterland einen unersätzlichen Dienst erwiesen haben, daß die Opfer ‚ja bloß Freinde’ waren, die es gilt zu zerschlagen, doch daß man sie, diese armen Kreaturen, zu Mördern gemacht bzw. befohlen hat, sagt ihnen niemand ! Welch ein makabrer, psychologisch fein durchdachter Massenverdummungsprozeß !

Eine Verharmlosung dieser Realität wurde von alters her mit unerheblichem Aufwand betrieben. Diese Verharmlosung und gar Rechtfertigung äußerste und äußert sich heute noch ganz klar in der Behandlung und Auslegung dieser Thematik. –                                                         Es ist eine logische Erkenntnis, daß man Menschen, die etwas ausführen sollen, was in der Regel gegen ihre Natur, Überzeugung und ethische Auffassung geht oder gehen sollte, vom eigentlichen Sinn und Zweck ihrer aufgezwungenen Handlungen in dem Maße ablenkt, daß man Rechtfertigungen ins Spiel bringt, auf die die menschliche Psyche gern ‚reinfällt’.

Scheinbar rechtfertigende Wertbegriffe wie Ehre, Vaterland, Nationalbewußtsein etc.. Man spricht vom Ausgleich der Kräfteverhältnisse, vom prinzipiell ‚bösen’ Feind, dem Aggressor, von der eigener Verteidigung, die niemals eine Aggression war, ist und sein wird und vom ‚Beruf des Soldaten’, von dem man sagt, er sei ein Beruf wie jeder andere ‚gut bürgerliche’.                        Das Militär wird nicht, wie es prinzipiell sein sollte, als Organ der Gewalt, sondern als Organ des Friedens dahingestellt !                                                                                                                          Jedes neu entwickelte Massenvernichtungsmittel (man denke an biologische und chemische Kampfstoffe, an die ‚A-Bombe’, an die Neutronenbombe ! etc.) sind in deren Augen eine begrüßenswerte Errungenschaft der Menschheit zum Zwecke der ‚Erhaltung des Friedens’.  Man freut sich über jedes neu entwickelte Waffensystem, gibt stolz die günstigste Wirkungsweise und den Wirkungsgrad an und übt mit ihnen gerne das, wozu sie gebaut sind, nämlich zur Vernichtung von Menschenleben – zur sinnlosen Vernichtung von Menschenleben !! Die Menschen, die unter diesem Militarismus zu leiden haben oder die von seinen Organen unfreiwillig zu Diensten herangezogen werden, die sie freiwillig nicht antreten würden, werden mit psychologisch nicht unklug angelegten Mitteln und Propagandaaktionen berieselt, die nur einen Sinn verfolgen, über Verharmlosungs- und Notwendigkeitsdarstellungen doch noch Leute zu finden, die auf sie hereinfallen. Man lockt sie an mit Argumentationen wie : finanzieller Vorteil, gute bis sehr gute Aufstiegsmöglichkeiten, außerordentlich gute Ausbildungsmöglichkeiten etc. ! Man sagt ihnen, daß die zivile Gesellschaft all diese ‚Vorteile’ nicht bieten kann. Es wird aber nicht gesagt, daß man sie ganz nebenbei auch noch zum Töten auszubilden gedenkt, daß all die Dinge, wie Waffen und Gerät etc., nur diesem einen Sinn und Zweck dienen sollen – dem legalisierten Morden !! Man gaukelt den jungen Soldaten heute vor, daß sie, wie schon gesagt, eine ‚Beruf’ ausüben, der nicht anders einzustufen sein, als jeder andere ‚gut bürgerliche’. – Dieses ließe doch den realistischen Schluß zu, daß ein Arzt, der seiner Kundschaft menschliche Hilfe anbietet, einem Soldaten, der seiner ‚Kundschaft’ Kanonen und Bomben anbietet, beruflich und tätigkeitsmäßig ethisch gleichzusetzen wäre, obwohl der Eine für und der Andere gegen das Menschenleben ansich arbeitet. Der Arzt hat die Aufgabe mit der Wahl seines Berufes übernommen, Menschenleben zu retten und zu betreuen, während der Soldat die Aufgabe und die Pflicht hat, Menschenleben zu bekämpfen und zu vernichten. Eine nicht zu vereinbarende Diskrepanz !                                                                                                                Trotz Allem wagt man noch zu sagen oder sogar zu behaupten, daß der Beruf des Soldaten ein Beruf ‚wie jeder andere’ sei ! Man drillt junge Soldaten im Waffenspiel – um sie irgendwann einmal dafür zu benutzen, wofür man sie drillt !

Ich selber habe junge Soldaten meines Alters zum Kriegsdienst ausgebildet.

  • Ich brachte ihnen bei (so wie es mir beigebracht wurde !), richtig und sinnvoll mit einer Waffe umzugehen –
  • ich brachte ihnen bei, wie diese Waffen taktisch einzusetzen sind und wie ihre Wirkung ist –
  • so wie man mich darauf drillte, so drillte ich diese Leute beispielsweise im Zerlegen und Zusammensetzen der Handfeuerwaffen, damit sie ‚vertraut’ mit ihrer Waffe werden und es lernen, damit Menschen zu töten ! –
  • so wie man es mir beibrachte, so brachte ich den ‚unmündigen Staatsbürgern’ die Funktionsprinzipien der Waffen bei –
  • so zeigte ich ihnen, wie man mit der Waffe (die Braut des Soldaten !) richtig schießen lernt – so lernten sie das Zielen auf ‚Pappkameraden’ – also sinnbildlich auf Menschen !
  • so lernt man den richtigen Einsatz von Handgranaten, Panzerfaust etc., um damit im ‚K-Fall’ möglichst wirkungsvoll Menschen zu zerfetzen und zu verstümmeln ! –
  • so lernt man, wie … so lernt man Brutalität !
  • so wird dem jungen Menschen das Freiheitsprinzip eines jeden Menschen gelehrt : die Menschenrechte, die zehn Gebote etc. –
  • so bringt man ihm das Gegenteil bei – man richtet ihn ab !!

Ich bildete junge Menschen im Waffenspiel für die ‚Vaterlandsverteidigung’ aus; ich möchte es nie wieder tun, denn ein gewisses Schuldgefühl stellte sich während der Zeit ein !- Eine der mitentscheidenden Teilgründe ist die heutige Waffentechnik zur Kriegsführung; im Klartext .. das atomare Potential und die neueste ‚Errungenschaft’ der Vernichtungstechnik : die Neutronenbombe ! – Es ist mir bekannt geworden (durch Unterrichte, die ich selber gehalten habe !), daß das gesamte Potential an ‚A-Waffen’ ausreicht, um das gesamte Leben auf diesem Planeten auszurotten. Statistiken sagen, daß dieses Potential nicht nur das Leben dieses Planeten Erde, ja das theoretisch Vielfache, total zersprengen kann.                                                                         Eine extragaktische Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes. Wer will das verantworten ? Soetwas soll ich auch noch mit der stillschweigenden Duldung als notwendiges Übel in Kauf nehmen ? Soetwas prinzipiell fördern … mit dem Tragen der Uniform im ‚Friedens’- sowie im ‚K-Fall’ ? Zur Abschreckung ? – Wer soll denn abgeschreckt werden ? – Mit welchen Mitteln ?! Der Slogan ‚Abschreckung’ scheint auf den ersten Blick nicht allzu abwägig, doch bei näherer und damit entscheidender Betrachtung wird der unzweideutige Widerspruch klar : Friedenserhaltung durch Abschreckung .. ! –

Einer der größten Widersprüche unserer Zeit !                                                                                 Schon das Wort ‚Abschreckung’ setzt die Möglichkeit nicht außer Kraft, die Möglichkeit des Einsatzes im Ernstfall.                                                                                                                                Ein für mich uneinsehbarer, völliger Widerspruch.

Dazu will ich nicht beitragen !-

Die Entwicklung neuer Vernichtungswaffen- und techniken nimmt nahezu perfekte Formen an – von Menschen mitfinanziert, die gar keinen Einfluß darauf haben ! Menschen, die aus irgendwelchen Gründen einfach darüber hinwegsehen. Vernichtungsmaschinen, die ausrotten- brutal dahinschlachten. Im Ernstfall werden sie eingesetzt ! –                            Vernichtungsmaschinen, die neuerdings sogar Gegenstände verschonen, und ‚nur’ den Menschen sauber abtöten – in Massen ! – Die ‚Neutronenbombe’, die neueste Errungenschaft, richtet nur noch den Menschen ! ( Mehr nicht … )-                                                                               Der Einsatzort bleibt sauber; das Material soll erhalten bleiben. Es zählt militärisch strategisch mehr als Menschenleben.                                                                                                                           Bei diesem Stand der militärischen Technik ist es eine unbeschreibliche Herabsetzung der menschlichen Würde, dieses überhaupt noch rechtfertigen zu wollen ! – Der Mensch als Lebewesen wird degradiert, untergeordnet, abgestempelt zu Minderwertigem. – Das Material steht im Vordergrund. Es ist entscheidend, nicht das Menschenleben, nicht Millionen oder noch mehr Menschenleben. Damit ist der Mensch eindeutig dem Gegenständlichen, dem Materialistischen untergeordnet.

Kann noch irgendetwas unwürdiger, brutaler sein ?                                                                             Der Mensch wird nicht einmal einer Maschine ‚wertmäßig’ gleichgesetzt, nein … er wird ihr sogar untergeordnet und – um den Wahnsinn perfekt zu machen – diesen Status legt er sich selber auf ! –                                                                                                                                    Maschinen zerstören nicht mehr alles Material, sondern nur noch speziell alles Lebende ! Damit hat der Mensch dem Leben dieses Planeten endgültig seine Zweitrangigkeit, seine Nebensächlichkeit bescheinigt; damit wissen wir, wie wir uns selber einschätzen und- wie wir uns selber einzuschätzen haben ! Das Ergebnis ist kein Triumph des Lebens, es wird das Ende sein- mit welchem Nachlaß ?— Mit dem Triumpf dessen, was man ‚tote Materie’ nennt. Die Totalzerstörung, entweder des gesamten Planeten mit unsaubren A-Bomben oder- mit Vernichtungsmaschinen, die das Leben ‚sauber’ abtöten, scheint unausweichlich bevorzustehen.                                                                                                                                            Die Entwicklung von Vernichtungswaffen neuzeitlicher Prägung hat diese Erde zu einem Pulverfaß konstruiert, an das der Zünder bereits angelegt wurde. jeder Einzelne von uns sitzt auf dieser brodelnden, gnadenlosen ‚Masse’, sich dessen bewußt oder nicht !?!                        Immer perfektere Techniken werden mit einem Aufwand konstruiert, der überhaupt nicht zu übersehen ist und … vor allen Dingen !- von dem der ‚hungernde Abschaum’ dieser Menschheit nicht abbeißen kann, ja vielleicht nicht einmal diese Ahnung hat !-                                                   Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein und das Gerede von Abschreckung resultiert nicht mehr nur in Schrecken, sondern in gar nichts mehr ! Dann ist nichts mehr !

Was rechtfertigt einen solchen Einsatz ?-

Wenn dieser Zünder nicht bald von diesem Pulverfaß abgenommen wird, dann wird das ‚intelligenteste Lebewesen dieses Planeten’ ein Opfer seiner Intelligenz !- In der letzten Konsequenz !- Dazu kann ich keinen Beitrag leisten ! Nicht theoretisch durch stillschweigendes Hinnehmen, d.h. tolerieren – und nicht praktisch, d.h. durch persönlichen Einsatz im Verteidigungs- oder K-Fall !

Mein Verstand, mein ethisches Bewußtsein, ja Verantwortungsgefühl verbietet es mir !              Ein bewußter oder unbewußter Beitrag zu diesen Vorgängen macht mich und jeden anderen Menschen mitschuldig an einer sinnlosen Vernichtung, die die letzte, die totale sein wird !-       Eine solche Mitschuld lade ich nicht auf mein Gewissen !  Wer will das denn schon verlangen ?                                                                                                        Wer will mein Mitläufertum verlangen ? In einer Welt, die in jeder Minute, die wir alle erleben, zersprengt werden kann !- Was nützt denn noch iegendein konventioneller Krieg ? (Der mindestens genauso verabscheuungswürdig ist !!!) Das wäre ein ‚sich Abschießen’ auf einem Pulverfaß, das letztlich sowieso gezündet wird, weil in einem ‚großen Konflikt’ keine Atommacht eine militärische Niederlage hinnehmen würde- schon von der Ideologie her nicht !- Die Situation ist unausweichlich !-

Jeder Krieg, gleich welcher Form, ist unbedingt verabscheuungswürdig. Jeder bewaffnete Konflikt ist Schwäche, Hingabe an niedere, unmenschliche Triebe und negative Gefühlsäußerungen- ohne Befragung eines ethischen Bewußtseins.

Was wurde uns in unserer frühen Jugend gelehrt ? Was vermitteln die jugendbildenden Institutionen ? Welche Wertbegriffe lernen wir in der Schule, Kirche etc. ?-                                                          All das, was uns, jedem Nichtanalphabeten in seiner ‚jugendlichen Ausbildung zum Menschsein’ gelehrt wird, ja- all das kann und muß sogar im ‚eigentlichen, späteren Leben’ vergessen werden. Plötzlich wird dann an ‚erwachsene Pflichten’ appeliert. Pflichten, die genau das Gegenteil verlangen, wenn uns der Militärdienst abverlangt wird. Dann wird es Zeit, sich zu entscheiden.- Dann wird es allmählich Zeit, sich zu dem zu bekennen, was man ‚individuelles Emfinden’ nennen kann.

Das Recht hat jeder Mensch ! Wer es empfindet, sollte danach bewußt handeln !                                                                         Warum hat man sich hierfür zu rechtfertigen ? Welch ein Widerspruch ?!!                                                                                                                            Ich habe mich zu rechtfertigen, wenn ich es ablehne, auf meine Mitmenschen zu schießen … zu töten. Welch abnormaler Gedanke, daß ich mich nicht einmal zu rechtfertigen haben, wenn ich gerade das Besagte tue. Weil die Verteidigung des Vaterlandes es erfordert ?-                                                                          Sie rechtfertigt auf einmal Vorgänge, für die man in sogenannten ‚Friedenszeiten’ wieder die Todesstrafe in Betracht zieht ? Das sieht nach legalisiertem Verbrechen aus. Dafür ist keine Rechtfertigung notwendig.- Die Ideologie eines Staates deckt dieses. Rechtfertigen muß man sich erst dann, wenn man es scheinbar unverständlicherweise ablehnt, Menschen zu töten …- direkt oder indirekt, d.h. per Knopfdruck, ohne sie verrecken zu sehen.                                                           Der Dienst am Vaterland wird ein Dienst an der legalisierten Vernichtung des ganzen Lebens auf dieser Erde, ja dieser ganzen Erde überhaupt. Ein Dienst, den ich nicht wieder verrichten will und werde.

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Aus den bis hierher angeführten Gründen (eine ausführlichere Weiterführung würde zu umfangreich werden; diese halte ich auch für nicht weiter angebracht !) lehne ich es bedingungslos ab, als Soldat der Reserve bezeichnet zu werden. Ich lehne es entschieden ab, aus besagten Gründen irgendeinen Kriegsdienst zu versehen ! Ich lehne es ab, irgendeiner Einheit als Reservist zugeteilt zu werden und zu sein und dort im K-Fall anzutreten. Ich werde nicht mehr antreten !!

Meine Menschenwürde, mein Verstand verbieten es mir !

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Der Versuch, die Begründung meines Entschlusses niederzuschreiben, mag gelungen sein oder nicht, mag akzeptiert werden oder nicht- er stellt für mich einen weiteren Wandel dar : Die Abkehr, die auf eigenen Gedanken basierende Abkehr von dem, was ich selber in meiner zweijährigen Dienstzeit bei der Bundeswehr mitmachte und erlebte.-                                                Ich sehe es nicht mehr, überhaupt nicht mehr ein, an der Entwicklung zur Vernichtung des gesamten Lebens dieser Erde teilzuhaben, mitschuldig zu werden.                                               Diese Gedanken mögen abgelehnt werden, doch sie sind aus meinem Hirn nicht mehr wegzudenken.-

Ich beantrage hiermit, mich nach Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer offiziell vom geleisteten Eid zur Bereitschaft, dieses Land, diesen Staat (oder irgendeinen !) im Ernstfall mit Gewalt zu verteidigen, zu entbinden.-

gez. Joachim Rohlfing                                                            4950 Minden, 18. September 1977

 

 

 

Diesem Antrag folgte am 24.Oktober 1977 eine mündliche Verhandlung beim Kreiswehrersatzamt in Herford unter der Leitung eines Oberregierungsrates und drei Beisitzern.

Dieser Prüfungsausschuss für Kriegsdienstverweigerer beim Kreiswehrersatzamt hat in der Sitzung wie folgt entschieden :

                                                 „Der Wehrpflichtige ist berechtigt,

                                                   den Kriegsdienst mit der Waffe

                                                                 zu verweigern.

                                                     Das Verfahren ist kostenfrei.“

 

Werferschießen MunsterLager
Bild : priv. / Schießen mit den Mehrfachraketenwerfern auf dem Truppenübungsplatz ‚Münster Lager‘. Im Werfer rechts mit dem Feuerstrahl saß ich als Werferführer. Ein unglaublicher Wahnsinn !!

Kriegsdienstverweigerer frei: © Amnesty International


Urgent Action

Kriegsdienstverweigerer frei

  • Türkei
UA-304/2014-1
Index:
EUR 44/024/2014
12. Dezember 2014

HALUK SELAM TUFANLI

Kriegsdienstverweigerer frei: © Amnesty InternationalKriegsdienstverweigerer frei: © Amnesty International

(  -> Für die Verwendung des Textes habe ich eine Freigabe von Amnesty international  <- )

Der Kriegsdienstverweigerer Haluk Selam Tufanlı ist am 12. Dezember aus dem Militärgefängnis entlassen worden. Er hatte nur acht Tage einer zehntägigen Haftstrafe abgeleistet, weil Freilassungen am Wochenende im Gebiet Nordzypern nicht möglich sind.

Der Kriegsdienstverweigerer Haluk Selam Tufanlı war am 4. Dezember für zehn Tage in Haft genommen worden, nachdem ein Militärgericht in Lefkoşa / Nikosia in Nordzypern ihn wegen „Nichtbefolgung der Einberufung“ für schuldig befunden hatte. Haluk Selam Tufanlı hatte sich im Jahr 2011 geweigert, an einer eintägigen Militärübung teilzunehmen.

Die Verteidigung von Haluk Selam Tufanlı stützte sich darauf, dass er den Kriegsdienst auf Gewissensgründen verweigert hatte. Bei der Urteilsverkündung gab der zuständige Richter jedoch an, dass er dies nicht berücksichtigen könne, da die Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen in Nordzypern rechtlich nicht anerkannt ist.

In einem Telefongespräch mit Amnesty International dankte Haluk Selam Tufanlı allen, die sich für seine Freilassung eingesetzt haben. Er sagte: „Der Richter hatte mir erklärt, dass ich ein Recht auf Verteidigung habe, von dem ich Gebrauch gemacht habe, indem ich erklärte, dass ich den Kriegsdienst aus Gewissensgründen verweigert habe. Dann berücksichtigte er meine Verteidigung in seinem Urteil nicht. Wir werden dies vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte bringen.“

Haluk Selam Tufanlı erklärte weiter: „Mir geht es gut und die Tatsache, dass der Kampf für die Anerkennung des Rechts auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen auf der ganzen Welt ausgefochten wird, stimmt mich zuversichtlich, dass wir eines Tages gewinnen werden.“

Weitere Aktionen des Eilaktionsnetzes sind nicht erforderlich. Vielen Dank allen, die Appelle geschrieben haben.

Petition -> Verpflichtung zum Klimaschutz auch regional in Minden


Hallo,

wenn unsere Stadt sich zu einer nachhaltigen, klimafreundlichen Zukunft verpflichtet, würden wir damit einen großen Beitrag zum weltweiten Klimaschutz leisten. Zusammen können wir das möglich machen.

Ich habe gerade eine Petition gestartet, damit unsere Stadt auf 100% saubere Energieträger umsteigt – und zwar früh genug, um eine Klimakatastrophe zu verhindern. Macht ihr mit?

Hier könnt ihr mehr erfahren und die Petition unterschreiben:
http://www.avaaz.org/de/campaign/Minden_Auf_100_saubere_Energie_umsteigen/?etvTIbb

Je mehr Menschen aus unserer Stadt mitmachen, desto wahrscheinlicher ist es, dass unsere Politiker hinhören. Ihr könnt jetzt dazu beitragen, indem ihr euch ein wenig Zeit nehmt, um die Petition zu unterzeichnen und weiterzuleiten.

Vielen Dank und liebe Grüße,
Joachim

Text meiner Petition :

Wir fordern Minden auf, 100% saubere Energie zu versprechen. Wissenschaftler sagen, dass dies zum Schutz unserer Zukunft nötig ist. Viele Städte und sogar ganze Länder haben bereits versprochen, auf 100% saubere Energieträger umzusteigen. Unsere Stadt sollte als nächstes mitmachen.  

Solange die Sonne auf diesen Planeten scheint, wird es ihre Energie und die aus Windkraft Erzeugte im Überfluss geben – auch in Minden ! Das ist kein plattes ‚Mainstreamdenken‘ , sondern die absolute Notwendigkeit, die letzten Wegweiser wahrzunehmen, darüber nachzudenken, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen und im Sinne einer akzeptierbaren Zukunft -> auch regional entsprechend handeln !

Eine friedfertige Sicht auf das Leben auf diesem Planeten …


Bei diesem Beitrag auf „idealisten.net“ ist mir der ‚Kamm geschwollen‘. (Direkter Link ist am Ende dieses Beitrages zu finden). Den Link erhielt ich von einem seelenverwandten Menschen (einer ethisch durchsensibilisierten Frau), der es mindestens ebenso ging. Das Lesen eines solchen Textes erfordert regelrecht Mut. Die Aussagen sind an Unsinn kaum zu überbieten, strotzen vor Arroganz und sind eines gebildeten Menschen nicht würdig. Solche Texte sind es, die ‚das menschliche Denken‘ regelrecht gefangen halten und einer nötigen, geistigen Entwicklung im evolutionären Sinne blockieren. Solche Menschen wird auch der Besuch eines Schlachthauses nicht wirklich aus ihrer Bahn werfen.

Die Wahlpredigt
Bild : Zeitschrift „Der Wahre Jakob“ aus dem Jahre 1930

Sie sind tatsächlich der Meinung und verhalten sich auch danach, dass ihr Gehabe richtig und -wie auch immer- abgesegnet ist. Für diese Aussage ist ein Konjunktiv nicht angesagt, weil da für sie eine Art ‚lockerer Imperativ‘ zu gelten scheint. Kurzum : Wie da über Materie gesprochen wird, die vorher beseelt war und in uns bekanntem Sinne gelebt hat, ist eine Verhöhnung und Degradierung des Lebens anderer Spezies zur Speisekarte. Ernährung, die durch Beschaffung der dazu erforderlichen Produkte auf rohester Gewalt basiert, kann für den Menschen nicht zuträglich sein. Heute kann niemand mehr sagen, er habe nichts gewusst …

 

 

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Bild : Privat

 

Ich vertrete die (eigene) Theorie, dass jegliche Art physischen Lebens einen Mental gleicher Beschaffenheit besitzt und durch eine Inkarnation in eine befruchtete Zelle diese zur ersten Zellteilung veranlasst. So wie bei der Vorstellung, dass ein Mental nicht nur mit einem markanten Körperteil (Gehirn) verbunden ist, sondern ganzkörperlich und speziesübergreifend von gleicher Art ist. Ein recht simpler Gedankengang mit weitreichenden Folgen. Sicherlich … doch daraus erwächst der Gedanke oder die Vorstellung, dass das Töten eines Tieres einen Mental aus dessen Körper treibt, der von der gleichen Beschaffenheit ist wie der desjenigen, der tötet. Also ‚externer Selbstmord‘ ? Ein allgemeines Akzept eines solchen Rückschlusses hätte massive gesellschaftliche Auswirkungen sowohl im Hier und Jetzt als auch in der zukünftigen Ausrichtung. Die positivste Auswirkung wäre eine friedliche Koexistenz zwischen Mensch und Tier. Tiere, die sich dem Joch der dominanten Spezies Mensch auf diesem Planeten zu unterwerfen haben bis zur letzten Konsequenz : ihrem Leben, ihrer Existenz. Schlimmer noch : deren Körper nach finaler Gewalteinwirkung auch noch von dieser Dominanz zur Nahrung aufbereitet werden und damit zum Teil der Nahrungskette degradiert werden, als seien sie seelenlos.

Freiheit
Bild : Aus der Zeitschrift „Der wahre Jakob“ aus dem Jahre 1920

Als hätten sie keinen Mental. Das Begreifen und Realisieren der Vorstellung, dass sie Existenzen aus Körper (Physis) und Geist (Mental) sind, würde dazu führen, dass die rückgewandte, geisteskranke Verhaltensweise der Menschheit der Tierwelt gegenüber ein Ende hätte und die dadurch gewonnene Energie wie eine Befreiung auslösend in eine Richtung gelenkt werden könnte, die die Spekulation über eine Befragung nach dem körperlichen Tode (Christen nennen das Jüngstes Gericht) gegenstandslos machen würde. Was für eine Ungewissheit, was für eine Last würde da einfach wegbrechen !? Die Gesellschaften würden sich in relativ kurzer Zeit markant verändern. Das Erforschen von jetzt nicht vorstellbaren Nahrungsquellen und -methoden ließen dann in der Rückschau die Barbarei der Vergangenheit erkennen.

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Bild : Zeitschrift „Der Wahre Jakob“ aus dem Jahre 1916 !!!

 

Fortschritt in den Denkweisen der Menschen wäre nicht nur sichtbar, sondern allgemein gültige Realität. Gewaltpotentiale würden sich in der Folge minimieren, sowohl im Kleinen als auch im Großen. Soll heißen, dass Toleranz regelrecht erzeugt und Misstrauen der Völker untereinander verringert würde mit der Erkenntnis, dass die Daseinsberechtigung militärischer Potentiale schwinden oder gar entfallen würde. Solche Vorstellungen lassen sich anhand nur eines Gedankenganges konstruieren und auch in alle möglichen Lebensbereiche hineinweben.

 

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Bild : Privat

 

Ist dem Leser bei der kurzen Beschreibung dieser Theorie zwischenzeilig etwas aufgefallen ? Diese Vorstellung geht und ist ohne Bezug auf irgendeine Religion ! Allein die Vorstellung, dass das so sein könnte und wahrscheinlich (nach meiner Überzeugung) auch so ist, erzeugt eine friedfertige Sicht auf das Leben ansich auf diesem Planeten in seiner ganzen Vielfalt.

Die Brisanz der vorher kurz angedeuteten Theorie über das Auslösen einer ersten Zellteilung durch einen Mental ergibt eine Parallele der Meinungsprägung religiöser Institutionen. Die Darstellung hier wurde allerdings als religionsfrei herausgestellt. Interessanterweise deckt sich das mit der Auslegung z.B. der katholischen Kirche. Doch …  ebenso deutlich wird und ist herauszustellen, dass die von mir dargestellte Sichtweise auf keine religiösen Aspekte verweist oder darauf gründet, sondern bei dem Akzept eines Mentals (einer Geistigkeit) eine ansich logische Konsequenz ist, frei von Dogmen, kirchlichem Brimborium und ohne die Drohkulisse einer irrationalen Hölle auskommt. Jedem fällt dabei das Wort ‚Abtreibung‘ ein. Da maßen sich religiöse Institutionen die Deutungshoheit über die Wirklichkeit an, indem sie polarisieren und postulieren. Ein frei denkender Mensch braucht solche Vorgaben und Anweisungen nicht, da er eigenständig denken kann. Z.B., dass eine durch nichtgewollte Einwirkung Schwangere (Vergewaltigung) explizit das Recht auf einen Abbruch zuzusprechen ist, ohne dass sie für diese Entscheidung Repressalien befürchten muss. Ob das solchen Institutionen nun passt oder nicht.

Abschließend und bevor der dieses lesende Mensch den folgenden Link anklickt, noch ein eigenes Zitat :

 „Ich glaube nicht an eure menschlichen Gebilde – ich kenne eure gebildete Unmenschlichkeit“ © Joachim Rohlfing   (es sollte selbstverständlich sein, dass vor Verwendung dieses gesamten Textes oder Auszüge davon mein Einverständnis eingeholt wird.)

UND DANN LIEST MAN SOWAS :  

http://www.idealisten.net/beitrag/article/frisch-frech-froehlich-lecker-fleisch.html

An den Text habe ich nur einen kurzen Kommentar -unter anderen- angefügt.

Korrektur des eingereichten Leserbriefes


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Bild: Heinrich Hoffmann / >Die Geschichte vom wilden Jäger< aus dem Struwwelpeter.

Wie fast immer in den letzten Jahren werde ich von der Redaktion des MT bewogen, Änderungen an Formulierungen eines eingereichten Leserbrief-Manuskriptes vorzunehmen, wenn ich den Text veröffentlicht sehen möchte. Ja sicher möchte ich das. Deswegen wird ein Text ja eingereicht. Im aktuellen Fall wirft man mir vor, Jäger mit Naziverbrecher moralisch auf eine Stufe zu stellen. Andersherum gesehen weist mich der Redakteur mit seinem Einwand freundlich darauf hin, dass da Ungemach drohen könnte. Angenommen. Fakt ist und bleibt aber immer noch, dass das 1934 vom Reichsjägermeister und Naziverbrecher Hermann Göring novellierte Jagdgesetz in den jagdlichen Aussagen dem immer noch aktuellen Bundes- und Landesjagdgesetz entspricht. Auf dessen Grundlage wird weiterhin in Wald und Feld getötet, was die Flinten so vor sich haben. Natürlich nach dem jagdlichen Regelwerk. Das christliche 5. Gebot sagt ja nicht, dass das auch für andere Lebewesen gilt, die in Freiheit leben und ein Recht darauf haben. Am Heiligabend sitzt man dann brav in der Kirche und singt ‚Süßer die Glocken nie klingen ..‘ oder so ähnlich. Das ist eine zusammengeschusterte ‚Antilogik‘ oder … die Quadratur des irrenden Sinnes. 

Kurzum : Ich habe den Text überarbeitet, heikle Stellen herausgenommen und so umgebastelt, dass meine Aussagen nicht verwaschen. ‚Ungemach‘ hatte ich bereits diverse Male, auch auf nicht mehr verstehbare Art und Weise. 

Meine moralischen Leitsätze orientieren sich am Erhalt des Lebens und an der Vermeidung von Leid und Tod und nicht daran, mit welcher Waffe und welcher Munition ich welche Lebewesen zur Strecke bringen kann .

( Der ursprüngliche Text ist im vorherigen Beitrag in dieser Kategorie zu lesen )

Hier der überarbeitete Text :  (Ob der so durchgeht, bleibt abzuwarten).

Glückwunsch an die Jägerschaft. Sie haben es auf die Seite 3 des Mindener Tageblattes geschafft. Eine Minderheit in dieser Gesellschaft, die es immer wieder schafft, den wahren Charakter ihres Anliegens und Handelns so zu verpacken, dass der Dschinn (Flaschengeist)  bei öffentlichkeitswirksamen Auftritten in der Flasche gehalten und erst dann nur kurz herausgelassen wird, wenn man unter sich ist und/oder mit einer Jagdwaffe das veranstalten kann, was das Jagdwesen ausmacht : Töten. Eigentlich völlig klar, dass die Jägerschaft durch eine Novellierung des NRW-Landesjagdgesetzes wie eine aufgescheuchte Entenschar nach dem Knall eines Schusses wirkt. Die Anpassung dieses Gesetzes sollte als Anfang eines noch langen Weges bis zu dessen -hoffentlich baldigen- Abschaffung gesehen werden.

Und da begründet der jagende Mensch seine Ablehnung einer Novellierung damit, dass sie ‚ideologisch motiviert’ sei. Natürlich basiert ‚ihr’ bestehendes Gesetz auf keiner Ideologie, wenn man Geschichte komplett ignoriert und früher sowieso alles besser war. Das wäre ein Widerspruch in sich. Nicht vergessen : Die Kernaussagen des Jagdgesetzes fußen weiterhin auf einer ausgehalfterten Ideologie und blanker Empathielosigkeit. Ziemlich dreist und aus der Sicht geradezu peinlich, denen ideologische Motivation anzukreiden, die versuchen, sich Schritt für Schritt aus den alten Klammern zu lösen.

Es ist erstaunlich, dass sich gegen die Formulierung, dass die Jagd nur noch ‚aus vernünftigem Grund’ zugelassen werden soll, Sturm gelaufen wird. Dann gab es bislang also nicht unbedingt vernünftige Gründe ? Eine wirklich menschliche Erkenntnis !

Die gesetzlich legitimierte Jagd ist im 21. Jahrhundert eine gesellschafliche Altlast, deren Entsorgung samt Ort eine bislang in Nebel gehüllte, politische Herausforderung ist.

Leserbrief zum MT-Artikel „Bleifrei und mit Schießnachweis“ v. 31.10.2014


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Bild: Heinrich Hoffmann, die ‚Geschichte vom wilden Jäger‘ aus dem Struwwelpeter

Es geht um die Novellierung des NRW-Landesjagdgesetzes, gegen die die Jägerschaft Sturm läuft, weil z.B. eine Formulierung, dass die Jagd nur noch „aus vernünftigem Grund“ zugelassen wird, darin stehen soll. Das schränkt natürlich ihren Bewegungsspielraum erheblich ein, weil die Formulierung naturgemäß dehnbar ausgelegt werden kann.  

Nachfolgend mein Statement dazu, dass heute (01.11.2014) per mail dem Mindener Tageblatt zugestellt wurde :

Glückwunsch an die Jägerschaft. Sie haben es auf die Seite 3 des Mindener Tageblattes geschafft. Eine Gruppierung in dieser Gesellschaft, die es immer wieder schafft, den wahren Charakter ihres Anliegens und Handelns so zu verpacken, dass der Dschinn (Flaschengeist) bei öffentlichkeitswirksamen Auftritten in der Flasche gehalten und erst dann nur kurz herausgelassen wird, wenn man unter sich ist und/oder mit einer Jagdwaffe das veranstalten kann, was das Jagdwesen ausmacht : Töten. Sie berufen sich auf das 1934 von dem Reichsjägermeister und Naziverbrecher Hermann Göring novellierte Jagdgesetz, das in den jagdlichen Inhalten immer noch mit dem Bundes- und Landesjagdgesetz übereinstimmt und damals mit der sogenannten ‚Hege des Wildes und dessen Umwelt’ ergänzt wurde.

Eigentlich völlig klar, dass die Jägerschaft durch eine Novellierung des NRW-Landesjagdgesetzes wie eine aufgescheuchte Entenschar nach den Knall eines Schusses wirkt. Die Anpassung dieses Gesetzes sollte als Anfang eines noch langen Weges bis zu dessen -hoffentlich baldigen- Abschaffung gesehen werden.

Und da begründet der jagende Mensch seine Ablehnung einer Novellierung damit, dass sie ‚ideologisch motiviert’ sei. Natürlich basiert ‚ihr’ bestehendes Gesetz auf keiner Ideologie, wenn man Geschichte komplett ignoriert und früher sowieso alles besser war. Das wäre ein Widerspruch in sich. Nicht vergessen : Der ‚Hubertus’ Göring war ein Repräsentant des Dritten Reiches, fußend auf einer Ideologie des untersten Neveaus und blanker Empathielosigkeit. Ziemlich dreist, aus der Sicht entlarvend und geradezu peinlich, denen ideologische Motivation anzukreiden, die versuchen, sich Schritt für Schritt aus den alten Klammern zu lösen.

Es ist erstaunlich, dass sich gegen die Formulierung, dass die Jagd nur noch ‚aus vernünftigem Grund’ zugelassen werden soll, Sturm gelaufen wird. Die Jägerschaft möchte also im Grundsatz unvernünftig bleiben. Oder : Es gab bislang nicht unbedingt vernünftige Gründe ? Eine wirklich menschliche Erkenntnis ! Eine dermaßene Selbstenttarnung ist ein dialektischer Rohrkrepierer vom Feinsten und bedarf keines weiteren Kommentars.

Die gesetzlich legitimierte Jagd ist im 21. Jahrhundert eine gesellschafliche Altlast, deren Entsorgung samt Ort auch eine bislang in Nebel gehüllte politische Herausforderung ist und Handlungsbedarf hat.

Mac OS X 10.10 Yosemite (Final)


Mac OS X 10.10 Yosemite (Final)

Die Betaphase ist vorbei. Bis zur letzten Betaversion (6) konnte ich das Betriebssystem vorab testen, wie ca. 1 Million User auch. Schon in der Phase lief die Beta überraschend stabil und war gebrauchsfähig. Ab der Betaversion 6 ging ich das ‚Risiko‘ ein und ersetzte Mavericks damit.

Nach dem Erscheinen der finalen Version am 16.10.2014 nach der Keynote wurden sowohl der iMac (2007) als auch das MBP 17″ damit ausgestattet. Auffällige Änderungen habe ich danach nicht festgestellt. Beide doch schon etwas älteren Rechner laufen tadellos damit (und im sog. Darkmode).

Bei dieser Version des Mac OS 10 (Yosemite) hatte ich wieder dieses ‚Tigergefühl‘ von Mac OS 10.4 Tiger, das für mich bis dato das beste OS 10 war und das noch auf meinem G3 Pismo läuft und läuft und läuft und …..

Yosemite hat mich bislang überzeugt.

Bild (-ausschnitt) auf der Startseite


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Bild : Ausschnitt aus einem noch nicht fertiggestellten (eigenen) Ölgemälde

Das auf der Startseite dieses Blogs zu sehende Bild ist ein Ausschnitt aus einem Ölgemälde, das noch nicht fertiggestellt wurde.


 

Malala


Bildschirmfoto 2014-10-11 um 18.32.26
Bild : Quelle Wikipedia

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Der Name dieses Mädchens sagt sicherlich so gut wie Jedem etwas : Malala  !

Hallo Joachim, 

vielen Dank, dass Sie unsere Petition „Zeigen Sie der Welt, dass wir stärker sind als diejenigen, die Schulmädchen Zugang zu Bildung verwehren wollen” unterschrieben haben! 

Verhelfen Sie dieser Kampagne zum Erfolg indem Sie Ihre Freunde auf Facebook einladen! Es ist ganz einfach: Klicken Sie hier, um diese Petition auf Facebook zu teilen. 

Sie können auch per E-Mail zum Mitmachen einladen – versenden Sie einfach den unten stehenden Text. 

Vielen Dank für Ihre Unterschrift! 

Malala Yousafzai 
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Hallo,

ich habe gerade die Petition „Zeigen Sie der Welt, dass wir stärker sind als diejenigen, die Schulmädchen Zugang zu Bildung verwehren wollen” auf Change.org unterschrieben, weil mir das Thema am Herzen liegt. Können Sie auch unterschreiben?

Hier ist der Link: 

http://www.change.org/de/Petitionen/zeigen-sie-der-welt-dass-wir-stärker-sind-als-diejenigen-die-schulmädchen-zugang-zu-bildung-verwehren-wollen?recruiter=65651081&utm_campaign=signature_receipt&utm_medium=email&utm_source=share_petition

Vielen Dank!

Joachim

Dieser Beitrag wurde unter Aktionen abgelegt am 16. Juli 2014. Bearbeiten