Mit der Kalaschnikov… With the Kalashnikov…


Deutsch

Wenn ein Herrscher nach 26 Jahren nur noch mit dem Rücken zu Wand steht und auf den Straßen die Menschen rufen/schreien: ‚Hau ab!‘, dann zeigt er sich mit seinen Kumpanen und einer Kalaschnikov in der Hand grimmig und entschlossen. Das erinnert an die Bilder vom mit einer goldenen Kalashnikov schießenden Saddam Hussein. Dessen Ende wünscht ein zivilisierter Mensch keinem noch so brutalen Despoten.

Auf Biegen und Brechen -also mit Gewalt- weiter herrschen, koste es, was und wen es wolle. Staatsterror. Des Volkes Willen ignorieren und die Staatsgewalt -Polizei/Militär- missbrauchen, das sind die kurz- oder mittelfristigen Anzeichen des Niederganges solcher Systeme. Die Uneinsichtigkeit und gefährliche Dummheit und Egozentrik, ja Egomanie, ziehen dabei zig-Menschen mit in den Abgrund.

In Weißrussland/Belarus wird es der Präsident Lukaschenko erleben, dass ihn das Volk nicht nur aus dem Amt jagt, sondern -sofern er nicht außer Landes flieht- ihm den Prozeß macht. Gründe dafür wird es wohl genug geben. Im eigenen Interesse sollte er einsehen, dass das Volk ihn nicht mehr halten wird. Politischer Druck von außen wäre deutlicher angebracht, wenn Putins Reaktion kalkulierbarer wäre. Die EU sollte ‚Flagge‘ zeigen – diplomatisch und ohne Öl ins Feuer zu gießen. Ein Balanceakt der Außenpolitik. Richtig erscheint es mir, dass das belarussische Volk das Problem ‚Lukaschenko‘ selber regelt. Dass das ohne beiderseitige Gewalt gelöst wird, ist mehr als fraglich – eher nein.

Er zeigt sich mit Kalaschnikov – das sagt alles…

Es bleibt zu hoffen, dass so wenig Menschen wie möglich dabei zu Schaden kommen…!

English

When after 26 years a ruler stands with his back to the wall and the people in the streets shout/cry: ‚Go away!‘, he shows himself grim and determined with his cronies and a Kalashnikov in his hand. This is reminiscent of the pictures of Saddam Hussein shooting with a golden Kalashnikov. A civilized man does not wish his end to any despot, no matter how brutal.

To continue to rule by hook or by crook -also by force- at any cost, whatever and whomever it wants. State terror. Ignoring the will of the people and abusing the state power – police/military – are the short or medium-term signs of the decline of such systems. The intransigence and dangerous stupidity and egocentricity, even egomania, drag tens of people into the abyss.

In Belarus/Belarus, President Lukashenko will experience that the people not only chase him out of office, but – as long as he does not flee the country – will put him on trial. There will probably be enough reasons for this. In his own interest he should realize that the people will not hold him any longer. Political pressure from outside would be more appropriate if Putin’s reaction were more calculable. The EU should show the ‚flag‘ – diplomatically and without adding fuel to the fire. A foreign policy balancing act. It seems right to me that the Belarusian people should settle the ‚Lukashenko‘ problem themselves. It is more than questionable that this will be solved without mutual violence – rather no.

He shows himself with Kalaschnikov – that says it all…

It remains to be hoped that as few people as possible will be harmed…!